Samstag, 11. Juli 2026

ADAC GT-Masters: Souveräner Sieg für Hirsiger/Zulauf am Nürburgring

  • Lamborghini-Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport feiert dritten Sieg
  • Podium für Kalus/Blum im Ford beim Heimspiel des Haupt Racing Teams
  • DTM-Teamchef Grasser und Tweraser gewinnen Pro-AM-Wertung im Lamborghini

Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind erneut Tabellenführer
Foto: ADAC-Motorsport

Pole-Position in Perfektion verwandelt. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben sich im ersten Rennen am Nürburgring ihren dritten Saisonsieg im ADAC GT Masters gesichert. Das Duo im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 kam mit 5,737 Sekunden Vorsprung vor Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 ins Ziel und übernahm erneut die Führung in der Meisterschaft. Ihre ersten Verfolger in der Tabelle, Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport), wurden Dritte. „Wir sind sehr glücklich. Wir haben wirklich alles aus dem Auto herausgeholt, was möglich war. Ich hatte einen guten Start und wusste, die ersten zehn bis zwanzig Minuten des Rennens werden entscheidend sein, um am Ende etwas Puffer zum Schonen der Reifen zu haben“, erklärte Hirsiger. Teamkollege Zulauf fügte hinzu: „Der Reifenverschleiß ist bei diesen Temperaturen extrem, deshalb habe ich in meiner Hälfte versucht, den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Dass wir die Meisterschaft jetzt wieder anführen ist ein gutes Gefühl. Ich mag es, der Gejagte zu sein. Wirklich wichtig ist uns aber, nach dem letzten Saisonrennen oben in der Tabelle zu stehen.“

Bei 28 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Hirsiger im Lamborghini von der Pole-Position aus ins Rennen und verteidigte Rang eins. Dahinter entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Fourie, Kalus und dessen Ford-Teamkollegen Emil Gjerdrum (19/NOR). In dessen Folge eroberte Kalus Rang zwei vor Gjerdrum, während der BMW von Fourie auf Rang vier zurückfiel. Kalus und später Blum fuhren die zweite Position beim Heimspiel ihres in Drees beheimateten Haupt Racing Teams sicher nach Hause und waren nach schwierigen Wochen überglücklich. „Es ist eine sehr große Erleichterung, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir sind alle extrem glücklich“, strahlte Kalus. „Als mir nach dem Qualifying gesagt wurde, dass ich Dritter bin, konnte ich es kaum glauben, weil niemand von uns damit gerechnet hat, so weit vorne zu stehen. Am Start wollte ich diesmal unbedingt eine Position gewinnen und das ist mir gelungen. Von da ab haben Kiano und ich jede Runde gepusht, aber Platz eins war zu weit weg. Vielen Dank an HRT, die über Nacht nochmal das komplette Setup geändert und das Podium so möglich gemacht haben.“

Hinter Kalus sortierte sich zunächst Gjerdrum ein, musste aber nach dem ersten Rennviertel Fourie wieder passieren lassen. „Der Start war ein bisschen knifflig, weil die Außenlinie noch dreckig von den Trucks zuvor war“, erklärte Fourie, wieso Kalus und Gjerdrum ihn passieren konnten. „Ich habe es aggressiv versucht, um vielleicht noch eine Chance in Richtung des Lamborghini zu erhalten. Das ging leider nach hinten los und beide Ford gingen vorbei. Als der Ford einen Fehler gemacht hat, konnte ich wieder vorbeigehen, aber mehr war nicht möglich. Wir haben mit diesem dritten Rang das Maximum heute für die Meisterschaft herausgeholt.“

Auf dem vierten Rang kamen die Zwillingsbrüder Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) in einem weiteren BMW ins Ziel. Als bestplatzierte Gaststarter kamen Enrico Förderer (19/Leuterod)/Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 auf Platz fünf, wodurch Förderer bei seinem GT3-Debüt stärkster Rookie wurde. Härtling hatte sich in einem sehenswerten Duell an Fabio Rauer (19/Stolberg) vorbeigekämpft, der zusammen mit Storm Gjerdrum (16/NOR) im BMW Sechster wurde. Auf den Rängen sieben und acht kamen Leo Pichler (24/AUT)/Alexander Tauscher (23/Mitterfels/beide Razoon - more than Racing) und Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) ins Ziel. Tauscher im Porsche und Primm im Audi hatten sich ein spektakuläres Duell geliefert, als sie im Positionskampf nahezu eine Runde im Parallelflug um die Strecke fuhren. Primm ging zunächst vorbei, musste die Position allerdings kurze Zeit danach wieder zurückgeben. Als bestes Pro-AM-Team kamen DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) und Gerhard Tweraser (37/AUT/beide GRT Grasser Racing Team) im Lamborghini als Neunte an. Die Top-10 wurden von Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche komplettiert.

Das zweite Rennen des ADAC GT Masters im Rahmen des Int. ADAC Truck-Grand-Prix findet am Sonntag um 14:25 Uhr statt und wird live auf Sport1 im Free TV übertragen. Dazu zeigen Joyn und ServusTV On den zweiten Lauf in voller Länge. Das Qualifying findet am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr statt und ist – wie später auch das Rennen – auf Youtube.com/ADACMotorsports verfügbar.


ADAC GT Masters: Hirsiger sichert sich Debüt-Pole am Nürburgring

Meisterschaftskampf schon im Qualifying des ADAC GT Masters am Nürburgring. Der Tabellenzweite Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) startet das erste Rennen im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix aus der Pole-Position – neben ihm steht der Meisterschaftsführende Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). Im Zeittraining am Samstagmorgen lieferten sich die beiden ein Duell um die Bestzeiten, bis schließlich Hirsiger im Lamborghini in 1:25.104 Minuten die Spitze übernahm und Fourie sich mit Platz zwei und 0,249 Sekunden Rückstand begnügen musste.

„Alles hat super geklappt und für uns war es die perfekte Runde. Das ist hier am Nürburgring mit den ganzen Kerbs nicht einfach. Ein Danke ans Team für die tolle Arbeit, das Auto war super“, freute sich Hirsiger über seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Gemeinsam mit Teamkollege Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus) möchte er das Rennen entspannt angehen und macht sich keine Sorgen um das Duell mit Meisterschaftskonkurrent Fourie. „Wir wissen, dass wir alle fair fahren und es nicht um die erste Kurve, sondern das Gesamtresultat geht. Unsere Longrun-Pace ist super, Finn und ich sind beide super Fahrer – da ist schon was möglich.“

Fourie selbst war überrascht von seinem starken Ergebnis im Qualifying. „Wir hatten ehrlich gesagt nicht erwartet, so weit vorne zu stehen. Die Jungs vom Team haben einen tollen Job gemacht, denn das Auto fühlte sich von der ersten Runde hier super an“, erklärte Fourie, der gemeinsam mit Tim Zimmermann (29/Langenargen) im BMW M4 GT3 Evo um die Meisterschaft kämpft. Im Duell gegen den Lamborghini stapelt er allerdings tief. „Sie sehen immer noch stärker aus als wir, das hat das Qualifying gezeigt. Trotzdem versuchen wir natürlich alles. Sollten wir sie nicht besiegen können, möchten wir die ersten Verfolger sein.“

Von der dritten Startposition aus geht Niklas Kalus (21/Duisburg) ins Rennen. Im Ford Mustang GT3 lag er 0,312 Sekunden hinter der Bestzeit beim Heimspiel seines Haupt Racing Teams aus Drees. Für eine Überraschung sorgte Rookie Victor Nielsen (19/DNK) mit Rang vier. Normalerweise startet der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und bekam am Nürburgring die Chance, sein allererstes Rennwochenende in einem GT3-Auto zu bestreiten. Bei seiner schnellsten Runde im BMW M4 GT3 Evo lag er 0,327 Sekunden hinter Polesetter Hirsiger. Die Top-5 komplettierte Emil Gjerdrum (1/NOR/Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3 mit 0,4 Sekunden Rückstand.

Quelle: adac-motorsport


ADAC GT Masters: Neue Gesichter, erste Eindrücke

#22 Gottfried Grasser / Lamborghini Huracán GT3 EVO 2 / GRT Grasser Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Drei Gaststarter-Teams und zwei Ersatzfahrer geben im ADAC GT Masters am Nürburgring Gas. Nach den ersten Trainingssessions erzählen sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix.

Einer der Rookies ist Alexander Tauscher. Der 23-Jährige springt bei Razoon – more than Racing in den Porsche 911 GT3 R an der Seite von Leo Pichler (24/AUT). Normalerweise startet er im Porsche Carrera Cup Deutschland, an diesem Wochenende ersetzt er Colin Bönighausen (21/Isernhagen), der sich privat verletzt hat und deshalb nicht startet. „Es ist von vorne bis hinten eine neue Erfahrung für mich und das erste Mal in einem GT3-Auto. Es ist eine lange Zeit her, dass ich so voller Vorfreude zur Rennstrecke gefahren bin. Ich versuche, die Atmosphäre aufzusaugen und bisher ist es umwerfend, ich genieße es sehr. Mein Teamkollege Leo musste gestern und heute einige Fragen beantworten, aber das hat er sehr gerne getan. Wir verstehen uns sehr gut und kennen uns seit 2021 aus der ADAC GT4 Germany. Wir können hoffentlich zeigen, dass wir super harmonieren und uns echt gut ergänzen. Ich muss ein bisschen tiefstapeln, denn ich habe viel zu lernen. Der Kampfgeist ist aber immer der gleiche. Wenn wir ein Podium schaffen würden, wäre das echt super!“

Ein Rückkehrer fährt im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 vom GRT Grasser Racing Team. Niemand geringerer als der Teamchef selbst. Er feierte 2011 sein Debüt im ADAC GT Masters und bestritt bis einschließlich 2013 insgesamt zwölf Rennen. Nun kehrt er für zwei Gaststarts an der Seite seines guten Freundes Gerhard Tweraser (37/AUT) zurück. „Es ist spannend, macht irrsinnig Spaß und Freude. Der Ehrgeiz kommt natürlich zurück. Mit Gerhard zusammen ist es extrem lustig. Unsere Testfahrten fanden alle bei kaltem Wetter statt und jetzt verstehe ich bei diesen Temperaturen hier, weshalb meine Fahrer im Auto immer so jammern, dass es heiß ist. Wenn ich im Qualifying ein oder zwei Autos hinter mir lasse, bin ich schon zufrieden. Danach wird man sehen, wie der Start gelingt und welchen Verlauf die Rennen nehmen.“

Nico Hantke (22/Hürth) war bereits in den vergangenen beiden Jahren Stammpilot im ADAC GT Masters, erzielte zwei Rennsiege und eine Pole-Position. Nun kehrt er an der Seite von Felice Jelmini (31/ITA) im Mercedes-AMG GT3 Evo von Prosport Racing zurück. „Wir hatten einen recht guten Start und ich bin super happy, wieder hier zu sein. Das Auto macht Spaß und der Nürburgring ist generell eine coole Strecke – vor allem im Rahmen des Truck GP ist es eine schöne Atmosphäre. Der Mercedes ist recht ähnlich zum Aston Martin, den ich früher gefahren habe. Zuletzt war ich allerdings viel im Audi unterwegs und das ist schon etwas anders. Ich musste mich daran gewöhnen. Wir wollen auf jeden Fall ums Podium kämpfen, aber wo wir wirklich stehen, sehen wir erst am Samstagmorgen im ersten Qualifying.“

Enrico Förderer (19/Leuterod) feiert an diesem Wochenende ebenfalls sein Debüt im GT3-Auto. Der amtierende Champion der ADAC GT4 Germany teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm mit seinem Meisterschaftskollegen Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). „Bisher gefällt es mir super. Die ersten Runden in einem GT3 waren einfach unfassbar. Es macht unglaublich Spaß und ich freue mich aufs Wochenende. In der Konstellation mit dem Team und Jay Mo sind wir sehr selbstbewusst und wissen, was wir können. Mein Ziel ist, das Beste aus dem Wochenende herauszuholen, das Auto heil zu lassen und keinen Blödsinn zu machen.“

Ein weiterer Rookie ist Victor Nielsen (19/DNK) im BMW M4 GT3 Evo. Normalerweise fährt der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und darf dieses Wochenende erstmals ADAC GT Masters-Luft schnuppern. „Ich bin meine ersten Runden in einem GT3-Auto gefahren und es war eine unglaubliche Erfahrung. Am vergangenen Wochenende war ich noch am Norisring in der ADAC GT4 Germany und ich glaube, es wird hart, nach diesen Eindrücken wieder zurückzukehren (lacht). Der Speed-Unterschied und auch das Downforce-Level sind wahnsinnig. Bisher lief es richtig gut und ich habe Vertrauen ins Auto aufgebaut. Ich habe an das Wochenende keine großen Erwartungen bezüglich der Ergebnisse. Wichtig ist für mich vor allem, im Teamvergleich mithalten zu können und nicht eine Sekunde oder mehr hinter den beiden Schwesterautos zu liegen.“

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC GT Masters: Simon Connor Primm setzt erstes Ausrufezeichen am Nürburgring

Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing) hat sich die Tagesbestzeit des ADAC GT Masters am Freitag auf dem Nürburgring gesichert. Der Pilot im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 fuhr seine schnellste Runde von 1:25.981 Minuten in der Vormittagssession. „Wir hatten heute nur ein kleines Problem, das wir innerhalb von ein paar Minuten beheben konnten. Ansonsten war es ein reibungsloser Tag. Wir haben getestet, was wir uns vorgenommen hatten“, so Primm. „Ich habe zuhause nochmal extra trainiert und mich intensiver auf die Hitze vorbereitet, wobei die Temperaturen hier aktuell noch sehr entspannt sind. Wir hoffen natürlich, an das Lausitzring-Wochenende anzuknüpfen und wieder die Pole-Position zu erzielen und im besten Fall das Rennen zu gewinnen.“

Bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad setzte sich Felix Hirsiger (28/CHE) auf die zweite Position. Dem Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport fehlten in seinem Lamborghini nur 17 Tausendstelsekunden auf die Bestzeit. Der Tabellenzweite des ADAC GT Masters war der einzige Fahrer in den Top-5, der seine schnellste Runde in der Nachmittagssession gesetzt hatte. Am Freitag gelang es nur Primm und Hirsiger die 1:26er-Marke zu knacken. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag. Die zweite Session war super, wir haben uns aufs Qualifying vorbereitet. Das Gefühl war da, das Auto war da, obwohl die hohen Temperaturen sicher nicht hilfreich für schnelle Zeiten waren“, erklärte Hirsiger. „Finn hat im Longrun ebenfalls gezeigt, dass wir stabil dabei sein und die Meisterschaftsführung zurückerobern können. Ich denke, das ist möglich, weil wir mental stark sind. Das ist immer der Trumpf, wenn es in den Meisterschaftskampf geht.“

Die Top-3 komplettierte Leo Pichler (24/AUT/Razoon - more than Racing). Er teilt sich dieses Wochenende seinen Porsche 911 GT3 R mit Rookie Alexander Tauscher (23/Mitterfels). Im schnellsten Run lag Pichler 0,142 Sekunden hinter der Spitze. Rang vier erzielte Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). In seinem BMW M4 GT3 Evo war der Tabellenführer 0,237 Sekunden langsamer als Primm. Baudouin Detout (25/FRA/Comtoyou Racing) fuhr auf Rang fünf der Tageswertung. Im Aston Martin Vantage GT3 fehlten ihm 0,446 Sekunden zur Bestzeit.

Quelle: adac-motorsport.de

Freitag, 10. Juli 2026

Manthey schließt die erste DTM-Saisonhälfte mit vier Punkterängen am Norisring ab

  • Thomas Preining erreicht in Nürnberg zweimal den neunten Platz   
  • Ricardo Feller wird in beiden Sprintrennen Zwölfter
  • Am Sonntag absolviert die Manthey-Boxencrew den schnellsten Reifenwechsel des Tages

#91 Thomas Preining (AUT / Porsche 911 GT3 R / Manthey)
Foto: ADAC-Motorsport

Am Norisring, dem einzigen Stadtkurs der DTM-Saison erreicht Manthey beim vierten von acht Rennwochenenden im Jahr 2026 viermal die Punkteränge. Porsche Werksfahrer Thomas Preining (Österreich), von den Plätzen 15 und elf in die Rennen auf der nur 2,2 Kilometer langen Strecke gestartet, sah an beiden Tagen auf dem neunten Rang die karierte Flagge. Sein Teamkollege Ricardo Feller (Schweiz) belegte jeweils Rang zwölf, nachdem er die Rennen von den Startplätzen 17 und 18 aufgenommen hatte. Die Boxencrew des Teams aus Meuspath knüpfte an die starken Leistungen der vergangenen Rennwochenenden an und sicherte sich, nach Erfolgen in Zandvoort und am Lausitzring, auch in Nürnberg im Sonntagsrennen mit 6,562 Sekunden den schnellsten Reifenwechsel des Feldes. Mit 119 Punkten belegt Manthey zur Halbzeit der Sprintsaison Rang sechs in der DTM-Teamwertung. In der Fahrermeisterschaft liegt Thomas Preining nach acht von 16 Saisonrennen mit 70 Punkten auf Platz acht, während Ricardo Feller mit 50 Zählern Rang 13 innehat.

„Ein anspruchsvolles Wochenende für uns in Nürnberg. Nach den Siegen und Podiumsplatzierungen der vergangenen Jahre auf dem Stadtkurs hatten wir uns deutlich mehr vorgenommen. In diesem Jahr hat uns aber in allen Sessions die Pace gefehlt, um mit der Konkurrenz mitzufahren. Das ist für die Fahrer und das gesamte Team frustrierend, zumal die Sprintsaison 2026 bislang nicht nach unseren Erwartungen verlaufen ist. Dennoch können wir nach den ersten acht Rennen stolz auf unsere Leistungen sein. Ich bin es in jedem Fall. Auch wenn sich das nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt, hat jeder Einzelne jederzeit sein Bestes gegeben.“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH. „Unsere Boxencrew hat auch am Norisring wieder eine starke Leistung gezeigt. Mit dem schnellsten Reifenwechsel am Sonntag und weiteren sehr guten Boxenstopps haben wir erneut unsere Qualität in diesem Bereich unter Beweis gestellt. Dass wir seit Jahren konstant auf diesem Niveau arbeiten, macht mich sehr stolz“, führt Martin Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH aus. „Hinter diesen Leistungen steckt viel harte Arbeit. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft mit erfolgreicheren Rennergebnissen dafür belohnt wird. Leider haben die schnellen Boxenstopps und guten Strategien nicht ausgereicht, um bessere Platzierungen als Rang neun und zwölf zu erreichen“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH abschließend. 

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Norisring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Das Wochenende am Norisring ist nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Immerhin konnten wir zweimal ein paar Punkte mitnehmen, aber zufrieden sind wir damit dennoch nicht. Das Team hat aber wieder einen tollen Job gemacht. Ein großer Dank geht an die gesamte Crew. Ich weiß die tolle Arbeit sehr zu schätzen und ich fühle mich nach der ersten Saisonhälfte mittlerweile sehr gut bei Manthey angekommen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Aufgrund der vergangenen Erfolge am Norisring hatte ich große Hoffnungen für das Wochenende und wollte um meinen vierten Sieg bei dem Event kämpfen. Letztes Jahr konnten wir zwei Podien hier einfahren. In diesem Jahr konnten wir aber auf der Strecke einfach nicht mit der Konkurrenz um Top-Platzierungen mitfahren. Nur in der Box konnten wir einige Zeit gutmachen – dafür geht ein großes Danke an das Team. Die Strategien waren immer super und die Boxenstopps, besonders am Sonntag, waren einfach Weltklasse. Ich bin stolz, Teil dieses starken Teams zu sein und hätte mir für uns Alle bessere Ergebnisse in Nürnberg gewünscht.“

Quelle: manthey-racing.com

Donnerstag, 9. Juli 2026

Sommer-Kurztrip zur DTM – Camping in Oschersleben

Luftbild Motorsportarena Oschersleben
Foto: motorsportarena.com

Perfektes Ausflugsziel im Hochsommer: Die DTM startet vom 24. bis 26. Juli in der Motorsport Arena Oschersleben in die zweite Saisonhälfte. Wer das Wochenende besonders intensiv erleben möchte, kann direkt an der Rennstrecke übernachten. Der Campingplatz in Oschersleben öffnet bereits am Donnerstag (23. Juli) seine Tore.

Auf dem mehr als 70.000 Quadratmeter großen Areal im Norden der Motorsport Arena finden sowohl Zelte als auch Wohnmobile ausreichend Platz. Duschen und Toiletten stehen vor Ort zur Verfügung, Strom kann bei Bedarf hinzugebucht werden. Dank der direkten Anbindung an die Rennstrecke sind Fahrerlager, Tribünen und die DTM Fan Zone bequem erreichbar.

Quelle: dtm.com

Mittwoch, 8. Juli 2026

GT-Masters: Eifel-Spektakel beim ADAC Truck-Grand-Prix am Nürburgring

  • Zahlreiche Gaststarter erweitern das Feld, auch DTM-Teamchef Gottfried Grasser dabei
  • Heimspiel für das Haupt Racing Team, die Holzem-Zwillinge und Schnitzelalm Racing
  • Meisterschaftskampf zwischen BMW und Lamborghini spitzt sich zu

Die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem feiern im BMW M4 GT3 Evo
von Schubert Motorsport ihr Heimspiel am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Ein Highlight der Saison wartet auf das ADAC GT Masters. Auf dem Nürburgring tritt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix an, zu dem im vergangenen Jahr mehr als 134.000 Zuschauer am Wochenende reisten. Es werden zwei Sprint-Rennen von 60 Minuten Renndauer (Samstag 13:45 Uhr und Sonntag 14:15 Uhr) ausgetragen. Am Sonntag überträgt Sport1 das zweite Rennen live im Free-TV sowie Highlights des Samstagslaufs. Alle Rennen sind zudem live auf Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports zu sehen.

DTM-Teamchef Grasser und siebte Marke als Gaststarter

Einer der namhaftesten Gaststarter am Nürburgring wird Gottfried Grasser (47/AUT) sein. Der DTM-Teamchef tauscht die Rollen und setzt sich nach 13 Jahren Rennpause wieder hinters Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo 2. Das Cockpit teilt er sich mit seinem guten Freund Gerhard Tweraser (37/AUT), der bereits 36 Rennen im ADAC GT Masters absolvierte – viele für das GRT Grasser Racing Team. Das Duo wird in der Pro-Am-Klasse antreten. „Das Ziel im ersten Rennen ist, ins Ziel zu kommen. Im Zweiten schauen wir, welche Position es wird“, erklärt Grasser, der bereits zwölf Rennen im ADAC GT Masters bestritten hat. Obwohl die Ambitionen hoch sind, dämpft er gleichermaßen die Erwartungen. „Wir haben bisher noch nicht einmal einen Boxenstopp mit Anschnallen und allem Drum und Dran geübt. Daher schauen wir erstmal, dass wir sicher ins Ziel kommen. Aber natürlich ist sofort auch wieder der Biss da und ich werde die Zehntel und Platzierungen genau im Blick haben.“

Als Rückkehrer begrüßt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC Prosport Racing mit dem Mercedes-AMG GT3. Somit werden am Nürburgring wieder sieben verschiedene Marken an den Start gehen. Als Fahrer an Bord sind Debütant Felice Jelmini (31/ITA) und mit Nico Hantke (22/Hürth) ein bekanntes Gesicht. Er fuhr in den vergangenen beiden Jahren in der Serie und erzielte eine Pole-Position, zwei Siege sowie Tabellenrang vier. Am Nürburgring feiert der Hürther zudem sein Heimspiel und hat sich viel vorgenommen: „Ich freue mich, zum ersten Mal mit dem Mercedes-AMG GT3 an den Start zu gehen. Es ist eine neue Herausforderung, aber ich fühle mich sehr gut vorbereitet. Das Ziel für das Wochenende ist ganz klar: Wir wollen vorne mitfahren und um den Sieg kämpfen.“

Der dritte Gaststarter ist SR Motorsport by Schnitzelalm. Das Team bestritt die vergangene Saison komplett und ist seit 2024 immer wieder als Gaststarter dabei. Den Mercedes-AMG GT3 der Mannschaft aus Niederzissen pilotieren beim Heimspiel die amtierenden ADAC GT4 Champions, Enrico Förderer (19/Leuterod) und Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). Förderer feiert sein Debüt im GT3-Auto, Härtling hat sogar schon ein Podium im ADAC GT Masters vorzuweisen. „Wir kennen uns als Fahrerduo sehr gut und wollen die Chance nutzen, uns im Mercedes-AMG GT3 weiterzuentwickeln“, so Härtling.

Meisterschaftskampf geht in die nächste Runde

In der Tabelle liegen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) in ihrem BMW M4 GT3 Evo mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze. Die Vizechampions des Vorjahres haben aktuell einen Lauf. Sie haben zwei der vergangenen vier Rennen gewonnen und wurden zweimal Zweite. „Wir versuchen, auf dieses Momentum aufzubauen und genauso weiterzumachen“, erklärt Fourie. „Wir wissen, dass das am Nürburgring vielleicht nicht so gut funktionieren könnte wie bisher, aber wir nehmen jedes Rennen wie es kommt und holen das Maximum heraus.“ Teamkollege Zimmermann hat zudem ein riesiges Event mit rund 300 Gästen geplant, die in einer eigenen Lounge ihm und seiner Mannschaft die Daumen drücken werden.

Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 sind die ersten Verfolger. Sie haben ebenfalls zwei Saisonsiege auf dem Konto und möchten am Nürburgring die Tabellenführung zurückerobern. „Ich gehe positiv in das Wochenende. Die Strecke sollte für uns nicht schlecht sein. Natürlich gibt es immer äußere Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich denke, dass wir nach wie vor alle Voraussetzungen mitbringen, um die Meisterschaft zu gewinnen“, erklärt Zulauf, der im Vorjahr bereits am Nürburgring auf dem Podium stand.

Heimspiel für Sandro und Juliano Holzem und das Haupt Racing Team

Nach ihrem Debüt-Sieg am Lausitzring fahren die Zwillinge Juliano und Sandro Holzem (22) aus Polch mit einer Extraportion Selbstbewusstsein zu ihrem Heimspiel. „Die Motivation ist extrem hoch. Viele Sponsoren und unsere Familie kommen zum Rennen. Es werden auch wieder viele Zuschauer vor Ort sein, die Vorfreude ist wirklich riesig. Wir wissen, dass wir mit unserem Paket am Nürburgring extrem stark sind und dort auf jeden Fall gewinnen können. Aktuell sind wir Meisterschaftsdritte und wollen am Nürburgring den nächsten Schritt machen, um ganz oben ein Wörtchen mitzureden“, erklärt Sandro Holzem, der viele schöne Momente mit dem Nürburgring verbindet. „Wir waren schon als Kinder immer mit meinem Vater an der Strecke und ich habe dort mein Debüt in der DTM gefeiert.“

Ein Heimspiel feiert auch das Haupt Racing Team. Die Mannschaft aus Drees wird drei Ford Mustang GT3 ins Rennen schicken und hat aus der Vergangenheit eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorzuweisen: drei der letzten vier Rennen in der Eifel gewonnen und zudem vier Podiumsplatzierungen und drei Pole-Positions erzielt. Auch in der aktuellen Saison ist HRT mit fünf Podien gut unterwegs und nimmt beim Heimspiel Kurs auf den ersten Saisonsieg.


Schubert Motorsport startet beim ADAC GT Masters am Nürburgring

#56 Sandro Holzem / Juliano Holzem / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Schubert Motorsport ist zurück im ADAC GT Masters. Vom 10. bis 12. Juli geht das Team beim ADAC Truck Grand Prix auf dem Nürburgring an den Start. Am Steuer des BMW M4 GT3 stehen erneut Sandro und Giuliano Holzem, die nach ihrem starken Auftritt beim vergangenen Rennwochenende mit viel Rückenwind in die nächste Runde der Saison gehen.

Zuletzt feierten die beiden ihren ersten Sieg im ADAC GT Masters und setzten damit ein klares Ausrufezeichen. An diese Leistung möchte Schubert Motorsport nun anknüpfen. Die Ausgangslage ist vielversprechend: Sandro und Giuliano Holzem liegen in der Fahrerwertung aktuell auf Rang drei und haben mit 79 Punkten weiterhin eine starke Position im Kampf um die vorderen Plätze. In der Teamwertung rangiert Schubert Motorsport derzeit auf Platz fünf.

Der Nürburgring ist für Schubert Motorsport keine unbekannte Strecke. Das Team verfügt über viel Erfahrung auf dem traditionsreichen Kurs und kennt die besonderen Anforderungen der Strecke sehr gut. Dennoch bleibt das Wochenende offen: Wetter, Verkehr und die starke Konkurrenz im ADAC GT Masters können jederzeit eine entscheidende Rolle spielen.

Das Rennwochenende beginnt am Freitag mit zwei Freien Trainings. Am Samstag folgen das erste Qualifying und Rennen 1, bevor am Sonntag mit Qualifying 2 und Rennen 2 die nächsten wichtigen Punkte vergeben werden.

Sandro Holzem:„Der Nürburgring ist für uns natürlich ein ganz besonderes Wochenende. Es ist unser Heimrennen, viele Freunde, Partner und Unterstützer werden vor Ort sein, und genau darauf freuen wir uns sehr. Wir kennen die Strecke gut und fühlen uns dort zuhause. Nach unserem ersten Sieg im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring gehen wir mit großer Motivation in das Wochenende. Wir wollen von Beginn an Vollgas geben, weiter angreifen und versuchen, an die starke Leistung anzuknüpfen.“

Quelle:schubert-motorsport.com

Dienstag, 7. Juli 2026

DTM-Teamchef Gottfried Grasser kehrt ins ADAC GT Masters zurück

  • Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser treten im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 an
  • GRT Grasser Racing Team absolviert Gaststarts am Nürburgring und am Salzburgring
  • Gottfried Grasser: „Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause.“

Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser vor ihrem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2
(Copy: GRT Grasser Racing Team)

Vom Kommandostand ins Cockpit: DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) kehrt nach 13 Jahren ins ADAC GT Masters zurück – als Pilot. Der 47-Jährige wird mit seinem GRT Grasser Racing Team einen Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 einsetzen. An seiner Seite greift Gerhard Tweraser (37/AUT) ins Lenkrad. Das Duo absolviert zwei Gaststarts im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring (10. bis 12. Juli) und auf dem Salzburgring (4. bis 6. September).

Das GRT Grasser Racing Team war zuletzt 2024 im ADAC GT Masters am Start und absolvierte insgesamt 13 Jahre in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Gottfried Grasser fuhr zuletzt 2013 am Red Bull Ring und kehrt nun ins Cockpit zurück. Die Idee entstand 2025 mit seinem guten Freund und Teamkollegen Tweraser zusammen. „Nach zehn Jahren ging der Huracán in den Ruhestand und ich habe eines der Autos privat behalten. Jetzt stand es zuhause und der Keller war voll mit Ersatzteilen“, lachte Grasser. „Wir haben also beschlossen, über das Jahr ein paar lockere Tests zu fahren. Es hat immer mehr Spaß gemacht und der nächste Schritt war, den Kalender zücken und sehen, wann das ADAC GT Masters nicht mit der DTM zusammen unterwegs ist. Damit war die Entscheidung schon getroffen, vor allem mit dem Heimrennen am Salzburgring.“

Teamkollege Gerhard Tweraser ist ebenfalls seit 2012 im ADAC GT Masters aktiv. Der Österreicher hat insgesamt 36 Rennen bestritten und war immer wieder für das GRT Grasser Racing Team am Start. Zuletzt trat er 2025 auf dem Red Bull Ring als Gaststarter in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo 1 an. Im Vorfeld des Nürburgring-Wochenendes im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix besteht am Donnerstag eine Testmöglichkeit, die Grasser und Tweraser nutzen werden. An gleicher Stelle trat Grasser 2011 erstmals mit einer mächtigen Dodge Viper im ADAC GT Masters an. Nach einem technischen Defekt im Training war das Wochenende vor 15 Jahren allerdings frühzeitig beendet, bei seinem Comeback hofft er nun auf mehr Glück. „Ich habe ein Racer-Herz, das habe ich schon an den Testtagen gemerkt. Ich habe an den Zehnteln herumgeknabbert und versucht immer wieder besser zu werden“, gibt der 47-Jährige ehrlich zu. „Wir haben auch mit dem Huracán ein sehr ausgereiftes Auto, das sehr viele Erfolge gefeiert hat und vorne mitfahren kann, das ist eine super Basis. Das hatten wir 2013 nicht, damals war es eher sehr mühsam.“

Der Österreicher tritt seit 2022 mit seinem GRT Grasser Racing Team in der DTM an und setzt seit dieser Saison den Lamborghini Temerario GT3 ein. Während er dort als Teamchef die Fäden zieht und seine Piloten zur Umsicht ermahnt, gelingt ihm das im Cockpit nur bedingt. „Es ist immer das Gleiche: Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause“, lacht Grasser. „Es ist eine wahnsinnige Herausforderung, macht aber irrsinnig Spaß. Das Rennfahren ist eine eigene Welt und bringt dich in allen Belangen an die Grenzen. Der Sport übt eine brutale Faszination aus. Das mal wieder von der anderen Seite zu sehen, tut als Teamchef sehr gut.“

Die Rückkehr ins Cockpit nach 13 Jahren ist für Grasser aber nicht nur Spaß, sondern auch eine ernstzunehmende Aufgabe, der er mit Respekt begegnet. „Für mich wird die größte Herausforderung die Zweikämpfe mit den anderen Autos. Da habe ich noch ein bisschen Bammel, denn das habe ich schon lange nicht mehr gemacht“, verrät der 47-Jährige, der gemeinsam mit Tweraser in der Pro-AM-Klasse an den Start gehen wird.

Für die Zukunft schließt er auch nicht aus, wieder als Teamchef ins ADAC GT Masters zurückzukehren, allerdings nur mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. „Wir haben mit diesem Auto aktuell noch ein paar Baustellen und es ist ein langer Weg, aber für die Zukunft kann ich mir eine Rückkehr auf jeden Fall vorstellen“, so Grasser. „Ich mag die Serie und ihr Format irrsinnig gerne. Die Mischung aus Nachwuchspiloten und alten Hasen wie mir bringt viel Würze und Spannung. Und das Umfeld stimmt.“


Schnitzelalm Racing feiert ADAC GT Masters-Comeback mit Meisterduo

  • Gaststart am Nürburgring mit Förderer/Härtling im Mercedes-AMG GT3
  • ADAC GT4 Germany-Champions geben erstmals gemeinsam im ADAC GT Masters Gas

Der Mercedes-AMG GT3 von Schnitzelalm Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Schnitzelalm Racing kehrt mit dem Mercedes-AMG GT3 ins ADAC GT Masters zurück. Das Team aus Niederzissen bestreitet im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix vom 10. bis 12. Juli einen Gaststart auf dem Nürburgring. Pilotiert wird der Mercedes der Mannschaft von bekannten Gesichtern: Enrico Förderer (19/Leuterod) und Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel), die amtierenden Champions der ADAC GT4 Germany, werden gemeinsam an den Start gehen.

Für Härtling wird es der dritte Einsatz in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Der 23-Jährige startete bereits 2024 gemeinsam mit Schnitzelalm Racing am Nürburgring sowie in Hockenheim und stand einmal auf dem Podium. „Ich freue mich, wieder im ADAC GT Masters zu starten“, erklärt Härtling. „Wir kennen uns als Fahrerduo sehr gut und wollen die Chance nutzen, uns im Mercedes-AMG GT3 weiterzuentwickeln. Wenn wir das Potenzial des Autos ausschöpfen und um gute Platzierungen kämpfen können, wäre das ein gelungenes Wochenende.“

Sein Teamkollege Förderer, mit dem er sich bereits vergangene Saison beim Titelgewinn in der ADAC GT4 Germany das Auto von Schnitzelalm Racing teilte, feiert hingegen sein Debüt – im ADAC GT Masters und in der GT3-Klasse. „Der Schritt ins GT3-Auto ist für mich etwas Besonderes. Das ADAC GT Masters ist dafür eine ideale Plattform, um Erfahrung auf hohem Niveau zu sammeln“, freut sich Förderer auf seinen ersten Einsatz.

Schnitzelalm Racing ist seit 2024 immer wieder als Gaststarter aktiv, 2025 bestritt die Mannschaft erstmals eine komplette Saison im ADAC GT Masters. Zwei Pole-Positions sowie vier Podiumsplatzierungen stehen für das Team aus Niederzissen, das nur rund 30 Kilometer vom Nürburgring entfernt beheimatet ist, zu Buche. „Der Gaststart im ADAC GT Masters ist für uns die ideale Gelegenheit, unsere beiden Nachwuchsfahrer bei unserem Heimrennen weiterzuentwickeln. Enrico bekommt die Chance, sein GT3-Debüt auf diesem Niveau zu feiern, während Jay Mo bereits Erfahrung aus der Serie mitbringt“, sagt Teamchef Thomas Angerer. „Dass wir das vor der großartigen Kulisse des Truck-Grand-Prix tun können, macht das Wochenende noch besonderer. Wir bedanken uns zudem bei unserem neuen Partner Logosocke, der dieses Projekt unterstützt.“


Die Halbzeitchampions Fourie und Zimmermann über Erwartungsdruck, Teamgeist und hohe Ambitionen

  • Das BMW-Duo von FK Performance Motorsport gibt Einblicke in seine Zusammenarbeit
  • Fourie liegt in der „Road-to-DTM“-Wertung an der Spitze und denkt an den Titel
  • Die Tabellenführer verraten, wer sie abseits der Rennstrecke sind


Leyton Fourie (20/ZAF) und Tim Zimmermann (29/Langenargen) sind Halbzeitmeister des ADAC GT Masters. Im letzten Rennen vor Saisonmitte haben die beiden Piloten von FK Performance Motorsport die Tabellenführung übernommen. Im Interview schildert das BMW-Duo seine Erwartungen, gibt Einblicke in die persönliche Zusammenarbeit als Teamkollegen und verrät, warum es auch manchmal ehrliche Worte braucht.

Als Vizechampions des Vorjahres wart ihr von Saisonbeginn an unter den Top-Favoriten auf den Titel. Wäre es eine Enttäuschung gewesen, jetzt nicht ganz oben in der Tabelle zu stehen?

Leyton Fourie: „Wir waren nur eines von zwei Fahrerduos, die aus dem Vorjahr schon bestanden. Entsprechend wussten wir um das Potenzial unseres Paketes und was wir tun müssen, um es auszuschöpfen. Der Saisonauftakt war allerdings steinig, weil ein paar Variablen nicht in unsere Karten gespielt haben. Zandvoort war hingegen ein Traumwochenende mit einem Sieg und einem zweiten Platz. Als wir schließlich an den Lausitzring kamen, wussten wir nicht, wo wir wirklich stehen, obwohl ich von Beginn an ein recht gutes Gefühl hatte. Hätte mich am Red Bull Ring jemand gefragt, ob wir Halbzeitmeister werden, hätte ich vermutlich nein gesagt. Jetzt bin ich einfach glücklich, dass wir oben stehen, über die Fortschritte und was wir aus dem Paket herausgeholt haben.“

Tim Zimmermann: „Das lustige ist, dass mir vor meinem Wechsel zu BMW jeder erzählt hat, dass der Red Bull Ring einfach die perfekte Strecke für das Auto ist und es dort superschnell ist. Letztlich hatten wir sowohl dieses als auch letztes Jahr nicht nur Pech, sondern auch keine Pace. Wir wussten, dass es auch dieses Jahr nicht unsere favorisierte Strecke sein würde, sind aber immer positiv geblieben. Das war auch der Grund, warum wir in Zandvoort so abgeliefert haben. Nun sind wir mitten im Titelkampf, wenngleich die Saison noch lang ist und viel passieren kann. Trotzdem bin ich jetzt sehr positiv.“

Wie groß war die Erleichterung nach dem Traumwochenende in Zandvoort?

Leyton Fourie: „Die war gar nicht so groß, weil wir schon vor dem Wochenende zuversichtlich waren, was unser Paket dort anging. Als wir gewonnen haben, fühlte es sich eher wie eine Art Revanche für das an, was am Red Bull Ring passiert war. Ich glaube, wir haben das gebraucht – emotional und für unser Gefühl. Es war gut für das Team und es hat uns auch unser Selbstvertrauen zurückgegeben.“

Wann war klar, dass ihr wieder als Teamkollegen für FK Performance Motorsport antreten werdet?

Tim Zimmermann: „Ich war mir immer sicher, dass ich beim Team bleiben wollte, deshalb habe ich mich ziemlich früh entschieden. Ich glaube, bereits in Hockenheim lag uns ein Vertrag vor. Aber niemand wusste damals, wer mein Teamkollege werden würde. Natürlich habe ich auf Leyton gehofft, weil wir zusammen ein starkes Duo sind.“

Leyton Fourie: „Für mich gab es im Vorfeld noch ein paar Dinge anderer Natur zu klären. Als diese ausgeräumt waren, stand meine Entscheidung. Ich bin mit FK Performance Motorsport schon in der ADAC GT4 Germany gefahren und habe mit ihnen den Aufstieg ins ADAC GT Masters geschafft. Außerdem konnten wir sehen, dass wir mit unserem Paket die Meisterschaft gewinnen können.“

Was macht FK Performance Motorsport als Team aus?

Tim Zimmermann: „Für mich gab es bisher eigentlich in jedem Team etwas, das nicht gepasst hat. Damit meine ich nicht nur die Arbeit auf der Strecke. Ich bringe zu jedem Event viele Gäste mit und da muss alles reibungslos funktionieren. Bei FK Performance Motorsport würde ich zum ersten Mal sagen, dass einfach alles reibungslos läuft. Alle arbeiten gut zusammen und ich bin wirklich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass ich noch viele Jahre hierbleiben kann.“

Leyton Fourie: „Das Team fühlt sich schon seit meinen GT4-Zeiten wie Familie an. Auch wenn sich im Laufe der Jahre natürlich die Ingenieure geändert haben, ist das Umfeld gleichgeblieben. Wenn ich aus Südafrika anreise, kommt es mir jedes Mal so vor, als würde ich zu einer zweiten Familie kommen, weit weg von meiner eigentlichen Familie zu Hause. Es herrscht immer eine gute, positive Atmosphäre und es gibt nichts, über das ich mich beschweren müsste.“

Es ist das zweite Jahr als Teamkollegen. Wie hat sich die Zusammenarbeit verändert? Redet oder kritisiert ihr euch mittlerweile anders?

Tim Zimmermann: „Wenn ich ehrlich bin, hatten wir zu Beginn der Saison unsere schwierigen Momente. Die Erwartungen an dieses Jahr waren einfach unglaublich hoch. Und natürlich: Wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, kochen die Emotionen deutlich höher. Wir haben aber direkt darüber gesprochen, dass wir ruhig bleiben müssen, auch wenn Dinge nicht nach Plan laufen und trotzdem unser Bestes geben. Jetzt sind wir wieder auf Kurs. Das gilt auch für unser Gesamtpaket.“

Leyton Fourie: „Das Team ist letztlich wie eine Familie. Und in einer Familie kommt es manchmal vor, dass man aneinandergerät, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollten. Das Schöne ist aber zu sehen, wie das Umfeld und die Beziehungen innerhalb des Teams funktionieren. Selbst nach so einer Situation schaffen wir es, alles sofort wieder in die richtige Bahn zu lenken. Wir können uns gegenseitig beruhigen, einen klaren Kopf bewahren und uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Im zweiten Jahr der Zusammenarbeit verstehen wir uns viel besser und gleichzeitig sind wir schlicht immer ehrlich zueinander. Das ist unsere Arbeitsweise.“

Tim Zimmermann: „Das ist auch gut so!“

Wer sind Leyton Fourie und Tim Zimmermann, wenn sie nicht hinter dem Steuer sitzen?

Leyton Fourie: „Ich bin zuhause ziemlich mit meinem Studium beschäftigt. Das ist zwar manchmal etwas nervig, aber es läuft recht gut. Ich engagiere mich auch in meiner Kirchengemeinde. Mein Glaube hat für mich persönlich einen hohen Stellenwert. Außerdem spiele ich gelegentlich Golf, unter anderem mit Joe [Joseph Ellerine]. Er wohnt nur etwa 20 Minuten von mir entfernt. Darüber hinaus engagiere ich mich ein wenig als Coach für junge Fahrer dort, wo ich früher selbst gefahren bin und auch Kelvin und Sheldon van der Linde ihre Karriere begonnen haben. Die Förderung des Nachwuchses liegt mir sehr am Herzen. Training gehört natürlich auch dazu, wobei ich eher spaßige Aktivitäten bevorzuge. Ich radle gerne, aber eher im Fitnessstudio.“

Tim Zimmermann: „Ich organisiere an den Rennwochenenden ziemlich große Veranstaltungen für meine Partner und Sponsoren. Deshalb fließt viel Zeit in die Planung. Aber ich bin auch ein sehr guter Hundepapa. Ich wohne direkt am See, deshalb verbringe ich gerne Zeit auf oder neben dem Wasser – zum Beispiel indem ich ein Boot miete, Wakeboard oder Rad fahre. Ich gehe auch gerne wandern und klettern. Generell bin ich neben dem Rennsport sehr aktiv.“

Leyton, du führst auch die „Road-to-DTM“-Wertung an. Wie wichtig ist dir diese Meisterschaft?

Leyton Fourie: „Vergangenes Jahr bin ich knapp gescheitert, deshalb wäre es eine kleine Genugtuung, sie jetzt zu gewinnen. Es wird wohl auf ein Duell zwischen mir und Finn [Zulauf] hinauslaufen. Er ist ebenfalls ein starker Fahrer, deshalb wird der Konkurrenzkampf die ganze Saison hoch bleiben. Mein Fokus bleibt der Gewinn der Fahrer-Meisterschaft und damit würde die „Road-to-DTM“ einhergehen.“

Wie sehen die langfristigen Ziele im Motorsport aus?

Leyton Fourie: „Meine Zusammenarbeit mit BMW reicht mittlerweile lange Zeit zurück – bis zum M2 Cup. Ich habe praktisch das ganze Förderprogramm durchlaufen und träume natürlich davon, Werksfahrer zu werden. Es wäre auch schön, den Weg in die DTM zu schaffen und selbstverständlich reizen mich die Klassiker – z.B. das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in einem Hypercar.“

Tim Zimmermann: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, noch einige Jahre im ADAC GT Masters zu fahren – gerne mit FK Performance Motorsport. Vieles hängt natürlich von meinen Partnern und Sponsoren ab. Letztlich entscheiden sie mit darüber, welchen Weg ich einschlage. Die DTM ist auch eine Option, allerdings bewegt sie sich preislich auf einem anderen Niveau. Es bleibt spannend.“

In der zweiten Saisonhälfte warten noch der Nürburgring, der Salzburgring und das Finale in Hockenheim. Wie optimistisch geht ihr in diese Rennen?

Tim Zimmermann: „Solange es nicht regnet, bin ich zufrieden (lacht).“

Leyton Fourie: „Ich denke, dass der Nürburgring unsere größte Herausforderung werden wird. Aber wir wissen auf jeden Fall, dass wir das richtige Gesamtpaket haben. Wie bereits erwähnt: Wir sind zuversichtlich und haben Vertrauen in unsere Möglichkeiten. Jetzt müssen wir einfach alles optimal ausschöpfen und das Maximum aus jeder Situation herausholen.“


Montag, 6. Juli 2026

DTM – Stars and Stories vom Norisring

Sommer, Sonne und prominenter Besuch aus Sport und Show: Das DTM-Wochenende auf dem ausverkauften Norisring bot den 118.500 Besuchern einen stimmungsvollen Mix aus Rennsport und Rahmenprogramm. Zu den prominenten Gästen zählten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Entertainer Oliver Pocher, Freiwasser-Weltmeisterin Leonie Beck, Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier sowie die drei DTM-Champions René Rast, Timo Scheider und Sheldon van der Linde. Partystimmung mit The Yellow Tones auf der DTM Biergarten Stage, Live-Cooking mit Sternekoch Ali Güngörmüş und eine Zeitreise durch vier DTM-Jahrzehnte mit Kultautos sorgten für Abwechslung abseits der Strecke.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder überreichte am Sonntag den DTM-Siegerpokal
Foto: ADAC-Motorsport



Prominenter Besuch bei der DTM: Markus Söder verleiht Siegerpokal am Norisring

Markus Söder gab sich am Sonntag auf dem Norisring die Ehre und verfolgte vor der eindrucksvollen Zuschauerkulisse den DTM-Sonntagslauf in seiner Heimatstadt Nürnberg. Im Anschluss daran überreichte der Ministerpräsident des Freistaates Bayern auf dem Podium den Pokal an den Rennsieger Nicki Thiim – ein Moment, der die enge Verbindung zwischen dem Norisring-Klassiker und seiner bayerischen Heimat unterstrich.

Entertainer Oliver Pocher: DTM statt Fußball

Oliver Pocher ist ein bekennender Motorsport-Fan und war schon mehrfach Gast bei der DTM. Am Norisring genoss der Entertainer die besondere Atmosphäre des einzigen deutschen Stadtkurses. "Der Norisring ist eine echte Traditionsstrecke! An der DTM gefällt mir ganz besonders, dass sie viel nahbarer ist als zum Beispiel die Formel 1", sagte Pocher und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schon nicht mehr bei der WM spielt, ist ein Besuch bei der DTM das Beste, was man in Nürnberg an einem Samstag machen kann."

Neunmaliger Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier mit DTM-Einsatz

Rekordweltmeister zu Gast bei der DTM: Sébastien Ogier, mit neun WM-Titeln neben Landsmann Sébastien Loeb erfolgreichster Rallye-Fahrer aller Zeiten, ließ sich den vierten DTM-Stopp am Norisring nicht entgehen. "Ich besuche meine Frau Andrea, die für ProSieben moderiert. Aber es ist immer wieder eine Freude, bei der DTM mit dabei zu sein", sagte Ogier und verriet: "Ich liebe jede Art von Rennsport und könnte mir vorstellen, nach meiner Rallye-Karriere in einem DTM-Auto eine neue Herausforderung zu suchen. Denn im Motorsport gilt allgemein: Man muss am Limit fahren, darf es aber nicht überschreiten." Danach hatte Ogier seinen DTM-Einsatz und schickte die Piloten mit dem Schild "Drivers start your engines" in den siebten Saisonlauf.

Ali Güngörmüş kocht live bei der DTM

Kochlöffel statt Boxengasse: Sternekoch Ali Güngörmüş sah als Gast von Schaeffler bei seinem DTM-Besuch weniger vom Renngeschehen, sondern wurde selbst aktiv. Der 49-Jährige verwöhnte die Gäste der DTM am Samstagabend beim Live-Cooking mit gegrillten Köstlichkeiten und raffinierten Beilagen. Dabei zeigte sich Güngörmüş perfekt vorbereitet: "Ich habe eine Baba Ganoush, eine orientalische Auberginencreme, angesetzt und mit Paprika, Zucchini, Peperoncini sowie Knoblauch Rinderfilet und Octopus serviert." Das DTM-Fazit des Fernsehkochs: "Das Wetter war traumhaft und die Leute super drauf. Ein tolles Erlebnis."

Schwimmerin Leonie Beck von der Stimmung beeindruckt

Das Element von Leonie Beck ist das Wasser. Am Wochenende schnupperte, die dreimalige Weltmeisterin im Freiwasser, jedoch Motorsportluft, und besuchte auf Einladung von Schaeffler, die DTM auf dem Stadtkurs im Herzen Nürnbergs. Nach einem Rundgang durch das Fahrerlager und einem Streifzug über das Eventgelände erklärte die gebürtige Augsburgerin: "Ich bin zum ersten Mal bei einem Motorsport-Event gewesen. Die DTM auf dem Norisring zu erleben, war wahnsinnig spannend. Vor allem die Mega-Stimmung hat mich beeindruckt."

Kinder-Journalisten löchern Wittmann, Engstler und Feller

Für Lokalmatador Marco Wittmann, Lamborghini-Pilot Luca Engstler und Porsche-Fahrer Ricardo Feller begann das Rennwochenende in Nürnberg bereits am Dienstag. Das DTM-Trio stellte sich bei einer Kinder-PK in der Cupra Garage Nürnberg den Fragen der Nachwuchs-Journalisten. Die Kids-Reporter konnten sich im Vorfeld beim Radiosender 98.6 Charivari bewerben und hatten nicht nur spannende Fragen zum Motorsport, sondern wollten von den Fahrern auch Dinge abseits der Rennstrecke erfahren. "Normalerweise geht es bei Pressekonferenzen mit Journalisten sehr professionell und strukturiert zu, mit den Kindern war es dagegen richtig locker und unterhaltsam. Da kamen Fragen, ob man schon mal geblitzt wurde, ob man Punkte in Flensburg hat oder welcher Superheld man gern wäre. Das waren kreative und teilweise sehr lustige Fragen", sagte Wittmann.

The Yellow Tones rocken die DTM Biergarten Stage

Zwei Abende, eine Bühne, jede Menge Partystimmung: The Yellow Tones rockten Freitag und Samstag die DTM Biergarten Stage. Mit aktuellen Hits und Oldies begeisterte die Top-40-Band des ADAC die Motorsport-Fans. Gitarrist Dr. Dieter Nirschl (Vorstand Mitgliedschaft, Tourismus und Verkehr des ADAC e.V.) war von der Atmosphäre beeindruckt. "Es ist ein Geschenk, vor einem solch tollen Publikum spielen zu können. Als Coverband haben wir für jeden Geschmack etwas im Repertoire und mit den Fans eine super Party am Norisring gefeiert."

Autogrammstunde mit Nürnberger Fußballprofis

Der Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg ist im Max-Morlock-Stadion am Norisring zu Hause. Die Kicker des neunfachen deutschen Meisters nutzten ihr Heimspiel und schrieben am Sonntag in der DTM Fan Zone fleißig Autogramme. "Ich habe keine Erfahrung im Motorsport und war das erste Mal auf solch einem Event dabei", verriet Mittelfeldspieler Julian Justvan. "Wir konnten hinter die Kulissen der DTM schauen und waren ganz no an den Fahrern und den Rennautos dran. Die Stimmung war toll, ein beeindruckendes Erlebnis."

Rast, Scheider, van der Linde – DTM-Meistertrio am Norisring

Geballte DTM-Meisterpower am Norisring: Der dreimalige Champion René Rast, der zweimalige Meister Timo Scheider und der Titelträger von 2022, Sheldon van der Linde, besuchten am Wochenende das "Fränkische Monaco". Der Stadtkurs zählt seit Jahrzehnten zu den Highlights im DTM-Kalender. Rast und van der Linde konnten dort bereits gewinnen, Scheider stand einmal auf dem Podium. Gemeinsam verfolgten sie das Renngeschehen, besuchten Boxengasse und Fahrerlager und nahmen sich Zeit für Fans und Fotos. Rast hatte zudem einen Auftritt in der Startaufstellung, als er das DTM-Feld am Sonntag ins Rennen schickte.

Maro Engel signiert Seifenkiste für einen guten Zweck

Guter Zweck auf vier kleinen Rädern: Robert Weininger, Seriensieger des Nürnberger Seifenkistenrennens, versteigerte am Norisring sein Gefährt. Der Erlös kam dem Verein zur Förderung brasilianischer Straßenkinder e. V. von Ex-Bundesliga-Profi Giovane Elber zugute. Maro Engel ließ es sich nicht nehmen, die Erfolgs-Seifenkiste zu signieren – der Mercedes-AMG-Fahrer kennt das südamerikanische Land gut. "Mein Vater lebt seit über 20 Jahren in Brasilien. Deshalb mache ich dort mit meiner Frau und meiner Tochter häufig Urlaub. Ich freue mich, einen kleinen Beitrag leisten zu können, um diese tolle Aktion zu unterstützen", erklärte Engel. Daher drückt er nach dem Ausscheiden Deutschlands bei der Fußball-WM den Brasilianern die Daumen: "In Brasilien lebt man Fußball. Er ist elementar wichtig, wahrscheinlich wichtiger als in anderen Ländern. Deshalb freue ich mich, wenn Brasilien es bei der WM weit bringt."

Stimmungsvoller Norisring-Auftakt am Dutzendteich

Am Freitagabend trafen sich Geschäftspartner, Medienvertreter und Freunde der DTM beim Branchentreff "MotorSport Lounge" zum Warm-up für das DTM-Wochenende. In entspannter Atmosphäre tauschten sich die Gäste aus und wurden bei kühlen Getränken, leckerem Essen und Musik perfekt unterhalten. Auch die DTM-Fahrer waren im Bootshaus am Dutzendteich dabei. Ricardo Feller: "Es ist wie in den vergangenen Jahren eine wirklich schöne Tradition, am Dutzendteich zusammenzukommen und interessante Gespräche mit Menschen aus verschiedenen Branchen führen zu können. Das leckere Essen trägt natürlich zur tollen Stimmung bei. Ich fände es schön, wenn man auch an anderen Rennstrecken solche Events hätte."

DTM-Kultautos im "Fränkischen Monaco"

Vier Jahrzehnte DTM auf vier Rädern: Historische Fahrzeuge sorgten am Wochenende für nostalgisches Flair auf dem Norisring. An allen drei Eventtagen wurden die Zuschauer bei Showrunden der Kultautos auf einen historischen Streifzug durch vier DTM-Jahrzehnte mitgenommen. Vom Ford Sierra Cosworth über den Mercedes-Benz 190E 2.3-16V bis hin zum Toyota Supra MK3 DTM waren Fahrzeuge zu sehen, die eng mit der Geschichte der Rennserie verbunden sind. Der letztjährige ADAC GT4 Germany-Fahrer Thomas Rackl kehrte an seine Heimstrecke zurück und umrundete den Norisring in einem BMW 320 STW aus dem Jahr 1994. "Es ist schon etwas Besonderes, mit einem 32 Jahre alten Auto auf der engen Strecke so no an Mauern und Leitplanken vorbeizufahren", erzählte Rackl. "Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mit einem klassischen Saugmotor und dem besonderen Sound bei meinem Heimspiel am Norisring dabei zu sein."

Schwieriges DTM-Wochenende am Norisring endet mit wichtigem Punktgewinn für Schubert Motorsport

#11 Marco Wittmann (DEU / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

Das DTM-Wochenende auf dem Norisring vom 3. bis 5. Juli 2026 verlief für Schubert Motorsport anders als erhofft. Nach einem schwierigen Qualifying und zwei Ausfällen im Samstagsrennen konnte das BMW-Team am Sonntag zumindest einen versöhnlichen Abschluss feiern: Marco Wittmann kämpfte sich bei seinem Heimrennen von Startplatz 18 auf Rang zehn nach vorne und sicherte dem Team vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als 100.000 Zuschauern mit wichtigen Meisterschaftspunkten.

Bereits am Freitag deutete sich für Schubert Motorsport ein herausforderndes Wochenende an. Die Einstufung im Rahmen der Balance of Performance (BoP) erschwerte es dem Team, auf dem kurzen Stadtkurs um Spitzenplätze zu kämpfen. Entsprechend schwierig gestalteten sich die Qualifyings, in denen sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde nur hintere Startpositionen erreichten.

Der Samstag endete schließlich für beide BMW M4 GT3 EVO vorzeitig. Sowohl Marco Wittmann als auch Kelvin van der Linde schieden nach Unfällen aus und konnten keine Punkte mitnehmen. Besonders der schwere Unfall von Kelvin van der Linde überschattete das gesamte Rennwochenende. Aufgrund der Folgen des Crashs konnte der Südafrikaner am Sonntag nicht mehr an den Start gehen.

Marco Wittmann zeigte hingegen im Sonntagsrennen eine starke kämpferische Leistung. Der zweimalige DTM-Champion arbeitete sich auf dem traditionsreichen Stadtkurs Position um Position nach vorne und belohnte sich bei seinem Heimspiel mit Rang zehn und wichtigen Meisterschaftspunkten. Angesichts der schwierigen Ausgangslage war dies das maximal mögliche Ergebnis.

„Bereits nach der Veröffentlichung der Balance of Performance am Freitag war absehbar, dass wir an diesem Wochenende keine optimalen Voraussetzungen hatten, um im Kampf um die Spitzenplätze mitzumischen. An dieser Ausgangslage hat sich im weiteren Verlauf des Wochenendes nichts mehr geändert. Umso höher ist die Leistung von Marco einzuschätzen, der sich von Startplatz 18 noch bis auf Rang zehn vorgearbeitet und damit das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt hat“, erklärt Teamchef Torsten Schubert.

Mit Blick auf den schweren Unfall seines Fahrers richtet Schubert den Fokus nun auf die kommenden Tage: „Der schwere Unfall von Kelvin hat das Wochenende natürlich überschattet. Jetzt hoffen wir, dass er in den kommenden Tagen vollständig genesen wird und rechtzeitig zu den nächsten Testfahrten wieder fit ist. Dafür wünschen wir ihm alles Gute. Gleichzeitig wartet auf unsere Mannschaft eine große Aufgabe, denn das Fahrzeug muss umfangreich wieder aufgebaut werden. Nach derzeitigem Stand wird dafür eine neue Karosserie erforderlich sein.“

Trotz des schwierigen Wochenendes bleibt Schubert Motorsport in der Spitzengruppe der DTM-Saison vertreten. Während Marco Wittmann mit seinem Punktgewinn den Anschluss im Titelkampf wahrt, richtet sich der Fokus des Teams nun auf die kommenden Testfahrten und die Vorbereitung auf das nächste Rennwochenende. Parallel arbeitet die Mannschaft mit Hochdruck daran, den BMW M4 GT3 EVO von Kelvin van der Linde rechtzeitig wieder einsatzbereit zu machen.

Quelle: schubert-motorsport.com

ADAC GT4 Germany Norisring: Porsche triumphiert auch am Sonntag doppelt

  • Erster Triumph für Alon Gabbay/Maximilian Schreyer in ADAC GT4 Germany
  • Denny Berndt/Lachlan Robinson festigen mit Platz zwei die Tabellenführung
  • Zweites Podium für Toyota-Duo Lucas Cartelle/Hudson Schwartz

Ganze vorne auf dem Norisring lagen zwei Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Triumph für Porsche beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. Nach einem Doppelsieg im Samstagsrennen konnten sich auch in Lauf zwei am Sonntag zwei 718 Cayman GT4 ganz vorne im Klassement platzieren. Es siegten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS). Für Gabbay/Schreyer ist es der erste Erfolg überhaupt in der ADAC GT4 Germany. Berndt/Robinson konnten mit Platz zwei ihre Tabellenführung weiter ausbauen. Rang drei ging nach einem starken Fight an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Damit standen dieselben sechs Piloten wie am Vortag auf dem Podium.

Gabbay begann das Rennen auf dem so spektakulären Straßenkurs in Nürnberg bereits von der Pole-Position aus. Er gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes ein wenig ab. Lediglich Mannschaftsgefährte Berndt konnte dem Israeli folgen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten prägten die beiden Porsche-Piloten die erste Rennhälfte und hatten bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von rund zehn Sekunden angehäuft. Das Duell um die Spitze dauerte zunächst noch weiter an, als mit Maximilian Schreyer und Lachlan Robinson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.

Dann gab es aber den Rückschlag für Berndt/Robinson. Die Rennleitung ahndete ein zu schnelles Fahren in der Boxengasse – und beorderte Robinson als Konsequenz zweimal in die sogenannte Penalty-lap, was einen Zeitverlust von in etwa zehn Sekunden bedeutete. Somit konnte Schreyer zu einem ungefährdeten Sieg fahren, der für ihn und Alon Gabbay auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Berndt/Robinson stellten dennoch Platz zwei klar und fahren somit als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende Juli in der Motorsport Arena Oschersleben.

Noch spannender ging es im Duell um Platz drei zu. Toyota-Pilot Lucas Cartelle und ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) kämpften in der Schlussphase rundenlang Rad-an-Rad und entzückten so die zahlreich angereisten Zuschauer. Über das Wochenende kamen 118.000 Zuschauer an den Norisring, sodass sowohl am Samstag als auch am Sonntag alle Plätze restlos ausverkauft waren. Letztendlich setzte sich Cartelle durch und konnte sich gemeinsam mit Teamkollege Hudson Schwartz über das zweite Podium in Folge freuen. Piana und Partner Benjamin Sylvestersson (19/FIN) festigten mit Platz vier den Bronze-Rang in der Tabelle.

Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport, alle BMW). Platz acht holten sich Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche, die in der ersten Rennhälfte noch auf der dritten Position unterwegs waren. Das Duo siegte somit auch in der PRO-AM-Wertung. Neunte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen konnte sich dadurch auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4.

Stimmen zum Rennen

Alon Gabbay – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es ist wirklich grandios, hier zu gewinnen. Ich bin zudem sehr stolz auf Maximilian, denn es ist erst sein zweites Jahr im GT4-Sport. Heute haben wir es gerockt. Zwei Podien am Norisring machen mich überglücklich.“

Maximilian Schreyer – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Das Wochenende war einfach nur mega – und ich bin sprachlos. Nach Platz zwei gestern konnten wir nun den Sieg feiern. Vielen Dank an das ganze Team und Alon für die harte Arbeit. Der Norisring lag uns bereits letztes Jahr ganz gut. Nun freuen wir uns auf die nächsten Rennwochenenden.“

Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Final Platz zwei nachdem wir von der zweiten Position losgefahren waren, geht sicherlich in Ordnung. Leider hatten wir ein Problem mit dem Armaturenbrett, sodass wir bei der Einfahrt in die Boxengasse keinen Speedlimiter hatten. Das machte es heute ein wenig schwierig. Unsere grundsätzliche Pace war aber gut. Platz zwei sind klasse Punkte für die Meisterschaft.“

Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Ich bin so glücklich wie man eben sein kann. Ohne Anzeigen auf dem Armaturenbrett war es nicht einfach, durch das Rennen zu kommen. Wir sind die gesamte Saison richtig gut unterwegs – und genauso wollen wir auch in Oschersleben weitermachen. Wir denken aber noch nicht zu sehr in Richtung Titel, da noch viele Rennen anstehen und somit noch einiges passieren kann.“

Lucas Cartelle – Platz drei für CRT

„Die letzten zehn Runden machten richtig Spaß, als ich mit Gabriele Piana um das Podium kämpfte. Mit Platz drei konnten wir viele Punkte in der Gesamtwertung einfahren. Toyota und das Team haben uns hier eine regelrechte Rakete hingestellt – dafür vielen Dank.“

Hudson Schwartz – Platz drei für CRT

„Ich fühle mich großartig. Mein Stint war wirklich tricky, insbesondere da es auch leicht zu regnen begann. Ich versuchte, so viele Konkurrenten wie möglich zu überholen und das Auto auf der Strecke zu halten. Danke an alle für das super Resultat.“


Sonntag, 5. Juli 2026

König vom Norisring: Nicki Thiim feiert perfektes Wochenende in Nürnberg

  • Aston-Martin-Pilot holt mit 66 Zählern maximale Punkteausbeute
  • Finn Wiebelhaus feiert zweites Podium in seinem achten DTM-Lauf
  • Rennwochenende in Nürnberg mit 118.500 Besuchern ausverkauft

Nach seinem zweiten Saisonsieg ist Nicki Thiim neuer Spitzenreiter der DTM
Foto: ADAC-Motorsport

Traumwochenende für Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) auf dem ausverkauften Norisring: Der Aston-Martin-Fahrer gewann nach seinem Sieg am Samstag auch das Sonntagsrennen von der Pole-Position aus und übernahm nach diesem Doppelschlag die Tabellenführung in der DTM. „Ein unglaubliches Wochenende für mich! Zwei Pole-Positions und zwei Siege fühlen sich wie ein Traum an. Es war immer mein großes Ziel, nach meinem Vater im Jahr 1992 den Namen Thiim eines Tages wieder an die Tabellenspitze der DTM zu bringen. Finn Wiebelhaus hat mich im Verlauf des Rennens unfassbar unter Druck gesetzt. Da hat mir meine Erfahrung sicher geholfen“, sagte der Däne, der seinen Siegerpokal vom Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Dr. Markus Söder entgegennahm. Auch Road-to-DTM-Aufsteiger Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) zeigte auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine Top-Leistung. Mit einem Rückstand von 0,887 Sekunden wurde er im Ford Mustang GT3 Zweiter und stand damit bereits zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf dem Treppchen. Das Podium komplettierte Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich von Startplatz fünf auf Rang drei vorarbeiten konnte.

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16

  • Streckenlänge: 2.162 Meter
  • Wetter: 26 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 48,449 Sekunden
  • Sieger: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7)
  • Schnellste Runde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 49,242 Sekunden

Kurz nach dem Start des Sonntagsrennens begann es auf dem Norisring leicht zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Fahrer mit Slicks unterwegs. Pole-Setter Thiim führte vor Wiebelhaus, dessen Teamkollegen Arjun Maini (IND) und Auer. Stärker werdende Niederschläge sowie eine Kollision zwischen Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 sorgten nach gut zehn Minuten für eine 14-minütige Rennunterbrechung. Nach dem Re-Start ging das Feld mit Regenreifen erneut auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Dabei nutzte Auer eine Unaufmerksamkeit von Maini und schob sich auf Rang drei vor.

Kurz danach hörte der Regen auf und die Fahrer ließen beim ersten Pflicht-Boxenstopp wieder Slicks aufziehen. Wiebelhaus, der etwas früher seine Reifen gewechselt hatte, attackierte in den folgenden Runden Spitzenreiter Thiim. Der 37-Jährige wehrte im Aston Martin Vantage GT3 jedoch jeden Angriff ab, konnte seinen Vorsprung wieder ausbauen und lag nach einem perfekten zweiten Boxenstopp klar in Führung. Nach 62 Runden überquerte Thiim als Sieger die Ziellinie und verbuchte durch diesen Erfolg die maximale Punkteausbeute des Wochenendes von 66 Zählern. Dieses Kunststück gelang zuletzt dem Porsche-Piloten Thomas Preining (A/Manthey) beim Saisonfinale 2023 in Hockenheim. Wiebelhaus und Auer folgten auf den Plätzen zwei und drei, Maini wurde trotz mäßiger Boxenstopps Vierter. Der fünfte Rang ging an Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).

Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) steuerte seinen Ferrari 296 GT3 Evo auf Position sechs. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) konnte als Siebter fünf Plätze gutmachen und liegt damit in der Gesamtwertung hinter Thiim und vor Auer auf Rang zwei. Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) verbesserte sich sogar um sieben Positionen und belegte Platz acht vor seinem Markenkollegen Preining. Lokalmatador Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) bewies bei seinem Heimspiel großen Kampfgeist und fuhr vom 18. auf den zehnten Rang vor.

Weitere Stimmen zum Rennen

Finn Wiebelhaus: „Ich hätte unfassbar gerne gewonnen, aber ein zweiter Platz an meinem ersten Rennwochenende auf dem Norisring ist auch ein super Ergebnis. Die ersten Runden auf der nassen Fahrbahn waren wirklich herausfordernd. Nach dem ersten Boxenstopp konnte ich richtig dicht an Nicki Thiim heranfahren, aber ich bin einfach nicht an ihm vorbeigekommen.“

Lucas Auer: „Der dritte Platz fühlt sich wie ein Sieg an. Der Regen zu Beginn hat mir voll in die Karten gespielt, denn direkt nach dem Re-Start konnte ich Arjun Maini überholen. Für die Fans war es ein tolles Rennen. Es hat großen Spaß gemacht, vor einer so großen Kulisse zu fahren. Und ich hoffe, dass die vielen Zuschauer unsere Show genossen haben.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0,887 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,753 Sekunden

4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +8,417 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +9,178 Sekunden

Thiim legt nach: Däne macht nächste Pole auf dem Norisring klar

#7 Nicki Thiim (DNK / Aston Martin Vantage GT3 / Comtoyou Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Auf Deutschlands einzigem Stadtkurs führt kein Weg an Nicki Thiim vorbei. Der Aston-Martin-Pilot war auch im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen mit einer Rundenzeit von 48,583 Sekunden schnellster Fahrer und steht damit beim vierten DTM-Rennwochenende in Nürnberg zum zweiten Mal auf Startplatz eins.

"Was für ein überragender Start in den Tag. Es macht mir einfach riesigen Spaß, auf dem Norisring zu fahren. Die Strecke hat nur vier Kurven. Aber genau deswegen kommt es darauf an, die Bremspunkte perfekt zu treffen und maximal am Limit zu fahren", erklärte Thiim, der mit seiner Gruppe das Zeittraining eröffnet hatte. Finn Wiebelhaus war mit 48,694 Sekunden Schnellster der zweiten Gruppe, die danach in die Qualifikation gestartet war. Damit steht der 20-Jährige bereits zum zweiten Mal mit dem Ford Mustang GT3 in der ersten Startreihe. Arjun Maini folgt im Ford Mustang GT3 auf Rang drei, Ben Dörr sicherte sich im McLaren 720S GT3 Evo Position vier. Lucas Auer geht wie bereits am Samstag von Rang fünf in den achten Meisterschaftslauf.

Thiim war am Sonntagmorgen bei 20 Grad Celsius Lufttemperatur der dominierende Fahrer seiner Gruppe, die um 9:10 Uhr das Qualifying auf dem Norisring einläutete. Der 37-Jährige fuhr mehrere Top-Zeiten und markierte die Bestmarke gut eine Minute vor Schluss. Danach startete die zweite Gruppe, in der Wiebelhaus bereits in seinem achten Umlauf die beste Rundenzeit gelang.

Am Norisring wurden die Qualifyings auf der engen und welligen Strecke in zwei Gruppen ausgetragen. Als insgesamt schnellster Fahrer steht Thiim auf Startplatz eins, neben ihm geht Wiebelhaus als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Maini als Zweitschnellster der Gruppe des Pole-Setters folgt als Dritter, mit Dörr auf Position vier wird wieder zur anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern aus den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung, 8. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing)

3. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing)

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)


Quelle: dtm.com


DTM: Max Paul nach schwerem Unfall operiert, auch Kelvin van der Linde kurz im Krankenhaus

Nach dem schweren Unfall am Samstag am Norisring wurde Maximilian Paul und auch Kelvin van der Linde ins Krankenhaus gebracht.

Kelvin van der Linde konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen. "Wir hatten gestern lange Untersuchungen, er war fast fünf Stunden im Krankenhaus", sagt Teamchef Torsten Schubert bei ran.de. "Am Ende hat sich Gott sei Dank herausgestellt, dass nichts angebrochen ist. Zwischendurch gab es noch ein paar Äußerungen, aber wir haben immer viele Informationen bekommen - aber es ist am Ende so, dass alles mit Prellungen ausgegangen ist."

Kelvin van der Linde habe einen "verstauchten Fuß, denn die Pedaleriebox - und alles - hat sich zusammengefaltet". Zum Glück sei alles den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen - und das Team geht davon, "dass er bereits in zwei Wochen beim Test in Oschersleben wieder mit dabei ist" 

Im Rennen am Sonntag wird Kelvin van der Linde nicht teilnehmen.

Schwerer erwischt hat es Maximilian Paul. "Er hat eine große Verletzung im linken unteren Fuß", gibt Teamchef Gottfried Grasser am Sonntagmorgen ein Update zur Lage. "Wir haben direkt vom Krankenhaus die Information erhalten, dass es Max den Umständen entsprechend gut geht. Er wurde in der Nacht operiert und hat eine Verletzung im unteren Fußbereich, die verschraubt werden musste. Die Umstände sind sicher nicht einfach, aber bei der Operation ist alles gut verlaufen - das ist das Wichtigste", stellt er klar.

Aufgrund der schwere der Verletzungen wird Maximilian Paul i dieser Saison möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen. "Das ist eine Rennfahrer-Geschichte, weil der linke Fuß der Bremsfuß ist", klärt Grasser auf. "Die Jungs müssen ja mit 130 Kilo drücken können. Daher muss die Genesung anständig sein, damit das wieder anständig verheilt."

Wir drücken Maximilian Paul fest die Daumen das der Heilungsprozess schnell und vollständig erfolgt.