Freitag, 5. August 2016

Honda-Pilot Schmarl holt die Pole bei der ADAC TCR Germany am Nürburgring

  • Gutes Debüt für Opel: Oriola Vila wird Zweiter
  • Mike Halder startet von Rang eins im zweiten Rennen
Pole für Jürgen Schmarl
Foto: ADAC-Motorsport
Routinier Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition) hat sich die Pole Position für das neunte Saisonrennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring gesichert. Im Honda Civic TCR setzte Schmarl am Freitagnachmittag in 1:36.285 Minuten die Bestzeit und war damit etwa eine Zehntelsekunde schneller als der Zweitplatzierte Jordi Oriola Vila (20, Spanien, DG Sport Competition) im Opel Astra TCR. Der Spanier bescherte Opel damit eine gute Premiere in der ADAC TCR Germany und startet beim Rennen am Samstag (12.00 Uhr, live bei SPORT1 und SPORT1+) aus der ersten Reihe. Im neuen Astra TCR landete er vor dem Gesamtführenden Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) in einem weiteren Honda.

„Jetzt bin ich wirklich glücklich. Es ist die Pole Position, das sagt zwar noch nicht viel für das Wochenende aus, aber wir haben gezeigt, dass wir den Speed haben und auch im gehobenen Alter vorne mitreden können. Da sind wir mächtig stolz drauf“, sagte Pole-Setter Schmarl, der sich über die neue Konkurrenz aus dem Hause Opel freut: „Die Jungs wissen alle, wo das Gaspedal ist. Es wird sehr international, das bereichert die Meisterschaft in meinen Augen immens und hebt den Stellenwert der ADAC TCR Germany klar an. Es macht riesigen Spaß, mit und gegen die Jungs zu fahren.“

Neuzugang Francisco Mora (19, Portugal, Target Competition) fuhr im Seat Leon Cup Racer auf Rang vier vor Steve Kirsch (37, Chemnitz, Team Honda ADAC) in einem weiteren Civic TCR und Mario Dablander (28, Österreich, Seat Austria). Lokalmatador Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) folgte im VW Golf GTI TCR auf dem siebten Platz vor Opel-Pilot Pierre Yves Corthals (40, Belgien, DG Sport Competition) und den beiden Seat-Fahrern Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) und Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler).

Im zweiten Rennen der ADAC TCR Germany am Sonntag (ab 12.00 Uhr, live bei SPORT1 und SPORT1+) startet die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Damit wird Mike Halder von der Pole Position starten und der Österreicher Schmarl von Position zehn aus ins Rennen gehen. Hinter Halder reihen sich Buri im Seat und Corthals im Opel ein.

„Wir starten am Sonntag von der Pole, damit haben wir die Trümpfe in der eigenen Hand“, sagte Mike Halder: „Am Samstag wird es zwar etwas schwerer, aber wenn es mir wie zuletzt wieder gelingt, viele Positionen gutzumachen, dann schauen wir, dass wir unter die ersten Fünf kommen. Das ist das Ziel im Rennen.“

Audi dominiert erstes ADAC GT Masters-Training am Nürburgring

  • Christopher Mies setzt erste Bestzeit des Eifel-Wochenendes
  • Sechs Audi R8 unter den Top Acht des Freien Trainings
  • SPORT1 überträgt beide ADAC GT Masters-Rennen live im Free-TV
Christopher Mies mit Bestzeit im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Mit dem ersten Freien Training beim fünften von sieben Rennwochenenden ist der Saisonendspurt des ADAC GT Masters eingeleitet. Den Zeitenschlagabtausch auf dem Nürburgring entschied Christopher Mies (27, Heiligenhaus/Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 für sich. Sechs weitere Audi-Paarungen tummelten sich auf den ersten acht Rängen. Die beiden Rennen der „Liga der Supersportwagen“ am Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 im Free-TV übertragen.

