Mittwoch, 8. April 2026

Superbike: Wiederholungstäter Görbe mit Ansage

Heiß bis in die Haarwurzeln: Soma Görbe will in der EURO MOTO Superbike unter die ersten Fünf fahren.
Fotos: Dino Eisele

Soma Görbe aus Ungarn wird zum Wiederholungstäter. Der erst 20 Jahre alte BMW-Fahrer vom BCI-MW Racing Team fährt 2026 in sein zweites Superbike-Jahr. Er macht den EURO MOTO-Titelfavoriten eine klare Ansage.

Wenn zehn Fahrer gleichzeitig in die erste Kurve einbiegen wollen, wird das eine enge Kiste. Aber zwei Handvoll Fahrer haben 2026 das Zeug dazu, sich am Ende des Rennens einen Podiumsplatz zu gönnen. Davon träumt Soma Görbe nicht, obwohl er 2024 mit sieben Siegen und zwei zweiten Plätzen den Pro Superstock 1000 Cup gewann. Aber jetzt, in Deutschlands höchster Motorradrennsportklasse, sieht die Welt anders aus.

Nach der Premieren-Saison mit Gesamtrang 14 findet der 20-Jährige dennoch deutliche Worte: „Ich glaube, wir können eine starke Saison hinlegen. Mein Ziel ist es, unter die ersten Fünf zu kommen.“

In der Rookie-Saison schaffte er es auf der BMW M 1000 RR dreimal auf P8 in die Wertung. Gleichzeitig hatte er empfindliche Strafen kassiert, die ihn in der Gesamtwertung zurückwarfen. Im großen Finale von Hockenheim musste Görbe in den zwei Superbike-Rennen von ganz hinten starten, weil er das Motorenlimit überschritten hatte. Als er einen gebrauchten Antrieb einsetzen wollte, stellten die technischen Kommissare eine geöffnete Plombe am Motor fest. Görbe bekam die damit eingefahrenen Ergebnisse in Schleiz und Most aberkannt, insgesamt 24 Punkte. Das passiert garantiert kein zweites Mal.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Supersport: Aus der Box zum Sieg und Wildcards obendrauf

Von ganz hinten nach ganz vorne: Dirk Geiger hat in der
Supersport-Klasse in Assen gezeigt, wo der Hammer hängt. 
Fotos: Henk Teerink

Dieses Osterfest wird das Team Apreco mit Sicherheit nicht vergessen. Mit zwei Wildcards im Körbchen und einem Sieg in der International Dutch Championship (IDC) in Assen hat sich das Team aus den Niederlanden ins Wochenende verabschiedet.

EURO MOTO-Supersportler Dirk Geiger bekam letzte Woche sein Osternest vorgezogen gefüllt. Ihm winkt die erste Supersport-Wildcard seines Lebens. Der 23-jährige Neuzugang bei Yamaha Apreco wird im Rahmen der Superbike-WM in zwei Wochen in Assen sein Debüt geben. Teamkollege Twan Smits geht in der Superbike-Klasse an den Start.

Gestern lieferte Geiger noch schnell bei den Trainingsfahrten im Nachbarland eine Kostprobe seines Könnens in der IDC ab. Geiger sowie auch Teamkollege und Kumpel Lennox Lehmann machten es dabei wieder spannend. Weil sie zu spät an den Start kamen, mussten sie nach dem Feld aus der Boxengasse starten. Bereits nach drei Runden hatte Geiger die Führung übernommen, um das Rennen am Ende mit über 17 Sekunden Vorsprung zu gewinnen.

Lehmann war schon nach der ersten Runde in die Boxengasse abgebogen. „Wir hatten ein kleines Problem. Im Dashboard hat eine rote Lampe geblinkt. Ich bin auf Nummer Sicher gegangen, um nicht etwas Größeres heraufzubeschwören.“

Der 20-Jährige wird in zwei Wochen beim EWC-Auftakt bei den 24-Stunden von Le Mans im Team Motobox Kremer im Einsatz sein. Der Dresdner trifft dort auf einen alten Bekannten aus dem Fahrerlager. „Mein Teampartner ist Maximilian Kofler. Er wurde ganz schnell aus der Superbike-Rente zurückgeholt.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Dienstag, 7. April 2026

Razoon-Team verdoppelt ADAC GT Masters Aufgebot für 2026

  • Razoon – more than Racing startet mit zwei Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters
  • Gelungener Mix aus erfahrenen Piloten und talentierten Youngsters
  • Teammanager Christoph Huber: „Wir möchten auf alle Fälle aufs Podium.“

Colin Bönighausen und Leo Pichler teilen sich einen Porsche
Foto: razoon - more than racing

Doppelte Power bei Razoon – more than Racing im ADAC GT Masters. Die Sensationseinsteiger des Vorjahres schicken 2026 zwei Porsche 911 GT3 R ins Rennen. Pilotiert werden die Autos von Leo Pichler (24/AUT) und Colin Bönighausen (21/DEU) sowie Mark Kastelic (18/SLO) und Pavel Lefterov (28/BGR).

