Dienstag, 16. August 2016

Jan Bühn fährt in Assen zweimal als Dritter auf das Podium

BMW-Pilot Jan Bühn (Kronau) feiert mit seinem Team die zwei Podiumsplätze in Assen/NL
Foto: Hermann Rüger
Bei der sechsten Veranstaltung zur Superbike*IDM zeigte Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau erneut eine hervorragende Leistung und wurde in beiden Rennen Dritter. Auf dem 4,555 km langen Grand Prix-Kurs im niederländischen Assen erzielte der gebürtige Heidelberger im Training die zweitbeste Zeit in der Superstock 1000-Klasse. In der Superpole für die Startaufstellung holte sich der 25-Jährige sogar erstmals in dieses Saison die Bestzeit in der Superstock-Kategorie und ging als Gesamtzweiter aus der ersten Startreihe in die zwei Rennen auf dem „Circuit van Drenthe“. 

Im ersten Lauf wurde Jan Bühn nach 15 Runden (Gesamtdistanz 68,325 km) hinter seinem niederländischen BMW-Teamkollegen Pepijn Bijsterbosch als bester Deutscher Fahrer dritter, das Rennen gewann Yamaha-Pilot Danny de Boer (NL). Im zweiten Rennen duellierte sich Jan Bühn mit seinem Teamkollegen und wurde mit nur 0,173 hinter ihm erneut Dritter. Danny de Boer siegte erneut und feierte seinen ersten Doppelerfolg in dieser Saison. Nach den Rennen war der Kronauer zufrieden: „Vor dem ersten Lauf mussten wir auf der Startaufstellung noch das Federbein wechseln, leider war das Motorrad dadurch nicht perfekt abgestimmt. Der Start war okay, ich hatte dann noch eine Berührung. Im zweiten Lauf war der Start gut gewesen. Leider hat mich dann de Boer innen überholt und heraus gedrängt. Der Kurs in Assen ist sehr flüssig zu fahren und dadurch ist es aber auch schwer zu überholen. Ich war knapp hinter meinem BMW-Teamkollegen Bijsterbosch, der hier in Assen sein Heimrennen hatte. Ich wollte dann nichts riskieren, der Speed war da und ich hatte im 2. Lauf nur noch vier Sekunden Rückstand auf den Sieger. Bei den bisherigen 10 Rennen konnte ich fünfmal auf das Podium fahren, zum zweiten Mal nach Zolder/Belgien stand ich in beiden Läufen auf dem Podest“. Als bester BMW-Pilot vom Van-Zon-Remeha-BMW Team bleibt Jan Bühn mit 139 Punkten auf dem dritten Gesamtrang in der IDM-Superstock 1000-Klasse nach 11 von 15 Läufen und konnte seinen Vorsprung auf den Schweizer Roman Stamm (Kawasaki) auf 16 Zähler ausbauen. Es führen die Yamaha-Fahrer Danny de Boer (Niederlande) mit 255 Zählern vor Luca Grünwald (Waldkraiburg) mit 200 Punkten. Weitere Informationen über Jan Bühn gibt es auf der Internetseite von Jan Bühn www.jan-buehn.de bzw. über die IDM unter www.Superbike-IDM.de.

Text  : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Marvin Fritz ist nach Doppelsieg in Assen dem Superbike-Titel ganz nah

Marvin Fritz (rechts) mit Jan Bühn in Assen 2016
Foto: Hermann Rüger
Der Motorradrennfahrer Marvin Fritz aus Neckarzimmern feierte auch bei der sechsten Veranstaltung zur Superbike*IDM auf dem Grand Prix-Kurs in Assen/Niederlande einen Doppelsieg und hat seinen Vorsprung in der hubraumstarken Superbike-Klasse weiter ausgebaut. 

Der 23-jährige Yamaha-Pilot startet für den ADAC Pfalz aus Neustadt im Bayer-Bikerbox-Langenscheidt Team und war auf dem 4,555 km langen „Circuit van Drenthe“ der überragende Fahrer. Der Nordbadener dominierte das Training sowie die Superpole und ging von der Pole Position aus der ersten Startreihe in die 15 Runden Rennen über die Gesamtdistanz von 68,325 km. Den ersten Lauf gewann Marvin Fritz souverän mit 15,385 Sekunden vor seinem Yamaha-Markenkollegen Florian Alt (Nümbrecht) sowie dem Belgier Bastien Mackels (BMW). 

Auch beim zweiten Rennen hatten die Gegner keine Chance und Marvin Fritz siegte mit 10,341 Sekunden erneut vor Alt. Mit dem drittplatzierten Lukas Trautmann aus Österreich standen drei Yamaha-Piloten auf dem Podium. Die Konstanz von Marvin Fritz in seiner ersten Superbike-Saison ist beeindruckend, bis auf den vierten Platz beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring stand er bei allen Rennen auf dem Podium und davon sieben Mal ganz oben. Im Gesamtklassement nach 11 von 15 Läufen hat Marvin Fritz mit 240 Punkten bereits 79 Zähler Vorsprung auf Florian Alt (161 Punkte). 

Marvin Fritz kann sich bereits bei der nächsten IDM-Veranstaltung am 17.-18. September im Rahmen der Superbike-WM auf dem Lausitzring vorzeitig den Superbike-IDM Titel holen. Das Motorradfinale findet dann vom 24.-25. September in Hockenheim statt. Dort konnte Marvin Fritz auf seiner badischen Heimstrecke bereits zwei Titel erringen. 2005 gewann er den ADAC-Junior-Cup und 2014 wurde er auf Yamaha Supersport-Meister in der IDM. Weitere Informationen über die Superbike*IDM gibt es unter www.Superbike-IDM.de bzw. über Marvin Fritz unter www.Marvin-Fritz7.com. 

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Montag, 15. August 2016

Fortsetzung des ADAC GT Masters-Titelduells in den Nordseedünen

  • "Halbfinale": vorletztes ADAC GT Masters-Wochenende in Zandvoort
  • Zweikampf Gounon/Keilwitz gegen De Phillippi/Mies an der Tabellenspitze
  • Legendäres "Masters of Formula 3" startet beim ADAC GT Masters
  • Freier Eintritt zu den Dünenstehplätzen mit kostenlosem "Dünenticket"
Der Titelkampf um die ADAC GT Masters-Krone 2016 geht in die entscheidende Phase. Am kommenden Wochenende (19. bis 21. August) steigt mit dem vorletzten Rennwochenende der Saison im niederländischen Zandvoort das "Halbfinale" der "Liga der Supersportwagen". An der Tabellenspitze herrscht Hochspannung im Duell Corvette gegen Audi. Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (27, Villingen/beide Callaway Competition) haben in der Tabelle einen Vorsprung von nur 14 Punkten auf Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport). In den vier ausstehenden Saisonläufen werden an die Sieger noch insgesamt 100 Punkte verteilt. Neben der ADAC Formel 4 und der ADAC TCR Germany hält das Event an der Nordseeküste mit dem legendären Formel-3-Rennen "Masters of Formula 3" ein weiteres Highlight bereit. SPORT1 überträgt die beiden Rennen des ADAC GT Masters am Samstag und Sonntag jeweils live ab 13:00 Uhr im Free-TV.

Keyfacts, Circuit Park Zandvoort, Zandvoort, Saisonläufe 11 und 12

  • Streckenlänge: 4.307 Meter
  • Layout: 13 Kurven (neun Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2015, Rennen 1: Luca Ludwig/Sebastian Asch (Team Zakspeed, Mercedes-Benz SLS AMG GT3)
  • Sieger 2015, Rennen 2: Dominik Baumann/Jens Klingmann (BMW Sports Trophy Team Schubert, BMW Z4 GT3)
  • ADAC GT Masters in Zandvoort im TV: Beide Rennen werden live bei SPORT1 am Samstag und am Sonntag übertragen. Eine Übersicht über die TV-Sendezeiten im Anhang
Foto: Jens Hawrda

Corvette und Audi mit bester Ausgangslage im Titelkampf


Packende Rennen, sechs unterschiedliche Siegerteams, 28 verschiedene Piloten auf dem Podest - die bisherigen Rennen in der zehnten Saison des ADAC GT Masters hatten vor allen Dingen Vielfalt und Spannung zu bieten. In der Fahrerwertung kristallisiert sich ein spannender Zweikampf heraus. Die Protagonisten: Seriendebütant Gounon und ADAC GT Masters-Rekordsieger Keilwitz in ihrer Corvette C7 gegen De Phillippi, ebenso neu in der "Liga der Supersportwagen", und seinen erfahrenen Audi-Teamkollegen Mies.

 "Wir sind zurück im Titelrennen", jubelte De Phillippi, der am Nürburgring zusammen mit Mies den ersten Saisonsieg gefeiert hatte. "Das hat uns enorm motiviert. In den letzten vier Rennen sind noch maximal 100 Punkte zu vergeben, und wir fokussieren uns darauf, so viele wie möglich davon zu holen. Wir werden bis zur letzten Kurve des letzten Rennens alles geben, um Champion zu werden." Teamkollege Mies blickt ebenfalls auf die bevorstehenden Aufgaben voraus: "Zandvoort sollte unserem Audi eigentlich ganz gut liegen, beim Finale in Hockenheim sehe ich wiederum eher Vorteile für die Corvette. Wenn wir uns in den Niederlanden einen kleinen Vorsprung herausarbeiten könnten, ist am Ende alles möglich."

Ort des Geschehens für den vorletzten Schlagabtausch der ADAC GT Masters-Teams ist der Circuit Park Zandvoort - ein spektakulärer Kurs mit Alleinstellungsmerkmal. Direkt an der Nordsee gelegen, müssen die Fahrer je nach Windrichtung mit einem sandigen Untergrund umzugehen wissen. Das Streckenlayout gilt mit Kuppen, schnellen Passagen und überhöhten Kurven als klassische Fahrerstrecke. Der Anspruch ist hoch - insbesondere für die Reifen. "Der Asphalt hier ist rauer als die Beläge anderer Strecken im ADAC GT Masters", so Anna Playford, Trackside Engineer bei Exklusivreifenlieferant Pirelli. "Zudem verändert sich das Gripniveau der Strecke kontinuierlich. Das kann sich bei kühleren Bedingungen auf den Reifenverschleiß auswirken. Insbesondere vor dem Hintergrund der hohen Geschwindigkeiten sowie der heftigen Belastungen durch überhöhte Kurven."

Sieben Niederländer im aktuellen Starterfeld freuen sich in Zandvoort auf ihre Heimspiele: die Audi-Piloten Xavier Maassen (36, NL/Aust Motorsport) und Peter Hoevenaars (21, NL/Montaplast by Land-Motorsport), Nissan-Fahrer Christiaan Frankenhout (34, NL/MRS GT-Racing), Kelvin Snoeks (28, NL) und Jaap van Lagen (39, NL) vom Lamborghini-Team HB Racing WDS Bau und Corvette-Fahrer Loris Hezemans (19, NL/Callaway Competition). Dazu gibt Ex-Zandvoort-Sieger Jeroen den Boer (28, NL/Schubert Motorsport), der in den beiden vergangenen Jahren Schubert Motorsport als Ingenieur unterstützt hat, sein Comeback im Cockpit und teilt sich einen M6 mit Claudia Hürtgen. Die bisherige Zandvoort-Bilanz der Lokalmatadoren liest sich positiv: Nach drei der sechs Rennen, die die "Liga der Supersportwagen" in den Niederlanden ausgetragen hat, gab es einheimischen Jubel. Unter anderem 2012 von den Boer und 2014 von van Lagen, der beide Rennen gewann. Der Mann aus Ede ist 2016 wieder dabei. "Es ist immer schön, vor den eigenen Fans zu fahren", so van Lagen. "Ich kenne die Strecke in- und auswendig. Zudem habe ich dank der beiden Erfolge 2014 sehr schöne Erinnerungen."

Teamkollege von van Lagen vor zwei Jahren war Kévin Estre (27, F). Der Franzose stieß, nachdem er wegen Terminüberschreitungen die ersten drei ADAC GT Masters-Rennwochenenden auslassen musste, am Red Bull Ring zum KÜS TEAM75 Bernhard und reitet seitdem auf einer Erfolgswelle. Zusammen mit seinem Teamkollegen David Jahn (25, Speyer) holte er im Porsche 911 in den vergangenen vier Rennen die meisten Punkte aller Teams, darunter auch zwei Siege. "Es läuft für uns momentan wirklich sehr gut", so Estre. "Wir Fahrer und unser Team verbessern uns von Rennen zu Rennen. Wir haben für den Porsche ein gutes Set-up gefunden. Ob es dann auch in Zandvoort mit Topplatzierungen klappt, müssen wir sehen. Ich denke, dass diese Strecke anderen Fahrzeugen besser liegen wird."

Auch in der Trophy-Wertung für nichtprofessionelle Piloten ist noch alles offen: Lamborghini-Pilot Rolf Ineichen (38, CH/GRT Grasser-Racing-Team) führt mit lediglich acht Punkten vor seinem Landsmann Remo Lips (33, CH/RWT Racing), der eine Corvette Z06.R steuert. Noch knapper geht es in der Junioren-Wertung für Fahrer unter 25 Jahren zu: Connor De Phillippi hat 161 Zähler auf seinem Konto, Kontrahent Jules Gounon 159.

Highlights im Rahmenprogramm


Die Fans in Zandvoort werden mit fast 20 Stunden Asphalt-Action von sechs unterschiedlichen Serien verwöhnt. Neben dem ADAC GT Masters geht es auch in der ADAC Formel 4, in der ADAC TCR Germany, in der Spezial Tourenwagen Trophy und im Renault Clio Cup Central Europe in den Saisonendspurt. Am Sonntagabend wartet mit dem "Masters of Formula 3" noch ein ganz besonderer Höhepunkt. Bei der 26. Auflage des Traditionsrennens messen sich erneut die besten Formel-3-Piloten der Welt. Vergangene Sieger waren unter anderem die Formel-1-Piloten Lewis Hamilton, Paul Di Resta und Max Verstappen.

Der Zugang zu den Stehplätzen in den Dünen ist mit einem kostenlosen "Dünenticket" frei. Das "Dünenticket" gibt es zum Download unter www.cpz.nl. Tribünenkarten inklusive Zugang zum Fahrerlager sind bereits ab 20 Euro unter www.adac.de/motorsport erhältlich.

Sonntag, 14. August 2016

DTM: Nachgefragt bei ... Mike Rockenfeller

DTM-Pilot Mike Rockenfeller gibt einen persönlichen Ausblick auf die beiden Rennen auf dem Moscow Raceway.
Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda
Wie haben Sie die DTM-Sommerpause verbracht?

Mit dem Team haben wir weiter daran gearbeitet, die Abstimmung für die nächsten Rennen zu verbessern. Außerdem hatte ich eine Reihe von Terminen, darunter bei unserem Partner Schaeffler und bei Audi in Neuburg. Natürlich habe ich möglichst viel Zeit mit meiner Familie am Bodensee verbracht. Vor wenigen Tagen ist unser zweiter Sohn Paul zur Welt gekommen – er ist wohlauf, und wir sind sehr glücklich.

Welchen Eindruck haben Sie von Moskau?

Ich hatte schon mehrere Gelegenheiten, die Stadt auch abseits der DTM-Rennen kennenzulernen. Zuletzt habe ich die neue Audi City besucht und dort die 24 Stunden von Le Mans verfolgt – fast direkt am Roten Platz. Insgesamt ist es eine wirklich sehenswerte Metropole. Bei den Rennen hat mir immer gefallen, wie freundlich die Menschen waren. Und auch das Interesse der Journalisten vor Ort ist beeindruckend. Selten habe ich so viele Medienvertreter bei einer Pressekonferenz erlebt wie nach meinem Sieg bei der DTM-Premiere in Moskau 2013.

Was ist charakteristisch für den Moscow Raceway?

Die Strecke hat ein gutes Grip-Niveau. Der Belag ist sehr eben und hat kaum Bodenwellen. Die zum Teil sehr schnellen Linkskurven sind technisch recht anspruchsvoll zu fahren. Man kann nicht so gerade anbremsen und dann einlenken, sondern bremst erst während des Durchfahrens der Kurve. Die Herausforderung ist dabei, die Abstimmung des Autos und den Fahrstil so anzupassen, dass man möglichst spät auf der Bremse steht, ohne dass das Auto aufgrund der Querbeschleunigung an der Hinterachse ausbricht oder die Räder vorn blockieren. Die lange Gerade bietet zudem eine gute Möglichkeit, mit DRS zu überholen.

Was sind Ihre Erwartungen für die beiden Rennen nächste Woche?

Wie immer ist es sehr schwer, den Rennausgang vorherzusagen. Mit zwei Siegen habe ich mich immer sehr wohlgefühlt dort. Wir hoffen, dass wir in der Sommerpause die richtigen Schritte nach vorn gemacht haben und damit für das Rennwochenende gut aufgestellt sind. Dann erwarte ich, dass wir wieder um Siege mitkämpfen.

IDM Assen: Doppelsieg für Marvin Fritz

Marvin Fritz hat beide Läufe zur Superbike*IDM in Assen souverän gewonnen. Ohne große Gegenwehr sicherte er sich beide Tagessiege und baute damit seine Führung in der Meisterschaft weiter aus. In der Superstock 1000 Wertung holte sich Danny de Boer ebenfalls zwei Siege und führt hier genau so klar die Meisterschaft an.
Foto: Jens Hawrda

Meisterschaftsstand Superstock 1000 (Top-Five):

1. Danny De Boer (Yamaha YZF-R1M),    
2. Luca Grünwald (Yamaha YZF-R1M),  
3. Jan Bühn (BMW S 1000 RR),   
4. Roman Stamm  (Kawasaki ZX-10R), 
5. Pepijn Bijsterbosch (BMW S 1000 RR).


Meisterschaftsstand Superbike (Top-Five):

1. Marvin Fritz (Yamaha YZF-R1M),   
2. Florian Alt (Yamaha YZF-R1M),   
3. Mathieu Gines (BMW S 1000 RR),       
4. Bastien Mackels (BMW S 1000 RR),
5. Jan Halbich (Honda CBR 1000 RRSP).