Sonntag, 3. Juni 2018

DTM: BMW siegt aus dem Nichts !

Unverhoffter BMW-Dreifacherfolg in Budapest

  • Marco Wittmann feiert zehnten DTM-Sieg
  • Timo Glock erobert Tabellenführung zurück
  • Rennunterbrechung nach Unfällen in der Boxengasse

Überraschender Sieg für Marco Wittmann
Foto: dtm.com
BMW-Pilot Marco Wittmann hat das sechste DTM-Saisonrennen auf dem Hungaroring in Ungarn gewonnen. Der Fürther holte im Sonntagsrennen den Sieg vor seinen beiden Markenkollegen Timo Glock und Philipp Eng. „Das war ein unglaubliches Rennen und mit dem Ergebnis hätten wir sicherlich nicht gerechnet“, sagte Wittmann im Anschluss an das Rennen. Bei dem Ergebnis profitierten die Münchner auch von einer Rennunterbrechung, die nach Unfällen in der Boxengasse notwendig war. Platz vier belegte Audi-Pilot Mike Rockenfeller vor dem bestplatzierten Mercedes-AMG-Piloten Paul Di Resta.


Rennunterbrechung nach Unfällen in der Boxengasse

Der sechste DTM-Lauf auf dem Hungaroring musste nach Unfällen in der Boxengasse mit der roten Flagge unterbrochen werden. Auf der nassen Betonfläche vor den Boxen gerieten Lucas Auer, Edoardo Mortara und Bruno Spengler ins Rutschen. Dabei wurden in der Boxengasse arbeitende Personen verletzt. Ein ungarischer Sportwart wurde mit schweren Beinverletzungen ins Krankenhaus geflogen, zwei weitere Feuerwehrmänner aus Ungarn werden ebenfalls stationär behandelt. Drei Mercedes-AMG-Mechaniker erlitten leichte Verletzungen. Es bestand bei allen Unfallopfern zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr. „Nach dem, was heute geschehen ist, rückt das Sportliche natürlich in den Hintergrund“, sagte Gerhard Berger, 1. Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR. „Ich wünsche den verletzten Helfern und Mechanikern eine schnelle Genesung.“

In der DTM-Fahrerwertung hat nach sechs von 20 Saisonrennen Timo Glock die Führung zurückerobert. Der BMW-Pilot hat 90 Punkte und einen Vorsprung von elf Punkten auf Gary Paffett (79). Paul Di Resta (67) und Lucas Auer (57) liegen auf den Plätzen drei und vier. Mit den 25 Punkten für seinen Sieg hat Wittmann sein Punktekonto auf 51 erhöht und ist Fünfter.

Nächste Station für die 18 DTM-Piloten ist der Norisring in Nürnberg. Vom 22. bis 24. Juni 2018 ist der einzige Stadtkurs im DTM-Kalender Austragungsort für die Saisonrennen sieben und acht.

DTM: Mercedes im Qualifying überlegen

Die Top-Drei ders Qualifyings
Foto: dtm.com
Fünf Mercedes auf dem ersten Plätzen nach dem heutigen Qualifying. Bester von Ihnen war Lucas Auer, er geht von Startplatz eins ins Rennen vor seinen Teamkollegen Pascal Wehrlein, Paul Di Resta, Edoardo Mortara und dem Meisterschaftsführenden Gary Paffett.

Bis kurz vor Schluss des Qualifying musste man mit einer Sensation rechnen, da Timo Glock (BMW) auf Platz 1 lag, aber in der letzten Minute des Qualifyings wurde er dann noch bis auf Platz 8 durchgereicht. Aber immerhin ist er bester BMW-Pilot und sagte auch im Interview das er wohl auch zum Schluss einen kleinen Fehler gemacht hat, welcher eine bessere Endplatzierung verhinderte. Mann darf also gespannt sein was für Timo Glock im Rennen noch drin ist. Für alle anderen BMW-Piloten sieht es nicht so gut aus, zwar liegt BMW insgesamt etwas besser als gestern, aber doch eher vermehrt auf den hinteren Plätzen. 

Audi tat sich im Qualifying heute auch etwas schwer. Am Ende reichte es für den besten Audi-Piloten, Renè Rast, für Platz 6. Seine Teamkollegen Nico Müller und Jamie Green  schafften es mit Platz 9 und 10 auch noch i die Top-Ten.

