Sonntag, 3. Juni 2018

DTM: Drittes Freies Training Nico Müller (Audi) Schnellster

Nico Müller (Audi) Schnellster im dritten Freien Training
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi) zeigt sich im dritten Freien Traing wieder ganz stark und fährt die schnellste Zeit vor seinen Teamkollegen Renè Rast und Jamie Green. Auf Platz vier folgt der beste Mercedes Pilot mit Daniel Juncadella.

„Es ist schwer zu beurteilen, was das fürs Qualifying bedeutet. Wir wissen, dass unsere Gegner im Qualifying noch was drauflegen können. Natürlich ist es besser so in den Tag zu starten, als am Ende des Feldes. Ich hatte ein gutes Gefühl im Auto. Wir haben nochmal ein paar kleine Schritte nach vorne gemacht, im Vergleich zu gestern. Ich bin zuversichtlich“, sagte Müller nach dem Training.

Bei Müller der in der bisherigen Saison mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat scheint der Knoten geplatzt, gestern Platz zwei im Qualifying und Platz drei im Rennen und heute scheint es für den Schweizer gleich gut weiter zu laufen.
Schnellster BMW-Pilot im Training: Timo Glock auf Platz 13
Foto: dtm.com
Nach dem gestrigen schweren Tag für BMW schein es bei den Münchnern keine Lösung für Ihre Probleme zu geben. Die BMW-Piloten belegten geschlossen die letzten sechs Plätze. Der Zweite in der Fahrerwertung, Timo Glock war als 13. noch der Beste.


Keine Punkte für BMW beim DTM-Rennen am Samstag auf dem Hungaroring.

Nach dem Auftakt der DTM-Saison mit zwei beeindruckenden Rennwochenenden in Hockenheim (GER) und Lausitzring (GER) schafften es die BMW Piloten im fünften Lauf des Jahres auf dem Hungaroring (HUN) erstmals nicht aufs Podium. Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) war am Ende eines schwierigen Rennens als bestplatzierter BMW Fahrer Zwölfter.

Nach einem harten Qualifying, bei dem Augusto Farfus (BRA, Shell BMW M4 DTM) den schnellsten BMW auf den achten Platz fuhr, entschied sich die Mehrzahl der BMW Piloten für sehr frühe Boxenstopps im Rennen. Diese Strategie zahlte sich jedoch nicht aus. Timo Glock (GER, DEUTSCHE POST BMW M4 DTM) kam als 14. nach Hause und belegt mit 72 Punkten den zweiten Platz in der Fahrerwertung hinter Gary Paffett (GBR, Mercedes, 79). Farfus, Marco Wittmann (GER, BMW Driving Experience M4 DTM), Joel Eriksson (SWE, BMW M4 DTM) und Philipp Eng (AUT, SAMSUNG BMW M4 DTM) belegten die Plätze 15, 16, 17 und 18.

Stimmen der BMW-Piloten nach dem Rennen:
Blick auf Timo Glock an seinem Arbeitsplatz
Foto: dtm.com
Marco Wittmann (Rennergebnis: 16. Platz, Punkte: 26):
"Wir hatten eine andere Strategie als die meisten anderen Fahrer. Wir blieben draußen und hofften auf Regen, aber es kam nicht. In der Gruppe, wenn jeder DRS hat, ist es schwer zu überholen. Wir hatten heute keine Chance. "

Augusto Farfus (Rennergebnis: 15. Platz, Punkte: 2):
"Das war ein hartes Rennen für BMW. Das Tempo im Rennen war nicht gut, und wir haben auch die Strategie nicht richtig verstanden. Ich hoffe jetzt auf ein besseres Rennen morgen. "

Timo Glock (Rennergebnis: 14. Platz, Punkte: 72):
"Das Auto hat sich im Rennen wirklich gut angefühlt, leider hatten wir nicht die Höchstgeschwindigkeit, die wir brauchten. Wir müssen jetzt genau hinsehen und feststellen, warum das so war - und dann morgen besser. "

Philipp Eng
(Rennergebnis: 18. Platz, Punkte: 26):
"Das hat heute wehgetan. Wir müssen jetzt unsere Köpfe zusammenlegen, um zu verstehen, was dort draußen passiert ist. Wir haben morgen eine neue Chance. "

Bruno Spengler (Rennergebnis: 12. Platz, Punkte: 23):
"Ich habe gekämpft wie ein Löwe. Ich wollte mit einer aggressiven Strategie einige Punkte sammeln. Es hat sich gelohnt, einen frühen Stopp zu versuchen. Wir waren jedoch nicht schnell genug, um in die Top Ten zu kommen. Hoffentlich können wir es morgen besser machen. "

Joel Eriksson (Rennergebnis: 17. Platz, Punkte: 15):
"Der Start war eigentlich ziemlich gut. Danach waren wir oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Anstatt Positionen zu machen, bin ich zurückgefallen, weil mich jemand gezwungen hat. Das machte es immer schwieriger. "

DTM Budapest: Nico Müller holt Podium für Audi

  • Platz drei für den Schweizer auf dem Hungaroring
  • Titelverteidiger René Rast beim Comeback Vierter
  • Fünf der sechs Audi RS 5 DTM in den Punkterängen

Nico Müller (Audi) holt Platz 3
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Fünf Audi RS 5 DTM unter den besten zehn und insgesamt 41 Punkte: Audi ist im Samstagsrennen beim Ungarn-Gastspiel der DTM in Budapest das bisher beste Saisonergebnis gelungen. Der Schweizer Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) holte mit Platz drei sein erstes Podium der Saison.

Nach dem schwierigen Saisonstart zeigte sich Audi auf dem Hungaroring von Anfang an in stärkerer Form. Im ersten Freien Training am Freitag fuhr Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) Bestzeit, im Regen am Samstagmorgen hatte DTM-Neuling Robin Frijns die Nase vorn. Im anschließenden Qualifying musste sich Nico Müller im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM nur Paul Di Resta im Mercedes-Benz um 135 Tausendstelsekunden geschlagen geben. René Rast (Audi Sport Team Rosberg) meldete sich beim Comeback nach seinem schweren Unfall auf dem Lausitzring mit Startplatz vier zurück.

Im Rennen waren die Audi-Piloten mit extrem unterschiedlichen Strategien unterwegs. So stoppe Jamie Green schon nach einer Runde, Mike Rockenfeller erst kurz vor Rennende. Nico Müller verteidigte in der Anfangsphase Platz zwei, fiel nach seinem Boxenstopp in Runde zehn jedoch hinter Lucas Auer im Mercedes-Benz zurück. Anschließend fuhr er den dritten Platz souverän nach Hause, obwohl er in der Schlussphase durch René Rast unter Druck geriet. Dieser hatte später gestoppt und konnte mit den frischeren Reifen angreifen.

„Das war ein guter Tag“, sagte Nico Müller. „Startreihe eins, das erste Podium in diesem Jahr und viele gute Punkte: Für mich hat die Saison endlich begonnen! Ich freue mich für mein Team und meine Jungs. Wir haben an diesem Wochenende einen guten Schritt vorwärts gemacht. Nun werden wir weiter hart arbeiten, um morgen noch stärker zu sein und wieder um das Podium kämpfen zu können.“

Teamkollege Robin Frijns gelang mit Platz sieben das beste Ergebnis seiner noch jungen DTM-Karriere. Der Niederländer fuhr zum zweiten Mal in Folge in die Punkteränge. Loïc Duval (Audi Sport Team Phoenix) wurde Achter, Jamie Green Neunter. Mike Rockenfeller verpasste vom letzten Startplatz einen Punkt als Elfter nur knapp, nachdem er in der letzten Runde von Daniel Juncadella abgedrängt worden war. Der Mercedes-Benz-Pilot erhielt dafür eine Verwarnung.

„Fünf Autos in den Punkten, Nico (Müller) erstmals in diesem Jahr auf dem Podium und René (Rast) Vierter: Wenn man den bisherigen Saisonverlauf betrachtet, dürfen wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war ein sauberes Rennen aller unserer Fahrer mit verschiedenen Strategien. Schade, dass es Mike (Rockenfeller) am Ende nicht mehr geschafft hat, in die Top Ten zu kommen, sonst hätten wir alle Autos in die Punkteränge gebracht.“

Samstag, 2. Juni 2018

DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten nach dem Rennen vom Samstag

Paul Di Resta
Foto: Mercedes-Motorsport
Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):
1. Platz
„Nach dem Sieg bin ich natürlich überglücklich. Wir hatten nicht den besten Boxenstopp, da hatte Nico Müller wohl einen besseren, aber insgesamt haben wir heute den ganzen Tag vom Training über das Qualifying bis zum Rennen sehr gute Arbeit abgeliefert und schlussendlich das bestmögliche Ergebnis herausgeholt. Es geht immer um die richtige Balance und Zusammenarbeit, so war es heute auch mit Lucas. Wir haben uns gegenseitig das Leben nicht schwer gemacht und gutes Teamwork gezeigt – genau darauf kommt es an.“

Lucas Auer (23 Jahre, Österreich):
2. Platz
„Das war eine super Performance und ich bin mit dem Ergebnis happy. Außerdem ist morgen ja auch noch ein Tag. Dann möchte ich natürlich am liebsten ganz oben stehen, aber manchmal ist das schwierig in der DTM. Sollte mir morgen noch einmal ein Podestplatz gelingen, wäre es ein Mega-Wochenende für mich.“

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):
5. Platz
„Alles in allem ist es ein schöner Tag für Mercedes. Für mich selbst lief es so lala. Es war kein schlechter Tag, aber auch etwas seltsam. Das Qualifying war okay, aber ich hätte etwas besser abschneiden können, da ich einen Fehler gemacht habe. Im Rennen fehlte mir etwas die Pace. Normalerweise sind wir im Rennen besser als im Qualifying, aber heute fiel es mir aus irgendeinem Grund schwer, mit René Rast zu kämpfen. Schlussendlich nehme ich die Punkte mit und hake es mit dem Doppelsieg von Paul und Lucas als einen guten Tag für das Team ab. Morgen werde ich dann versuchen, noch besser abzuschneiden.“

Gary Paffett (37 Jahre, England):
6. Platz
„Vom neunten Startplatz war es von Anfang an nicht gerade einfach, da das Überholen hier sehr schwierig ist. Ich hatte einen guten Start und machte einige Positionen gut. Danach versuchten wir, zum richtigen Zeitpunkt zu stoppen, um danach freie Fahrt zu haben. Leider kamen wir ein wenig in den Verkehr, da wir lange nach den anderen Fahrern stoppten. Ich kam auf P10 wieder heraus und musste ein paar Autos überholen. Aber mein Auto war im zweiten Stint großartig und ich konnte mich bis auf P6 nach vorne kämpfen – vom neunten Startplatz ist das ziemlich gut. Alles in allem bin ich mit dem Rennen recht zufrieden und nehme die Punkte gerne mit. Das Auto war bislang das ganze Jahr über sehr gut, aber meine Teamkollegen haben heute bessere Arbeit im Qualifying abgeliefert. Das möchte ich morgen besser machen.“

Daniel Juncadella (26 Jahre, Spanien):
10. Platz
„Die Anfangsphase war gut. Ich lag auf dem sechsten Platz und war mit meiner Pace zufrieden. Nach vier oder fünf Runden bekam ich ein seltsames Gefühl im Auto und nach fünf weiteren Runden ließ ich Gary vorbei, weil sich das Auto komisch verhielt. Danach hatte ich das Gefühl, einen Reifen zu verlieren und kam schnell an die Box. Zum Glück habe ich es geschafft und nach dem Stopp war die Pace wieder gut. So konnte ich mich noch bis auf Platz zehn verbessern. Schade, denn es wäre locker eine Top-6-Platzierung drin gewesen.“ 

Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland):
13. Platz
„Ich bin mit dem heutigen Tag sehr unzufrieden. Aus irgendeinem Grund ist es weder im Qualifying noch im Rennen gut gelaufen. Jetzt müssen wir uns ansehen, woran das gelegen hat und ob wir etwas an der Einstellung verändern müssen. Die anderen Fahrer haben ja gezeigt, dass das Auto gut ist. Alles in allem bin ich mit dem Tag absolut nicht happy.“

DTM: Vierter Sieg im fünften Saisonrennen für Mercedes-AMG Motorsport

  • Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) erzielt seinen neunten DTM-Sieg und den ersten in dieser Saison
  • Paul und Lucas Auer (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) fahren den insgesamt 106. Doppelsieg der Marke in der DTM und den zweiten in dieser Saison ein
  • Fünf Mercedes-AMG C 63 DTM in den Top-10: Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport), Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) und Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) belegen die Plätze fünf, sechs und zehn
  • Gary führt nach fünf Saisonrennen die Fahrerwertung mit sieben Punkten Vorsprung an; Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS und Mercedes-AMG belegen jeweils den ersten Platz in der Team- respektive Herstellerwertung

  • Paul Di Resta: „Nach dem Sieg bin ich natürlich überglücklich. Insgesamt haben wir heute den ganzen Tag sehr gute Arbeit abgeliefert und schlussendlich das bestmögliche Ergebnis herausgeholt.“
  • Ulrich Fritz: „Das war erneut eine ganz, ganz starke Mannschaftsleistung - gekrönt von einem fantastischen Doppelsieg von Paul und Lucas und der Eroberung der Tabellenführung durch Gary.“
Paul Di Resta
Foto: Mercedes-Motorsport
Mercedes-AMG Motorsport erobert den Hungaroring: Nach einigen schwierigen Rennen in den vergangenen Jahren erzielten Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) und Lucas Auer (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) einen Doppelsieg auf dem Kurs vor den Toren der ungarischen Hauptstadt. Für Mercedes-AMG Motorsport war es der 185. Sieg in der DTM und der vierte auf dem Hungaroring. Die ersten beiden Erfolge fuhr Johnny Cecotto beim Debüt der DTM auf der ungarischen Strecke in der Saison 1988 ein.

Paul ging zum achten Mal in seiner Karriere von der Pole Position in ein DTM-Rennen und erzielte am Ende seinen neunten DTM-Sieg. Von den acht Rennen, die er von Startplatz eins in Angriff genommen hat, hat Paul sechs gewonnen, die anderen beiden beendete er jeweils als Zweiter. Nach seinem Vorjahressieg war es Pauls zweiter Erfolg auf dem Hungaroring und sein insgesamt 32. Podestplatz in der DTM.

Lucas fuhr in Ungarn seinen achten DTM-Podestplatz und den ersten auf dem Hungaroring ein. Für das Team war es der 106. Doppelsieg in der 30-jährigen DTM-Zugehörigkeit und nach dem Auftaktrennen in Hockenheim der zweite in dieser Saison. Dort belegten Gary Paffett und Lucas die Plätze eins und zwei.

Nach 35 Runden fuhren fünf der sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer in die Top-10. Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) und Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) belegten die Plätze fünf und sechs. Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) beendete das Rennen auf Position zehn. Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) überquerte die Ziellinie auf Rang 13.

Mit seinem sechsten Platz übernahm Gary (79 Punkte) die Führung in der Fahrerwertung vor BMW-Pilot Timo Glock (72 Punkte). Mit Gary, Lucas, Paul, Edoardo und Pascal liegen weiterhin fünf Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer in den Top-6 der Gesamtwertung. In der Teamwertung führt Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (118 Punkte) nach fünf Rennen mit 19 Zählern Vorsprung auf das Team SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport (99 Punkte). Mercedes-AMG (278 Punkte) belegt mit 114 Punkten Vorsprung auf BMW weiter den ersten Platz in der Herstellerwertung.