Mittwoch, 2. Mai 2018

DTM: Audi Sport auf Mission Titelverteidigung

  • Saisonstart in Hockenheim erstmals live bei neuem Fernsehpartner SAT.1
  • Abschiedsrennen von Mattias Ekström
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Echte Favoriten gibt es nicht“
 
Das lange Warten der DTM-Fans hat ein Ende: An diesem Wochenende beginnt auf dem Hockenheimring die neue Saison. Audi Sport ist mit dem Audi RS 5 DTM am Start und Titelverteidiger in der Fahrer-, Hersteller- und Team­wertung. Das bedeutet gleichzeitig: Audi Sport ist in allen drei Meisterschaften der Gejagte.
 
Die Audi-Piloten sind bereit für die Saison 2018
Foto: Audi-Motorsport
Exakt 202 Tage liegen zwischen dem DTM-Finale 2017 und dem ersten Rennen 2018, das an diesem Samstag um 13.33 Uhr (MEZ) startet und erstmals live auf SAT.1 übertragen wird. „Die DTM-Saison ist sehr kompakt und die Winterpause lang“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es ist höchste Zeit, dass es wieder losgeht. Wir rechnen mit einer extrem spannenden Saison, in der nach dem Wegfall der Performance-Gewichte jeder ausschließlich Vollgas gibt – genau so, wie es sich die Fans wünschen. Echte Favoriten gibt es für mich nicht.“
 
Die Karten wurden im Winter neu gemischt. Audi, BMW und Mercedes-Benz starten mit einer vereinheitlichten Aerodynamik, weiter reduziertem Abtrieb und weniger Setup-Optionen beim Fahrwerk. „Ich gehe davon aus, dass das Feld so noch enger zusammenrückt“, sagt der amtierende DTM-Champion René Rast. „Ich bin gespannt, ob wir die richtigen Schluss­folgerungen aus den Testfahrten gezogen haben und wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Auf jeden Fall ist es ein tolles Gefühl, als DTM-Champion zum Saisonauftakt nach Hockenheim zu kommen.“
 
Fast sieben Monate lang hat sich Audi Sport intensiv auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Ab diesem Wochenende stehen Fahrer und Teams wieder voll im Rampenlicht – und das mehr denn je: In Deutschland überträgt ab sofort der neue TV-Partner SAT.1 die DTM live. Die Sendezeit beginnt jeweils schon eine halbe Stunde vor dem Start der Rennen. Das ermöglicht den Fernsehzuschauern intensivere Einblicke hinter die Kulissen.
 
Auch in der DTM-Mannschaft von Audi Sport hat sich seit dem Finale der vergangenen Saison einiges verändert. So startet René Rast in diesem Jahr mit einem roten Audi Sport RS 5 DTM. Der Schaeffler Audi RS 5 DTM von Mike Rockenfeller erscheint erstmals in Weiß-Grün. Auch Nico Müller (Castrol EDGE) und Loïc Duval (Audi Sport) fahren mit neuen Sponsoren. Beide haben zudem neue Renningenieure. Robin Frijns (Aral Ultimate) ist der neue Rookie im Team, er hat bei den offiziellen DTM-Testfahrten bereits einen starken Eindruck hinterlassen. Neuer Projektleiter DTM bei Audi Sport ist Andreas Roos. Eine Konstante im Audi-Kader ist Jamie Green, der zuletzt dreimal in Folge in die Top Drei der Meisterschaft fuhr: Der Brite startet wieder mit dem orangefarbenen Hoffmann Group Audi RS 5 DTM und seiner Mannschaft vom Audi Sport Team Rosberg.
 
Einen besonderen Auftritt in Hockenheim hat Mattias Ekström: Der erfolgreichste Audi-DTM-Pilot aller Zeiten fährt außerhalb der Wertung in einem siebten Audi RS 5 DTM. Er verabschiedet sich mit zwei abschließenden Rennen von den DTM-Fans. 2018 will sich der Schwede ganz auf sein Engagement in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (World RX) konzentrieren.
 
Ekströms Red Bull Audi RS 5 DTM ist der Testträger von Audi Sport. Für den Gaststart sind zehn zusätzliche Mechaniker von Audi Sport und ABT Sportsline im Einsatz. Die Boxenstopps übernimmt die Crew von Frijns und Müller. Renningenieur ist Markus Michelberger, der in der DTM früher mit Miguel Molina zusammenarbeitete und aktuell der verantwortliche Ingenieur von Titelverteidiger Lucas di Grassi in der Elektro-Rennserie Formel E ist.
 
SAT.1 überträgt am Samstag und am Sonntag (5./6. Mai) jeweils ab 13 Uhr live aus Hockenheim. Tickets und Audi-Fanpakete sind im Internet unter www.audi.com/dtm erhältlich.

DTM: Drei Fragen an Ulrich Fritz

Abschied zum Auftakt: Beim Saisonauftakt der DTM am kommenden Wochenende (04.-06. Mai) in Hockenheim startet das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team in seine Jubiläumssaison. Vor 30 Jahren stand zum ersten Mal ein Werksauto des Teams am Start. Neben den 18 Einsatzfahrern ist an diesem Wochenende auch ein 19. Pilot mit von der Partie: der ehemalige Champion Mattias Ekström bestreitet seine beiden Abschiedsrennen.
 
„So etwas habe ich bislang noch nicht erlebt”, sagt Gary Paffett. „Er hat seinen Rücktritt nach dem Saisonende bekannt gegeben und so konnte er sich nicht verabschieden. Der Gaststart bietet ihm eine gute Gelegenheit dazu. Je mehr Autos im Feld sind, desto besser ist es. So lange er auf der Strecke niemanden ärgert, ist es für mich okay.“
 
In Vorbereitung des kommenden Saisonstarts ein Kurzinterview mit dem Mercedes DTM Motorsportchef Ulrich Fritz:
 
Uli, die Zeit des Wartens ist vorbei. Am Wochenende startet die DTM in die neue Saison. Wie ist die Stimmung im Team?
 
Ulrich Fritz: Sehr gut. Die Vorfreude ist natürlich bei allen groß. Man arbeitet den ganzen Winter an den neuen Autos, macht sich fit für das erste Rennen und will dann einfach sehen, wie gut man wirklich gearbeitet hat, oder ob die Konkurrenz einen Tick besser ist. Klar - die Tests geben einen kleinen Einblick, aber wie heißt es so schön? When the flag drops, the bullshit stops. Also erst, wenn es wirklich zählt, deckt jeder seine Karten auf. Meine Hoffnung ist, dass alle Hersteller nahe beieinander liegen und wir endlich wieder eine Saison haben, in der der Sport im Vordergrund steht.
 
Wenn Du ein Fazit über die Vorbereitung ziehen müsstest, wie würde dieses ausfallen?
 
Ulrich Fritz: Ich denke, die Vorbereitung lief trotz einiger Hürden ganz gut. Es fing ja schon mit den chaotischen Wetterverhältnissen beim Test in Italien an. Mit Schnee haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Allerdings hat uns das Wetter dann sogar geholfen, nachdem wir unser Testauto schon am zweiten Tag verloren haben. Durch das Wetter konnten die anderen aber auch nicht viel mehr mitnehmen als wir. Vor Hockenheim kam dann die Hiobsbotschaft von Dani, dass er sich das Schlüsselbein angebrochen hat. Obwohl keiner daran geglaubt hat, ist er aber dann trotzdem das volle Testprogramm gefahren und ist fit für den Saisonstart. Das grenzt für mich immer noch an ein Wunder. Sonst lief aber alles relativ normal und die Jungs in der Werkstatt haben einen tollen Job abgeliefert.
 
In den Medien wurde in letzter Zeit oft die Option besprochen, dass HWA im kommenden Jahr als Privatteam in der DTM antreten könnte. Wie stehst Du dazu?
 
Ulrich Fritz: Es ist doch so. Wären wir dazu technisch und personell in der Lage? Ja, sicher. Ist es zielführend als Privatteam gegen Werkseinsätze der Hersteller anzutreten? Eher nicht. Abgesehen davon denke ich, dass sich ein solches Projekt seriös und wettbewerbsfähig durchgeführt, kaum privat finanzieren lässt.

Montag, 30. April 2018

IDM startete in Oschersleben in neue Saison

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) ist in die neue Saison gefahren. In der Motorsport Arena Oschersleben feierten die Zuschauer bei frühlingshaftem Wetter die Sieger sowie auch Verlierer in vier Prädikatsklassen. Unter der Leitung des neuen Serien-Promoters zeigte sich, dass die sich zuletzt in einer Talsohle befindliche Serie wieder deutlich im Aufwind ist.   Sechs Motorradmarken nehmen in Deutschlands Top-Serie des Motorradstraßen-Rennsport den Kampf um die Meisterschaftspunkte auf: BMW, Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha.

