Sonntag, 7. September 2025

ADAC GT Masters: Leyton Fourie fährt zur Debüt-Pole auf dem Salzburgring

Thriller im Meisterschafskampf des ADAC GT Masters auf dem Salzburgring. Die ersten drei Duos der Tabelle teilen die ersten drei Startpositionen für das Sonntagsrennen untereinander auf. BMW-Pilot Leyton Fourie (19/RSA/FK Performance Motorsport) hat sich die Pole-Position gesichert. Mit seiner Zeit von 1:17.198 Minuten war der aktuelle Meisterschaftszweite nicht zu schlagen.

„Ich glaube, die Runde war die beste, die ich in meinem bisherigen Rennfahrerleben zusammenbekommen habe. Besonders auf diesem Kurs, wo die Zeiten so eng zusammenliegen. Ich bin so glücklich“, strahlte Fourie über seine erste Pole im ADAC GT Masters. „Die Mechaniker und Ingenieure haben heute eine perfekte Rakete hinbekommen, das ist schon fast unwirklich.“

Die erste Startreihe komplettiert Salman Owega (20/Köln/Haupt Racing Team). Als wenige Minuten vor Ende des Qualifyings die Session mit der roten Flagge unterbrochen wurde, lag der Tabellenführer nur auf Startplatz zehn. Owega nutzte die verbleibenden knapp drei Minuten nach dem Re-Start aber perfekt und setzte seinen Ford Mustang GT3 mit 0,169 Minuten Rückstand auf die zweite Position. Das Meisterschafts-Triell machte Simon Birch (18/DNK/Razoon – more than racing) perfekt. Ihm fehlten im Porsche 911 GT3 R 0,241 Sekunden auf die Spitze. 

Der Vortageszweite Jannes Fittje (26/Langenhain/SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 startet das zweite Endurance-Rennen auf dem Salzburgring von Rang vier mit 0,243 Sekunden Rückstand. Gaststarter Ben Dörr komplettiert die Top-5. In seinem McLaren 720S GT3 fehlten ihm 0,255 Sekunden zur Spitze. Erneut präsentierte sich das Feld des ADAC GT Masters kompakt. Die Top-10 lagen alle innerhalb von acht Zehntelsekunden.

Quelle: adac.motorsport.de

Samstag, 6. September 2025

IDM Supersport: Sieger Kofler kommt seinem Ziel näher

Andreas Kofler baut Führung in der Meisterschaft aus
Foto: Jens Hawrda

Titelverteidiger Andreas Kofler hat beim Öhlins-IDM-Lauf auf dem Nürburgring sein viertes Rennen in der IDM Supersport gewonnen. Der Österreicher baute damit seine Führung in der Meisterschaftswertung aus. Sein größter Konkurrent im Titelkampf, Dirk Geiger, ist jetzt mit 24 Punkten im Rückstand.

Andy Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) gelang wie fast immer ein Blitzstart von der Pole Position. Marcel Brenner verteidigte zunächst seinen zweiten Platz, wurde aber noch in der ersten Runde von Dirk Geiger (MCA Racing) abgefangen. Der 23-Jährige will den Titel ins Honda-Lager holen. Mit immensem Risiko versuchte er eine Solo-Fahrt von Kofler an der Spitze zu verhindern. Der Asphaltwechsel eingangs der Querspange war dabei eine diffizile Angelegenheit. Aber Geigers Plan ging auf.

Zur Halbzeit war klar, dass bald Entscheidendes passieren würde. Kofler stellte seine Yamaha nach der Kurvendurchfahrt früher auf. Die Schräglagen waren nicht mehr ganz extrem. Auch an Geigers Honda mehrten sich die Anzeichen des abbauenden Reifens. Er fuhr gefühlt schneller in die letzte Kurve hinein, dafür kam Kofler schneller heraus. In der drittletzten Runde knackte der Deutsche den Österreicher, hatte danach aber auch einige waghalsige Paraden zu überstehen.

Durch das Scharmützel zwischen Kofler und Geiger schloss der nachfolgende Daniel Blin (AF Racing) die Lücke zu ihnen. Beinahe hätte er noch in die Entscheidung an der Spitze eingreifen können. Der Pole hatte im internen Ducati-Kampf zuvor den Schweizer Marcel Brenner (MotoLife) besiegt, der vor zwei Wochen in Assen gewann. Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing), der nächstes Jahr gerne in die Superbike-Klasse aufsteigen würde, zeigte Brenner auch irgendwann die Heckansicht seiner Ducati. Štěpán Zuda stürmte auf der Eder-Yamaha vom 12. Startplatz auf den neunten Rang nach vorn.

Kofler startete kurz vor dem Ende des Rennens über 16 Runden das entscheidende Manöver, welches ihn wieder an die Spitze und damit vor Geiger brachte. Im Ziel hatte er ein breites Grinsen im Gesicht. „Das Rennen hat mir richtig Spaß gemacht. Weil ich keine Lücke zu Dirk aufbauen konnte, musste ich die Rennsituation für mich anpassen. Wir hatten auch ein paar Berührungen.“ Geiger war sich sicher: „Andy hat gepokert“, und schickte gleich noch eine Ansage hinterher, „morgen werden wir euch schlagen.“

Auf dem Podium ging es heute international zu mit drei Motorradmarken und Fahrern aus drei Ländern. Mehr geht nicht.

Peter Feigl, Triumph-Neuling Valentino Herrlich, Luca Göttlicher und Till Belczykowski als einziger MV Agusta-Fahrer beendeten das Rennen nicht.

IDM Supersport, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Dirk GEIGER (DEU), Honda

3. Daniel BLIN (POL), Ducati

4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

5. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

6. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

7. Lennox LEHMANN (DEU), Yamaha

8. Julius Caesar RÖRIG (DEU), Honda

9. Štěpán ZUDA (CZE), Yamaha

10.Filip FEIGL (CZE), Triumph

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Superbike: Ducati-Pole nach eigenartigem Zwischenfall

Lucas Tulovic holt Pole am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Beim Öhlins-IDM-Lauf auf dem Nürburgring macht Lukas Tulovic dort weiter, wo er aufgehört hat: Pole Position für den Ducati-Fahrer. Mit ihm stehen Hannes Soomer und Jan-Ole Jähnig in der ersten Startreihe. Wo ist Florian Alt auf der Honda? Auf P9 mit der Hoffnung auf Schadensbegrenzung in den beiden Sonntagsrennen.

Eine Überraschung war es nicht, dass Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) in der Superpole 2 nach vier Minuten die schnellste Runde fuhr und sich damit die Pole Position in der IDM Superbike sicherte. Man hat sich daran gewöhnt. Der Abstand zu seinem Verfolger Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) war mit 01,131 Sekunden allerdings gnädig. Dass der Este dem Deutschen den Titelgewinn noch streitig machen könnte, schließt Teamchef Werner Daemen aus. „Das Thema hat sich erledigt und selbst für Florian Alt wird es schwierig“, warf der Belgier in den Raum.

Auf dem dritten Platz in der ersten Startreihe wird morgen die türkis-schwarze BMW mit der Nummer „14“ von Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) stehen. Die Abstände zwischen den einzelnen Fahrern waren hauchdünn und für die freie Fahrt nach vorn gehörte auch eine Portion Glück dazu.

Lange hatte auch Leandro „Tati“ Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW) die Chance auf einen Platz in der ersten Reihe gehabt. Seit Most hatte das Team immer wieder am Fahrwerk der BMW M 1000 RR gearbeitet. „Tati hat sich seither immer besser an das Motorrad gewöhnt“, meint Werner Daemen, der drei seiner Teamfahrer in den ersten zwei Startreihen platzieren konnte, denn Bálint Kovács gehört auch noch zu seiner Truppe.

Hinter Tulovic hat sich eine schlagkräftige BMW-Armada versammelt, die erst auf der sechsten Stelle von Twan Smits auf der Apreco-Yamaha zerrissen wird. Befremdlich wirkte für das in Führung liegende Ducati-Team, dass die Panigale V4R zuvor mitten im dritten freien Training von der Rennleitung völlig außerplanmäßig zum Wiegen geordert wurde. Es war nicht das erste Mal, dass die Ducati-Crew von außen mit technischen Vorwürfen konfrontiert wurde, die bisher nicht der Realität entsprachen und entkräftet wurden. Die Panigale V4R brachte bei der Technischen Abnahme 180 Kilogramm auf die Waage und damit sogar fünf Kilo mehr als das geforderte Mindestgewicht. Die Ducati ist aufgrund ihrer Superbike-Homologation auf exakt 175 Kilogramm festgesetzt.

Tulos Teamkollege Lorenzo Zanetti vertrieb Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) in der Superpole 2 von der achten Stelle. Beide stehen aber in der dritten Startreihe. Alt und das HRP-Team gehen beim Öhlins-IDM-Lauf auf dem Nürburgring durch die Hölle. Wenig Grip an der Honda Fireblade, dritte Startreihe, schnelle Zeiten wie im letzten Jahr, aber nicht schnell genug. Über den Titel redet der 29-Jährige nicht mehr. Aber der einzige Honda-Fahrer im Feld sagt: „Wir werden bis zum Saisonende alles geben. Und wenn jemand Fehler macht, werden wir da sein. Das ist unsere Chance.“ Bis auf den Saisonauftakt in Oschersleben stand Alt bei jedem Rennen auf dem Podium, zwei Mal davon ganz oben.

Max Schmidt (BCC Racing), Jan Mohr (Team SWPN) und Marco Fetz (MF-Racing powered by Jung) hatten sich über die Superpole 1 für die Superpole 2 qualifiziert. Schmidts Teamchef Andreas Gerlich hatte eine neue BMW für den Wuppertaler aufbauen müssen. Schmidt hatte das Einsatzgerät bei seinem Sturz in Assen schwer verletzt. Das private Training auf dem Nürburgring am Donnerstag hatte Schmidt noch mit der Suzuki seines Vaters bestritten, um die Strecke kennenzulernen.

Superpole 1: 

Jan MOHR (Yamaha), Max SCHMIDT (BMW), Marco FETZ (BMW), Maximilian KOFLER (Yamaha), Milan MERCKELBAGH (BMW), Isaac VINALES MARES (Kawasaki), Christoph BEINLICH (BMW), Sandro WAGNER (BMW)

Superpole 2: 

Lukas TULOVIC (Ducati), Hannes SOOMER (BMW), Jan-Ole JÄHNIG (BMW), Bálint KOVÁCS (BMW), Leandro MERCADO (BMW), Twan SMITS (Yamaha), Toni FINSTERBUSCH (BMW), Lorenzo ZANETTI (Ducati), Florian ALT (Honda), Soma GÖRBE (BMW), Leon ORGIS (BMW), Max SCHMIDT (BMW), Jan MOHR (Yamaha), Kevin ORGIS (BMW), Marco FETZ (BMW)

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Sportbike: Iglesias siegt, Svendsen beißt, Brandl zufrieden

Die Meisterschaftsentscheidung in der IDM-Sportbike-Klasse spitzt sich weiter zu: Inigo Iglesias Bravo gewinnt und Svendsen fährt trotz Schmerzen stark, während Brandl und Kooistra um das Podium kämpfen.

Iñigo Iglesias Bravo (Wematik Racing by RT Motorsports) gewann das erste Rennen der IDM-Sportbike-Klasse am Nürburgring mit deutlichem Vorsprung. Schon beim Start setzte sich der Spanier durch und riss in der ersten Runde eine kleine Lücke zu seinen Verfolgern Korbinian Brandl (AK Racing Team) und Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team). Taktisch clever absolvierte Iglesias bereits in Runde zwei seine Long-Lap-Strafe, die er noch aus Assen mitgebracht hatte. Nach dem Ausritt kam er knapp hinter Svendsen zurück auf die Strecke, der inzwischen Brandl überholt hatte – doch die Antwort folgte prompt. Iglesias attackierte sofort und übernahm direkt wieder die Spitze. Von da an fuhr er wie entfesselt und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus. „Das war meine Strategie: die Long Lap so früh wie möglich zu fahren, um dann frei fahren zu können und meine Chance auf den Sieg zu nutzen“, erklärte der Triumph-Pilot zufrieden. Mit den errungenen 25 Punkten übernahm er auch die Führung in der Meisterschaft – fünf Zähler vor Svendsen.

Svendsen kämpft mit Schmerzen, Kooistra holt auf

Der Däne kämpfte sich als Zweiter ins Ziel – mit zusammengebissenen Zähnen.. „Das war wohl das härteste Rennen meiner bisherigen Laufbahn“, gab der Triumph-Pilot nach dem Rennen zu Protokoll. Fünf Wochen nach seinem schweren Beinbruch mit gleich mehreren Schien- und Wadenbeinverletzungen saß er erstmals wieder im Sattel. „In der zweiten Runde habe ich einen Curb voll ans Knie bekommen – ab da waren die Schmerzen unerträglich. Ich wusste, dass ich Inigo ziehen lassen musste und habe meinen Fahrstil komplett umstellen müssen, um das Rennen überhaupt zu Ende fahren zu können.“ Trotz der Schmerzen wehrte Svendsen die Attacken von Korbinian Brandl und Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing) ab und belohnte sich mit wichtigen 20 Punkten.

Kooistra sicherte sich Rang drei und damit sein drittes Podium der Saison – auch wenn er selbst nicht restlos zufrieden war. „Der Start war miserabel, ich hing zu lange in der Gruppe fest und habe viel Zeit verloren“, so der Niederländer. „Ich weiß, dass mehr möglich gewesen wäre. Morgen will ich gleich nach dem Start in die Top-3 fahren und dann offensiv attackieren.“

Brandl verpasst Podium nur knapp

Knapp am Podest vorbeigeschrammt, ist Korbinian Brandl. Der 18-Jährige zeigte ein starkes Rennen, hielt sich lange in der Spitzengruppe hinter Svendsen und setzte den Dänen mehrfach unter Druck. Doch im letzten Renndrittel fehlte ihm die Durchzugskraft auf den Geraden, sodass er den Angriffen von Kooistra nichts mehr entgegensetzen konnte. „In den Kurven und beim Bremsen war ich stark, aber auf den Geraden habe ich Meter verloren“, analysierte der Aprilia-Pilot, der mit dem Ergebnis trotzden zufrieden ist. Dennoch bestätigt er seine beeindruckenden Aufwärtstrend seit der Sommerpause.

Luis Rammerstorfer (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) erwischte einen schwachen Start und fiel von Startplatz drei zunächst bis ans Ende der Spitzengruppe auf Rang sieben zurück. Lange biss er sich an Alexander Weizel (AK Racing Team) die Zähne aus, ehe er kurz vor Schluss erst den Deutschen und wenig später auch Justin Hänse (Motorradtek GYTR by Penz13 / ADAC Hessen-Thüringen e.V.) überholen konnte. Platz fünf war die Belohnung.

Das Feld wird stärker

Hänse musste sich hingegen mit Rang sechs zufriedengeben. „Die Luft an der Spitze wird immer dünner“, resümierte der Yamaha-Pilot nüchtern. Alexander Weizel wurde nach einem Verbremser in der vorletzten Runde Siebter.

Mit deutlichem Abstand folgten die nächsten Plätze: Kristoffer König (ViVa by Peuker & Streeb), Cedric Holme Nielsen (Motorradtek GYTR by Penz13 / ADAC Berlin Brandenburg) und Ben Kugler (MotoLife) komplettierten die Top 10. Dahinter landeten Ty Henriksen (Henriksen Racing) auf Rang elf sowie Sven Seidler (ViVa by Peuker & Streeb) und Gaststarter Magnus Kristoffersen (DCM Racing), die sich im Rennen mehrere enge Zweikämpfe lieferten.

Am Sonntag geht es mit dem zweiten Rennen der Sportbike-Klasse weiter. Der erste Lauf der IDM Superbike startet um 11:30 Uhr, ehe um 15:20 Uhr die Sportbikes ins Rennen gehen. Beide Läufe können live und kostenlos unter www.idm.de/live verfolgt werden.

IDM Sportbike, Result Race 1 (Top-Ten)

  1. Inigo IGLESIAS (ESP), Triumph Daytona 660
  2. Oliver SVENDSEN (DNK), Triumph Daytona 660
  3. Rick KOOISTRA (NLD), Triumph Daytona 660
  4. Korbinian BRANDL (DEU), Aprilia RS 660
  5. Luis RAMMERSTORFER (AUS), Triumph Daytona 660
  6. Justin HÄNSE (DEU), Yamaha YZF-R7
  7. Alexander WEIZEL (DEU), Aprilia RS 660
  8. Kristoffer KÖNIG (DEU), Aprilia RS 660
  9. Cedric HOLME NIELSEN (DEU), Yamaha YZF-R7
  10. Ben KUGLER (DEU), Triumph Daytona 660

Quelle: idm.de / 


IDM Supersport: Ist Kofler von der Pole aus zu stoppen?

Pole für Andreas Kofler am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Andreas Kofler unterstrich im Qualifying der IDM Supersport auf dem Nürburgring seine Titelambitionen. Marcel Brenner sorgte für ein Ausrufezeichen. Dirk Geiger hat große Lust, die Beiden im Rennen hinter sich zu lassen. 

Pole Position beim Öhlins-IDM-Lauf auf dem Nürburgring. Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) schraubte seine Rundenzeit im Qualifying von 1:26,789 min auf 1,26,443 min herunter und blieb an der Spitze unangetastet. Mit 0,433 Sekunden Abstand vor der Konkurrenz hatte der 21-jährige Österreicher ein Polster nach hinten.

„Es liegen trotzdem noch vier Rennen vor uns“, gibt der für seine Blitzstarts bekannte Meisterschaftsführende zu bedenken. „Meine 19 Punkte Abstand zu Dirk Geiger in der Gesamtwertung sind einerseits nicht viel, andererseits aber extrem wichtig.“ Kofler weiß: „Auf dem Nürburgring muss ich also voll angreifen. Eine Taktik gibt es nicht. Außerdem fehlt mir noch ein Doppelsieg in der laufenden Saison.“ Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte der Titelfavorit die beiden Läufe im tschechischen Most gewonnen.

Hinter ihm sorgte Marcel Brenner (MotoLife) für ein Ausrufezeichen in der Eifel. Der 28-jährige Ducati-Fahrer schob sich an Dirk Geiger (MCA Racing) und Daniel Blin (AF Racing) vorbei auf Startplatz zwei. Der Schweizer hat zu seiner alten Stärke zurück gefunden, obwohl er sich zurzeit mit einem Schnupfen herumplagt und immer wieder am Niesen ist. Den Infekt hat er sich offensichtlich letzte Woche bei der Hochzeit seines Teamchefs geholt. Andreas Köder hat seiner Resi, Langzeitliebe und Mutter seiner zwei Kinder, das Ja-Wort gegeben. Dass es jetzt auch in der Eifel rund läuft, lässt Köder jubeln: „Marcel war noch nie hier und hat sich seit dem ersten Testtag am Donnerstag richtig gut entwickelt. Er ist fast wieder auf dem Stand wie vor seinem krankheitsbedingten Ausfall und wir haben noch gar nicht alle Teile getestet, die ihn noch schneller machen können. Dafür war noch keine Zeit.“

Dirk Geiger behielt die Nerven, nachdem er mit seinem Wechsel-Drama in die Schlagzeilen geraten war. Für ihn steht der aktuelle Titelkampf auf der MCA-Honda an erster Stelle und meinte: „Die Kurve zur Kurzanbindung, die könnte meine werden.“ Der gebürtige Mannheimer startet wie Kofler und Brenner aus der ersten Reihe, die damit besetzt ist.

Im Mittelfeld gab es zahlreiche Positionsverschiebungen: Julius Caesaer Rörig (MCA Racing) machte vier Plätze gut, Marvin Siebdrath (Yamalube Motorsport Kofler) tauschte mit Lennox Lehmann (Team Apreco) die Position. Bis auf Filip Feigl (MotoLife), Till Belczykowski (LJ Racing) und Dylan Czarkowski (Team SWPN) verbesserten sich im zweiten Qualifying alle Fahrer. Ein erfreuliches Bild zeigt das Starterfeld in Sachen Markenvielfalt – die Mischung der Motorräder ist ausgeglichen.

Eine besondere Rückkehr feiert Valentino Herrlich. Nach seinem Ausstieg in Assen aus dem Kawasaki-Team von Emil Weber startet er am Nürburgring mit einer familieneigenen Triumph Street Triple 765 RS. Damit ist Luca Göttlicher, der als 18-jähriger Bayer von Platz 14 ins Rennen geht, nun der einzige Kawasaki-Pilot im Feld.

IDM Supersport, Qualifying (Top-Ten)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

3. Dirk GEIGER (DEU), Honda

4. Daniel BLIN (POL), Ducati

5. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

6. Lennox LEHMANN (DEU), Yamaha

7. Julius Caesar RÖRIG (DEU), Honda

8. Filip FEIGL (CZE), Triumph

9. Till Benedikt BELCZYKOWSKI (DEU), MV Agusta

10.Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

 Quelle: idm.de / Anke Wieczorek