Sonntag, 29. April 2018

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

  • Mercedes-AMG-Duo dominiert Sonntagsrennen in Most
  • Kirchhöfer/Keilwitz holen erneut in der Corvette Rang zwei
  • Renauer/Jaminet bauen als Dritte Tabellenführung aus
Markus Pommer und Maximilian Götz siegen am Sonntag in Most
Foto: Jens Hawrda
Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab

Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.

Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

Als Vierte kamen Dominik Schwager (41/Eisenhofen) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) im Ferrari 488 GT3 ins Ziel. Dahinter überquerte ein Audi-Quintett - angeführt von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) vom heimischen Team ISR - die Ziellinie. Hinter den Lokalmatadoren folgten Alessio Picariello (24/B) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor ihren Audi-Markenkollegen Ricardo Feller (17/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport). Picariello sicherte sich damit auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Platz acht ging an den Audi R8 LMS der Brüder Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor den Samstagssiegern Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport). Den letzten Meisterschaftszähler sammelten als Zehnte die BMW-Piloten Christopher Zöchling (30/A) und Jens Klingmann (27/Ermatingen, beide MRS GT-Racing).
Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung holten diesmal Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, GRT Grasser Racing Team).

Stimmen der Sieger

Maximilian Götz (MANN-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3):
"Nach dem Pech am Samstag, wo wir leer ausgingen, war es wichtig, viele Punkte einzufahren. Heute dagegen lief es mit der Pole-Position, der schnellsten Rennrunde und dem Sieg supergut. Ich bin überglücklich. Das Team hat nach dem gestrigen Ausfall hart gearbeitet, um uns ein Auto zu geben, mit dem wir zu so einer Leistung in der Lage waren. Es war perfekt. Die kritischste Situation war am Start, denn ich hatte die Corvette neben mir, von der jeder weiß, wie stark sie ist. Und auch Daniel Keilwitz ist ein guter Starter. Wir waren gleichauf, aber ich war auf der Innenbahn und konnte die Führung behaupten. Nach dem kurzen Safety-Car-Einsatz hatte ich einen guten Restart und konnte wegfahren und einen Vorsprung für Markus herausfahren."

Markus Pommer (MANN-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3):
"Ein perfekter Tag. Maxi hat mir einen guten Vorsprung übergeben, und dann habe ich anfangs noch etwas Gas gegeben, es dann aber ruhiger angehen lassen. Nach dem Ausfall am Samstag wollte ich das Auto sicher ins Ziel bringen. Ich habe mir schon eingebildet, ich höre irgendwelche Geräusche, und habe viel mit dem Team gefunkt. Es war aber nichts. Ich bin dann ohne Risiko ins Ziel gefahren. Es ist toll, beim erst zweiten Einsatz mit dem Team schon einen Sieg geholt zu haben. Man sieht, dass alles läuft und Maxi und ich sehr gut eingespielt sind. Es wird immer besser."

Lokalmatador Pétr Fulin siegt in Most – Michelle Halder wird Zweite

  • Michelle Halder stark: Platz zwei und erste Frau auf dem Podium
  • Doppelsieg für Cupra, Engstler im VW Golf GTI TCR Dritter
Pètr Fulin siegt in Rennen zwei
Foto: Jens Hawrda
Viertes Rennen, vierter Sieger: Gaststarter Pétr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) hat dem Cupra TCR den ersten Saisonsieg beschert und sein persönliches Heimspiel mit einem Erfolg gekrönt. „Das ist perfekt und hätte nicht besser laufen können, sagte er: „Aber: Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich konnte mir zu keinem Zeitpunkt sicher sein. Luca hat viel Druck gemacht, und Michelle ist sensationell gefahren.“

Der Tscheche Fulin, der etwa 80 km von Most entfernt zu Hause ist, gewann am Sonntag vor Rookie Michelle Halder (18, Meßkirch, Profi-Car Team Halder), die ihren zweiten Platz nervenstark ins Ziel brachte und damit für eine große Überraschung sorgte. Michelle Halder ist die erste Frau in der Geschichte der ADAC TCR Germany, die aufs Podium fährt.

„Unglaublich, ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Besser hätte es nicht laufen können“, sagte Halder: „Das war mein viertes Rennen im Tourenwagen, ich habe nicht im Simulator getestet. Jetzt ganz oben zu stehen bei diesem Fahrerfeld und dieser Konkurrenz – das ist einfach sensationell. Ich bin überglücklich“

Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR wurde Dritter und sammelte wichtige Punkte für die Meisterschaft. Er liegt als Tabellenzweiter acht Punkte hinter Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), der im Opel Astra TCR Fünfter wurde. Meisterschaftsdritter ist Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), er belegte im Rennen im Audi RS3 LMS den vierten Rang.

Sechster wurde Max Hesse (16, Wernau, Prosport Performance) im Audi vor Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda und Niko Kankkunen (19, Finnland, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR. Platz neun ging an Rookie Justin Häußermann (17, Forchtenberg, Liqui Moly Team Engstler) vor dem ADAC Stiftung Sport-Förderpiloten Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen).

Den Grundstein für seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany legte Pétr Fulin gleich am Start. Dort zog er am Pole-Setter Théo Coicaud (18, Frankreich, Liqui Moly Team Engstler) vorbei und übernahm direkt die Führung. Dahinter reihten sich Luca Engstler und Michelle Halder ein, dicht gefolgt von Mike Halder, der allerdings kurz darauf eine Durchfahrtsstrafe erhielt und zurückfiel. Coicaud erwischte hingegen keinen guten Start und fand sich eingangs der zweiten Runde auf Platz zehn wieder.

Nach etwa fünf Minuten musste das Safety Car erstmals auf die Strecke, weil Kai Jordan (49, Wolfsburg, Liqui Moly Team Engstler) nach einem Kontakt in den Kies gerutscht war, und sein VW Golf GTI TCR geborgen werden musste.

Fulin verzögerte beim Restart geschickt und behauptete seine Führung stark vor Engstler und Halder, dahinter lieferten sich Proczyk und Langeveld ein enges Duell um Platz vier. Auch nach einer weiteren Safety-Car-Phase aufgrund eines Kontakts zwischen Théo Coicaud und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Prosport Performance) blieb das Trio Fulin, Engstler und Halder unverändert an der Spitze.

Das Rennen um den Sieg blieb bis zum Schluss offen – letztlich zog Michelle Halder eingangs der letzten Runde an Luca Engstler vorbei und übernahm Platz zwei. Engstler hatte irrtümlich angenommen, dass das Rennen bereits vorbei sei und war etwas vom Gas gegangen. Dies nutzte Halder, überholte Engstler und verteidigte ihren Platz bis zur Ziellinie nervenstark.

Weitere Stimme zur ADAC TCR Germany


Luca Engstler
(Dritter, Liqui Moly Team Engstler):
„Ich war der Meinung, dass es die letzte Runde war. Erst dann kam im Funk, dass noch eine weitere kommt, als ich schon am Jubeln war. Bitter, denn ich habe das ganze Rennen kontrolliert und war das schnellste Auto vorne drin. Ich war mir sicher, dass ich die maximalen Punkte hole – und dann passiert so etwas. Aber insgesamt überwiegt die Zufriedenheit, dass ich ein solches Tempo gehen konnte.“

Maximilian Götz holt Pole für Mercedes

Maximilian Götz (Mercedes-AMG GT3) holt die Pole fürs Sonntagsrennen in Most
Foto: Jens Hawrda
Maximilian Götz stellte seinen Mercedes-AMG GT3 nach der Qualifikation für das Rennen am heutigen Sonntag auf Platz 1. Er holte sich die Pole knapp vor Daniel Keilwitz mit der Corvette C7 GT3-R. Damit startet die Corvette, wie schon am Samstag wieder von Platz zwei. Platz drei ging in der Qualifikation an den AutoArenA-Mercedes von Clemens Schmidt, der jedoch wegen eines Vorkommnisses vom Vortag um zehn Plätze navh hinten versetzt wird.

Damit erbt M. Buhk diesen Startplatz im zweiten gelben Mercedes von HTP Motorsport. Auf der vierte Position geht Frank Stippler im Audi R8 LMS vor Mathieu Jaminet im Herberth-Porsche 911 GT3 R auf Startplatz fünf.

Samstag, 28. April 2018

Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

  • Audi-Duo gewinnt Premierenrennen der "Liga der Supersportwagen" in Most
  • Kirchhöfer/Keilwitz fahren in der Corvette auf Platz zwei
  • Renauer/Jaminet holen als Dritte ersten Podestplatz der Saison für Porsche
Von der Pole zum Sieg Schmidt/Mücke Audi R8 LMS
Foto: Jens Hawrda
Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze

Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

Das Corvette-Duo Kirchhöfer/Keilwitz fuhr mit Platz zwei erstmals in dieser Saison auf das Podium. Das Duo lag in der ersten Rennhälfte auf Rang drei, verbesserte sich aber während der Boxenstopp-Phase auf die zweite Position. Als Dritte holten die Porsche-Piloten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls ihre erste Podiumsplatzierung des Jahres. Dank zweier Top-Fünf-Ergebnisse beim Saisonauftakt in Oschersleben übernahm das Duo die Tabellenführung.

Beste Mercedes-AMG-Piloten waren Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-FILTER Team HTP) auf Rang vier vor den BMW-Piloten Christopher Zöchling und Jens Klingmann, die während der Boxenstopp-Phase einige Positionen verloren. Dahinter folgten deren Markenkollegen, der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) und Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer), als Sechste.

Platz sieben sicherten sich Luca Stolz (22/Brachbach) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG GT3. Als Gesamtachte durften sich Sven Barth (37/Eberbach) und Claudia Hürtgen (46/Archheim) in der Corvette C7 GT3-R von RWT Racing über den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung freuen. Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) holten im Audi R8 die neunte Position, die Top Ten komplettierten die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser), die als Tabellenführer angereist waren.

Stimmen der Sieger

Jeffrey Schmidt (BWT Mücke Motorsport, Audi R8 LMS):
"Ein perfekter Tag. Es ist einfach unbeschreiblich. Ich habe lange auf diesen ersten Sieg hingearbeitet. 2017 war es ein paar Mal knapp, aber jetzt ist es endlich so weit. Vielen Dank an das Team und Peter Mücke, dass es für die Saison noch mit der Zusammenarbeit geklappt hat. Es ist nie einfach zu gewinnen, auch wenn es vielleicht heute so aussah. Der Start war etwas kritisch, aber ich wurde auf der Geraden vom BMW angeschoben und war deshalb gleich schnell wie die Corvette. Von der Pole aus vorn zu bleiben war der Schlüssel für den Sieg."

Stefan Mücke (BWT Mücke Motorsport, Audi R8 LMS):
"Jeffrey hat mit seiner Runde im Qualifying ganz klar den Grundstein dafür gelegt. Das hat er super gemacht. Wir hatten überhaupt nicht erwartet, dass wir hier auf die Pole-Position fahren können. Er hatte einen guten Start und einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Wir hatten dann einen guten Boxenstopp. Ich habe danach versucht, den Vorsprung zu vergrößern, da die Reifen für mich neu waren und ich nicht richtig wusste, wie sie sich in der Schlussphase verhalten würden. Aber wir haben das Ding nach Hause gefahren. Ich bin absolut happy. Mit dem eigenen Team den ersten Sieg einzufahren ist wirklich etwas Besonderes."

Ersten Saisonsieg für den Audi RS3 LMS durch Antti Buri

  • Hinter dem Finnen folgen Mike Halder im Honda und Harald Proczyk im Opel
  • Audi-Fahrer Max Hesse wird bester Rookie
  • VW-Pilot Théo Coicaud am Sonntag auf der Pole Position
Antti Buri holt Sieg für Audi in Most
Foto; Jens Hawrda
Nervenstark zum ersten Audi-Sieg des Jahres: Der Finne Antti Buri (29, LMS Racing) hat das dritte Saisonrennen der ADAC TCR Germany im tschechischen Most gewonnen und dem Audi RS3 LMS den ersten Erfolg in der noch jungen dritten Saison der Tourenwagenserie des ADAC beschert. Buri, von Rang zwei ins Rennen gegangen, setzte noch in der ersten Runde zum entscheidenden Überholmanöver gegen Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR an und siegte letztlich vor Vizemeister Halder und Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) im Opel Astra TCR.

