Sonntag, 15. Juli 2018

Der Champion ist zurück: René Rast mit Arbeitssieg in Zandvoort

  • Titelverteidiger Rast erkämpft sich und Audi den ersten Saisonsieg 2018
  • Gary Paffett wird Zweiter und baut seine Tabellenführung weiter aus
  • Philipp Eng bester BMW-Fahrer auf Platz vier

Renè Rast (Audi) siegt vor Gary Paffett (Mercedes)
Große Erleichterung und Freude bei René Rast und Audi: Im zehnten DTM-Saisonrennen erkämpfte sich der DTM-Champion den ersten Sieg des Jahres für sich und seinen Hersteller Audi. Der Mindener, von Startplatz drei ins Rennen gestartet, überquerte nach 35 Runden als Erster die Ziellinie. „Das war wie ein Befreiungsschlag nach einer langen Durststrecke und viel Pech“, sagte Rast nach dem Rennen. „Gary war brutal schnell und mit einem Sieg habe ich nicht unbedingt gerechnet.“ Und das ausgerechnet an dem Ort, an dem er vor zwei Jahren sein DTM-Debüt feierte. Für den Audi-Piloten ist es der vierte Sieg in seinem 30 DTM-Rennen. Zweiter im Sonntagsrennen wurde Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett vor seinem Markenkollegen Paul Di Resta. Philipp Eng sah als bester BMW-Pilot auf Platz vier die Zielflagge.

Garant für den Erfolg von Rast war seine Boxenstrategie. Im Gegensatz zum Samstagsrennen steuerte er bereits nach Runde eins die Box zum Räderwechsel an. Der Plan ging auf. Nach dem Stopp von Paffett in Runde zehn übernahm Rast – im bereinigten Klassement – die Führung und baute diese zwischenzeitlich auf über zwei Sekunden aus. Der Einsatz des Safetycars in Runde 21, nach einer Kollision zwischen Jamie Green und Bruno Spengler, machte das Rennen an der Spitze noch einmal spannend. Doch beim Restart setzte sich Rast beherzt gegen Paffett durch und verteidigte Platz eins bis ins Ziel. „Die letzten 15 Minuten waren verdammt schwierig“, sagt Rast. „Vor allem für die Zuschauer war es sicher nochmal ein packendes Duell.“ Lob für den Arbeitssieg von Rast gab es anschließend auch vom Zweitplatzierten Paffett: „René hat den Sieg absolut verdient. Für mich war ein perfektes Rennen und ich bin mit Platz zwei zufrieden. Von so einem DTM-Wochenende – mit zwei Pole-Positions, einem Sieg und einem zweiten Platz – kann man nur träumen.“

Auch der viertplatzierte Philipp Eng im schnellsten BMW M4 DTM war mit dem Rennsonntag zufrieden. „Das Rennen hat sehr viel Spaß gemacht, Vollgas von der ersten bis zur letzten Runde. Ich konnte mit der Spitze mithalten, aber eine Attacke auf Paul war nicht möglich. Auf unsere Leistung können wir aufbauen.“ Di Resta, der als Dritter ins Ziel kam, ist zur Halbzeit der einzige Pilot, der in allen Rennen punkten konnte.

Die DTM-Fahrerwertung führt nach zehn von 20 Saisonrennen weiterhin Gary Paffett an. Mit 148 Punkten liegt der Brite auf Platz eins vor Paul Di Resta (121) und Timo Glock (101). Zur DTM-Halbzeit liegen Marco Wittmann (98) und Edoardo Mortara (97) auf den Positionen vier und fünf.

Nach einer vierwöchigen Sommerpause kehrt die DTM am 11. und 12. September 2018 zurück nach England. Auf der langen Variante der Traditionsrennstrecke Brands Hatch startet die DTM in der Grafschaft Kent mit den Saisonrennen elf und zwölf in die zweite Saisonhälfte.

DTM Zandvoort: Erneute Pole für Paffett

Pole für Gary Paffett
Foto: Mercedes-Motorsport
Das gab es in dieser Saison noch nicht sowohl am Samsataf als auch am Sonntag steht der selbe Fahrer auf Pohl. In Zandvoort gelingt das nun Gary Paffett. Er startet im heutigen Sonntagsrennen von Startplatz eins. 

Dahinter auch ein Bild was es in dieser Saison noch nicht gab die verbleibendenm Hersteller schaffen es auch in die Top-Drei. Auf Platz zwei startet heute BMW-Pilot Phillip Eng vor Audi-Fahrer und Vorjahreschampion Renè Rast. 

Der Brite Gary Paffett legte auf dem Dünenkurs eine Runde hin, an die die Konkurrenz nicht annähernd herankam. „Es fühlt sich fast so an wie gestern. Da standen allerdings noch zwei weitere Mercedes-Fahrer neben mir. Ich habe gestern schon gesagt, dass ich mich noch um ein paar Zehntel verbessern kann. Das habe ich geschafft. Ich habe jetzt die beste Ausgangslage und ein sehr schnelles Auto“, sagte Paffett.

DTM: Drittes Freies Training - Wehrlein mit Bestzeit

Pascal Wehrlein
Foto: Mercedes-Motorsport
Mercedes ist in Zandvoort eine Macht. Auch im dritten Freien Traing sichert sich mit Pascal Wehrlein ein Mercedes-Fahrer die Bestzeit. Dahinter allerding reihe sich mit Jamie Green, Renè Rast, Nico Müller und Loic Duval gleich vier Audi-Piloten ein. Der schnellste BMW-Pilot war Augusto Farfus als Achter.

„Es ist wie gestern, da war ich auch Erster im Freien Training. Im Rennen dann Vierter. Die zwei Sessions nachher zählen“, sagte Wehrlein.
Timo Glock, der im letzten Jahr in Zandvoort das Rennen am Samstag gewann, war trotz Platz elf. „Es war nicht so verkehrt. Ich hatte kein schlechtes Gefühl. Wir müssen mal abwarten, wie es im Qualifying aussieht. Mal schauen, ob wir heute eine Chance gegen die Mercedes-Mauer haben werden.“ 

Das zweite Qualifying beginnt um 11.20 Uhr.

Audi-Pilot Frijns glänzt bei seinem DTM-Heimspiel

  • Niederländer im Samstagsrennen in Zandvoort auf Platz fünf
  • Bisher bestes Ergebnis für den Rookie in der DTM

Starker fünfter Platz für Robin Frijns bei seinem Heimrennen
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Robin Frijns ist bei seinem ersten Heimrennen in der DTM ein starker Auftritt gelungen: Der Niederländer war am Samstag in Zandvoort sowohl im Qualifying als auch im Rennen bester Audi-Pilot. Mit Platz fünf gelang dem Rookie zudem sein bisher bestes Ergebnis in der DTM.

„Ich habe das Rennen genossen“, sagte Frijns. „Von Startplatz sieben hatte ich keinen guten Start, konnte in der ersten Kurve aber außen herum zwei Autos überholen und mir meinen Platz zurückholen. Danach war ich schnell unterwegs und konnte am Ende mit den Mercedes-Benz kämpfen. Leider ist das Überholen in Zandvoort schwierig. Der Speed war da. Jetzt müssen wir schauen, dass wir für morgen noch einen Schritt nach vorn machen.“

Ähnlich schnell war sein Teamkollege im Audi Sport Team Abt Sportsline, Nico Müller. Der Schweizer ging von Startplatz acht ins Rennen und kam nach seinem Reifenwechsel vor Frijns zurück auf die Strecke. Nach 17 Runden meldete Müller einen Druckverlust am linken Vorderrad. Der Versuch, sich einen zweiten Reifenwechsel zu ersparen, misslang: Infolge eines Reifenschadens rutschte Müller kurz danach von der Strecke und musste aufgeben.

Der Unfall sorgte für den Einsatz des Safety-Cars, der indirekt das Rennen von René Rast zerstörte. Der amtierende DTM-Champion aus dem Audi Sport Team Rosberg führte zu diesem Zeitpunkt das Rennen an, hatte als einziger Fahrer aber seinen Pflichtboxenstopp noch nicht absolviert. So blieb am Ende nur der 17. Platz.

Rasts Teamkollege Jamie Green holte einen Punkt: Der Brite stoppte bereits nach der ersten Runde und kämpfte sich mit dieser Strategie vom 17. Startplatz noch auf Rang zehn nach vorn. Ohne Punkte blieb das Audi Sport Team Phoenix mit den Plätzen elf (Loïc Duval) und 15 (Mike Rockenfeller). 

Das zweite Rennen in Zandvoort startet am Sonntag um 13.30 Uhr MESZ.

Audi startet mit Doppelsieg ins Formel-E-Finale

  • Lucas di Grassi gewinnt erstes Finalrennen in der US-Metropole
  • Daniel Abt macht zweiten Doppelsieg in der Saison perfekt
  • Rückstand im Kampf um den Teamtitel von 33 auf fünf Punkte verkürzt

Lucas Di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einem souveränen Doppelsieg hat sich das Team Audi Sport ABT Schaeffler im Kampf um den Titel in der Teamwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft in eine deutlich verbesserte Ausgangsposition gebracht. Die Entscheidung fällt jetzt im zwölften und letzten Saisonrennen am Sonntag.

Traumkulisse für ein Traumfinale: Der Rückstand von 33 Punkten, mit dem das Team Audi Sport ABT Schaeffler zum Finalwochenende nach New York gereist ist, ist im Samstagsrennen auf fünf Zähler geschmolzen. Lucas di Grassi und Daniel Abt demonstrierten mit einem souveränen Doppelsieg die starke Performance des Audi e-tron FE04. Nach Berlin im Mai dieses Jahres ist es der zweite Doppelsieg. Eine längere Safety-Car-Phase für Aufräumarbeiten nach einem Unfall verkürzte das Rennen im Schatten der Skyline von Manhattan von 45 auf 43 Runden, im Ziel hatte di Grassi 0,965 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen.
Daniel Abt holt Platz zwei für Audi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Für di Grassi war es der achte Triumph in der Formel E und der sechste Podestplatz in Folge. Der Brasilianer begeisterte das Publikum mit spektakulären Überholmanövern, die ihn noch vor dem obligatorischen Autowechsel von Startplatz elf auf die zweite Position hinter seinen Teamkollegen brachten. Daniel Abt brauchte lediglich sechs Umläufe, um vom fünften Startplatz aus in Führung zu gehen. Kurz nach dem Autowechsel überholte di Grassi seinen Teamkollegen, nachdem dieser einen kleinen Fahrfehler gemacht hatte. „Ich hatte heute kein Rennauto, sondern eine Rakete“, jubelte di Grassi im Ziel. „Natürlich hätte ich mir heute den ersten Platz gewünscht“, sagte Daniel Abt, „aber wir haben ein großes gemeinsames Ziel – und das ist der Gewinn der Teamwertung. Wir haben auch für morgen ein Auto, mit dem wir gewinnen können.“ Mit der schnellsten Rennrunde sicherte der 25-Jährige seinem Team einen weiteren Zähler für die Aufholjagd in der Teamwertung.

Teamchef Allan McNish gab dafür auch schon die Parole aus: „Zunächst mal einen großen Glückwunsch an Jean-Éric Vergne, der Lucas heute als Fahrer-Champion abgelöst hat, aber seinem Team sind wir heute deutlich näher gekommen. Aus dem riesigen Rückstand sind jetzt nur noch fünf Punkte übrig geblieben. Damit sind unsere Karten deutlich besser, und wir haben es selber in der Hand. Ich freue mich auf einen ultimativen Showdown morgen beim Finale.“

Der zwölfte und letzte Saisonlauf der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft 2017/2018 startet am Sonntag, 15. Juli, um 15 Uhr Ortszeit. In Deutschland zeigt Eurosport das Rennen live, das ZDF überträgt im Livestream auf zdf.de. Weltweit zeigen rund 70 Sender die Formel E. Eine vollständige Übersicht dieser Sender ist online unter www.fiaformulae.com verfügbar.