Samstag, 23. Juli 2016

Zwei Bentley für erstes Rennen auf dem Red Bull Ring vorn

  • Jordan Pepper holt Pole-Position vor Teamkollege Fabian Hamprecht
  • Gounon/Keilwitz erarbeiten sich Vorteil bei Kampf um die Tabellenführung
  • SPORT1 überträgt das erste Rennen heute live ab 13 Uhr

Pole für Jordan Pepper im Bentley
Foto: Jens Hawrda
Beim Qualifying zum ersten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring hat das Bentley Team ABT seine gute Form aus dem Training bestätigt: Jordan Pepper (19, ZA) schnappte sich die Pole-Position im Bentley Continental vor seinem Teamkollegen Fabian Hamprecht (21, Hagen). Im Kampf um die Spitze in der Fahrerwertung erarbeiteten sich Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in ihrer Corvette C7 einen Vorteil. SPORT1 überträgt das siebte Saisonrennen ab 13 Uhr live im Free-TV.
 
„Es sieht so aus, als würde sich hier am Red Bull Ring die ganze Arbeit, die das Team in den vergangenen Wochen in die Autos gesteckt hat, auszahlen“, so Polesetter Jordan Pepper. „Ein Schlüssel für die guten Zeiten im Qualifying war auch, dass das Team dafür gesorgt hat, dass wir immer freie Fahrt hatten. Das ist in einem Feld mit so vielen Autos wie im ADAC GT Masters wirklich wichtig. Wenn wir im Rennen genauso konzentriert arbeiten, dann stehen die Chancen auf den ersten Saisonsieg ziemlich gut.“
 
Mehr als 30 Supersportwagen tummelten sich beim zwanzigminütigen Qualifying auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs in der Steiermark. Zunächst wechselten sich Fahrerpaarungen verschiedener Marken an der Spitze des Zeitentableaus ab, ehe im zweiten Abschnitt der Session das Bentley Team ABT auftrumpfte. Die Mannschaft aus Kempten hatte schon am Freitag mit zwei Bestzeiten in den Freien Trainings überzeugt. Jordan Pepper, der sich einen Bentley mit Daniel Abt (23, Kempten) teilt, gelang in 1.27,435 Minuten die schnellste Runde. Mit knapp einer Zehntelsekunde Rückstand sorgte Fabien Hamprecht, Teamkollege von Christer Jöns (28, Ingelheim), für eine reine erste Bentley-Startreihe.
 
 Knapp zwei Minuten vor Ende des Zeittrainings rollte Pepper wegen eines technischen Problems am Streckenrand aus. Die Rennleitung brach das Geschehen per Roter Flagge ab. So sicherten sich Jesse Krohn (25, FIN) und DTM-BMW-Pilot António Félix da Costa (24, P/beide Schubert Motorsport) im BMW M6 den dritten Rang. Den vierten Platz ergatterten sich die aktuell Gesamtzweiten Jules Gounon/Daniel Keilwitz. Im engen Kampf um die Tabellenführung hatten die Spitzenreiter Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 auf Platz zehn das Nachsehen.
 
 Mit dem fünften Startplatz sorgte das Porsche-Duo David Jahn (25, Speyer) und Kévin Estre (27, F) für das bisher beste Qualifyingergebnis des KÜS TEAM75 Bernhard. Florian Stoll (35, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport) waren auf dem sechsten Platz bestes Audi-Gespann. Hinter einem weiteren Porsche von Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) belegte das AMG-Team Zakspeed mit den beiden AMG-Mercedes von Nikolaj Rogivue (20, CH)/Nicolai Sylvest (19, DK) und den Titelverteidigern Sebastian Asch (30, Ammerbuch)/Luca Ludwig (27, Bonn) die Ränge acht und neun.

Freitag, 22. Juli 2016

Bentley dominiert erstes Training des ADAC GT Masters am Red Bull Ring

  • Bentley Team ABT belegt ersten drei Ränge des ersten Freien Trainings
  • Namhafte Neulinge beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring
Bentley Team Abt war im  ersten Freien Training das Maß der Dinge
Foto: Jens Hawrda
Das ADAC GT Masters sagt Servus aus Österreich: Mit dem vierten von sieben Rennwochenenden startet die „Liga der Supersportwagen“ auf dem Red Bull Ring zur allerbesten Sommerferienzeit in die zweite Saisonhälfte. Die schnellste Runde beim ersten Freien Training auf der spektakulären Berg-und-Tal-Bahn in der Steiermark sicherte sich Seriendebütant Marco Holzer (27, Lochau/Bentley Team ABT) im Bentley Continental vor zwei Teamkollegen. SPORT1 zeigt die beiden Rennen live und in voller Länge im Free-TV. Die Übertragung am Samstag beginnt wie gewohnt um 13 Uhr, am Sonntag hingegen eine Stunde eher ab 12 Uhr
 
Der zu Beginn des Jahres auf den Red Bull Ring neu aufgetragene Asphalt zeigte sofort Wirkung: Die Topzeiten waren rund eine Sekunde schneller als die Pole-Position-Zeiten aus dem Vorjahr. In der zweiten Hälfte der einstündigen Session knackte Christian Engelhart (29, Kösching/GRT Grasser-Racing-Team) in seinem Lamborghini Huracán als erster Pilot die Marke von 1.29 Minuten. In der Schlussphase trumpfte dann das Bentley Team ABT auf, das sich für die Veranstaltung in Österreich personell neu aufgestellt hatte. Bei seinem ersten Einsatz im ADAC GT Masters fuhr Marco Holzer in 1.28,738 Minuten die schnellste Runde. „Das Auto funktioniert wirklich gut. Die Bestzeit ist natürlich eine prima Sache, aber dafür gibt es noch keine Punkte. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir das Set-up im Qualifying genauso gut wie im Training hinbekommen.“, so Holzer, der bei ABT gemeinsam mit Trophy-Titelverteidiger Andreas Weishaupt (43, Ulm) antritt und ab sofort Guy Smith (41, GB) ersetzt.
Marco Holzer holt Bestzeit im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Auf den Rängen zwei und drei platzierten sich die beiden weiteren Bentley von Jordan Pepper (19, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten) und Fabian Hamprecht (21, Hagen)/Christer Jöns (28, Ingelheim). Der Lamborghini von Engelhart und Teamkollege Rolf Ineichen (38, CH) landete auf Rang vier. Nikolaj Rogivue (20, CH) und Nicolai Sylvest (19, DK/beide AMG-Team Zakspeed) platzierten sich im besten AMG-Mercedes auf Rang fünf, gefolgt von Jesse Krohn (25, FIN) und BMW-DTM-Pilot António Félix da Costa (24, P/beide Schubert Motorsport), der im BMW M6 sein ADAC GT Masters-Debüt gibt. Hinter der siebtplatzierten Corvette C7 von Patrick Assenheimer (24, Heilbronn) und Dominik Schwager (39, Eisenhofen/beide Callaway Competition) folgten die beiden Fahrerpaarungen, die aktuell an der Tabellenspitze liegen: die Gesamtzweiten Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in einer weiteren Corvette sowie die Spitzenreiter Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) im besten Audi R8. Florian Stoll (35, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport) komplettierten in einem weiteren Audi die Top Ten.
Namhafte „Rookies“
 