"Das war super, der Audi lief hervorragend, alles gut!", lautete das Fazit des Finnen: "Aber ich musste immer wachsam sein. Die Safety-Car-Phasen haben meinen Rhythmus etwas gestört. In solchen Situationen kann man beim Restart leicht die Kontrolle verlieren. Glücklicherweise war das heute nicht der Fall und ich hatte immer die Kontrolle."

Auf Rang vier kam Audi-Pilot Simon Reicher (18, Österreich, Yaco Racing) ins Ziel. Dahinter folgten Gaststarter Pétr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) im Cupra TCR und VW Golf GTI TCR-Fahrer Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liquiy Moly Team Engstler), der Sieger der Honda Rookie Challenge. Siebter und somit bester Rookie war Max Hesse (16, Wernau, Prosport Performance) im Audi. Die Plätze acht bis zehn sicherten sich Oliver Holdener (21, Schweiz, Wolf-Power Racing) und Rookie Loris Prattes (17, Neuhemsbach, Topcar Sport), jeweils im Cupra, sowie Niko Kankkunen (19, Finnland, Liqui Moly Team Engstler) im VW.

Buri erwischte einen guten Start und setzte Pole-Setter Mike Halder von Beginn an unter Druck. Dahinter arbeitete sich Proczyk vom sechsten schnell auf den dritten Rang nach vorne und hatte von dort beste Sicht, als Buri zum entscheidenden Überholmanöver gegen Halder ansetzte und die Führung übernahm. Nach etwa 90 Sekunden kam das Safety Car auf die Strecke, weil der VW Golf GTI TCR von Sebastian Steibel (22, Walkertshofen, Steibel Motorsport) nach einem Kontakt im Kiesbett feststeckte und geborgen werden musste.

Buri verzögerte beim Restart geschickt und fuhr in der Folge ein kleines Polster auf Halder heraus, der sich wiederum erfolgreich gegen Proczyk verteidigte. Das Feld rückte jedoch wieder eng zusammen, weil es zu einer erneuten Safety-Car-Phase kam. Théo Coicaud (18, Frankreich, Liqui Moly Team Engstler), der das zweite Rennen am Sonntag (11.45 Uhr) von Startplatz eins beginnen wird, schied mit einem technischen Defekt aus. Mit noch etwa 7:30 Minuten auf der Uhr erfolgte der Restart, und auch diesmal hielt sich die Spitzengruppe schadlos.

Im zweiten Rennen in Most am Sonntag startet die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Pole-Setter Halder muss also von Rang zehn hinter Buri ins Rennen gehen. SPORT1 zeigt die Läufe der ADAC TCR Germany im TV. Online sind alle Rennen im kostenlosen Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Mike Halder (Zweiter, Team Honda ADAC Sachsen):
"Das waren wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft. Der Speed war da, ich hatte aber keine Chance, Antti Buri irgendwie zu überholen. Auf der Geraden war er heute einfach zu schnell. Im Team funktioniert es super. Alle machen einen tollen Job."

Harald Proczyk (Dritter, HP Racing International):
"Das ist mehr als perfekt. Ich hatte einen guten Start, bin super weggekommen - und das war's dann schon eigentlich. Die beiden vorne waren nicht zu erreichen, speziell am Schluss, wo sie richtig Gas gegeben haben. Mir sind die Safety-Car-Phasen auch etwas zugutegekommen. Wenn ich morgen wieder Punkte hole, bin ich absolut happy."

Max Hesse (Siebter und bester Rookie, Prosport Performance):
"An sich sind wir zufrieden: Bester Rookie und in den Top Ten, das ist super. In Oschersleben lief es nicht so gut. Auf der anderen Seite bin ich etwas enttäuscht über den Start. Unser Setup war heute nicht perfekt, das hat nicht ganz gepasst, weil es sehr viel wärmer war."