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| Mattias Ekströmin Hamburg Foto: HOCH ZWEI /Joern Pollex |
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Rallycross-WM: Ekström erobert Hamburg im Sturm
DTM: Nachgefragt bei … René Rast
Der Audi-Werkspilot über den Einsatz im Audi RS 5 DTM beim Finale in Hockenheim, wo er Mattias Ekström vertritt, der zeitgleich auf dem Estering mit seinem privaten Team EKS in der Rallycross-Weltmeisterschaft um den Titel kämpft.
Ihr zweites DTM-Rennen steht bald bevor. Wann haben Sie davon erfahren?
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| Renè Rast (rechts) ersetzt beim Saisonfinale Mattias Ekström (links) Foto: Audi-Motorsport |
Nach Mattias Ekströms Sieg in Barcelona wurde es diskutiert. Die Hoffnung war schon vorher da, dass „Eki“ dort einen tollen Job macht und ich dadurch vielleicht ins Cockpit rutsche. Natürlich freue ich mich darüber! Ich durfte ja schon in Zandvoort einige Kilometer DTM-Luft schnuppern, aber das hatte sich angefühlt, als wäre noch mehr drin.
Dieses Mal ist es eine ganz andere Vorbereitung und Erwartungshaltung, oder? Sie müssen nicht über Nacht ins DTM-Cockpit springen ...
Es ist eine ganz andere Vorbereitung. Ich habe zwei Freie Trainings vorher, kann mich vom Kopf her einstellen, mit den Ingenieuren sprechen und Daten und Videos anschauen. Da sollte es etwas besser gehen als in Zandvoort.
Sie haben in Budapest den Funk mitverfolgt und dem Team über die Schulter geschaut. Hat das etwas gebracht?
Ich wusste zwar, wie ein Tag in der DTM abläuft. Das war nichts Neues für mich. Aber ich habe mehr Einblicke bekommen. Ich habe bei Florian Modlinger am Funk mitgehört, wie er als Ingenieur arbeitet, und versucht, ein Gefühl dafür zu bekommen. Das war interessant und eine gute Vorbereitung auf Hockenheim.
Es gibt wenige Testfahrten in der DTM, jetzt dürfen Sie am Montag und Dienstag auf dem Hungaroring einen Reifentest fahren. Das ist sicher auch eine gute Gelegenheit?
Jeder Kilometer hilft. So eine Möglichkeit ist sehr selten, weil es fast keine Testtage in der DTM gibt. Dass ich diesen Reifentest fahren darf, ist klasse.
Sie sind bisher viel auf der Langstrecke unterwegs. Können Sie sich eine Zukunft in der DTM vorstellen?
Warum nicht? Es ist eine schöne Serie, es macht irre viel Spaß, den Audi RS 5 DTM zu fahren. Das Feld ist sehr eng, es kommt auf die Tausendstelsekunde an. Man muss immer einen perfekten Job machen. Aber es wäre eine tolle Herausforderung, die ich gern annehmen würde.
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Mercedes-AMG DTM Team brennt auf das Saisonfinale vor heimischer Kulisse
Mercedes-AMG beim Heimspiel in Hockenheim erfolgreichste Marke: Die acht Mercedes-AMG DTM-Fahrer wollen die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen.
