Freitag, 14. August 2026

EuroMoto Sportbike: Gaststart Buis, ERC und Winkler fehlen

Der Niederländer Jeffrey Buis nutzt seine Pause in der Weltmeisterschaft,
um an diesem Wochenende in der EURO MOTO an den Start zu gehen.
Foto: Michael Praschak

Ein bekanntes Gesicht mischt an diesem Wochenende in der EURO MOTO Sportbike mit. Jeffrey Buis (Track & Trades Wixx Racing) nutzt die Sommerpause in der Weltmeisterschaft für einen Gaststart in Assen im Rahmen der EURO MOTO. Für den Niederländer ist es gleichzeitig die perfekte Gelegenheit, auf seiner Heimstrecke Rennkilometer zu sammeln.

Buis kennt nicht nur den TT Circuit Assen bestens, sondern auch das Fahrerlager der EURO MOTO. In der Vergangenheit war der WM Fahrer mehrere Jahre für das Team Freudenberg in der IDM Superspor 300 unterwegs. Aktuell startet er in der Sportbike Weltmeisterschaft, die sich derzeit allerdings in einer langen Sommerpause befindet. Erst Anfang September geht es nach rund drei Monaten wieder weiter.

Statt die Füße stillzuhalten, nutzt Buis deshalb das Rennwochenende zum Training. Dass er dabei nicht nur mit seiner Suzuki GSX-8R ein paar entspannte Runden drehen möchte, zeigte sich bereits am Freitagvormittag. Im ersten Freien Training setzte der Niederländer auf Anhieb mit 1:46,055 Minuten die schnellste Rundenzeit und sortierte sich damit ganz vorne ein. Im zweiten Training platzierte er sich hinter den Spitzenreiter Stepan Zuda auf Rang zwei.

ERC verabschiedet sich aus der Saison

Während Buis das Starterfeld in Assen verstärkt, fehlen drei Kawasaki Fahrer, die in Oschersleben noch für Aufsehen gesorgt hatten. Das ERC Team ist mit Sasha de Vits, Jules Bercot und Ersatzfahrer Felix Kauertz nicht mehr dabei.

Dabei hatte sich das Team nach einer langen Pause in Oschersleben gerade erst stark zurückgemeldet. Bercot fuhr im ersten Rennen auf das Podium, de Vits kämpfte am Sonntag sogar um den Sieg. Im Nachgang folgte jedoch der Rückschlag. Nach dem zweiten Rennen wurden sowohl Bercot als auch de Vits nachträglich disqualifiziert.

Nun steht fest, dass ERC auch bei den verbleibenden Rennwochenenden der Saison nicht mehr antreten wird. Das Team hat sich aus der EURO MOTO zurückgezogen. Genaue Gründe für die Entscheidung wurden bislang nicht genannt.

Kleiner Unfall beim Training

Auch Micky Winkler (WSC Racing) fehlt an diesem Wochenende in Assen. Der Schleizer musste seinen Start kurzfristig absagen, nachdem er in dieser Woche beim Training mit dem Fahrrad gestürzt war.

„Es ist nichts Wildes, aber ich darf meinen Arm gerade nicht belasten“, erklärt Winkler auf Nachfrage. Eine längere Pause ist damit nicht zu erwarten. Beim nächsten Rennwochenende am Nürburgring will der Aprilia Pilot wieder im Starterfeld stehen.

Am Samtag geht es für die Sportbike-Klasse bereits ins erste Rennen. Um 15:30 Uhr kann der erste Lauf kostenlos und live über den EURO MOTO Livestream verfolgt werden. Am Sonntag geht es für die Fahrer um 14 Uhr in die zweite Runde. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


DTM Nürburgring: Ergebnis 2. Freies Training (Top-Ten)

Thomas Preining, Schnellster im 2. Freien Training am Freitag Nachmittag
Foto: Jens Hawrda

1. Thomas Preining, Porsche

2. Ricardo Feller, Porsche

3. Kelvin van der Linde, BMW

4. Marco Wittmann, BMW

5. Nicki Thiim, Aston Martin

6. Finn Wiebelhaus, Ford-Mustang

7. Ben Dörr, McLaren

8. Marco Mapelli, Lamborghini

9. Arjun Maini, Ford-Mustang

10. Lucas Auer, Mercedes-AMG


ADAC GT4 Germany: Ginetta mit erster Bestzeit auf dem Nürburgring

Erik Bertilsson, Ginetta #97
Foto: Jens Hawrda

Der schnelle Schwede Erik Bertilsson markierte im ersten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring die Führung. Bereits am Freitag erster Schlagabtausch der Tabellenspitze.

Die zweite Saisonhälfte 2026 der ADAC GT4 Germany hat offiziell begonnen. Beim vierten von sechs Rennwochenenden auf dem Nürburgring fand am Freitagmorgen bereits das erste freie Training statt – und da war Ginetta am schnellsten. Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing), der sich die G56 GT4 mit Alexzander Kristiansson (26/SWE) teilt, umrundete den 3,629 Kilometer langen Kurs in exakt 1:33,956 Minuten. Damit ist der Schwede perfekt ins Wochenende gestartet. Bertilsson gibt zudem sein Debüt auf dem legendären Kurs in der Eifel.

„Ich bin mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden. Ich denke, wir haben eine gute Abstimmung gefunden und sollten auch in der Qualifikation und im Rennen stark aufgestellt sein. Wir hatten uns in den ersten Rennen dieses Jahres noch etwas schwer getan, somit sollten wir keine zu hohen Erwartungen haben. Doch ein Resultat in den Top Fünf ist das Ziel“, so Bertilsson. „Grundsätzlich passt unsere Ginetta gut zum Layout des Nürburgrings. Wir sind optimistisch.“

Mit einem Rückstand von 0,381 Sekunden ging Platz zwei der Session an Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport). Es ist das bislang beste Ergebnis des Porsche 718 Cayman GT4-Duos in der ADAC GT4 Germany. Dritte wurden die aktuellen Tabellenführer Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 0,440 Sekunden zurücklagen.

Die Tabellenzweiten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) belegten in einem weiteren Porsche mit 0,618 Sekunden Rückstand die vierte Position. Das versprich Hochspannung für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes. Die Top Fünf komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW. Am Freitag folgt ab 13:55 Uhr noch das zweite freie Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. 

Quelle: adac-motorsport.de

DTM: Ergebnis erstes Freies Training Nürburgring (Top-Ten)

Matteo Caroli, Ferrari # 14 Schnellster im 1. Freien Training
Foto: Jens Hawrda

1. Matteo Cairoli, Ferrari

2. Lucas Auer, Mercedes-AMG

3. Marco Mapelli, Lamborghini

4. Marco Wittmann, BMW

5. Kelvin van der Linde, BMW

6. Luca Engstler, Lamborghini

7. Arjun Maini, Ford-Mustang

8. Maro Engel, Mercedes-AMG

9. Jules Gounon, Mercedes-AMG

10. Mirko Bortolotti, Lamborghini

EURO MOTO in Assen: Die Kathedrale des Speeds ruft

Foto: Jens Hawrda

Es geht wieder los. Die EURO MOTO fährt in die nächste Runde. Im niederländischen Assen wird dieses Wochenende (14. bis 16. August) der fünfte von sieben Saison-Events ausgetragen. Jeweils zwei Rennen in drei Prädikatsklassen stehen auf dem Programm. Drei Cups runden die Agenda ab.

Der offizielle Name der Strecke ist TT Circuit Assen. Die Buchstaben TT stehen für Tourist Trophy und sind von den berühmten TT-Rennen auf der Isle of Man abgeleitet. Die Strecke wurde speziell für Motorradrennen konzipiert, hat zwölf Rechts- und sechs Linkskurven. Eine spektakuläre Kurve befindet sich vor Start-Ziel. Dazu kommt eine 1.-Gang-Kurve. Eine Runde misst 4,555 Kilometer.

In der EURO MOTO Superbike sind 15 Runden pro Rennen angesetzt. Lukas Tulovic (Ducati) führt die Wertung mit 166,5 Punkten an. Marcel Schrötter (BMW) folgt mit 122 Punkten. Markus Reiterberger (BMW) hat 105, Florian Alt (Honda) 87 und Twan Smits (Yamaha) 81 Zähler. Damit sind in den Top 5 alle Motorradmarken vertreten.

Nach dem Massencrash vor zwei Wochen in Oschersleben sind alle darin verwickelten Fahrer wieder am Start. Obwohl er sich an der Hand verletzt hat, ist auch Twan Smits am Start. Der einzige Yamaha-Fahrer im Feld will sein Heimrennen nicht verpassen. Viel Physiotherapie hat die Beweglichkeit in der Hand verbessert. An der Strecke wird er von medizinischem Personal betreut.

Siegchancen rechnet sich Markus Reiterberger aus. Bei seinem letzten Auftritt auf dem TT Circuit im Jahr 2022 gewann er beide Rennen. Der Bayer sagt: „Ich freue mich auf Assen, die Strecke liegt mir gut. Nach dem verheerenden Crash in Oschersleben hat das Team beim Aufbau eines komplett neuen Bikes ganze Arbeit geleistet und auch mit dem Set up sind wir einen Schritt weiter gekommen. Ich denke, dass wir in Assen sogar noch stärker sein können. Der Sieg ist das ganz klare Ziel. Vorbereitet habe ich mich die letzten zwei Tage mit dem Fällen von Borkenkäfer-befallenen Bäumen, das war echt ein hartes Workout.“

In der Supersport-Klasse gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Daniel Blin (Ducati) und Dirk Geiger (Yamaha). Beide trennt nur ein einziger Punkt. Wird es Geiger schaffen, nächstes Jahr als Meister in die höhere Klasse aufzusteigen? Gestern wurde bekanntgegeben, dass der 24-Jährige nach dem Saisonende 2026 in die EURO MOTO Superbike wechselt. Konkurrenz auf der Supersport-Yamaha lauert auch in Form des eigenen Teamkollegen Lennox Lehmann. Der Dresdner hat dieses Jahr noch kein Rennen gewonnen, stand aber bisher immer auf dem Podium. Das haben weder Geiger noch Blin geschafft. Im Windschatten hat sich Luca Göttlicher angesaugt (MV Agusta), der nach zwei Podiumsplatzierungen noch lange nicht fertig ist.

In der EURO MOTO Sportbike gewann Štěpán Zuda auf der Triumph Daytona 660 die letzten drei Rennen und ist seinen Verfolgern in der Gesamtwertung um 44 Punkte enteilt. Jakob Rosenthaler (Triumph) und Tobias Kitzbichler (Aprilia) haben das Titelthema jedoch nicht abgehakt. Zumal immer neue Teenager an der Spitze mitreden. In Most erhielt der 17-jährige Mika Siebdrath erstmals einen Pokal.

EURO MOTO – das ist ein Kampf um Tausendstelsekunden. Die Rennen auf dem TT Circuit sind ein Fest aus Geschwindigkeit und Begeisterung in Verbindung mit den Fans.

Der ADAC Junior Cup, der Kawasaki ZX4-RR Cup sowie der Pro Superstock Cup sorgen zusätzlich für eine Unterhaltung, die jede Minute wert ist. In allen Tickets fürs Wochenende ist der Fahrerlagereintritt und der Zugang zum Fan-Walk enthalten. EURO MOTO in Assen – das ist nicht nur Rennsport auf der Strecke, sondern auch zum Anfassen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek