Sonntag, 19. August 2018

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

  • Mercedes-AMG-Piloten Assenheimer/Marciello werden Zweite
  • Götz/Pommer bauen Tabellenführung aus
  • Rang drei für Porsche-Duo de Leener/Bachler

Das Podium vom Sonntagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

Die Tabellenführer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) kamen als Vierte ins Ziel und bauten damit ihren Punktevorsprung von sieben auf acht Zähler auf die neuen Gesamtzweiten Renauer/Jaminet aus. 

Unzufrieden mit ihrem Ergebnis waren die Fünftplatzierten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck) im zweiten Mercedes-AMG von Mann-Filter Team HTP Motorsport. Das Duo war aus der ersten Startreihe gestartet, verlor aber bereits beim Start eine Position und fiel nach den Boxenstopps um zwei weitere Ränge zurück. Auf Platz sechs führten Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) eine Gruppe von gleich sieben Audi R8 LMS an. Rang sieben ging an ihre Teamkollegen Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) vor Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel, beide Team ISR). Neunte wurden Jeffrey Schmidt (24/CH) und DTM-Star Jamie Green (36/GB, beide BWT Mücke Motorsport). Den letzten Punkt sammelten die Audi-Fahrer Florian Spengler (30/Ellwangen) und Dries Vanthoor (20/B). 

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging wie beim Saisonauftakt in Oschersleben an die ADAC GT Masters-Neueinsteiger Jan-Erik Slooten (33/Neuss) und Lucas Luhr (39/Ermatingen, beide IronForce by RING POLICE). 

Stimmen der Sieger

Mathieu Jaminet
(Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): "Das Rennen war perfekt: Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg - mehr geht nicht. Unser Auto war heute sehr gut, und wir haben keine Fehler gemacht. Wir freuen uns schon auf die nächsten Rennen, aber heute wird erst mal gefeiert." 

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R:"Das war ein tolles Happy End für ein Wochenende, das schwierig begonnen hatte. Ich habe den Jungs am Freitag leider ziemlich viel Arbeit beschert. Im ersten Rennen gingen wir noch leer aus, aber heute haben wir maximal gepunktet. Das Auto war sehr, sehr stark. Mathieu hat mit der Pole-Position den Grundstein für den Sieg gelegt. Wir konnten im Rennen dann unseren Vorsprung verwalten."

Engstler und Hyundai mit Debütsieg in der ADAC TCR Germany

  • Luca Engstler siegt vor seinem Markenkollegen Coicaud und Audi-Fahrer Langeveld
  • Niels Langeveld damit neuer Tabellenführer
  • Luke Wankmüller erobert Führung in der Honda Rookie Challenge
Das Podium vom Sonntagsrennen
Foto: Gruppe C Photography
Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) hat seinen Premierensieg in der ADAC TCR Germany gefeiert und dem neuen Hyundai i30 N TCR zugleich den ersten Erfolg beschert. Der 18-Jährige gewann das zehnte Saisonrennen in Zandvoort von der Pole Position aus vor seinem Markenkollegen Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) und Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS. Langeveld, Sieger des ersten Rennens am Samstag, übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung. „Wahnsinnig, nach dem etwas frustrierenden Wochenende auf dem Nürburgring mit den Problemen im Qualifying jetzt hier ganz oben zu stehen, ist ein Wahnsinnsgefühl“, sagte Luca Engstler, der in der Gesamtwertung als Dritter nur 22 Punkte Rückstand auf Langeveld hat: „Ich kann mich nur bei meinem Team bedanken. Wir sind alle mehr als happy. Im ersten Training hatten wir hier auch Pech, danach hat uns etwas der Speed gefehlt. Aber dann das Rennen zu gewinnen, ist umso schöner.“

Rookie Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) wurde im Opel Astra TCR Vierter und hatte damit ebenfalls allen Grund zum Feiern. Der 17-Jährige übernahm erneut die Führung in der Honda Rookie Challenge von Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance), der nach einem Kontakt in der Anfangsphase des Rennens mit Niels Langeveld weit zurückfiel und das Rennen auf Platz 21 beendete. Wankmüller hat in der Honda Rookie Challenge, deren Sieger am Ende der Saison einen neuen Honda Civic erhält, nun 2,5 Punkte Vorsprung auf Hesse.

Als Fünfter kam Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR ins Ziel, dahinter folgten Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) im Opel, Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi, Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) im Audi, Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda. 

Luca Engstler, der als Zehnter des Qualifyings von der Pole Position startete, kam gut weg und verteidigte seine Führung auf den ersten Metern. Dahinter gelang vor allem Théo Coicaud ein sehr guter Start. Der Franzose war bereits eingangs der ersten Kurve Dritter hinter Cupra-Fahrer Loris Prattes (17, Neuhemsbach, TOPCAR Sport). Dahinter reihten sich Reicher und Wankmüller ein. Wenig später kam es zum Kontakt zwischen Hesse und Langeveld, das Safety Car kam auf die Strecke.

Beim Restart behauptete Luca Engstler seine Führung, und Coicaud schob sich nach der StartZiel-Geraden in der ersten Kurve an Prattes vorbei. Während die beiden Hyundai vorne das Tempo bestimmten, arbeitete sich Niels Langeveld im Audi Schritt für Schritt durchs Feld. Zunächst überholte er Antti Buri, wenig später passierte er Simon Reicher und auch Opel-Fahrer Harald Proczyk, mit dem er sich bis dato die Tabellenführung geteilt hatte. Auch Mike Halder und Rookie Luke Wankmüller konnten Langeveld nicht halten. Der Niederländer, der von Platz zehn gestartet war, war innerhalb von nur 13 Minuten auf Rang drei vorgefahren. Von den zahlreichen Überholmanövern des Niederländers hatten derweil Engstler und Coicaud profitiert und sich ein Polster herausgefahren. Langeveld holte jedoch Schritt für Schritt auf und schloss in der Schlussphase zu Coicaud auf. Der Franzose aber verteidigte sich stark und ließ Langeveld keine Chance zum Überholen. Vorne eilte Engstler seinem ersten Sieg fehlerfrei entgegen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Théo Coicaud (Zweiter, Frankreich, Hyundai Team Engstler): „P1 und P2 – das perfekte Ergebnis für uns an diesem Tag. Das Team versteht den Hyundai immer besser und macht einen überragenden Job. Heute war ein fantastischer Erfolg für uns. Den zweiten Platz habe meinem guten Start und dem Überholmanöver nach dem Safety Car zu verdanken.“

Niels Langeveld (Dritter, Niederlande, Racing One): „Perfekt, ich bin super happy mit dem Ergebnis, aber vor allem mit dem Speed. Wir waren unglaublich schnell, das Team hat einen überragenden Job gemacht. Jetzt bin ich in der Gesamtwertung vorne, und natürlich will ich an der Spitze bleiben. Das ist genau wie die Frage, ob Tweety gelb ist – die Antwort ist klar!“

Luke Wankmüller (Bester Rookie, Straubenhardt, HP Racing International): „Es ist wie PingPong zwischen Max und mir. Die Führung in der Honda Rookie Challenge wechselt ständig, es bleibt bis zum Schluss spannend. Die beiden Hyundai und Niels Langeveld konnte ich nicht halten, die waren einfach zu schnell. Ich bin mein eigenes Rennen gefahren, habe versucht, die Reifen zu schonen und bin vollkommen zufrieden mit meinem Ergebnis.“




Audi-Pilot Langeveld feiert Heimsieg in Zandvoort

  • Der Niederländer siegt vor Antti Buri und Harald Proczyk
  • Langeveld und Proczyk in der Gesamtwertung nun gleichauf
  • Hesse baut Führung in der Honda Rookie Challenge aus

Nils Langeveld siegt beim Heimrennen am Samstag für Audi
Foto: Gruppe C Photography / ADAC-Motorsport
Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) hat beim Heimspiel in Zandvoort einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert und ist nach Punkten Tabellenführer Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) gleichgezogen. Im Audi RS3 LMS gewann Langeveld deutlich vor seinem Markenkollegen Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) und Harald Proczyk im Opel Astra TCR. 

"Das ist das beste Gefühl überhaupt, überragend!", jubelte Langeveld, der nun wie Proczyk bei 254 Punkten steht: "Jetzt sind wir wieder gleichauf - wie schon nach dem ersten Rennen auf dem Red Bull Ring. Diesmal will ich in Führung gehen und bis zum Ende vorne bleiben."

Vierter wurde Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, dahinter folgte Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR. Audi-Fahrer Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing), Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) und Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) als bester Rookie belegten die Plätze sechs bis acht. Die Top Ten komplettierten Rookie Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) und Niko Kankkunen (19, Finnland, Team Engstler Europe), der Sohn des viermaligen Rallye-Weltmeisters Juha Kankkunen.

Beim Start blieb Langeveld an der Spitze, während sich Engstler innerhalb weniger Meter von Platz zehn auf fünf verbesserte. Weil es beim Start zu einem Kontakt zwischen Kai Jordan (49, Wolfsburg, Team Engstler Germany), Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) und Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) gekommen war, musste das Safety Car auf die Strecke. 

Der Restart erfolgte bei noch 22 Minuten Renndauer. Danach setzte sich Langeveld kontinuierlich von den Verfolgern ab und baute seinen Vorsprung Runde für Runde auf. "Ich habe einfach meine Runden und meine Zeiten abgespult, auf die anderen habe ich nicht geachtet", meinte der Sieger, der Erfolge auf seiner Heimstrecke bereits im Vorfeld als "Traum" bezeichnet hatte. 

Hinter Langeveld lieferten sich Buri und Proczyk ein Duell um Platz zwei, das der Finne letztlich für sich entschied. Mike Halder, der auf dem Nürburgring vor zwei Wochen einen Sieg und einen dritten Platz geholt hatte, verteidigte derweil seinen vierten Platz stark gegen Luca Engstler, der sich in der Folge aber der Angriffe von Simon Reicher erwehren musste. 

In der Honda Rookie Challenge baute der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Max Hesse seine Führung auf Luke Wankmüller aus. Dort hat Hesse nun 4,5 Zähler mehr auf dem Konto als Wankmüller. Der Sieger der Honda Rookie Challenge erhält am Saisonende einen neuen Honda Civic. 

Im zweiten Rennen der ADAC TCR Germany am Sonntag (9.50 Uhr) wird Luca Engstler als Zehnter des Qualifyings auf der Pole Position stehen. In diesem Rennen startet die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Niels Langeveld geht von Startplatz zehn ins Rennen vor Antti Buri und Harald Proczyk. Hinter Engstler starten Luke Wankmüller und Simon Reicher. 

SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem sind sie bei SPORT1.de, adac.de/motorsport, dem YouTube-Kanal des ADAC und bei Facebook zu sehen. 

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Antti Buri
(Zweiter, Finnland, LMS Racing): "Das waren gute Punkte, ein bislang sehr schönes Wochenende. Ich bin zufrieden. Beim Sonntagsrennen nehme ich mir nicht so viel vor. Einfach schnell sein und schauen, was möglich ist." 

Harald Proczyk (Dritter, Österreich, HP Racing International): "Ich bin froh, dass wir das Maximum für uns rausgeholt haben. Die Audis sind heute einfach schneller gewesen, Mike war auch sehr, sehr schnell. Am Anfang habe ich gepusht und kam auch an Antti ran. Aber er hat nie einen Fehler gemacht, daher musste ich mich dann mit Platz drei zufriedengeben." 

Max Hesse (Bester Rookie, Prosport Performance): "Der Sieg in der Rookiewertung war sehr wichtig, um die Führung dort auszubauen. Am Sonntag möchte ich wieder vor Luke langen, das ist das Ziel. Insgesamt gefällt mir die Strecke. Es ist schwierig, kein Platz für Fehler. Aber ich finde das cool, ich mag neue Herausforderungen."

Samstag, 18. August 2018

Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

  • GRT Grasser-Piloten gewinnen Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Zandvoort
  • Van-der-Linde-Brüder vor Land-Teamkollegen Dennis/Mies auf Rang zwei
  • Pommer/Götz übernehmen Tabellenführung

Das Podium vom Samstagsrennen in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport
Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

Platz vier ging mit Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) an ein weiteres Audi-Duo. Dahinter folgten ihre Markenkollegen Max Hofer (19/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing). Dank der acht Punkte für den sechsten Platz übernahmen die Mercedes-AMG-Piloten Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) die Führung in der Gesamtwertung. Die bisherigen Tabellenführer, die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition), gingen als 17. dagegen leer aus.

Im besten BMW M6 GT3 fuhren Timo Scheider (39/Lochau) und Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) auf Rang sieben. Dahinter zeigten Florian Spengler (30/Ellwangen) und Dries Vanthoor (20/B) im Audi R8 LMS eine starke Aufholjagd und holten von Startplatz 19 kommend mit Rang acht das bisher beste Ergebnis für das in der Saison erstmals im ADAC GT Masters antretende Team EFP by TECE. 

Pirelli-Trophy-Sieger Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team) wurden im Lamborghini Neunte, die Top Ten komplettierten die Audi-Piloten Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport), die von Rang 24 ins Rennen gegangen waren.

Stimmen der Sieger

Ezequiel Perez Companc
(GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3): „Das Rennen war sehr hart. Ich hatte einen guten Stint, und Marco hat danach den Sieg trotz Druck von hinten souverän ins Ziel gefahren. Die Kollision mit Mirko war unglücklich und sollte zwischen Teamkollegen nicht passieren. Wir werden das intern klären.“

Marco Mapelli (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3): „Das Team hat einen tollen Job gemacht und uns ein tolles Auto gegeben. Wir waren bereits im Qualifying sehr schnell und konnten den Speed auch im Rennen halten, auch wenn wir vor allem am Ende auf die Reifen achten mussten. Ich bin sehr happy.“

Sebastian Asch im Mercedes-AMG zum Auftakt Schnellster

  • Ex-Champion mit Bestzeit im ersten Freien Training des ADAC GT Masters in Zandvoort
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
  • Drittes Auslandsgastspiel der "Liga der Supersportwagen" 2018

Sebastian Asch Schnellster im Freien Training in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda
Mercedes-AMG-Pilot Sebastian Asch (32/Ammerbuch, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) fuhr im ersten Freien Training beim ADAC GT Masters-Gastspiel in Zandvoort die beste Rundenzeit. Der Champion von 2012 und 2015 verwies den Audi R8 LMS von Max Hofer (19/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) und den Lamborghini Huracán GT3 von Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) auf die weiteren Positionen. Die beiden Rennen auf dem Dünenkurs werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. Mit dem kostenlosen "Dünenticket", das unter www.circuitzandvoort.nl erhältlich ist, ist der Zugang zu den Stehplätzen im Außenbereich der Strecke beim ADAC GT Masters in Zandvoort kostenlos.

Nach zwei Testsessions am Freitagmorgen ging es für die Teams des ADAC GT Masters am frühen Nachmittag mit dem ersten Freien Training weiter. Nach mehreren Führungswechseln setzte sich schließlich Asch, der sich am Lenkrad des Mercedes-AMG GT3 mit Luca Stolz (23/Brachbach) abwechselt, mit einer Bestzeit von 1.37,554 Minuten an die Spitze. "Wir haben auch schon am Morgen sehr viel bei der Abstimmung ausprobiert", so Asch. "Ich bin dann mit frischen Reifen rausgefahren und das hat gut funktioniert. Wir haben bei den letzten Rennen gesehen, dass unsere Schwäche klar das Qualifying ist. Daher haben wir das Augenmerk darauf gelegt, das Qualifying-Set-up zu verbessern, um uns eine bessere Ausgangsposition für die Rennen zu schaffen. Denn diese verliefen bei uns in dieser Saison eigentlich immer ganz gut. Ich hoffe, dass wir jetzt einen guten Weg für Zandvoort gefunden haben. Die Strecke liegt dem Mercedes-AMG ganz gut, auch wenn das Freie Training natürlich noch nicht viel aussagt." 

Den Audi-Piloten Max Hofer und Philip Ellis fehlten als Zweitplatzierten mit 1.37,741 Minuten 0,187 Sekunden auf die Bestmarke. "Das Training war gut", sagte Ellis. "Wir haben eine gute Balance gefunden und sind mit neuen Reifen schnell. Daher bin ich sehr zufrieden. Wir müssen noch etwas an der Rennabstimmung arbeiten, da auf dieser Strecke die Reifen stärker beansprucht werden."

Rang drei ging an das Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli vor Kelvin van der Linde (22/ZA) und Sheldon van der Linde (19/ZA) im besten Audi R8 LMS von Montaplast by Land-Motorsport. Die Top fünf komplettierten mit Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) zwei weitere Fahrer eines Audi.

Fahrerwechsel beim GRT Grasser Racing Team

Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli (31/I) kehrt in Zandvoort in das ADAC GT Masters zurück. Der Italiener pilotiert auf dem niederländischen Kurs den Lamborghini Huracán GT3 des GRT Grasser Racing Team mit der Nummer 19. Mapelli bestritt bereits 2017 in einem Lamborghini von HB Racing eine Saison in der "Liga der Supersportwagen".

Dritter Einsatz für DTM-Star Jamie Green 

Der Engländer Jamie Green (36/GB) bestreitet nach Oschersleben und Spielberg seinen dritten ADAC GT Masters-Lauf des Jahres. Der Audi-Werksfahrer teilt sich bei BWT Mücke Motorsport erneut einen Audi R8 LMS mit Jeffrey Schmidt (24/CH).