Superbike 1000

In der IDM Superbike, der höchsten Klasse, in der mit 1000 cm³-Maschinen gefahren wird, teilten sich der Belgier Bastien Mackels (Wilbers BMW) und der Ukrainer Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) die Siege in den beiden ausgetragenen Rennen. Der Name des IDM-Neuzugangs Mikhalchik liegt zwar noch schwer auf der Zunge, aber Fans sollten ihn sich merken. Der 21-Jährige gilt als Mann der Zukunft und verfügt auch über Erfahrungen auf internationaler Ebene. Sein Kommentar in punkto Superbike-Debüt auf deutschem Boden: „Die IDM fühlt sich nicht an wie eine nationale Meisterschaft, sondern ich komme mir eher wie in einer Weltmeisterschaft vor. Auch das fahrerische Niveau ist verdammt hoch.“

Ilya Mikhalchik siegt im Rennen zwei
Foto: Jens Hawrda
Teamchef Benny Wilbers war derart begeistert von der Leistung seines Fahrers Bastien Mackels, dass er ihm spontan den Wunsch erfüllte, ihm demnächst ein Wochenende mit einem Sportwagen zu spendieren. Das Besondere: In Belgien, wo Mackels zu Hause ist, muss für Edelkarossen eine Luxussteuer gezahlt werden, demzufolge hält sich der private Besitz im Land schwer in Grenzen.

Jan Halbich sorgte mit einem dritten Platz am Wochenende für Jubel bei Honda, ebenso wie Dominic Schmitter bei Suzuki. Die schnellste Yamaha wurde auf dem fünften Rang notiert. Auf ihr sitzt der zu den Titelfavoriten zählende Danny de Boer. Doch dem Niederländer war das Glück in der Magdeburger Börde nicht besonders hold. Im zweiten Lauf fiel er mit technischem Defekt aus. Lucy Glöckner, die einzige Dame im Feld und gleichzeitig einziges Kawasaki-Zugpferd holte einen achten Platz im zweiten Rennen, nachdem sie im ersten Lauf von einem Konkurrenten unsanft touchiert wurde.

Supersport 600

In der IDM Supersport 600, der bewährten Mittelklasse mit 600 cm³ Hubraum, hat Kevin Wahr die Gesamtführung in der Meisterschaft übernommen. Er gewann das zweite Rennen. Und was wurde aus Max Enderlein, der etliche Runden geführt hatte und sich Wahr lange vom Leib gehalten hatte? Der Sieger des ersten Laufes stürzte in der allerletzten Kurve. Wahr hatte ihm kurz zuvor die Führung abgenommen. Enderlein wollte kontern, doch der Plan endete im Abseits. Kein Grund um aufzugeben. Enderlein hievte die Yamaha wieder hoch. Die Verkleidung hing an der Seite zwar in Fetzen herunter, dennoch rettete der Sachse noch den 10. Platz ins Ziel und übte damit Schadensbegrenzung.

Supersport 300

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 ging der Auftaktsieg an Maximilian Kappler.  Der 20 Jahre alte KTM-Fahrer aus Oberlungwitz verwies seinen holländischen Markenkollegen Victor Steeman auf den zweiten Platz. Kappler ist einer der drei Piloten des sächsischen Freudenberg-Teams, das sich der Nachwuchsförderung verschrieben hat und in erster Linie in der 300 cm³-Weltmeisterschaft antritt. Steemans inniger Wunsch war jedoch, die die schnellen Deutschen in Oschersleben irgendwie doch noch zu besiegen. Am Sonntag setzte er den Plan in die Tat um. Jetzt führt der 17-Jährige sogar die Meisterschaft an. Für KTM ist das ein gelungener Einstand als neuer IDM-Partner.
Kappler vor Steeman das war das Duell des Wochenendes
Foto: Jens Hawrda
Sidecar

Pole Position und zwei Siege in der IDM Sidecar: Es war das perfekte Wochenende für Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (LCR Suzuki). Der Ex-Weltmeister mit der Startnummer „1“ aus den Niederlanden sahnte beim IDM-Auftakt der Sidecars in Oschersleben die volle Punktzahl ab. Das Podium wurde beide Male durch Josef Sattler/Uwe Neubert (Adolf RS 1 BMW) sowie André Kretzer/Björn Bosch (LCR Suzuki) ergänzt. Das Ganze ging nicht ohne zwei spektakuläre Dreher von Kretzer ab. Ansonsten wäre bei ihm noch mehr drin gewesen.
Den Fans an der Strecke wurde jede Menge Action geboten. Umrahmt wurden die IDM-Klassen durch drei weitere Cup-Rennen. Live dabei zu sein lohnt sich immer noch am meisten.

Audi mit elektrisierenden Aufholjagden in Paris

  • Audi-Piloten machen bei spektakulärem E-Prix elf Positionen gut
  • Lucas di Grassi zum dritten Mal in Folge in der Formel E auf Platz zwei
  • Daniel Abt fährt von Startplatz 14 auf Rang sieben
Platz zwei für Lucas Di Grassi in Paris
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Auch beim achten Lauf der Elektro-Rennserie Formel E in Paris haben Lucas di Grassi und Daniel Abt die Zuschauer mit spektakulären Aufholjagden elektrisiert. Nach einem schwierigen Qualifying machten die beiden Audi-Piloten im Rennen insgesamt elf Positionen gut. Di Grassi wurde zum dritten Mal in Folge Zweiter, Abt fuhr von Startplatz 14 auf Rang sieben nach vorn.

Im Freien Training am Vormittag gelang dem amtierenden Champion di Grassi auf dem Stadtkurs in der Nähe des Eiffelturms ein neuer Streckenrekord. Teamkollege Daniel Abt war nur unwesentlich langsamer. Im Qualifying hatten beide Audi-Piloten bei relativ niedrigen Streckentemperaturen jedoch Schwierigkeiten, die Reifen optimal zum Arbeiten zu bringen. Di Grassi verpasste die „Super Pole“ der Top Fünf um 0,005 Sekunden denkbar knapp. Abt war nur drei Zehntelsekunden langsamer. Bei der extremen Leistungsdichte der Formel E fand sich der Deutsche dennoch auf Startplatz 14 wieder – und das auf einer Rennstrecke, auf der das Überholen als besonders schwierig gilt.

Wie schon so oft in dieser Saison konnten beide Audi-Piloten die Stärken des Audi e-tron FE04 im Rennen anschließend voll ausspielen. Abt überholte in der ersten Hälfte gleich sieben Konkurrenten. Kurz vor Rennende nutzte er den Fanboost, um auch noch Ex-Champion Sébastien Buemi im Renault zu überholen. In der letzten Runde presste sich der Schweizer mit einem Gewaltmanöver wieder an Abt vorbei.

Di Grassi machte am Start einen Platz gut. In der ersten Rennhälfte sparte er so viel Energie, dass er zwei Runden länger fahren konnte als die Führenden. Ein schneller Boxenstopp des Teams Audi Sport ABT Schaeffler brachte den Brasilianer auf Rang vier nach vorn. Mit einer Serie schnellster Rennrunden schloss er zur Spitze auf, überholte Rom-Sieger Sam Bird und in der letzten Runde auch noch den bis dahin Zweitplatzierten André Lotterer.

„Das war ein unglaubliches Rennen und ein extrem hartes“, sagte di Grassi nach seinem dritten zweiten Platz in Folge und seinem insgesamt 23. Podium in der Elektro-Rennserie. „Im ersten Teil des Rennens habe ich Energie gespart. Im zweiten Teil konnte ich voll attackieren und den Pokal für Platz zwei holen. Ich bin überglücklich!“

Daniel Abt sagte: „Die Startposition war etwas enttäuschend, aber im Rennen hatte ich gute Überholmanöver. Ich hoffe, den Fans hat die Show gefallen. Leider habe ich in der letzten Runde noch einen Platz verloren, weil mein ‚bester Freund‘ Buemi der Meinung war, mich in der Schikane torpedieren zu müssen. Trotzdem bin ich zufrieden. Danke auch für den Fanboost, den ich heute gut gebrauchen konnte. Beim nächsten Mal müssen wir uns besser qualifizieren, dann gibt es wieder einen Pokal.“

„Was für ein Rennen in Paris“, sagte Teamchef Allan McNish. „Vor allem die letzte Runde war sehr intensiv. Wir haben tolle Aufholjagden von Lucas und Daniel gesehen. Daniel ist mein Fahrer des Tages. In einem Meeting vor dem Rennen hat er gesagt, dass er in Paris überholen kann, auch wenn alle sagen, dass es unmöglich ist. Er hat Wort gehalten. Schade, dass ihm das harte Manöver von Buemi am Ende noch Plätze gekostet hat. Lucas war erneut sehr stark mit Platz und einer weiteren schnellsten Runden.“

„Wir hatten heute nicht das beste Qualifying“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Auf einer Strecke, auf der das Überholen extrem schwierig ist, tut das besonders weh. Doch beide Fahrer sind exzellente Rennen gefahren, ganz besonders Daniel. Er hat schöne, saubere Überholmanöver gezeigt – ohne zu großes Risiko, aber dennoch sehr entschlossen. Mit Lucas das dritte Podium in Folge zu holen war fantastisch.“

Vor den Augen von Audi-Chef Rupert Stadler verbesserte sich Audi Sport ABT Schaeffler in der Teamwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft auf den dritten Platz. Lucas di Grassi schob sich in der Fahrerwertung auf Rang fünf nach vorn und liegt vor dem Audi-Heimspiel in Berlin am 19. Mai zwei Punkte vor seinem Teamkollegen Daniel Abt.

Sonntag, 29. April 2018

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

  • Mercedes-AMG-Duo dominiert Sonntagsrennen in Most
  • Kirchhöfer/Keilwitz holen erneut in der Corvette Rang zwei
  • Renauer/Jaminet bauen als Dritte Tabellenführung aus
Markus Pommer und Maximilian Götz siegen am Sonntag in Most
Foto: Jens Hawrda
Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab

Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.

Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

Als Vierte kamen Dominik Schwager (41/Eisenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) im Ferrari 488 GT3 ins Ziel. Dahinter überquerte ein Audi-Quintett - angeführt von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) vom heimischen Team ISR - die Ziellinie. Hinter den Lokalmatadoren folgten Alessio Picariello (24/B) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor ihren Audi-Markenkollegen Ricardo Feller (17/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport). Picariello sicherte sich damit auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Platz acht ging an den Audi R8 LMS der Brüder Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor den Samstagssiegern Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport). Den letzten Meisterschaftszähler sammelten als Zehnte die BMW-Piloten Christopher Zöchling (30/A) und Jens Klingmann (27/Ermatingen, beide MRS GT-Racing).
Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung holten diesmal Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, GRT Grasser Racing Team).

Stimmen der Sieger

Maximilian Götz (MANN-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3):
"Nach dem Pech am Samstag, wo wir leer ausgingen, war es wichtig, viele Punkte einzufahren. Heute dagegen lief es mit der Pole-Position, der schnellsten Rennrunde und dem Sieg supergut. Ich bin überglücklich. Das Team hat nach dem gestrigen Ausfall hart gearbeitet, um uns ein Auto zu geben, mit dem wir zu so einer Leistung in der Lage waren. Es war perfekt. Die kritischste Situation war am Start, denn ich hatte die Corvette neben mir, von der jeder weiß, wie stark sie ist. Und auch Daniel Keilwitz ist ein guter Starter. Wir waren gleichauf, aber ich war auf der Innenbahn und konnte die Führung behaupten. Nach dem kurzen Safety-Car-Einsatz hatte ich einen guten Restart und konnte wegfahren und einen Vorsprung für Markus herausfahren."

Markus Pommer (MANN-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3):
"Ein perfekter Tag. Maxi hat mir einen guten Vorsprung übergeben, und dann habe ich anfangs noch etwas Gas gegeben, es dann aber ruhiger angehen lassen. Nach dem Ausfall am Samstag wollte ich das Auto sicher ins Ziel bringen. Ich habe mir schon eingebildet, ich höre irgendwelche Geräusche, und habe viel mit dem Team gefunkt. Es war aber nichts. Ich bin dann ohne Risiko ins Ziel gefahren. Es ist toll, beim erst zweiten Einsatz mit dem Team schon einen Sieg geholt zu haben. Man sieht, dass alles läuft und Maxi und ich sehr gut eingespielt sind. Es wird immer besser."