Am Schluss muss man eine drückende Überlegenheit von Mercedes feststellen, die alle Ihre Fahrer in den Top-Ten platzierten. Wir werden sehen wie sich das auf das heutige Rennen auswirkt, welches um 13.00 Uhr startet

DTM: Drittes Freies Training Nico Müller (Audi) Schnellster

Nico Müller (Audi) Schnellster im dritten Freien Training
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi) zeigt sich im dritten Freien Traing wieder ganz stark und fährt die schnellste Zeit vor seinen Teamkollegen Renè Rast und Jamie Green. Auf Platz vier folgt der beste Mercedes Pilot mit Daniel Juncadella.

„Es ist schwer zu beurteilen, was das fürs Qualifying bedeutet. Wir wissen, dass unsere Gegner im Qualifying noch was drauflegen können. Natürlich ist es besser so in den Tag zu starten, als am Ende des Feldes. Ich hatte ein gutes Gefühl im Auto. Wir haben nochmal ein paar kleine Schritte nach vorne gemacht, im Vergleich zu gestern. Ich bin zuversichtlich“, sagte Müller nach dem Training.

Bei Müller der in der bisherigen Saison mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat scheint der Knoten geplatzt, gestern Platz zwei im Qualifying und Platz drei im Rennen und heute scheint es für den Schweizer gleich gut weiter zu laufen.
Schnellster BMW-Pilot im Training: Timo Glock auf Platz 13
Foto: dtm.com
Nach dem gestrigen schweren Tag für BMW schein es bei den Münchnern keine Lösung für Ihre Probleme zu geben. Die BMW-Piloten belegten geschlossen die letzten sechs Plätze. Der Zweite in der Fahrerwertung, Timo Glock war als 13. noch der Beste.


Keine Punkte für BMW beim DTM-Rennen am Samstag auf dem Hungaroring.

Nach dem Auftakt der DTM-Saison mit zwei beeindruckenden Rennwochenenden in Hockenheim (GER) und Lausitzring (GER) schafften es die BMW Piloten im fünften Lauf des Jahres auf dem Hungaroring (HUN) erstmals nicht aufs Podium. Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) war am Ende eines schwierigen Rennens als bestplatzierter BMW Fahrer Zwölfter.

Nach einem harten Qualifying, bei dem Augusto Farfus (BRA, Shell BMW M4 DTM) den schnellsten BMW auf den achten Platz fuhr, entschied sich die Mehrzahl der BMW Piloten für sehr frühe Boxenstopps im Rennen. Diese Strategie zahlte sich jedoch nicht aus. Timo Glock (GER, DEUTSCHE POST BMW M4 DTM) kam als 14. nach Hause und belegt mit 72 Punkten den zweiten Platz in der Fahrerwertung hinter Gary Paffett (GBR, Mercedes, 79). Farfus, Marco Wittmann (GER, BMW Driving Experience M4 DTM), Joel Eriksson (SWE, BMW M4 DTM) und Philipp Eng (AUT, SAMSUNG BMW M4 DTM) belegten die Plätze 15, 16, 17 und 18.

Stimmen der BMW-Piloten nach dem Rennen:
Blick auf Timo Glock an seinem Arbeitsplatz
Foto: dtm.com
Marco Wittmann (Rennergebnis: 16. Platz, Punkte: 26):
"Wir hatten eine andere Strategie als die meisten anderen Fahrer. Wir blieben draußen und hofften auf Regen, aber es kam nicht. In der Gruppe, wenn jeder DRS hat, ist es schwer zu überholen. Wir hatten heute keine Chance. "

Augusto Farfus (Rennergebnis: 15. Platz, Punkte: 2):
"Das war ein hartes Rennen für BMW. Das Tempo im Rennen war nicht gut, und wir haben auch die Strategie nicht richtig verstanden. Ich hoffe jetzt auf ein besseres Rennen morgen. "

Timo Glock (Rennergebnis: 14. Platz, Punkte: 72):
"Das Auto hat sich im Rennen wirklich gut angefühlt, leider hatten wir nicht die Höchstgeschwindigkeit, die wir brauchten. Wir müssen jetzt genau hinsehen und feststellen, warum das so war - und dann morgen besser. "

Philipp Eng
(Rennergebnis: 18. Platz, Punkte: 26):
"Das hat heute wehgetan. Wir müssen jetzt unsere Köpfe zusammenlegen, um zu verstehen, was dort draußen passiert ist. Wir haben morgen eine neue Chance. "

Bruno Spengler (Rennergebnis: 12. Platz, Punkte: 23):
"Ich habe gekämpft wie ein Löwe. Ich wollte mit einer aggressiven Strategie einige Punkte sammeln. Es hat sich gelohnt, einen frühen Stopp zu versuchen. Wir waren jedoch nicht schnell genug, um in die Top Ten zu kommen. Hoffentlich können wir es morgen besser machen. "

Joel Eriksson (Rennergebnis: 17. Platz, Punkte: 15):
"Der Start war eigentlich ziemlich gut. Danach waren wir oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Anstatt Positionen zu machen, bin ich zurückgefallen, weil mich jemand gezwungen hat. Das machte es immer schwieriger. "

DTM Budapest: Nico Müller holt Podium für Audi

  • Platz drei für den Schweizer auf dem Hungaroring
  • Titelverteidiger René Rast beim Comeback Vierter
  • Fünf der sechs Audi RS 5 DTM in den Punkterängen

Nico Müller (Audi) holt Platz 3
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Fünf Audi RS 5 DTM unter den besten zehn und insgesamt 41 Punkte: Audi ist im Samstagsrennen beim Ungarn-Gastspiel der DTM in Budapest das bisher beste Saisonergebnis gelungen. Der Schweizer Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) holte mit Platz drei sein erstes Podium der Saison.

Nach dem schwierigen Saisonstart zeigte sich Audi auf dem Hungaroring von Anfang an in stärkerer Form. Im ersten Freien Training am Freitag fuhr Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) Bestzeit, im Regen am Samstagmorgen hatte DTM-Neuling Robin Frijns die Nase vorn. Im anschließenden Qualifying musste sich Nico Müller im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM nur Paul Di Resta im Mercedes-Benz um 135 Tausendstelsekunden geschlagen geben. René Rast (Audi Sport Team Rosberg) meldete sich beim Comeback nach seinem schweren Unfall auf dem Lausitzring mit Startplatz vier zurück.

Im Rennen waren die Audi-Piloten mit extrem unterschiedlichen Strategien unterwegs. So stoppe Jamie Green schon nach einer Runde, Mike Rockenfeller erst kurz vor Rennende. Nico Müller verteidigte in der Anfangsphase Platz zwei, fiel nach seinem Boxenstopp in Runde zehn jedoch hinter Lucas Auer im Mercedes-Benz zurück. Anschließend fuhr er den dritten Platz souverän nach Hause, obwohl er in der Schlussphase durch René Rast unter Druck geriet. Dieser hatte später gestoppt und konnte mit den frischeren Reifen angreifen.

„Das war ein guter Tag“, sagte Nico Müller. „Startreihe eins, das erste Podium in diesem Jahr und viele gute Punkte: Für mich hat die Saison endlich begonnen! Ich freue mich für mein Team und meine Jungs. Wir haben an diesem Wochenende einen guten Schritt vorwärts gemacht. Nun werden wir weiter hart arbeiten, um morgen noch stärker zu sein und wieder um das Podium kämpfen zu können.“

Teamkollege Robin Frijns gelang mit Platz sieben das beste Ergebnis seiner noch jungen DTM-Karriere. Der Niederländer fuhr zum zweiten Mal in Folge in die Punkteränge. Loïc Duval (Audi Sport Team Phoenix) wurde Achter, Jamie Green Neunter. Mike Rockenfeller verpasste vom letzten Startplatz einen Punkt als Elfter nur knapp, nachdem er in der letzten Runde von Daniel Juncadella abgedrängt worden war. Der Mercedes-Benz-Pilot erhielt dafür eine Verwarnung.

„Fünf Autos in den Punkten, Nico (Müller) erstmals in diesem Jahr auf dem Podium und René (Rast) Vierter: Wenn man den bisherigen Saisonverlauf betrachtet, dürfen wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war ein sauberes Rennen aller unserer Fahrer mit verschiedenen Strategien. Schade, dass es Mike (Rockenfeller) am Ende nicht mehr geschafft hat, in die Top Ten zu kommen, sonst hätten wir alle Autos in die Punkteränge gebracht.“