Mittwoch, 30. Mai 2018

BMW DTM-Teams sind bereit für das erste Rennen der Saison 2018 außerhalb Deutschlands

Die BMW DTM-Teams haben ihre erste Saison 2018 im Ausland: Die Rennen Nummer fünf und sechs finden am Samstag und Sonntag (2./3. Juni) auf dem Hungaroring bei Budapest (HUN) statt. Nach zwei Rennwochenenden führt BMW-Pilot Timo Glock (GER) weiterhin die Fahrerwertung in der DTM. Der DTM-Spitzenreiter hat derzeit 72 Punkte auf seinem Konto, Marco Wittmann (GER) ist als Siebter derzeit der zweithöchste BMW-Fahrer in der Gesamtwertung. In den ersten vier Rennen des Jahres hat Glock einen Sieg, einen zweiten Platz und einen dritten Platz gewonnen. Auch Wittmann und DTM-Neuling Philipp Eng (AUT) haben es in dieser Saison auf das Podium geschafft.
 
In dieser Saison gastiert der 4,381 Kilometer lange Hungaroring zum fünften Mal in der DTM. Die Strecke hat sich in der Vergangenheit als gutes Jagdrevier für BMW erwiesen. In den bisher sieben DTM-Rennen haben die BMW Piloten einen Sieg und insgesamt sechs Podestplätze geholt.
 

Stimmen der BMW-Piloten vor dem Rennwochenende am Hungaroring:

 
Marco Wittmann (7. Platz in der Gesamtwertung, Punkte: 26):
"Ich mag die Strecke in Budapest sehr. Es ist eine technische Strecke, aber immer noch sehr schnell. Der Hungaroring hat schöne Kurvenkombinationen und die ungarischen Fans sind sehr begeistert. Ich habe 2014 in Budapest gewonnen. Darauf schaue ich gerne zurück. Allerdings war es für uns in den letzten Jahren etwas schwieriger. Trotzdem freue ich mich immer noch sehr auf Ungarn. Ich bin hochmotiviert nach dem Podium auf dem Lausitzring. "
Augusto Frafus
Foto: Jens Hawrda
 
Augusto Farfus (15. Platz in der Gesamtwertung, Punkte: 2):
"Budapest war letztes Jahr eine gute Strecke für uns und ich mag es dort sehr. Die Strecke ist das absolute Gegenteil vom Lausitzring. Es ist extrem flach, daher muss das Setup entsprechend angepasst werden. Die Strecke bietet eine schöne Folge von schnellen Kurven. Das passt mir. Hoffentlich haben wir dort ein gutes Wochenende. "
 
Timo Glock (1. Platz in der Gesamtwertung, Punkte: 72):
"Wir müssen abwarten, wie wir dieses Jahr in Budapest vorgehen. Audi war letztes Jahr sehr gut, aber unser Auto ist momentan sehr stark und passt auf verschiedenen Arten von Strecken. Budapest ist immer ein Highlight und die Strecke hat mir in der Vergangenheit immer sehr gut gelegen. Ich bin gespannt, ob wir dort weiterhin ein gutes Tempo haben werden. "
Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler (9. Platz in der Gesamtwertung, Punkte: 23):
"Ich war letztes Jahr auf dem Podium in Budapest, deshalb freue ich mich sehr darauf, wiederzukommen. Es ist eine sehr interessante Strecke und die vielen schnellen Kurven sind großartig. Es ist schwer dort zu überholen, weshalb das Qualifying extrem wichtig ist, aber ich denke unser Auto sollte auf dieser Strecke sehr gut passen. Als Fahrer freuen Sie sich auf dieses Event. "
 
Philipp Eng (8. Platz in der Gesamtwertung, Punkte: 26):
"Ich bin gerne in Budapest. Die Stadt ist fantastisch. Wir werden während des DTM-Wochenendes nicht viel davon sehen, aber die Atmosphäre ist einzigartig. Dieser Track macht uns als Fahrer sehr viel Spaß. Dort in einem DTM-Auto antreten zu können, wird zweifellos etwas Besonderes sein. Ich hoffe, dass wir den Schwung aus der Lausitz mitnehmen können. "

