Samstag, 19. Mai 2018

Audi elektrisiert Berlin: Doppelsieg beim Formel-E-Heimspiel

  • Daniel Abt siegt in Berlin vor seinem Teamkollegen Lucas di Grassi
  • Audi Sport ABT Schaeffler holt als erstes Formel-E-Team die maximale Punktzahl
  • Audi e-tron FE04 in Berlin-Tempelhof das überragende Auto
Daniel Abt (Audi) siegt beim Heimrennen überlegen
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einem Bilderbuch-Ergebnis hat Audi beim Formel-E-Heimspiel Berlin elektrisiert. Dank Pole-Position, einem überlegenen Doppelsieg und der schnellsten Rennrunde ist Audi Sport ABT Schaeffler das erste Team, das an einem Renntag der Elektro-Rennserie die maximale Punktzahl holte.

Strahlender und vom Berliner Publikum frenetisch gefeierter Sieger war Daniel Abt. Der 25-jährige Deutsche lieferte bei seinem Heimspiel eine perfekte Leistung ab. Obwohl er in der ungünstigen ersten Gruppe auf die Strecke gehen musste, qualifizierte sich Abt mühelos für das Einzelzeitfahren der schnellsten Fünf, das er klar für sich entschied und so die ersten drei Punkte für die zweite Pole-Position seiner Formel-E-Karriere sammelte. Es folgte ein souveräner Start-Ziel-Sieg und als Krönung auch noch der Punkt für die schnellste Rennrunde.

„Das war der wohl wichtigste Sieg meiner bisherigen Karriere und ein unglaublicher Tag von Anfang bis Ende“, sagte Daniel Abt, nachdem er den Siegerpokal von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer entgegengenommen hatte. „Maximale Punkte mit der Pole-Position, dem Sieg und der schnellsten Runde und dann auch noch ein Doppelsieg für Audi – mein Dank geht an alle, die uns unterstützen. Heute wird richtig gefeiert!“

Doppelsieg für Audi in Berlin mit D. Abt (l.) u. L. Di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Den Audi-Doppelsieg beim Heimspiel in Berlin perfekt machte Lucas di Grassi. Der Titelverteidiger fuhr im Qualifying mit seinem Audi e-tron FE04 die schnellste Runde, leistete sich in der „Super Pole“ dann aber einen kurzen Quersteher, der ihn auf den fünften Startplatz zurückwarf. Nach dem Start brauchte der Brasilianer nur zwölf Runden, um sich auf den zweiten Platz nach vorn zu arbeiten. Nach dem Boxenstopp schloss der Brasilianer zu seinem Teamkollegen auf und fuhr anschließend Platz zwei souverän nach Hause. Der Drittplatzierte Jean-Eric Vergne im Techeetah hatte im Ziel bereits mehr als zwölf Sekunden Rückstand.

„Erst einmal Glückwunsch an Daniel, der den Sieg heute absolut verdient hat“, sagte di Grassi nach seinem vierten Podiumsergebnis in Folge. „Unser Audi war heute superschnell und der Konkurrenz überlegen, sodass wir den Sieg eigentlich nur unter uns ausmachen mussten. Nach dem Boxenstopp war ich an Daniel dran, aber mit meinem zweiten Auto hatte ich ein Problem, das wir analysieren müssen. Mit dem Doppelsieg ist für Audi ein Traum wahr geworden. Nachdem das Jahr für uns so schlecht angefangen hatte, liegen wir jetzt auf Platz zwei der Team-Meisterschaft.“

In der Fahrer-Meisterschaft verbesserten sich Daniel Abt und Lucas di Grassi vor den letzten drei Rennen in Zürich (10. Juni) und New York (14./15. Juli) auf die Plätze vier und sechs. Zu Tabellenplatz drei fehlt Abt nur noch ein Punkt.

„Es war ein fantastisches Rennen für uns“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Der erste Doppelsieg für Audi seit dem werkseitigen Einstieg in die Formel E und der erste überhaupt für das Team – und das beim Heimspiel! Daniel hat das maximal Mögliche erreicht und Lucas den Tag für uns perfekt gemacht. Mein Glückwunsch gilt allen, die so hart dafür gearbeitet haben. Einen so großen Vorsprung sieht man bei einem Formel-E-Rennen sehr selten.“

„Ein Doppelsieg für Audi in Berlin ist einfach unglaublich“, sagte Teamchef Allan McNish. „Ein ‚Clean Sweep‘ auf heimischen Boden, besser als dieser Samstag in Tempelhof kann ein Tag einfach nicht sein. Ich bin unheimlich stolz auf das ganze Team!“

DTM: Stimmen der BMW-Piloten zum Samstagsrennen am Lausitzring

Zwei Fahrer auf dem Podium, fünf Fahrer in den Top-10: BMW hat beim dritten DTM-Rennen auf dem Lausitzring ein starkes Ergebnis erzielt. Timo Glock (GER) fuhr mit dem DEUTSCHE POST BMW M4 DTM auf den zweiten Platz, gefolgt von Philipp Eng (AUT) auf dem dritten Platz im SAMSUNG BMW M4 DTM. Für Eng war es sein erstes DTM-Podium. Auch Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM), Marco Wittmann (GER, BMW Driving Experience M4 DTM) und Augusto Farfus (BRA, Shell BMW M4 DTM) erreichten die Plätze fünf, sieben und zehn. Joel Eriksson (SWE, BMW M4 DTM) überquerte als Zwölfter die Ziellinie.

Marco Wittmann (Rennergebnis: 7. Platz):
"Es war ein sehr chaotisches Rennen. Ich hoffe wirklich, dass es allen Fahrern, die an den Unfällen beteiligt sind, gut geht. Es sah wirklich ernst aus, als sich René Rast überschlug. Wichtig war in der richtigen Runde den Boxenstopp zu absolviereb, da das Feld so eng bei einander lag. Edoardo Mortara hat gezeigt, dass man mit dem perfekten Timing einen großen Schritt nach vorne machen kann. "
Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Rennergebnis: 10. Platz):
"Es ging darum, es bis zum Ende dieses Rennens zu schaffen. Es war schwierig, während des Rennens die richtige Balance des Autos zu finden. Aber wir haben es geschafft."
Timo Glock
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (Rennergebnis: 2. Platz):
"Vor allem müssen wir froh sein, dass es allen Fahrern, die heute Unfälle hatten, gut geht. All diese Vorfälle haben das heutige Rennenes zu einem sehr kurzen Sprint-Rennen gebracht, aber unsere Strategie hat sich am Ende ausgezahlt. Die Reifen brauchten ein bisschen zu lange, um ins richtige Arbeitsfenster zu kommen. Ich denke, wir hätten sogar etwas aggressiver in Sachen Strategie sein können. Aber natürlich bin ich froh, dass ich das Podium erreicht habe und ich freue mich auch für Philipp, der ein tolles Rennen gefahren ist. Er hatte bisher ein sehr gutes Wochenende und war sehr schnell. Zwei Autos auf das Podium zu bringen, ist ein großartiges Ergebnis für BMW. "

Philipp Eng (Rennergebnis: 3. Platz):
"Ich bin sehr glücklich mit diesem dritten Platz in meinem dritten DTM-Rennen. Es hätte kaum besser laufen können. Ich hatte am Ende keinen DRS, aber Edoardo Mortara war sehr schlau. Dann konnte Timo auch an mir vorbeigehen. Das dämpft jedoch meine Stimmung nicht. Wir haben heute eine echte Mannschaftsleistung gezeigt. Ein großes Dankeschön an unsere Ingenieure - seit Hockenheim haben wir gute Arbeit geleistet. "
Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler (Rennergebnis: 5. Platz):
"Ich persönlich bin nicht total glücklich. Ich lag über weite Strecken des Rennens auf dem zweiten Platz, musste mich aber letztendlich mit Platz fünf begnügen. Ich finde es nicht ideal, dass wir so früh gestoppt haben. Positiv ist, dass wir wieder einige Punkte gesammelt haben. Insgesamt ist es ein sehr positiver Tag für BMW. Ich hätte gerne das Podium erreicht, aber jetzt müssen wir uns auf das morgige Rennen konzentrieren."

Joel Eriksson (Rennergebnis: 12. Platz):
"Das war ein sehr hartes Rennen für mich. Im Qualifying lief es nicht so gut. Im Rennen passierte dann eine Menge, und der IndyCar Neustart  war für mich nicht ideal. Ich kam nicht voran, sondern viel zurück. Ich war ein paar Mal zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich muss dieses Rennen vergessen und hart arbeiten, um mich auf morgen vorzubereiten. "

Lausitzring: DTM-Sicherheitskonzept bewährt sich erneut

  • Vier der sechs Audi RS 5 DTM durch Unfälle ausgeschieden, Fahrer unverletzt
  • Titelverteidiger René Rast übersteht Überschlag
Das erste Rennen am Lausitzring wird vom schweren Unfall von Renè Rast überschattet
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Einen Samstag zum Vergessen erlebte Audi beim dritten Lauf der DTM auf dem Lausitzring: Vier der sechs Audi-Piloten schieden gleich zu Beginn des Rennens durch Unfälle aus, bei denen sie unverletzt blieben.

„Das sportliche Ergebnis steht für uns heute im Hintergrund“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass nach dem Rennen. „Wichtig ist, dass unseren Fahrern bei den beiden Unfällen nichts passiert ist. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie hoch das Sicherheitsniveau in der DTM ist und wie sicher der Audi RS 5 DTM ist. Unsere Teams haben nun sehr viel Arbeit, damit morgen beim zweiten Rennen wieder möglichst viele unserer Autos an den Start gehen können.“

Die ersten beiden Autos verlor Audi am Samstag gleich am Start. Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline), nach dem Qualifying bestplatzierter Audi-Pilot, blieb auf seinem Startplatz stehen. Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) konnte nicht mehr ausweichen und prallte Müller ins Heck.

Unmittelbar nach dem Restart wurde René Rast (Audi Sport Team Rosberg) am Heck von Loïc Duval (Audi Sport Team Phoenix) touchiert. Die an sich harmlose Berührung sorgte dafür, dass Rast von der Strecke rutschte und sich sein Audi Sport RS 5 DTM spektakulär überschlug. Der Audi-Pilot konnte das stark beschädigte Auto aus eigener Kraft verlassen und nach einem kurzen Check im Medical Center zu seinem Team zurückkehren. „Es geht mir überraschend gut, und ich habe keine Schmerzen. Wie man sieht, ist das Auto sehr sicher“, sagte der amtierende DTM-Champion, der vorsorglich zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Da Duval wegen eines Schadens an der Frontpartie ebenfalls aufgeben musste, kamen mit Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) auf Platz 11 und Robin Frijns (Audi Sport Team Abt Sportsline) auf Platz 13 nur zwei Audi-Piloten ins Ziel. Das zweite Rennen am Sonntag startet um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt ab 13 Uhr live vom Lausitzring.

Formel E: Daniel Abt holt Pole beim Heimrennen in Berlin

Daniel Abt
Foto: Jens Hawrda
Daniel Abt hat die Nerven behalten und sich im spannenden finalem Shoot-out die Pole-Position gesichert. Der 25-Jährige setzte sich in einer bis zuletzt spannenden Qualifying durch und legte auf der Strecke in Berlin - Tempelhof zwei glänzende Runden hin. Zweiter wird Oliver Turvey (NIO), der Meisterschaftsführende Jean-Eric Vergne (Techeetah) wurde Dritter. Startplatz 4 ging überraschend an Jerome d'Ambrosio im Dragon. Formel-E-Meister Lucas di Grassi hatte bis zuletzt Chancen auf die Pole-Position, wurde aber durch einen Verbremser in der entscheidenden Runde im zweiten Audi am Ende nur Fünfter.

DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten zum Samstagsrennen am Lausitzring

Der Lausitzring bleibt weiterhin ein gutes Pflaster für Mercedes-AMG Motorsport: Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) gewann am Samstag den ersten Lauf am zweiten Rennwochenende der DTM-Saison 2018. Für Edoardo war es sein neunter Sieg in der DTM, der erste auf dem Lausitzring und sein erster im Mercedes-AMG C 63 DTM. Das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team steht nun bei insgesamt 14 Erfolgen auf dieser Strecke und ist damit weiterhin die erfolgreichste Marke in der Lausitz.

Mit Edoardo, Gary Paffett, Paul Di Resta, Pascal Wehrlein und Lucas Auer haben nun fünf der sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer bereits mindestens einmal ein Rennen in der Lausitz gewonnen – drei davon (Di Resta, Wehrlein, Auer) feierten auf der Strecke sogar ihren jeweils ersten DTM-Sieg.

Edoardo Mortara
Foto: Jens Hawrda
Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):
1. Platz
„Das ist ein ganz besonderer Sieg für mich - mein erster mit Mercedes. Wir hatten im vergangenen Jahr stark zu kämpfen, aber in dieser Saison läuft es für mich viel besser und ich konnte endlich diesen Sieg feiern. Das ist unglaublich. Ich bin super zufrieden und absolut happy. Wir hatten heute eine tolle Strategie, das Auto war gut und auch der Boxenstopp war super. Ich bin echt überglücklich nach diesem Sieg. Mein Start war nicht ganz optimal und die ersten Runden waren etwas schwierig, aber danach ist einfach alles fantastisch gelaufen.“

Lucas Auer (23 Jahre, Österreich):
4. Platz
„Das war ein hartes Rennen mit vielen Unfällen. Ich hoffe, dass alle Fahrer okay sind. Bis zur Schlussphase des Rennens habe ich alles überstanden. Ich war nach dem Start und den beiden Re-Starts jeweils Erster – dort wäre ich selbstverständlich auch gerne geblieben. Am Ende bin ich dann Vierter geworden, weil sich durch die Boxenstopps einiges verschoben hat. Wenn man von P1 auf P4 zurückfällt, ist das natürlich bitter. Das müssen wir jetzt analysieren. Normalerweise musst du in der DTM jede Chance nutzen. Meine Pole Position war heute eine Wunder-Runde, die sich nicht auf Knopfdruck wiederholen lässt. Morgen ist ein neuer Tag, aber es wird sicher wieder hart.“

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):
6. Platz
„Das war heute etwas schade. Ich hatte einen sehr guten Start, aber das Rennen verlief unvorhersehbar. Wir trafen nicht die beste Entscheidung, weil wir bei den Boxenstopps alles 50:50 aufteilen mussten – einige fuhren länger, andere kürzer. Bei Edo ist es gut aufgegangen, länger draußen zu bleiben. Glückwunsch an ihn. Für mich war es recht ausgeglichen, aber andere fielen dadurch zurück. Alles in allem können wir zufrieden sein, aber es hätte mit einem unkomplizierteren Rennen besser laufen können.“

Pascal Wehrlein
Foto: Mercedes-Motorsport
Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland):
8. Platz
„Ich bin mit dem Rennen nicht zufrieden. Wir haben während des Boxenstopps leider zu viele Positionen verloren. Danach gab es auch noch eine Berührung mit Gary, als wir mit kalten Reifen aus der Box rauskamen. Deswegen war es kein gutes Rennen für mich. Es wäre deutlich mehr drin gewesen, aber morgen ist ja zum Glück wieder ein Rennen. Dann greife ich wieder voll an.“

Gary Paffett
Foto: Mercedes-Motorsport
Gary Paffett (37 Jahre, England):
9. Platz
„Das Ergebnis rührt von meinem schlechten Qualifying her. Startplatz 14 war einfach nicht gut genug, das muss ich morgen besser machen. Das Auto war heute gut. Ich bin nur von meinem Qualifying enttäuscht. Das Rennen selbst war verrückt – erst das Safety Car am Start, dann der heftige Unfall von René, der zum Glück okay ist. Danach die rote Flagge. Es war einfach ein zerfahrenes Rennen und wenn es nur so wenige freie Rennrunden gibt, kann man nur ganz schwer auf die Jungs an der Spitze aufholen. Wir waren in der Spitzengruppe dabei, allerdings eher am Ende davon. Schlussendlich habe ich mit P9 ein paar Punkte mitgenommen, jetzt muss ich es morgen besser machen.“

Daniel Juncadella
(26 Jahre, Spanien):
14. Platz
„Heute gibt es leider nicht viel zu sagen. Ich habe eine Strafe bekommen, weiß aber noch nicht genau, warum. Danach war meine Pace im Rennen gut, aber es ist ganz komisch und ärgerlich, dass es im Qualifying zuvor nicht so gut gelaufen ist. Jetzt konzentriere ich mich auf das zweite Rennen morgen.“