Samstag, 6. September 2025

IDM Sportbike: Iglesias stürmt zur Pole, Brandl überrascht

Pole für Iglesias, Überraschung durch Brandl, Podest-Ambitionen bei Rammerstorfer – das Qualifying der IDM Sportbike am Nürburgring hatte es in sich – und zwischen dem Top-6 lag am Ende gerade einmal eine Sekunde.

Der Nürburgring hat in der Sportbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) einen spanischen Polesetter: Iñigo Iglesias Bravo (Wematik Racing by RT Motorsports) drehte im zweiten Qualifying am Samstagvormittag auf und ließ der Konkurrenz keine Chance. Mit einer Zeit von 1:31,506 Minuten verbesserte er seine Marke aus Q1 noch einmal deutlich und setzte die Messlatte für alle anderen hoch. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Pace und dem Gefühl auf dem Bike“, zeigte sich der Triumph-Pilot nach der Session selbstbewusst. „Jetzt freue ich mich auf das Rennen.“ Im ersten Lauf wartet auf den 23-Jährigen allerdings noch eine Long-Lap-Strafe, die er absolvieren muss.

Brandl überrascht – erste Startreihe für den 18-Jährigen

Für strahlende Gesichter sorgte vor allem Korbinian Brandl (AK Racing Team). Der 18-Jährige aus Oberndorf fuhr mit einer 1:31,950 auf Rang zwei – nur 0,444 Sekunden langsamer als Iglesias. Damit sicherte er sich seinen ersten Startplatz aus vorderster Reihe in der IDM Sportbike. „Wir haben nach Oschersleben viel am Fahrwerk gearbeitet. In Assen lief es schon besser, aber jetzt passt alles perfekt“, erklärte Brandl im Parc Fermé.

Die dritte Position ging an Luis Rammerstorfer (Freudenberg RORA-Paligo Racing). Der Österreicher, der im ersten Qualifying noch in der letzten Runde auf die vorläufige Pole hochrutschte, kam im zweiten Qualifying nicht über seine Q1-Bestzeit hinaus und blieb bei 1:32,022 Minuten. Auch ein strategischer Boxenstopp, um anschließend freie Fahrt zu haben, brachte keine Verbesserung. „Naja, hätte besser laufen können“, meinte der 17-Jährige ernüchtert.

Svendsen kämpft sich zurück, Hänsen bester Yamaha-Pilot

Von Rang vier geht Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) ins Rennen. Der Titelanwärter stoppte die Uhr bei 1:32,241 Minuten. Nach seinem Beinbruch, der ihn in Assen zum Zusehen zwang, zeigte er sich auf der Triumph Daytona 660 wieder weitestgehend genesen – dich die Zähne muss er trotzdem noch zusammenbeißen.

Bester Yamaha-Pilot war Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13-ADAC Hessen-Thüringen e.V.) mit 1:32,290 Minuten, was Startplatz fünf bedeutet. Neben ihm in Reihe zwei steht Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing), der mit seinem sechsten Startplatz alles andere als zufrieden war und sich mehr erhofft hatte.

Weizel führt dritte Reihe an

Alexander Weizel (AK Racing Team) führt mit 1:32,593 Minuten die dritte Startreihe auf Position sieben an. Dahinter reihten sich Ben Kugler (MotoLife) und Cedric Holme Nielsen (Motorradtke GYTR by Penz13-ADAC Berlin Brandenburg) ein. Kristoffer König (ViVa by Peuker & Streeb) komplettiert die Top-10.

Dahinter starten Ty Henriksen (Henriksen Racing) als Elfter, Sven Seidler (ViVa by Peuker & Streeb) als Zwölfter sowie der dänische Gaststarter Magnus Kristoffersen (DCM Racing) auf Rang dreizehn.

IDM Sportbike, Result Q1+Q2 (Top-Ten)

  1. Inigo IGLESIAS BRAVO (ESP), Triumph Daytona 660
  2. Korbinian BRANDL (DEU), Aprilia RS 660
  3. Luis RAMMERSTORFER (AUS), Triumph Daytona 660
  4. Oliver SVENDSEN (DNK), Triumph Daytona 660
  5. Justin HÄNSE (DEU), Yamaha YZF-R7
  6. Rick KOOISTRA (NLD), Triumph Daytona 660
  7. Alexander WEIZEL (DEU), Aprilia RS 660
  8. Ben KUGLER (DEU), Triumph Daytona 660
  9. Cedric HOLME NIELSEN (DEU), Yamaha YZF-R7
  10. Kristoffer KÖNIG (DEU), Aprilia RS 660

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


Dörr Motorsport feiert ersten McLaren-Sieg im ADAC GT Masters

  • Ben Dörr/Guilherme de Oliveira gewinnen Rennen eins beim Salzburgring-Debüt
  • Jonas Karklys/Emil Gjerdrum erzielen Sieg im Pro-AM Cup
  • Fünf verschiedene Marken in den Top-5

Ben Dörr und Guilherme de Oliveira strahlen nach ihrem Sieg
Foto: ADAC-Motorsport

Debütsieg bei der Premiere auf dem Salzburgring. Ben Dörr (20/Butzbach)/Guilherme de Oliveira (20/POR) feierten den Sieg beim Samstagsrennen des ADAC GT Masters – mit einem Eintrag in die Geschichtsbücher. Dörr Motorsport erzielte bei seinem Gaststart den ersten McLaren-Sieg in der Historie des ADAC GT Masters und gleichzeitig den ersten für das DTM Team in der GT3 Nachwuchsliga des ADAC. „Es ist immer schön, in etwas der Erste zu sein. Ich schicke ein riesengroßes Dankeschön an McLaren und unser Team, das Auto war heute wirklich super. Bis auf unsere Strafe hatten wir ein fehlerfreies Rennen, konnten beide durchpushen und haben die Überholmanöver gut und souverän gemeistert“, freute sich DTM Pilot Ben Dörr. Teamkollege de Oliveira ergänzte: „Uns ist von Platz vier ein guter Start direkt auf Rang zwei gelungen. Leider hat uns eine Strafe wieder zurückgeworfen, aber Ben hatte einen guten Mittelstint und unsere Strategie war auf den Punkt. Ein wundervoller Tag!“ Jannes Fittje (26/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 und die Zwillingsbrüder Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) mit dem BMW M4 GT3 Evo komplettierten das Podium.

Bei strahlendem Sonnenschein und 19 Grad ging das Feld in das Premierenrennen des ADAC GT Masters auf dem Salzburgring. Direkt am Start setzte sich de Oliveira im McLaren 720S GT3 Evo hinter den Polesetter Jonathan Cecotto (26/VEN/Haupt Racing Team) und hielt diese Position bis zum ersten Fahrerwechsel. Eine Strafe nach einem Zwischenfall an der Box warf Dörr bis auf den 14. Rang zurück, er arbeitete sich bis zum finalen Stopp aber wieder bis zur sechsten Position nach vorne. De Oliveira setzte schließlich direkt nach dem finalen Stopp das entscheidende Manöver, ging in Führung und gab sie bis zur karierten Flagge nicht mehr ab.

Zuvor hatte eine Safety-Car-Phase nach dem ersten Boxenstoppfenster alle Abstände neutralisiert. Davon profitierten Wiskirchen/Fittje, die von Rang sieben aus ins Rennen gegangen waren. „Dass auf dieser Strecke ein Safety Car kommen würde, war recht sicher und deshalb war es für uns die logische Strategie, den ersten Stopp lang zu wählen“, schilderte Wiskirchen. „Wir hatten einen guten Start und Jannes hat einen super Stint gefahren. Zum Glück konnte ich nach dem Re-Start noch eine Position gewinnen und so haben wir die maximale Ausbeute erzielt.“ Gleiches galt für Juliano Holzem, der nach der finalen Safety-Car-Phase in seinem BMW M4 GT3 noch eine Position gutmachen konnte und so das Podium für sich und seinen Zwillingsbruder Sandro sicherte. „Das Rennen war chaotisch, aber für uns ist am Ende alles gut gegangen“, sagte Juliano Holzem, der von Rang sechs gestartet war. „Ich habe vom ersten Moment an gemerkt, dass die Rennpace super war. Mein Überholmanöver in Kurve elf war knifflig, aber zum Glück ist alles gut gegangen und wir hatten ein perfektes Rennen.“

Rang vier sicherten sich die Lokalmatadoren von Razoon – more than Racing. Simon Birch (18/DNK) hatte den Porsche 911 GT3 R in seinem Stint auf Rang zwei nach vorne gefahren, Teamkollege Leo Pichler (23/AT) musste in den finalen Rennrunden allerdings zunächst den McLaren und schließlich Wiskirchen und Holzem passieren lassen. Der Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 von Finn Zulauf (20/Königsstein)/Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport) kam hingegen nicht mehr vorbei und musste sich mit Rang fünf begnügen. Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA/beide FK Performance Motorsport) fuhren im BMW M4 GT3 Evo auf Rang sechs. Dahinter sortierten sich Salman Owega (20/Köln)/Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 ein. Sie waren durch eine Strafe zurückgefallen, da sie ihre Teamkollegen Dennis Fetzer (24/Gießen)/Jonathan Cecotto (26/VEN) nach einer Berührung umgedreht hatten. Die Polesetter des Rennens kamen letztlich auf Rang acht ins Ziel. Platz neun und den dritten Saisonsieg im Pro-AM Cup sicherten sich die Lamborghini-Piloten Jonas Karklys (36/LIT)/Emil Gjerdrum (18/NOR/beide Liqui Moly Team Engstler by GRT). Die strategiebedingt zwischenzeitlich in Führung liegenden BMW-Piloten Eduardo Coseteng (21/PHL)/Julian Hanses (28/Hilden/beide FK Performance Motorsport) komplettierten die Top-10.


GT-Masters: Erste Pole für Jonathan Cecotto bei Salzburgring-Premiere

Jonathan Cecotto / Haupt Racing Team / Ford Mustang GT3
Foto: ADAC-Motorsport

Jonathan Cecotto (26/VEN/Haupt Racing Team) hat bei der Premiere des ADAC GT Masters auf dem Salzburgring die Pole-Position erzielt. Im ersten Zeittraining des Wochenendes fuhr er in seinem Ford Mustang GT3 eine Zeit von 1:17.052 Minuten. Für den Sohn des früheren Formel-1- und DTM-Piloten sowie Motorrad-Weltmeisters Johnny Cecotto war es die Debüt-Pole in der GT3 Nachwuchsliga des ADAC.

„Ich bin sehr glücklich. Dieses Ergebnis hatte ich mir schon deutlich früher erhofft, aber lieber spät als nie. Wir sind super in den Tag gestartet, sollten jetzt aber nicht zu viel feiern, denn es wird noch ein langer Tag und es kann im Rennen viel passieren“, sagte der strahlende Polesetter, der sich das Auto mit Dennis Fetzer (24/Gießen) teilt. „Seitdem ich hier auf dem Salzburgring die ersten Runden absolviert hatte, wusste ich, dass es ein super Wochenende werden könnte. Wir haben gesehen, dass die Konkurrenz eine starke Rennpace hat und es wird nicht einfach. Aber das Ziel ist klar, wir wollen gewinnen.“

Die vordere Startreihe für das erste Endurance-Rennen des Wochenendes auf dem 4,255 km langen Kurs wird von Cecottos Teamkollegen Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen) komplettiert. Der aktuell Meisterschaftsführende lag lediglich 0,015 Sekunden hinter der Bestzeit zurück. Von Startplatz drei geht Alexander Fach (23/CHE/Fach Auto Tech) ins Rennen. Dem Schweizer fehlten im Porsche 911 GT3 R 0,036 Sekunden zur Spitze. 

Platz vier im Qualifying erzielte Gaststarter Guilherme de Oliveira (20/POR). Der Portugiese teilt sich am Salzburgring den McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport mit DTM Pilot Ben Dörr. Die Top-5 komplettierte der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Paul Motorsport mit Simon Connor Primm (20/Großschirma) am Steuer. Insgesamt präsentierte sich das Feld des ADAC GT Masters stark. Elf Piloten lagen innerhalb von einer Sekunde.

Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 5. September 2025

ADAC GT Masters: Stimmen der Fahrer zur Premiere auf dem Salzburgring

Zum ersten Mal in der Geschichte des ADAC GT Masters gastiert die Rennserie auf dem 4,255 km langen Salzburgring nahe der Mozartstadt. Durch seine langen Geraden, Highspeed-Kurven und die schmalen Auslaufzonen, zählt er zu den außergewöhnlichsten im Kalender. Das sagen die Fahrer zur Premiere.