Bei frischen Temperaturen und bedecktem Himmel in der Eifel nutzen die Teams die einstündige Trainingssession, um ihre Supersportwagen auf das Nürburgring-Wochenende abzustimmen. Der schnellste Umlauf gelang dabei Christopher Mies in einer Zeit von 1.28,398 Minuten. „Man weiß im Freien Training natürlich nie, welches Team welche Reifen gefahren hat. Von daher sind die Zeiten immer etwas mit Vorsicht zu genießen“, so Mies, der zusammen mit Teamkollege Connor De Phillippi (23, USA) aktuell den zweiten Gesamtrang belegt. „Im Qualifying werden wir dann sehen, wer hier wirklich stark ist. Aber na klar – das Ergebnis stimmt uns zuversichtlich. Ich denke, die Strecke liegt dem Audi. Zwischen Startplatz eins und drei für das erste Rennen wären wir zufrieden.“

Die Audi-Mannschaften zeigten zum Auftakt in der Eifel stark. Mit knapp drei Zehntelsekunden Rückstand belegte der R8 von Serienneuling Nicolaj Møller Madsen (23, DK) und Markus Winkelhock (36, Berglen-Steinach/beide Phoenix Racing) den zweiten Rang. Platz drei ging an den Audi von Florian Stoll (35, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport). Auf Rang vier folgten die aktuell Tabellenvierten Rolf Ineichen (38, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán.

Audi vor Lamborghini auch auf den folgenden Rängen: Mikaela Åhlin-Kottulinsky (23, S) und Marco Bonanomi (31, I/beide Aust Motorsport) belegten Platz fünf, Norbert Siedler (33, A) und Jaap van Lagen (39, NL/beide HB Racing WDS Bau) Position sechs. Hinter zwei weiteren Audi von ADAC GT Masters-Debütant Dennis Busch (28, Bensheim) und Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Car Collection Motorsport) sowie Peter Hoevenaars (21, NL) und Frédéric Vervisch (30, B/beide Montaplast by Land-Motorsport) komplettierten Fabian Hamprecht (21, Hagen)/Christer Jöns (29, Ingelheim/beide Bentley Team ABT) im besten Bentley Continental und Nicolai Sylvest (19, DK)/Nikolaj Rogivue (20, CH/beide AMG-Team Zakspeed) im Mercedes-AMG die Top Ten.

News aus der Nennliste

Für die beiden Rennen auf dem Nürburgring haben sich einige der 19 ADAC GT Masters-Teams fahrerisch neu aufgestellt. So gibt der nordschleifenerprobte Dennis Busch bei Car Collection Motorsport sein Seriendebüt. Er teilt sich einen Audi R8 mit Christopher Haase. Auch Nicolaj Møller Madsen startet erstmals in der „Liga der Supersportwagen“. Der Däne ersetzt Markus Pommer (25, Neckersulm) bei Phoenix Racing, der wiederum bei Aust Motorsport Lukas Schreier (21, Augsburg) ersetzt. Mit einer komplett neuen Fahrerpaarung rückt MRS GT-Racing an: Marc Gassner (25, Kempen), der für die Mannschaft schon 2015 im ADAC GT Masters-Rennen am Start war, wechselt sich im Nissan GT-R mit Christiaan Frankenhout (34, NL), bisher in Diensten von Car Collection Motorsport, ab.

Louis Delétraz (19, CH/Schubert Motorsport) und Rahel Frey (30, CH/YACO Racing) nehmen nach Abwesenheit zuletzt am Red Bull Ring wieder ihre Stammcockpits im BMW M6 und im Audi R8 ein. Beim Porsche-Team bigFM Racing Team Schütz Motorsport gibt es ein Wiedersehen mit Klaus Bachler (25, A), der den Platz von Christopher Zanella (26, CH) übernimmt.

Motorsport und mehr

Der Zeitplan der Nürburgring-Veranstaltung ist von Freitag bis Sonntag jeweils neun Stunden mit Motorsportaction und Unterhaltungsprogramm prall gefüllt. Neben dem ADAC GT Masters kämpfen die Piloten vier weiterer Rennserien um Punkte und Pokale. Auch für die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany geht es langsam in die entscheidende Saisonphase. Der deutsche Tourenwagen Cup ist bereits zum vierten Mal in dieser Saison Teil der „Liga der Supersportwagen“, die Spezial Tourenwagen Trophy zum zweiten Mal. Ihren Idolen ganz nah kommen können die Fans des ADAC GT Masters bei mehreren Gelegenheiten kommen: beim Pitwalk am Samstag und Sonntag, jeweils um 11:10 Uhr sowie beim Meet the Drivers am Samstag um 15:45 Uhr vor der ADAC Hospitality.

Digitale Rundumversorgung

Wie gewohnt bietet das ADAC GT Masters auch vom Nürburgring eine umfangreiche Live-Berichterstattung an. SPORT1 zeigt die beiden Eifel-Rennen am Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr sowie alle weiteren Rennen des ADAC GT Masters 2016 live im Free-TV. Zusätzlich kann die Action der „Liga der Supersportwagen“ auch im Internet live verfolgt werden: Beide Rennen werden auf SPORT1.de (deutscher Kommentar) und adac.de/motorsport (englischer Kommentar) übertragen.

ADAC TCR Germany noch spannender: Opel feiert Debüt am Nürburgring

  • Größtes Teilnehmerfeld bislang: 21 Fahrer sind in der Eifel dabei
  • Jasmin Preisig erste Pilotin in der ADAC TCR Germany

Doppeltes Debüt für die ADAC TCR Germany: Wenn es am Wochenende (5. bis 7. August) auf dem Nürburgring mit dem fünften von sieben Rennwochenenden langsam in die entscheidende Phase der Premierensaison geht, dürfen sich die Motorsportfans erstmals auf die neuen Opel Astra TCR freuen. Gleich drei der 330 PS starken Boliden aus Rüsselsheim sind dabei – in einem von ihnen wird Jasmin Preisig (24, Schweiz, Lubner Motorsport) sitzen und als erste Frau in der Geschichte der ADAC TCR Germany Rennkilometer sammeln. SPORT1 überträgt beide Rennen der ADAC TCR Germany vom Nürburgring Samstag und Sonntag live ab 11.55 Uhr.

„Die Vorfreude ist groß, dass es nun endlich auch für uns losgeht“, sagt die Schweizerin. Auch ihr Teamchef Mirko Lubner fiebert dem Opel-Debüt entgegen. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Wir haben lange gewartet“, sagt er.

Während an der Spitze der ADAC TCR Germany der Titelkampf zwischen den Protagonisten Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition, 124 Punkte) im Honda Civic TCR und Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing, 118) im Seat Leon Cup Racer seine Fortsetzung finden wird, wollen Lubner und Preisig ihre Premiere ganz entspannt und ohne zu viel Druck angehen.

„Wir sind gespannt auf die Dinge, die uns erwarten. Wir werden alle Unterstützung bekommen, die wir brauchen und machen einfach das Beste draus“, sagt Lubner: „Es wird nicht einfach für Jasmin. Sie ist eine gute Fahrerin, aber auch das Fahrerfeld der ADAC TCR Germany ist sehr bunt gemischt, und vor allem sehr, sehr stark. Das Niveau ist hoch. Von daher wird der Quereinstieg für Jasmin ganz schön schwer werden.“

„Ich finde die Serie toll. Die Rennen am Nürburgring werden bestimmt kein Zuckerschlecken und ich bin natürlich auch extrem gespannt, wie das mit den Jungs funktioniert“, sagt Preisig. Neben der Schweizerin, die die Strecke auf dem Nürburgring von anderen Rennserien kennt, werden auch Jordi Oriola Vila (20, Spanien, DG Sport Competition) und Pierre Yves Corthals (40, Belgien, DG Sport Competition) im neuen Opel Astra TCR unterwegs sein.

Nur zwei Wochen sind seit den letzten Rennen in Spielberg vergangen, den Piloten der ADAC TCR Germany blieb kaum Zeit zum Ausruhen. Bei den Saisonrennen neun und zehn spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft in der Premierensaison weiter zu. Hinter dem Duo Files/Proczyk folgt Steve Kirsch (37, Chemnitz, Team Honda ADAC), der auf dem Red Bull Ring seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert hatte und im Honda bei 94 Punkten steht.

Obwohl die Honda auf dem Red Bull Ring mit seinen zahlreichen Highspeed-Passagen am besten zurechtkamen, glaubt Kirsch nicht, dass sich diese Dominanz nahtlos auf dem Traditionskurs in der Eifel fortsetzen wird. „Am Nürburgring schätze ich die Honda nicht so stark ein, wie auf dem Red Bull Ring, obwohl wir auch dort schnelle Passagen haben. Es wird wieder enger werden, das ist Fakt“, sagte der 37-Jährige, der den Schwung von Spielberg mitnehmen will: „Ich glaube, dass wir auch am Nürburgring gut aufgestellt sind.“

Nicht ganz nach Plan lief es zuletzt für Benjamin Leuchter (Duisburg, Racing One). Probleme mit seinem leuchtend roten VW Golf GTI TCR warfen den 28-Jährigen immer wieder zurück. Da kommt der Nürburgring gerade recht: Leuchter kennt die Strecke bestens, Ende Mai nahm er an Ort und Stelle am ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen teil. „Die schlechten Momente vom Red Bull Ring waren schnell vergessen. Einfach abhaken und nach vorne schauen. So ist Motorsport, mal gewinnt man, mal verliert man. Ich bin ja sehr erfolgsorientiert und ehrgeizig, klar hat mich das geärgert. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem Nürburgring einen guten Job machen werden“, sagt Leuchter: „Ich bin unheimlich gerne da, verbinde in meinem gesamten Leben sehr viel mit dieser Strecke.“

"Der Nürburgring ist unser Wohnzimmer. Dort bin ich quasi fast zu Hause. Mein Team und ich werden alles daran setzen, dort die Wende zu erzwingen. Ich freu mich auf die Eifel. Aber trotzdem sind die Honda aktuell sehr stark. Gerade auf Strecken mit vielen Geraden wie eben am Red Bull Ring oder am Nürburgring. Jetzt müssen wir schauen, wie wir die Lücke schließen können“, sagte Leuchter. „Es wird schwierig, noch in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Wir müssen schauen, dass wir jetzt Einzelergebnisse einfahren und jedes Rennen so gut beenden wie es eben geht.“

ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Lautenschlager führt in der Junioren-Wertung

In der Junior-Wertung führt vor den Rennen auf dem Nürburgring ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler) im Volkswagen Golf GTI TCR. Er hat 147 Punkte auf dem Konto, und damit neun mehr als Dominik Fugel (18, Chemnitz, Honda Team ADAC, 138). Erstmals dabei ist am Wochenende Francisco Mora (19, Portugal, Target Competition), der im Seat Leon Cup Racer startet.

Die ADAC TCR Germany startet am Freitag mit zwei Freien Trainingseinheiten (09.40 und 11.45 Uhr). Ebenfalls am Freitag (15.00 Uhr) wird es dann ernst, wenn es im Zeittraining gegen die Uhr um die Startplätze für das erste Rennen (Samstag, 12.00 Uhr) geht. Auch die Startreihenfolge für das zweite Rennen (Sonntag, 12.00 Uhr) wird dort festgelegt. In diesem Lauf starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge – der Pole-Setter wird also von Rang zehn starten, der Zehnte wiederum von der Pole-Position. Die fünf Besten des Qualifyings erhalten zudem absteigend fünf bis einen Punkt für die Gesamtwertung.

Phoenix Racing stellt sich für Nürburgring-Heimspiel neu auf

  • Firmensitz in Meuspath nur drei Kilometer vom Eifelkurs entfernt
  • Nicolaj Møller Madsen neuer Teamkollege von Markus Winkelhock
Foto: Jens Hawrda
Phoenix Racing bestreitet 2016 seine dritte volle Saison im ADAC GT Masters. 2009 und 2011 feierte die Truppe von Teamchef Ernst Moser bereits fünf Siege – allerdings keinen auf dem Nürburgring, der Heimstrecke des Audi-Teams. Am kommenden Wochenende (5. bis 7. August) folgt beim fünften von sieben Saisonläufen der „Liga der Supersportwagen“ mit geändertem Fahrerkader ein weiterer Versuch: Neuer Teamkollege von Stammfahrer Markus Winkelhock (36, Berglen-Steinach) im Audi R8 wird Nicolaj Møller Madsen (23, DK).

Meuspath hat ein Gemeindehaus, einen Junggesellenverein, eine freiwillige Feuerwehr und 140 Einwohner. Die Dichte von ansässigen Motorsportteams in der kleinen Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler ist allerdings besonders hoch. Im Gewerbepark tummeln sich mehr als eine Handvoll. Der Grund ist die Nähe zum Nürburgring, Deutschlands bekanntester Rennstrecke. Eines dieser Teams ist Phoenix Racing. Der Firmensitz der Rheinland-Pfälzer liegt nur drei Kilometer vom Haupteingang des Eifelkurses entfernt.

„Jedes Mal, wenn wir am Nürburgring starten, ist das ein spezielles Erlebnis“, so Ernst Moser. „Freunde, Familie und Sponsoren achten ganz besonders auf uns. Wir sind immer hoch motiviert und freuen uns sehr.“ Ein gewohntes Umfeld, eingefleischte Fans, Heimspielatmosphäre – die Annehmlichkeiten sind vielfältig. Aber vor allen Dingen in puncto Logistik genießt Phoenix Racing Vorteile. Moser: „Wenn wir etwas vergessen haben, fährt jemand aus dem Team kurz zur Firma zurück und holt es. Im Umkehrschluss transportieren wir aber auch zusätzliches Cateringmaterial und Merchandisingartikel, um die Gäste in unserer VIP-Lounge zu bewirten und unseren Shop im Boulevard zu bestücken.“

Auch für einige Phoenix-Teammitglieder bietet sich ein seltenes Privileg. „Unsere Jungs sind fast das ganze Jahr über unterwegs. Wenn sie dann bei einem Nürburgring-Event mal zu Hause schlafen können, ist das sehr willkommen. Zusätzlich sparen wir dadurch Hotelkosten“, so Moser. Vorteile auf der Rennstrecke sieht er hingegen nicht: „Wir haben auf dem Nürburgring bestimmt mehr Rennen bestritten als andere Teams und haben dadurch mehr Daten erhoben, um das richtige Set-up zu finden. Zusätzliche Testmöglichkeiten konnten wir aber zum Beispiel nicht in Anspruch nehmen, da die Rennstrecke praktisch das ganze Jahr über ausgebucht ist.“

Phoenix-Stammpilot Markus Winkelhock ist der Nürburgring unter anderem aus drei ADAC GT Masters-Saisons und als zweimaliger Sieger des ADAC Zurich 24-Stunden-Rennens bestens bekannt. „Der Nürburgring war schon immer eine Lieblingsstrecke von mir“, so der Routinier. „Ich habe in allen Serien, mit denen ich dort angetreten bin, gute Resultate erzielt. Ganz besonders sind mir meine Führungsrunden in der Formel 1 in Erinnerung. Ich denke, dass die Strecke unserem Audi besser liegen wird als zum Beispiel zuletzt der Red Bull Ring. Ich hoffe, dass wir ganz vorn mitfahren können.“

Auch Teamchef Ernst Moser gibt als erklärtes Ziel ein Spitzenresultat aus: „Nach drei Punkteresultaten zu Saisonbeginn sind wir zuletzt fünfmal ohne Zählbares geblieben. Jetzt muss mal ein Podestplatz her – und warum nicht beim Heimspiel?“ Beim Versuch, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, wird Neuzugang Nicolaj Møller Madsen helfen. „Ich freue mich schon sehr auf den Start am Nürburgring“, so der Däne, der 2015 Gesamtzweiter im Audi Sport TT Cup wurde und 2016 sein Debütjahr im GT3-Sport gibt. „Der Audi R8 erzeugt viel Abtrieb. Das zu lernen war für mich der größte Schritt. Ich lasse mir die Technik genau erklären. Was passiert zum Beispiel, wenn man einen Stabilisator verstellt. Mein Teamkollege Markus Winkelhock bringt sehr viel Erfahrung mit. Er kann sich auf die Abstimmung unseres Autos konzentrieren und ich mich auf meinen Fahrstil. Das sollte mir helfen.“