Das ADAC GT Masters begrüßt am Red Bull Ring zwei prominente Serienneulinge: Neben Félix da Costa (24, P/Schubert Motorsport) debütiert ebenso der aktuell Zweite der US-Sportwagenserie IMSA, Eric Curran (41, USA/Callaway Competition), in einer Corvette C7. Zum ersten Einsatz in der laufenden Saison kommen Porsche-Werksfahrer Kévin Estre (27, F/KÜS TEAM75 Bernhard) in einem Porsche 911 sowie der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot Karl Wendlinger (47, A/Car Collection Motorsport) in einem Mercedes Benz SLS AMG.
 Beim GRT Grasser-Racing-Team gibt Michele Beretta (21, I) ebenso seinen ADAC GT Masters-Einstand im Lamborghini Huracán an der Seite von Nicolas Pohler (20, München). Weitere Personalwechsel gibt es bei zwei Audi-Teams zu vermelden: YACO-Racing-Stammpilotin Rahel Frey (30, CH) bleibt dem Red Bull Ring wegen einer Terminüberschneidung fern. Neuer Teamkollege von Philip Geipel (29, Plauen) wird Marc Basseng (37, Löbau).
 
Motorsport und mehr
 
Neben den beiden Rennen des ADAC GT Masters kommen die Besucher am Red Bull Ring in den Genuss weiterer Serien. ADAC Formel 4 und ADAC TCR Germany starten ebenso in die zweite Saisonhälfte. Spannende Tür-an-Tür-Duelle versprechen zudem die beiden Markenpokale Renault Clio Cup Central Europe und Trofeo Abarth Europe. Die Fans des ADAC GT Masters haben gleich mehrfach am Wochenende die Gelegenheit, ihren Idolen ganz nah zu kommen: Beim Pitwalk (Samstag 12:10 Uhr und Sonntag 11:15 Uhr) sowie beim Meet the Drivers (Samstag 15:45 Uhr auf der Bull´s Lane Terrasse) geben die Fahrer bereitwillig Autogramme und stehen für ein Selfie zur Verfügung.

Lamborghini-Team HB Racing WDS Bau: Vorfreude auf das Heimspiel auf dem Red Bull Ring

  • Team aus Österreich 2016 erstmals mit Lamborghini im ADAC GT Masters
  • Regelmäßige Top-Ten-Resultate als Ziel für die zweite Saisonhälfte

Kelvin Snoeks / Elia Erhart
Foto: Jens Hawrda
Highlight zur Saisonmitte: Für HB Racing WDS Bau steht mit dem Österreich-Gastspiel des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring (22. bis 24. Juli) eines der wichtigsten Wochenenden in der „Liga der Supersportwagen“ bevor. Nach einer zuletzt steigenden Formkurve will das Team aus Neumarkt bei seinem Heimrennen mit den beiden Lamborghini Huracán, gesteuert von Norbert Siedler (33, A)/Jaap van Lagen (39, NL) sowie Kelvin Snoeks (28, NL)/Elia Erhart (28, Röttenbach), glänzen.
 
„Wir haben uns bisher noch nie auf einem so hohen Motorsportlevel bewegt wie dieses Jahr im ADAC GT Masters. Die Leistungsdichte in der Serie ist enorm: Teilweise liegen im Qualifying bis zu 20 Fahrzeuge innerhalb von einer Sekunde. Es geht um Nuancen. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen“, so Teamchef Dietmar Hirsch. Ganz unbekannt ist die Serie für das aus dem Porsche-Clubsport kommende Team nicht. Schon 2014 verhalf die Mannschaft in einer Kooperation mit Herberth Motorsport ihrem Landsmann Herbert Handlos zum Gentlemen-Titel. „Wir können sicherlich einige Dinge und Erfahrungen aus unserer Teamvergangenheit im ADAC GT Masters verwenden, es muss aber auch vieles neu angeschafft und gelernt werden – das geht bei Ersatzteilen los und endet bei Schulungen. Es ist viel Zeit, viel Manpower und vor allen Dingen viel Leidenschaft vonnöten um sich, und auch das gesamte Team auf diesem hohen Level zu etablieren.“
 
In den bisherigen sechs Rennen der ADAC GT Masters-Saison 2016 sammelte HB Racing WDS Bau dank eines neunten Rangs von Siedler/van Lagen am Sachsenring zwei Punkte. Zu wenig nach Meinung von Hirsch: „Unser Zwischenfazit fällt nicht so gut aus. Wir hätten uns schon bessere Resultate gewünscht. Generell ist das der Umstellung auf eine neue Rennserie und ein neues Auto geschuldet, aber wir hatten auch Pech. Wir sind zuletzt am Lausitzring auf den Plätzen drei und fünf liegend ausgefallen.“
 
