Freitag, 5. Mai 2017

DTM Hockenheim: Erste Bestzeit holt Mercedes

Foto: DTM-Media
Nach der langen Winterpause ging es heute endlich los. Pünktlich um 17.00 Uhr startet die DTM in Hockenheim mit dem ersten freien Training in die neue Saison.

Die schnellsten Piloten kommen nach diesem ersten Kräftevergleich von Mercedes. Paul Di Resta und Gary Paffett teilen sich Platz eins und zwei.Dahinter folgen mit Mike Rockenfeller und Jamie Green zwei Audi-Piloten. Bester BMW-Pilot auf Platz acht war Tom Blomqvist.

Das war noch nicht so aussagekräftig“, bilanzierte Mike Rockenfeller das erste Training. „Wir werden jetzt Mal die Köpfe zusammenstecken und schauen, was wir noch verbessern können. Ich bin happy, dass ich vorne mit dabei bin. Die Basis ist gut“, sagte „Rocky“ in der Boxengasse unmittelbar nach dem Freien Training.

Weiter geht es morgen am Hockenheimring mit der DTM um 9.55 Uhr mit dem zweiten Freien Training. Um 11.35 Uhr schließt sich das Qualifying für Rennen eins an. Höhepunkt des Samstags wird das erste Rennen sein, das um 14.45 Uhr beginnt.

Doppelter Einsatz für Ekström in Hockenheim

  • Mattias Ekström mit perfektem Saisonstart nach zwei Siegen bei zwei Rennen
  • Rallycross-Weltmeister tritt in Hockenheim erneut in World RX und DTM an
  • Ekström: „Beim Gedanken an die Stimmung bekomme ich Gänsehaut“
Mattias Ekström ist in Hockenheim Doppelstarter
Foto: Audi-Motorsport
Die FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft ist am Wochenende 5. bis 7. Mai auf dem Hockenheimring zu Gast. Für Mattias Ekström ist der dritte Saisonlauf etwas ganz Besonderes: Wie im Vorjahr geht der amtierende Rallycross-Weltmeister nicht nur in seinem Audi S1 EKS RX quattro an den Start, sondern bestreitet im Audi RS 5 DTM auch beide Rennen beim Saisonauftakt der DTM.

Ekström blickt dem Doppeleinsatz mit Vorfreude entgegen: „Das Wochenende im vergangenen Jahr war eine unglaubliche Erfahrung“, sagt der Schwede. „Wenn ich an die voll besetzten Tribünen und die Stimmung im Motodrom zurückdenke, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.“ 2016 fuhr Ekström zum ersten Mal in seiner mehr als 20-jährigen Karriere an einem Wochenende in zwei verschiedenen Serien. In der Rallycross-WM feierte er beim „Heimspiel“ von Audi mit seinem Teamkollegen Toomas Heikkinen einen umjubelten Doppelsieg. „Ehrlich gesagt war das weniger stressig als ein normales DTM-Wochenende, weil ich einige Meetings verpassen durfte“, freut sich Ekström.

2017 ist der ohnehin schon enge Zeitplan für Ekström noch kompakter. „Offenbar waren die Organisatoren der Meinung, dass ich im vergangenen Jahr nach meinem Sieg zu viel Zeit hatte“, merkt der Weltmeister mit einem Augenzwinkern an. Nach der Siegerehrung der World RX am Sonntag würden Ekström nur 20 Minuten Zeit bleiben, bis das Qualifying für das zweite DTM-Rennen startet. „Das ist erst einmal nur Theorie. Es ist ein weiter Weg, bis man in der Rallycross-WM einen Pokal in der Hand hält. Die Konkurrenz ist in diesem Jahr noch härter und ein Sieg erfordert vollen Einsatz und eine perfekte Teamleistung.“ Mit seinem zweiten Saisonsieg in Portugal hat der 38-jährige Routinier seine Führung in der Fahrerwertung ausgebaut. Nach zwei von zwölf Läufen beträgt der Vorsprung auf Johan Kristoffersson 14 Punkte.

Neben Ekström gehen für Audi und EKS der Finne Heikkinen und Reinis Nitišs aus Lettland ins Rennen. Der 26-jährige Heikkinen kämpft zusammen mit Ekström auch um Punkte für die Teamwertung. Darin liegt EKS derzeit mit neun Zählern Rückstand auf das Team PSRX Volkswagen Sweden auf Rang zwei. Nitišs erreichte beim vergangenen Lauf in Portugal bei seinem erst zweiten Start für EKS gleich das Finale der besten sechs Fahrer, kann im dritten Audi S1 EKS RX quattro des Teams aber nur Punkte für die Fahrerwertung sammeln.

Stimmen der Audi-Piloten vor dem Saisonstart in Hockenheim

Loïc Duval
„Ich möchte eine Menge Spaß haben, dann sind auch die Resultate gut. Je schneller ich mich an die DTM anpasse, umso früher kann man gute Ergebnisse erwarten. Ich möchte in der Saison 2017 gerne aufs Podium. Mit dem Audi Sport Team Phoenix weiß ich ein starkes Team hinter mir. Schließlich ist es jenes Team, das für Audi die letzten beiden DTM-Titel geholt hat.“
Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda
Mattias Ekström
„Mein Hauptziel ist der dritte DTM-Titel. Im vergangenen Jahr war mein großer Traum, Rallycross-Weltmeister zu werden. Das hat geklappt. Es wäre toll, wenn es dieses Jahr mit der DTM funktionieren würde. In der DTM ist 2017 vieles neu und das meiste davon wird mir helfen. Ziel sind bessere Ergebnisse im Qualifying und in den Samstagsrennen, dann könnte es mit dem dritten Titel klappen.“
Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Jamie Green
„Zweimal in Folge in der DTM in die Top Drei zu kommen ist eine starke Leistung und ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass wir immer die Chance hatten, Meister zu werden. Deshalb kann für 2017 nur der Titel das Ziel sein. Ich bin weiter voll motiviert, arbeite hart dafür und bin derzeit generell sehr zufrieden mit meinem Leben, auch abseits des Motorsports.“
Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Nico Müller
„Ich habe 2016 gezeigt, dass der Speed grundsätzlich da ist, aber es wäre durchaus mehr möglich gewesen. Das Ziel für 2017 ist, konstanter zu werden und den Speed auch dann umzusetzen, wenn es zählt – nämlich im Qualifying. Dafür habe ich im Winter konsequent gearbeitet.“
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
René Rast
„Mein Ziel ist, bester Rookie zu werden, auch wenn es mit Loïc (Duval) und mir nur zwei gibt. Ich möchte lernen, regelmäßig Punkte sammeln, immer gut durchkommen. Mich einfach in die DTM einfinden und integrieren, das meiste herausholen. Man muss sehen, wozu das reicht. Die DTM ist extrem schwankend. Niemand kann sagen, wo er am Ende des Jahres steht. In der DTM starten einfach 18 extrem gute Fahrer.“

Mike Rockenfeller
„Keine Frage: Die letzten beiden Jahre waren frustrierend. Ich bin guter Dinge, dass wir es zurück an die Spitze schaffen. Das Team und ich müssen beide aus dem Loch heraus. Wir müssen ein paar Dinge ändern und sind bereit dafür. Wir hoffen, dass wir wieder anders auftreten können als in den letzten beiden Jahren, vor allem besser als 2016.“

Donnerstag, 4. Mai 2017

Stimmen der BMW-Fahrer vor dem Saisonauftakt in Hockenheim

Marco Wittmann
Es ist sehr scchön als Titelverteidiger in die neue Saison zu gehen und das nun schon zum zweiten mal, aber diesmal nicht mit der Nummer 1 dieses Mal, sondern mit Startnummer 11.
Ich hoffe das bringt mir mehr Glück als letztes Mal. Meine Erinnerungen an Hockenheim sind sehr gut. Immerhin habe ich in meinem letzten Rennen hier den Titel geholt. Das war ein tolles Wochenende. "
Augusto Frafus
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus
"Bei mir ist diese Saison alles neu: das Team, das Auto, die Ingenieure, mein Teamkollege, die Regeln. So etwas habe ich seit 2012 nicht mehr erlebt. Ich freue mich aber sehr auf diese neue Herausforderung. Alle Hersteller mussten dieses Jahr grundsätzlich von vorne anfangen, deshalb kann ich mir vorstellen, dass wir in den ersten Rennen ein paar Überraschungen erleben könnten."

Timo Glock
"Wir haben eine spannende Saison vor uns und freuen uns alle darauf. Ich habe viele positive Erinnerungen an Hockenheim. Ich hatte viele Gute und vor allem erfolgreiche Rennen dort. Mein Sieg in meiner Debüt-Saison hier auf dieser Strecke war etwas ganz Besonderes. Es ist auch schön das wir jedesJahr zweimal hierher kommen. Das Streckenlayout hier ist maßgeschneidert für die DTM. Ich habe immer ein gutes Gefühl, wenn ich nach Hockenheim komme. Ich kann es kaum erwarten  das die Saiso beginnt."
Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler
"Ich fühle mich in meinem neuen Team sehr wohl und freue mich sehr darauf, in diesem Jahr für das BMW Team RBM zu fahren. Ein neues Team und ein neues Auto bedeuten, dass diese Saison ein Neustart ist, nachdem das letzte Jahr nicht so gut für mich geklappt hat. Es ist immer etwas Besonderes, in eine Saison mit einem neuen Auto zu gehen. Ich bin sehr motiviert, das Beste daraus zu machen. "
Tom Blomqvist
Foto: Jens Hawrda
Tom Blomqvist
"Ich mag das neue Design meines BMW Driving Experience M4 DTM. Es sieht fantastisch aus und ist hoffentlich sehr schnell.Der größte Unterschied zum letzten Jahr sind die Reifen, die dieses Jahr schneller abbauen werden. Wir werden das aber genauer wissen wenn das erste Rennwochenende beendet ist. "