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| Foto: Jens Hawrda |
- Zweites Rennwochenende der Saison in Hockenheim: Beim Auftakt startete das Team mit zwei Podestplätzen ins neue DTM-Jahr: P2 für Robert Wickens in Rennen 1 und ein Sieg von Paul Di Resta in Rennen 2
- Die letzten beiden Rennen unter dem aktuellen Reglement – ab 2017 gibt es in der DTM neue Regeln und Autos
- Ulrich Fritz: „Auch wenn wir den Fahrertitel nicht mehr holen können, ist uns allen daran gelegen, die Fans nochmal zu begeistern und die Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.“
Stimmen zu den DTM-Rennen in Hockenheim:
Robert Wickens (27 Jahre, Kanada):
„Das wird ein bittersüßes Finale für mich. Natürlich hätte ich am liebsten bis zum Ende im Kampf um die Meisterschaft mitgemischt. Leider lief es in Budapest nicht nach Plan. Deshalb werden wir alles geben, um mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause zu gehen. Mein Ziel ist es, in Hockenheim um die Podestplätze mitzukämpfen und die Saison auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung zu beenden.“
„Das wird ein bittersüßes Finale für mich. Natürlich hätte ich am liebsten bis zum Ende im Kampf um die Meisterschaft mitgemischt. Leider lief es in Budapest nicht nach Plan. Deshalb werden wir alles geben, um mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause zu gehen. Mein Ziel ist es, in Hockenheim um die Podestplätze mitzukämpfen und die Saison auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung zu beenden.“
Paul Di Resta (30 Jahre, Schottland):
„Ich freue mich, am kommenden Wochenende wieder ins Auto zu steigen. Allerdings bin ich auch etwas traurig, dass die Saison schon wieder vorbei ist. Wir haben dieses Jahr so ziemlich alles erlebt. Auch wenn wir leider keine Chance mehr auf den Titel haben, wollen wir die Saison ähnlich erfolgreich beenden, wie wir sie in Hockenheim angefangen haben. Mein Ziel ist es definitiv, in beiden Rennen auf das Podium zu fahren, und damit dem Team und den Fans nochmal etwas zu feiern zu geben. Das haben wir uns alle verdient.“
„Ich freue mich, am kommenden Wochenende wieder ins Auto zu steigen. Allerdings bin ich auch etwas traurig, dass die Saison schon wieder vorbei ist. Wir haben dieses Jahr so ziemlich alles erlebt. Auch wenn wir leider keine Chance mehr auf den Titel haben, wollen wir die Saison ähnlich erfolgreich beenden, wie wir sie in Hockenheim angefangen haben. Mein Ziel ist es definitiv, in beiden Rennen auf das Podium zu fahren, und damit dem Team und den Fans nochmal etwas zu feiern zu geben. Das haben wir uns alle verdient.“
Gary Paffett (35 Jahre, England):
„Hockenheim ist traditionell das letzte Rennwochenende des Jahres. Für mich ging es in dieser Saison auf und ab. Es gab einige Highlights, aber auch harte Rennen wie zuletzt in Budapest. Jetzt geht es nach Hockenheim, wo ich die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen möchte. Wir sind beim Saisonauftakt schon einmal dort gefahren und haben uns damals gut geschlagen. Auf dieser Performance würde ich gerne aufbauen und um einen Podestplatz kämpfen.“
„Hockenheim ist traditionell das letzte Rennwochenende des Jahres. Für mich ging es in dieser Saison auf und ab. Es gab einige Highlights, aber auch harte Rennen wie zuletzt in Budapest. Jetzt geht es nach Hockenheim, wo ich die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen möchte. Wir sind beim Saisonauftakt schon einmal dort gefahren und haben uns damals gut geschlagen. Auf dieser Performance würde ich gerne aufbauen und um einen Podestplatz kämpfen.“
Lucas Auer (22 Jahre, Österreich):
