Donnerstag, 7. Juni 2018

GT-Masters Red Bull Ring

"Beste Rennen in besonderer Atmosphäre":
 Lokalmatadore fiebern Österreich-Gastspiel entgegen


Lokalmatadore: Klaus Bachler, Clemens Schmid, Christopher Zöchling und Max Hofer
Foto: ADAC-Motorsport
  • Österreichische Fahrer und Teams 2018 bereits im ADAC GT Masters siegreich
  • Vier Fahrer und zwei Teams wollen beim Heimspiel glänzen
 
Vier Fahrer und zwei Teams - das österreichische Aufgebot im ADAC GT Masters freut sich auf das Heimspiel auf dem Red Bull Ring am kommenden Wochenende (8.-10. Juni). Ihre Chancen auf einen erfolgreichen dritten Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen" stehen gut: Mit Audi-Pilot Max Hofer (18/A, Phoenix Racing) und der Lamborghini-Mannschaft ORANGE1 by GRT Grasser waren in dieser Saison bereits ein Fahrer und ein Rennstall aus der Alpenrepublik siegreich. Die beiden Rennen in der Steiermark werden am Samstag (ab 12:45 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Als Sensationssieger vom Saisonauftakt in Oschersleben kommt Max Hofer zum Red Bull Ring. Zusammen mit Phoenix-Racing-Teamkollege Philip Ellis (25/GB) gewann er gleich sein allererstes Rennen in der "Liga der Supersportwagen". "Das war sensationell, damit haben wir niemals gerechnet", so der Niederösterreicher. Für die Rennen auf seiner Heimstrecke stapelt Hofer jedoch tief: "Der Red Bull Ring ist keine Audi-Strecke. Wir wollen so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Ich denke, wir werden zwei der besten Rennen des Jahres sehen, denn die Rennstrecke mit ihrer besonderen Atmosphäre ist einfach toll."

Erwartungsfroh ist auch Christopher Zöchling (30/A), der mit einem BMW M6 GT3 für MRS GT-Racing antritt. Der Österreicher zeigte zuletzt in Most zusammen mit BMW-Werksfahrer Jens Klingmann (27/Ermatingen) eine aufsteigende Form: Zwei Mal war das Duo in den Rennen die bestplatzierte BMW-Mannschaft und fuhr zwei Mal in die Punkteränge. Daran will Zöchling am Wochenende anknüpfen, zumal er den Kurs gut kennt. "Ich bin auf dem Red Bull Ring schon einige Male gestartet, 2015 habe ich dort sogar das Porsche-Supercup-Rennen gewonnen. Es ist eine Riesenfreude, nun das erste Mal in einem GT3-Sportwagen an den Start zu gehen. Es ist schwierig einzuschätzen, wie dem M6 die Strecke liegt. Entscheidend sind vor allem gute Bremsen und dass man die zahlreichen blinden Kurven gut erwischt." Für das Heimspiel von Zöchling hat sich das Team etwas Besonderes einfallen lassen: Der BMW erhält ein neues, blau-schwarzes Design, das eine Referenz an den Porsche 911 GT3 R ist, mit dem der Rennstall 2011 auf dem Red Bull Ring bei seinem ADAC GT Masters-Debüt den Sieg holte.

Auf eine vordere Platzierung hoffen auch Klaus Bachler (26/A) und Clemens Schmid (27/A). Bachler steuert zusammen mit Adrien de Leener (28/B) einen Porsche 911 GT3 R des KÜS Team75 Bernhard. 2015 stand er im ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring bereits auf dem Podest. "Ich freue mich extrem auf das Heimrennen", so der Steirer. "Ich bin nur 20 Kilometer von der Strecke entfernt aufgewachsen und war schon als Kind oft dort. In den vergangenen Jahren war Porsche immer stark. Unser Auto ist sehr gut auf der Bremse, das ist hier sehr wichtig. Ich hoffe, dass es auch 2018 gut läuft. Wir sind definitiv gut aufgestellt."

Clemens Schmid teilt sich mit Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) den Mercedes-AMG GT3 von AutoArenA Motorsport. "Ich bin in den vergangenen beiden Jahren in einer anderen Serie gestartet und dort gab es kein Event in Österreich", so der Tiroler. "Daher ist es toll, wieder in der Heimat zu fahren. Das Wochenende wird etwas Besonderes, da auch Familie und Freunde anwesend sind." Schmid rechnet sich gute Chancen aus: "Grundsätzlich sollten wir vorn dabei sein."

Mit HB Racing und dem GRT Grasser Racing Team starten zudem zwei österreichische Rennställe auf dem Red Bull Ring. HB Racing aus Neumarkt im Mühlkreis setzt 2018 erstmals auf den Ferrari 488 GT3, der eigentlich von Luca Ludwig (29/Bornheim) und Dominik Schwager (41/München) pilotiert wird. Das Duo schaffte 2018 beim Auftakt in Oschersleben bereits den Sprung auf das Podest. Am Wochenende vertritt jedoch Alfred Renauer (33/Jedenhofen) den verletzten Schwager. "Wir freuen uns, mit Alfred einen Fahrer engagiert zu haben, der das Team sehr gut kennt", so Teamchef Dietmar Hirsch. "Nachdem feststand, dass Dominik nicht fahren kann, haben wir mehrere Optionen geprüft und uns mit Alfred einen der schnellsten zur Verfügung stehenden Piloten gesichert. Vor allem auf dem Red Bull Ring hat er schon mehrfach sein Können unter Beweis gestellt. Wir schätzen Alfred sehr und sind glücklich, dass er erneut für unser Team an den Start gehen wird."

Die zweite österreichische Mannschaft ist das GRT Grasser Racing Team, das seinen Sitz in Knittelfeld in unmittelbarer Nähe zur Rennstrecke hat. Bereits zwei Mal - 2015 und im vergangenen Jahr - fuhr das Team mit seinen Lamborghini Huracán GT3 in Spielberg zum Sieg. In dieser Saison setzt die Mannschaft drei der italienischen Supersportwagen ein, in Oschersleben sprang bereits eine Pole-Position und ein Doppelsieg heraus. Pilotiert werden die drei Huracán von Ezequiel Perez Companc (23/RA) und Franck Perera (34/F), Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) sowie den beim Auftakt siegreichen Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I), die unter der Bewerbung von ORANGE1 by GRT Grasser antreten.

Mittwoch, 6. Juni 2018

DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten zum Rennsonntag am Hungaroring

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland) 5. Platz:
„Zunächst hoffe ich natürlich, dass alle nach den Zwischenfällen bei den Boxenstopps okay sind. Sportlich haben wir nach einem sehr vielversprechenden Qualifying für die Marke nach der roten Flagge versucht, zu retten, was zu retten war. Wir haben das Beste daraus gemacht, aber als Hersteller bist du natürlich enttäuscht, wenn du daraus kein Kapital schlagen kannst. Aber so ist der Rennsport. Es gibt Höhen und Tiefen. Wir hatten an den letzten drei Rennwochenenden ein super Auto und das gibt uns den nötigen Kampfgeist, um nach vorne zu blicken und ein Wörtchen im Titelkampf mitzusprechen. Hoffentlich können wir diesen Schwung mitnehmen.“
 
Daniel Juncadella (26 Jahre, Spanien) 11. Platz:
„Rein sportlich hatte ich heute leider erneut viel Pech. Es war die richtige Entscheidung, im Regen draußen zu bleiben. Der Grip fühlte sich nicht schlecht an. Aber dann kam es zu den Zwischenfällen in der Boxengasse und damit waren die Rennen von Pascal, Gary und mir praktisch gelaufen. Die Strecke trocknete während der Unterbrechung ab und im Gegensatz zu uns hatten fast alle anderen Fahrer ihre Pflichtstopps schon absolviert. Das war schade, denn das Auto war sehr gut und es hat Spaß gemacht, vorne mitzufahren.“
 
Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland) 12. Platz:
„Das allerwichtigste ist heute, dass alle verletzten Personen so schnell wie möglich wieder gesund werden. Zum Rennen gibt es wenig zu sagen. Ich bin einfach sehr enttäuscht über das Ergebnis. Aber das kann ich nicht mehr ändern. Darum schaue ich jetzt nach vorne. Wir haben ein tolles Team und ein starkes Auto. Danke an die Jungs für ihre harte Arbeit. Heute hat man gesehen, wie gefährlich ihr Job wirklich ist.“
 
Gary Paffett (37 Jahre, England) 15. Platz:
„Das Qualifying verlief perfekt für das gesamte Team. Ich hatte nicht die beste Runde, war aber mit Startplatz fünf ganz zufrieden. Im Rennen waren die Autos großartig, vor allem am Anfang im Trockenen. Wir hatten nach dem Start alles unter Kontrolle, aber dann kam der Regen und wenn es regnet, ist es hier absolut unvorhersehbar, was passiert. Wir haben dadurch viel verloren, da wir nicht vor dem Safety Car und der roten Flagge an die Box hereingekommen sind. Ehrlich gesagt ist die Boxengasse hier viel zu gefährlich. Im Nassen kann man hier keinen Stopp absolvieren. Da wir vor dem Re-Start nicht gestoppt hatten, blieb uns im weiteren Rennverlauf keine Chance mehr auf Punkte. Deshalb versuchten wir es mit Regenreifen, falls es irgendwo noch eine nasse Stelle geben sollte. Dann hätten wir dort etwas aufholen können, aber leider war das nicht der Fall.“
 
Lucas Auer (23 Jahre, Österreich) disqualifiziert:
„Nach dem Zwischenfall beim Boxenstopp war es für mich leider kein Rennen mehr. Ich bin zwar noch zu Ende gefahren, aber mir ging es nur darum, zu erfahren, wie es den beiden Streckenposten geht. Alles andere war mir egal. Es gibt zwei verschiedene Asphalttypen in der Boxengasse und ich bin schon so langsam wie möglich reingefahren. Aber ich konnte nirgends mehr hin und bin einfach geradeaus gerutscht und eingeschlagen. Ich war nur noch Passagier im Auto. So etwas darf nicht mehr passieren.“
 
Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien) disqualifiziert:
„Was für ein Rennen... Ich habe gerade zu meinen Mechanikern gesagt, dass ich in diesem Moment beim Boxenstopp echt riesiges Glück im Unglück hatte. Ich habe die Boxenstoppanlage mit vielleicht 40 oder 50 km/h getroffen und zum Glück wurde dabei niemand verletzt. Darüber bin ich froh, denn das hätte heute sehr böse enden können und ich hätte nichts dagegen unternehmen können. Als ich in die Box kam, stand die Boxengasse unter Wasser und es waren ein Krankenwagen und Streckenposten überall. Sobald ich nur ganz leicht auf das Bremspedal gestiegen bin, haben die Räder blockiert und ich fuhr einfach geradeaus in die Mechaniker und die Boxenanlage. Nach so einem Vorfall spielt das Rennergebnis heute absolut keine Rolle. Ich bin nur froh, dass meinen Mechanikern bei dem Zwischenfall nichts passiert ist und es tut mir sehr leid, dass es bei dem Streckenposten mit dem gebrochenen Bein nicht so gut ausgegangen ist. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung.“

IDM: Mackels und Mikhalchik kämpfen um die Tabellenführung in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda
Vom 7. bis 10. Juni 2018 sorgen wieder die ganz großen Motoren für Donner auf dem Asphalt in der Motorsport Arena Oschersleben. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) ist am Start. Die IDM Superbike 1000 gastiert als Prestige-Klasse ihrer Serie im Rahmen der German Speedweek und Endurance-WM. Der Kampf an der Spitze spielt sich derzeit zwischen Bastien Mackels und Ilya Mikhalchik ab. Die beiden BMW-Piloten reisen punktgleich in die Magdeburger Börde.
 
Unterschiedlicher könnten beide Fahrer nicht sein. Mackels kommt aus Belgien, ist 32 Jahre alt, ein alter Hase in der IDM und fährt für das Team Wilbers-BMW. Mikhalchik wiederum stammt aus der Ukraine, zählt 21 Lenze, ist ein absoluter Neuling in der IDM und er fährt für das Team alpha Racing-Van Zon-BMW. Was beide gemeinsam haben: Sie gewannen je einen Lauf beim Saisonauftakt, der ebenfalls in Oschersleben stattfand. Im zweiten Duell lag die Differenz im Ziel zwischen ihnen bei nur 0,226 Sekunden.     
 
Dass ihr Vorsprung zu groß wird, wollen diverse Konkurrenten verhindern. Vor allem jene, die auf Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha sitzen. Dritter in der Gesamtwertung ist derzeit der Tscheche Jan Halbich, der für das Team Honda Holzhauer Racing Promotion fährt, das in Wittenberge stationiert ist. Mit Spannung wird auch der diesjährige Premieren-Einsatz von Mathieu Gines erwartet. Schafft es der Franzose, den Rückstand auf die Spitze zu minimieren? Gines wurde als Titelhoffnung von Kawasaki verpflichtet, fehlte aber zum Saisonauftakt, weil er sich zuvor an der Hand verletzte und am Finger operiert werden musste. Gines, der als extrem harter Kämpfer gilt, sagt: „Ich bin wieder fit und kann den Finger voll bewegen. Vor einer Woche bin ich zum ersten Mal wieder auf dem Motorrad gefahren. Es passt alles und ich habe einiges aufzuholen.“ Gines gibt in Oschersleben gleich doppelt Vollgas: in der IDM Superbike 1000 und auch in der Endurance-WM. Das 8-Stunden-Rennen lässt er sich der Langstrecken-Weltmeister von 2014 nicht entgehen.
 
