Freitag, 3. August 2018

„King of the Mountain“ McGuiness sorgt in Brands Hatch für Spektakel

  • Motorrad-Legende tritt mit seiner Norton-Rennmaschine auf
  • Historische F1-Autos drehen Demo-Runden in Brands Hatch
  • MINI Challenge und Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup am Start

John McGuinness, Norton SG7
Foto: dtm.com
Der „King of the Mountain“ ist bei der DTM zu Gast. John McGuinness, einer der erfolgreichsten Motorradrennfahrer Englands, dreht in Brands Hatch (11.–12. August) Demo-Runden mit seinem spektakulären Norton SG7-Motorrad. Der 46-Jährige gewann die „Isle of Man Tourist Trophy“, das berühmteste und gefährlichste Motorradrennen der Welt, sage und schreibe 23 Mal. 

„Das wird ein unglaubliches Spektakel. Es wird großartig. Ich kann es kaum erwarten, mit meiner Norton auf dieser berühmten Strecke vor den DTM-Fans Gas zu geben“, sagt McGuiness, der nach längerer Verletzungspause bei der DTM-Veranstaltung sein Comeback auf einer Rennstrecke gibt. Beim Training zur North West 200 im Mai 2017 war der Engländer schwer verunglückt. Er brach sich vier Rückenwirbel. In diesem Jahr musste er wenige Wochen vor der „Isle of Man TT“ seine Teilnahme an dem Klassiker absagen.

Hautnah werden die Zuschauer in Brands Hatch McGuiness und seine Norton erleben dürfen. Am Renntruck kann das Motorrad mit dem erstaunlichen V4-Sound genauer unter die Lupe genommen werden. Zudem wird McGuiness am Sonntag im Fahrerlager Autogramme geben und Bücher signieren. Der in Morecambe geborene legendäre englische Motorradfahrer freut sich auf die DTM. „Diese Serie ist toll, es gibt nichts Vergleichbares. Es wird enge, spannende Rennen auf der Grand-Prix-Strecke geben – mit namhaften, sehr talentierten Fahrern.“ Die Demo-Runden stehen am Samstag ab 14:50 Uhr und am Sonntag ab 16:05 Uhr Ortszeit an.

Dallara F191 Chassis Number 23, Emmanuelle Pirro 1991 
Foto: dtm.com
Das Rahmenprogramm in Brands Hatch bietet weitere Highlights. Neben dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und der MINI Challenge wird es an beiden Tagen auch Demo-Runden zweier historischer Formel-1-Autos geben, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Mit dem Arrows FA13b waren Michele Alboreto und Aguri Suzuki 1992 und 1993 in der Formel 1 am Start. Der Dallara F191 wurde im Jahr 1991 von Emanuelle Pirro gesteuert.

Mittwoch, 1. August 2018

Startschuss für zweite Saisonhälfte auf dem Nürburgring

  • Hyundai gibt sein Debüt – Engstler und Coicaud im neuen i30 N TCR
  • Harald Proczyk reist als Tabellenführer in die Eifel
  • Nächste Runde in der Honda Rookie Challenge

Foto: Jens Hawrda
Eine neue Marke im hochklassigen Teilnehmerfeld, packende Zweikämpfe und intensiver Tourenwagensport: Die zweite Saisonhälfte der ADAC TCR Germany beginnt am Wochenende auf dem Nürburgring (3. bis 5. August) und verspricht Hochspannung. Der neue Hyundai i30 N TCR wird dabei seine Premiere geben, Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und Théo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler) sitzen am Steuer des 330 PS starken Kraftpakets aus dem Hause Hyundai. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem gibt es Livestreams auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und auf dem YouTube-Kanal des ADAC.

Zuletzt hatte die ADAC TCR Germany im Juni auf dem Red Bull Ring Vollgas gegeben – jetzt geht es mit den acht Marken Audi, Cupra, Honda, Hyundai, Opel, Peugeot, Renault und VW endlich weiter. Fahrer und Teams haben die Zeit genutzt, um abzuschalten, Kräfte zu tanken und rechtzeitig für den Start der zweiten Saisonhälfte wieder hochzufahren. 

Bei den ersten sechs Saisonrennen in Oschersleben, Most und Spielberg kam das Team HP Racing International am besten zurecht – logisch, dass es nun in allen drei Wertungen führt. Harald Proczyk (42, Österreich) ist in der Gesamtwertung an der Spitze, und Luke Wankmüller (Straubenhardt), der am 23. Juni seinen 17. Geburtstag gefeiert hat, hat derzeit bei der Honda Rookie Challenge die Nase vorn. Und auch bei der Teamwertung thront HP Racing International an der Spitze.

Für Proczyk, der die drei Aufgaben des Rennfahrers, des Teamchefs und des Mentors für Wankmüller vereint, ist das „alles eine schöne Momentaufnahme“, wie der Österreicher betont. Aber eben nicht mehr. Noch sind acht Rennen zu fahren, der erfahrene Proczyk weiß, dass sich alles drehen kann.

Ihm im Nacken sitzt etwa Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), der im Audi RS3 LMS jüngst auf dem Red Bull Ring seinen ersten Saisonsieg gefeiert hat und in seinem zweiten Jahr in der Tourenwagenserie des ADAC den Titel holen will. „Von diesem Ziel weichen wir natürlich nicht ab, wir sind überzeugt, dass wir schnell genug dafür sind“, sagt der Meisterschaftszweite, der bislang 22 Punkte weniger als Proczyk geholt hat. 

Dabei kann Langeveld auf die Expertise seines Teams Racing One setzen. Der Rennstall aus Andernach kennt den Nürburgring bestens, nimmt regelmäßig am ADAC Zurich 24h-Rennen oder der VLN Langstreckenmeisterschaft teil und hat mit dem Niederländer Langeveld einen „richtig guten Rennfahrer“ in seinen Reihen, wie Teamchef Martin Kohlhaas betont: „Niels will immer gewinnen und ist sehr ehrgeizig.“

Apropos Lokalmatadoren: Das gilt ganz besonders auch für das Team Prosport Performance, das den von der ADAC Stiftung Sport geförderten Max Hesse (17, Wernau) und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee) ins Rennen schickt. „Es wird Zeit, endlich wieder ins TCR-Auto zu steigen“, sagt Hesse, der in der Honda Rookie Challenge derzeit hinter Wankmüller auf Platz zwei liegt: „Die Honda Rookie Challenge ist natürlich in meinem Fokus. Das wird nicht leicht, aber ich werde alles dafür geben.“

Für Hesse sind die Rennen auf dem Nürburgring „ganz besonders“ – und ein Heimrennen im doppelten Sinn. Denn nicht nur Prosport Performance sitzt am Nürburgring. Sondern auch Phoenix Racing, bei dem Hesse als Junior fährt. Mit seiner bisherigen Saison ist der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot: „sehr zufrieden. Speziell die Qualifikation in Most und Red Bull Ring mit Platz drei waren sehr gut.“ Diese Ergebnisse möchte Hesse am besten schon am Wochenende toppen.

Mit Spannung wird auch erwartet, wie sich Luca Engstler und Théo Coicaud im neuen Hyundai i30 N TCR schlagen werden. Engstler, der bislang im VW Golf GTI TCR unterwegs gewesen war und Platz drei belegt, ist zuversichtlich. „Die ersten Eindrücke sind super, ich bin begeistert“, sagte der 18-Jährige.

Dienstag, 31. Juli 2018

ADAC GT Masters auf dem Nürburgring: Wer wird Halbzeitmeister?

  • Viertes von sieben Rennwochenenden der "Liga der Supersportwagen"
  • Corvette-Duo Kirchhöfer/Keilwitz reist als Tabellenführer in die Eifel
  • Umfangreiches Rahmenprogramm mit vier weiteren Rennserien 

Die Sommerpause ist vorbei: Auf dem Nürburgring sucht das ADAC GT Masters an diesem Wochenende (3.-5. August) seinen Halbzeitmeister. Beste Chancen haben die zuletzt in Österreich zwei Mal siegreichen Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition), doch ihre Verfolger wollen beim vierten Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen"

Foto: Jens Hawrda
Fünf verschiedene Rennsieger von vier Marken in den ersten sechs Rennen versprechen auch auf dem "Ring" viel Spannung. Nach zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen in Most und auf dem Red Bull Ring sind Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz mit insgesamt 86 Punkten die Gejagten im ADAC GT Masters. Die Corvette-Piloten haben damit beste Aussichten, sich in der Eifel den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters zu sichern. "Unser Ziel ist es, Punkte zu holen und die Tabellenführung zu verteidigen", so Kirchhöfer. "Der Nürburgring ist nicht die optimale Strecke für unser Auto, deswegen wollen wir das Beste daraus machen."

Ihre engsten Verfolger rechnen sich dagegen Chancen aus, am Wochenende um Siege und Podestplätze zu kämpfen. Zu den Mitfavoriten zählen neben den Tabellenzweiten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F) im Porsche 911 GT3 R von Precote Herberth Motorsport auch die Gesamtdritten Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport), die 2018 bisher einmal triumphierten und einen dritten Platz einfuhren. "Am besten wäre natürlich ein weiterer Sieg", so Pommer. "Im vergangenen Jahr habe ich auf dem Nürburgring zum ersten Mal überhaupt im ADAC GT Masters gewonnen, daran will ich anknüpfen. Der Mercedes-AMG war in den vergangenen Saisons dort immer stark und hat 2017 am Samstag den Sieg geholt." Der 27-Jährige ist sich sicher, dass sich die Fans auf zwei packende Rennen der rund 35 GT3-Sportwagen von acht Herstellern freuen können: "Der Nürburgring ist im Kalender vielleicht die Strecke mit den meisten Überholmöglichkeiten."

Hoffnungen auf ein vorderes Ergebnis machen sich auch die zahlreichen Lokalmatadore, zu denen gleich mehrere Teams und Fahrer zählen. Einer davon ist Christopher Mies (29/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport), der Champion von 2016. Der Audi-Pilot, der in seiner Titelsaison auf dem Nürburgring einen Sieg holte, aber 2018 noch ohne Podestplatz ist, startet in der Eifel erstmals mit seinem neuen Teamkollegen, dem Red-Bull-Formel-1-Testfahrer Jake Dennis (23/GB). "Das ist mein Heimrennen. Auf keiner anderen Strecke bin ich so viele Runden gefahren wie auf dem Nürburgring", so Mies. "Wir rechnen uns einiges aus: Die Strecke liegt dem Audi R8 LMS und wir sollten dort ein aussortiertes Set-up haben."

Direkt aus der Eifel kommt das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing. Die Mannschaft aus Niederzissen hat mit Ex-Champion Sebastian Asch, der sich einen Mercedes-AMG mit Luca Stolz (22/Brachbach) teilt, einen Nürburgring-Spezialisten in seinen Reihen: "Ich bin dort im ADAC GT Masters bereits achtmal auf dem Podium gestanden und habe vergangenes Jahr gemeinsam mit Lucas Auer dort gewonnen. Die Vorzeichen stehen also grundsätzlich gut. Es ist zudem das Heimrennen meines Teams Zakspeed und ich hoffe, dass wir dort wieder weiter vorn angreifen können." Ebenfalls aus der Nähe des Nürburgrings kommt Phoenix Racing. Der Rennstall aus Meuspath setzt jeweils einen Audi R8 LMS für Max Hofer (19/A) und Philip Ellis (25/GB), die Sieger des Saisonauftaktes, und die Paarung Oscar Tunjo (22/CO) und Ivan Lukashevisch (27/RUS). Auf einen Heimvorteil hofft auch das Team IronForce by RING POLICE aus Erkelenz, das einen Porsche 911 GT3 R für Jan-Erik Slooten (33/Neuss) und Lucas Luhr (39/Ermatingen) an den Start bringt.

Neben dem ADAC GT Masters können sich die Zuschauer in der Eifel auf weiteren hochklassigen Motorsport freuen. So bietet die ADAC TCR Germany actionreichen Tourenwagensport, die Piloten der ADAC Formel 4 wollen nach ihrem Start im Rahmenprogramm der Formel 1 beim Deutschland-Grand-Prix auch am Nürburgring auf sich aufmerksam machen. Aber auch die Markenpokal-Fans kommen auf ihre Kosten: Der Porsche Carrera Cup Deutschland startet zusammen mit dem Porsche Carrera Cup Skandinavien. 44 "Elfer" kämpfen hier insgesamt um Siege und Podestplätze. Mit engen Rennen begeistert auch der Renault Clio Cup Central Europe.

Montag, 30. Juli 2018

PS-Spektakel der Spitzenklasse zieht 28.000 Zuschauer ins IDM-Fan-Mekka Schleiz

Unter sengender Sonne fuhr die Internationale Deutsche Meisterschaft am vergangenen Wochenende auf dem Schleizer Dreieck in die Saisonhalbzeit. Die älteste Naturrennstrecke Deutschlands ließ Fahrer und Maschinen an ihre Grenzen gehen. Mehr als 28.000 Fans säumten die Tribünen und Wiesen entlang der 3,805 Kilometer langen Strecke. Serien-Promotor Motor Presse Stuttgart hatte alle Register gezogen, um die IDM nicht nur auf der Strecke, sondern auch abseits zum Saisonhighlight werden zu lassen.  

Autogrammstunden im Fahrerlager, öffentliche Pressekonferenzen, Testfahrten mit Motorrädern aus der aktuellen Palette von BMW, Honda, Kawasaki, KTM und Suzuki sowie eine zünftige Race-Party auf dem legendären Buchhübel – näher als bei der IDM sind die Fans an ihren Idole nie. Auf dem Schleizer Dreieck mit seinen 14 Kurven kamen alle Beteiligten auf ihre Kosten. 

In den IDM-Klassen Superbike 1000, Supersport 600, Supersport 300 sowie Sidecar wurden jeweils zwei Läufe ausgetragen.

Superbike

In der IDM Superbike überraschte Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) mit einem Doppelsieg.  Dabei war die Strecke für den Ukrainer völliges Neuland, „und eine der schwierigsten, auf der ich je gewesen bin.“ 
In beiden Rennen siegte jeweils Mikhalchik vor Mackels und Puffe
Foto: Jens Hawrda
Mikhalchik baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung in Deutschlands höchster Motorradserie im Straßenrennsport aus und hat nun 17 Punkte Vorsprung auf Verfolger Bastien Mackels (Wilbers-BMW). Auf dem dritten Platz rangiert der Schleizer Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW). In der gleichen Reihenfolge wie in der Gesamtwertung erfolgte auch der Zieleinlauf in beiden Rennen. 
Lokalmatador Julian Puffe holte in beiden Rennen Platz 3
Foto: Jens Hawrda
Lokalmatador Puffe, der im Training die Pole Position erobert hatte,  wurde aber gefeiert wie ein Sieger. Der Bürgermeister der Kreisstadt Schleiz überreichte stolz den Pokal und erklärte hoffnungsvoll in die Runde: „Julian ist mit 22 Jahren noch jung  und vielleicht klappt es ja doch einmal, dass ein Schleizer in Schleiz gewinnt.“  In der IDM Superbike 1000 schieben fünf Marken ihre hochgezüchteten Motorräder an den Start, die etwa 220 PS leisten: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Die Dominanz von BMW an der Spitze ist zwar nicht zu übersehen, doch gelingt es der Konkurrenz immer wieder, für Abwechslung auf dem Podium zu sorgen. Yamaha-Pilot Stefan Kerschbaumer aus Österreich (MPB Racing) verpasste auf Yamaha den Sprung aufs Podest in Schleiz um einen einzigen Platz. Er ist auch in der Gesamtwertung Vierter vor dem besten Suzuki-Piloten Dominic Schmitter (HPC-Power) auf dem fünften Tabellenplatz. Ihm wiederum folgt Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion). Kein Glück in Schleiz hatte Kawasaki. Dabei hatte das Wochenende für Lucy Glöckner auf der ZX-10R des Kawasaki Schnock Teams Motorex exzellent begonnen. Die „Grande Dame“ in der IDM-Topklasse und einzige Vertreterin überhaupt, qualifizierte sich für einen Platz in der zweiten Startreihe. Stimmung und Erwartungen waren entsprechend hoch. Ein Sturz der Sächsin machte alle Hoffnungen zunichte. Glöckner verletzte sich im ersten Rennen am dritten Lendenwirbel.  

Supersport 600

In der IDM Supersport 600 hatte Kevin Wahr (mvr-Racing) kurz vor dem Schleiz-Event das Team gewechselt und kehrte mit einem Sieg in der Hitzeschlacht in den Kreis der Titelfavoriten zurückgekehrt.  Er hat die zweite Position hinter dem Führenden Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Team) eingenommen. Der bisherige Zweite Marc Buchner (Buchner Motorsport) rutschte dafür auf Rang vier ab. Er blieb punktelos, da er im ersten Lauf stürzte und nun eine Gehirnerschütterung auskurieren muss. Das zeigt, wie schnell die Karten neu gemischt werden können. Buchner war mit nur einem Punkt Rückstand auf Enderlein nach Schleiz gereist. Jetzt trennen ihn 42 Zähler vom Spitzenreiter. Völlig überraschend fuhren in Thüringen auch Daniel Rubin (Rubin Racing Team) und Dennis Lippert (T.O.M. Racing Powered  by myMoto24.de) aufs Podium. Vor allem Lippert konnte sein Glück kaum fassen. „Das ist der Wahnsinn. Und das in meinem Rookie-Jahr.“
Kevin Wahr vor Daniel Rubin und Dennis Lippert
Foto: Jens Hawrda

Supersport 300

In der kleinen IDM Supersport 300-Klasse zeigte Jan-Ole Jähnig (Freudenberg WorldSSP Team) der Konkurrenz mit einem Doppelsieg, wo der Hammer hängt. Toni Erhard (Kiefer Racing), der zwei weitere dritte Plätze einheimste, meinte:  „Wenn Jan-Ole und Max Kappler bei uns mitfahren, ist es schwierig, nach vorn zu kommen. Ihre WM-Erfahrung macht sich schon sehr bemerkbar.“ Die Beiden bestreiten hauptsächlich die Supersport 300-WM und nutzen die IDM-Wochenenden zur Vorbereitung. In der Gesamtwertung führt aber weiter Victor Steeman aus den Niederlanden, obwohl er im ersten Rennen gleich zwei Mal stürzte. Nach dem zweiten Lauf bekam der KTM-Fahrer wieder einen Pokal überreicht. KTM ist 2018 erstmals als Partner der IDM in der Nachwuchsklasse am Start.


Jan-Ole Jähring siegte in beiden Rennen
Foto: Jens Hawrda

Sidecar

In der in Schleiz traditionell hoch geschätzten IDM Sidecar gab es keine Überraschungen. Nach dem Schwenken der schwarz-weiß-karierten Flagge waren Josef Sattler/Uwe Neubert (Sattler Motorsport, Adolf RS 1 F1 BMW), Titelverteidiger Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (Team Streuer-Daalhuizen, LCR F1 Suzuki) und André Kretzer/Björn Bosch (AKW-Kretzer-Racing, LCR F1 Suzuki) jeweils die Ersten im Ziel und ließen sich gebührend feiern. „Die Fans an der Strecke sind fantastisch. Das gibt es sonst nirgendwo. Wir haben sie gesehen und auch gehört“, waren sich alle einig. 

Sattler/Neubert siegten am Sonntag
Foto: Dino Eisele

Der IDM Superstock 600-Cup, der Suzuki GSX-R-Cup und der Twin Cup sorgten für weitere Unterhaltung, so dass der Schleiz-Event ein Volksfest ohne Pausen wurde. 

Samstag, 28. Juli 2018

IDM Superbike: Julian Puffe holt Pole in Schleiz

Julian Puffe startet im Heimrennen von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Subtrobische Temperaturen auch in Schleiz, bei über 30 Grad Celsius war das Zeittraing für alle Piloten eine schweipßtreibende Angelegenheit. Der Schleizer Julian Puffe nutzt seinen Heimvorteil und holt sich Startplatz 1 im Qualifying. Bastien Mackels und Ilya Mikhalchik (alle BMW) komplettieren die Startreihe eins. In Reihe zwei starten Stefan Kerschbaumer (Yamaha) , Pepijn Bijsterbosch, Lucy Glöckner (Kawasaki). Aus Reihe 3 gehen Daniel Kartheininger, Jan Halbich (Honda) , Toni Finsterbusch (Suzuki) in`s morgige Rennen.
Lucy Glöckner startet von Platz sechs
Foto: Jens Hawrda