Montag, 25. August 2025

Piana/Besler halten mit Triumph auf Sachsenring Titelkampf spannend

  • BMW-Duo von FK Performance Motorsport mit zweiten Saisonsieg
  • Linus Hahne und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl mit Sieg in Junior-Wertung
  • Cedric Fuchs gewinnt im Mercedes-AMG die Rookie-Wertung

Gabriele Piana und Berkay Besler fahren auf dem Sachsenring zum zweiten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport

Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) unterstrichen mit dem Sieg im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring ihre Titelambitionen in der ADAC GT4 Germany – und das mit Nachdruck. Piana startete das Rennen von Platz neun und konnte den BMW M4 GT4 in Führung liegend an Besler übergeben, der zum zweiten Saisonsieg fuhr. Rang zwei in einem abermals spektakulären Rennen ging an die Markenkollegen Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport). Das Podium komplettierten Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4.

Das Rennen hatte zunächst Hugo Sasse (21/Aschersleben) im Aston Martin Vantage GT4 von Prosport Racing von der Pole-Position aus begonnen. Doch Pilot der ersten Runden war zweifelsohne Rackl, der von Startplatz drei schnell bis an die Spitze stürmte. Auch Markenkollege Piana präsentierte sich stark und gewann in der ersten Rennhälfte zunächst sieben Plätze, bis er sich in Rackls Rückspiegel breit machte. Sehenswert kämpften die beiden BMW im Anschluss rundenlang um die Führung. Piana hatte Rackl gerade überholt, als der Youngster zum Fahrerwechsel in die Box abbog.

Pianas Teamkollege Besler konnte im zweiten Rennabschnitt die Führung immer weiter ausbauen und siegte letztendlich mit über zehn Sekunden Vorsprung. Linus Hahne, der von Rackl übernommen hatte, musste zunächst Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) im Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm passieren lassen, konnte den zweiten Platz aber schnell wieder zurückholen. Somit gewannen Hahne/Rackl erstmals in ihrer Karriere auch die Junior-Wertung. Wenig später passierte auch Porsche-Pilot Robinson den Mercedes-AMG von Förderer und machte das zweite Saison-Podium für sich und Teamkollege Kristensen perfekt.

Rang vier ging an Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern, beide ME Motorsport) im BMW vor den Zweiten des Vortags Hendrik Still (38/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche und deren Markenkollegen Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport). Förderer und Partner Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel) beendeten das Rennen auf Platz sieben. Direkt dahinter folgten die Teamkollegen Cedric Fuchs (19/Holzappel) und Joel Mesch (21/Erkelenz, beide SR Motorsport by Schnitzelalm), was für Fuchs den nächsten Sieg in der Rookie-Wertung bedeutete. Luis Moser (17/AUT) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing) im BMW sowie Alon Gabbay (21/ISR) und Thomas Gore (20/JAM, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche komplettierten die Top Zehn.

Die ADAC GT4 Germany reist nun zum Red Bull Ring. Mit dem Sieg konnten Piana/Besler den Rückstand auf die Tabellenführer Förderer/Härtling auf nur noch zehn Punkte verkürzen. Somit steht der ADAC GT4 Germany beim Auftritt in Österreich das nächste extrem spannende Rennwochenende bevor.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport

„Ich bin fast sprachlos und freue mich riesig über den Sieg. Das Wochenende begann schwierig mit einem Unfall im ersten freien Training. Von da an hat das Team wirklich alles gegeben, um das Auto wieder hinzubekommen - und vor allem schnell zu machen. Das ist gelungen. Danke an FK Performance Motorsport. Mein Stint hat sehr viel Spaß gemacht und erinnerte mich an 2023, als ich hier schon einmal so viel überholt hatte. Wir sind voll im Titelkampf – der Red Bull Ring kann kommen.“

Berkay Besler – Sieger für FK Performance Motorsport

„Das Team hat grandios gearbeitet, um uns ein perfektes Auto hinzustellen. Denn das Rennwochenende begann für uns wie im Albtraum. Alle haben an einem Strang gezogen und bis in die Nacht gearbeitet. Somit gehört dieser Sieg dem gesamten Team. Wir haben den Rückstand im Titelrennen entscheidend verkürzt. Das hätten wir am Freitag sicher nicht gedacht.“

Linus Hahne – Platz zwei für ME Motorsport

„Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Thomas hat zunächst einen super Job gemacht und das Auto lange in Führung gehalten. Platz zwei am Ende und der Sieg in der Junior-Wertung ist ein perfekter Abschluss für das Wochenende.“

Thomas Rackl – Platz zwei für ME Motorsport

„Tatsächlich wäre es gelogen, wenn ich sage, dass ich komplett zufrieden bin. Der Sieger hatte heute eine etwas andere Reifenstrategie als wir. Aber es war dennoch eine super Leistung von gesamten Team. Rund die Hälfte des Rennens in Führung zu liegen, war ein klasse Gefühl. Darauf bin ich sehr stolz. Ich hoffe, dass wir die nächsten Rennen genauso weiter machen können.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Es war ein großartiges Wochenende und ich bin glücklich über das Podium. Bereits gestern waren wir nah am Podium dran, hatten dann aber etwas Pech. Zudem war es schön, wieder auf dem Sachsenring zu fahren. Hier hatte ich 2023 mein Debüt im GT4-Sport gegeben. Der Kurs macht richtig Spaß.“

Oskar Lind Kristensen – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Es ist super, erneut auf dem Podium in der ADAC GT4 Germany zu stehen. Das Team hat mega gearbeitet und uns ein wirklich gutes Auto hingestellt.“

Doppelschlag am Sachsenring: Güven mischt DTM-Titelkampf auf

  • Porsche-Pilot gewinnt beim sechsten DTM-Stopp beide Meisterschaftsläufe
  • Lucas Auer erkämpft sich in hitzigem Sonntagsrennen Tabellenführung zurück
  • 51.000 Besucher sehen drei Tage lang spektakulären Motorsport am Sachsenring

Pure Freude bei Ayhancan Güven nach seinem vierten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport

Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA) ist der König des Sachsenrings. Nach seinem Sieg am Samstag gewann der Porsche-Pilot auch den DTM-Meisterschaftslauf am Sonntag und hat damit bereits vier Saisonerfolge eingefahren. Der 27-jährige Türke blieb in einem hitzigen Rennen cool und profitierte von einer Kollision des Führungsduos Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) und Thomas Preining (A/Manthey EMA). „Wow, was für ein überragendes Wochenende! Ich wollte unbedingt gewinnen. Trotzdem habe ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich mit dem Zusatzgewicht durch den Sieg am Samstag wieder ganz vorne mitfahren werde. Natürlich hat mir die Kollision von Jack Aitken und Thomas Preining in die Karten gespielt, gleichzeitig habe ich eine Topleistung gezeigt“, freute sich Güven. Groß war die Begeisterung zunächst bei Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport), der als erster McLaren-Fahrer auf dem DTM-Podium stand. Allerdings wurde der 20-Jährige im Nachhinein disqualifiziert, da sein Team vor Rennbeginn in der Startaufstellung die Reifen gewechselt hatte. Damit rückte Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) auf Rang zwei vor, Ben Green (GB/Emil Frey Racing) belegte im Ferrari 296 GT3 den dritten Platz.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 12 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Wetter: 18 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:17,125 Minuten
  • Sieger: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #90)
  • Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 1:19,161 Minuten

Der zwölfte Meisterschaftslauf der DTM auf dem Sachsenring verlief am Sonntagmittag zunächst ohne Zwischenfälle. Pole-Setter und Tabellenführer Aitken lag an der Spitze des Feldes, gefolgt von Güven, der nach dem Start seinen Teamkollegen Preining überholen konnte. Green belegte Rang vier, der Gesamtzweite Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) komplettierte die Top Fünf.

Nach dem ersten Pflicht-Boxenstopp blieb Aitken vorn, Preining schob sich an Güven vorbei auf Platz zwei vor. Dahinter lieferten sich Green und Pepper ein hartes Rad-an-Rad-Duell, nach dem der Südafrikaner seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit einem technischen Defekt abstellen musste. In Runde 20 wurde es furios: Preining attackierte den führenden Aitken in Kurve eins und drehte den Briten, der im Kies landete. Für diese Aktion wurde der Österreicher mit drei Penalty-Laps bestraft und fiel weit zurück. Aitken setzte das Rennen nach einer kurzen Safety-Car-Phase am Ende des Feldes fort. Damit war der Weg frei für Güven, der nach einem perfekten zweiten Reifenwechsel seine Führung souverän behauptete und nach 41 Runden als Erster die Zielflagge sah.

Hinter Gounon und Green belegte Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) Platz vier. Dabei zeigte der BMW-Pilot erneut eine starke Aufholjagd und machte dank cleverer Taktik und gekonnten Überholmanövern 14 Positionen gut. Ähnlich erfolgreich war sein Teamkollege René Rast, der auf Rang 17 gestartet war und als Fünfter gewertet wurde. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) wahrte mit Platz sechs seine Chancen im Meisterschaftskampf. Morris Schuring (NL/Manthey Junior Team) wurde im Porsche 911 GT3 R Siebter. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) reichte der achte Platz, um sich in der Gesamtwertung Platz eins vor Aitken und Güven zurückzuholen. Gilles Magnus (B/Comtoyou Racing) belegte im Aston Martin Vantage GT3 Rang neun, Preining komplettierte trotz der Strafe die Top Ten.

Stimmen zum Rennen

Jules Gounon: „Platz fünf am Samstag und Rang zwei am Sonntag sind ein super Ergebnis. Vor dem Sachsenring-Wochenende war ich mit über 40 Punkten Rückstand fast raus aus dem Titelrennen, den Rückstand konnten wir ordentlich verringern. Ich bin zwar eher in der Außenseiterrolle, aber die verrückten Rennen am Sachsenring haben gezeigt, wie schnell sich in der DTM alles ändern kann.“

Jack Aitken: „Das Wochenende im Kiesbett zu beenden, fühlt sich enttäuschend an. Mein Eindruck aus dem Cockpit war, dass Thomas Preining im Duell mit mir zu spät auf die Innenbahn gewechselt ist. Das Rennen war eine super Chance, einen großen Schritt im Titelkampf zu machen. Wir haben weiterhin eine gute Ausgangslage, die wollen wir in den verbleibenden Meisterschaftsläufen für uns nutzen.“

Ergebnis, 12. Meisterschaftslauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA)

2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +2,298 Sekunden

3. Ben Green (GB/Emil Frey Racing), +7,076 Sekunden

4. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +13,013 Sekunden

5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +16,452 Sekunden

Sonntag, 24. August 2025

ADAC GT4 Germany: Porsche-Vierfachsieg im Samstagsrennen auf dem Sachsenring

Denny Berndt und Max Rosam mit erstem Saisonsieg. Markenkollegen Still/Gogollok nach Nürburgring-Triumph erneut auf Podium. Youngster Storm Gjerdrum bester Rookie.

Denny Berndt und Max Rosam mit erstem Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda

Packende Rad-an-Rad-Duelle, actionreiche Zweikämpfe und Spannung bis zur letzten Sekunde. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring bot richtig gute Unterhaltung – und sah den zweiten Porsche-Triumph der Saison 2025. Denny Berndt (20/Berlin) und Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) gewannen im 718 Cayman GT4 vor ihren Markenkollegen Hendrik Still (38/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport). Deren Teamkollegen Alon Gabbay (21/ISR) und Thomas Gore (20/JAM) komplettierten die Top Drei.

Das Rennen hatte zunächst Jan Philipp Springob (24/Olpe) im Vantage AMR GT4 der Lokalmatadoren COSY Racing by ESM von der Pole-Postion aus begonnen. Nach dem gewonnenen Start drehte der Aston Martin-Pilot kontinuierlich schnelle Runden und setzte sich souverän an der Spitze des Feldes ab. Bis hin zum obligatorischen Boxenstopp hatte Springob einen Vorsprung von über fünf Sekunden aufgebaut. Hinter dem britischen Fahrzeug ging es jedoch mächtig zur Sache. Die Porsche von Still und Berndt kämpften sehenswert um die zweite Position. Zunächst behielt Routinier Still die Überhand. Auch nach den Fahrerwechseln ging das Duell zunächst weiter – dann aber mit den jeweiligen Teamkollegen Rosam und Gogollok, die sich ebenfalls keinen Zentimeter Asphalt schenkten. Rosam fand dann aber schnell einen Weg vorbei an Gogollok.

An der Spitze drehte derweil Youngster Storm Gjerdrum (16/NOR) seine Runden, nachdem er für Springob in den Aston Martin stieg. Im weiteren Rennverlauf verkürzten die beiden Porsche-Piloten kontinuierlich den Rückstand auf den führenden Norweger. Rund zwei Minuten vor Rennende nutzte Rosam schließlich einen leichter Quersteher Gjerdrums und sicherte sich den Sieg, der für ihn und Partner Berndt zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Kurz darauf überholte auch noch Gogollok den Aston Martin und fuhr zu Platz zwei. Gjerdrum überquerte zunächst auf Rang drei die Ziellinie – wurde nach dem Rennen aber mit einer Strafe wegen Verursachen einer Kollision belegt und fiel so auf die fünfte Position zurück. Er konnte sich aber über den Sieg in der Rookie-Wertung freuen. 

Somit ging Platz drei nachträglich an den Alon Gabbay (21/ISR) und Thomas Gore (20/JAM, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche vor ihren Markenkollegen Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport). Hinter Springob/Gjerdrum kamen Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern, beide ME Motorsport) auf Rang sechs vor Luis Moser (17/AUT) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing) sowie Niels Tröger (22/Dresden) und Andreas Jochimsen (27/DNK, beide FK Performance Motorsport, alle BMW). Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech, beide Prosport Racing) erreichten im Aston Martin Platz neun. Die Top Zehn komplettierte das Porsche-Duo Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Die Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) mussten das Rennen im Mercedes-AMG nach einer Kollision vorzeitig beenden.

Stimmen zum Samstagsrennen

Denny Berndt – Sieger für Razoon - more than Racing

„Das Rennen ist natürlich super für uns gelaufen. Schon in meiner Rennhälfte fühlte sich das Auto sehr gut an. Mit meinem Start bin ich zufrieden, danach konnte ich stets Druck auf Hendrik Still ausüben. Max hat später alles perfekt umgesetzt und den Porsche direkt überholt. Wir freuen uns sehr über den Sieg.“

Max Rosam – Sieger für Razoon - more than Racing

„Ich habe nach dem Stopp sofort eine Lücke gefunden und konnte somit am Porsche von Philipp Gogollok vorbeifahren. Dann holte ich Runde um Runde auf den Aston Martin auf. Mit dem Überholen habe ich mir ein wenig Zeit gelassen. Wir sind jetzt voll im Titelrennen mit dabei. Das war von Anfang an das ganz große Saisonziel.“

Hendrik Still – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Ich hatte direkt nach dem Start eine gute Pace. Mit Platz zwei bin ich super happy.  Nach dem Sieg vor zwei Wochen am Nürburgring war das nun ein weiterer Schritt in Richtung Titel. Wir greifen weiter an. Der Sachsenring war immer gut zu mir. Hier hatte ich 2021 meinen ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany gefeiert.“

Philipp Gogollok – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Platz zwei war heute das Maximum, was wir herausholen konnten. Das Rennen war recht tricky. Hendrik machte einen super Job. Das Ergebnis ist natürlich gut für unsere Titelambitionen. Morgen möchten wir noch einmal auf das Podium fahren.“

Quelle: adac-motorsport.de

DTM: Dritte Saison-Pole - Spitzenreiter Aitken macht Druck

Jack Aitken (GBR / Ferrari 296 GT3 / Emil Frey Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Pünktlich zur heißen Phase im Titelkampf ist Jack Aitken in Topform. Nach dem Samstagsrennen auf dem Sachsenring übernahm der Brite die Tabellenführung in der DTM – beim Qualifying am Sonntagmorgen legte er nach. Mit 1:17,125 Minuten fuhr Aitken die schnellste Runde und steht zum dritten Mal in dieser Saison auf der Pole-Position. Damit hat der Ferrari-Pilot vom Team Emil Frey Racing gute Aussichten, mit einem Sieg im zwölften Meisterschaftslauf den Abstand zur Konkurrenz zu vergrößern.

„Im Vergleich zu Samstag haben wir ein paar Details am Fahrzeug angepasst, das ist aufgegangen. Entscheidend war zudem, dass ich auf meiner schnellen Runde keinen Verkehr vor mir hatte, obwohl der Sachsenring eine ziemlich kurze und enge Strecke ist. Im Rennen ist mit den zwei Boxenstopps vor allem eine gute Strategie gefragt. Ich will unbedingt gewinnen und freue mich auf den Kampf gegen die beiden Porsche hinter mir“, sagte Aitken. Mit einem Abstand von 0,333 Sekunden belegte Thomas Preining im Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA Rang zwei. Sein Teamkollege Ayhancan Güven, der Sieger des Samstagsrennens, geht von Startplatz drei aus ins Rennen. Der Tabellenzweite Jordan Pepper steuerte seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf Position vier. Morris Schuring wurde im Neunelfer vom Manthey Junior Team Fünfter. Mit Aitken, Pepper und Preining haben sich drei der Top Fünf des Gesamtklassements eine gute Ausgangsbasis für das Sonntagsrennen geschaffen. Der Tabellendritte Lucas Auer kam dagegen nicht über Rang 15 hinaus.

Beim Zeittraining am Sonntagmorgen herrschten am Sachsenring trotz strahlenden Sonnenscheins nur zwölf Grad Celsius. Die Fahrer warteten bis zum Ende des 20-minütigen Qualifyings, ehe sie ihre schnelle Runde setzten. Aufgrund dieser Taktik herrschte in der entscheidenden Phase viel Verkehr auf dem nur 3,645 Kilometer langen Kurs. Knapp drei Minuten vor Schluss setzte sich Preining mit seiner Top-Zeit an die Spitze, Teamkollege Güven reihte sich dahinter auf Platz zwei ein. Pepper folgte wenig später mit einem Abstand von vier Tausendstelsekunden auf Rang drei. Kurz vor Ende des Zeittrainings erwischte Aitken eine freie Runde und markierte die Bestmarke. Die ersten 15 Piloten lagen innerhalb von acht Zehntelsekunden.

Ergebnis Qualifying, 12. Saisonlauf, Sachsenring (Top-Five)

  1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), 1:17,125 Minuten
  2. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,333 Sekunden
  3. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,366 Sekunden
  4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +0,370 Sekunden
  5. Morris Schuring (NL/Manthey Junior Team), +0,393 Sekunden

Quelle: dtm.com

Samstag, 23. August 2025

DTM: Güvens Geniestreich: Porsche-Pilot holt Sieg in letzter Runde

Von neun auf eins: Güven feiert dritten Saisonerfolg am Sachsenring

Neuer DTM-Spitzenreiter: Aitken übernimmt mit Platz drei Gesamtführung

Bitteres Rennende: Preining gibt Sieg kurz vor Schluss aus der Hand

Großer Jubel über den Sieg am Sachsenring bei Ayhancan Güven
Foto: ADAC-Motorsport

DTM-Wahnsinn auf dem Sachsenring: Die Zuschauer erlebten am Samstagmittag ein spektakuläres elftes Meisterschaftsrennen mit einem denkwürdigen Finale. Im letzten Umlauf übernahm der auf Platz drei liegende Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA) nach einem Kontakt seiner beiden Vorderleute Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) und Thomas Preining (A/Manthey EMA) mit einem cleveren Manöver die Führung – und feierte nach 38 Runden seinen dritten Saisonerfolg. „Das war eines der besten Rennen meiner Karriere! Als Thomas Preining und Jordan Pepper Tür an Tür im Regen und auf Slicks in die Kurve gegangen sind, war mir klar, dass keiner von beiden zurückziehen wird und für mich eine Lücke aufgehen kann. Genau auf so einen Moment habe ich gewartet und die Chance genutzt. In Zandvoort konnte ich bei ähnlichen Wetterbedingungen gewinnen, von mir aus kann es gern noch mehr Regenrennen in dieser Saison geben“, erklärte der überglückliche Türke. Pepper fuhr als Zweiter über die Ziellinie. Damit schob sich der 29-Jährige auf Platz zwei im Gesamtklassement vor. Neuer DTM-Tabellenführer ist Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), der Rang drei belegte.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 11 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Wetter: 12 Grad, regnerisch
  • Pole-Position: Jordan Pepper (TGI Team Lamborghini by GRT, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #63), 1:16,826 Minuten
  • Sieger: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #90)
  • Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 1:19,942 Minuten

Nach starken Niederschlägen gingen am Samstagmittag alle Fahrer mit Pirelli-Regenreifen in den elften DTM-Saisonlauf. Pole-Setter Pepper konnte seine Führung vor Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) behaupten, Ferrari-Pilot Ben Green (GB/Emil Frey Racing) folgte auf Rang drei. Aitken konnte im Ferrari 296 GT3 eine Position gut machen und lag auf Platz fünf. Während Güven als Neunter zunächst im Mittelfeld feststeckte, startete der wie entfesselt fahrende Preining auf abtrocknender Strecke eine Aufholjagd. Kurz vor dem Pflicht-Boxenstopp war der von Rang acht gestartete Österreicher hinter Pepper und Gounon bereits Dritter, Güven hatte ebenfalls einige Positionen gut gemacht.

Zu Beginn der letzten Runde geht Güven an Pepper und Preining vorbei.

Spektakulär verlief auch die zweite Rennhälfte: Preining übernahm kurz vor Schluss nach einer Safety-Car-Phase bei wiedereinsetzendem Regen die Führung vor Pepper. Güven hatte sich zu dem Zeitpunkt bis auf Rang drei vorgearbeitet. Nach einem Fehler von Preining in der vorletzten Runde kurz vor der Start-und-Ziel-Geraden setzte sich Pepper neben ihn – beide fuhren im Kampf um die Führung Rad an Rad auf einer weiten Linie durch Kurve eins. Das nutzte der dahinter lauernde Güven eiskalt aus, ging innen an seinen Konkurrenten vorbei und sicherte sich den Last-Minute-Sieg vor Pepper und Aitken, der Preining ebenfalls noch überholen konnte. Damit beendete der DTM-Champion von 2023 ein denkwürdiges Rennen auf dem vierten Platz. Gounon komplettierte im Mercedes-AMG GT3 die Top Fünf.

Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport) zeigte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 eine fantastische Leistung, machte 13 Plätze gut und wurde Sechster. Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) bewies ebenfalls kämpferische Qualitäten und verbesserte sich im BMW M4 GT3 Evo vom zwölften auf den siebten Rang. Ein starkes Rennen machte auch Fabio Scherer (CH/HRT Ford Performance), der mit seinem Ford Mustang GT3 von Startposition 16 auf Platz acht vorfuhr. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing) überquerte als Neunter die Ziellinie, während Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) mit Rang zehn die Tabellenführung verlor. Der Österreicher liegt allerdings nur zwei Zähler hinter Aitken und Pepper.

Stimmen zum Rennen

Jordan Pepper: „In der ersten Rennhälfte konnte ich das Geschehen an der Spitze gut kontrollieren, auch der Boxenstopp war richtig stark und wir waren auf Siegkurs. Kurz vor Schluss fing es nochmal an zu regnen, leider ist mir auf nasser Strecke ein Fehler unterlaufen, der mich die Führung gekostet hat. In der letzten Runde habe ich im Duell mit Thomas Preining alles für den Sieg riskiert, am Ende reichte es leider nur für Platz zwei. Mit Blick auf die Meisterschaft war es trotzdem ein guter Tag.“

Jack Aitken: „Das waren herausfordernde Bedingungen. Vor allem nach dem Wechsel auf Slicks brauchte man ein gutes Fahrgefühl. Da ist höchste Konzentration gefordert. Wenn man aber mit kalten Reifen auf feuchter Strecke die richtige Linie findet und den Grip spürt, macht das großen Spaß. In der Schlussphase habe ich die Positionskämpfe vor mir genau beobachtet und konnte sogar noch einen Platz gut machen.“

Thomas Preining: „Eine Runde vor Schluss habe ich komfortabel in Führung liegend leider das Auto verloren. Dadurch konnte Jordan Pepper kurze Zeit später an mir vorbeiziehen. So ein Fehler ist mir vorher noch nie passiert. Es ist ziemlich frustrierend, weil sowohl die Strategie als auch der Boxenstopp richtig stark waren und der Sieg viele Punkte für den Titelkampf bedeutet hätte.“

Ergebnis, 11. Meisterschaftslauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA)

2. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +2,574 Sekunden

3. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +2,986 Sekunden

4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +3,428 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 5,257 Sekunden