Nicht zu unterschätzen ist auch Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) auf der GSX-R 1000, für die seit 2018 eine Kit-Elektronik erhältlich ist. Seitdem ticken die Uhren für die Suzuki-Piloten anders. Fünf Marken präsentieren sich in der IDM-Topklasse im Wettbewerb. „Es laufen bereits Gespräche, dass im nächsten Jahr noch mehr IDM-Klassen im Rahmen der German Speedweek an den Start gehen“, sagt Matthias Schröter vom IDM-Promoter Motor Presse Stuttgart. In der IDM Superbike 1000 werden jetzt zwei Rennen ausgetragen.  

Dienstag, 5. Juni 2018

ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

Highspeed in den Alpen

 
  • Dritter Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • "Liga der Supersportwagen" startet auf schnellster Strecke im Kalender
  • Vier Rennsieger in bisherigen vier Rennen versprechen viel Spannung
 
Foto: Jens Hawrda
Vorhang auf für Runde drei des ADAC GT Masters 2018: Auf dem Red Bull Ring geht es an diesem Wochenende (8.-10. Juni) in der "Liga der Supersportwagen" mit dem zweiten Auslandsgastspiel in Folge weiter. Die Porsche-Piloten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) sind auf dem schnellsten Kurs des Jahres als Tabellenführer die Gejagten. Nach vier verschiedenen Siegern in den ersten vier Saisonrennen versprechen die 36 GT3-Sportwagen von acht Marken auch in den Alpen beste Unterhaltung. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Mit dem Lauf in Österreich steht eine der beliebtesten Veranstaltungen des Jahres an. Der Red Bull Ring ist nicht nur wegen seiner Alpen-Atmosphäre einmalig, er ist auch der schnellste Kurs im ADAC GT Masters-Kalender. 2017 gewann hier das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team) mit einem Schnitt von 170,9 km/h das schnellste Rennen der Serienhistorie.

Die aktuellen Spitzenreiter Robert Renauer und Mathieu Jaminet reisen zwar noch ohne Saisonsieg in die Steiermark. Ende April in Most haben sie jedoch dank zweier dritter Plätze in ihrem Porsche 911 GT3 R Rang eins in der Gesamtwertung übernommen. "Es ist natürlich sehr schön, als Tabellenführer an den Red Bull Ring zu reisen", so Renauer. "Aber wir wissen auch, dass erst zwei Rennwochenenden hinter uns liegen und noch einige Läufe auf uns warten. Wir konzentrieren uns einfach darauf, die anstehenden Rennen ähnlich gut wie die beiden ersten zu überstehen." Der Alpenkurs ist Renauers Lieblingsstrecke im Kalender, mit einer Vorhersage für das Wochenende hält er sich jedoch zurück: "Die Strecke macht Spaß zu fahren und liegt einfach in einer klasse Gegend, da kommt immer etwas Urlaubsflair auf. Es ist schwer, Prognosen abzugeben. Wir konnten bis jetzt sehr konstant Punkte sammeln und deshalb hoffe ich, dass wir daran anknüpfen können. Ich glaube nicht, dass wir unbedingt um den Sieg mitkämpfen werden, aber unser Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu holen, um den Red Bull Ring auch als Tabellenführer zu verlassen. Wir wollen auf jeden Fall wieder vorn landen, vielleicht wieder auf dem Podium."

Gesamtzweite sind nach ihrem Sonntagstriumph in Most die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), die in Spielberg den Sieg wiederholen wollen - ebenso wie die weiteren Rennsieger der bisherigen Rennen. Zu diesen gehören der Österreicher Max Hofer (18) und Partner Philip Ellis (25/GB) im Audi R8 LMS von Phoenix Racing sowie ihre Markenkollegen von BWT Mücke Motorsport Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin). Mücke wird in der Steiermark jedoch wie bereits beim Saisonauftakt von DTM-Star Jamie Green (35/GB) vertreten. Ebenfalls ganz oben auf dem Podest standen bereits der in Wien lebende Lamborghini-Werkspilot Mirko Bortolotti (28/I) und dessen Teamkollege Andrea Caldarelli (28/I), die einen Huracán GT3 für das unweit der Strecke in Knittelfeld ansässige Team ORANGE1 by GRT Grasser steuern.

Optimistisch für den Red Bull Ring ist auch Corvette-Pilot Daniel Keilwitz (28/Villingen) - mit sechs Siegen der erfolgreichste ADAC GT Masters-Pilot auf der 4,318 Kilometer langen Strecke. Zuletzt gewann er auf dem Alpenkurs im Samstagsrennen 2017 mit dem späteren Titelgewinner Jules Gounon (23/F). Zusammen mit seinem neuen Teamkollegen Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) erzielte Keilwitz in Tschechien zwei zweite Plätze. Das Duo verbesserte sich dadurch auf den dritten Gesamtrang. In Österreich wollen die Piloten von Callaway Competition den ersten Saisonsieg einfahren.

Auch der letztjährige Le-Mans-Sieger und FIA-WEC-Weltmeister Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) möchte am Wochenende ein Ausrufezeichen setzen. Der Porsche-Werkspilot, der zusammen mit Kévin Estre (29/F) einen 911 GT3 R für seinen Rennstall KÜS Team75 Bernhard pilotiert, bestreitet seine erste Saison als Fahrer in der "Liga der Supersportwagen". "Am Red Bull Ring wollen wir auf jeden Fall in die Punkteränge und vielleicht noch weiter nach vorn", so Bernhard.

 Neben Max Hofer haben mit Porsche-Pilot Klaus Bachler (26, KÜS Team75 Bernhard), Christopher Zöchling (30, MRS GT-Racing) im BMW M6 GT3 und Mercedes-AMG-Fahrer Clemens Schmid (27, AutoArenA Motorsport) noch drei weitere Österreicher auf dem Red Bull Ring ein Heimspiel. Beim oberösterreichischen Team HB Racing gibt es dabei einen Fahrerwechsel: Da Stammpilot Dominik Schwager (41/München) verletzungsbedingt ausfällt, kommt beim Heimrennen des Rennstalls Alfred Renauer (33/Jedenhofen) als Teamkollege von Luca Ludwig (29/Bornheim) im Ferrari 488 GT3 zum Einsatz. Renauer spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Teams und ist seit der Gründung ein guter Freund des Rennstalls. Dadurch entsteht eine kuriose Situation, da der Bayer eigentlich Teamchef von Precote Herberth Motorsport ist. Aufgrund seines Einsatzes als Fahrer für ein anderes Team wird er diese Position aber in Spielberg nicht ausüben.

Zusätzlich zum ADAC GT Masters starten in Spielberg auch die Nachwuchstalente der ADAC Formel 4, die spektakulären Tourenwagen der ADAC TCR Germany, der Porsche Carrera Cup Deutschland sowie der Renault Clio Cup Central Europe. Aber auch abseits der Strecke gibt es für die Zuschauer Unterhaltsames: Sowohl am Samstag (10:15-10:45 Uhr) als auch am Sonntag (10:35-11:15 Uhr) können die Zuschauer beim Pit Walk Autogramme sammeln und einen Blick hinter die Kulissen der "Liga der Supersportwagen" werfen. Beim Meet the Drivers auf der Bull's Lane Terrasse haben die Fans am Samstag (15:00-15:30 Uhr) ebenfalls die Gelegenheit, die Fahrer zu treffen.
 

Montag, 4. Juni 2018

DTM: Disqualifikationen nach Unfallserie vom Sonntag

Auer, Mortara und Spengler disqualifiziert

Lucas Auer wird nach seinem Unfall in der Boxengasse disqualifiziert
Foto: dtm.com
Am Sonntag Abend, Stunden nach dem Rennen gab es doch noch Konsequenzen aus der Unfallserie in der Boxengasse. Lucas Auer, Edoardo Mortara und Bruno Spengler wurden von den Sportkommissaren für die Unfälle verantwortlich gemacht,  disqualifiziert und aus der Wertung genommen.
Im neuen Rennergebnis rücken die nachfolgenden Fahrer auf.  Die Sportkommissare berufen sich bei ihren Entscheidungen auf das Sportliche Reglement und sehen in den Unfällen einen Verstoß gegen Artikel 30.9: „Ab Auffahrt auf die Einfädelspur hat der Fahrer seine Geschwindigkeit so herabzusetzen, dass er sein Fahrzeug ohne Gefährdung anderer Teilnehmer oder Sportwarte an den Boxen zum Halten bringen kann.“
Mortara und Spengler wurden darüber hinaus mit einer Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung des jeweiligen nächsten Wertungslaufs bestraft. Die Strafe ist ausgesetzt auf zwei Rennwochenende zur Bewährung. Beide Piloten wurden per Funk von ihren Teams auf die extrem rutschigen Bedingungen in der Boxengasse vorbereitet. Zudem wurden nach dem ersten Unfall von Auer in der Box gelbe Flaggen gezeigt.