Beim Heimspiel hoffen die Österreicher auf den Durchbruch. „Wir haben uns auf diese Veranstaltung ganz besonders vorbereitet“, so Hirsch. „In den vergangenen Wochen haben wir einige Tage auf dem Red Bull Ring getestet, wir haben viel am Fahrzeug gearbeitet und kleine Details verbessert. Die Zeiten waren vielversprechend. Wir sind zuversichtlich, nun endlich die Wende einzuleiten. Aber Theorie und Rennverlauf sind natürlich zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wenn unsere Autos heil durchkommen, dann rechnen wir uns in jedem Fall Top-Ten-Platzierungen aus. Optimal wäre natürlich ein Podestplatz.“
 
Langfristig gesehen möchte sich HB Racing WDS Bau im ADAC GT Masters nicht nur etablieren, sondern beim Kampf um die vorderen Plätze eine gute Rolle spielen. Hirsch: „Es war uns bewusst, dass wir in der ersten Saisonhälfte nicht sofort in der Spitze fahren würden. In der zweiten Saisonhälfte ist unser Ziel, regelmäßig Punkte zu sammeln und das eine oder andere Mal auf dem Podest aufzutauchen. Wir haben mit Jaap van Lagen und Norbert Siedler eine starke und erfahrene Fahrerpaarung. Aber auch unser zweites Auto mit Elia Erhart und Kelvin Snoeks kommt immer besser in Schwung. Auch sie wollen sich in Zukunft im guten Mittelfeld platzieren. Das GT3-Projekt mit den Lamborghini Huracán ist auf mehrere Jahre angelegt. Wenn sich das ADAC GT Masters auf diesem hervorragenden Level hält, spricht nichts dagegen, auch in den kommenden Jahren wieder anzutreten.“

Donnerstag, 21. Juli 2016

Bergfest im ADAC GT Masters: Supersportwagen starten auf dem Red Bull Ring

  • ADAC GT Masters-Premiere für BMW-DTM-Pilot António Félix da Costa
  • Erster Saisonstart für Kévin Estre, Debüt für US-Rennfahrer Eric Curran
  • Karl Wendlinger startet im Flügeltürer-Mercedes-Benz

Christopher Mies (l.) und Conner De Philippi kommen als Tabellenführer zum Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda
Sommer, Sonne, Ferien, Red Bull Ring: Das ADAC GT Masters startet am kommenden Wochenende (22. bis 24. Juli) mit dem vierten von sieben Rennwochenenden in die zweite Saisonhälfte. Im Fokus stehen das enge Duell an der Tabellenspitze und das Heimspiel der österreichischen Teams und Fahrer. Zwei prominente Piloten starten beim Österreich-Gastspiel erstmals in der „Liga der Supersportwagen“. BMW-DTM-Pilot António Félix da Costa (24, P/Schubert Motorsport) wird einen BMW M6 lenken, während Eric Curran (41, USA/Callaway Competition), aktuell Zweiter in der US-Sportwagenserie IMSA, in einer Corvette C7 antritt. Seinen ersten ADAC GT Masters- Start in der laufenden Saison absolvieren Porsche-Werksfahrer Kévin Estre (27, F/KÜS TEAM75 Bernhard) im Porsche 911 sowie der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot Karl Wendlinger (47, A/Car Collection Motorsport), der in einem Mercedes-Benz SLS AMG startet.

Mitten in der Steiermark erstreckt sich der Red Bull Ring über 4,326 hügelige Kilometer. Wegen seines abwechslungsreichen Charakters und des naturbelassenen Ambientes ist der Formel-1-Kurs, der seit 2011 fester Bestandteil des ADAC GT Masters-Kalenders ist, sehr beliebt bei den Piloten. So auch bei Tabellenführer Christopher Mies (27, Heiligenhaus/Montaplast by Land-Motorsport): „Der Red Bull Ring ist eine wirklich flüssig zu fahrende Berg-und-Tal-Bahn. In diesem Jahr wurde neuer Asphalt gegossen, dadurch gibt es noch weniger Bodenwellen. Wir haben direkt nach dem vergangenen Rennwochenende auf dem Lausitzring dort getestet. Das macht schon Spaß.“

Zusammen mit seinem Teamkollegen Connor De Phillippi (23, USA), behauptet Mies seit dem Saisonauftakt den ersten Platz in der Fahrerwertung. Der Vorsprung des Audi-Duos ist allerdings auf nur noch drei Zähler geschmolzen. „Wir haben bisher als einzige Paarung in jedem Rennen gepunktet, lediglich mit einem Sieg hat es noch nicht geklappt. Connor und ich fahren mit Köpfchen. Auch, wenn es im Qualifying mal nicht so gut läuft, kämpfen wir uns in den Rennen nach vorn. Ich hoffe, wir liegen auch noch nach dem Red Bull Ring an der Spitze“, so Mies.

Nach der Tabellenspitze will in Österreich Daniel Keilwitz (26, Villingen) greifen. Der erfolgreichste ADAC GT Masters-Pilot auf dem Red Bull Ring gewann mit seinem Teamkollegen Jules Gounon (21, F/beide Callaway Competition) zuletzt zwei von vier Rennen. „Ich denke, dass wir auf dem Red Bull Ring an die gute Form anknüpfen und die Tabellenspitze angreifen können“, so Keilwitz, der von 2013 bis 2014 vier Siege in Serie in Österreich feierte. „Der Kurs hat der alten Corvette Z06.R immer gelegen – von daher gehe ich davon aus, dass er unserem neuen Modell C7 auch liegen wird. Bei den Bergaufpassagen können wir von unserem starken Drehmoment profitieren.“

Für die beiden ADAC GT Masters-Teams HB Racing WDS Bau und GRT Grasser-Racing-Team sowie für fünf Fahrer, darunter Karl Wendlinger, Lausitzring-Sieger Martin Ragginger (28, A/Precote Herberth Motorsport), Daniel Dobitsch (31, A/kfzteile24 APR Motorsport) und Gerhard Tweraser (27, A/GRT Grasser-Racing-Team), ist die Veranstaltung in Österreich ein Heimspiel. So auch für Lamborghini-Pilot Norbert Siedler (33, A/HB Racing WDS Bau), der an den Red Bull Ring besondere Erinnerungen hat: „Mein bisher einziger Sieg im ADAC GT Masters gelang mir 2011 vor heimischen Fans. Das war natürlich ein sehr schönes Gefühl. Auch in diesem Jahr kommen Familie und Freunde von mir an die Strecke und unterstützen mich. Bisher lief es für uns mit nur zwei Punkten nicht so gut. Ich hoffe, dass wir eine gute Show liefern können. Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre super.“

Auch Landsmann Wendlinger fiebert seinem Heimspiel entgegen: „Das ist ein ganz besonderes Ereignis im doppelten Sinne. Erstens freue ich mich, wieder im ADAC GT Masters zu fahren. Das ist eine so starke Serie mit vielen verschiedenen Fahrzeugkonzepten. Und zweitens freue ich mich auf den Red Bull Ring und die vielen Landsleute, die mir die Daumen drücken. Mir kommt entgegen, dass ich den SLS ziemlich gut kenne, da ich mit dem Auto in der Zwischenzeit Rennen in anderen Serien bestritten habe. Wichtig ist, dass wir eine gute Abstimmung für den Red Bull Ring finden und ich mich schnell an die Pirelli-Reifen gewöhne.“

Dank ihrer starken Ergebnisse in den ersten sechs Rennen liefern sich Connor De Phillippi und Jules Gounon auch in der Juniorenwertung für Fahrer unter 25 Jahre ein Duell an der Tabellenspitze. In der Trophy, der Wertung für nichtprofessionelle Piloten, hat der Schweizer Corvette-Fahrer Remo Lips (33, CH/RWT Racing) aktuell die Nase vorn.

Zwei Fahrer feiern auf dem Red Bull Ring ihr ADAC GT Masters-Debüt: António Félix da Costa ersetzt den wegen Terminüberschneidungen unpässlichen Louis Delétraz (19, CH) im BMW M6 von Schubert Motorsport und startet gemeinsam mit Jesse Krohn (25, FIN). „Ich kann es gar nicht erwarten, endlich in diesem großartigen Auto Rennen zu bestreiten“, sagt da Costa vor seinem ersten Rennen in einem GT-Sportwagen. „Ich bin in meiner Karriere schon so ziemlich alles gefahren, was man als Rennfahrer ausprobieren kann, aber ein GT-Fahrzeug ist etwas Neues. Ich freue mich auch darauf, gemeinsam mit Jesse und dem Schubert-Team zu arbeiten. Das Team kenne ich bisher noch nicht, aber gegen Jesse bin ich sogar schon Rennen gefahren. Mit ihm werde ich mir zum ersten Mal ein Cockpit teilen. Ich denke, dass ich mich schon ein bisschen umstellen und mich an den BMW M6 sowie an die Serie gewöhnen muss. Aber genau dafür ist mein Einsatz im ADAC GT Masters die perfekte Gelegenheit.“

Ein reines US-Team bilden Eric Curran und Routinier Boris Said (53, USA/beide Callaway Competition), die erstmals gemeinsam in einer Corvette C7 antreten. Porsche-Werksfahrer Estre teilt sich in seiner Wahlheimat Österreich den Porsche 911 des KÜS TEAM75 Bernhard bei seinem ersten Start im ADAC GT Masters in diesem Jahr mit David Jahn (25, Speyer). Estre: „Ich freue mich auf mein erstes Rennen für das KÜS TEAM75 Bernhard. Die Performance und das Ergebnis vom Lausitzring waren vielversprechend, also können wir auch in Spielberg erfolgreich sein. Der Red Bull Ring ist eine meiner Lieblingsstrecken und bisher habe ich nur gute Erinnerungen an die ADAC GT Masters-Rennen.“

Buntes Unterhaltungsprogramm

Neben den beiden Rennen des ADAC GT Masters kommen die Besucher am Red Bull Ring in den Genuss der Action weiterer Rennserien. ADAC Formel 4 und ADAC TCR Germany starten ebenso in die zweite Saisonhälfte. Spannende Tür-an-Tür-Duelle versprechen zudem die beiden Markenpokale Renault Clio Cup Central Europe und Trofeo Abarth Europe. Die Fans des ADAC GT Masters haben gleich mehrfach am Wochenende die Gelegenheit, ihren Idolen ganz nah zu kommen: Beim Pitwalk (Samstag 12:10 Uhr und Sonntag 11:10 Uhr) sowie beim Meet the Drivers (Samstag 15:45 Uhr vor der ADAC Hospitality) geben die Fahrer bereitwillig Autogramme und stehen für ein Selfie zur Verfügung.

Grasser Racing: Attacke beim Heimrennen auf dem Red Bull Ring mit drei Lamborghini

  • Heimspiel für Team aus der Steiermark auf dem Red Bull Ring
  • Österreicher gehen mit drei Lamborghini und neuen Fahrerkombinationen ins Rennen
In fünf Jahren vom Neueinsteiger zum Meisterschaftsanwärter: Im rasanten Tempo ist GRT Grasser Racing zu einem Sieganwärter im ADAC GT Masters avanciert. Nach drei von sieben Rennwochenenden liegt das Team vom Red Bull Ring in Österreich in allen vier Wertungen in den Top Vier. Nach in der Saison 2011 transportierte Teamchef Gottfried Grasser die von ihm selbst gesteuerte Dodge Viper noch auf einem offenen Anhänger zur Rennstrecke, fünf Jahre später ist der Rennstall ein Stützpfeiler der weltweiten Kundensportaktivitäten von Lamborghini und zählt beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring (22. bis 24. Juli) mit drei Lamborghini Huracán zu den Sieganwärtern.