„Das Finale in Hockenheim ist mit Sicherheit eines der besten Events der Saison. Es sind viele Zuschauer auf den Tribünen und jeder weiß, es sind die letzten beiden Rennen des Jahres. Die Strecke hat uns in der Vergangenheit immer gut gelegen und Mercedes war dort stets sehr erfolgreich. Daran wollen wir zum Saisonabschluss natürlich anknüpfen. Insgesamt war es eine super Saison für mich mit drei besonderen Highlights: dem Lausitzring, dem Norisring und dem Nürburgring. Neben meinem ersten Sieg nehme ich aus dieser Saison aber auch sehr viel Erfahrung mit. Ich war immer konkurrenzfähig und bin mit meinem zweiten DTM-Jahr zufrieden. Darauf möchte ich in Zukunft aufbauen.“
„Das Finale in Hockenheim ist mit Sicherheit eines der besten Events der Saison. Es sind viele Zuschauer auf den Tribünen und jeder weiß, es sind die letzten beiden Rennen des Jahres. Die Strecke hat uns in der Vergangenheit immer gut gelegen und Mercedes war dort stets sehr erfolgreich. Daran wollen wir zum Saisonabschluss natürlich anknüpfen. Insgesamt war es eine super Saison für mich mit drei besonderen Highlights: dem Lausitzring, dem Norisring und dem Nürburgring. Neben meinem ersten Sieg nehme ich aus dieser Saison aber auch sehr viel Erfahrung mit. Ich war immer konkurrenzfähig und bin mit meinem zweiten DTM-Jahr zufrieden. Darauf möchte ich in Zukunft aufbauen.“
Christian Vietoris (27 Jahre, Deutschland):
„Auf zum Saisonfinale. Es war ein schönes Jahr mit Höhen und Tiefen. Am Ende waren wir auf allen Strecken schnell und ich habe viel Spaß gehabt. Unter dem Strich war es eine meiner besten Saisons in der DTM. Leider hatte ich auch viel Pech, etwa bei der Zurückversetzung am Lausitzring oder am Norisring. So habe ich im Laufe des Jahres viele Punkte verloren. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung aber zufrieden und möchte dann im nächsten Jahr den Titel holen.“
„Auf zum Saisonfinale. Es war ein schönes Jahr mit Höhen und Tiefen. Am Ende waren wir auf allen Strecken schnell und ich habe viel Spaß gehabt. Unter dem Strich war es eine meiner besten Saisons in der DTM. Leider hatte ich auch viel Pech, etwa bei der Zurückversetzung am Lausitzring oder am Norisring. So habe ich im Laufe des Jahres viele Punkte verloren. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung aber zufrieden und möchte dann im nächsten Jahr den Titel holen.“
Maximilian Götz (30 Jahre, Deutschland):
„Es ist super schade, dass die Saison jetzt schon wieder vorbei ist. Wenn es nach mir ginge, könnte es direkt weitergehen mit der nächsten Saison. Jetzt werde ich versuchen, das Beste daraus zu machen. Vielleicht klappt es ja mit einem versöhnlichen Saisonabschluss. Zu Saisonbeginn hatte ich mir ja einen Podestplatz zum Ziel gesetzt. Generell ist die Saison leider nicht ganz so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich hatte viel Pech und bin einige Male in den Punkten liegend ausgefallen. Das war sehr schmerzhaft. Im Gegensatz dazu habe ich in Moskau mit Platz vier mein bislang bestes DTM-Ergebnis eingefahren. Für mich war die Saison mit dem Teamwechsel von Mücke zu HWA eine Art Neustart. Ich bin aber schnell mit dem Team zusammengewachsen.“
„Es ist super schade, dass die Saison jetzt schon wieder vorbei ist. Wenn es nach mir ginge, könnte es direkt weitergehen mit der nächsten Saison. Jetzt werde ich versuchen, das Beste daraus zu machen. Vielleicht klappt es ja mit einem versöhnlichen Saisonabschluss. Zu Saisonbeginn hatte ich mir ja einen Podestplatz zum Ziel gesetzt. Generell ist die Saison leider nicht ganz so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich hatte viel Pech und bin einige Male in den Punkten liegend ausgefallen. Das war sehr schmerzhaft. Im Gegensatz dazu habe ich in Moskau mit Platz vier mein bislang bestes DTM-Ergebnis eingefahren. Für mich war die Saison mit dem Teamwechsel von Mücke zu HWA eine Art Neustart. Ich bin aber schnell mit dem Team zusammengewachsen.“
Daniel Juncadella (25 Jahre, Spanien):
„Leider steht schon das letzte Rennwochenende in dieser Saison vor der Tür. Die Zeit ist echt wie im Flug vergangen. Für mich persönlich sind die letzten zwei, drei Wochenenden recht erfolgreich verlaufen. Deshalb reise ich zuversichtlich nach Hockenheim. Dort möchte ich den Podestplatz nachholen, den ich beim letzten Rennen nachträglich verloren habe. Warten wir ab, wie es am Wochenende läuft. Aber ich glaube, dass das Team und ich in guter Form sind.“
„Leider steht schon das letzte Rennwochenende in dieser Saison vor der Tür. Die Zeit ist echt wie im Flug vergangen. Für mich persönlich sind die letzten zwei, drei Wochenenden recht erfolgreich verlaufen. Deshalb reise ich zuversichtlich nach Hockenheim. Dort möchte ich den Podestplatz nachholen, den ich beim letzten Rennen nachträglich verloren habe. Warten wir ab, wie es am Wochenende läuft. Aber ich glaube, dass das Team und ich in guter Form sind.“
Felix Rosenqvist (24 Jahre, Schweden):
„Das Finale in Hockenheim ist definitiv mein persönliches DTM-Highlight in dieser Saison. Ich habe mittlerweile einiges an Erfahrung gesammelt und fühle mich bereit, um an der Spitze mitzukämpfen. Es ist ein cooles Event und Hockenheim ist eine Strecke, auf der ich in der Vergangenheit schon viele Erfolge feiern konnte.“
„Das Finale in Hockenheim ist definitiv mein persönliches DTM-Highlight in dieser Saison. Ich habe mittlerweile einiges an Erfahrung gesammelt und fühle mich bereit, um an der Spitze mitzukämpfen. Es ist ein cooles Event und Hockenheim ist eine Strecke, auf der ich in der Vergangenheit schon viele Erfolge feiern konnte.“
Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef:
„Die ganze Mannschaft brennt darauf, in Hockenheim noch einmal ein starkes Wochenende abzuliefern. Hockenheim ist für unser Team immer etwas Besonderes. Die Atmosphäre ist sehr speziell und mit unseren Fans auf der Mercedes-Benz Tribüne erfahren wir dort eine unglaubliche Unterstützung. Auch wenn wir den Fahrertitel nicht mehr holen können, ist uns allen daran gelegen, die Fans nochmal zu begeistern und die Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.“
„Die ganze Mannschaft brennt darauf, in Hockenheim noch einmal ein starkes Wochenende abzuliefern. Hockenheim ist für unser Team immer etwas Besonderes. Die Atmosphäre ist sehr speziell und mit unseren Fans auf der Mercedes-Benz Tribüne erfahren wir dort eine unglaubliche Unterstützung. Auch wenn wir den Fahrertitel nicht mehr holen können, ist uns allen daran gelegen, die Fans nochmal zu begeistern und die Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.“
Dienstag, 11. Oktober 2016
DTM-Finale in Hockenheim: Titelkampf zwischen Audi und BMW
Drei Titel sind am Ende einer DTM-Saison zu vergeben. Vor dem Finale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 14. bis 16. Oktober ist noch keine Entscheidung gefallen: Marco Wittmann hat in der Fahrerwertung die Nase vorn, Audi geht als Spitzenreiter in der Hersteller- und Teamwertung (mit dem Audi Sport Team Abt Sportsline) in die letzten beiden Rennen des Jahres 2016. Audi und BMW werden sich deshalb auf dem Hockenheimring einen dramatischen Schlagabtausch liefern, liegen sie in allen drei Wertungen doch extrem dicht beieinander. Die Chancen von Mercedes-AMG sind nach dem Titel von Pascal Wehrlein im Vorjahr stark reduziert. Obwohl die Stuttgarter in dieser Saison vermutlich ohne Pokal nach Hause reisen, werden die Sternenfahrer nochmal alles in die Waagschale werfen, um das Jahr mit positiven Ergebnissen abzuschließen.
