Donnerstag, 19. Juni 2025

IDM Supersport: Lennox Lehmann wieder in der richtigen Richtung

Lennox Lehmann, Yamaha R6 #28
Foto: Jens Hawrda

Er galt als einer der Titelanwärter in der IDM Supersport für das Jahr 2025. Doch mittlerweile ist Lennox Lehmann davon weit entfernt. Der 19-jährige Dresdner setzt auf der Apreco-Yamaha andere Prioritäten. Bei der dritten IDM-Runde in Most erhofft er sich am kommenden Wochenende dennoch, sich mit einem Podiumsplatz an der Spitze zurückmelden zu können.

Im Vergleich zum letzten Jahr befindet sich Lennox Lehmann nach zwei Veranstaltungen nicht auf der Ideallinie, sondern fährt eher auf der Schmalspur. Nur 15 Meisterschaftspunkte zieren sein Konto. „Alles, was schiefgehen konnte, ist auch eingetreten“, berichtet der Yamaha YZF-R6-Fahrer vom Team Apreco und ist dabei eine ehrliche Haut, wenn er sagt: „Letztes Jahr wurde es mir einfach gemacht. Ich habe bei Yamalube Kofler Racing ein perfekt vorbereitetes Motorrad hingestellt bekommen und bin auf die Strecke gerollt. Jetzt war alles anders. Wir haben bei Null angefangen und ich muss lernen, wie ich das beste Setup herausbekomme. Das bedeutet Yamaha sehr viel und ich bekomme von dort Unterstützung. Ich kann jetzt die Fehler machen, die mir später nicht mehr passieren dürfen. Es geht nicht mehr um die Meisterschaft, dafür lerne ich viel, was im Hinblick auf meine weitere Karriere wichtig ist.“

Lehmann ist gehört zu den Talenten, die von Yamaha im bLU cRU Nachwuchsprogramm gefördert werden. Sein Vertrag läuft Ende 2026 aus, doch es gibt bereits Planungen, die darüber hinausgehen. Der zweifache Weltmeister Sandro Cortese steht den Nachwuchsfahrern als Coach unterstützend zur Seite.

Durch den holprigen Saisonauftakt musste Lehmann durch und er hat die Hürde genommen. „Alles war neu, Crew Chief, Team, einfach alles. Die ersten Tests waren extrem. Wir hatten uns mit dem Setup total verrannt. Beim Saisonauftakt habe ich alles daran gesetzt, dass ich einfach irgendwie um die Ecken komme“, sagt Lehmann, dem die Enttäuschung in der Magdeburger Börde anzusehen war. „In Schleiz haben wir alles wieder auf Null gesetzt und neu angefangen. Im Qualifying habe ich nicht die perfekte Runde hinbekommen und es war unfassbar eng in den Top Ten. Aber wir haben gemerkt, dass die Yamaha wieder den richtigen Speed hatte.“ Lehmanns Steilkurve zeigt nach dem siebten Platz auf dem Schleizer Dreieck wieder nach oben.

„Es geht in die richtige Richtung“, fällt ihm ein Stein vom Herzen. Was er zum Thema Most sagt? „Das sollte ganz gut werden. Ein Podiumsplatz ist der Plan, die Top 5 sollten drin sein.“ Es ist das Heimrennen von Lehmann, auch wenn es im Ausland liegt. Entfernung von Dresden: knapp 100 Kilometer.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Dienstag, 17. Juni 2025

IDM-Spektakel im böhmischen Most

Hannes Soomer kommt als Gesamtführender der IDM Superbike nach Most
Foto: Jens Hawrda

Vom 20. bis 22. Juni 2025 findet im tschechischen Most die dritte Saisonveranstaltung der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft statt. Es warten 4,21 Kilometer pro Runde im Autodrom, gespickt mit zwölf Rechts- und neun Linkskurven.

Dabei brennt in der Top-Klasse Superbike die Luft. Zusätzlich sorgen 6 weitere Klassen für ein Spektakel, unter anderem in zwei Läufen zur FIM Sidecar World Championship.

BMW gegen Ducati und Honda. Hannes Sommer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) gegen Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) und Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion). Die IDM Superbike-Spitze ist hart umkämpft Hannes Soomer führt die Gesamtwertung nach vier Rennen an. Ein Sieg und ein zweiter Platz beim Saisonauftakt in Oschersleben haben den BMW-Fahrer an die Tabellenspitze katapultiert. Eine Station weiter auf dem Schleizer Dreieck teilten sich Lukas Tulovic und Florian Alt die Siege. In Oschersleben waren gleich Beide im ersten Lauf ausgefallen. Der Auftritt in der böhmischen Industriestadt Most verspricht jede Menge Dramatik. Denn Tulovic hat jetzt nur noch einen einzigen Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter aus Estland. Weitere zwölf Zähler dahinter hofft Florian Alt auf seine große Chance.

Oder kommt es ganz anders? Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes), der zum Inventar der Klasse gehört, ist immer noch scharf darauf, endlich seinen ersten Superbike-Sieg zu erringen. „Ein paar zweite Plätze sind es schon geworden. Ganz oben zu stehen, wäre nicht schlecht“, meint der Sachse, der am Wochenende seinen 32. Geburtstag gefeiert hat. Finsterbusch hat allerdings einige Gegner auf der Liste, die das anders sehen. Dazu gehören auch Lorenzo Zanetti, der eigene Teamkollege Jan-Ole Jähnig und Leandro Mercado. Dem Argentinier hat sein Einsatz bei der FIM Endurance WM vor einer Woche in Spa noch einmal ordentlich Aufwind gegeben. Er eroberte im Team Champion-MRP-Tecmas nicht nur die Poleposition in der Stocksport-Klasse, sondern er gewann Seite an Seite mit Hannes Soomer auch das Rennen. „Ich mache mir da keine Gedanken drüber“, bleibt Finsterbusch gelassen. Für mich wäre es schon gut, wenn nach dem miserablen Saisonbeginn wieder ein Aufwärtstrend zu sehen ist. Wenn ein Sieg in Reichweite kommt, würde ich natürlich zugreifen.“ Es wird an allen Fronten gekämpft, um am Ende für die IDM fit zu sein.

In der etwas kleineren, aber nicht minder spannenden, IDM Supersport hat Honda-Fahrer Dirk Geiger (MCA Racing) die Führung übernommen. Weil es für Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) zuletzt in Schleiz gar nicht gut lief, ist der Titelverteidiger aus Österreich von der Spitze bis auf den dritten Platz zurückgefallen. Den belgischen Ducati-Piloten Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing) musste er ebenso vorbeilassen. In den Top Ten geht alles noch sehr eng zu. In Most bleibt abzuwarten, ob die Tschechen Stepan Zuda (Eder Racing) und Filip Feigl (Genius Racing Team by MotoLife) auf ihrem Heimkurs über sich hinauswachsen und  die traute Spitze stören. Und es stellt sich immer noch die Frage: Wie schneidet Lennox Lehmann (Apreco Ten Kate) in Most ab? Der schnelle Dresdner ist bisher glücklos.

Als Kracher hat sich die Einführung der neuen Klasse IDM Sportbike erwiesen. Sie hat die bisherige Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 abgelöst. Normann Broy, Leiter Motorsport bei der Motor Presse Stuttgart, erklärt: „Für die Motorradhersteller ist die neue Klasse sehr interessant, da die gefahrenen Modelle auf dem Markt eine deutlich höhere Relevanz haben als die 300er-Bikes.“ Das von der FIM erst für 2026 geplante Format im Rahmen der World Superbike-Events wird bei allen IDM-Veranstaltungen 2025 an den Start gehen. Damit ist eine exzellente Vorbereitung garantiert. Dem wagemutigen Dänen Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) gelang beim Saisonauftakt nach diesem Motto ein Doppelsieg, bei der zweiten Veranstaltung auf dem Schleizer Dreieck wurde Iñigo Iglesias zweifacher Sieger. Der Spanier war beim sächsischen Freudenberg Team als Ersatzfahrer für den verletzten Luis Rammerstorfer im Einsatz. In Most hat er sein endgültiges Zuhause im neugegründeten Team Wematik Racing by RT Motorsports gefunden.

ADAC Junior Cup, Northern Talent Cup, Twin Cup und natürlich die beiden Rennen zur FIM Sidecar World Championship sorgen im Rahmenprogramm für vorzügliche Unterhaltung. Die Sidecars kommen direkt vom letzten WM-Lauf aus Ungarn. Das deutsch-schweizerische Duo Markus Schlosser/Luca Schmidt verlor auf dem Pannonia-Ring die Tabellenführung an Harry Payne/Kevin Rousseau und hofft in Tschechien auf eine Revanche.


Freitag, 13. Juni 2025

Stand Wertung DTM nach 6 von 16 Rennen

Lucas Auer führt die Fahrerwertung an
Foto: Jens Hawrda

Stand Fahrerwertung nach 6 von 16 Rennen (Top-Ten)

  1. Lucas Auer  91 Pkt.
  2. Renè Rast 75 Pkt.
  3. Ayhancan Cüven 73 Pkt.
  4. Jules Gounon 73 Pkt.
  5. Maro Engel 72 Pkt.
  6. Marco Wittmann 70 Pkt.
  7. Jack Aitken 68 Pkt.
  8. Jordan Pepper 67 Pkt.
  9. Thomas Preining 57 Pkt.
  10. Mirko Bortolotti 42 Pkt.


Stand Teamwertung nach 6 von 16 Rennen (Top-Ten)

  1. Manthey                  145 Pkt.
  2. Winward Racing        139 Pkt.
  3. Schubert Motorsport        139 Pkt.
  4. GRT Grasser Racing Team 91 Pkt.
  5. Emil Frey Racing                  89 Pkt.
  6. Landgraf Motorsport          89 Pkt.
  7. ABT Sportsline          72 Pkt.
  8. Dörr Motorsport          29 Pkt.
  9. Paul Motorsport          20 Pkt.
  10. HRT Ford Performance          17 Pkt.


Stand Herstellerwertung nach 6 von 16 Rennen 

  1. Mercedes AMG 182 Pkt.
  2. Porsche 152 Pkt.
  3. BMW 142 Pkt.
  4. Lamborghini 137 Pkt.
  5. Ferrari 107 Pkt.
  6. McLaren   43 Pkt.
  7. Ford           36 Pkt.
  8. Audi           21 Pkt.
  9. Aston Martin   15 Pkt.

DTM: Next Stop Norisring

Foto: Jens Hawrda

Von den niederländischen Nordseedünen auf die Straßen Nürnbergs: Die DTM-Stars erwartet zum Abschluss der ersten Saisonhälfte ein echtes Highlight. Vom 4. bis 6. Juli geht es für den vierten Tourstopp an den Norisring. Der einzige Stadtkurs Deutschlands schlängelt sich durch die Innenstadt von Nürnberg – und fordert von den Fahrern höchste Konzentration. Mit der Tabellenführung im Gepäck reist Lucas Auer an den Norisring. Der Mercedes-AMG-Pilot liegt vor den beiden Zandvoort-Siegern René Rast und Ayhancan Güven.

Zum Starterfeld zählt auch ein absoluter Norisring-Experte: Lokalmatador Marco Wittmann aus Fürth hat bereits zwölf DTM-Rennwochenenden im „Fränkischen Monaco“ bestritten. Zu seinen persönlichen Karriere-Highlights zählt der Sieg auf dem Norisring 2018. Vor heimischer Fankulisse möchte der BMW-Fahrer und zweimalige Champion auch dieses Jahr vorne angreifen.

Für weitere Action sorgen in Nürnberg zusätzlich zur DTM gleich vier weitere Rennserien. Neben der ADAC GT4 Germany erleben die Besucher auch den Prototype Cup Germany und den Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. Ein vollelektrisches Stadt-Spektakel garantiert der NXT Gen Cup. Ihre Norisring-Premiere feiert die DTM Track Safari – in Bussen geht es auf die Rennstrecke, während die PS-starken DTM-Fahrzeuge immer wieder vorbeirauschen.

Quelle: dtm.com

Donnerstag, 12. Juni 2025

Haupt-Racing Team mit anspruchsvollem Saisonprogramm

Debüt des Ford Mustang GT3 beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring als eines von vielen Highlights

Fabio Scherer, Ford Mustang GT3 #64
Foto: Jens Hawrda

Mit dem Wechsel zu Ford Performance hat das Haupt Racing Team in diesem Jahr ein neues Kapitel seiner Erfolgsgeschichte aufgeschlagen. Unterstützt durch den traditionsreichen Autohersteller tritt das Haupt Racing Team mit einem starken Aufgebot in zahlreichen renommierten Meisterschaften und Rennen in Europa an. Neben den DTM-Rennen bildet das Debüt des Ford Mustang GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einen Saisonhöhepunkt. Das Team startet außerdem beim ADAC GT Masters, in der GT World Challenge Europe Powered by AWS und bei der ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie.

  • HRT Ford Performance in mehreren hochkarätigen Rennserien im Einsatz
  • Ford Mustang GT3 startet erstmals beim ADAC RAVENOL 24h Nürburgring
  • Intensive Nachwuchsförderung vom Kartsport bis hin zur DTM

Das größte Langstreckenrennen der Welt ist 2025 um eine Attraktion reicher: den Ford Mustang GT3. HRT Ford Performance wird bei der diesjährigen Auflage des ADAC RAVENOL 24h Nürburgring (19.-22. Juni) mit gleich drei Exemplaren des spektakulären Rennfahrzeugs antreten. Zum schlagkräftigen Line-up gehören sechs Fahrer von Ford Performance, darunter zwei 24h-Nürburgring-Sieger. Vielversprechende Nachwuchstalente und routinierte Nordschleifen-Spezialisten runden das Aufgebot ab.

Im Ford Mustang GT3 #64 werden sich Arjun Maini (IND), Dennis Olsen (NOR), Jusuf Owega und Frank Stippler (GER) abwechseln. Letzterer feierte im Vorjahr seinen dritten Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. In der Startnummer #65 setzt das Team auf ein starkes Youngster-Quartett mit David Schumacher, Dennis Fetzer, Salman Owega und – als Doppelstarter – dessen Bruder Jusuf (alle GER). In der #63 befindet sich mit Dirk Müller ein weiterer Pilot, der sich schon in der Siegerliste des prestigeträchtigen Langstreckenrennens verewigen konnte. Er teilt sich den Ford Mustang GT3 mit Patrick Assenheimer, Vincent Kolb und Hubert Haupt (alle GER).

Die Vorbereitungen für das Saisonhighlight am Nürburgring laufen bei HRT Ford Performance bereits seit Wochen auf Hochtouren. In der ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) ist das Team seit dem Auftakt im März mit dem Ford Mustang GT3 in Aktion und setzt dabei regelmäßig bis zu drei Fahrzeuge ein. Ebenso in vollem Gange sind die Programme mit zwei Entries in der DTM sowie drei Einschreibungen in der GT World Challenge Europe Powered by AWS. Im ADAC GT Masters tritt HRT mit drei Ford Mustang GT3 an.

In der DTM verlief das Debüt des Ford Mustang GT3 positiv. Beim Saisonauftakt in Oschersleben holte Ford Performance Factory Driver Arjun Maini den ersten Meisterschaftspunkt. Bei der zweiten DTM-Station auf dem Lausitzring konnte der Inder weitere Punkte einfahren. Auch der Ford Performance GT3 Junior Driver Fabio Scherer (SUI) überzeugte in den ersten Rennen der DTM-Saison 2025 mit einer soliden Leistung. Der Ford Mustang GT3 #64 des Schweizers ging auf dem Lausitzring erstmals im Komplettdesign der neuen Teampartner German Airways und Speedlink an den Start. 

Beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring feierten der Ford Mustang GT3 eine gelungene Premiere mit zwei Podiumsplätzen: Im ersten Lauf holten Salman Owega und Finn Wiebelhaus (beide GER) den zweiten Platz, dicht gefolgt von Niklas Kalus und Max Reis (beide GER) auf dem dritten Rang. Auch das HRT-Duo Jonathan Cecotto und Dennis Fetzer (beide GER) konnte sich im zweiten Rennen des Wochenendes mit Platz 5 ein Top-Resultat sichern. Das ADAC GT Masters steht bei HRT ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung. In die gleiche Richtung zielt auch die neue Kooperation mit dem Kart-Team SIM-ON. Im Rahmen der Initiative „Road to DTM“ ermöglicht HRT jungen Talenten damit einen durchgängigen Weg vom Kartsport bis hin zur DTM.

In der GT World Challenge Europe Powered by AWS ist HRT Ford Performance an zehn Rennwochenenden auf verschiedenen europäischen Traditionskursen im Einsatz. Der Ford Mustang GT3 ist dabei sowohl im Endurance Cup als auch im Sprint Cup vertreten. Zum Kalender der Langstreckenmeisterschaft gehört mit den CrowdStrike 24 Hours of Spa (25.-29. Juni) ein weiteres Endurance-Highlight. Die beiden von HRT Ford Performance gemeldeten Ford Mustang GT3 fuhren beim ersten Saisonrennen im französischen Le Castellet in ihren Klassen jeweils in die Top-10 und werden auch beim Klassiker in Belgien angreifen.