Rolf Ineichen / Christian Engelhart
Foto: Jens Hawrda
Vor gut einem Jahr sorgte Grasser Racing ebenfalls auf dem Red Bull Ring für Furore: Als offizielles Test- und Entwicklungsteam von Lamborghini traten die Steirer als Gaststarter an, um die Anfang 2015 vorgestellte GT3-Version des Lamborghini Huracán unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Im zweiten Rennen fuhren Adrian Zaugg (29, ZA) und Mirko Bortolotti (26, I) vom vierten Startplatz zum Überraschungssieg. Nach sporadischen Einsätzen in der Vergangenheit absolviert GRT 2016 die erste volle Saison in der "Liga der Supersportwagen" - und das mit Erfolg. Beim Saisonauftakt in Oschersleben gelang Rolf Ineichen (38, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching) auf Anhieb ein Sieg.

Beim Heimspielrennen bringt Grasser-Racing wie schon beim Motorsport Festival Lausitzring drei Huracán an den Start, allerdings mit geänderten Fahrerpaarungen: Nicolas Pohler (20, München) erhält mit ADAC GT Masters-Debütant Michele Beretta (21, I) einen neuen Teamkollegen, Luca Stolz und Gerhard Tweraser (27, A) fahren wie bei den ersten beiden Rennwochenenden zusammen. Engelhart muss aufgrund von Terminüberschneidungen passen, daher teilt Ineichen einen Lamborghini mit Vorjahressieger und Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti.

Lässt sich der Erfolg aus der Vorsaison in diesem Jahr wiederholen? "Wir fahren nie zu Rennen, ohne dass wir versuchen würden, sie zu gewinnen", so Teamchef Gottfried Grasser. "Allerdings hat der Red Bull Ring eine komplett frische Asphaltdecke - das ist im Prinzip eine neue Rennstrecke. Kein Vergleich zu 2015. Trotzdem haben wir sicher das Potenzial, ganz vorn mitzufahren."

Kaum ein Team kann dabei auf so einen großen Erfahrungsschatz mit dem Lamborghini zurückgreifen wie Grasser. Das Team ist für Lamborghini weltweit aktiv und unterstützt die weltweiten Kundensportaktivitäten der Italiener. "Unsere Ingenieure unterstützen Kundenteams im amerikanischen und asiatischen Bereich", so Gottfried Grasser. "Sie sind beratend in Sachen technischer Details und Set-up-Angelegenheiten tätig und übernehmen teilweise auch den kompletten Renneinsatz."

Beim ADAC GT Masters-Gastspiel in Österreich ist die Reiseplanung bei Grasser allerdings überschaubar. Grasser: "Die Rennstrecke liegt nur fünf Minuten von unserer Werkstatt entfernt. 80 Prozent unserer Teammitglieder kommen aus der Gegend. Da haben natürlich viele die Chance genutzt, Freunde, Familie und Sponsoren einzuladen. Wir werden jeden Tag rund 150 Gäste bei uns in der Hospitality begrüßen, betreuen und bewirten."

Im Hinblick auf die Ziele für die komplette ADAC GT Masters-Saison 2016 ist Gottfried Grasser bodenständig: "Es wäre vermessen, wenn wir in unserer ersten vollen Saison sagen würden, dass wir um den Titel kämpfen möchten. Rolf Ineichen und Christian Engelhart liegen aktuell auf dem dritten Platz in der Fahrerwertung. Christian wird am Red Bull Ring nicht fahren und damit nicht punkten. Rolf bestreitet erst seine dritte Saison im professionellen Motorsport. Von daher wären wir auch am Ende der Saison mit einem dritten Rang zufrieden. Ebenso in der Teamwertung."