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| Wittmann kann den Titel für BMW hohlen Foto: Jens Hawrda |
Marco Wittmann, Edoardo Mortara und Jamie Green sind die verbleibenden drei Piloten, die sich in Hockenheim zum DTM-Champion 2016 krönen können. Lediglich 14 Punkte liegen zwischen dem Gesamtführenden Wittmann und Verfolger Mortara. Ein heißes Duell, in das Green (39 Punkte Rückstand auf Wittmann) bei noch 50 zu gewinnenden Punkten nur dann eingreifen könnte, wenn die beiden Favoriten straucheln.
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| Edoardo Mortara ist einer der Titelkandidaten Foto: Jens Hawrda |
Vorteil Audi?
Der Audi RS5 DTM scheint in der jüngeren DTM-Vergangenheit auf dem Hockenheimring bestens zu funktionieren: sechs der letzten acht Rennen endeten mit einem Sieger im Ingolstädter Fabrikat. So gewann Mortara bereits den Auftakt 2016, während Green im Vorjahr zwei Rennen in Hockenheim gewinnen konnte. Entsprechend zuversichtlich gibt sich Edoardo Mortara: „Ich freue mich auf das große Finale und komme voller Selbstvertrauen nach Hockenheim. Ich hoffe, dass ich Marco im Endspurt noch überholen kann. Wir werden nicht aufgeben und bis zum Schluss kämpfen“. Der letzte Sieg für BMW in Hockenheim liegt zwar 30 Monate zurück, geht aber auf das Konto vom aktuellen Leader Wittmann, der weiß, dass es alles andere als leicht wird, seinen Vorsprung zu verteidigen: „Wir müssen beim Saisonfinale einen kühlen Kopf bewahren und uns möglichst aus allen Rangeleien heraushalten. Das wird gar nicht so einfach, denn die Rennen in Hockenheim sind erfahrungsgemäß immer sehr actionreich.“
Rockenfeller startet für Abt, Rast vertritt Ekström
In der Teamwertung sind die Rollen vertauscht und Wittmann geht als Verfolger ins Finale. Der Fürther fährt gemeinsam mit Timo Glock für das BMW Team RMG, das vor den letzten beiden Rennen 25 Punkte auf das Team Audi Sport Abt Sportsline mit Mortara und Mattias Ekström Rückstand hat. Da der Schwede wegen der gleichzeitig stattfindenden Rallycross-WM nicht am Finale teilnimmt, kommt es bei Audi aus taktischen Gründen zur Rochade. So kämpft Mike Rockenfeller, eigentlich im Team Phoenix, gemeinsam mit Mortara für das Team Abt Sportsline um den Sieg in der Teamwertung. Den vakanten Platz im Phoenix-Team wird Ekströms Ersatzmann René Rast einnehmen.
Die besten Karten hat Audi auch im Kampf um die Herstellerwertung und geht mit 37 Punkten Vorsprung auf BMW in das letzte DTM-Wochenende des Jahres. „Bei den Herstellern und bei den Teams liegen wir jeweils in Lauerstellung. Ich bin sicher, dass auch das Finale wieder eine Menge Dramatik liefern wird“, sagt BMW Motorsportdirektor Jens Marquardt, der, wie sein Gegenüber Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, das DTM-Jahr am liebsten mit allen drei Titeln beschließen möchte. „Wir wissen natürlich, was in einem DTM-Finale alles passieren kann. Für alle Beteiligten gilt es, einen Null-Fehler-Job zu machen“, sagt Gass.
Mercedes nur rechnerische Chancen
Mercedes-AMG wird im Kampf um die Trophäen lediglich die Rolle als Zünglein an der Waage zuteil. Rein rechnerisch hätten die Stuttgarter zwar in der Herstellerwertung noch die Chance auf den Titel. Mit 174 Punkten Rückstand müssten die Mercedes-Piloten jedoch in beiden Rennen mindestens einen sechsfach-Triumph herausfahren. Deshalb werden die acht Sternenfahrer ohne Druck auftreten und versuchen, das Jahr mit einem persönlichen Erfolgserlebnis abzuschließen. „Hoffentlich kann ich in Hockenheim noch einmal auf das Podium fahren, und wenn möglich, vielleicht sogar noch ein bisschen weiter oben stehen“, sagt beispielsweise Daniel Juncadella, der mit Platz drei in Budapest sein bisher bestes Resultat in der DTM einfuhr, im Nachhinein jedoch disqualifiziert wurde.
Fahrerlager-Tickets bereits ausverkauft
Die Kulisse wird auch im Jahr 2016 wieder eines Finales würdig sein. Die Tribünen werden bei den Rennen am Samstag (ab 14:55 Uhr) und Sonntag (ab 15:15 Uhr) wieder gut gefüllt sein. Die Fahrerlager-Tickets für das DTM-Finale sind bereits restlos vergriffen, weshalb der Zutritt zu der Musikveranstaltung am Samstagabend – unter anderem mit ‚The BossHoss’ auf der Bühne im Fahrerlager – auch ausschließlich den Inhabern dieser Tickets vorbehalten ist. Tribünentickets für das DTM-Finale in Hockenheim sind im Vorverkauf unter DTM.com/tickets oder an der Tageskasse erhältlich.
Montag, 10. Oktober 2016
DTM-Finale: Audi kämpft um drei Meistertitel
- Audi kann in Hockenheim Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung gewinnen
- Audi RS 5 DTM schon vor dem Finale das erfolgreichste Auto der Saison
- Mike Rockenfeller in einem Team mit Titelkandidat Edoardo Mortara
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| Audi beim Finale in Hockenheim auf Titeljagd Foto: Jens Hawrda |
Vor den beiden letzten Saisonrennen liegt Audi in zwei der drei Wertungen in Führung: In der Herstellerwertung hat Audi 37 Punkte Vorsprung vor BMW und 174 Punkte Vorsprung vor Mercedes-Benz. In der Teamwertung liegt das Audi Sport Team Abt Sportsline 25 Punkte vor dem BMW Team RMG (Marco Wittmann/Timo Glock). Und in der Fahrerwertung hat Edoardo Mortara (Audi) den Rückstand auf Spitzenreiter Marco Wittmann (BMW) am letzten September-Wochenende in Budapest auf 14 Punkte reduziert.
Damit kann der in Genf (Schweiz) lebende Audi-Pilot in Hockenheim aus eigener Kraft DTM-Champion werden. Gewinnt er beide Rennen, ist er Meister. Geht Marco Wittmann in beiden Rennen leer aus, würden dem viermaligen Saisonsieger Mortara sogar ein sechster und ein siebter Platz zum Fahrertitel genügen. Für Audi Sport wäre es der insgesamt zehnte.
„Ich freue mich auf das große Finale und komme zuversichtlich und voller Selbstvertrauen nach Hockenheim“, sagt Mortara. „Wir haben dort im Mai das erste Rennen des Jahres gewonnen und sollten auch beim Finale eine Chance auf den Sieg haben. Mein Audi RS 5 DTM hat sich zuletzt auf dem Nürburgring und in Budapest richtig gut angefühlt. Das Team arbeitet großartig, die Ingenieure und Mechaniker machen einen tollen Job. So haben wir es geschafft, den Rückstand auf Marco (Wittmann) bei den vergangenen beiden Rennwochenenden deutlich zu reduzieren. Es sind nur noch 14 Punkte zwischen uns. Nun hoffen wir, ihn im Endspurt zu überholen. Wir werden nicht aufgeben und bis zum Schluss kämpfen.“
Nicht nur aufgrund der starken Leistung in Budapest vor drei Wochen mit einem Sechsfacherfolg und einem Doppelsieg zeigt die Mannschaft von Audi Sport vor dem Finale Selbstvertrauen. Der Audi RS 5 DTM ist beim Saisonabschluss in Hockenheim seit zwei Jahren ungeschlagen. 2014 holte Audi mit einem Dreifachsieg den Titel in der Herstellerwertung. Im vergangenen Jahr gewann Timo Scheider das Samstagsrennen. Am Sonntag war das Podium dank Jamie Green, Mattias Ekström und Edoardo Mortara wie schon 2014 fest in Audi-Händen.
„Natürlich werden wir alles daran setzen, eine so starke Leistung wie in den vergangenen beiden Jahren abzurufen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Wir wissen, dass unser RS 5 DTM auf dem Hockenheimring sehr schnell ist. Das stimmt uns zuversichtlich. Gleichzeitig wissen wir natürlich auch, was in einem DTM-Finale alles passieren kann. Dass wir tatsächlich noch um alle drei Titel kämpfen, beweist, dass wir auf eine sehr gute Saison zurückblicken. Aber noch sind wir nicht am Ziel. Für alle Beteiligten gilt es, einen Null-Fehler-Job zu machen.“
Schon jetzt steht fest, dass der Audi RS 5 DTM – genau wie im Vorjahr – das erfolgreichste Auto der Saison ist. Acht der bisher 16 Rennen hat Audi gewonnen, je vier BMW und Mercedes-Benz. Insgesamt weist der Audi RS 5 DTM eine eindrucksvolle Bilanz auf: Von 2014 bis 2016 gelangen bei 44 Renneinsätzen 20 Siege, 17 Pole-Positions und 25 schnellste Rennrunden – zuletzt sogar fünf in Folge.
Auch die bisherige Bilanz der DTM-Piloten kann sich sehen lassen. Fünf der acht Audi-Fahrer haben in diesem Jahr bereits ein Rennen gewonnen, darunter alle vier Fahrer des Audi Sport Team Abt Sportsline (Edoardo Mortara vier, Mattias Ekström, Miguel Molina und Nico Müller je eins) sowie Jamie Green aus dem Audi Sport Team Rosberg, der mit 39 Punkten Rückstand auf Marco Wittmann noch eine Außenseiterchance auf den Fahrertitel hat.
Erstmals seit 15 Jahren wird Mattias Ekström ein DTM Rennen verpassen. Da der Schwede zeitgleich auf dem Estering bei Hamburg mit seinem Audi S1 EKS RX quattro um den Titel in der Rallycross-WM kämpft, startet Mike Rockenfeller beim Finale in Hockenheim im Audi Sport Team Abt Sportsline. Als Ersatz für Rockenfeller geht René Rast mit dem Red Bull Audi RS 5 DTM in Hockenheim für das Audi Sport Team Phoenix an den Start. Rast kennt die Mannschaft von Ernst Moser von zahlreichen Einsätzen im GT-Sport besonders gut und wird deshalb schnell Teil seiner Hockenheim-DTM-Mannschaft sein. Als Vorbereitung auf das DTM-Finale nahm Rast zudem im Anschluss an die beiden DTM-Rennen auf dem Hungaroring an einem DTM-Reifentest teil.
135.000 Zuschauer kamen im vergangenen Jahr zum Finalwochenende der DTM nach Hockenheim. Angesichts der spannenden Ausgangslage erwarten die Organisatoren eine ähnlich imposante Zuschauerkulisse. Ein Besuch des Finales lohnt sich auch wegen des attraktiven Rahmenprogramms, zu dem die Titelentscheidung des Audi Sport TT Cup und am Samstagabend ab 18.30 Uhr Liveacts wie The BossHoss, Finn Martin und Marlon Roudette zählen. Die Gäste in der Audi Race Lounge erleben am Samstagabend zudem einen Auftritt der Band Glasperlenspiel.
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