Maxime Martin
"Ich denke, die neuen Regularien machen den Saisonstart extrem interessant. Die Autos haben mehr Power und sind fantastisch zu fahren. Die neuen Reifen machen einen großen Unterschied und werden meiner Meinung nach für viele verschiedene Rennstrategien sorgen. Ich freue mich auf ein spannendes Wochenende. "

400. DTM-Rennen für Mercedes-AMG Motorsport

Beginn einer neuen Ära: Am Rennwochenende des 400. DTM-Rennen von Mercedes-AMG Motorsport absolviert die neue Fahrzeuggeneration ihre ersten beiden Renneinsätze.

  • Das erste Rennwochenende 2017 ist nicht nur das Heimrennen von Mercedes-AMG Motorsport, sondern markiert im zweiten Lauf am Sonntag auch das 400. DTM/ITC-Rennen in der Geschichte der Marke
  • Nach den Wintertests und mehr als 19.000 Testkilometern: Erster Renneinsatz des neuen Mercedes-AMG C 63 DTM
  • Neue Fahrzeuggeneration bei den Testfahrten in Hockenheim mehr als zwei Sekunden schneller als ihre Vorgänger auf der gleichen Strecke
  • Ulrich Fritz: „Am ersten Rennwochenende wird sich zeigen, wo jeder Hersteller steht.“
Foto: Jens Hawrda
Für die DTM beginnt mit dem ersten Rennwochenende der Saison 2017 in Hockenheim eine neue Ära. Zum ersten Mal kommen die durch das neue Reglement stark veränderten Tourenwagen im Rennen zum Einsatz. Der Anteil neuer Teile beträgt beim 2017er Mercedes-AMG C 63 DTM mehr als 70 Prozent.

Die neue Fahrzeuggeneration war bei den Testfahrten in Hockenheim auf Anhieb mehr als zwei Sekunden schneller als ihre Vorgänger beim Saisonfinale 2016 an gleicher Stelle. Zum Vergleich: Die Pole-Zeit für das erste Rennen betrug 2016 1:32.344 Minuten, die schnellste Zeit des neuen Mercedes-AMG C 63 DTM bei den Wintertests 2017 war eine 1:30.236 Minuten von Paul Di Resta.

Mit je zwei Rennwochenenden pro Saison plus Testfahrten vor Saisonbeginn kennen die Fahrer und Ingenieure den Hockenheimring wie ihre Westentasche. Dennoch ist in diesem Jahr etwas anders: Am kommenden Wochenende absolvieren alle drei Hersteller die ersten beiden Rennen mit der brandneuen Fahrzeuggeneration für 2017. Entsprechend gibt es noch viel über die neuen Autos sowie die neuen Hankook-Reifen zu lernen.

„Grundsätzlich haben wir uns als Team sehr stark weiterentwickelt, was die Simulationen und die Vorbereitung auf ein Rennwochenende angeht“, erklärt Renningenieur Dennis Nägele. „ Deswegen glaube ich schon, dass wir auf vielen Dingen aus den Vorjahren aufbauen und diese weiterentwickeln können. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir alles 1:1 aus dem vergangenen Jahr übernehmen können und dann alles auf Anhieb funktioniert.“ Die Teams erwartet in dieser Saison also eine weitere Herausforderung, die zur Spannung an den Rennwochenenden beitragen wird.

Bereits Anfang April, einen Monat vor Saisonbeginn, testete das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team vier Tage lang auf dem Hockenheimring. Mit 1.580 Runden respektive 7.227 km absolvierten die Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer die mit Abstand meisten Kilometer aller drei Hersteller.

Am kommenden Wochenende stehen die ersten beiden Rennen mit dem neuen Mercedes-AMG C 63 DTM auf dem Programm. Das Debüt des neuen Rennwagens stellt gleich ein Jubiläum dar: Der zweite Lauf am Sonntag ist das 400. DTM/ITC-Rennen von Mercedes-AMG Motorsport seit dem werksseitigen Einstieg 1988. In den bisherigen 398 Rennen fuhr die Marke 175 Siege (darunter 101 Doppelsiege), 122 Pole Positions, 520 Podestplätze, 180 schnellste Rennrunden und 1.596 Punkteplatzierungen ein.