Mittwoch, 22. Januar 2014

Paul Di Resta zurück im Mercedes-Benz DTM-Cockpit

Mercedes-Benz startet mit zwei ehemaligen DTM-Champions in die neue DTM-Saison 2014. Neben dem DTM-Meister des Jahres 2005, Gary Paffett (32, Großbritannien, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé), fährt auch der DTM-Champion von 2010, Paul Di Resta (27, Schottland), in der kommenden Saison ein DTM Mercedes AMG C-Coupé. Der Schotte verstärkt damit den Fahrerkader von Mercedes-Benz zum 120-jährigen Motorsport-Jubiläum von Daimler in diesem Jahr.
 
Paul di Resta ist zurück in der DTM
Foto: Mercedes-Motorsport
Di Resta ging bereits zwischen 2007 und 2010 für die Marke mit dem Stern in der international populärsten Tourenwagenserie an den Start. Dabei erzielte er in 42 Rennen sechs Siege, sechs Pole Positions und sieben schnellste Rennrunden. Nach seinem Titelgewinn in der DTM beim Saisonfinale in Schanghai 2010 wechselte Di Resta in die Formel 1. Dort bestritt der Schotte von 2011 bis 2013 58 Grands Prix für Sahara Force India-Mercedes und fuhr darin 121 WM-Punkte ein.

Di Resta und Mercedes-Benz blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück. Bereits im Jahr 2000 siegte der Schotte in der McLaren Mercedes Champions of the Future Kartserie. Vier Jahre später wurde er Mercedes-Benz Junior und wechselte 2005 in die Formel 3 Euroserie, die er in seiner zweiten Saison mit dem Mercedes-Benz Formel 3-Motor vor dem heute vierfachen Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel gewann.

In der kommenden DTM-Saison ist Di Resta neben seinem Mercedes-Benz Markenkollegen Gary Paffett einer von bislang sieben bestätigten DTM-Champions im DTM-Fahrerfeld 2014. Als Vorbereitung auf den DTM-Saisonauftakt vom 3.-4. Mai 2014 in Hockenheim nimmt Di Resta bereits an diesem Dienstag bei Testfahrten im portugiesischen Portimao am Steuer eines DTM Mercedes AMG C-Coupés Platz. Ob Mercedes in diesem Jahr acht oder wieder nur sechs Fahrzeuge in der DTM einsetzt ist nach wie vor noch nicht klar.

Paul Di Resta:

„Es tut richtig gut, wieder in der DTM zu sein und viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Die DTM ist eine hervorragende Rennserie mit drei starken Premium-Marken, einer sehr hohen Wettbewerbsdichte und einem ausgeglichenen Fahrerfeld. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Mercedes-Benz DTM-Mannschaft, mit der ich nun wieder auf Titeljagd gehen möchte. Seit meinem letzten DTM-Rennen in Schanghai 2010 hat sich viel verändert – es gibt neue Autos, ein neues Reglement und einen dritten Hersteller, aber eines ist unverändert geblieben: Mein großer Hunger auf Erfolge. Bei Mercedes-Benz steht mir ein Auto zur Verfügung, mit dem ich um Siege und den Titel kämpfen kann. Mir ist aber klar, dass dies nicht einfach werden wird. Meine Konkurrenten haben bereits zwei Jahre Erfahrung mit der neuen Fahrzeuggeneration, aber ich werde beginnend mit dem heutigen ersten Test mit Volldampf daran arbeiten, um schon beim Saisonstart Anfang Mai in Hockenheim siegfähig zu sein.“

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:

„Paul Di Resta gehört seit vielen Jahren zur Mercedes-Benz Familie und wir freuen uns sehr, dass er in dieser Saison zu uns zurückkehrt und unseren DTM-Kader weiter verstärkt. Paul hat in den vergangenen Jahren in der Formel 1 viel dazu gelernt und gemeinsam mit Gary Paffett haben wir zwei erfahrene Piloten in unserer Mannschaft, die bereits den DTM-Titel mit Mercedes-Benz gewonnen haben. Ihr Wissen werden die Beiden nicht nur auf der Strecke umsetzen, sondern auch abseits davon an unsere Mercedes-Junioren weitergeben können.“

Dienstag, 21. Januar 2014

Alessandro Zanardi kehrt mit BMW Motorsport ins Cockpit zurück

Zanardi startet für ROAL Motorsport in der Blancpain GT Sprint Series

Allesandro Zanardi ist zurück im Cockpit
Foto: Jens Hawrda
Die Legende kehrt zurück: Alessandro Zanardi (IT) wird in der Saison 2014 wieder regelmäßig im Cockpit sitzen und für BMW Motorsport um Erfolge auf der Rennstrecke kämpfen. Zanardi tritt in der Blancpain GT Sprint Series in einem für seine Bedürfnisse umgebauten BMW Z4 GT3 an, der vom Team ROAL Motorsport eingesetzt wird. 

Der 47-Jährige verlor bei einem schweren Rennunfall 2001 beide Beine, feierte aber trotz seiner Behinderung ein Comeback im Motorsport. Mit BMW trat er unter anderem in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) an und stand dort vier Mal ganz oben auf dem Treppchen. Nachdem er 2012 bei den Paralympics in London (GB) zwei Goldmedaillen auf dem Handbike gewonnen und im selben Jahr eine Testfahrt im BMW M3 DTM absolviert hat, bestreitet er nun zum ersten Mal seit 2009 wieder eine komplette Rennsport-Saison für BMW.

Allesando Zanardi mit seinem Handbike beim DTM - Finale in Hockenheim 2012
Foto: Jens Hawrda
„Alex is back! Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, dass einer der größten Helden der BMW Motorsport Geschichte ins Cockpit eines unserer Rennfahrzeuge zurückkehrt“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Alex ist menschlich und sportlich ein Vorbild für jeden von uns, und ich bin sicher, dass er auch die neue Herausforderung in der Blancpain GT Sprint Series so angehen wird, wie wir es von ihm gewohnt sind. Man spürt förmlich, wie sehr er den Wettkampf auf vier Rädern vermisst hat. Der Umbau des BMW Z4 GT3 ist für unsere Ingenieure eine Herausforderung. Aber wir haben bereits 2012 bei der Anpassung des BMW M3 DTM wertvolle Erfahrungen gesammelt, die uns nun helfen. Einem erfolgreichen Comeback von Alex steht aus unserer Sicht nichts im Wege.“ 

Zanardi selbst kann es kaum erwarten, wieder in den Motorsport zurückzukehren: „Im Herzen bin ich auch nach meinem Abschied 2009 immer ein Rennfahrer geblieben“, sagt er. „Bei meiner Fahrt im BMW M3 DTM Ende 2012 habe ich sofort wieder das alte Kribbeln gespürt und seitdem mit dem Gedanken gespielt, noch einmal in den Rennsport zurückzukehren. Gemeinsam mit BMW haben wir verschiedene Möglichkeiten geprüft. Dass das nun mit meinen alten Freunden von ROAL Motorsport klappt, freut mich umso mehr. Vielen Dank an BMW Motorsport für diese einmalige Chance.“

Allesando Zanardi 2009 im BMW bei der FIA Touring Car Championship in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
Zanardi startete schon bei seinem ersten Comeback 2003 für das Team des ehemaligen BMW DTM-Champions Roberto Ravaglia (IT) in der FIA European Touring Car Championship (ETCC). Damals wurde ein BMW 320i für seine speziellen Bedürfnisse – Zanardi gibt mit der Hand Gas – umgebaut. Ab 2005 war der ChampCar-Meister der Jahre 1997 und 1998 erfolgreich in der WTCC am Start und feierte vier Triumphe in Oschersleben (DE), Istanbul (TU) und Brünn (CZ, zwei Siege). Nach der Saison 2009 ging die gemeinsame Zeit von Zanardi und ROAL Motorsport vorerst zu Ende.

„Alex und ich haben gemeinsam so viel im Motorsport erlebt. Deshalb habe ich natürlich keinen Moment gezögert, als sich die Möglichkeit ergeben hat, ihn 2014 wieder für ROAL Motorsport ins Rennen zu schicken“, sagt Ravaglia. „Die Sprintrennen in der Blancpain GT Sprint Series sind wie geschaffen für Alex. Wir werden alles daran setzen, ihm ein starkes Fahrzeug zu bieten, mit dem er an seine alten Leistungen und Erfolge anknüpfen kann.“ 

Im Rahmen der Blancpain GT Series werden ab der Saison 2014 sowohl Langstrecken- als auch Sprintrennen absolviert. Zanardi fährt bei sechs der sieben Sprintrennen über jeweils eine Stunde einen der beiden von ROAL Motorsport eingesetzten BMW Z4 GT3. 


Rennkalender Blancpain GT Sprint Series 2014. 

21. April 2014                 Nogaro (FR)

18. Mai 2014                  Brands Hatch (GB)

6. Juli 2014                     Zandvoort (NL)

24. August 2014            Bratislava (SK)

5. September 2014        Portimão (PT)

19. Oktober 2014           Zolder (BE)

2. November 2014         Baku (AZ)

Montag, 20. Januar 2014

António Félix da Costa startet 2014 im Red Bull BMW M4 DTM.


Red Bull wird Partner von BMW Motorsport in der DTM


BMW Motorsport geht mit einem neuen Partner in die kommende DTM-Saison. Beim Auftaktrennen in Hockenheim (DE) am 4. Mai wird der neue BMW M4 DTM von António Félix da Costa (PT) im Red Bull Design in der Startaufstellung stehen. Félix da Costa ist seit 2012 Teil des Red Bull Junior Teams und wird für das BMW Team MTEK an der Seite von Timo Glock (DE) in der DTM antreten.

Antonio Felix da Costa wird 2014 im Red Bull BMW M4 DTM starten
Foto: BMW-Motorsport
„Red Bull ist nicht nur wegen des Gewinns von vier Titeln hintereinander in der Formel-1-Weltmeisterschaft eine feste Größe im Motorsport und somit für uns ein sehr attraktiver Premium Partner“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Uns ist ebenso wie Red Bull daran gelegen, die Entwicklung von António intensiv voranzutreiben und ihn zu einem noch besseren Rennfahrer zu machen. Ich denke, wir werden alle gemeinsam viel Spaß daran haben, seinen Werdegang in der DTM zu beobachten. Auf die enge Zusammenarbeit mit Red Bull freuen wir uns sehr.“

Der 22-jährige Félix da Costa kommt mit viel Erfahrung im Formelsport in die DTM. Über die Formel 3 Euroserie und die GP3-Meisterschaft rückte er 2012 ins Nachwuchsförderprogramm von Red Bull auf. 2013 belegte er in der Formula Renault 3.5 Series den dritten Rang in der Gesamtwertung und absolvierte Formel-1-Testfahrten für Red Bull Racing.

„Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr wieder die Red-Bull-Farben tragen zu dürfen und auch in der DTM deren Unterstützung zu erhalten“, sagt Félix da Costa. „Red Bull steht seit Jahren für den größtmöglichen Erfolg im Motorsport, und ich fühle mich als Teil dieser Familie. BMW Motorsport und Red Bull zu repräsentieren, ist etwas ganz Besonderes. Eine bessere Kombination könnte ich mir nicht wünschen.“

Sonntag, 19. Januar 2014

Nachgefragt bei ... Markus Winkelhock

Der ehemalige DTM-Pilot (Audi) startet am kommenden Wochenende für das Audi-Kundenteam Flying Lizard Motorsports bei den 24 Stunden von Daytona. Hier lest Ihr ein kurzes Interview mit dem sympatischen Rennfahrer:

Markus Winkelhock
Foto: Jens Hawrda
Am kommenden Wochenende starten Sie mit einem Audi R8 LMS des neuen Audi-Kundenteams Flying Lizard Motorsports bei den 24 Stunden von Daytona – denken Sie dabei noch an die denkwürdige letzte Runde im Vorjahr zurück ?
 
Dass wir den Sieg letztes Jahr in Führung liegend rund 200 Meter vor dem Ziel verloren haben, war Pech und natürlich sehr ärgerlich. Aber die Karten sind jetzt neu gemischt und ich freue mich auf meinen zweiten Einsatz bei den 24 Stunden in Daytona. Die Voraussetzungen sind gut: Auto, Team und Teamkollegen passen perfekt zusammen. In dieser Konstellation haben wir eine gute Chance um den Sieg mitzukämpfen.

US-Version des Audi R8 LMS
Bild: Audi-Motorsport
Wie gut kommen Sie mit der neuen US-Version des Audi R8 LMS zurecht ?
 
Ich kenne den Audi R8 LMS gut und weiß, wie er sich auf der Rennstrecke verhält. Er ist schnell und lässt sich sehr gut fahren. Bei den traditionellen Testfahrten in Daytona konnte ich mich problemlos auf das neue GTD-Auto einstellen. Zwar müssen wir auf ABS und Traktionskontrolle verzichten, aber gemeinsam haben wir eine sehr gute Abstimmung gefunden. Ich bin sicher, dass der Audi R8 LMS wie gewohnt seine Standfestigkeit auf der Langstrecke beweisen wird.
US-Version des Audi R8 LMS
Bild: Audi-Motorsport
Nur zwei Wochen nach den 24 Stunden von Daytona steht die nächste große Herausforderung bei den 12 Stunden Bathurst an. Freuen Sie sich auf Ihren ersten Auftritt in Australien mit dem Team United Autosports ?
 
Sehr sogar. Ich war noch nie in Bathurst und bin richtig heiß auf das Rennen. Zur Vorbereitung habe ich mir bereits ein paar Onboard-Aufnahmen im Internet angesehen und bin begeistert. An einigen Stellen muss man recht nah an die Mauer fahren, es geht bergauf und bergab und man könnte meinen, zeitweise auf einem Stadtkurs oder der Nordschleife unterwegs zu sein. Bathurst ist ganz sicher eine Reise wert.
US-Version des Audi R8 LMS
Bild: Audi-Motorsport
 

 

Samstag, 18. Januar 2014

Steckbrief: Der neue Audi-Werksfahrer Nico Müller (CH)

Nico Müller bei seinem DTM-Test 2013
Foto: Audi-Motorsport
Geburtsdatum: 25. Februar 1992
Geburtsort: Thun (CH)
Wohnort: Blumenstein (CH)
Familienstand: ledig (Partnerin Lara)
Größe/Gewicht: 1,85 m/73 kg
Motorsport seit: 2004 (Audi-Fahrer seit 2014)

Karriere:
2004–2007 Kart
2006 2. Platz Schweizer Kart-Meisterschaft (Kategorie Junior)
2007 1. Platz Bridgestone-Kart-Cup (Kategorie KF3)
2008 5. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 3. Platz Italienische Formel Renault Wintermeisterschaft, bester Rookie
2009 1. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 11. Platz Formel Renault Eurocup
2010 3. Platz GP3-Serie, bester europäischer Fahrer
2011 4.
Platz GP3-Serie
2012 9. Platz World Series by Renault 3.5
2013 5. Platz World Series by Renault 3.5
2014 DTM (Audi RS 5 DTM)

www.nicomueller.ch
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