Dienstag, 26. September 2017

Lamborghini-Fahrer Ineichen/Engelhart holen letzten Saisonsieg

  • Deutsch-Schweizer Duo gewinnt spektakuläres Finalrennen in Hockenheim
  • Champion Gounon und Keilwitz werden vor Audi-Duo Schmidt/Haase Zweite
  • Callaway Competition sichert sich auch Team-Wertung
Der letzter Saisonsieg geht an das Lamborghini-Duo: Engelhart (l.) / Ineichen
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Mit einem der spektakulärsten Rennen der Saison verabschiedet sich das ADAC GT Masters in Hockenheim in die Winterpause. Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team) holten mit ihrem Lamborghini Huracán den Sieg im 14. Rennen des Jahres. Der neue Champion Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (28/Villingen) sicherten mit Rang zwei Callaway Competition auch den Gewinn der Team-Wertung, der zweite Platz sicherte Keilwitz noch Rang zwei in der Fahrerwertung. Platz drei holten die Audi-Fahrer Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport). "Ich kann es kaum fassen", so Sieger Ineichen im Ziel. "Das war das schwierigste Rennen meiner Karriere. Wir haben gekämpft bis zur letzten Minute."

Spannender Vierkampf um den Sieg

Die erste Hälfte des Finalrennens stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Philipp Eng (27/A, BMW Team Schnitzer) im BMW, der bis zum Fahrerwechsel das Feld anführte, doch danach wurde es an der Spitze turbulent. Nachdem Rolf Ineichen den auf Platz zwei liegenden Lamborghini von Partner Christian Engelhart übernommen hatte, machte der Schweizer Druck auf den führenden BMW, der nun von Nick Catsburg (29/NL) gefahren wurde. Mehrmals versuchte er am M6 GT3 vorbeizukommen. Dahinter schlossen schließlich Porsche-Pilot Robert Renauer (32/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport) und der frischgebackene Champion Jules Gounon zum Führungsduo auf. Renauer überholte kurze Zeit später Ineichen und griff in den Schlussrunden den führenden BMW an. Mehrmals wechselte zwischen dem BMW und dem Porsche die Führung, ehe es in der Schlussrunde ausgangs der Spitzkehre eine Berührung zwischen den beiden Fahrzeugen gab: Während Catsburg weiterfuhr und als Erster die Zielflagge sah, fiel Renauer nach einem Dreher zurück. Doch unmittelbar nach der Zieldurchfahrt wurde Catsburg aufgrund der Kollision mit Renauer nachträglich mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt, das BMW-Duo wurde auf Rang 13 gewertet. Somit kamen Engelhart und Ineichen, der in der Schlussphase den Corvette-Piloten und neuen Champion Gounon hinter sich halten konnte, zu ihrem zweiten Saisonsieg. Ineichen feierte zudem den Laufsieg in der Trophy-Wertung für nicht-professionelle Fahrer. Für das GRT Grasser Racing Team war es der insgesamt dritte Erfolg der Saison.

Keilwitz erkämpft sich Vizetitel

Gounon und Partner Daniel Keilwitz fuhren nach dem Sieg am Samstag als Zweite und Sieger der Junior-Wertung erneut auf das Podest. Beide zeigten eine starke Aufholjagd vom 14. Startplatz. Keilwitz hatte die Corvette bis zum Fahrwechsel bereits auf den vierten Rang nach vorn gefahren. Dank des zweiten Rangs entschied Callaway Competition neben dem Fahrertitel und der Junior-Wertung auch die Team-Wertung für sich. Keilwitz, der wegen eines Beinbruchs sechs Rennen verpasste, wurde noch Gesamtzweiter hinter Teamkollege Gounon.
 
Platz drei ging schließlich an den Audi von Jeffrey Schmidt und Christopher Haase vor den lange um den Sieg kämpfenden Porsche-Fahrern Robert Renauer und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) auf Position vier. Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde) und Frank Stippler (42/Bad Münstereifel, beide BWT Mücke Motorsport) im Audi gelang mit Rang fünf die beste Platzierung der Saison. Nachdem sie in der Anfangsphase des Rennens von einem Audi umgedreht wurden, kamen Ezequiel Perez Companc (23/RA) und Mirko Bortolotti (27/I) im zweiten Lamborghini des GRT Grasser Racing Team noch auf Platz sechs.
 
Rang sieben ging an Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard) im Porsche 911, danach sahen die letztjährigen Champions Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) mit ihrem Audi die Zielflagge. Die Top Ten komplettierten Luca Stolz (22/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Team Zakspeed) im besten Mercedes-AMG sowie Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen) und Patric Niederhauser (25/CH, beide Aust Motorsport) in einem weiteren Audi R8.

Stimmen der Sieger

Christian Engelhart (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3):
"Ein fantastisches Rennen. Wir kamen optimal vorbereitet nach Hockenheim und hatten von der ersten Session an ein perfektes Auto. Ich habe im Qualifying eine perfekte Runde erwischt. Im Rennen bin ich bis zum Fahrwechsel an Philipp Eng drangeblieben. Dann haben wir durch einen früheren Boxenstopp versucht, am BMW vorbeizukommen. Fast hätte es auch geklappt. Nick Catsburg hatte in der zweiten Rennhälfte nicht die Pace, weshalb er die Verfolge aufgehalten hat. Dass Rolf in der turbulenten Schlussphase so bedacht gefahren ist und wir jetzt uns über den Sieg freuen können, ist gigantisch."
 
Rolf Ineichen (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3):
"Ich bin super happy. Es tut mir ein bisschen leid für Robert Renauer, der ein tolles Rennen gefahren ist und den Sieg auch verdient gehabt hätte. Ich habe am Anfang vielleicht etwas zu viel gepusht, als ich versucht habe, am BMW vorbeizukommen. Dadurch haben am Ende die Hinterreifen extrem abgebaut. Es war nicht einfach die Corvette hinter mir zu halten, vor allem vor der Spitzkehre
."

Sonntag, 24. September 2017

René Rast gewinnt turbulentes Sonntagsrennen

  • Jamie Green tragischer Held in einer dramatischen Schlussphase
  • Audi feiert erneut einen Dreifach-Erfolg
  • 35.500 Zuschauer besuchen DTM-Wochenende in Spielberg
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
René Rast hat das DTM-Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg gewonnen. In einer dramatischen Schlussphase überquerte der Mindener nach 39 Runden vor seinen Audi-Markenkollegen Mike Rockenfeller und Nico Müller die Ziellinie. Für Rast ist es der dritte Sieg im 19. DTM-Rennen. Bereits am Samstag feierten die Ingolstädter in der Steiermark einen Dreifach-Erfolg. Tragische Figur in einem abwechslungsreichen Rennen war Jamie Green. In Führung liegend fiel der Brite zwei Runden vor Schluss mit Getriebeproblemen bis auf Platz 14 zurück. In der DTM-Fahrerwertung führt vor dem großen Finale in Hockenheim weiterhin Mattias Ekström. Der Audi-Pilot wurde hinter Mercedes-AMG-Pilot Gary Paffett Fünfter. Als Sechster sah Marco Wittmann im BMW M4 DTM die Zielflagge.

Jamie Green musste eine bittere Pille schlucken: Von der Pole-Position gestartet fuhr der Brite ein souveränes Rennen, führt den 16. Saisonlauf bis Runde 38 an. Mit den 25 Punkten für den Sieg hätte Green in der DTM-Fahrerwertung den Abstand auf Ekström deutlich verkürzt. Doch ein Getriebeproblem an seinem Audi RS 5 DTM verhinderte den Sieg. „Das war wirklich sehr schade. Heute war einfach nicht mein Tag“, sagte er nach dem Rennen. Platz eins erbte Markenkollege Rast, der damit in der Fahrerwertung auf Platz zwei vorrückt. „Wir haben das Rennen kontrolliert, aber das Safetycar hat alles durcheinandergewirbelt. Der Titelkampf ist jetzt offen wie nie, aber da kann noch einiges passieren. In Hockenheim wissen wir mehr“, sagte Rast.

Die Safetycar-Phase war nach einer Kollision zwischen Auer und Spengler nötig geworden, als sich der Österreicher nicht schnell genug aus dem Grünstreifen befreien konnte. Nach Platz acht am Samstag blieb der Österreicher bei seinem Heimspiel diesmal ohne Punkte. Beim Restart in Runde 31 konnte die Spitze ihre Positionen behaupten, großer Verlierer des Indycar-Starts war allerdings Marco Wittmann. Der Fürther fiel von Position vier auf sieben zurück. Am Ende wurde Wittmann Sechster. Profiteur war hingegen Gary Paffett. Der Brite war vor dem Restart Siebter und sah als Vierter die Zielflagge.

Die Tabellensituation ist vor den letzten beiden Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg weiterhin spannend: Bei noch 56 zu vergebenden Punkten haben rechnerisch noch sechs Piloten Chancen auf den Titel, allen voran der Führende Ekström. Der Schwede hat 172 Punkte auf seinem Konto und liegt damit 21 Zähler vor Rast (151). Green (137), Rockenfeller, Wittmann (beide 134) und Auer (131) haben ebenfalls noch Chancen auf die DTM-Krone. Die Titelentscheidung fällt vom 13. bis 15. Oktober 2017 in Hockenheim in den Saisonrennen 17 und 18.