Razoon debütierte in der vergangenen Saison eindrucksvoll im ADAC GT Masters. Die Mannschaft aus Eggersdorf bei Graz in Österreich gewann beide Rennen des Saisonauftakts am Dekra Lausitzring und übernahm direkt die Tabellenführung. Damit wurde Razoon der beste Neueinsteiger der Serienhistorie. Zwei weitere Podiumsplatzierungen sowie eine Pole-Position folgten. Am Ende belegte die Mannschaft Rang drei in der Fahrer- und Teammeisterschaft. Für diese Saison hat Teamgründer Dominik Olbert den erfahrenen Christoph Huber als Teammanager berufen, der die Einsätze vor Ort betreuen wird.

Der Österreicher Leo Pichler wird in seine zweite Saison im ADAC GT Masters starten. Er erzielte 2025 zwei Saisonsiege und Podiumsplatzierungen sowie Meisterschaftsrang drei. „Meine Vorfreude auf die Saison ist sehr groß“, so der 24-Jährige. „Dass ich die Strecken und Rennen kenne, ist bestimmt ein Vorteil. Ich will erneut um die Meisterschaft kämpfen. Mit Colin gemeinsam ist das bestimmt möglich!“

Sein neuer Teamkollege Colin Bönighausen stammt aus Hannover. Der 21-Jährige war in der abgelaufenen Saison im Porsche Carrera Cup Deutschland unterwegs und erzielte dort drei Top-10-Platzierungen. „Ich freue mich sehr, mit Razoon im ADAC GT Masters und damit erstmals in einer GT3-Meisterschaft zu starten“, sagt Bönighausen. „Mit meinem Teamkollegen Leo verstehe ich mich super, zudem bringt er viel wertvolle Erfahrung mit.“

Pavel Lefterov und Mark Kastelic werden das Fahrerduo im zweiten Porsche
Foto: razoon - more than racing

Im zweiten Porsche des Teams nimmt der 18-jährige Slowene Mark Kastelic Platz, der in der abgelaufenen Saison Rennen in der ADAC GT4 Germany für das Team bestritt. „Die Stimmung und die Energie im Team sind super und mit Pavel verstehe ich mich blendend“, so Kastelic. „Natürlich muss ich noch viel dazulernen, aber dennoch ist mein Anspruch, im vorderen Drittel des Feldes unterwegs zu sein und eventuell die ein oder andere Überraschung zu schaffen.“

Teamkollege Lefterov aus Bulgarien war viele Jahre Teil der ADAC GT4 Germany und feierte in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft im Prototype Cup Germany. „Es fühlt sich richtig gut an, für Razoon zu starten. Schon der erste Testtag war super, ich fühle mich im Team wie zu Hause. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Mark und es ist schön, weiterhin in der ADAC Familie Rennen zu fahren. Das ADAC GT Masters wird bestimmt eine große Herausforderung, aber unser Porsche 911 GT3 R ist eine Wucht und macht mir sehr viel Spaß“, schildert Lefterov.

Christoph Huber freut sich über seine neue Rolle als Teammanager und geht optimistisch in die Saison. „Das ADAC GT Masters war schon in der Vergangenheit meine Lieblingsserie und unsere Fahrerpaarungen sind super. Colin und Leo sind sehr stark, aber auch Mark und Pavel haben viel Potential“, so Huber. „Wir möchten auf alle Fälle aufs Podium, nach Möglichkeit bis zum Schluss auch um die Meisterschaft kämpfen, aber da gehört natürlich auch Glück dazu. Wir werden jedenfalls unser Bestes geben!“

Abschließende Worte findet Team-Eigner Dominik Olbert: „Es ist natürlich mega, dass wir unmittelbar im Anschluss an unsere Premierensaison im ADAC GT Masters gleich mit zwei Porsche 911 GT3 R am Start sind. Unser Ziel war, zwei gleichwertige, starke Besatzungen zu finden - das ist uns auch wirklich gelungen. Wir haben uns dafür auch personell noch einmal verstärkt und sind jetzt wirklich ein mega Team, das besonders von der Mentalität her absolut stark ist.“

Die erste Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen, bietet sich direkt beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters am Red Bull Ring vom 24. bis 26. April, der für Razoon zugleich das Heimspiel wird. Karten für das Österreich-Gastspiel im Rahmen der DTM sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich.


HRT enthüllt Design der drei Ford Mustang GT3 für die Saison 2026

  • Das Haupt Racing Team zeigt erstmals seine drei Mustangs fürs ADAC GT Masters
  • Geschäftsführer Ulrich Fritz: „Die Designs zeigen klare Identität und maximale Performance.“

Foto: Haupt Racing Team


Elegant, angriffslustig und dynamisch. Das Haupt Racing Team präsentiert die Designs, mit denen die drei Ford Mustang GT3 2026 im ADAC GT Masters an den Start gehen werden. Der Fahrer- und Teamchampion des Vorjahres hat sich für eine prägnante, cleane Optik entschieden, die einen hohen Wiedererkennungswert und große Individualität für die drei Fahrerduos bietet.

Im blauen Ford Mustang GT3 #1 mit goldenen Akzenten nehmen Max Reis (19/Ramstein) und Emil Gjerdrum (18/NOR) Platz. Reis bestreitet seine dritte Saison im ADAC GT Masters, für Gjerdrum wird es die zweite. Beide standen bereits auf dem Podium und hoffen im edlen blau-goldenen Design auf ihren ersten Sieg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC.

Niklas Kalus (20/Duisburg) und Kiano Blum (18/AUT) werden sich den Mustang mit Startnummer #2 im auffälligen roten Design teilen. Kalus erzielte eine Pole-Position sowie zwei Podiumsplatzierungen in der vergangenen Saison und strebt 2026 nun gemeinsam mit Rookie Blum nach weiteren Erfolgen.

Beim Auto mit Startnummer #74 setzt HRT auf ein schwarzes Grunddesign mit roten Aktzenten. Pilotiert wird der Ford Mustang GT3 von Max Cuccarese (19/ITA) und Alain Valente (29/CHE). Während Valente in seine vierte Saison geht und bereits einen Sieg sowie sechs Podiumsplatzierungen vorzuweisen hat, wird Cuccarese seine Debütsaison im schwarz-roten Ford bestreiten.

„Mit unserem Aufgebot für das ADAC GT Masters 2026 sind wir sehr gut aufgestellt. Wir haben eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Fahrern und jungen Talenten, die sich hervorragend ergänzen“, sagt Ulrich Fritz, der Geschäftsführer des Haupt Racing Team. „Unser Ziel ist es, konstant um Spitzenpositionen zu kämpfen und unsere Nachwuchsarbeit konsequent fortzusetzen. Gleichzeitig zeigen die drei Designs, wofür HRT steht: klare Identität und maximale Performance.“

Live können die Autos zum ersten Mal beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters am Red Bull Ring (24. bis 26. April) im Rahmen der DTM betrachtet werden. Tickets für die Rennen in Österreich gibt es ab 49 Euro unter dtm.com.


Donnerstag, 2. April 2026

Sportbike: Štěpán Zuda spontan vierter Mann bei Freudenberg

Aus dem geplanten Fahrer-Trio ist ein Quartett geworden.
Štěpán Zuda sorgt für noch mehr internationales Flair.
Foto: Team Freudenberg

In der Supersport-Klasse ging es für den Tschechen Štěpán Zuda trotz der beiden Podiumsplätze in Most nicht weiter. Stattdessen verstärkt der 20-Jährige ab jetzt das Team Freudenberg RoRa – Paligo Racing in der EURO MOTO Sportbike-Klasse. Die Sachsen haben damit kurzfristig einen vierten Fahrer unter Vertrag genommen.

Triumph statt Yamaha. Sportbike statt Supersport. Zuda startet in der kleineren Klasse neu durch. Was bleibt, ist eine vertraute Person um ihn. Crewchief William Fricke, mit dem er letztes Jahr zusammenarbeitete, war bereits vor ihm zur Freudenberg-Mannschaft gewechselt, um das Team personell zu verstärken. Das macht die Zusammenarbeit für beide einfach.

Mit der Verpflichtung setzt Teamchef Carsten Freudenberg ein klares Zeichen. „Mit Štěpán gewinnen wir einen sehr erfahrenen und schnellen Fahrer, der perfekt in unser Line-up passt. Gemeinsam mit Ruben Bijman haben wir nun schon zwei Piloten, die aus der Supersport-Kategorie kommen und viel Erfahrung in unser Triumph-Sportbike-Projekt einbringen.“

Vier Fahrer aus vier Ländern

Das Fahreraufgebot von Freudenberg RoRa – Paligo Racing präsentiert sich damit international und vielseitig:Ein tschechischer, ein österreichischer, ein niederländischer und ein deutscher Fahrer bilden eine spannende Mischung für die kommende Saison. Neben Zuda sind das Luis Rammerstofer, Ruben Bijman und Mika Siebdrath.

Zuda äußert sich begeistert: „Ich freue mich sehr, Teil eines Teams mit großer Erfolgsgeschichte in der IDM und auf WM-Niveau zu werden – das ist Motivation und Herausforderung zugleich. Ich bereite mich maximal vor, ob im Gym, beim Eishockey oder Skifahren. Ich gehe ohne Erwartungen rein, habe aber klare Ziele – am wichtigsten ist für mich der Spaß am Fahren, denn dann bin ich am stärksten. Der Umstieg von Supersport auf Sportbike wird eine Herausforderung, aber ich will das Bike schnell verstehen und mich optimal darauf einstellen.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek