Donnerstag, 6. November 2014

Martin Tomczyk feiert Gastspiel im Renntruck

BMW DTM-Fahrer Martin Tomczyk (DE) war letztzte Woche auf dem Lausitzring (DE) im Einsatz. Er tauschte seinen BMW M Performance Zubehör M4 DTM gegen einen Renntruck und drehte mit dem 5,5 Tonnen schweren und 1.200 PS starken Fahrzeug mehr als 30 Runden. Tomczyk wurde vom international erfolgreichen Team Reinert Racing zu der Testfahrt eingeladen und war von seinem Ausflug in eine deutlich höhere Gewichtsklasse des Motorsports beeindruckt.
Martin Tomczyk beeindruckt vom Renntruck
Foto: Jens Hawrda
„Das war eine fantastische Erfahrung“, sagte Tomczyk. Nach einer kurzen Einweisung durfte er selbst ans Steuer und war vor allem beeindruckt vom gewaltigen Drehmoment und der Bremsleistung des Renntrucks. Wenn man bedenkt, wie schwer er ist, dann ist die Verzögerung beim Bremsen wirklich bemerkenswert. Natürlich kann man das Gefühl am Steuer nicht mit dem in einem DTM-Fahrzeug vergleichen, aber ich bin sehr dankbar, dass mir das Team Reinert Racing die Chance auf ein völlig neues Fahrerlebnis gegeben hat.“

Mittwoch, 5. November 2014

„Drive like Bruno“: Spengler als Fahrlehrer

Auch nach Ende der DTM-Saison 2014 gönnt sich Bruno Spengler (CA) keine Ruhepause. Zwei Wochen nach dem zehnten und letzten Lauf auf dem Hockenheimring (DE) kehrte der BMW Team Schnitzer Pilot an den Schauplatz des Finales der Tourenwagenserie zurück. Bei einem Fahr-Event der besonderen Art, das bereits Anfang Oktober in gleicher Weise auf dem Sachsenring (DE) stattgefunden hatte, vermittelte der Kanadier den Siegern des BMW Bank Gewinnspiels „Drive like Bruno“ den Spaß am Rennsport und zeigte ihnen, was Fahrdynamik pur bedeutet. Auf dem Sicherheitsparcours gab Spengler den BMW Fans Anschauungsunterricht und Tipps, wie sie selbst in schwierigen Situationen ihr Fahrzeug perfekt beherrschen können. Anschließend fuhr der DTM-Champion von 2012 auf der Rennstrecke gemeinsam mit den Gewinnern im neuen BMW M4. Auf dem Kurs driftete Spengler durch die Kurven und drehte zur Freude der BMW Fans unzählige Donuts.
Bruno Spengler als Fahrlehrer beim Gewinnspiel "Drive like Bruno"
Foto: Jens Hawrda
„Natürlich habe ich die Reifen richtig qualmen lassen. Das gehört dazu“, sagte Spengler. „Sonst würde die Aktion ja auch nicht ,Drive like Bruno’ heißen.“ Als weiteres Highlight konnten die Gewinner im Rahmen der Formel BMW Racing Experience am Steuer des Formel BMW FB02 Rennwagens ihr Rennsport-Talent unter Beweis stellen. „Das Event hat super viel Spaß gemacht. Es war einfach sensationell, die BMW Fans zu treffen und ihnen mit dieser Aktion eine große Freude zu bereiten“, sagte Spengler. „Ich habe viele lachende Gesichter gesehen. Wir hatten alle zusammen eine fantastische Zeit.“

Dienstag, 4. November 2014

Susie Wolff startet beim Race of Champions

Als erste weibliche Rennfahrerin in der Geschichte nimmt Susie Wolff am Race of Champions teil, welches am 13./14. Dezember 2014 auf Barbados stattfindet, teil.
Susie Wolff
Foto: Jens Hawrda
Susie Wolff fuhr sieben Jahre in der DTM und hat danach als Entwicklungsfahrerin beim Williams F1 Team angeheurt. In diesem Jahr fuhr Sie jeweil die freien Trainingssessions beim Grand Prix in Silverston und Hockenheim.
Susie Wolff
Foto: Jens Hawrda
"Ich bin so gespannt wieder Rennen zu fahren", sagte Wolff. "Ich habe einen Vollzeit-Job bei Williams, das ist toll, aber nichts kann das Adrenalin des Rennsports ersetzen und ich kann es nicht erwarten, um diese wieder Rennen zu fahren. Ich bin sehr stolz darauf, ausgewählt worden zu sein, um am Race of Champions teilzunehmen und ich freue mich darauf, Rennen gegen einige der Top-Fahrer der Welt zu bestreiten.

"Natürlich werden diese Jungs schwer zu schlagen sein, denn ein Rennfahrer will immer gewinnen. Ich habe auch keine besonderen Erwartungen, weil ich noch nie bei einer ROC Veranstaltung teilgenommen habe. Ich war auch noch nie vorher in Barbados gewesen, aber Mitte Dezember ist eine gute Zeit, für ein sonnigen Reiseziel."

Mittwoch, 29. Oktober 2014

DTM Drivers Association will DTM attraktiver machen

Die DTM Drivers Association (DTM DA) hat Anfang August mit dem DTM-Rennen am Red Bull Ring in Spielberg ihre Arbeit aufgenommen. Bereits beim Rennen am Lausitzring führten erste Impulse zur Verbesserung der Sicherheit. DTM DA-Sprecher Manuel Reuter blickt im folgenden Interview auf knapp zwei Monate intensive Gespräche und erste Ergebnisse zurück. Für das Ziel der Fahrervereinigung, die Deutsche Tourenwagen Masters für ihre Fans attraktiverer zu machen, sieht Reuter zusammen mit allen DTM DA-Mitgliedern Chancen, den Winter konstruktiv zu nutzen.
Foto: Jens Hawrda

Die DTM DA hat sich am Red Bull Ring gegründet und ihre langfristigen Ziele erläutert. Nun haben zwei Rennwochenenden mit entsprechenden Besprechungen zwischen den Mitgliedern und Gesprächen mit der ITR und dem DMSB stattgefunden. Wie wurde die DTM DA bislang wahrgenommen und akzeptiert ?

Mit der Wahrnehmung und Akzeptanz können wir sehr zufrieden sein. Bislang haben wir nur positives Feedback bekommen - sowohl von den DTM-Fans als auch von ITR, DMSB und allen drei Herstellern.

Die langfristigen Themen sind auf die weitere Verbesserung in Sachen Sicherheit und Attraktivität der DTM angelegt. Dort möchte sich die DTM DA mit ihren Mitgliedern aktiv einbringen. Inwiefern geschieht das bereits ?

Momentan gibt es auf allen Ebenen Gespräche, die sowohl das sportliche Reglement betreffen, aber natürlich auch, wie man die DTM insgesamt attraktiver machen kann. Das wird derzeit breit diskutiert. Entscheidend ist, dass alle beteiligten Parteien an einem Tisch sitzen und jeder seine Ideen einbringen kann, egal ob ITR, DMSB, Hersteller oder DTM DA. Das ist uns sehr wichtig, weil die Fahrer diejenigen sind, die diese Ideen letztlich auch mit umsetzen müssen. Aber eines können wir bereits erkennen: Alle Beteiligten sehen einen Handlungsbedarf. Und nun kommt es darauf an, dieses relativ große Spektrum zu konkretisieren.

Gab es auch bei aktuellen Themen bereits Möglichkeiten, mitzuwirken?

Durch die Testfahrten zwei Wochen vor dem Rennen am Lausitzring hatte sich bereits herauskristallisiert, dass speziell in Kurve 1 das Layout mit Linien und grünen Flächen nicht gut war. Wäre es so geblieben, hätten wir das leidige Thema Tracklimits wieder gehabt. Dafür konnten wir auf unsere Initiative hin mit dem DMSB gemeinsam eine Lösung finden, die sich gerade unter den Bedingungen, wie wir sie dann am Rennwochenende mit dem Regen hatten, genauso bewährt hat, wie die geänderte Boxeneinfahrt. Ursprünglich hätte man dann die Linie schneiden müssen und da ist die Gefahr groß, das Auto zu verlieren. Da gab es jeweils einen Lösungsvorschlag von uns an den DMSB und letztlich gab es auch keine Probleme zu den Themen am Wochenende.





Montag, 27. Oktober 2014

Die Teamchampions des ADAC GT Masters: Prosperia C. Abt Racing

Die ADAC GT Masters-Saison 2014 endete mit einer perfekten Ausbeute für das Team Prosperia C. Abt Racing um den ehemaligen ADAC GT Masters-Champion Christian Abt und Slobodan Cvetkovic. Nach dem Titel in der Fahrerwertung durch Kelvin van der Linde und René Rast verteidigte das Audi-Team den Titel in der Teamwertung erfolgreich. In den zwei Jahren des Bestehens gewann der Rennstall aus Frankfurt mit Motorsport-Center in Kempten drei Titel im ADAC GT Masters. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte des ADAC GT Masters gelang einem Team die erfolgreiche Titelverteidigung in der Teamwertung. Für den ehemaligen DTM-Piloten Abt ist der Sieg der Teamwertung sein 18. Titelgewinn in 23 Jahren Motorsport als Fahrer oder als Teamchef. Abt: „Der Titelgewinn ist einfach irre. Es war eine Fahrer- und Teamleistung, sonst schafft man es nicht. Wir haben über die gesamte Saison mit unserem Meisterauto alles richtig gemacht, haben immer gepunktet und uns keine Fehler erlaubt.“
die Teammeisterschaft der ADAC-GT-Masters geht an Prosperia C.Abt Racing
Foto: ADAC-Motorsport
Nach der erfolgreichen Debütsaison von Prosperia C. Abt Racing im vergangenen Jahr machte das Audi-Team in diesem Jahr den nächsten Schritt. Vor Saisonbeginn bezog das Team in Kempten ein neues Motorsport-Center, in dem die Audi R8 für die Rennen im ADAC GT Masters vorbereitet werden. „Ich mache seit 23 Jahren Motorsport. In der Zeit habe ich gelernt, wie man ein Team formen muss, damit es Erfolg hat“, so Abt.

Einen Richtungswechsel gab es vor der Saison bei der Fahrerbesetzung. Setzte die Audi-Mannschaft in der Debütsaison 2013 auf eine Mischung aus erfahrenen ehemaligen DTM-Piloten und GT-Assen, kombinierten Abt und Cvetkovic in diesem Jahr einen erfahrenen Piloten mit einem jungen Nachwuchstalent. Der zu Saisonbeginn erst 17 Jahre alte van der Linde startete gemeinsam mit Rast, der 19 Jahre alte Fabian Hamprecht teilte sich das Cockpit gemeinsam mit Nicki Thiim.
Renè Rast / Kelvin v.d.Linde die Meister 2014
Foto: ADAC-Motorsport
Abt: „Die Jungs können schon mit 18 Jahren richtig schnell Auto fahren und vielleicht besser als Fahrer, die 23 oder 24 Jahre alt sind und vielleicht schon etwas zu verbissen sind. Bei ganz jungen Piloten kann man noch mehr bewegen. Durch meine Erfahrung kann ich den Fahrern letztendlich beibringen, wie man um Siege fährt und am Ende Meisterschaften gewinnt. Kelvin hat dieses sehr gut angenommen. In ihm sehe ich das Gleiche, was wir vor vielen Jahren auch bei einem Mathias Ekström gesehen haben. An dem Konzept einen jungen Fahrer mit einem erfahrenen Piloten zu kombinieren werden wir auch im kommenden Jahr festhalten.“

Die Idee, das Team Prosperia C. Abt Racing aus der Taufe zu heben, hatten Cvetkovic und Abt nach der Saison 2012, in der Abt bereits für den Unternehmer im ADAC GT Masters startete. „Als Christian Abt vor drei Jahren bei mir im Team im ADAC GT Master gefahren ist, haben wir gesehen, dass wir gut zusammen arbeiten und überlegt, was mir gemeinsam machen können“, sagt Cvetkovic. „Wir hatten die gleichen Ziele und daraus ist das Team entstanden. Der doppelte Titel ist unglaublich. Gerade an diesem Wochenende hat die Mannschaft einen tollen Job gemacht, denn nach dem Unfall im Qualifying von Fabian Hamprecht war das Wochenende für uns voller Dramatik. Beide Rennen an diesem Wochenende waren für uns sehr spannend, es hat sich aber gelohnt. Das Wochenende hat bewiesen, welch starkes Team wir sind.“

In zwei Jahren ADAC GT Masters hat Prosperia C. Abt Racing acht Pole Position, fünf Siege und drei Titel eingefahren. Ein Erfolg, der in der Intensität auch für den erfahrenen Abt überraschend kommt. „Eigentlich war unser Plan, dass wir in drei bis vier Jahren unseren ersten Titel gewinnen. Dass wir so stark sind und im zweiten Jahr schon in einer Meisterschaft zwei Titel holen, ist einfach gigantisch.“