Freitag, 4. Juli 2025

IDM Sportbike: Rammerstorfer auf starkem Comeback-Kurs

Luis Rammersdorfer, Triumph Daytona 660 #13
Foto: Jens Hawrda

Nach einer fünfwöchigen Zwangspause wegen eines Schlüsselbeinbruchs, den er sich im Training vor dem Rennwochenende in Schleiz zugezogen hatte, ist der Österreicher Luis Rammerstorfer vom Team Freudenberg RoRa-Paligo Racing in Oschersleben wieder fit und startbereit. „Ich fühle mich wieder richtig gut und habe keine Schmerzen mehr“, berichtet Rammerstorfer erleichtert, der sowohl die IDM-Rennen in Schleiz als auch in Most auslassen musste.

Bereits in den freien Trainings am Freitag bewies er, dass er wieder so stark wie zu Beginn der Saison ist: Mit Rang drei im ersten und Platz eins im zweiten Training setzte der 17-Jährige ein deutliches Ausrufezeichen. „Die Pause scheint mich nicht zurückgeworfen zu haben“, so Rammerstorfer optimistisch.

Nun richtet sich der Blick gespannt auf die Qualifyings am Samstag. Sollte er das Level halten können, wäre ein Startplatz in der ersten Reihe durchaus möglich.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


IDM Sportbike: Hertrampf-Team wechselt kurzfristig Fahrwerk

Neues Fahrwerk für Oliver Svendson
Foto: Jens Hawrda

Das Triumph Germany Racing Team geht in der laufenden IDM-Saison in der Sportbike-Klasse nicht nur personell, sondern nun auch technisch neue Wege. In der kurzen Pause zwischen dem Rennwochenende in Most vor zwei Wochen und dem anstehenden in Oschersleben, hat das Team einen grundlegenden Fahrwerkswechsel an der Triumph Daytona 660 vorgenommen.

Obwohl das bisherige K-Tech-Fahrwerk gute Ergebnisse lieferte, entschied sich das Team rund um die Fahrer Oliver Svendsen und Anton Södergren für einen kurzfristigen Umstieg auf Komponenten von Öhlins. „Wir haben mit Öhlins einfach mehr Möglichkeiten, Änderungen vorzunehmen – es gibt mehr verfügbare Teile und feinere Einstelloptionen“, erklärt Teamchef Dennis Hertrampf. Ein entscheidender Faktor für den Wechsel war zudem der neue Crew Chief Lothar Kraus, der seit über 35 Jahren mit Öhlins arbeitet. „Lothar hat ein enormes Wissen, das uns viel Potenzial für präzise Abstimmungen gibt“, so Hertrampf weiter.

Da es so kurzfristig keine Gelegenheit gab, die neuen Teile am Fahrwerk vor dem Oschersleben-Wochenende zu testen, kam das neue Material erstmals in den freien Trainings am Freitag zum Einsatz. Trotz der Umstellung zeigte sich Oliver Svendsen bereits nach den ersten Trainings zufrieden. „Wir brauchen natürlich noch etwas Zeit, aber ich bin zuversichtlich. Mit Lothars Unterstützung kommen wir schnell auf das nächste Level“, sagte der 21-jährige Däne und aktuell Gesamtführende in der IDM-Sportbike. In FP1 und FP2 bestätigte Svendsen seine Aussage mit den Plätzen eins und zwei. Teamkollege Anton Södergren fuhr auf Rang sieben.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


1.Freies Training IDM Superbike Oschersleben

Florian Alt (Honda) Schnellster im 1. Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Das erste Freie Training der IDM Superbike in Oschersleben ist beendet. Wie erwartet kam es zum Schlagabtausch zwischen Florian Alt (Honda) und Lucas Tulovic (Ducati), Vorerst hatte Florian Alt die Nase vorn.

Hier die Ergebnisse des 1. Freien Trainings IDM Superbike in Oschersleben (Top-Ten)

1. Florian Alt (Honda CBR 1000 RR-R Fireblade)

2. Lucas Tulovic (Ducati Panigale V4 R)

3. Toni Finsterbusch (BMW M 1000 RR)

4. Hannes Soomer (BMW M 1000 RR)

5. Leandro Mercado (BMW M 1000 RR)

6. Kevin Orgis (BME M 1000 RR)

7. Lorenzo Zanetti (Ducati Panifale V4 R)

8. Jan-Ole Jähnig (BMW M 1000 RR)

9. Twan Smits (Yamaha YZF-R1)

10. Somar Görbe (BMW M 1000 RR)


Prototype Cup Germany geht in die zweite Saisonhälfte

  • Danny Soufi / Pavel Lefterov kommen als Halbzeitmeister nach Nürnberg
  • Valentino Catalano fährt mit neuem Partner Oscar Tunjo auf Sieg
  • Beide Rennen werden im Livestream übertragen

Foto: Jens Hawrda

Auf dem Norisring beginnt für den Prototype Cup Germany am kommenden Wochenende (4. – 6. Juli) die zweite Saisonhälfte. In den ersten sechs Läufen des Jahres haben Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) die meisten Punkte gesammelt. Doch sie haben insbesondere mit den beiden Nachwuchspiloten Maksymilian Angelard (17/POL) und Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, beide BWT Mücke Motorsport) starke Verfolger und auch Sven Barth (44/Eberbach) / Maxim Dirickx (21/BEL, beide Aust Motorsport) haben sich als Gesamt-Dritte in Stellung gebracht. Auf dem Kanal youtube.com/adacmotorsports werden am kommenden Wochenende beide Qualifyings und beide Rennen im kostenlosen Livestream übertragen.

Der Prototype Cup Germany tritt zum zweiten Mal in seiner Geschichte auf dem Norisring an. Der erste Auftritt war 2023 und von den aktuellen Teilnehmern kann nur Oscar Tunjo (29/COL, Badischer Motorsport Club) auf einen Podestplatz zurückblicken. Der Kolumbianer sicherte sich damals gemeinsam mit Julien Apothéloz einen dritten Rang und tritt nun zusammen mit dem amtierenden Meister Valentino Catalano (19/Westheim, Badischer Motorsport Club) an. Catalano war vor zwei Jahren ebenfalls dabei und glänzte mit einer Pole Position in seinem Qualifying. Im Rennen schied er zusammen mit seinem damalige Partner Robin Rogalski jedoch aus. Auch deshalb sagt er nun: „Ich habe noch eine Rechnung offen mit dem Norisring und hoffe, die nun zu begleichen. Ich fahre sehr gerne in Nürnberg, habe mich dort auf Anhieb wohl gefühlt. Und es ist natürlich toll, dass ich mit Oscar zusammenfahren kann.“ Catalano hat in dieser Saison zwei der drei Rennwochenenden im Prototype Cup Germany absolviert und konnte als Alleinstarter in Hockenheim einen Lauf gewinnen. Tunjo bestritt ebenfalls zwei der drei Rennwochenenden, hat im Gegensatz zu Catalano einen Podestbesuch bisher aber verpasst.

Deutlich erfolgreicher waren Danny Soufi und Pavel Lefterov, die Konrad-Piloten sammelten bis zum jetzigen Zeitpunkt drei Triumphe. Vor allem auf dem Dekra Lausitzring konnten sie mit zwei Siegen überzeugen. Ebenfalls begeistern konnten in der Lausitz Sven Barth und Maxim Dirickx, die im ersten Lauf erstmals in ihrer Karriere im Prototype Cup Germany auf das Podium kletterten und diesen zweiten Platz einen Tag später direkt wiederholten.

In Nürnberg wird auch das Duo Jacob Erlbacher (24/Böblingen) / Jérémy Siffert (22/SUI, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) wieder mit von der Partie sein. Beide traten schon in Hockenheim an, wo Siffert sein Debüt in der deutschen LMP3-Serie feierte. Damals steuerten sie ein Ginetta-Chassis, in Nürnberg werden sie einen Duqueine pilotieren. Siffert ist Enkel der Schweizer Rennsport-Legende Jo Siffert und steht erst am Beginn seiner eigenen Karriere im Motorsport.

Am kommenden Wochenende werden laut aktueller Vorhersage sommerlich warme Temperaturen erwartet. „Im Cockpit werden es bestimmt 80 Grad Celsius und eine Klimaanlage haben wir nicht“, erzählt Catalano. „Ich komme aber damit klar, denn ich trainiere viel und habe mich über die Jahre auch daran gewöhnt. Deshalb spielt es bei mir persönlich keine so große Rolle mehr. Für Fahrer, die neu in der LMP3 sind, wird es aber sicher anstrengend werden; man muss sich körperlich schon darauf vorbereiten, um die Renndistanz gut zu schaffen.“


Donnerstag, 3. Juli 2025

IDM Superbike: Christian Gamarino übernimmt Skach-Kawasaki

Zur Saison-Halbzeit gibt es einen Wechsel im Team Skach Motors Kawasaki Racing aus Dormagen. Das Gastspiel von Philipp Steinmayr ist beendet. Der Italiener Christian Gamarino nimmt den Platz des Österreichers ein und bestreitet am kommenden Wochenende mit der Startnummer „18“ sein erstes Rennen in der IDM Superbike.

Philipp Steinmayr, der die ersten drei Veranstaltungen in den Farben des Kawasaki-Teams bestritt, hat in den letzten Wochen wichtige Grundlagen für das Motorrad erarbeitet. Den 31-Jährigen hatte das Projekt nach seinem offiziellen Rücktritt vom Rennsport im letzten Jahr so sehr gereizt, dass er für die Entwicklungsarbeit der ZX-10 RR ins Fahrerlager zurückkehrte. Stammfahrer Martin Vugrinec profitierte davon. Der 26-jährige Kroate sammelte bisher 21 Meisterschaftspunkte. Im tschechischen Most gelang ihm das bisher beste Saisonergebnis: 14 Punkte auf einen Schlag.

Steinmayr wird sich wieder seinen privaten Verpflichtungen widmen. Zur Unterstützung auf der Rennstrecke hat Kawasaki jetzt Werksfahrer Christian Gamarino ins Team Skach Motors Kawasaki Racing eingeschleust. Der 31-jährige Italiener ist bisher in der Supersport-Weltmeisterschaft und in der Langstrecken-Weltmeisterschaft gefahren. Er kennt das Motorrad in seinen Grundzügen. Von der IDM weiß er nicht viel, außer dass ihn hochkarätige Rennen auf einem hohen Level erwarten, die von Gastfahrern gerne unterschätzt werden. Was Gamarino ganz sicher weiß, ist, dass Gegner wie Florian Alt auf Honda und Leandro Mercado (BMW) am Start sind. Beide genießen einen hervorragenden Ruf, denn Gamarino ist bereits in der Langstrecken-WM gegen sie angetreten.

Der Neuzugang wurde für die Rennen in Oschersleben am kommenden Wochenende und für die Veranstaltung in Assen Mitte August verpflichtet.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek