Montag, 25. August 2025

DTM: Beeindruckende Aufholjagden halten René Rast und Marco Wittmann im Titelrennen

Marco Wittmann; BMW M4 GT3 EVO #11
Foto: Jens Hawrda

Das Samstagsrennen war geprägt von einem starken Regenschauer, der in der Startaufstellung über dem Sachsenring niederging und die erste Rennhälfte zu einer Wasserschlacht machte. Wittmann fuhr im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO ein fehlerfreies Rennen und verbesserte sich auf abtrocknender Strecke vom zwölften Startplatz auf Rang sieben. Rast musste sich mit dem 14. Platz begnügen. Bei besserem Wetter am Sonntag war die Ausgangslage zunächst düster, denn Rast und Wittmann kamen im Qualifying nicht über die Positionen 18 und 19 hinaus. Doch im Rennen gelang beiden Herausragendes. Wittmann machte 14 Plätze gut und wurde Fünfter, Rast kam um zwölf Plätze nach vorn und wurde Sechster.

Auch dank der Fehler der Konkurrenz, die durch Unfälle und Strafen viele Punkte liegenließ, haben beide Fahrer vier Rennen vor Saisonende noch realistische Titelchancen. Rast ist mit 21 Punkten Rückstand auf die Spitze Siebter, Wittmann mit 29 Zählern Rückstand Neunter. In der Teamwertung rangiert Schubert Motorsport mit 245 Punkten auf Rang drei. Weiter geht es am 13./14. September auf dem Red Bull Ring (AUT), wo Schubert Motorsport zwei der letzten vier Rennen gewonnen hat.

Stimmen zum Rennwochenende

Torsten Schubert: „Wenn mir vor dem Rennwochenende jemand gesagt hätte, dass unsere Fahrer am Sachsenring keine Punkte in der Meisterschaft auf die Spitze einbüßen, hätte ich das sofort unterschrieben. Von daher können wir mit den Ergebnissen unter den gegebenen Umständen sehr zufrieden sein. Im Sonntagsrennen haben wir auf unterschiedliche Strategien gesetzt. Daher hatte Marco am Ende noch frischere Reifen als René und konnte an ihm vorbeigehen. In der Teamwertung ist das Manthey-Team leider etwas enteilt, aber ich hoffe, dass wir auf einer für uns traditionell starken Strecke wie dem Red Bull Ring die Chance bekommen, Boden gutzumachen.“

Marco Wittmann (R1: 7. Platz, R2: 5. Platz): „Zwei tolle Rennen mit maximaler Schadensbegrenzung. Vor allem am Sonntag war nicht absehbar, dass wir von Startplatz 19 noch bis auf Position fünf nach vorn fahren können. Wir haben eine etwas andere Strategie als viele andere gewählt und sind auf einem gebrauchten Reifensatz gestartet. Daher hatten wir am Ende noch bessere Reifen zur Verfügung als die Konkurrenz. Das Rennen war wild mit vielen Zweikämpfen und Kontakten, aber wir sind super durchgekommen. Leider gelingt es uns im Moment nicht, uns weiter vorne im Feld zu qualifizieren, das macht es in den Rennen natürlich schwer. Aber wir machen als Team und Fahrer keine Fehler, das ist im Vergleich zu unseren Konkurrenten unser Vorteil.“

René Rast (R1: 14. Platz, R2: 6. Platz): „Unsere Punkteausbeute hier am Sachsenring war mit Blick auf die Meisterschaft gut. Vor allem Platz sechs am Sonntag von so weit hinten in der Startaufstellung ist wie ein Sieg. Noch ist im Titelrennen nichts verloren, aber trotzdem war es alles in allem ein schwieriges Rennwochenende für uns. Wir hatten nicht die Pace, um an einen Sieg zu denken, aber das sollte das Ziel sein. Der Kampf um den Titel ist heiß, und es werden Fehler gemacht. Daher heißt es für uns, cool zu bleiben und unseren Job zu machen.“

Quelle: schubert-motorsport.com

DTM: ABT Sportsline auch auf dem Sachsenring glücklos

ABT Sportsline fehlt in der DTM weiter das nötige Quäntchen Glück: Auf dem Sachsenring machte dem Team am Samstag ein defekter Schlagschrauber einen Strich durch die Rechnung. Am Sonntag musste die Mannschaft aus Kempten zum zweiten Mal in diesem Jahr einen Doppelausfall verkraften.