DTM: Wieder Pole für Jamie Green

Erneute Pole für Jamie Green (Audi)
Foto: Jens Hawrda
Nach seiner Pole-Position für das Samstagsrennen holt sich Jamie Green auch die Pole für das zweite Rennen des Wochenendes am Sonntag. Mit einer Rundenzeit von 1:21,955 Minuten qualifizierte sich Green für die Pole-Position – die 13. in seiner DTM-Karriere. Pole am Samstag und am Sonntag: Das gelangen vor ihm lediglich Edoardo Mortara (2016, Budapest) und Antonio Félix da Costa (2016, Finale Hockenheim).

Neben ihm in der ersten Startreihe steht im 16. Saisonrennen sein Markenkollege René Rast, der sich gestern nach einem Dreher im Rennen um wichtige Punkte für die Fahrerwertung brachte. Startplatz drei sicherte sich im 20-minütigen Qualifying Marco Wittmann im BMW M4 DTM. Mattias Ekström, Sieger am Samstag und Tabellenführer, wurde Achter. Im Rennen wird der Weg nach vorne für den Schweden schwer werden: Mit Gary Paffett und Timo Glock stehen ein Mercedes-AMG und ein BMW auf den Startpositionen sechs und sieben direkt vor ihm – die zwei BMW von Tom Blomqvist und Bruno Spengler dahinter. Als Letzter startet Lucas Auer im Mercedes-AMG C 63 DTM in sein Heimrennen. Der Rückstand des Österreichers auf die schnellste Zeit von Green beträgt allerdings lediglich 0,727 Sekunden.

Stimmen der drei bestplatzierten Fahrer

Jamie Green
(Platz eins, Audi): „Das ist sehr selten in der DTM, dass derselbe Fahrer an einem Wochenende zweimal die Pole-Position holt. 2015 habe ich am Lausitzring schon zwei Rennen an einem Wochenende gewonnen. Ich will jedes Rennen gewinnen. Am Ende ist die DTM aber auch ein Teamsport. Audi ist sehr motiviert, in Bezug auf den Titel in der Fahrerwertung. Das ist unser gemeinsames Ziel.“

René Rast
(Platz zwei, Audi): „Gestern hatte ich mir mit einem kleinen Fehler in der ersten Runde das Auto zerstört. Mit dem zweiten Reifensatz ging dann nicht mehr viel. Heute hatte ich mit beiden Sätzen einen sauberen Run. Jamie war einen Tick schneller als ich. Mit der Teamleistung können wir zufrieden sein. Es kann noch alles passieren in den letzten drei Rennen. Ein schlechtes Qualifying und du bist ruckzuck aus den Punkten raus. Es sind noch 81 Punkte zu vergeben. Auch für mich ist noch alles möglich, auch wenn es sehr schwer wird.“

Marco Wittmann
(Platz drei, BMW): „Spielberg liegt mir, hier war ich schon immer schnell. Das hat sich heute wieder bestätigt. Es wird wieder ein schweres Rennen für uns werden, da die Audis über die Distanz etwas stärker sind. Aber, wir versuchen unser Bestes. Mit Platz drei kann ich voll zufrieden. Das Pünktchen nehme ich gerne mit.“

DTM: Drittes Freies Training geht an Ekström

Foto: Jens Hawrda
Nach seinem Sieg vom Vortag holt sich Mattias Ekström (Audi) auch due Bestzeit am Sonntag beim dritten Freien Training in Spielberg. Insgesamt lief es für Audi aber auch wieder hervorragend, denn alle sechs Audi-Fahrer platzierten sich den Top neun. Der Tabellenführer Ekström fuhr am Red Bull Ring mit einer Rundenzeit von 1:22,059 Minuten auf Platz eins. Es folgten die Markenkollegen Mike Rockenfeller (1:22,101) und Jamie Green (1:22,284), der in den ersten beiden Freien Trainings jeweils der Schnellste gewesen war. „Das war das Beste, was ich kann. Das Auto war sehr gut. Es war sehr frisch heute Morgen, die Autos hatten viel Grip. Aber im Qualifying werden die Temperaturen wärmer sein. Mal gucken, ob es dann auch zu einem Spitzenplatz reicht“, sagte Ekström.

Bester Mercedes-AMG-Fahrer war Gary Paffett auf Rang vier in 1:22,287 Minuten. Lokalmatador Lucas Auer belegte Rang sechs (1:22,374). „Das Freie Training ist wie immer irrelevant und wenig aussagekräftig. Mein Ziel im Qualifying muss die Top Ten sein“, sagte der Österreicher. Erneut abgeschlagen waren die BMWs. Marco Wittmann war in 1:22,923 Minuten als Elfter noch der Beste. Letzter wurde Edoardo Mortara. Der Mercedes-AMG-Pilot konnte aufgrund eines Kraftstoffdruckproblems nur fünf Runden absolvieren.

