Montag, 24. Juli 2017

Mercedes-Benz sieht die Zukunft in der Formel E und verabschiedet sich aus der DTM

  • Einstieg in die Formel E zur Saison 2019/20
  • Ausstieg aus der DTM zum Ende der Saison 2018
  • Toto Wolff: „Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben.“
  • Jens Thiemer: „Die Formel E ist für uns ein konsequenter Schritt, um die Leistungsfähigkeit unserer attraktiven batterieelektrischen Fahrzeuge der Technologiemarke EQ zu demonstrieren.“

Mercedes setzt auf die Zukunft und verlässt die DTM zugunsten der Formel-E
Foto: Mercedes-Motorsport
Mercedes‑Benz hat eine strategische Neuausrichtung seines Motorsport-Engagements vorgenommen. Die Marke mit dem Stern verabschiedet sich zum Ende der Saison 2018 von der DTM. Ab dem Folgejahr wird Mercedes‑Benz in der Formel E an den Start gehen.

Mit dieser neuen Aufstellung wird Mercedes-Benz in Serien an beiden Enden des Motorsportspektrums antreten. Auf der einen Seite die Formel 1, die als Königsklasse des Motorsport für Hightech-Motorsport und Wettbewerb auf höchstem Niveau steht, auf der anderen Seite die Formel E, die den Wandel der Automobilindustrie verkörpert.

Mit so vielen Titeln wie möglich aus der DTM verabschieden

Seit der Gründung der „neuen“ DTM haben wir in bisher 18 Rennsaisons in Folge viele tolle Rennen, spektakuläre Duelle und einen Wettbewerb auf Augenhöhe erlebt. Wir durften Meisterschaften feiern und mussten Niederlagen einstecken. Dabei haben wir jede Sekunde genossen.

„Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben“, sagt Toto Wolff. „Mein Dank geht an alle Mitarbeiter, die über Jahre hinweg in der DTM tolle Arbeit geleistet und Mercedes-Benz zum erfolgreichsten Hersteller der Serie gemacht haben. Auch wenn so ein Abschied natürlich schwer fällt, werden wir in dieser und nächster Saison alles dafür tun, uns mit so vielen Titeln wie möglich aus der DTM zu verabschieden. Das sind wir unseren Fans und uns selber schuldig.“

In bisher 26 Saisons konnten wir zehnmal die Fahrermeisterschaft, dreizehnmal die Teamwertung und sechs Markenmeisterschaften gewinnen (jeweils DTM+ITC). Gemeinsam mit unseren Fans haben wir 183 Rennsiege, 128 Pole-Positions sowie 540 Podestplätze gefeiert.

„Mit dem Ausstieg aus der DTM geht für uns eine langjährige Motorsport-Ära zu Ende. Wir blicken mit Stolz auf das Engagement unserer Teams, Fahrer, Partner und den zahlreichen Helfern hinter den Kulissen zurück, die die DTM oft genug zu einer faszinierenden Plattform für unsere Kunden und Markenfans gemacht haben“, sagt Dr. Jens Thiemer, Vice President Marketing Mercedes-Benz Cars. „Nun ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.“

Die Formel E ist mit einem spannenden Start-up-Unternehmen vergleichbar

Elektromobilität hat für Mercedes‑Benz schon heute einen sehr großen Stellenwert, der in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Die Formel E bietet dabei die perfekte Plattform, die Wettbewerbsfähigkeit batterieelektrischer Antriebe der Technologiemarke EQ im Renneinsatz unter Beweis zu stellen.

„Mercedes-Benz vermarktet künftige batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge unter dem Label EQ“, sagt Dr. Jens Thiemer. „ Die Formel E ist für uns ein konsequenter Schritt, um die Leistungsfähigkeit unserer attraktiven batterieelektrischen Fahrzeuge zu demonstrieren und die Technologiemarke EQ im Motorsport und Marketing emotional aufzuladen.“

Toto Wolff sieht die Formel E als eine vollkommen neue Rennserie, die vor allem die schnellen Veränderungen in der Automobilindustrie widerspiegelt:„Wie in jedem anderen Bereich wollen wir im Motorsport Benchmark im Premiumsektor sein und auch neue innovative Wege bestreiten. Das decken wir perfekt mit Formel 1 und Formel E ab. Die Formel E ist mit einem spannenden Start‑up-Unternehmen vergleichbar: Sie bietet ein brandneues Format, das Rennen mit einem starken Eventcharakter kombiniert, um aktuelle und zukünftige Technologien zu bewerben. Für einen Hersteller ist die Formel E eine interessante Plattform, um die Elektrifizierung einem neuen Publikum vorzustellen. Und das in einem ganz anderen Format als es jede andere Motorsportserie bietet. Ich freue mich, dass wir die bestehende Einstiegsoption um ein Jahr bis zur Saison 2019/20 erweitern konnten. So haben wir die Zeit, die Serie kennenzulernen und uns adäquat auf den Einstieg vorzubereiten.“

„Heute ist ein großartiger Tag, weil wir Mercedes in der Formel E-Familie begrüßen dürfen“, sagt Alejandro Agag, Gründer und CEO der Formel E. „Damit wächst die steigende Zahl der Hersteller, die sich an der elektrischen Revolution beteiligen. Der heutige Schritt zeigt, wie sehr sich die Welt verändert – nicht nur im Motorsport, sondern in der gesamten Automobilindustrie. Wir sind Zeugen eines Wandels, der zuerst unsere Städte und dann unsere Straßen transformiert. Die Formel E ist die Meisterschaft, die diese Veränderung verkörpert. Gemeinsam mit allen unseren Teams und Herstellern werden wir weiter nach Technologien streben, um bessere und günstigere Elektroautos zu bekommen.“

Sonntag, 23. Juli 2017

Audi-Pilot Langeveld feiert in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg

  • Hinter Langeveld folgen Sheldon van der Linde im Audi und Jason Wolfe im VW
  • Luca Engstler wird Neunter und ist erneut bester Rookie
  • Josh Files verpasst erstmals in dieser Saison die Top Ten
Podium vom Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport
Heimsieg für Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One): Der 29-Jährige hat in Zandvoort einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert. Im Audi RS3 LMS gewann der Niederländer das achte Saisonrennen der ADAC TCR Germany vor seinem Markenkollegen Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und Samstag-Sieger Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR. Sieger der Honda Rookie Challenge war Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) in einem weiteren Golf. Bereits am Samstag hatte Langeveld das Rennen gewonnen, er wurde jedoch wie 14 weitere Fahrer nach Missachten des Startprozederes mit einer nachträglichen Zeitstrafe belegt.

„Ich war gestern schon der Schnellste, und das habe ich heute erneut gezeigt“, sagte Langeveld: „Der Start war der Schlüssel zum Erfolg, der war wirklich gut. Der beste in dieser Saison, ich bin sehr glücklich mit dieser Performance!“

Vierter wurde der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Seat-Fahrer Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) vor Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) und Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) im Audi. Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing), Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport), beide im Seat, Luca Engstler und VW-Pilot Alexander Morgan (30, Großbritannien, Wolf-Power Racing) komplettierten die Top Ten. Meister Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) wurde in seinem Honda 14., er landete unmittelbar vor dem besten Opel Astra TCR von Dino Calcum (27, Bochum, Schläppi Race-Tec).

In der Gesamtwertung liegt Josh Files mit 245 Punkten an der Spitze vor Mike Halder (141), Niels Langeveld (135) und Sheldon van der Linde (133).

Langeveld erwischte einen guten Start und setzte sich gleich auf den ersten Metern etwas ab. Dahinter zog Files zunächst an van der Linde vorbei, der Brite musste seinen Platz allerdings kurz darauf wieder abgeben. Im Feld fanden zahlreiche Positionskämpfe statt, und bei einem dieser Duelle rutschte Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) in den Kies.

Um den Golf des Schweizers zu bergen, kam das Safety Car für sieben Minuten auf die Strecke. Langeveld, van der Linde und Files belegten zu diesem Zeitpunkt die ersten drei Plätze. Mit 17 Minuten verbleibender Renndauer auf der Uhr erfolgte der Restart, und Langeveld setzte sich erneut zügig von den Verfolgern ab. Files dagegen konnte dem Tempo des Spitzenduos nicht folgen – im Gegenteil: Nicht nur Wolfe zog am Champion vorbei, sondern auch die dahinterfahrenden Konkurrenten. Der Brite Files fand sich so schnell auf Position elf wieder.

Ein Kontakt zwischen Stefan Goede (31, München, Liqui Moly Team Engstler) und Rudolf Rhyn (19, Schweiz, TOPCAR Sport) führte fünf Minuten später zu einer weiteren Safety-Car-Phase. Nach dem Restart überholte Seat-Pilot Halder den Audi-Fahrer Kaibach stark und lieferte sich ein spannendes Duell mit Jason Wolfe – doch am US-Amerikaner kam der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot nicht mehr vorbei.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany


Niels Langeveld
(Sieger, Racing One):
„Der Audi läuft perfekt, ich bin echt glücklich mit diesem Wagen. Ich konzentriere mich gar nicht auf die Meisterschaft, ich möchte einfach nur so gut wie möglich fahren und Punkte holen!“
Sheldon van der Linde (Zweiter, AC Mayen e.V. im ADAC):
„Niels war verdammt schnell, sein Sieg war absolut verdient. Ich bin glücklich über die Punkte und will in der Gesamtwertung zumindest wieder auf den zweiten Platz zurück.“

Jason Wolfe (Dritter, Liqui Moly Team Engstler):
„Das war mit Abstand mein bestes Wochenende in der ADAC TCR Germany. Ich fühle mich sehr wohl hier auf dem Podium, es war hart. Die beiden Audi vorne waren sehr schnell, da hatte ich keine Chance, noch näher heranzukommen.“

Luca Engstler (Neunter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler):
„Wir sind glücklich und haben wichtige Punkte geholt. Wir können mehr als zufrieden sein, und jetzt geht es ab nach Hause. Natürlich machen mir die Duelle Spaß, das ist Racing.“

Maro Engel gewinnt in Moskau sensationell sein erstes DTM-Rennen

  • Mattias Ekström erobert dank Platz 2 die Tabellenführung zurück
  • Packende Duelle und alle drei Hersteller auf dem Podium
  • 25.000 Zuschauer besuchen DTM-Wochenende in Moskau
DTM-Rückkehrer Maro Engel holt in Moskau seinen ersten DTM-Sieg
Foto: Mercedes-Motorsport
Erster Sieg im 52. Rennen: DTM-Rückkehrer Maro Engel hat auf dem Moscow Raceway im Sonntagsrennen zum ersten Mal in seiner Karriere in der populärsten internationalen Tourenwagenserie gewonnen. In einem von harten Zweikämpfen und zahlreichen Überholmanövern geprägten Rennen behielt der Mercedes-Pilot einen kühlen Kopf und manövrierte sich mit einem frühen Boxenstopp auf Siegkurs. „Das war ein unglaubliches Rennen“, sagte Engel im Ziel. Jubel auch bei Mattias Ekström. Der Audi-Pilot wurde Zweiter und eroberte sich damit die Tabellenführung in der Fahrerwertung zurück. Platz drei nach 36 Runden belegte Bruno Spengler im BMW M4 DTM.


„Als ich die Zielflagge gesehen habe, war ich überrascht. Ich wusste gar nicht, dass das Rennen schon vorbei ist“, gab Sieger Engel zu, der 2009 mit Platz 6 sein bisher bestes DTM-Ergebnis ablieferte. „Das waren die längsten Runden meines Lebens.“ Nicht ohne Grund, denn in der Schlussphase stürmte Ekström nach vorne, kassierte Gegner für Gegner und brachte die Reihenfolge hinter Engel mächtig durcheinander. Dabei sah es für Ekström, der aus der ersten Reihe gestartet war, in der Anfangsphase nicht gut aus. Nach einem Ausritt von Maxime Martin in Runde 5 war der Einsatz des Safety-Car nötig. Davon profitierten vor allem die Fahrer, die zuvor schon an der Box waren – Engel, Wittmann, Duval und Blomqvist. In der Schlussphase des Rennens kämpfte sich der Schwede nach vorne und wurde für sein Kämpferherz mit Platz zwei und der Tabellenführung belohnt. „Das Rennen war irre wild“, analysierte der Schwede im Ziel. „Ein bisschen Hardcore, aber es macht Spaß, wenn es so ist. Nach einem geilen Rennen die Tabellenführung zu übernehmen, ist noch besser. Gratulation an Maro, er hat den Sieg verdient. Ich hätte noch eine Runde gebraucht, dann hätte ich ihn wohl gehabt.“


Dritter auf dem Moscow Raceway wurde Bruno Spengler, der bereits fünf Mal in Russland auf dem Podium stand. Der Kanadier nutzte seine Chance in der turbulenten Schlussphase und eroberte Platz drei, den lange Zeit sein Markenkollege Marco Wittmann innegehabt hatte. „Das war heute wirklich ein hartes Rennen, ein großer Kampf und gutes Racing!“ Wittmann, der anfangs auf Siegkurs war, sich dann aber in Runde 23 Engel geschlagen geben musste, wurde letztlich mit abbauenden Reifen bis auf Platz sechs durchgereicht.


In der DTM-Fahrerwertung hat jetzt Mattias Ekström wieder die Führung übernommen. Er liegt mit 113 Punkten einen Zähler vor seinem Markenkollegen René Rast. Mercedes-Pilot Lucas Auer, der heute als Neunter noch zwei Punkte holte, liegt mit 97 Punkten auf Rang drei. Hinter Jamie Green (87 Punkte) und Mike Rockenfeller (79 Punkte) ist Maxime Martin mit 78 Punkten bester BMW-Fahrer. Der Belgier blieb nach seinem Aus ohne Punkte.

Nach einer vierwöchigen Sommerpause ist die DTM vom 18. bis 20. August 2017 im niederländischen Zandvoort zu Gast. Auf der Rennstrecke in den Dünen finden die Saisonrennen elf und zwölf statt.

Audi-Doppelsieg im Regen von Zandvoort

  • Erster Saisonsieg für Titelverteidiger De Phillippi/Mies
  • Schmidt/Haase sorgen für Doppeltriumph von Montaplast by Land-Motorsport
  • Lamborghini-Duo Zanella/Spengler erstmals auf dem Podium
Erster Saisonsieg für die Titelverteidiger Mies (l.) u. De Phillippi
Foto: Jens Hawrda
Regen in Zandvoort

Diese Bedingungen scheinen Audi im ADAC GT Masters besonders zu liegen. Mit den Vorjahreschampions Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus) gelang der Marke mit den vier Ringen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ seit dem letztjährigen Rennwochenende auf dem Dünenkurs. Mit Platz zwei in einem turbulenten Rennen sorgten Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach) für einen Doppelsieg für Montaplast by Land-Motorsport. Rang drei ging erstmals an Florian Spengler (29/Schaffhausen) und Christopher Zanella (27/CH, beide Team HB Racing) im Lamborghini Huracán. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, so Sieger Mies. „Der Erfolg war längst überfällig.“

Götz dominiert erste Rennhälfte

Als es kurz vor dem Start zum achten Saisonlauf des ADAC GT Masters zu regnen begann, war klar, dass die Zuschauer ein spektakuläres Rennen erleben würden. Nach dem Aus des führenden Pole-Setters Mirko Bortolotti (27/I, GRT Grasser-Racing-Team) wegen eines Defektes in der vierten Runde, stand die erste Rennhälfte ganz im Zeichen von Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport), der an der Spitze zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als 17 Sekunden herausfuhr. Dahinter wechselten auf der nassen Strecke immer wieder die Positionen. Als zur Rennmitte im Kampf um Platz drei Lamborghini-Pilot Christian Engelhart (30/Wolnzach, GRT Grasser-Racing-Team) und Kelvin van der Linde (21/ZA, Aust Motorsport) im Audi kollidierten, gab es die erste von insgesamt vier Safety-Car-Phasen. Die anschließenden Pflichtboxenstopps wirbelten das Feld wieder durcheinander. Während Götz-Partner Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) auf Platz fünf liegend von der Strecke rutschte, führte nach den Fahrerwechseln Audi-Pilot Jeffrey Schmidt (23/CH), der die Spitzenposition bis zur drittletzten Runde verteidigte. Dann ging sein Teamkollege Connor De Phillippi im zweiten Audi des Teams Montaplast by Land-Motorsport vorbei und fuhr zum ersten Saisonsieg für sich und Partner Christopher Mies, der das Auto auf Platz sechs liegend an den US-Amerikaner übergeben hatte. Für Schmidt sprang neben Platz zwei noch der Sieg in der Junior-Wertung heraus.

Hinter den beiden weiß-grünen Audi fuhren erstmals in dieser Saison Florian Spengler und Christopher Zanella als Dritte auf das Podium. Dahinter folgten als Vierte Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche 911. Bemerkenswert: Der Lamborghini und der Porsche waren von den Rängen 17 und 18 ins Rennen gegangen. Ebenfalls außerhalb der Top Ten gestartet waren auch die fünftplatzierten Porsche-Fahrer Mathieu Jaminet (22/F)/Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard).

Tabellenführer Jules Gounon (22/F) und Ersatzteamkollege Renger van der Zande (31/NL, beide Callaway Competition) beendeten das Regenrennen auf Platz sechs. Startfahrer van der Zande hatte sich bis zum Fahrerwechsel auf Platz zwei vorgekämpft, doch eine Durchfahrtsstrafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse warf das Duo zurück. Danach reihten sich auf den Positionen sieben und acht mit Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen)/Patric Niederhauser (25/CH, beide Aust Motorsport) und Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde)/Frank Stippler (42/Bad Münstereifel, beide BWT Mücke Motorsport) zwei weitere Audi-Crews ein. Die Porsche-Paarung Klaus Bachler (25/A) und Alex MacDowall (26/GB, beide Schütz Motorsport) sowie Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) im Mercedes-AMG vervollständigten die Top Ten.

Stimmen der Sieger

Connor De Phillippi (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS):
„Das Auto war in der Schlussphase wirklich fantastisch. Wir haben beim Boxenstopp den Luftdruck erhöht, das hat sich ausgezahlt. Der Audi war danach vor allem beim Bremsen sehr stark, wodurch ich einige Position gewinnen konnte. Ich bin sehr froh für das Team. Unser Renningenieur hat heute Geburtstag, da ist der Sieg das perfekte Geschenk.“

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS):
„Wir hatten auf abtrocknende Bedingungen spekuliert und vor dem Start den Luftdruck abgesenkt. Als es dann in die Einführungsrunde ging, habe ich nur gedacht, hoppala, das war wohl nicht der richtige Weg. Es gab ultraviel Aquaplaning. Ich habe in den ersten Runden einfach nur versucht, zu überleben. Am Ende meines Stints fuhr sich das Auto wieder besser und ich habe es auf Platz sechs übergeben können.“

Tom Blomqvist verliert Pole

Tom Blomqvist verliert Pole wegen Teamfehler
Foto: BMW-Motorsport
Tom Blomqvist wurde nachträglich von den Sportkommissaren vom Qualifying ausgeschlossen, weil in seinem BMW M4 DTM nicht die erforderliche Restmenge an Treibstoff vorhanden war. Der Brite wird das Rennen vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen. Die Punkte für das Qualifying gehen an Bruno Spengler (3), Mattias Ekström (2) und René Rast (1).