Montag, 18. September 2017

Ausverkauftes Haus beim Red Bull Air Race auf dem Lausitzring

Muroya feiert dritten Saisonsieg / Weltmeister Dolderer hat alles riskiert

Matthias Dolderer scheidet nach einem Pylonenfehler aus und wird am Ende nur Zwölfter
Foto: redbullairrace.com
Weltmeister Matthias Dolderer hat bei der siebten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 vor ausverkauftem Haus auf dem Lausitzring alles riskiert, konnte seinen zweiten Platz vom vergangenen Jahr aber nicht wiederholen. Am Ende belegte der 47-jährige Tannheimer Rang zwölf. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber die Kulisse war mega.“ Den Sieg sicherte der Japaner Yoshihide Muroya vor dem Australier Matt Hall und WM-Spitzenreiter Martin Šonka aus der Tschechischen Republik. Beim finalen Rennen der Saison am 14./15. Oktober in Indianapolis haben noch vier Piloten die Chance, Weltmeister zu werden.

Lausitz (Deutschland) – Der Deutsche Matthias Dolderer wollte bei seinem Heimrennen auf dem Lausitzring seinen Aufwärtstrend in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft fortsetzen und vor ausverkauftem Haus an den zweiten Platz aus dem vergangenen Jahr an gleicher Stelle anknüpfen. Nach dem guten Qualifying am Samstag traf der Weltmeister in der ersten K.-o.-Runde des Renntages auf den Spanier Juan Velarde. Der legte in 50.650 Sekunden eine fantastische Zeit vor. Dolderer musste alles geben, führte auch bei der ersten Zwischenzeit mit der Winzigkeit von 0,001 Sekunden, musste dann aber auf dem Weg zu Gate sieben leicht korrigieren, touchierte einen Pylon und kassierte drei Strafsekunden.

„Natürlich ist die Enttäuschung riesig. Vor so einer Megakulisse, so vielen Fans zu fliegen und dann in der ersten Runde mit einem Pylon-Hit auszuscheiden, ist ärgerlich“, so Dolderer. „Es war unser eigener Fehler. Wir haben eine Linie zu gestern verändert, das hätten wir besser nicht machen sollen. Es ist einfach nicht mein Jahr, aber jetzt konzentrieren wir uns auf das finale Rennen in Indianapolis.“

Der Lausitzring war nach 2010 und 2016 zum dritten Mal Austragungsort eines Red Bull Air Race. Insgesamt verfolgten die packende Action am gesamten Rennwochenende 30.000 Zuschauer, am Sonntag war der Lausitzring ausverkauft.

Den Sieg beim vorletzten Rennen der Saison sicherte sich in einem packenden Final 4 der Japaner Yoshihide Muroya vor dem Australier Matt Hall und WM-Spitzenreiter Martin Šonka aus der Tschechischen Republik. Für den Japaner war es nach San Diego bereits der dritte Sieg in dieser Saison. Er verbesserte sich damit im WM-Gesamtklassement auf Rang zwei (59 Punkte) und liegt nur noch vier Punkte hinter WM-Spitzenreiter Šonka (63). Dritter ist aktuell der Kanadier Pete McLeod (56), und auch der Viertplatzierte Kirby Chambliss (USA/52) kann noch Weltmeister werden. Dolderer rangiert mit 27 Punkten auf Rang acht.

In der Challenger Class musste sich der Deutsche Florian Berger lediglich dem Schweden Daniel Ryfa geschlagen. Der 28-Jährige aus Ingolstadt verteidigte aber seine Spitzenposition in der Gesamtwertung und kann beim Finale in Indianapolis (14./15. Oktober) seinen zweiten Titel in Folge perfekt machen.

Am Montag, den 18. September, und Dienstag, den 19. September, sind die Highlights nochmals im Free-TV auf Sport1 zu sehen. Sport1+ zeigt am 23. und 26. September ebenfalls nochmals die Highlights vom Lausitzring.
Podest vom Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Ergebnisse Rennen Lausitzring:

1. Yoshihide Muroya (JPN), 2. Matt Hall (AUS), 3. Martin Šonka (CZE), 4. Juan Velarde (ESP), 5. Pete McLeod (CAN), 6. Kirby Chambliss (USA), 7. Mikaël Brageot (FRA), 8. Petr Kopfstein (CZE), 9. Nicolas Ivanoff (FRA), 10. François Le Vot (FRA), 11. Cristian Bolton (CHI), 12. Matthias Dolderer (GER), 13. Peter Podlunšek (SLO), 14. Michael Goulian (USA)


WM-Ranking:

 1. Martin Šonka (CZE) 63 Punkte, 2. Yoshihide Muroya (JPN) 59, 3. Pete McLeod (CAN) 56, 3. Kirby Chambliss (USA) 52, 5. Matt Hall (AUS) 37, 6. Petr Kopfstein (CZE) 37, 7. Juan Velarde (ESP) 28, 8. Matthias Dolderer (GER) 27, 9. Michael Goulian (USA) 24, 10. Mikaël Brageot (FRA) 19, 11. Nicolas Ivanoff (FRA) 16, 12. Peter Podlunšek (SLO) 14, 13. François Le Vot (FRA) 9, 14. Cristian Bolton (CHI) 7

GT-Masters: Vorerst kein Sieger am Sachsenring

  • Disqualifikation beider Fahrzeuge des Mercedes-AMG Team ZAKSPEED
  • Kein Sieger und Zweitplatzierter im Sonntagsrennen aufgrund von laufendem Berufungsverfahren
Foto: Jens Hawrda
Mercedes-AMG dominierte das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring. Luca Stolz (22/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) fuhren im Mercedes-AMG GT3 vor ihren Teamkollegen Nicolai Sylvest (20/DK) und Yelmer Buurman (30/NL, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) als Erste über die Ziellinie. Im Anschluss an das Rennen wurden beide Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team ZAKSPEED für das Rennen am Sonntag und auch für das Rennen am Samstag disqualiziert, da sie nicht der GT3-Homologation entsprachen. Da das Mercedes-AMG Team ZAKSPEED gegen diese Entscheidung fristgerecht Berufung angekündigt hat, gibt es bis zur Verhandlung vor dem Berufungsgericht des DMSB keinen Sieger und Zweitplatzierten für das Rennen am Sonntag, sowie keinen Zweitplazierten des Samstagsrennens. Die nachfolgenden Fahrzeuge rücken nicht auf, das Ergebnis der Wertungsläufe 11 und 12 ist vorläufig. Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und Edoardo Mortara (30/I, beide BWT Mücke Motorsport) belegten in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 am Sonntag Platz drei.
Mercedes-AMG-Quartett souverän vorn
Vier Mercedes-AMG bestimmten das Rennen am Sonntag. Pole-Setter Yelmer Buurman blieb beim Start vorn und verteidigte die Führung bis zu den Boxenstopps gegen Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport), der von den Markenkollegen Mortara und Ludwig verfolgt wurde. Auch nach den Fahrerwechseln blieb der jetzt von Buurmans Partner Sylvest pilotierte AMG-Mercedes vorn. Dahinter kämpfte sich Ludwigs Teamkollege Luca Stolz auf Platz zwei nach vorn. Dabei ließ er Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) hinter sich, die von Mortara und Götz übernommen hatten. In der letzten Runde übernahm Stolz schließlich die Führung von Sylvest und überquerte die Ziellinie als Erster.
DTM-Pilot Edoardo Mortara holt gemeinsam mit Sebastian Asch den dritten Platz
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Rang drei ging an DTM-Pilot Mortara und Asch vor Götz und Assenheimer. Beste Audi-Piloten waren als Fünfte Jeffrey Schmidt (23/CH)/Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor dem Tabellenzweiten Philipp Eng (27/A) und dessen Teamkollegen Nicky Catsburg (29/NL, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6. Der Gesamtführende Jules Gounon und Partner Renger van der Zande (31/NL, beide Callaway Competition) schieden nach einem durch Steinschlag verursachten Kühlerschadens an ihrer Corvette C7 aus. Vor dem Finale am kommenden Wochenende in Hockenheim liegt Gounon nun 20 Punkte vor Titelkontrahent Eng.
Rang sieben ging an den Lamborghini Huracán von Marco Mapelli (30/I) und Norbert Siedler (34/A, beide Team HB Racing). Dahinter platzierte sich der Audi R8 der Brüder Sheldon van der Linde (18/ZA) und Kelvin van der Linde (21/ZA, beide Aust Motorsport). Die Top Ten komplettierten Youngster Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde) und Filip Salaquarda (33/CZ, beide BWT Mücke Motorsport) in einem weiteren Audi und Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche 911.

Sonntag, 17. September 2017

TCR: Files siegt vor Halder – Entscheidung fällt am Hockenheimring

  • Fünfter Saisonsieg für den Titelverteidiger – nun 78 Punkte Vorsprung auf Halder
  • Luca Engstler wird Sechster und damit erneut bester Rookie
  • Großes Finale der ADAC TCR Germany am kommenden Wochenende in Hockenheim
Podium vom Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Entscheidung in der Meisterschaft der ADAC TCR Germany vertagt: Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat das zwölfte Rennen der Tourenwagenserie des ADAC auf dem Sachsenring gewonnen, weil sein Verfolger Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) aber Zweiter wurde, wird der Titelkampf erst am kommenden Wochenende inHockenheim entschieden. Honda Civic TCR-Fahrer Files hat nun 357 Punkte auf dem Konto undda mit 78 mehr als Seat Leon TCR-Pilot Mike Halder – beim Finale in Hockenheim kommt es zum Höhepunkt im spannenden Zweikampf um den Titel.

„Warum muss mir Mike das nur antun?“, sagte Files lachend: „Nein, im Ernst. Natürlich will er gewinnen, das möchte ich auch. Die Meisterschaft ist wichtig, aber am meisten Spaß habe ich, wenn ich Rennen gewinne. Das steht im Vordergrund. Das Auto war toll, der Kampf zwischen Mike und mir auch. Aber zum Ende hin hatte ich alles im Griff.“

Dritter wurde Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) vor Lokalmatador Steve Kirsch (38,Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) und Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V.), der am Vortag im Audi RS3 LMS seinen ersten Sieg überhaupt gefeiert hatte. Luca Engstler (17, WIggensbach, Liqui Moly Team Engstler) wurde im VW Golf GTI TCR Sechster, der Führende der Honda Rookie Challenge feierte damit einen weiteren Erfolg in der Nachwuchswertung der ADAC TCR Germany.

Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) folgte als Siebter vor Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) im VW sowie den beiden Audi-Fahrern Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) und Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V.). Files, der von der Pole Position ins Rennen gegangen war, startete stark und setzte sich zunächst von der Konkurrenz ab. Mike Halder allerdings machte sich prompt auf die Verfolgung: Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot arbeitete sich von Startplatz fünf aus erst auf drei vor, überholte dann auch noch Kris Richard und war zu Beginn der zweiten Runde Zweiter.

Und Halder, der bereits im Vorfeld angekündigt hatte, Files noch ärgern zu wollen, machte Druck auf den Champion. Runde für Runde kam der 21-Jährige dem Honda Civic TCR des Briten näher, doch auch der Gejagte hielt entschlossen dagegen. Das Duell, das die Fans der ADAC TCR Germany in diesem Jahr schon mehrfach beobachten durften, setzte sich zunächst fort: Halder machte Druck, Files versuchte, die Angriffe abzuwehren. Und das mit Erfolg: In der zweiten Phase des Rennens setzte sich der Mann aus Norwich wieder ab, Halder konzentrierte sich fortan darauf, seinen zweiten Platz zu verteidigen.

Dahinter fanden zahlreiche Positionskämpfe statt, und Steve Kirsch war schnell erster Verfolger des Spitzentrios. Für den Lokalmatador, der am Vortag ausgeschieden war, nahm das Heimspiel mit dem guten vierten Rang letztlich ein versöhnliches Ende. Van der Linde, der auch im ADAC GT Masters an der Seite seines Bruders Kelvin startet, wehrte die Angriffe von Luca Engstler stark ab und war erneut bester Audi, während Hari Proczyk seinen Aufwärtstrend aus den vergangenen Wochen auch am Sachsenring bestätigte.

Die Entscheidung in der Tourenwagenserie des ADAC fällt somit am kommenden Wochenende beim großen Finale in Hockenheim. Dort sind im Idealfall 85 Punkte zu vergeben, Halder hat somit weiterhin Chancen auf den Titel.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany:

Mike Halder
(Zweiter, Wolf-Power Racing): „Ich gebe nicht auf. Das war sehr gutes Rennen. Ich hatte einen super Start, konnte gleich Kris Richard überholen und mich an die zweite Stelle setzen. Ich habe stark gepusht, um Josh noch einzuholen, kam zwischendurch auch näher an ihn ran. Aber meine Vorderreifen haben ab der Hälfte des Rennens abgebaut und ich konnte zum Schluss nicht mehr ganz die Pace von Josh mitgehen. Ich habe Punkte gesammelt für die Meisterschaft, die ja immer noch nicht final entschieden ist. In der nächsten Woche werde ich wieder angreifen, denn natürlich wäre es noch schön, irgendwann mal Erster zu werden. Ich war bisher ziemlich oft auf dem Podium, immer Zweiter oder Dritter, nie Erster. Wir kämpfen hart und vielleicht gelingt es uns in Hockenheim.“


Kris Richard (Dritter, Target Competition): „Das war ein gutes Rennen, auch wenn ich anfangs das Tempo nicht ganz mitgehen konnte. Ich bin happy, dass es geklappt hat, und jetzt freue ich mich aufs Wochenende in Hockenheim.“

Luca Engstler (Sechster und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler): „Ich habe im Rennen nicht zu viel Harakiri gemacht, sondern Punkte mitgenommen für die Gesamtwertung. Mein Fokus liegt auf der Gesamtwertung. Jetzt ist das Ziel einfach, schnellster Golf zu sein und in der Gesamtwertung noch viele Punkte zu sammeln. Ich fahre heute noch nach Hause, gehe Montag, Dienstag noch in die Schule und dann geht's ab nach Hockenheim.“

Albert Deuring (Technischer Leiter Target Competition): „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Das war ein hartes Wochenende. Gut angefangen, Qualifying sehr schwierig, viel Glück gehabt, dass wir vorgerutscht sind. Toller Abschluss. Wenn es nach mir geht, hätten wir es hier schon klarmachen können.“

Mercedes-AMG dominiert zweites Qualifying auf dem Sachsenring

  • Erste Pole-Position im ADAC GT Masters für Yelmer Buurman
  • DTM-Star Edoardo Mortara startet von Rang drei
  • SPORT1 übertragt Rennen am Sonntag ab 13.00 Uhr live
Yelmer Buurmann holt die Pole für Merfcedes
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Mercedes-AMG war im zweiten Qualifying des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring das Maß der Dinge: Gleich vier GT3-Sportwagen mit Stern platzierten sich auf den ersten vier Positionen. Yelmer Buurman (30/NL, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) war in der erneut sehr engen Session nur 0,035 Sekunden schneller als Markenkollege Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) und sicherte sich seine erste Pole-Position in der "Liga der Supersportwagen". DTM-Pilot Edoardo Mortara (30/I, BWT Mücke Motorsport) fuhr bei seinem Debüt im ADAC GT Masters auf Platz drei. Das zwölfte Saisonrennen wird von SPORT1 ab 13.00 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Buurman, der sein erstes Rennwochenende für die Zakspeed-Mannschaft bestreitet, stellte mit 1.17,333 Minuten einen neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord auf dem Sachsenring auf. "Das habe ich nicht erwartet", so der Niederländer. "Ich dachte nicht, dass ich unter die ersten Drei fahren würde. Aber das Auto war phantastisch. Am Anfang war es recht schwierig, da der Asphalt sehr kalt war. Es hat etwas gedauert bis die Reifen auf Temperatur waren. Ich war zwar nur knapp schneller, aber Platz eins ist Platz eins. Wenn im Rennen alles gut läuft, sollten wir eine Chance auf den Sieg haben."

Mercedes-AMG-Markenkollege Maximilian Götz musste sich trotz zwei Sektorenbestzeiten am Ende mit dem zweiten Startplatz begnügen. Dahinter platzierte sich DTM-Pilot Edoardo Mortara, der in seinem ersten Zeittraining im ADAC GT Masters gleich auf Platz drei fuhr. Luca Ludwig (28/Bornheim, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) komplettierte das Mercedes-AMG-Quartett an der Spitze der Klassements.

Fünfter wurde Audi-Pilot Christopher Haase (29/Kulmbach, Montaplast by Land-Motorsport) vor Marco Mapelli (30/I, Team HB Racing) im schnellsten Lamborghini Huracán. 15 Fahrer qualifizierten sich auf der 3,645 Kilometer langen Berg-und-Tal-Bahn innerhalb von knapp einer Sekunde.

Samstag, 16. September 2017

Audi-Duo De Phillippi/Mies wahrt Titelchance mit Sachsenring-Sieg

  • Vorjahreschampions wahren mit Erfolg Chancen auf Titelverteidigung
  • Platz zwei und Rookie-Sieg für Sylvest/Buurman im Mercedes-AMG
  • Lokalmatador Kirchhöfer und Niederländer Dontje werden Dritte

Von der Pole-Position zum Sieg: Die Audi-Fahrer Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport waren auf dem Sachsenring im elften Rennen des ADAC GT Masters nicht zu schlagen. Dank ihres zweiten Saisonsiegs haben sie weiterhin Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der "Liga der Supersportwagen". Die weiteren Podestplätze gingen an die Mercedes-AMG-Duos Nicolai Sylvest (20/DK)/Yelmer Buurman (30/NL, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) und Indy Dontje (24/NL)/Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). "Wir sind wieder da, wo wir hingehören", jubelte Mies. "Ich freue mich für das ganze Team. Es hat zuletzt wirklich hart gearbeitet und uns diesen Erfolg ermöglicht."

Führungsduo setzt sich ab

Pole-Setter de Phillippi verteidigte beim Start die Führung, Mercedes-AMG-Pilot Nicolai Sylvest verbesserte sich auf den zweiten Platz und setzte den führenden Audi unter Druck. Im spannenden Kampf um die Spitze setzten sich De Phillippi und Sylvest bis zu den Pflichtboxenstopps um mehr als zehn Sekunden von ihren Verfolgern ab.
Das Führungsduo setze sich bereits in der Anfangsphase des Rennens deutlich vom Feld ab
Foto: Jens Hawrda
Nach den Fahrerwechseln bestimmte De Phillippis Partner Christopher Mies das Geschehen. Der Audi-Pilot baute seinen Vorsprung auf Yelmer Buurman, der von Sylvest übernommen hatte, zwischenzeitlich auf mehr als drei Sekunden aus. Zwar schob eine späte Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Patric Niederhauser (25/CH, Aust Motorsport) das Feld noch einmal zusammen, doch danach fuhr Mies seinen neunten ADAC GT Masters-Laufsieg souverän ins Ziel. Durch den Start-Ziel-Sieg verbesserten sich De Phillippi/Mies mit nun 96 Zählern auf den dritten Meisterschaftsrang. Bei drei noch ausstehenden Rennen und 33 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Jules Gounon (22/F, Callaway Competition), können sie weiterhin von einer erfolgreichen Titelverteidigung träumen.

Sylvest und Buurman mussten sich um 0,9 Sekunden geschlagen geben. Es war der erste Podestplatz der Saison für den Mercedes-AMG mit der Startnummer 20 und der erste Junior-Sieg des Jahres für Sylvest. Zur Freude der sächsischen Fans gelang Lokalmatador Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg) zusammen mit Indy Dontje (24/NL, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) in einem weiteren Mercedes-AMG als Dritter der Sprung auf das Podest.
Phillipp Eng ist mit Platz vier weiter im Titelrennen
Foto: Jens Hawrda
Dank Platz vier machte der Tabellenzweite Philipp Eng (27/A, BMW Team Schnitzer), der sich den BMW M6 mit Nick Catsburg (29/NL) teilte, zehn Punkte im Titelkampf gut. Der Österreicher liegt nun 28 Punkte hinter Tabellenführer Jules Gounon, der gemeinsam mit Teamkollege (31/NL, beide Callaway Competition) auf Rang neun ins Ziel kam. Fünfte wurden bei ihrem ersten gemeinsamen Einsatz Kelvin van der Linde (21/ZA) und sein jüngerer Bruder Sheldon (18/ZA, beide Aust Motorsport) in ihrem Audi R8. Der Tabellenvierte Kelvin van der Linde wahrte damit ebenfalls seine Titelambitionen.

Die ADAC GT Masters-Debütanten Alessio Picariello (24/B) und Jamie Green (35/GB, beide BWT Mücke Motorsport) fuhren mit ihrem Audi auf Platz sechs vor Klaus Bachler (26/A) und Alex MacDowall (26/GB, beide Schütz Motorsport) im besten Porsche 911. Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) verbesserten sich vom 18. Startplatz bis ins Ziel um zehn Positionen und belegten Rang acht. Den letzten Punkt sicherten sich die Porsche-Piloten Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport).
Das Siegerpodest vom Samstag
Foto: Jens Hawrda
Stimmen der Sieger:

Connor De Phillippi (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): "Das Rennen lief gut. Wir starteten von der Pole-Position und machten keine Fehler. Bereits zum Boxenstopp hatten wir einen kleinen Vorsprung. Der Fahrerwechsel verlief nach Plan. Chris fuhr danach sehr gut, lediglich als das Safety-Car am Ende rauskam wurde es noch einmal eng. Das Rennen morgen wird noch einmal spannend. Aber ich bin mir sicher, Chris macht noch einmal einen so guten Job und wir holen weitere Punkte. Hoffentlich schaffen wir es unter die Top-Fünf."

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): "Das Rennen war gut. Ich bin nach dem Fahrerwechsel als Führender auf die Strecke gefahren und hatte einen Vorsprung von rund zwei Sekunden. Danach hatte ich Pech mit dem Verkehr, habe Schmutz mit den Reifen aufgesammelt und dadurch etwas Zeit verloren. Zum Glück kam das Safety-Car raus, den dadurch konnten sich die Reifen wieder erholen."