Sonntag, 15. April 2018

Neues Ergebnis beim ersten Rennen in Oschersleben

  • Lamborghini vom GRT Grasser Racing Team/ORANGE1 by GRT Grasser ausgeschlossen
  • Kelvin und Sheldon van der Linde rücken auf Platz zwei vor
  • Timo Scheider beim ADAC GT Masters-Debüt nun Dritter
Durch die Wertungsänderung holt Timo Scheider in seinem ersten
GT-Masters Rennen einen Podestplatz
Foto: Jens Hawrda
Die ursprünglich zweitplatzierten Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) sowie ihre Markenkollegen Ezequiel Perez Companc (23/RA)/Franck Perera (34/F, beide GRT Grasser Racing Team) und Rolf Ineichen (39/CH)/Christian Engelhart (31/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team) wurden im Anschluss an die technische Nachkontrolle aus der Wertung des ersten Laufes in Oschersleben ausgeschlossen. In allen drei Lamborghini Huracán GT3 war ein Telemetriesystem eingebaut, das nach dem sportlichen Reglement des ADAC GT Masters (Artikel 27.3) nicht erlaubt ist.

Durch den Wertungsausschluss von Bortolotti/Caldarelli rücken allen nachfolgenden Teams auf. Die Audi-Piloten Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) werden somit als Zweite gewertet. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) schafft als neuer Dritter zusammen mit Teamkollege Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 bei seinem ADAC GT Masters-Debüt den Sprung unter die Top Drei.

Samstag, 14. April 2018

Audi-Piloten Hofer/Ellis siegen beim ADAC GT Masters-Saisonauftakt

  • Serienneulinge Max Hofer und Philip Ellis gewinnen erstes Rennen in Oschersleben
  • Lamborghini-Duo Bortolotti/Caldarelli auf Platz zwei
  • Erster gemeinsamer Podestplatz der Brüder Kelvin und Sheldon van der Linde
ganz enge Zieldurchfahrt Ellis (Audi) vor Caldarelli (Lamborghini)
Foto: Jens Hawrda

Zwei ADAC GT Masters-Neulinge sorgten beim Saisonstart in der Motorsport Arena Oschersleben für eine große Überraschung: Die Audi-Piloten Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) gewannen im R8 LMS von der Pole-Position den Auftakt der zwölften Saison der "Liga der Supersportwagen". Zweite wurden die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) nach einem spannenden Rennen mit knappen 0,245 Sekunden Rückstand. Rang drei holte das Brüderpaar Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8. "Ein überwältigender Moment", jubelte Sieger Hofer, der im Zeittraining bereits auf die Pole-Position gefahren war. "Das Qualifying hatte uns schon den Tag gerettet, aber dass wir die Pole-Position auch noch in einen Sieg umwandeln konnten, ist extrem motivierend für die weitere Saison."
kappe Zweite Bortolloti(l.) / Caldarelli
Foto: Jens Hawrda
Pole-Debütant Hofer bleibt beim Start vorn

Ihren Grundstein für den späteren Sieg legten Hofer und Ellis beim Start. Obwohl er sein erstes ADAC GT Masters-Rennen überhaupt bestritt, zeigte Pole-Setter Hofer keine Nerven. Der junge Österreicher verteidigte gegen Routinier Bortolotti seine Spitzenposition und setzte den besten Startplatz in die Führung um. Das Spitzenduo setzte sich in den folgenden Runden von den Verfolgern ab und lieferte sich ein enges Duell um Platz eins, den Hofer bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Der Abstand zwischen dem Audi-Fahrer und Bortolotti betrug nie mehr als 0,8 Sekunden. Auch als ihre Teamkollegen Philip Ellis und Andrea Caldarelli die Fahrzeuge übernahmen, ging der enge Kampf an der Spitze weiter, der nur durch eine kurze Safety-Car-Phase zur Bergung des Honda NSX von Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH, beide Honda Team Schubert Motorsport) unterbrochen wurde. Bei der Zieldurchfahrt hatte Ellis einen knappen Vorsprung von 0,245 Sekunden auf Verfolger Caldarelli. Die beiden Sieger sicherten sich auch den ersten Platz in der Pirelli-Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren.
dritter Platz für die Brüder van der Linde
Foto: Jens Hawrda
Kelvin und Sheldon van der Linde holten als Dritte ihren ersten gemeinsamen Podestplatz im ADAC GT Masters. Die Brüder schlossen zwischenzeitlich zum Führungsduo auf, konnten aber später wegen eines schleichenden Plattfußes das Tempo der Spitze nicht mehr mitgehen. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) verpasste zusammen mit Teamkollege Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 bei seinem ADAC GT Masters-Debüt als Vierter nur knapp das Podium: 0,6 Sekunden fehlten zu Rang drei. Die Top fünf komplettierten Luca Stolz (22/Brachbach) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im bestplatzierten Mercedes-AMG.

Sechste wurden die Porsche-Piloten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport). Position sieben ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Hamburg, beide MANN-FILTER Team HTP), gefolgt von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) beim ADAC GT Masters-Debüt des Audi vom Team ISR. Dahinter kamen Jeffrey Schmidt (24/CH) und DTM-Pilot Jamie Green (35/GB) in einem weiteren Audi als Neunte ins Ziel. Platz zehn und damit der letzte Meisterschaftszähler ging an das Mercedes-AMG-Duo Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-FILTER Team HTP).

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging bei seinem ADAC GT Masters-Debüt an Jan-Erik Slooten (33/Jülich), der im Porsche 911 vom neuen Rennstall IronForce by RING POLICE von Sportwagenroutinier Lucas Luhr (38/Ermatingen) unterstützt wurde.

Stimmen der Sieger

Max Hofer (Phoenix Racing, Audi R8 LMS): "Ich habe viel Druck von Mirko Bortolotti gehabt. Der Lamborghini war extrem stark. Auf einigen Streckenabschnitten hatte er einen kleinen Vorteil, aber ich habe mich auf mich konzentriert und nicht nach hinten geschaut. Ich habe meine Linie immer wieder variiert und es ihm dadurch so schwer wie möglich gemacht. Am Ende hat es geklappt. Unsere Teammitglieder arbeiten Tag und Nacht und ich bin sehr glücklich, dass wir sie mit einem Sieg entschädigen können."

Philip Ellis (Phoenix Racing, Audi R8 LMS): "Das wir heute hier gewinnen, damit haben wir vorher wirklich nicht gerechnet. Wir wussten zwar, dass wir das Potenzial haben, vorn mitzuspielen, aber dass es zum Sieg reicht, hätten wir nicht gedacht. Max hat sowohl in der Qualifikation als auch im ersten Stint eine tolle Performance gezeigt und uns eine perfekte Ausgangslage geschaffen. Bis zum Ende war es wirklich knapp und ich musste hart kämpfen, um die Führung zu verteidigen. Von hinten kam mächtig Druck, umso mehr freue ich mich, dass ich den ersten Platz bis ins Ziel bringen konnte."

TCR-Germany: Opel-Pilot Proczyk siegt in Oschersleben

  • Proczyk siegt vor Audi-Fahrer Langeveld und Engstler im VW
  • Luke Wankmüller fährt im Opel als bester Rookie auf Platz sechs
Harald Proczyk holt Sieg im ersten Saisonrennen
Foto; Jens Hawrda
Traumeinstand in die neue Saison der ADAC TCR Germany für Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International): Der Österreicher im Opel Astra TCR sicherte sich gleich im ersten Rennen der neuen Saison in Oschersleben seinen vierten Sieg in der ADAC TCR Germany. Hinter dem Vierten der Gesamtwertung des Vorjahres kämpften sich im Audi RS3 LMS Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), der von Position sieben aus ins Rennen gegangen war, und der von Rang neun gestartete Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR auf das Podest. Als bester Fahrer aus der Honda Rookie Challenge wurde Opel-Pilot Luke Wankmüller (16, Straubenhardt, HP Racing International), der Teamkollege von Proczyk, in der Motorsport Arena Sechster.

Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) verpasste im Audi RS LMS das Podium als Vierter knapp, es folgten sein Markenkollege Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Prosport Performance) und Rookie Wankmüller im Opel. Dahinter komplettierten Gaststarter Pétr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) im Cupra TCR und die VW von Niko Kankkunen (19, Finnland, Team Engstler Europe), Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing), der das Rennen vom letzten Platz aus in Angriff genommen hatte, sowie Kai Jordan (48, Wolfsburg, Team Engstler Germany) die Top Ten.

"Das war ein super guter Einstand für das neue Team. Ich bin absolut zufrieden, aber ich freue mich fast noch mehr für den Luke", sagte Sieger Proczyk: "Was der Junge macht mit seinen 16 Jahren in so einem Feld. Schon sein fünfter Startplatz war eine Sensation, im Rennen das dann so umzusetzen, ist einfach stark."
Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda
Den besten Start auf anfangs feuchter Strecke erwischte Florian Thoma (22, Schweiz, Team Engstler Europe) von Startplatz zwei, doch nach einer Berührung in der ersten Kurve mit Pole-Setter Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) schied der Schweizer aus. Nutznießer dieses Zweikampfs war Proczyk, der sich zunächst an die Spitze setzte, doch Vizemeister Halder schob sich kurz darauf schon wieder am Österreicher vorbei. Nach einer Safety-Car-Phase kam Halder wieder gut ins Rennen und setzte sich direkt von Proczyk ab. Doch nach einem Kontakt zwischen Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) und Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, infolgedessen der Chemnitzer das Rennen beenden musste, kam das Safety Car erneut zum Einsatz und Halder büßte seinen Vorsprung wieder ein.