Samstag, 23. September 2017

Josh Files erneut Meister der ADAC TCR Germany

  • Der Brite wird Zehnter und ist im letzten Saisonrennen nicht mehr einzuholen
  • Proczyk holt den ersten Sieg für Opel - Rennen nach Unfall vorzeitig abgebrochen
  • Mike Halder wird Zweiter und festigt den zweiten Platz in der Meisterschaft
Josh Files erneut Meister der TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat seinen Titel in der ADAC TCR Germany erfolgreich verteidigt. Der Brite belegte im Honda Civic TCR beim vorletzten Rennen der Tourenwagenserie des ADAC in Hockenheim den zehnten Rang und ist damit in der Tabelle von Titelkontrahent Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) im Finalrennen am Sonntag (15.15 Uhr) nicht mehr einzuholen. Das 13. Rennen gewann Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing), der dem Opel Astra TCR den ersten Sieg in der ADAC TCR Germany bescherte. Hinter Mike Halder im Seat Leon TCR fuhr Steve Kirsch (38, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) im Honda als Dritter aufs Podium. Der Lauf wurde nach einem Unfall von Jasmin Preisig (25, Schweiz, Lubner Motorsport) vorzeitig abgebrochen. Die Schweizerin klagte nach dem Unfall über Rückenschmerzen und wurde für weitere medizinische Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert.

"Die Hauptsache ist, dass es Jasmin gut geht! Darüber bin ich sehr froh", sagte Champion Josh Files: "Doppel-Champion zu sein, ist ein sensationelles Gefühl. Die Bindung zum Team ist noch enger als im vergangenen Jahr, die Gegner waren noch stärker und alles noch intensiver. Ich war echt nervös vor dem Start, aber zum Glück hat alles geklappt. Jetzt freue ich mich auf einen tollen Fight morgen!"

Vierter wurde Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC), der bester Audi RS3 LMS wurde und seine Chance auf die Vizemeisterschaft wahrte. VW Golf GTI-Fahrer Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) belegte den fünften Rang, der Sieger der Honda Rookie Challenge war damit erneut bester Nachwuchsfahrer im Feld. Die Plätze sechs bis zehn belegten die Audi-Fahrer Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) und Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) sowie Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) im Honda, Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee, Aust Motorsport) im Audi und Josh Files. Derweil fuhr Luigi Ferrara (35, Italien, V-Action Racing Team) beim Debüt des Alfa Romeo Giulietta TCR als 17. auf Anhieb in die Punkte.

Proczyk, der für das Finale von Seat auf Opel umgestiegen ist, erwischte keinen idealen Start, er verteidigte seine Führung auf den ersten Metern dennoch und fuhr anschließend schnell ein Polster auf die Verfolger heraus. Dahinter lieferten sich van der Linde, Halder und Kirsch intensive Duelle um die Podiumsplätze - das wiederum spielte Proczyk in die Karten, der so bereits mit Ende der ersten Runde einen Vorsprung von 1,7 Sekunden herausgefahren hatte.

Halder entschied die Verfolgerduelle für sich und festigte Platz zwei. Dahinter folgten Kirsch und van der Linde. Josh Files hielt sich auch bei einigen Zweikämpfen schadlos und pendelte immer wieder zwischen den Plätzen neun bis elf. Nach dem Ausscheiden von Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) und dem Unfall von Jasmin Preisig kam das Safety Car bei noch knapp 17 Minuten Restdauer auf die Strecke. Anschließend wurde das Rennen abgebrochen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany


Harald Proczyk
(Sieger, HP Racing): "Der Sieg hat einen faden Beigeschmack. Es ist nie schön, wenn man einen Unfall miterlebt. Zum Glück geht es Jasmin den Umständen entsprechend gut."

Mike Halder (Zweiter, Wolf-Power Racing): "Der Sieg wäre heute schwer gewesen, Hari war sehr schnell. Meine erste Runde war gut, ich konnte das Tempo als Zweiter ganz gut bestimmen. Morgen will ich den zweiten Platz in der Gesamtwertung heimbringen, irgendwie fehlt mir noch immer der eine Sieg. Vielleicht klappt es ja morgen!"

Steve Kirsch (Dritter, Honda Team ADAC Sachsen): "Morgen wird es schwieriger vom achten Platz. Das Rennen war etwas zu kurz für uns, aber die Gesundheit steht immer im Vordergrund. Wenn ich morgen nochmals aufs Podium fahre, dann ist es ein gelungener Abschluss."

Luca Engstler (Fünfter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler): "Ich hatte die Chance, aufs Podium zu kommen - aber im Duell mit Steve Kirsch ist dann van der Linde vorbeigekommen. Er ist halt ein Top-Fahrer, der braucht keine zwei Chancen."