Dienstag, 29. Mai 2018

DTM Budapest: Champion René Rast zurück im Audi RS 5 DTM

  • Titelverteidiger in Ungarn nach schwerem Unfall wieder am Start
  • Fahrer unverletzt, Monocoque unbeschädigt und wieder im Einsatz
  • Hungaroring wie ein Heimspiel für Audi Sport
 
Nur zwei Wochen nach seinem schweren Rennunfall geht der amtierende DTM-Champion René Rast am ersten Juni-Wochenende in Budapest wieder an den Start – mit demselben Audi RS 5 DTM, mit dem er beim DTM-Lauf auf dem Lausitzring verunglückte. Motorsport-Fans auf der ganzen Welt stockte der Atem, als sich Rast dort spektakulär überschlug.
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
 
Das bei allen DTM-Autos identische Kohlefaser-Monocoque hat René Rast auf dem Lausitzring nicht nur vor Verletzungen bewahrt. Es selbst blieb beim Überschlag unbeschädigt. Das haben intensive Ultraschall-Untersuchungen ergeben. So konnte das Audi Sport Team Rosberg am vergangenen Mittwoch damit beginnen, den Audi RS 5 DTM auf Basis des bisherigen Monocoques neu aufzubauen und für den Renneinsatz auf dem Hungaroring (1. bis 3. Juni) vorzubereiten. Nach einem anschließenden kurzen Funktionscheck bei Audi in Neuburg wird das Auto nach Ungarn transportiert.
 
„Noch sicherer kann ein Rennwagen nicht sein“, sagt Rast, der es kaum erwarten kann, in Ungarn wieder am Steuer seines Audi Sport RS 5 DTM zu sitzen: „Nicht erst seit meinem ersten DTM-Sieg im Jahr 2017 zählt der Hungaroring in Budapest zu meinen Lieblingsstrecken. Auch davor bin ich in Ungarn gern gefahren, denn es ist eine schwierige und technisch sehr herausfordernde Strecke, die mir immer sehr viel Spaß macht.“ An den Auftritt der DTM auf dem Hungaroring vor knapp einem Jahr hat der Titelverteidiger beste Erinnerungen: Am Samstag holte er seine erste Pole-Position in der DTM, am Sonntag seinen ersten Sieg und erstmals die Tabellenführung. Es war der Grundstein zum Titelgewinn in seiner Rookie-Saison.
 
Für den Audi RS 5 DTM ist es in diesem Jahr schon der zweite Besuch in Ungarn: Im Rahmen eines großen Motorsport-Festivals machte die DTM am 1. Mai im Herzen von Budapest halt. Champion René Rast und der aktuelle Tabellenführer Timo Glock (BMW) heizten dabei den Zehntausenden Fans mit Burnouts und Donuts ein. Die DTM-Rennen finden rund 20 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums auf dem Hungaroring statt.

Für Audi ist das Rennen fast ein Heimspiel, denn das Audi-Werk in Győr befindet sich nur eineinhalb Autostunden von der Rennstrecke entfernt. Viele der rund 11.000 Mitarbeiter kommen auch dieses Mal wieder zum Hungaroring und drücken den Audi-Piloten vor Ort die Daumen.

In den vergangenen beiden Jahren war der Audi RS 5 DTM auf dem kurvenreichen Hungaroring der Maßstab. „Leider haben wir in den Bereichen Aerodynamik und Fahrwerk durch das neue Reglement viel Performance verloren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „In Hockenheim und auf dem Lausitzring haben wir uns schwergetan, das hat man an den Rundenzeiten deutlich gesehen. Wir lassen nichts unversucht, unser Auto immer noch besser zu verstehen und das Maximum aus ihm herauszuholen. Es ist sicherlich auch im Sinne der Fans, wenn wir aus dem Duell zwischen BMW und Mercedes-Benz wieder einen Dreikampf machen.“

DTM: Bewährungsprobe für Mercedes am Hungaroring

Nach drei Siegen in den ersten vier Saisonrennen stellt sich das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team der Herausforderung Hungaroring
 
  • Debüt auf dem Hungaroring: 18. September 1988 (nach 26 Jahren Pause kehrte die DTM in der Saison 2014 nach Ungarn zurück)
  • Erster Sieg auf dem Hungaroring: Johnny Cecotto gewann direkt beim Debüt im Jahr 1988 beide Rennen in Budapest (beide Male startete er von der Pole Position)
  • In der Saison 2017 gewann Paul Di Resta das erste Rennen auf dem Hungaroring - der erste Mercedes-Sieg in Ungarn seit dem Debüt 1988
  • Weitere Statistiken zur Strecke und der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke finden Sie in unseren Race Facts (hier herunterladen)
  • Ulrich Fritz: „Mit fünf Fahrern in den Top-6 der Meisterschaft haben wir bislang eine starke Mannschaftsleistung abgeliefert. Daran wollen wir auch in Ungarn anknüpfen.“


Stimmen von Mercedes zu den DTM-Rennen in Budapest

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (37 Jahre, England):
„Unser Start in das Jahr verlief exzellent, aber das Wochenende auf dem Lausitzring war trotzdem nicht ganz perfekt. Im Qualifying am Samstag habe ich keine gute Leistung abgerufen. Ich qualifizierte mich auf P14 und bin dann im Rennen Neunter geworden. Aber das konnte ich am Sonntag mit Startplatz drei und einem Sieg wieder ausgleichen. Zwei Siege aus vier Rennen und noch ein weiterer Podestplatz bedeuten einen beinahe perfekten Saisonstart für mich. Das Auto und das Team waren bislang fantastisch und wir haben einen echt starken Auftakt hingelegt. Jetzt müssen wir versuchen, diese Form nach Budapest mitzunehmen. Ich mag die Strecke und habe dort noch nie auf dem Podium gestanden. Das würde ich an diesem Wochenende gerne korrigieren.“
 
Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland):
„Der Hungaroring ist eine coole Strecke. Aber noch mehr freue ich mich darüber, dass ich langsam das Gefühl habe, wieder richtig in der DTM angekommen zu sein. Jetzt versuche ich, die positive Energie meines Podestplatzes vom Lausitzring mit nach Budapest zu nehmen, um sie auch dort in gute Resultate umzusetzen. Der Lausitzring ist in der Vergangenheit schon immer ein gutes Pflaster für unser Team gewesen. In Budapest müssen wir nun abwarten, wie sich das Kräfteverhältnis entwickeln wird. Denn auf dem Hungaroring fahren wir zum ersten Mal in dieser Saison auf einer Strecke, die uns bislang nicht immer gelegen hat.“
 
Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):
„Mein erster Sieg mit Mercedes war eine kleine Erleichterung und ich hoffe, dass ich darauf aufbauen kann. Deshalb freue ich mich nun auf Budapest. Alles in allem hatten wir bislang in dieser Saison zwei richtig starke Rennwochenenden. Ich hatte an beiden Wochenenden das Gefühl, konkurrenzfähig zu sein. Entsprechend ist es super, wenn gleich die nächsten beiden Rennen anstehen. Hoffentlich können wir auch dort genauso wettbewerbsfähig sein wie zuletzt. Wenn uns das gelingt, können wir in dieser Saison einiges erreichen. Jetzt hoffe ich, dass wir ein gutes Setup finden und dann um mehr Podestplätze und Siege kämpfen können.“
 
Lucas Auer (23 Jahre, Österreich):
„Budapest ist eine Challenge für Fahrer und Auto. Die Strecke bietet viele lang gezogene Kurven und der Asphalt ist anders als zuletzt, weswegen es interessant wird, zu sehen, wie das Kräfteverhältnis dort aussieht. Meines Erachtens werden die Karten neu gemischt. Trotzdem fühle ich mich auf dem Hungaroring wohl. Es ist eine geile Strecke, geile Stadt und ich freue mich auf weitere coole Rennen.“
Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):
„Es ist klasse, dass das nächste Rennwochenende schon wieder ansteht. Ich hatte am Lausitzring ein relativ erfolgreiches Wochenende und es war ganz gewiss sehr erfolgreich für das Team. Die Meisterschaft kommt jetzt so richtig in Schwung. Im vergangenen Jahr hatte ich in Budapest ein großartiges Wochenende, an dem ich ein Rennen gewonnen habe. Hoffentlich läuft es wieder gut, warten wir ab, was das Wochenende bringt.“
 
Daniel Juncadella (27 Jahre, Spanien):
„Der Hungaroring ist für mich ein ganz besonderer Kurs, der zu meinen Lieblingsstrecken zählt. Dort habe ich 2008 in der Formel BMW meinen ersten Sieg eingefahren. Und auch in der DTM war ich dort immer gut unterwegs. 2016 bin ich in Budapest auf das Podium gefahren, was mir leider nachträglich aberkannt wurde. Die Stadt ist fantastisch und ich habe ein paar Freunde dabei, die mich anfeuern werden. Das Team hat einen coolen Saisonstart hingelegt und ich glaube, dass wir mit einem starken Auto an diesem Wochenende gute Chancen haben werden.“
 
Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef:
„Nach drei Siegen in vier Rennen sind wir mit unserem Saisonstart natürlich mega happy. Viel besser hätten wir es uns nicht wünschen können. Es ist aber noch früh in der Saison. Wir sind bislang in Hockenheim und auf dem Lausitzring auf zwei Strecken gefahren, die uns in den vergangenen Jahren gelegen haben. Jetzt geht es zum Hungaroring, der zuletzt kein besonders gutes Pflaster für uns gewesen ist. Entsprechend müssen wir abwarten, wie sich das Kräfteverhältnis in Budapest präsentieren wird. Natürlich ist es unser Ziel, auch dort erfolgreich abzuschneiden. Mit fünf Fahrern in den Top-6 der Meisterschaft haben wir bislang eine starke Mannschaftsleistung abgeliefert. Daran wollen wir auch in Ungarn anknüpfen.“

Freitag, 25. Mai 2018

Formel-E: Kurzinterview mit Daniel Abt

Daniel Abt nach seinem Sieg in Berlin
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
 
Mit ein paar Tagen Abstand: Welche Bedeutung hat der 19. Mai 2018 für Sie?

So richtig habe ich das alles noch nicht verarbeitet. Ich habe das Gefühl, mein Puls ist immer noch irgendwo bei 180, wenn ich daran denke. Der Samstag war bestimmt der bisher schönste Tag in meiner Motorsportkarriere. Nicht nur, weil ich gewonnen habe, sondern weil er für Audi und unser Team ein absoluter Höhepunkt war.
 
Gab es einen Moment in Berlin, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Da gibt es so viele, vor allem die vielen kleinen Begegnungen mit den Fans, die uns so herzlich aufgenommen und unterstützt haben. Unvergesslich sind natürlich auch die Minuten auf dem Podium, wenn man bei seinem Heimrennen vor den eigenen Fans steht und die Nationalhymne gespielt wird. Die Zeremonie in der Formel E ist einmalig und macht süchtig.
 
Neben den meisten Punkten, die ein Team an einem Tag gesammelt hat, haben Sie den ersten „Clean Sweep“ der Formel-E-Geschichte geholt. Was braucht es für so einen perfekten Tag?

Das kann man leider nicht in eine Formel packen. Der wichtigste Baustein war vielleicht, dass wir so langsam unsere Schwäche im Qualifying ablegen. Wenn man vorn startet, kann man sein eigenes Ding machen und kommt leichter in seinen Rhythmus. Ich hatte es überhaupt nicht auf die schnellste Runde abgesehen, die kam irgendwie ganz von alleine.
 
Was macht den Audi e-tron FE04 in dieser Saison so stark?

Audi und unser Partner Schaeffler haben vor der Saison bei der Entwicklung des neuen Antriebsstrangs einen super Job gemacht. Während es im Qualifying in der Formel E noch ausgeglichen und extrem eng zugeht, können wir im Rennen die Effizienz unseres Motors voll ausspielen. Außerdem laufen alle Abläufe und Systeme im Team absolut reibungslos, und wir Fahrer fühlen uns im Audi e-tron FE04 rundum wohl.
 

Dürfen wir fragen, wie die anschließende Party nach dem Rennen am Samstag war?

Die Party war natürlich großartig. Toll, dass auch viele Jungs vom Team mit dabei waren. Als ich morgens ins Hotel gekommen bin, ist mein Teamchef Allan McNish gerade in den Shuttle in Richtung Flughafen gestiegen – das war eine sehr lustige Begegnung. Er hat auch gleich Fotos von mir und meinem Frühstücks-Kebab getwittert. Dies zeigt, was für eine tolle Stimmung bei uns im Team herrscht.
 
Wie belohnen oder entspannen Sie sich nach den Tagen in Berlin?

Ich erfülle mir in dieser Woche einen großen Wunsch und werde mit ein paar Freunden zum Indy-500-Rennen in die USA reisen. Das stand schon lange auf meiner Liste, hat aber bisher wegen eigener Rennen und Termine nie geklappt. Conor Daly, mein ehemaliger Teamkollege aus der GP3, startet dort und wird mein persönlicher Reiseführer sein.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Audi und Daniel Abt schreiben Formel-E-Geschichte

  • Maximale Punkteausbeute für das Team, „Clean Sweep“ für Daniel Abt
  • Audi Sport ABT Schaeffler auf Jagd nach Hersteller-Meisterschaft
  • Daniel Abt: „Schönster Tag meiner Motorsportkarriere“
 
Mit einem perfekten Renntag hat Audi Sport ABT Schaeffler am Samstag in Berlin ein kleines Stück Formel-E-Geschichte geschrieben. Platz eins, Platz zwei, Pole-Position und die schnellste Rennrunde sorgten für das Maximum von 47 Punkten – das ist in den bisherigen 41 Rennen noch keiner anderen Mannschaft gelungen.
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Daniel Abt gewann vor vollem Haus in Tempelhof sein zweites Formel-E-Rennen und setzte sogar noch einen drauf: Zusätzlich zur Pole-Position, dem Sieg und der schnellsten Rennrunde führte der Deutsche im neunten Saisonlauf über alle 45 Runden hinweg. Er ist der erste Pilot in der vollelektrischen Rennserie, dem dieser „Clean Sweep“ gelingt. Zwar hatten zuvor auch Sébastien Buemi (Auftakt Saison 2) und Felix Rosenqvist (Auftakt Saison 4) die volle Punktzahl erreicht, aber nicht über die gesamte Renndistanz an der Spitze gelegen.
 
Auch in anderen Aspekten war das vierte Berliner Rennen ein Event der Superlative: Die Tribünen waren lange zuvor ausverkauft, ein E-Village bot unzählige Attraktionen wie den Audi e-tron Vision Gran Turismo und den getarnten Prototyp des zukünftigen Audi e-tron. Gut 450 Schaeffler-Mitarbeiter feuerten Daniel Abt und Lucas di Grassi von einer eigenen Tribüne aus an. Deutscher Rekord auch vor dem Fernseher: Allein die Live-Übertragung in der ARD verfolgten am Samstagabend knapp 1,5 Millionen Zuschauer.
 
Mit mehr als 100 Punkten in den vergangenen drei Rennen hat sich Audi Sport ABT Schaeffler wieder in Schlagdistanz zur Spitze in der Hersteller-Meisterschaft gebracht. 44 Punkte gilt es in den noch verbleibenden Läufen in Zürich (10. Juni) und in New York (14./15. Juli) aufzuholen.