Samstag, 25. Juli 2015

Zahlen und Fakten zur GT Masters-Halbzeit (Teil 1)

Sommerpause und Halbzeit im ADAC GT Masters. Nach vier spannenden Rennwochenenden rüstet sich die „Liga der Supersportwagen“ für die zweite Saisonhälfte, die vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring beginnt. Die ersten acht Rennen haben bereits viel Spannung und Action produziert. Highlights, Zahlen und Fakten aus der ersten Saisonhälfte.

Wirth/Keilwitz sammelten bisher die meisten Führungskilometer
Foto: Jens Hawrda
Führungsarbeit:
Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (25, Villingen/beide Callaway Competition) sind in ihrer Corvette noch ohne ersten Saisonsieg, sammelten aber bisher die meisten Führungskilometer. Insgesamt 88 Runden über 342 Kilometer lagen die Corvette-Piloten bisher an der Spitze, das entspricht einem Viertel der bisherigen Gesamtrenndistanz. Auf dem Nürburgring haben Wirth/Keilwitz die nächste Gelegenheit auf den ersten Saisonsieg. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht, mit fünf Siegen ist Wirth dort der erfolgreichste Pilot im ADAC GT Masters.
 
Vielfalt:
Sechs Fahrerpaarungen mit sechs verschiedenen Supersportwagen gelang in den ersten acht Rennen ein Sieg. Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) im Mercedes-Benz im Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (24, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW sind bisher die einzigen zweifachen Laufsieger.

Buntes Feld: 
51 Fahrer aus 13 Nationen starteten in diesem Jahr bereits im ADAC GT Masters.
 
Pokalsammler:
Die Tabellenführer Asch/Ludwig sammelten bisher die meisten Pokale. Sechs Mal in acht Rennen stand das Zakspeed-Duo bisher auf dem Podium. Mercedes-Benz-Piloten gelangen mit neun Top-Drei-Platzierungen die meisten Podestplätze in der ersten „Halbzeit“. Bis auf Nissan schafften bisher Fahrer von allen im Feld vertretenen Marken den Sprung auf das Treppchen, die Japaner fuhren dafür bereits drei Siege in der Gentlemen-Wertung ein.
 
Punktehamster:
Ludwig/Asch zeigten bisher auch eine eindruckende Konstanz: Alle Rennen beendeten die Tabellenführer in den Top-Vier und sammelten so in der ersten Saisonhälfte 146 Punkte, mehr als alle „Halbzeitchampions“ zuvor.
 
Abwechslung:
Insgesamt wechselte in den bisherigen acht Rennen 19 Mal die Führung. Alle im Feld vertretenen neun Marken schnupperten damit in der ersten Saisonhälfte Führungsluft.
 
Der Schnellste:
Schnellster Mann im ADAC GT Masters ist Diego Alessi (43, I/Callaway Competition). Der Champion von 2013 wurde im Qualifying in Spa-Francorchamps in seiner Corvette mit 272 km/h gestoppt, dem höchsten bisher gemessenen Topspeed im ADAC GT Masters.
 
Schnellste Runde:
Neuer Rekordhalter für die schnellste jemals im ADAC GT Masters gefahrene Qualifyingrunde ist Bernd Schneider (50, Bottinghofen, CH/HP Racing). Der Mercedes-Benz-Pilot fuhr in Spa-Francorchamps eine Runde mit einem Durchschnittstempo von 182 km/h.

Freitag, 24. Juli 2015

BMW Teams in Spa mit zwei besonderen Fahrzeug-Designs – Zanardi, Glock und Spengler starten in „Michel Vaillant“-Farben

Glock, Spengler, Zanardi (v.l.) das "Dream-Team" von BMW
Foto: BMW-Motorsport
Zwei der BMW Z4 GT3, die am 25. und 26. Juli 2015 bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BE) an den Start gehen werden, sind wegen ihrer außergewöhnlichen Designs besondere Blickfänge für die Fans. Allen voran gilt dies für das Fahrzeug des BMW „Dream Teams“ mit Alessandro Zanardi (IT), Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA). Es wird als Hommage an die legendäre belgische Comic-Reihe um den Rennfahrer „Michel Vaillant“ im Cartoon-Stil beklebt sein. Außerdem macht einer der drei BMW Z4 GT3, die das BMW Sports Trophy Team Marc VDS bei seinem Heimspiel einsetzen wird, durch sein Design auf die „Belgian Foundation against Cancer“ aufmerksam, eine Wohltätigkeits-Organisation, für die sich das belgische Team engagiert.
 
„Natürlich geht es für uns in jedem Rennen in erster Linie darum, durch sportlichen Erfolg auf uns aufmerksam zu machen – und wir sind davon überzeugt, für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps in diesem Punkt sehr gut aufgestellt zu sein“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Wenn wir aber darüber hinaus noch die Möglichkeit haben, den Fans mit besonderen Fahrzeug-Designs eine zusätzliche Freude zu machen, nehmen wir diese sehr gerne wahr. Die Geschichten des Comic-Helden ‚Michel Vaillant’ sind weit über die Grenzen Belgiens hinaus bekannt. Ich finde, dass dieses Design ausgezeichnet zu unserem außergewöhnlichen Projekt mit Alex Zanardi, Timo Glock und Bruno Spengler passt. Dass sich darüber hinaus das BMW Sports Trophy Team Marc VDS mit seinem speziellen Design für wohltätige Zwecke engagiert, freut mich sehr.“

BMW Z4 GT3 im "Michel Vaillant"-Design
Bild: Mercedes-Motorsport
Auf der Motorhaube des BMW Z4 GT3 von Zanardi, Glock und Spengler werden gezeichnete Porträts der drei BMW Fahrer zu sehen sein, auf den Seiten ist der Schriftzug „Vrooaaw“ zu lesen. Das Fahrzeug ist damit eine Reminiszenz an „Michel Vaillant“, dessen fiktive Rennfahrer-Abenteuer seit 1957 weltweit eine große Fangemeinde haben. Die Reihe erschien im Comic-Magazin „Tintin“ und steht in der Tradition der berühmten „Tim & Struppi“-Geschichten. Bis heute werden neue „Michel Vaillant“-Abenteuer veröffentlicht.
 
„Ich glaube, es gibt kaum einen Rennfahrer, der in seiner Jugend nicht die ‚Michel Vaillant’-Geschichten gelesen oder gesehen und dabei von der eigenen großen Rennsport-Karriere geträumt hat“, sagt Glock. „In der Jugend braucht man Helden, und ‚Michel Vaillant’ war so ein Held“, ergänzt Spengler. „Ich bin sehr stolz, mit diesem Design in Spa zu starten.“
 
Mit Boxhandschuhen auf dem Chassis geht der besondere BMW Z4 GT3 vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS an den Start. Unter dem Motto „Marc VDS & Friends Racing Against Cancer“ greifen einige belgische Rennsportlegenden ins Lenkrad des Fahrzeugs. Zum Einsatz kommen Eric van de Poele (BE), der 1987 im BMW M3 den DTM-Titel gewonnen hat, Jean-Michel Martin (BE), mehrfacher Sieger der 24 Stunden von Spa und Vater von BMW DTM-Fahrer Maxime Martin (BE), Marc Duez (BE), ebenfalls BMW Sieger bei den 24 Stunden von Spa, und Pascal Witmeur (BE), ein langjähriger Freund vom Marc VDS Racing Team. Das Quartett wird nicht das komplette Rennen bestreiten, sondern jeweils 24 Minuten fahren, um auf den Kampf gegen Krebs aufmerksam zu machen und gleichzeitig so viele Spendengelder wie möglich zu generieren.
 
„Wir fahren nicht das gesamte Rennen, weil wir die Einsatzkosten des Fahrzeugs so gering wie möglich halten wollen“, erklärt Teamchef Bas Leinders (BE). „Das gibt uns die Möglichkeit, mehr Geld zu Gunsten der Belgian Foundation against Cancer zusammenzubringen. Denn darum geht es uns schließlich bei diesem Projekt.“
 
Neben den beiden Design-Fahrzeugen, die markante Farbtupfer im Starterfeld des Langstrecken-Klassikers sein werden, geht BMW Motorsport mit einem großen Aufgebot von neun weiteren BMW Z4 GT3 ins Rennen.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Highlights, Rekorde, Spannung: Halbzeit im ADAC GT Masters

  • Neue Bestmarke: Sechs verschiedene Supersportwagen siegen in acht Läufen
  • Asch/Ludwig mit Traumergebnissen zum Halbzeittitel
  • Porsche, BMW, Corvette und Bentley harte Verfolger von Mercedes-AMG
Foto: Jens Hawrda
Viel Abwechslung an der Spitze, neue Bestmarke und ein Duo, dem sich bisher nichts in den Weg stellen konnte: Die erste Saisonhälfte des ADAC GT Masters produzierte viele Sieger und neue Highlights. Sechs Fahrerpaarungen in sechs verschiedenen Supersportwagen fuhren bisher Laufsiege ein, so viel Abwechslung gab es in der Mitte des Siegerpodests in der ersten "Halbzeit" bisher noch nie. Noch spannender war es an der Spitze bei den acht Läufen mit insgesamt 19 Führungswechseln: Supersportwagen aller acht im Feld vertretenen Marken sammelten bisher Führungskilometer. Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) konnte das alles wenig irritieren. Die Mercedes-Benz-Piloten erleben eine Traumsaison. Bei allen acht Rennen fuhren die Rennfahrersöhne in die Top-Vier, das gelang zuvor noch keinem Duo. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit 120 Punkten liegt das Zakspeed-Duo zum Start in die Sommerpause souverän an der Spitze, mehr Punkte als Asch/Ludwig hatte noch kein "Halbzeit-Champion" auf dem Konto.

Ludwig/Asch: Meiste Rennerfahrung und meiste Punkte

Asch und Ludwig sind Tabellenführer und wissen als Duo mit der meisten kombinierten Rennerfahrung in der Serie genau, dass es bis zum Titel noch ein weiter Weg ist. "Wir müssen ganz besonders auf BMW aufpassen, denn mit dem Sachsenring und Zandvoort haben wir in der zweiten Hälfte zwei Strecken, auf denen BMW zuletzt immer gewonnen hat", sagt Ludwig und hat dabei besonders die zweifachen Saisonsieger Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (24, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im Auge. "BMW sehe ich in der zweiten Saisonhälfte als unseren stärksten Gegner. Es sieht für uns gut aus, aber wir müssen kontinuierlich so gut arbeiten wie bisher."
Ludwig/Asch sind Halbzeitmeister der Saison 2015
Foto: Jens Hawrda
"Die erste Hälfte haben wir gut geschafft, jetzt müssen wir sehen, dass uns dies in der zweiten Hälfte auch gelingt", sagt Asch, der schon aus der Saison 2012 weiß, wie man den Titel im ADAC GT Masters gewinnt. Neben dem BMW-Duo Baumann/Klingmann war Porsche-Pilot Klaus Bachler (23, A/GW IT Racing Schütz Motorsport) bisher der engste Verfolger der Tabellenführer. Vier Mal hatten auch bisher Andreas Wirth (30, Heidelberg) und Daniel Keilwitz (25, Villingen/beide Callaway Competition) eine Hand am Siegerpokal. Doch das nach Siegen erfolgreichste Duo der Saison 2014 landete auf Rang zwei oder schied in ihrer Corvette kurz vor Rennende aus und brennt auf dem ersten Saisonsieg.

Bentley und Lamborghini beeindrucken

Ein fulminanter Einstand gelang Bentley. Der Continental fuhr zum Saisonstart in Oschersleben auf Anhieb zwei Mal auf die Pole Position - etwas, was noch keinem Neueinsteiger zuvor gelang. Es folgte gleich am ersten Wochenende der Debütsieg. Nach einem weiteren Podestplatz liegen die Bentley-Piloten Luca Stolz (19, Brachbach) und Jeroen Bleekemolen (33, NL/beide Bentley Team HTP) mit dem britischen Power-Coupé auf Tabellenrang fünf.
 
Das Comeback der ersten Saisonhälfte gelang Lamborghini: Nach einer Durststrecke von vier Jahren fuhren Tomas Enge (38, CZ) und David Russell (33, AUS/beide Reiter Engineering) auf Red Bull Ring zu einem weiterem Sieg mit dem Gallardo. Für Furore sorgte auch der erste Sieg des brandneuen Lamborghini Huracán bei einem Sprintrennen im zweiten Lauf in der Steiermark durch Mirko Bortolotti (25, A) und Adrian Zaugg (28, RSA/beide GRT Grasser Racing).

SPORT1 zeigt mehr ADAC GT Masters live im TV als je zuvor

Bestmarken gab es auch beim ADAC GT Masters Fernsehpartner SPORT1. Nie zuvor war die "Liga der Supersportwagen" so lange live im TV zu sehen. Bis zu 220 Minuten sendete SPORT1 live von jedem Wochenende, ergänzt durch eine umfangreiche Berichterstattung auf dem Digitalsender SPORT1+. Alle Rennen sind 2015 auch online im Livestream unter adac.de/gt-masters zu sehen.

Nach der Sommerpause Start in die zweite Hälfte auf dem Nürburgring

Viel Spannung verspricht die zweite Saisonhälfte, die auf dem Nürburgring startet und dann nach Gastspielen auf dem Sachsenring und in Zandvoort (NL) mit dem Finale in Hockenheim endet. Auf dem Nürburgring (14. bis 16. August) ist auch Bernd Schneider (50, Bottighofen/CH, HP Racing) wieder am Start. Im Mercedes-Benz SLS AMG sorgte der DTM-Rekordchampion in Spa-Francorchamps (B) für Furore und fuhr im Qualifying zur schnellsten jemals gefahrenen Runde im ADAC GT Masters.

Für die Tabellenführer Asch/Ludwig wird der Start in die zweite Saisonhälfte ein besonderes Highlight. Für den in Bonn lebenden Ludwig ist der Nürburgring seine Hausstrecke und Asch steht in der Eifel am Samstag vor seinem 100. Rennen im ADAC GT Masters. Das wird der Schwabe in jedem Fall an der Tabellenspitze beenden, dafür hat er in den letzten acht Rennen bereits gesorgt.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Nachgefragt bei … Mattias Ekström

Mit einer Aufholjagd vom 16. Startplatz mitten in die Punkte hat Mattias Ekström die DTM-Fans in Zandvoort begeistert. Der Audi-Fahrer im Kurzinterview.
Mattias Ekström mit Teamchef Hans-Jürgen Abt
Foto: Audi-Motorsport
Sie haben in Zandvoort viermal gewonnen, darunter war auch Ihr erster DTM-Sieg überhaupt. Können Sie sich über einen siebten Platz überhaupt freuen?

Normalerweise nicht, aber heute schon. Ich habe mein Bestes gegeben, im Laufe des Rennens neun Plätze gutgemacht und dabei einige tolle Zweikämpfe gehabt. Sechs Punkte klingen vielleicht auf den ersten Blick nach nicht viel, können aber in ein paar Monaten Gold wert sein. Zandvoort birgt mit seinen engen Kurven und vielen Zweikämpfen immer ein hohes Risiko. Wenn man sieht, dass drei Piloten aus den Top Fünf der Meisterschaft das ganze Wochenende ohne Punkte geblieben sind, dürfen wir ausnahmsweise ein kleines bisschen zufrieden sein.

Was erwarten Sie für das Wochenende in Spielberg in drei Wochen?

Für mich ist das Wochenende in Spielberg ein Heimspiel, denn ich habe neben den Rennen auch schon viele Events dort besucht. Ich mag die Strecke sehr. Ein Manko am Sonntag in Zandvoort war das Qualifying, was vielleicht auch daran lag, dass ich wegen eines kleinen Defekts das ganze Warm-up zur Vorbereitung verpasst habe. Wir werden uns noch mehr darauf konzentrieren, für beide Rennen eine optimale Startposition herauszufahren. Dann zwei harte, aber faire Rennen und maximale Punkte – das ist unser Plan.

Wie beurteilen Sie nach vier Wochenenden das neue DTM-Format mit zwei Rennen am Wochenende?

Mein Wunsch war es schon immer, so viele Rennen wie möglich zu fahren. Jetzt sind es 18 pro Saison, was eine tolle Anzahl ist. Das neue Format bringt eine Menge Druck für alle Mechaniker, Ingenieure und Fahrer. Aber ich gebe zu: Sich am Samstagabend nach einem verkorksten Tag ins Bett zu legen und zu wissen, dass man schon am nächsten Tag eine neue Chance bekommt – das hat schon was!

Sie bestreiten nicht nur die DTM, sondern mit Ihrem eigenen Team auch die Rallycross-WM. Wie gelingt Ihnen der Wechsel zwischen beiden Welten?

Für mich sind die Rallycross-Rennen aktive Erholung. Ich habe eine Menge Spaß, genieße den sportlichen Wettkampf und die Zusammenarbeit im Team und behalte gleichzeitig meine Angriffslust. Natürlich gibt so ein Sieg wie am vergangenen Wochenende in Schweden auch zusätzliche Motivation, allein schon durch die gute Laune. Ich bin in meiner Karriere schon viele andere Autos gefahren und habe noch nie eine lange Umgewöhnungszeit gebraucht.

Stimmen aus dem Mecedes-Lager zum zweiten Rennen in Zandvoort

  • Pascal Wehrlein (gooix Mercedes-AMG C 63 DTM) beendet das zweite Rennen in Zandvoort auf Platz sechs
  • Wehrlein nach acht von 18 Saisonläufen nur fünf Punkte hinter dem DTM-Tabellenführer
  • Christian Vietoris (Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM) und Gary Paffett (EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM) ebenfalls in den Top-10
  • Ulrich Fritz: „Es wäre sicher mehr drin gewesen, aber zumindest konnten wir den Abstand zu Audi in der Fahrer- und Herstellerwertung verkürzen und unseren Vorsprung in der Teamwertung ausbauen.“
Mercedes-AMG Pilot Pascal Wehrlein (gooix Mercedes-AMG C 63 DTM) beendete den achten Saisonlauf der DTM vor 31.000 Zuschauern am Wochenende in Zandvoort auf Platz sechs. Der Sieger des Samstagsrennens auf dem Norisring machte damit wichtige Punkte in der DTM-Gesamtwertung gut. Mit 76 Punkten ist er nach acht von 18 Saisonläufen punktgleich mit dem Zweiten Mattias Ekström (Audi). Beide liegen nur fünf Zähler hinter dem Führenden Jamie Green (Audi).

Wehrleins Markenkollegen Christian Vietoris (Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM) und Gary Paffett (EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM) fuhren als Achter und Zehnter ebenfalls in die Top-10. Mit drei Mercedes-AMG Piloten unter den ersten Zehn konnte Mercedes-Benz den Rückstand auf Audi in der Herstellerwertung verringern und den Vorsprung in der Teamwertung ausbauen.

Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) und Maximilian Götz (Mercedes-AMG C 63 DTM) beendeten den zweiten Lauf des Wochenendes auf den Positionen 14 und 16. Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) und Lucas Auer (BWT Mercedes-AMG C 63 DTM) belegten die Ränge 19 und 20. Daniel Juncadella (PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM) fiel nach einer Berührung mit einem anderen Auto aus.

Pascal Wehrlein 6. Platz
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Mit Platz sechs bin ich einigermaßen zufrieden. Unser Speed war gut und im Rennen war denke ich mehr drin. Mein Start war leider sehr schlecht. Wir haben in diesem Jahr viele Probleme mit der Kupplung und heute hat es wieder nicht geklappt. Meine Pace war gut, bis zu dem Duell mit Molina. Dabei wurde mein Auto so stark beschädigt, dass ich mich am Ende stark verteidigen musste. Ich hatte Angst, dass ich einen Reifenschaden davontragen würde. Meine Lenkung stand total schief und mir fehlten viele Aerodynamikteile. Es war Glück, dass ich das Rennen so beenden konnte.“
Christian Vietoris
Foto: Mercedes-Motorsport
Christian Vietoris 8. Platz
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Platz acht ist okay für mich. Vielmehr war nicht drin. Ich lag lange hinter Pascal, der glaube ich, Probleme mit der Pace hatte. Mein Auto hat sich gut angefühlt und ich hatte einen guten Speed. Ich hätte die BMW vorne bekommen können. Aber es ist klar, dass wir Pascal die meisten Punkte überlassen. So gesehen bin ich einigermaßen zufrieden.“
Gary Paffett
Foto: Mercedes-Motorsport
Gary Paffett 10. Platz
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Von Startplatz neun war es kein einfaches Rennen. Mein Start war nicht großartig, aber ich verlor nicht allzu viel. Leider hatten wir einen relativ langsamen Boxenstopp. Dadurch haben wir viel Zeit verloren. Die Pace des Autos war gut. Ich hatte einige gute Zweikämpfe und das Rennen machte insgesamt gesehen Spaß. Aber ich wäre gerne weiter vorne ins Ziel gekommen.“

Paul Di Resta 14. Platz
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Leider gibt es nicht viel zu sagen. Ich möchte mich noch einmal bei meinen Jungs dafür bedanken, dass sie das Auto für heute hinbekommen haben. Aber wir hatten Schwierigkeiten, das optimale Setup für das Qualifying zu finden. Von unserem Startplatz war es im Rennen sehr schwierig zu überholen, aber unsere Pace war wirklich stark.“

Maximilian Götz 16. Platz
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Startplatz 14 war mein bislang bestes Qualifying-Ergebnis. Wenn man bedenkt, wie das Wochenende verlaufen ist, war ich damit echt happy. Im Rennen habe ich am Start einen Platz an Robert verloren. Danach konnte ich den 15. Platz gut halten. Ich bin vor meinem Boxenstopp sehr lange draußen geblieben und habe so sogar meine ersten Führungskilometer in der DTM gesammelt. Wenn wir ein bisschen früher gestoppt hätten, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Aber der Aufwärtstrend ist vorhanden – vor allem im Qualifying. Jetzt freue ich mich auf Spielberg. Dort möchte ich da weitermachen, wo wir hier aufgehört haben.“

Robert Wickens 19. Platz
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Es war ein schreckliches Rennen. Ich wurde innerhalb von zwei Runden von drei Audi-Fahrern berührt. So kann es meiner Meinung nach nicht gehen. Das war wirklich ein Wochenende zum Vergessen. Aber vielen Dank an das Team für die harte Arbeit an diesem Wochenende.“

Lucas Auer 20. Platz
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Wie das gesamte Wochenende war auch das zweite Rennen sehr schwierig für mich. Wir müssen jetzt genau analysieren, was falsch gelaufen ist und uns dann verbessern. Das Gute an diesem Rennen war, dass ich viele Runden fahren und dabei viel Erfahrung sammeln konnte.“
Daniel Juncadella
Foto: Mercedes-Motorsport
Daniel Juncadella ausgeschieden
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ein enttäuschendes Ende für das Rennen. Ich habe in der Kurve vor der Berührung mit einigen anderen Fahrern gekämpft. Als es dann in den schnellen Abschnitt ging, lag Mortara hinter mir. Ich versuchte, ihm ein wenig Platz zu lassen. Aber er hat mich berührt und mich von der Strecke geschoben. Dabei habe ich mich am Rücken verletzt.“