Wenig später musste der 22-Jährige aus Meßkirch im Honda Civic TCR auch seine Hoffnungen auf seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany begraben: Aufgrund des Zwischenfalls mit Thoma aus der ersten Kurve belegten die Rennkommissare Halder mit einer Drive-Through-Strafe und er fiel ans Ende des Feldes zurück, am Ende belegte er den 24. Platz. Vorne diktierte Proczyk auf der in der Sonne trocknenden Strecke souverän das Tempo und brachte den Sieg nach einer weiteren Safety-Car-Phase ins Ziel.

Am Sonntag (10.00 Uhr) steht in Oschersleben das zweite Rennen der Saison auf dem Programm, dann startet Fulin, Gaststarter aus Tschechien, im Cupra von der Pole Position. SPORT1 zeigt die Läufe der ADAC TCR Germany im TV. Online sind alle Rennen im kostenlosen Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
Podest erster Lauf Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Niels Langeveld (Zweiter, Racing One): "Das fühlt sich einfach super an. Ich bin nur von Platz sieben gestartet, konnte mich aber dann schnell einige Plätze verbessern. Irgendwann wurde mir klar, dass es fürs Podium reichen kann. Das hätte ich nach dem doch etwas enttäuschenden Qualifying nicht für möglich gehalten. Jetzt müssen auch morgen Punkte und wieder so ein konstantes Rennen her."

Luca Engstler (Dritter, Liqui Moly Team Engstler): "Wahnsinn, ich habe versucht, mich aus allem rauszuhalten und mich clever zu verhalten. Das hat geklappt, am Schluss habe ich dann mit viel Mühe den dritten Platz ins Ziel gebracht. Jetzt fahren wir bei den großen Fischen mit. Im vergangenen Jahr haben wir ein, zwei Fehler gemacht, die wir in diesem Jahr nicht mehr machen wollen."

Luke Wankmüller (Bester Rookie, HP Racing International): "Ja, ich bin definitiv zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass es auf Anhieb so gut läuft. Ich konnte gut mitfahren, das hat super gepasst."

Freitag, 13. April 2018

Lamborghini-Pilot Bortolotti startet mit Bestzeit in die Saison

  • Bortolotti Schnellster im 1. Freien Training
  • ADAC GT Masters-Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben
  • SPORT1 überträgt beide Rennen vom ersten Lauf live
Bortolotti fährt Bestzeit im ersten Training
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Die Winterpause ist vorbei: Mit dem ersten Freien Training startete das ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben in seine zwölfte Saison. Die Bestzeit in der Sitzung gelang Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser). Die beiden Rennen des ersten Laufes werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Bortolotti, der bereits bei den offiziellen Testtagen Ende März in Oschersleben mit schnellen Runden glänzte, gelang seine Bestmarke von 1.23,911 Minuten bereits früh in der Sitzung. „Ein guter Start in die Saison. Es ist toll, dass es wieder losgeht“, so der Italiener. „Ich bin zufrieden mit der Bestzeit. Wir werden uns der zweiten Sitzung weiter auf den Rest des Wochenendes vorbereiten. Ich bin immer wieder gerne in Oschersleben. Es ist eine Strecke, die ich mag.“

0,174 Sekunden hinter dem Lamborghini-Werkspiloten kam der Mercedes-AMG von Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-FILTER Team HTP) auf den zweiten Rang. Danach folgte das Audi-R8-Duo von Montaplast by Land-Motorsport. Alessio Picariello (24/B) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus), sie waren mit einer Bestzeit von 1.24,112 Minuten genau 49 Tausendstelsekunden schneller als ihre Teamkollegen Sheldon van der Linde (18/ZA) und Kelvin van der Linde (21/ZA). Die Top-fünf komplettierte der neue Ferrari 488 GT3 von HB Racing, der von Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn) pilotiert wird.

Die Sitzung wurde zwischenzeitlich wegen Reparaturarbeiten an der Leitplanke nach einem Unfall von Lamborghini-Pilot Rolf Ineichen (39/CH, GRT Grasser Racing Team) für längere Zeit unterbrochen.

Neues Highlight-Magazin bei n-tv

In einem neuen Magazin zeigt n-tv in dieser Saison die Höhepunkte von den Rennwochenenden des ADAC GT Masters und der ADAC Formel 4. „PS – ADAC GT Masters“ zeigt in 30 Minuten alles Wichtige von den Läufen der „Liga der Supersportwagen“ und der ADAC-Formelschule. Premiere des Magazins ist am Samstag, 21. April um 9:30 Uhr, die Wiederholung wird am 22. April um 7:30 Uhr ausgestrahlt.

Fan-Highlights in Oschersleben

Auch abseits des Geschehens auf der Rennstrecke lohnt sich der Besuch des Saisonauftaktes des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena. In den zwei Pit Walks am Samstag (10:15–10:45 Uhr) und Sonntag (10:45–11:15 Uhr) können die Fans einen Blick in die Boxen der 23 Rennställe werfen. Autogrammwünsche werden beim Meet the Drivers am Samstag (15:45–16:15 Uhr) vor der ADAC Hospitality erfüllt. Zudem feiert ein neuer Service für die Fans vor Ort Premiere: das Fan-TV. Auf den Videoscreens an den Strecken werden Hintergründe, Interviews und Highlights gezeigt.

DTM-Neuling Frijns beeindruckt im Audi RS 5 DTM

  • Niederländer fährt bei DTM-Tests in Hockenheim die zweitbeste Zeit
  • Audi-Piloten spulen an vier Tagen 6.756 Testkilometer ab
  • Saisonauftakt am 5. und 6. Mai in Hockenheim live bei SAT.1

DTM-Neuling Robin Frijns (26) hat bei den offiziellen DTM-Testfahrten auf dem Hockenheimring einen starken Eindruck hinterlassen. Der Niederländer fuhr mit dem Audi RS 5 DTM die zweitschnellste Zeit des viertägigen Tests.
Audi Fahrerkader 2018
Foto: Audi-Motorsport
Der Neuzugang aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline verpasste die Testbestzeit von Ex-DTM-Champion Bruno Spengler im BMW um lediglich 45 Tausendstelsekunden. „Das war eine starke Runde von Robin“, sagte Andreas Roos, Projektleiter DTM bei Audi. „Dabei stand die Jagd nach der schnellsten Runde bei uns in dieser Woche nicht im Vordergrund. Wir haben vielmehr versucht, die vier Tage optimal zu nutzen, um uns auf die neue Aerodynamik und die geänderten Setup-Optionen einzustellen. Das ist uns gut gelungen. Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert. Aus den Daten gilt es nun, die richtigen Schlüsse für den Saisonauftakt Anfang Mai zu ziehen.“
 
Die drei Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg hatten in Hockenheim fünf Rennautos und einen Testträger im Einsatz. „Der Test war vielversprechend“, sagte Robin Frijns. „Nachdem es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geregnet hatte, war die Strecke am Mittwochmorgen am schnellsten. Davon habe ich bei meinen Qualifying-Simulationen profitiert. Aber auch die Long-Runs, Startübungen und Boxenstopps haben mir viel gebracht.“
 
Mit 303 Runden war der DTM-Neuling auch einer der fleißigsten Fahrer im 18-köpfigen DTM-Starterfeld. Insgesamt spulten die sechs Audi-Piloten von Montag bis Donnerstag 1.477 Runden ab. Das entspricht einer Gesamt-Kilometerleistung von 6.756 Kilometern. Abgesehen von einem Getriebeproblem, das Titelverteidiger René Rast am Dienstag längere Zeit an der Box festhielt, liefen die Audi RS 5 DTM ohne nennenswerte Probleme. Der amtierende DTM-Champion fuhr zum Abschluss des Tests am Donnerstag die Tagesbestzeit.
 
„Wir können mit dem Test zufrieden sein“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Unsere Fahrer haben übereinstimmend berichtet, dass sich das Auto auch mit dem neuen Aerodynamik-Paket gut anfühlt. Wir hoffen weiterhin, dass alle drei Marken wieder sehr eng zusammenliegen. Wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen, werden wir aber frühestens beim Saisonauftakt in Hockenheim wissen. Es wird auf jeden Fall spannend.“
 
Die neue DTM-Saison beginnt am 5. und 6. Mai ebenfalls auf dem Hockenheimring. Tickets und Audi-Fanpakete sind im Internet unter www.audi.com/dtm erhältlich. In Deutschland überträgt der neue TV-Partner SAT.1 den Saisonauftakt live.
 
Die sechs Einsatzautos werden von den Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg bis zum Saisonauftakt noch einmal komplett durchgecheckt und mit den Rennmotoren für die Saison 2018 bestückt. In Kempten, Meuspath und Neustadt an der Weinstraße stehen Boxenstopp-Trainings und letzte Funktionschecks auf dem Programm, ehe es Anfang Mai in Hockenheim zum ersten Mal richtig ernst wird.