Foto: ADAC-Motorsport

Simon Birch (18/DNK/Razoon – more than racing): „Es ist ein Kurs der alten Garde und wirklich schön, mal auf einer vergleichsweise anderen Rennstrecke fahren zu können. Niemand war zuvor mit einem GT3-Auto hier und das ist spannend. Die Fahrerlagerkurve ist schon ein bisschen verrückt, aber auch Kurve fünf und zwölf sind wirklich interessant. Wir haben hier kaum Auslaufzonen und daher ist Konzentration das Wichtigste.“

Ben Dörr (20/Butzbach/Dörr Motorsport): „Mein Eindruck vom Salzburgring ist bisher gut und der Spaßfaktor ist auf jeden Fall vorhanden - vor allem, wenn man alleine unterwegs ist. Es gibt ein paar schwierige Kurven mit wenig Auslaufzonen, die im Rennen etwas knifflig werden könnten. Mir gefallen besonders die beiden Kurven, die etwas Banking haben. Überholen wird vermutlich schwierig werden für die Fahrzeuge, die in den Kurven performen und nicht auf Topspeed ausgelegt sind.“

Alexander Fach (23/CHE/Fach Auto Tech): „Das Wochenende hier ist so interessant, weil noch niemand hier gefahren ist und es auch keine Referenzdaten aus anderen GT3-Rennserien gibt. Gleichzeitig ist die Strecke sehr speziell. Sie hat sehr viel Highspeed-Passagen und Bodenwellen in den Kurven. Trotzdem auch langsame Ecken wie die erste Schikane, in der man sehr viel Kerb nimmt. Das macht das Ganze sehr schwierig für uns Fahrer. Die Gegend ist auch wunderschön und als Schweizer fühlt man sich fast ein bisschen wie zuhause. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen, denn das könnten wirklich coole Rennen werden.“

Juliano Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport): „Der Salzburgring macht im Regen sehr viel Spaß und hat viel Grip, weil hier nicht viel Gummi liegt. Insgesamt ist es eine richtig tolle Strecke, wie es im Rennen wird, muss man sehen. Die schnelle rechts nach der langen Geraden erfordert schon etwas Mut, macht aber gleichermaßen Spaß. Diese Kurve ist für mich das Highlight hier. Es gibt ein oder zwei Überholmöglichkeiten, aber da muss der Angreifer wirklich daneben sein.“

Tim Hütter (18/AT/Liqui Moly Team Engstler by GRT): „Eine altehrwürdige Strecke, die mir wirklich gut gefällt. Besonders im Regen hat sie überrascht, weil der Grip erstaunlich gut war. Im Trockenen ist sie aufgrund ihres Layouts etwas Besonderes. Ich freue mich riesig auf meine beiden Heimrennen und hoffe, dass viele Zuschauer kommen, um uns anzufeuern.“

Felix Neuhofer (28/AT/ Neuhofer Racing): „Das Fahren hier macht deutlich mehr Spaß, als es der erste Blick aufs Layout hätte erwarten lassen. Es gibt definitiv ein paar Stellen, an denen ein Überholmanöver möglich sein wird - auch mit dem Banking in den Kurven. Das Highlight ist auch bei mir die Fahrerlagerkurve. Sie ist richtig schnell, aber genau das bringt den Spaß.“

Guilherme Oliveira (20/POR/Dörr Motorsport): „Das Layout des Kurses und die Lage in den Bergen sind einfach unglaublich. Er ist wirklich oldschool, richtig schnell und bietet wenig Raum für Fehler. Besonders die erste Rechtskurve nach der langen Gegengeraden ist eine der besten Kurven, die ich je gefahren bin. Die ganze Strecke gibt dem Fahrer ein so tolles Fahrgefühl, wie es einige neue Kurse heutzutage kaum mehr können.“

Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport): „Von seiner Charakteristik ist der Salzburgring sehr unterschiedlich zu den anderen Strecken im Kalender. Er ist für alle neu und es fühlt sich so an wie in alten Kartzeiten, als man auf eine neue Kartbahn kam und kaum Anhaltspunkte hatte. Ich kam direkt recht gut zurecht mit der Strecke. Sie hat einige schwierige Ecken, zum Beispiel die Anfahrt auf die erste Schikane, die sehr holprig ist. Dazu ein paar Steilkurven und einige schnelle Kurven, vor allem die schnelle Rechts ist schon mit etwas Mut verbunden. Dort ist es recht schwierig, das Limit zu finden. Wenn man als Fahrer alles richtig hinbekommt, macht es auch wirklich Spaß.“  

Max Reis (18/Ramstein/Haupt Racing Team): „Die Überholmöglichkeiten halten sich auf dem Salzburgring in Grenzen. Die erste Schikane nach der Geraden kann man nutzen. Vielleicht gelingt es noch beim Anbremsen in ein paar Kurven, aber generell ist die Strecke sehr eng. Ich erwarte, dass die Rennen eher wie auf einem Stadtkurs ablaufen werden, vor allem, wenn noch verwirbelte Luft dazukommt.“

Carrie Schreiner (26/Völklingen/Land-Motorsport): „Die ersten paar Kilometer waren schon sehr knifflig und es hat ein bisschen gedauert, sich hier wohlzufühlen. Als ich dann wirklich drin war, hat die Strecke sehr viel Spaß gemacht. Sie hat ein bisschen Nordschleifen-Charakter. Im Rennen ist es wichtig, dass alle Fahrer untereinander Respekt zeigen und nicht übertreiben.“

Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/SR Motorsport by Schnitzelalm): „Wenn man sich die Streckenskizze vorher ansieht, wirkt es so, als würde es nur geradeaus gehen. Die paar wenigen Kurven haben es aber schon in sich. Die Fahrerlagerkurve ist schnell und herausfordernd. Ich denke, dass Überholen beim Anbremsen auf die Schikane möglich sein könnte, aber es müssen auch beide Konkurrenten mitspielen. Die Taktik mit den beiden Boxenstopps wird auf jeden Fall im Fokus stehen.“

Tim Zimmermann (28/Langenargen/FK Performance Motorsport): „Ich bin positiv beeindruckt, wie schnell man mit einem GT3-Auto in eine Kurve fahren kann. Es gibt keine andere Strecke im Kalender, auf der man mit 245 km/h durch die Kurve fährt. Der Salzburgring ist richtig oldschool und lässt keinen Platz für Fehler, denn es wartet sofort das Kiesbett. Ich habe auf jeden Fall zehn Pulsschläge mehr als sonst. Das Rennen wird durch die lange Gegengerade und die Windschattenduelle spannend werden.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT Masters: Tagesbestzeit für Juliano Holzem bei Salzburgring-Premiere

Juliano Holzem, BMW M4 GT3 EVO #56
Foto: ADAC-Motorsport

Juliano Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) hat sich am Freitag die Tagesbestzeit des ADAC GT Masters auf dem Salzburgring gesichert. In seinem BMW M4 GT3 Evo fuhr er in der ersten Session auf regennasser Strecke eine Zeit von 1:25.094 Minuten, die im zweiten Freien Training am Nachmittag nicht mehr unterboten wurde. „Das Auto lag gut und es hat wirklich Spaß gemacht. Die Strecke hat sehr viel Grip im Nassen, weil hier weniger Gummi liegt als auf anderen Strecken“, erklärte Juliano Holzem. „Es wird spannend im Rennen, aber generell macht das Fahren hier sehr viel Spaß. Wir haben unser Setup, das wir uns bei den Testfahrten erarbeitet haben, weitestgehend belassen und nicht groß auf den heutigen Regen umgestellt.“

Der Salzburgring präsentierte sich bei der Premiere im Kalender des ADAC GT Masters mit 14 Grad und anhaltendem Regen, der über die beiden Trainings-Sessions in seiner Intensität schwankte. Da für das Wochenende sonniges Wetter und Temperaturen um 25 Grad angekündigt sind, beschränkten sich viele Teams auf wenige Runden und Boxenstopp-Training. Hinter Holzem setzte Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport) im ersten Freien Training die zweitschnellste Rundenzeit. Er lag in seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 0,039 Sekunden hinter der Spitze. Im Tagesranking taucht Primm sogar zweifach auf. Er fuhr in der Nachmittagssession mit 1:25.775 Minuten die Bestzeit – die viertschnellste Zeit in der Gesamtabrechnung.

Dazwischen schob sich Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/Haupt Racing Team). Mit 0,484 Sekunden Rückstand wurde der aktuelle Meisterschaftsführende im Ford Mustang GT3 Tagesdritter. Die Top-5 komplettierte Emil Gjerdrum (18/NOR/ Liqui Moly Team Engstler by GRT) in einem weiteren Lamborghini.

Quelle: adac-motorsport.de