Samstag, 11. August 2018

Daniel Juncadella holt in Brands Hatch seinen ersten DTM-Sieg

  • Nach langer Durststrecke endlich wieder ein Podestplatz für Augusto Farfus 
  • Lucas Auer macht mit Platz drei in der Gesamtwertung Boden gut
  • Tabellenführer Gary Paffett wird Sechster und baut Führung aus

Daniel Juncadella siegt am Samstag in Brands Hatch
Foto: dtm.com
Gelungene DTM-Rückkehr auf die britische Insel: Beim elften DTM-Saisonrennen auf der langen Grand-Prix-Variante in Brands Hatch (Großbritannien) sicherte sich Daniel Juncadella seinen ersten Sieg in der populären Tourenwagenserie. Von der Pole-Position gestartet, lieferte der Spanier ein fehlerfreies Rennen ab und fuhr nach 41 Runden mit 7,896 Sekunden Vorsprung zum ungefährdeten Sieg. „Den Sieg haben wir alle zusammen geholt“, lobte er über den Funk seine Boxenmannschaft. „Sehr, sehr geil. Es ist etwas ganz Besonderes, in der DTM zu gewinnen.“ Zweiter im Samstagsrennen wurde Augusto Farfus im BMW M4 DTM vor Lucas Auer in einem weiteren Mercedes-AMG C63 DTM.

Dabei sah es für Rennsieger Juncadella nach dem Start erstmal nicht so gut aus. „Ich hatte Probleme beim Losfahren und zwei Plätze verloren“, erklärte der Spanier. „Danach habe ich nur nach vorne geguckt. Das war wie ein Qualifying, erst in den letzten fünf Runden habe ich etwas Speed rausgenommen.“ Für den Mercedes-AMG-Piloten ist es der erste Sieg in seinem 67. DTM-Rennen. Vor wenigen Wochen holte er am Norisring mit Platz drei seinen ersten Podestplatz.

Grund zur Freude hatte auch BMW-Pilot Augusto Farfus. Nach 825 Tagen durfte der Brasilianer endlich wieder zur Siegerehrung. Zuletzt stand Farfus beim Saisonauftakt 2016 in Hockenheim als Zweiter auf dem Podest. Dabei profitierte der BMW-Pilot von seiner Streckenkenntnis. „Das hat mir sehr geholfen. Ich bin schon einige Rennen hier gefahren und Brands Hatch hat es immer gut mit mir gemeint“, sagte er. „Ich bin so glücklich, zurück auf dem Podium zu sein. Heute genießen wir den Tag und morgen will ich wieder das wiederholen.“

Im Gegensatz zu Farfus fuhr Lucas Auer zum ersten Mal ein Rennen auf dem langen Kurs. „Die Strecke ist sehr schwierig und anspruchsvoll. Zweiter im Qualifying und Dritter im Rennen ist in Ordnung.“

In der DTM-Fahrerwertung liegen nach elf Rennen drei Mercedes-AMG-Piloten auf den ersten Plätzen. Weiterhin auf Platz eins liegt Gary Paffett an, der mit Platz sechs seine Führung ausbauen konnte und jetzt 156 Punkte auf seinem Konto hat. Zweiter ist Paul Di Resta mit 121 Punkten vor Lucas Auer, der sich von Platz sechs auf drei verbessern konnte und 106 Punkte hat. Punktgleich (101) liegen Edoardo Mortara und Timo Glock auf den Positionen vier und fünf vor Marco Wittmann (100).


Das zweite Rennen des Wochenendes startet am Sonntag ab 14:30 Uhr (MESZ), das SAT.1 in „ran racing“ ab 14:00 Uhr (MESZ) live überträgt. In Österreich ist ORF eins am Sonntag ab 14:15 Uhr (MESZ) auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports das Rennen live.

Freitag, 10. August 2018

Traditionell eine Herausforderung: Die DTM kehrt nach Brands Hatch zurück

  • Mit Vollgas in die zweite Saisonhälfte 
  • Die lange Grand-Prix-Variante ist für die meisten Fahrer unbekanntes Terrain
  • Straffer Zeitplan: Kein Freies Training am Freitag 
DTM 2013 in Brands Hatch
Foto: dtm.com
Nach vier Jahren ist Brands Hatch zurück im Rennkalender der DTM. Die Strecke in der englischen Grafschaft Kent gilt als anspruchsvoller Kurs der alten Schule. Zwischen 2006 und 2013 wurden im Südosten Londons bereits acht DTM-Rennen ausgetragen. Damals allerdings auf dem 1,973 km langen Indy-Circuit. Nun geht es am 11. und 12. August auf dem 3,908 km langen Grand-Prix-Kurs rund. Erfahrungswerte gibt es kaum. Das stellt Fahrer und Teams gleichermaßen zum Start der zweiten Saisonhälfte vor eine große Herausforderung. 

Hinzu kommt ein straffer Zeitplan. Im Gegensatz zu den anderen neun DTM-Events 2018 wird auf dem Traditionskurs nicht an drei, sondern nur an zwei Tagen gefahren. Wegen der Lärmbeschränkung rund um den Grand-Prix-Kurs entfällt das übliche Freie Training am Freitag. Nach zwei 25-minütigen Freien Trainings am frühen Samstagmorgen geht es 80 Minuten später in die Qualifikation für Rennen eins. Vor dem Qualifying für das Sonntagsrennen stehen sogar nur 20 Minuten für das Dritte Freie Training zur Verfügung. Die richtige Abstimmung für das Auto zu finden wird somit gerade am Samstag zu einem Wettkampf mit der Zeit. Die drei Freien Trainings, die beiden Qualifyings und die beiden Rennen gehen innerhalb von nur 29,5 Stunden über die Bühne. 

„Brands Hatch wird ein schwieriges Wochenende. Es ist mein Heimrennen, aber ich bin auf der Strecke noch nicht sehr oft gefahren – was aber für die meisten Fahrer im Feld gilt“, sagt Tabellenführer Gary Paffett. „Wir haben kein Freitagstraining und wir kennen die Strecke nicht besonders gut. Schließlich sind wir bislang noch nie mit DTM-Autos auf dem Grand-Prix-Kurs gefahren. Es wird hart, aber ich bin zuversichtlich, dass wir ein sehr gutes Auto haben werden. Hoffentlich können wir einige gute Ergebnisse einfahren.“ Der Brite führt in der Fahrerwertung mit 148 Punkten vor Mercedes-AMG-Markenkollege Paul Di Resta (121) und BMW-Pilot Timo Glock (101) führt. Die Lokalmatadore kennen das süße Gefühl des Sieges dort. Paffett gewann 2012, Di Resta in den Jahren 2009 und 2010 in Brands Hatch.


Hohe Kurvengeschwindigkeiten fordern Mensch und Maschine 

Die Berg- und Talbahn in Brands Hatch zeichnet sich durch mehrere schnelle Rechtskurven aus, die vor allem die linken Vorderreifen der Fahrzeuge stark belasten. Kurven mit wohlklingenden Namen wie Paddock Hill Bend, Hawthorn Bend, Westfield Bend oder Clark Curve flößen Respekt ein. Die Kurven im Wald sind laut Simulation alle über 170 km/h schnell. Am schnellsten Punkt der Rennstrecke erreichen die Boliden vor dem Anbremsen der Hawthorns Bend mit geöffnetem DRS-Heckflügel eine Höchstgeschwindigkeit von rund 250 km/h. Dagegen wird die Haarnadel „Druids“ mit lediglich 75 km/h durchfahren.

DTM-Rookie Philipp Eng ist die lange Version der Strecke ebenso wie Mercedes-Pilot Daniel Juncadella bereits gefahren. „Ich kenne sie aus dem vergangenen Jahr, als ich dort in der Blancpain GT-Series mit dem BMW M6 GT3 unterwegs war. Brands Hatch ist wie eine kleine Nürburgring-Nordschleife. Wenn du die Indy-Variante verlässt, hast du das Gefühl, dass du auf eine andere Schleife fährst. Speziell hinten im Wald, wenn nach der langen Geraden die schnelle Rechtkurve kommt, braucht es schon Mut. Es gibt sehr viele blinde Kurven, vor allem im zweiten Sektor.“

Bei Audi hat Jamie Green ein Heimspiel. Der Brite ist mit elf Punkten Letzter der Fahrerwertung. Das DTM-Urgestein hofft in heimischen Gefilden auf die Trendwende. „Der Grand-Prix-Kurs ist eine Strecke der alten Schule mit vielen schnellen, lang gezogenen Kurven, ein bisschen wie Zandvoort“, sagt der Lokalmatador. „Das wird für uns Fahrer ziemlich aufregend – eine Highspeed-Challenge. Ich habe in meiner Heimat noch kein DTM-Rennen gewonnen. Es wäre großartig, das in diesem Jahr zu schaffen.“

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm 


Neben den DTM-Boliden bekommen die Zuschauer im Rahmenprogramm in Brands Hatch weitere Highlights geboten. John McGuiness, der „King of the Mountain“, dreht Demo-Runden mit seinem spektakulären Norton SG7-Motorrad. Der 46-Jährige gewann die „Isle of Man Tourist Trophy“, das berühmteste und gefährlichste Motorradrennen der Welt, sage und schreibe 23 Mal. Auch der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und die MINI Challenge sind am Start. Mit dem Arrows FA13b und dem Dallara F191 drehen zudem zwei historische Formel-1-Autos Demo-Runden am Samstag und Sonntag. 



Die beiden DTM-Rennen aus Brands Hatch zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“ am Samstag (11. August) und am Sonntag (12. August.) jeweils ab 14:00 Uhr (MESZ). In Österreich ist ORF Sport plus am Samstag und ORF eins am Sonntag jeweils ab 14:15 Uhr (MESZ) auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports beide Rennen live. Rennstart ist jeweils um 13:30 Uhr Ortszeit (14:30 Uhr MESZ). Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt.

Mittwoch, 8. August 2018

Audi RS 5 DTM vor Premiere in England

  • Grand-Prix-Kurs in Brands Hatch erstmals Schauplatz der DTM
  • Audi-Piloten auf technisch anspruchsvollem Kurs der alten Schule

Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians 
In Brands Hatch (England) starten die Audi-DTM-Teams am Wochenende des 11./12. August in die zweite Saisonhälfte. Zum ersten Mal findet die populäre Tourenwagen-Rennserie dabei auf dem traditionsreichen Grand-Prix-Kurs statt. Die sechs Audi-Piloten erwartet ein sehr anspruchsvolles Streckenprofil mit hohen Kurvengeschwindigkeiten.

Die 3,908 Kilometer lange Rennstrecke vor den Toren Londons ist seit den 1950er-Jahren Schauplatz großer Autorennen. Sie gilt als echte Fahrerstrecke, die die Spreu vom Weizen trennt. Die DTM war zuletzt 2013 in Brands Hatch zu Gast. Auf dem kürzeren Indy Circuit siegte damals Audi-Pilot Mike Rockenfeller. „Ich freue mich sehr, dass wir in Brands Hatch endlich auf der langen Rennstrecke fahren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. 

Auch der britische Audi-Pilot Jamie Green kann es kaum erwarten, mit dem Audi RS 5 DTM in Brands Hatch an den Start zu gehen. „Der Grand-Prix-Kurs ist eine Strecke der alten Schule mit vielen schnellen, lang gezogenen Kurven, ein bisschen wie Zandvoort“, sagt der Lokalmatador. „Das wird für uns Fahrer ziemlich aufregend – eine Highspeed-Challenge. Ich habe in meiner Heimat noch kein DTM-Rennen gewonnen. Es wäre großartig, das in diesem Jahr zu schaffen.“

Nicht nur wegen der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn in den Wäldern der Grafschaft Kent wartet auf die sechs Audi-Piloten Loïc Duval, Robin Frijns, Jamie Green, Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller eine besondere Herausforderung. Erfahrung mit einem DTM-Auto hat auf dem Grand-Prix-Kurs bisher keines der Teams. Wegen der Lärmbeschränkung rund um die Rennstrecke entfällt zudem das sonst übliche Freitagstraining. Nach zwei 25-minütigen freien Trainings am frühen Samstagmorgen geht es direkt in die Qualifikation für Rennen eins. Vor dem Qualifying für das Sonntagsrennen stehen sogar nur 20 Minuten zur Verfügung. 

„Das erschwert es, eine optimale Abstimmung zu finden, doch die Ausgangsbedingungen sind für alle gleich“, sagt Dieter Gass. „Das Streckenprofil ist ähnlich wie in Zandvoort und Budapest. Wir hoffen deshalb auf eine Performance wie auf diesen beiden Strecken.“ In Budapest hatte Nico Müller ein Podium für die Vier Ringe geholt, in Zandvoort René Rast den ersten Audi-Sieg in der laufenden DTM-Saison.

Der Grand-Prix-Kurs in Brands Hatch zeichnet sich durch mehrere schnelle Rechtskurven aus, die vor allem den linken Vorderreifen stark belasten. Die Kurven im Wald sind alle über 170 km/h schnell. Am schnellsten Punkt der Rennstrecke erreicht der Audi RS 5 DTM laut Simulation vor dem Anbremsen der Hawthorns-Kurve mit geöffnetem DRS-Heckflügel eine Höchstgeschwindigkeit von rund 250 km/h. Dagegen wird die Druids-Haarnadel auf dem Indy Circuit mit lediglich 75 km/h durchfahren.

Die beiden DTM-Rennen starten am Samstag (11. August) und am Sonntag (12. August) jeweils um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ). SAT.1 überträgt in Deutschland an beiden Tagen ab 14 Uhr (MESZ) live.

Sonntag, 5. August 2018

Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

  • Erster ADAC GT Masters-Sieg für tschechische Mannschaft Team ISR
  • Mercedes-Duo Pommer/Götz auf Platz zwei
  • Ex-F1-Pilot Winkelhock und Youngster Ortmann im Audi holen Rang drei

Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Team ISR souverän an der Spitze

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Vierte wurden mit Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) zwei weitere Audi-Fahrer. Dahinter folgte ein Porsche-Duo. Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) schlugen als Fünfte ihre Markenkollegen Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard), die ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. 

Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) fuhren in ihrem Audi auf Rang sechs, dahinter sahen Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) die Zielflagge. Die Top Ten wurde von Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG, und den Audi-Fahrern Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kevin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) komplettiert. 

Erneut ohne Punkte blieben die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition). Keilwitz hatte sich dank eines guten Starts von Platz zehn auf Rang drei verbessert, musste jedoch nach 14 Runden die Corvette C7 GT3-R wegen eines Lichtmaschinendefektes abstellen. Der Punktevorsprung von Kirchhöfer und Keilwitz beträgt nach vier von sieben Rennwochenenden nur noch einen Zähler.

Sieger der Pirelli-Trophy-Wertung wurden erstmals in dieser Saison die Audi-Fahrer Remo Lips (35/CH) und Maximilian Hackländer (28/Rüthen, beide Aust Motorsport).

Stimmen der Sieger

Frank Stippler
(Team ISR, Audi R8 LMS): „Wir haben den Grundstein für den Sieg bereits in der Anfangsphase des Rennens gelegt. Wir sind mit einem frischen Reifensatz gestartet und das hat sich ausgezahlt. Wir konnten früh einen Vorsprung herausfahren, während dahinter die Fahrer in Zweikämpfe verwickelt waren. Ein toller Erfolg für unser Team, das neu im ADAC GT Masters ist. Wir haben uns sukzessive verbessert, aber auch viel Pech gehabt, denn wir haben mehrere Male die erste Runde nicht beendet. Daher ist der Sieg eine angenehme Abwechslung.“

Filip Salaquarda (Team ISR, Audi R8 LMS): „‚Stippi‘ ist einen tollen ersten Stint gefahren und hat mir das Auto auf Platz eins übergeben. Ich habe danach versucht, unseren Vorsprung zu vergrößern, was mir auch gelungen ist. Am Ende habe ich dann etwas die Reifen geschont. Das Team und Frank haben einen tollen Job gemacht. Wir haben uns von Rennen zu Rennen verbessert und arbeiten super zusammen. Daher ist der Sieg eine tolle Belohnung – vor allem nachdem wir gestern bereits in der ersten Runde nach einer unverschuldeten Kollision ausgeschieden waren.“

Honda-Pilot Fugel feiert ersten Saisonsieg

  • Opel-Fahrer Proczyk übernimmt wieder die Führung in Gesamtwertung
  • VW-Pilot Leuchter und Samstagssieger Halder auf dem Podium
  • Rennen nach Unfall von Davidovac vorzeitig abgebrochen

Honda-Pilot Dominik Fugel holt ersten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Honda-Pilot Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) sein erstes Saisonrennen gewonnen und ein erfolgreiches Wochenende am Nürburgring in der ADAC TCR Germany gekrönt. Im Honda Civic TCR siegte Fugel vor Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Teamkollege Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), der am Vortag selbst noch ganz oben auf dem Podium gestanden hatte. 

"Das war definitiv ein perfektes Wochenende für mich. Damit hatte ich nicht gerechnet", sagte Fugel nach der Siegerehrung: "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich realisiert habe, dass ich gewonnen habe. Unser Ziel ist auf jeden Fall jetzt, die Fahrerwertung zu gewinnen. Und der Mike sollte schauen, in der Fahrerwertung noch nach ganz oben zu kommen." Halder, nun Vierter in der Fahrerwertung mit 29 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) erwiderte: "Wir haben alles wettgemacht, was wir durch das letzte Rennen verloren hatten. Jetzt ist wieder einiges drin." 

Polesetter Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) verpasste im Opel Astra TCR das Podium knapp, fuhr aber als bester Rookie Punkte für die Honda Rookie Challenge ein. "Mein Ziel waren ganz klar die Punkte für die Rookie-Challenge. Natürlich war ärgerlich, dass ich am Start Platz eins nicht verteidigen konnte, aber Platz vier ist am Ende ein super Ergebnis und zehn Punkte für die Rookie-Challenge wollten wir", verriet Wankmüller. 

Fünfter wurde der Österreicher Harald Proczyk im Opel Astra TCR, der damit wieder die Führung in der Gesamtwertung von Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) übernahm, der auf Rang elf landete. Mit nur zehn Zählern Vorsprung auf den Niederländer sowie 21 Punkten auf Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) verspricht die Saison Spannung bis zum letzten Rennen. 

Engstler schob sich im neuen Hyundai i30 N TCR von Startplatz 18 auf Rang sechs. Rookie Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) landete im Audi RS3 LMS auf Platz sieben und führt weiter die Honda Rookie Challenge mit einem Vorsprung von nur einem halben Punkt vor Wankmüller an. Dahinter reihten sich Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) im zweiten Hyundai sowie die beiden Cupra-Piloten Oliver Holdener (21, Schweiz, Wolf-Power Racing) und Rookie Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) ein.

Am Start kam Wankmüller von der Pole Position nicht gut weg und Fugel - von Platz vier startend - setzte sich schon in der ersten Kurve vor Leuchter und Wankmüller. Mike Halder ging nach einer Aufholjagd von Startplatz zehn schließlich noch erfolgreich an Rookie Wankmüller vorbei und übte Druck auf VW-Pilot Leuchter aus. Ganz zur Freude von Fugel, der von der Defensivarbeit Leuchters profitierte und trotz einer Safety-Car-Phase einen komfortablen Vorsprung herausfuhr. 

Der Lauf wurde dann bei verbleibenden rund sieben Minuten nach einem Unfall von Daniel Davidovac vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen und nicht fortgesetzt. Der Opel-Fahrer blieb unverletzt. 

Für die Piloten der ADAC TCR Germany geht es schon in zwei Wochen in die nächste Runde. Vom 17. bis 19. August geht es in die Niederlande. In Zandvoort stehen dann die Saisonrennen neun und zehn von insgesamt 14 an. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. 

Weitere Stimme zur ADAC TCR Germany

Benjamin Leuchter
(Zweiter, Max Kruse Racing): "Ich hatte im Auto meine Freude. Ich war am Anfang ein bisschen schneller als Dominik Fugel, deshalb wäre ich gerne noch vor ihn gefahren, aber es gab keinen fairen Weg vorbei. Ich habe versucht, ihn in einen Fehler zu treiben, aber Mike Halder kam von hinten immer näher. Bei der Situation ist der Rennabbruch klar und für mich völlig verständlich. Wir sind ein neues Team in der TCR, ich freue mich einfach wahnsinnig, dass wir mit den etablierten Teams mitfahren können. Ich blicke positiv in die Zukunft und freue mich auf die Rennen in Zandvoort, Sachsenring und Hockenheim."