Freitag, 27. Juli 2018

ADAC GT4 Germany geht ab 2019 an den Start

Neue GT4-Rennserie auf der Plattform des ADAC GT Masters 

Start frei für die ADAC GT4 Germany: Ab 2019 ergänzt der ADAC e.V. sein umfangreiches Motorsportprogramm um eine Rennserie für Fahrzeuge nach dem GT4-Reglement. In der ADAC GT4 Germany sind seriennahe Sportwagen wie Audi R8, Aston Martin Vantage, BMW M4, McLaren 570S, Mercedes-AMG GT4 oder Porsche Cayman startberechtigt. Der ADAC e.V. hat sich vom GT4-Rechteinhaber SRO Motorsports Group die Exklusivrechte an der Klasse für Deutschland gesichert, mit Ausnahme von Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.
Stéphane Ratel (links) und Lars Soutschka bei der Präsentation des GT4-Konzeptes
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany startet 2019 bei sechs Veranstaltungen und orientiert sich beim Rennformat mit zwei Rennen am Wochenende und einem Fahrerwechsel zur Rennmitte am erfolgreichen Konzept des ADAC GT Masters. Die Serie richtet sich als Sprungbrett für das ADAC GT Masters an junge Talente sowie ambitionierte Hobbyrennfahrer und ist Fahrern der FIA-Fahrereinstufungen "Bronze" und "Silber" vorbehalten. Für die Chancengleichheit der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte sorgt die Fahrzeugeinstufung der SRO Motorsport Group.

"Die neue ADAC GT4 Germany ist die optimale Ergänzung für unsere erfolgreiche ADAC GT Masters-Plattform. Damit haben wir von der Einsteigerklasse ADAC Formel 4 bis zur Top-Serie ADAC GT Masters ein sportlich interessantes und komplettes Angebot", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. "Ich freue mich, dass wir nach dem System der Fahrzeugeinstufungen im ADAC GT Masters nun auch auf einem weiteren Gebiet mit der SRO Motorsports Group von Stéphane Ratel zusammenarbeiten."

"Angesichts unserer langjährigen Partnerschaft mit dem ADAC, einschließlich der Nutzung der SRO-Fahrzeugeinstufung im ADAC GT Masters, war es eine natürliche Entwicklung, unsere Zusammenarbeit auf die GT4-Kategorie in Deutschland auszudehnen. Die GT4-Plattform hat in der letzten Zeit ein signifikantes Wachstum erlebt und ist attraktiv für ambitionierte Hobbyrennfahrer und junge Talente. Nur wenige Länder können die Leidenschaft für den Motorsport und die Qualität der Infrastruktur wie Deutschland vorweisen, daher bin ich mir sicher, dass diese neue Serie ein großer Erfolg wird ", so Stéphane Ratel, Gründer und CEO der SRO Motorsports Group.

"Wir komplettieren mit der ADAC GT4 Germany unser breites Portfolio im Automobilsport und steigern nochmals die Attraktivität der ADAC GT Masters-Plattform für Fans und Teilnehmer. Die Serie spricht neue Teilnehmer an und gibt bereits bei uns aktiven Teams die Möglichkeit, ihr Betätigungsfeld zu erweitern", sagt ADAC Geschäftsführer Lars Soutschka.

IDM Rennwochenende Schleiz 27.-29. Juli 2018


Donnerstag, 26. Juli 2018

GT-Masters: Zakspeed auf dem Nürburgring: Heimspiel und Jubiläum

  • Traditionsmannschaft feiert 2018 ihr 50-jähriges Bestehen
  • Ex-F1-Team startet seit 2014 erfolgreich im ADAC GT Masters
  • Teamchef Peter Zakowski glaubt an gute Chancen am Nürburgring

Foto: Jens Hawrda
Der bevorstehende Lauf des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring (3.–5. August) ist für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing ein doppeltes Highlight. Denn für den Rennstall aus der Eifel, der 2018 seinen 50. Geburtstag feiert, ist es das Heimspiel im Jubiläumsjahr. Das Team von Peter Zakowski setzt im ADAC GT Masters zwei Mercedes-AMG GT3 ein und gewann die Serie im Jahr 2015.

Formel 1, Gruppe C, nordamerikanische IMSA-Serien, Deutsche Rennsport-Meisterschaft, DTM, ITC, ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, FIA GT oder ADAC GT Masters: Ein Auszug aus einer langen Liste von Rennserien, in denen Zakspeed in den vergangenen 50 Jahren erfolgreich war. In der Rennsaison 1968 gründete Erich Zakowski (heute 83) das Zakspeed-Team. Er schuf sich damit neben seiner Ford-Werkstatt und seinem Ford-Autohaus ein professionelles Standbein im Motorsport. Seit den 1990er-Jahren leitet Sohn Peter (52) die inzwischen auf eine Unternehmensgruppe verteilten Aktivitäten. Zakspeed ist mit 480 Einzelsiegen und 22 national und international gewonnenen Meisterschaften eines der erfolgreichsten deutschen Rennteams, das als Werksteam unter anderem für Hersteller wie BMW, Ford, Opel, Mercedes-Benz und Porsche erfolgreich war.

Eine Bilanz und eine Historie, die stolz machen? „Natürlich machen diese spannenden 50 Jahre stolz“, sagt Peter Zakowski. Und welche Zeit besonders? Da will sich der heutige Teamchef nicht festlegen. „Jede Phase hatte ihre besonderen Herausforderungen. Daher hatte jede ihre Reize und speziellen Anforderungen. Wenn man dann einen Titel gewonnen hat, war das natürlich die Krönung einer Saison“, erklärt Zakowski. Unvergessen bleiben zunächst die ersten großen Erfolge mit den Ford-Modellen Escort und Capri Anfang der 1970er-Jahre. Als Zakspeed im Tourenwagen-Rennsport als Motoren- und Fahrzeugentwickler weltweit erfolgreich und bekannt wurde. 

Für immer in Erinnerung bleiben auch die Zakspeed-Erfolge in der DTM mit BMW und in der ITC mit Opel sowie im Rallycross. Genauso das mutige Formel-1-Engagement in den 1980ern mit komplett selbst konstruierten und gebauten Autos sowie die wegweisenden Pionierprojekte mit Kohlefaser-Chassis in den USA. Dreimal gewann Zakspeed zudem das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring (1999, 2001 und 2002). 

Seit 2014 ist das Team im ADAC GT Masters vertreten. Dort konnte Zakspeed 2015 mit Sebastian Asch und Luca Ludwig im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 den Titel erringen. Die Serie hat es dem Teamchef angetan: „Das ADAC GT Masters entwickelt sich ständig weiter und zählt zu den professionellsten GT3-Sprintserien weltweit“, so Zakowski. „Es ist eine tolle Herausforderung, sich mit einer so harten Konkurrenz zu messen.“

Mit Luca Stolz (22/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch) liegen die besten Zakspeed-Fahrer in der „Liga der Supersportwagen“ derzeit auf dem zehnten Tabellenrang. Nach dem nicht einfachen Saisonstart für sein Team glaubt Zakowski an die Trendwende zum Besseren am „Ring“: „Wir sind gestärkt und bestens aussortiert und haben in der Sommerpause an unserer Performance gearbeitet. Mit dem Nürburgring, Zandvoort und dem Sachsenring kommen jetzt Strecken, die unseren Mercedes-AMG GT3 gut liegen sollten. Wir wollen noch mal angreifen und im Idealfall um den Titel mitkämpfen.“ 

Im zweiten Mercedes-AMG setzt das Team aus Niederzissen mit Kim-Luis Schramm (21/Wümbach) und Nicolai Sylvest (21/DK) auf den Nachwuchs. „Wir arbeiten gerne mit jungen Leuten. Das bringt immer frischen Wind ins Team“, so Zakowski. „Eine Mischung aus jung und erfahren ist immer gut.“ Mit dem ADAC-Formel-4-Aufsteiger Schramm hat Zakspeed einen der jüngsten Fahrer im Feld in seinen Reihen: „Trotz seiner geringen Erfahrung war er ziemlich schnell auf einem guten Niveau. Leider kann er noch keine vorderen Ergebnisse vorweisen. Er wurde einmal in aussichtsreicher Position abgeschossen, einmal hatte er einen Reifenschaden.“

Gefeiert wird der 50. Zakspeed-Geburtstag im September mit einem Tag der offenen Tür am Stammsitz in Niederzissen. Für das Heimrennen beim ADAC GT Masters Anfang August auf dem Nürburgring haben sich aber bereits eine Menge Gratulanten bei Zakspeed angemeldet. Wer weiß, vielleicht gibt es dann auch noch einen anderen Grund zu feiern als das Firmenjubiläum. Denn die Voraussetzungen für gute Resultate sind da.

Dienstag, 24. Juli 2018

Der IDM-Tross gastiert auf der Kultstrecke Schleizer Dreieck

Es wird geliebt oder gehasst. Das Schleizer Dreieck ist eine der letzten Naturrennstrecken Deutschlands mit langer Tradition und die älteste überhaupt. 2018 feiert der eigenwillige Kurs, der früher sogar durch Wohngebiete ging, seinen 95. Geburtstag. Die Internationale Deutsche Meisterschaft ist bei der Party dabei und vom 27. bis 29. Juli 2018 zu Gast.  
Foto: Jens Hawrda
Wenn die IDM in Schleiz ihre Zelte aufschlägt, ist der Saisonhöhepunkt im Rennkalender der Kreisstadt gekommen. Für die IDM wiederum bedeutet der Termin eine Reise ins absolute Fan-Mekka der Meisterschaft. Wenn IDM-Zeit angesagt ist und das Wetter mitspielt, bevölkert meistens über das Dreifache der Einwohnerzahl von rund 8500 Personen die Tribünen und das Fahrerlager. Denn nirgendwo ist man näher am Sport dran als bei der IDM, und in Schleiz vermischt sich alles mit einem urwüchsigen Charakter auf und neben der Strecke. IDM-Promotor Motor Presse Stuttgart hat keine Mühen gescheut, damit auch jeder Besucher bei diesem Spektakel  auf seine Kosten kommt.

Buchhübel, Seng, Querspange, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer auf dem Schleizer Dreieck gewinnen will, braucht neben Können auch eine gehörige Portion Mut. In der IDM Superbike 1000 kämpft ein echter Schleizer mit an der Spitze in Deutschlands höchster Klasse im Motorradstraßenrennsport. Julian Puffe ist in seinem Heimatort bekannt wie ein bunter Hund. Allerdings ist gerade er derjenige, der bisher mit die wenigsten Rennen auf der Kultstrecke absolviert hat. Der 22-Jährige war in den letzten Jahren im  internationalen FIM Superstock-Cup unterwegs, der nur einmal im Jahr in Deutschland auftritt, aber dann auch nicht in Schleiz. Dennoch steht Puffe jetzt unter besonderer Beobachtung. Der Modellathlet vom alpha Racing-Van Zon-BMW-Team hat in den bisher gelaufenen sechs Rennen zwei dritte Plätze geholt. Drei Mal schrappte er um eine Position am Podium vorbei. Schafft er es diesmal noch weiter nach vorn?

In der IDM Superbike 1000 kämpfen die Marken BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha um Punkte. Der Ukrainer Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW)  kommt als IDM-Führender ans Schleizer Dreieck. Doch der Vorsprung auf seinen härtesten Gegner Bastien Mackels (Wilbers-BMW) aus Belgien ist bei der letzten Veranstaltung geschmolzen, was den Titelkampf neu angeheizt hat. Julian Puffe ist Gesamt-Dritter. Mit Dominic Schmitter (HPC Power ) folgt auf dem vierten Rang der erste Suzuki-Pilot. Position fünf belegt Honda, dahinter  kommt die erste Yamaha. Bis auf Kawasaki haben bisher alle Marken mindestens ein Mal Podiumsluft geschnuppert. Ändert sich das jetzt? Die Motorräder sind hochgezüchtet und leisten etwa 220 PS. Eine Kit-Elektronik und zum Beispiel Umbauten an der Federgabel und im Bremssystem sind erlaubt.
 
Mit etwa 135 PS am Hinterrad und 600 cm³ Hubraum geht es in der IDM Supersport 600 zur Sache. Die Motorräder sind keine Unbekannten und technisch ausgereizt. Auf langen Geraden wird ein Top Speed von bis zu 270 km/ erreicht. Max Enderlein (Freudenberg Team) kommt als Spitzenreiter mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung vor seinem Yamaha-Kollegen Marc Buchner (Buchner Motorsport) nach Schleiz.  


Eine prickelnde Show liefern auch die Fahrer in der kleinen IDM Supersport 300 ab. Es handelt sich um die Einstiegsklasse auf der internationalen Bühne, in der sich die jungen Wilden tummeln. Das Mindestalter liegt laut FIM-Reglement bei 15 Jahren. Victor Steeman führt die Gesamtwertung an. Der Niederländer vertraut auf eine KTM RC390. Der Hersteller aus Österreich ist 2018 als neuer Partner in die IDM eingestiegen und erfreut sich in der 300er-Klasse großer Beliebtheit. In seinem Landsmann Dion Otten hat Steeman seinen großen Gegner im einzigen Honda-Fahrer aus dem gesamten Feld gefunden. Desweiteren sind Yamaha- und Kawasaki-Piloten vertreten. Um Chancengleichheit für die einzelnen Motorenkonzepte herzustellen, gibt es genaue Gewichts- und Drehzahllimits.  

In der IDM Sidecar liefern sich Titelverteidiger Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (LCR F1 Suzuki) sowie Josef Sattler/Uwe Neubert (Adolf RS F1 BMW) knackige Duelle. 

Und im IDM-Rahmenprogramm ziehen ambitionierte Herren in der Superstock 600-Klasse sowie im Twin Cup und dem Suzuki GSX-R-Cup am Gasgriff.

Abseits der Rennstrecke geht die Party weiter mit dem traditionellen Fußballturnier am Freitag, 18:30 Uhr. Am Samstag steigt die Race-Party auf dem Buchhübel. Die schnellsten Rennfahrer können bei der öffentlichen Pressekonferenz und Siegerehrung gefeiert werden.  Und selbst fahren dürfen die Fans auch: bei Probefahrten von BMW mit der HP4 am Freitag und Samstag über die Rennstrecke und bei Ausflügen ins Umland mit Modellen aus der aktuellen Palette von BMW, Honda und KTM.

Montag, 23. Juli 2018

Markenvielfalt in der ADAC TCR Germany: Hyundai steigt ein

  • Ab dem Nürburgring-Wochenende sind zwei Hyundai i30 N TCR am Start 
  • Erster Einsatz als Hyundai Team Engstler Anfang August
  • Franz Engstler: "Stolz, diese erfolgreiche und dynamische Marke zu vertreten" 
Hyundai, Franz Engstler (r.), Markus Schrick 
Foto: ADAC-Motorsport
Noch mehr Markenvielfalt für die ADAC TCR Germany: Ab dem kommenden Rennwochenende auf dem Nürburgring (3. bis 5. August) wird Hyundai einsteigen und zwei i30 N TCR an den Start bringen. Das Hyundai Team Engstler setzt die beiden 330 PS starken Tourenwagen bis zum Ende der Saison ein, und auch im folgenden Jahr sind sie fest eingeplant.

"Die ADAC TCR Germany ist für Hyundai Deutschland der konsequente nächste Schritt unseres Motorsport-Engagements. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir uns mit unseren Einsätzen in der VLN und bei den 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife auf die Rundstrecke festgelegt", sagt Markus Schrick, Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland GmbH. "Wir haben mit dem Hyundai i30 N ein Hochleistungsfahrzeug im Programm, das die Kunden emotional anspricht. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Team Engstler einen erfahrenen und erfolgreichen Partner an unserer Seite haben." Neben Hyundai sind in der ADAC TCR Germany auch Audi, Cupra, Honda, Opel, Peugeot, Renault und VW am Start.

"Es macht uns sehr stolz, diese erfolgreiche und dynamische Marke in der ADAC TCR Germany vertreten zu dürfen. Das komplette Team freut sich extrem auf die neue Herausforderung und die tolle Zusammenarbeit", sagt Franz Engstler, Teamchef von Engstler Motorsport.

Der Hyundai i30 N TCR ist das erste Rundstreckenmodell, das von Hyundai Motorsport in Alzenau entwickelt wurde. Der Tourenwagen basiert auf der sportlichsten Variante des Hyundai i30, dem Hot Hatch Hyundai i30 N mit bis zu 275 PS in der Serie. Die Rennversion nutzt die Vorzüge des Serienmodells aus, das einem umfangreichen Testprogramm - darunter zahlreiche Runden auf der Nürburgring-Nordschleife - unterzogen wurde. Dem TCR-Reglement entsprechend wird der i30 N TCR von einem Zwei-Liter-Turbomotor mit rund 330 PS aus der Hyundai-Produktfamilie angetrieben. Die Fahrer für die beiden Hyundai werden zeitnah bekannt gegeben.

Der i 30 N TCR hat seine Klasse in anderen Serien bereits bereit demonstriert. Der Wagen gewann im neuen WTCR - FIA-Tourenwagen-Weltcup neun der ersten 18 Rennen sowie Rennen in der TCR Europe und in nationalen Serien.