Nicki Thiim, Lamborghini #2
Foto: Jens Hawrda

Dabei hatte das Sachsenring-Wochenende für ABT Sportsline positiv begonnen. Mirko Bortolotti fuhr am Freitag in beiden freien Trainings die fünftschnellste Zeit, sein Teamkollege Nicki Thiim kam ebenfalls zweimal in die Top Ten. Auch die Rennsimulationen verliefen vielversprechend.

Umso größer war die Enttäuschung nach dem ersten Qualifying, in dem es nicht gelang, das optimale Arbeitsfenster für die Reifen zu treffen. Starker Regen sorgte kurz vor dem Start des Samstagsrennens dann für ganz andere Bedingungen, mit denen Mirko Bortolotti und Nicki Thiim gut zurechtkamen. Beide ABT Piloten hatten Top-Ten-Platzierungen im Visier. Ein technischer Defekt an einem Schlagschrauber sorgte jedoch für großen Zeitverlust bei den Boxenstopps und zementierte die Plätze 15 und 16.

Am Sonntag gelang Mirko Bortolotti mit Startplatz sechs seine bisher beste Qualifying-Performance der Saison. Doch wieder erlebte das Team eine große Enttäuschung: Nicki Thiim fing sich bei einer Berührung kurz nach seinem Boxenstopp einen Reifenschaden ein, der unmittelbar zum Ausfall führte. Nur zwei Runden später rutschte sein Teamkollege an der schnellsten Stelle des Sachsenrings bei rund 255 km/h in Folge einer gebrochenen vorderen linken Bremsscheibe von der Strecke. Der Italiener hatte Glück im Unglück und überstand den Highspeed-Abflug ins Kiesbett unverletzt. Auch sein Auto wurde nur leicht beschädigt.

„Leider war es für uns wieder ein Wochenende zum Abhaken“, so die Bilanz von ABT Motorsportdirektor Martin Tomczyk. „Wir hatten einfach wieder unheimlich viel Pech. Erfreulich ist, dass wir von Samstag auf Sonntag einen guten Schritt gemacht haben und vor allem Mirko eine starke Qualifying-Performance zeigen konnte. Das werden wir nun zuhause analysieren und die Erkenntnisse mit zum Red Bull Ring nehmen.“

„Am Freitag konnten wir die positiven Ergebnisse vom Test zwar bestätigen“, sagte Mirko Bortolotti. „Leider haben wir im Qualifying am Samstag die Reifen aber nicht ins richtige Arbeitsfenster bekommen. Am Sonntag hat das besser funktioniert. Im Rennen ist dann vorne links die Bremsscheibe explodiert, was zum frühzeitigen Aus geführt hat. Somit konnten wir eine vielversprechende Anfangsphase nicht in ein positives Ergebnis ummünzen.“

„Ich weiß wirklich nicht, womit wir das verdient haben“, sagte Nicki Thiim. „Ich war in beiden Rennen gut unterwegs und lag jeweils in einer aussichtsreichen Position. Am Samstag dann das Pech mit dem defekten Schlagschrauber, am Sonntag typisches hartes Racing, bei dem ich am rechten Hinterrad getroffen wurde und der Reifen aufgeschlitzt wurde. Es ist einfach unglaublich, wieviel Pech wir dieses Jahr haben. Aber ich bleibe positiv und freue mich schon auf unser Heimrennen am Red Bull Ring.“

Quelle: abt-sportsline.de

Feller ist der Comeback-King am Sachsenring

Ricardo Feller, Audi R8 #29
Foto: Jens Hawrda

Höhen und Tiefen für Land-Motorsport beim sechsten DTM-Rennwochenende auf dem Sachsenring: Nachdem im Qualifying das nötige Glück fehlte, glänzte Ricardo Feller mit großem Kampfgeist und einer beeindruckenden Aufholjagd, die ihm Platz sechs einbrachte.

„Wir haben uns das Wochenende anders vorgestellt“, gibt Teamchef Christian Land zu. „Unser großes Manko waren ganz klar die die Startpositionen. Wenn man mit den Plätzen 17 und 19 auf unsere Qualifying-Ergebnisse schaut, dann sieht man, dass wir aber das Maximum rausgeholt haben.“

Besonders viel holte die Mannschaft aus dem ersten der beiden Rennen heraus. In der regnerischen Anfangsphase kämpfte sich Ricardo Feller um mehrere Positionen nach vorn und brachte sich damit in eine gute Ausgangslage für den Kampf um die vorderen Punkteränge. Als es in den turbulenten Schlussrunden hart auf hart kam, behielt der 25-Jährige in zahlreichen Rad-an-Rad-Duellen einen kühlen Kopf. Das Endergebnis: 13 gutgemachte Plätze, zehn Meisterschaftspunkte für Platz sechs und die meisten Überholmanöver des gesamten Fahrerfeldes.

„Ich bin stolz auf die gesamte Truppe. Die Jungs haben dieses Wochenende mega Boxenstopps gemacht“, erklärt Feller. „Wir hatten im Rennen am Samstag eine starke Strategie und das Auto hat sich richtig gut angefühlt. Mit Platz sechs bin ich wirklich mehr als happy.“

Am Rennsonntag blieb Feller eine Top-Platzierung jedoch verwehrt. Der Audi-Pilot hatte bereits einige Plätze gutgemacht, fiel dann jedoch durch einen unverschuldeten Dreher bis auf Rang 17 zurück.

„Jetzt gilt es zu analysieren, warum es für uns dieses Wochenende im Qualifying so schwierig war und warum uns im Trockenen so viel Pace gefehlt hat. Ich hoffe einfach, dass wir vieles aus dem Wochenende lernen können und umso stärker am Red Bull Ring zurückkommen können“, ergänzt der Schweizer.

Vom 12. bis 14. September geht es mit dem Gastspiel in Spielberg in die vorletzte Runde der Saison.

Quelle: land-motorsport.de


Vorschau GT-Masters Salsburgring

Nach der Sommerpause des ADAC GT Masters steht vom 5. bis 7. September das zweite Auslandsgastspiel auf dem Programm – mit einer ganz besonderen Premiere: In der 19. Saison der GT3 Nachwuchsliga des ADAC wartet mit dem Salzburgring eine neue Rennstrecke auf Teilnehmer und Fans. 

Foto: Jens Hawrda

Mit der 1969 eröffneten Rennstrecke, die auch schon die Motorrad-Weltmeisterschaft beheimatete, beschreitet das ADAC GT Masters wieder neue Pfade. Die Strecke selbst liegt beschaulich umgeben von Wäldern nur knapp zehn Kilometer vor den Toren der Mozartstadt. Sie wartet mit einer Länge von 4,255 km, sechs Links- und sechs Rechtskurven sowie einer Steigung von 3,8 Prozent auf. Einige Fahrer und Teams waren im Vorfeld bereits zu Testfahrten vor Ort und zeigten sich begeistert.

Highlight ‚Fahrerlager-Kurve‘

„Das Highlight ist die lange Rechtskurve nach der Gegengeraden“, erklärte Jannes Fittje, der in der sogenannten ‚Fahrerlager-Kurve‘ mit seinem Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm Geschwindigkeiten von über 240 km/h erzielen konnte. „Das ist eine der schnellsten Kurven, die ich jemals gefahren bin. Wirklich anspruchsvoll und spannend für das Rennen.“

Auch Finn Wiebelhaus, der aktuell gemeinsam mit seinem Haupt Racing Team-Kollegen Salman Owega die Fahrermeisterschaft anführt, war voll des Lobes für diese Passage, schwärmte aber auch generell vom neuen Kurs im ADAC GT Masters. „Es gibt langsame, mittelschnelle und schnelle Kurven. Es ist alles dabei, was bedeutet, dass das Auto in allen Bereichen gut ausbalanciert sein muss“, so der 19-Jährige. „Wenn alles passt und das Auto gut liegt, macht die Strecke richtig Spaß – vor allem die Highspeed-Kurve acht.“

Lokalmatador Tim Hütter, der im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Liqui Moly Team Engstler by GRT antritt, sprach von einer etwas anderen Rennatmosphäre durch die Umgebung von Bäumen und Natur. „Die Strecke ist schon sehr eigen, aber trotzdem echt cool“, erklärte der Nachwuchspilot aus Gallneukirchen bei Linz. Für den 18-Jährigen ist der spannendste Teil des Kurses die Schikane nach der Start-Ziel-Geraden – die langsamste und engste Stelle und die erste Herausforderung für die Piloten direkt nach dem Start. „Ein weiteres Highlight ist die lange Gerade, die man wirklich mit Vollgas durchfahren kann.“

Nordschleifen-Feeling auf dem Salzburgring

Ford-Pilot Dennis Fetzer begeisterte die perfekte Mischung aus schnellen Ecken und langsamen, technischen Kurven. Besonders das „Banking“ in der überhöhten Kurve vier gefiel dem 24-Jährigen. „Ich mag generell alte Strecken, wie auch die Nordschleife, die einen traditionellen Hintergrund haben“, so Fetzer. Ein ähnliches Gefühl hatte auch Fittje, der von ‚Nordschleifen-Feeling‘ sprach. „Es gibt keine Auslaufzonen, sondern direkt Gras und dann die Leitplanke.“ 

Die wenigen Auslaufzonen, die enge Schikane nach der langen Geraden oder die Highspeed-Kurve acht versprechen spannende Rennen auf dem Salzburgring. Überholmanöver sind ebenfalls möglich, auch wenn es gewisse Voraussetzungen benötigt. „Wenn es gelingt, in den ersten Kurven dranzubleiben, gibt es die Möglichkeit, die Gerade hoch aus dem Windschatten heraus zu überholen. Aber einfach wird das natürlich nicht“, schilderte Fittje.

Viel Grip bei nassen Bedingungen

Besonders begeistert zeigten sich die Fahrer von den guten Verhältnissen im Nassen. Am zweiten Testtag hatte es vormittags stark geregnet und auch nachmittags waren die Bedingungen eher wechselhaft. „Die Strecke hat im Nassen recht viel Grip und es hat Spaß gemacht, wenngleich sie ein paar Tücken hat“, erklärte Ford-Pilot Wiebelhaus. Vor allem in den Highspeed-Bereichen müsse die Balance des Autos nochmals besser passen, um nicht wegzurutschen. 

Mercedes-Pilot Fittje war ebenfalls positiv überrascht, wie gut sich die Bedingungen auf dem Salzburgring präsentierten. „Ich hatte etwas Bedenken, aber auch bei Regen ist recht viel Grip vorhanden“, so der Pilot von SR Motorsport by Schnitzelalm. „Man fühlt sich recht sicher in den nassen Bedingungen.“ Lediglich in der Bergauf-Passage gab es noch vereinzelt etwas Aquaplaning, was vom Veranstalter bis zum Rennwochenende noch angepasst werden soll. 

DTM – Stars and Stories vom Sachsenring

  • Basketballer Kevin Yebo erlebt DTM-Premiere bei Schubert Motorsport
  • ADAC Präsident Christian Reinicke überreicht Siegerpokal am Sonntag
  • Rekord-Schiedsrichter Dr. Felix Brych erlebt DTM live vor Ort
  • Roter Teppich statt Cockpit – Luca Engstler trifft „Bully“ Herbig

Michael Strohmenger (CineStar-Geschäftsführer), Rick Kavanian, Luca Engstler, Oliver Fock (CineStar-Geschäftsführer), Tutty Tran, Michael „Bully“ Herbig, Rainer Weber (Theaterleiter CineStar Leipzig), (l-r, Foto: Anika Dollmeyer)

Die DTM feierte am 20. August gemeinsam mit Partner CineStar und 500 Gästen die Eröffnung des IMAX CineStar Leipzig als erstes IMAX-Kino in Ostdeutschland. Während der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Luca Engstler vor dem Kino stand, schritt der Kemptener vom TGI Team Lamborghini by GRT zusammen mit Größen wie Michael „Bully“ Herbig, Rick Kavanian und Tutty Tran über den roten Teppich und schaute sich bei der VIP-Vorstellung den Film „Das Kanu des Manitu“ an. Luca Engstler: „Das war ein cooles Event und etwas ganz anderes als das tägliche Leben im Auto und auf der Rennstrecke. Es war fantastisch, ‚Bully‘ Herbig kennenzulernen. Er hat mir erzählt, dass er gern Auto fährt. Allerdings nicht schnell, sondern eher cruist und die Gegend genießt. Ich habe ihm entgegnet, dass er das hervorragend in einem Lamborghini machen kann.“

ADAC Präsident Christian Reinicke übergibt Siegerpokal

Zu den Gästen des sechsten DTM-Wochenendes am Sachsenring zählte auch ADAC Präsident Christian Reinicke. Der Rechtsanwalt und Notar aus Hannover verfolgte gespannt das Sonntagsrennen und übergab am Sonntag den Siegerpokal an den Gewinner des zwölften DTM-Meisterschaftslaufs.

Kevin Yebo von Niners Chemnitz bei Schubert Motorsport

Kevin Yebo, Sachsens bester Korbjäger und Scoring-Maschine des Basketball-Bundesligisten Niners Chemnitz, staunte bei seinem Besuch am Samstag auf dem Sachsenring über die hohe Professionalität der Rennserie. Schubert Motorsport führte den 2,07 Meter großen Center mit seiner Familie durch die Box und ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen. „Ich hatte mir vorher keine Vorstellung davon gemacht, wie datenbasiert und wissenschaftlich hier gearbeitet wird. Die ausgefeilte Aerodynamik, die genaue Kenntnis der Reifen, das exakte Ausbalancieren des Fahrzeugs – das alles sind Details, die am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden. Ich fand Autos schon als kleiner Junge cool, obwohl ich selbst gar keinen Führerschein besitze“, erzählte der 29-Jährige.

Ex-Referee Felix Brych genießt DTM-Atmosphäre vor Pokalauslosung

Rekord-Schiedsrichter Dr. Felix Brych hat in diesem Sommer nach fast 500 Spielen in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga seine Karriere beendet. Dadurch bleibt dem 50-Jährigen mehr Zeit, sich wieder der DTM zu widmen. In den 90iger Jahren hatte sich Brych jedes Rennen angeschaut, danach war der Fußballplatz statt einer Rennstrecke angesagt. „Ich bin riesiger DTM-Fan. Vor allem die Taxifahrt über den Sachsenring hat mir riesigen Spaß gemacht, das war ein besonderes Erlebnis“, sagte Brych, der zu den erfolgreichsten Unparteiischen der Fußballgeschichte zählt. Am Sachsenring schickte er die DTM-Fahrer mit dem Schild „Drivers start your engines“ ins Sonntagsrennen und überreichte im Anschluss den Pokal an den Zweitplatzierten. Am kommenden Wochenende wartet auf Brych eine neue Aufgabe: Am 31. August lost er im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die zweite Runde des DFB-Pokals aus. „Das habe ich vorher noch nie gemacht und wird hoffentlich ähnlich aufregend wie die Taxifahrt“, sagte Brych mit einem Schmunzeln.

Turnerin Pauline Schäfer-Betz fliegt über den Sachsenring

Ihre DTM-Premiere gab Pauline Schäfer-Betz bereits vor zwei Wochen zusammen mit Schwester Helene am Nürburgring. Der Turn-Weltmeisterin gefiel das Rennspektakel so gut, dass sie am Sachsenring erneut vor Ort war. Am Sonntag ging es im DTM-Innovationstaxi von Schaeffler, einem 640 PS starken Audi R8 LMS GT2, um den 3,645 Kilometer langen Kurs. Pauline Schäfer-Benz: „Ich bin vorher noch nie in einem Rennauto mitgefahren, eine megacoole Erfahrung. Die Fliehkräfte sind ähnlich wie beim Turnen, in meiner Sportart geht es aber noch kopfüber“, sagte Schäfer-Betz. Zum Abschluss des Wochenendes überreichte die 28-Jährige aus Chemnitz dem Dritten des DTM-Sonntagslauf die Trophäe.

Motorsport-Experte Karsten Speck sagt Ergebnis voraus

Karsten Speck besuchte am Wochenende auf Einladung von Schaeffler den Sachsenring. Seine letzte Stippvisite bei der DTM liegt lange zurück: „Das war vor 30 Jahren am Hockenheimring“, erinnert sich der Schauspieler, Sänger und Entertainer. Als gebürtiger Sachse hat er eine „enge Beziehung zur Strecke“ und saß schon mehrfach als Gast bei der MotoGP auf der Tribüne. Zudem erwies sich Speck als Rennsport-Experte. Sein Tipp kurz vor dem Samstagsrennen: „Der Regen spielt Marco Wittmann in die Karten. Ich gehe davon aus, dass er sich von Startplatz zwölf verbessert und als Siebter durchs Ziel fährt.“ Und damit lag Fachmann Speck absolut richtig.

Ex-Eishockey-Nationalspieler Flaake hat Spaß im Renntaxi

Jerome Flaake ist ein echter DTM-Fan und war schon häufiger zu Gast an der Strecke. Am Samstag saß der ehemalige deutsche Eishockey-Nationalspieler sowie zweimalige Deutsche Meister zum ersten Mal in einem Renntaxi und war begeistert. „Diese Fahrt war unglaublich. Es hat sich manchmal so wie im Eishockey angefühlt, wenn man mit vollem Tempo auf die Bande zufährt und nicht mehr stoppen kann. Dem Fahrer gelang das auf der Strecke aber perfekt – und das bei wesentlich höherer Geschwindigkeit“, sagte Flaake. Auch neben der Strecke fühlte er sich wohl: „Die Boxengasse ist cool, das Event ist super organisiert. Es hat mir auf dem Sachsenring einen Riesenspaß gemacht.“