Sonntag, 1. Juni 2025

IDM Supersport: Geiger mit Abstand unschlagbar in Schleiz

Dirk Geiger, Honda CBR 600 RR # 60 war in Schleiz nicht zu schlagen
Foto: Jens Hawrda

Am zweiten Rennwochenende der IDM Supersport in Schleiz zeigte vor allem ein Fahrer seine Klasse: Dirk Geiger (MCA Racing). Der 21-jährige Honda-Pilot fuhr an diesem Wochenende allen Konkurrenten davon und sicherte sich einen souveränen Doppelsieg. Mit diesem Erfolg baute Geiger seine Führung in der Meisterschaft auf 84 Punkte aus. „Es war für uns ein perfektes Wochenende, es hätte nicht besser laufen können“, sagte der strahlende Sieger bei der Siegerehrung.

Hinter Geiger ging es heiß her: Daniel Blin (AF Racing) belegte erneut den zweiten Platz und verteidigte seine Position in der Gesamtwertung. Der Pole spürte besonders im letzten Renndrittel die körperlichen Strapazen. „Ich hatte massive Probleme mit meinen Armen, mir ging die Kraft aus“, gestand Blin. Trotzdem hielt er dem Druck von Melvin van der Voort (Track and Trace Wixx Racing) stand, der mit einem starken Auftritt sein erstes IDM-Podium in diesem Jahr holte. „Die Pace von Daniel heute war sehr hoch, ich habe versucht, dran zu bleiben, aber meine Reifen machten am Ende schlapp. Trotzdem sind wir sehr glücklich mit Platz drei“, so Van der Voort.

Im Mittelfeld bot sich ein spannender Kampf: Luca de Vleeschauwer (Track and Trace Wixx Racing) lieferte sich heiße Duelle mit Julius Caesar Rörig (MCA Racing), Stephan Zuda (Eder Racing) und seinen Verfolgern Marvin Siebdrath (Yamalube Motorsport Kofler) und Lennox Lehmann (Apreco Ten Kate Yamaha Racing). Besonders Zuda sorgte mit einem beherzten Überholmanöver-Marathon für Aufsehen und setzte Marcel Brenner (MotoLife) auf Platz vier unter Druck. Doch in Runde zwölf versuchte der Schweizer Zuda auszubremsen, verkalkulierte sich jedoch und verlor Schwung und Zeit, wodurch er auf Rang acht zurückfiel.

Buchständlich der letzte Meter des Rennens entschied über Platz vier und fünf: De Vleeschauwer lauerte in den letzten drei Runden dicht hinter Zuda, nutzte auf der Zielgeraden schließlich den Windschatten und holte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,033 Sekunden den vierten Rang im Fotofinish. Stephan Zuda musste sich mit Platz fünf zufrieden geben.

Marvin Siebdrath überzeugte ebenfalls, setzte sich gegen Lennox Lehmann durch und wurde Sechster. Nach einem dritten und einem sechsten Platz zeigte sich Siebdrath zufrieden mit dem Wochenende. Lehmann folgte knapp dahinter auf Rang sieben, Marcel Brenner belegte Platz acht. Andreas Kofler, trotz angeschlagener Verfassung, sicherte sich mit Rang neun wichtige Punkte in der Meisterschaft. Dylan Czarkowski (SWPN) komplettierte mit Platz zehn am Sonntag die Top-10.

Tragisch endete das Rennen für Julius Caesar Rörig. Der 18-Jährige, der seinen fünften Platz lange verteidigte, stürzte in der letzten Runde hinter dem Buchhübel durch einen Highsider. Er  wurde medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Ergebnis IDM Supersport, Race 2 (Top-Five)

  1. Dirk GEIGER (DEU), Honda
  2. Daniel BLIN (POL), Ducati
  3. Melvin VAN DER VOORT (NLD), Ducati
  4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati
  5. Štepán ZUDA (CZE), Yamaha

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


IDM Sportbike: Iglesias dominiert, erstes Podium für Kugler

Ben Kugler, Aprilia RS 660 #11 holt in Schleiz sein erstes Saisonpodium
Foto: Jens Hawrda

Nach dem turbulenten Samstagslauf ging es in der Sportbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am Sonntag in-Schleiz gleich wieder zur Sache. Der zweite Lauf der neuen IDM Sportbike-Klasse brachte nicht nur einen Re-Start, sondern auch einen dominanten Doppelsieger und ein neues Gesicht aufs Podium.

Starker Start, harter Abflug

Nach dem Start, den Inigo Iglesias für sich entschied, kam der Berliner Cedric Holme Nielsen (Motorradtke GYTR by Penz13) vor der Zuschauertribüne beim Buchhübel zu Sturz. Das Motorrad blieb auf de Strecke liegen, weshalb die Rennleitung entscheid, das Rennen abzubrechen. Der Yamaha-Pilot blieb glücklicherweise unverletzt und wurde zur Sicherheit im Medical Center durchgecheckt.

Nach kurzer Unterbrechung wurde das Rennen per Quick-Start neu angesetzt – sieben Runden Vollgas. Wieder war es Iglesias, der die Pace vorgab, dahinter Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) und Petr Svoboda (WRP Racing). Doch bereits in der zweiten Runde leistete sich Svoboda in der Kohlbach-Schikane einen Fehler und rauschte geradeaus. Damit machte er Platz für Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13) und Ben Kugler (MotoLife), die sich nicht zweimal bitten ließen, an ihm vorbeizugehen.

Svendsen stürzt – Iglesias allein auf weiter Flur

An der Spitze zogen Iglesias und Svendsen zunächst gemeinsam davon – doch dann das bittere Aus für den Dänen: In Runde drei verlor er die Front und rutschte ins Kiesbett. Nach einem kurzen Check in der Box konnte Svendsen das Rennen zwar fortsetzen, die Podiumshoffnung war jedoch dahin. Iglesias hingegen zog nun einsam seine Kreise weiter  – und sicherte sich den Doppelsieg an seinem ersten IDM-Wochenende als Ersatzfahrer. „Es war ein fantastisches Wochenende hier für mich und ich habe mich von der ersten Minute sehr wohl hier gefühlt“, berichtete der Spanier vor der Siegerehrung.

Hänse und Kugler vewalten

Den zweiten Platz kontte der Lokalmatador Justin Hänse feiern, der ebenfalls vom Sturz von Svendsen profitierte. „Ich sag ihn ihm Kies kiegen und wollte von da an nur noch mein Position verwalten“, so der 22-Jährige aus Harth-Pölnitz.

Hinter ihm versuchte Ben Kugler in den ersten Runden zwar, Druck zu machen, doch an dem Lokalmatador war kein Vorbeikommen. Statt alles auf Risiko zu setzen, agierte der Bayer clever: „Justin hatte die bessere Pace, also dachte ich mir: Übertreib’s nicht, bleib einfach dran.“ Die Geduld zahlte sich aus – Rang drei für Kugler, der damit sein erstes IDM-Podium feiern durfte. Ein echtes Ausrufezeichen für den 20-Jährigen, der erst seit vier Jahren aktiv Rennen fährt.

Bestes Ergebnis für Brandl

Eine große Überraschung lieferte heute Korbinian Brandl (AK Racing Team). Nach einem enttäuschenden ersten Rennen am Samstag, in dem er auf dem letzten Platz endete, lief es für ihn heute um so besser. Er kam als Vierter übers Ziel und fuhr sein bestes Ergebnis heute ein. Petr Svoboda kam nach seinem Bremsfehler noch auf den fünften Platz. Petr Svoboda sammelte nach seinem Schikane-Fehler immerhin noch Platz fünf ein.

Henriksen beißt sich durch – Versprechen fast gehalten

Im Kampf um die Top-6 zeigte Ty Henriksen (Henriksen Racing) großen Einsatz. Der junge Däne hatte nach Rennen eins angekündigt, im zweiten Lauf Platz fünf anzupeilen – und kämpfte verbissen gegen Kristoffer König (ViVa by Peuker & Streeb). Mit einem guten Ende: Er gewann den Zweikampf gegen den deutschen und eroberte damit Platz sechs – ein starkes Ergebnis für Henriksen, der zwar die Top-5 knapp verpasste, aber seine Ambitionen eindrucksvoll untermauerte.

IDM Sportbike Ergebnis Rennen 2 (Top-Five)

  1. Inigo IGLESIAS (ESP), Triumph
  2. Justin HÄNSE (DEU), Yamaha
  3. Ben KUGLER (DEU), Aprilia
  4. Korbinian BRANDL (DEU), Aprilia
  5. Petr SVOBODA (CZE), Aprilia

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


IDM Superbike: Richtige Reifenwahl ermöglicht ersten Saisonsieg von Florian Alt

erster Saisonsieg für Florian Alt durch kluge Reifenwahl
Foto: Jens Hawrda

Es ist vollbracht. Florian Alt hat im ersten IDM Superbike-Rennen auf dem Schleizer Dreieck seinen ersten Saisonsieg geholt. Der 29-jährige Westfale ist der einzige Honda-Fahrer in Deutschlands höchster Motorradklasse. Ihm folgten Lukas Tulovic und Leandro „Tati“ Mercado aufs Podium.

Die Voraussetzungen für einen „normalen“ Superbike-Lauf waren denkbar ungünstig. Die Start-Ziel-Linie war nach einem ordentlichen Regenguss komplett nass. Andere Stellen trockneten gerade ab. „Wenn wir noch zehn Minuten warten, würden wir alle auf Slicks fahren“, meinte Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion). Er ist der Meister von 2023 und zugleich Vize des letzten Jahres.

Das Wetter pendelte entlang der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands zwischen Sonnenbrillen-Feeling und Regencape-Stimmung. Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes), der sich im Qualifying die Pole Position geholt hatte, war hin- und hergerissen. „Die Pole wollen wir heute mal nicht überbewerten. Wir haben völlig neue Bedingungen.“

Es gab zwei Einführungsrunden, wobei jeder Fahrer auf den andern schaute, um sich zu orientieren. Von den Top-Teams wechselten Jan-Ole Jähnig, Florian Alt, Tati Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW), Lorenzo Zanetti und Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) noch in Windeseile von Regenreifen auf Slicks. Die optimale Reifenwahl war eine riskante Entscheidung für alle Fahrer im Feld. Es stellte sich die Frage: Wie lange hält ein Regenreifen im Trockenen und trocknet die Strecke überhaupt ab? Das Wetter konnte in alle Richtungen gehen.

Das Verhältnis musste irgendwann kippen

Aus der ersten Runde kam Auftaktsieger Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) in Führung liegend zurück. Leon Orgis (ORM Racing Team), Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes), Bálint Kovács (Masteroil Alpha Van Zon BMW), Kevin Orgis, Milan Merckelbagh (Masteroil Alpha Van Zon BMW), Soma Görbe und Martin Vugrinec (Skach Motors Kawasaki Racing) folgten wie am Schnürchen. Florian Alt und seine Slick-Kameraden tauchten erst ab P16 auf. Alt war der Schnellste von ihnen, aber der Abstand zur Gruppe mit den Regenreifen vergrößerte sich zusehends und betrug bald über eine halbe Minute. Aber die Strecke trocknete immer weiter ab und schließlich kippte das Verhältnis. Ab der neunten Runde flogen Alt und Tulovic förmlich durchs Feld. Im neunten Umlauf wurde Alt bereits auf P6 und Tulo auf P9 gesichtet. Und in dem Tempo ging es weiter.

Lucas Tulovic, Ducati Panigale V4R #3
Foto: Jens Hawrda

Ab Runde 15 lag Alt bravourös in Führung. Tulo tauchte als Zweiter auf und Auftaktsieger Soomer als Dritter. Doch der kernige Este wurde zum Schluss noch von seinem Teamkollegen Tati Mercado geschnupft. Leandro Zanetti war in die Wiese gestürzt.

Leandro Mercado, BMW M 1000 RR #36 sicherte sich kurz vor Schluss noch Platz drei
Foto: Jens Hawrda

Nach 17 Runden hatte Florian Alt eine Glanzleistung in seinem zweiten Wohnzimmer vollbracht. Weder Ducati und auch nicht die komplette BMW-Flotte hatten den Honda-Fahrer einbremsen können. Als Ehemann einer Einheimischen siegte er – mit neuem Selbstvertrauen ausgerüstet – mit 6,117 Sekunden Vorsprung. „Ich wusste, dass der Punkt kommt, an dem wir mit Slicks im Vorteil sind. Mein Team hat mir an der Boxenmauer in der zehnten Runde einen Rückstand von 34 Sekunden angezeigt. Ich wusste, dass ich zehn Sekunden schneller fahren kann, wenn die Zeit gekommen ist“, resümierte der blonde Hüne in der roten Lederkombi bei der Siegerehrung und wurde noch ganz emotional, als er sagte: „Den Sieg widme ich Schleiz und meiner wunderschönen Traumfrau Kimberly. Ich bin froh, dass ich Dich geheiratet habe.“

Tulo war nicht ganz so amüsiert, musste sich aber mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Mercado wiederum strahlte. Der BMW-Neuzugang aus Argentinien ist gleich bei der zweiten Veranstaltung auf dem Podium angekommen. Teamchef Werner Daemen war glücklich, dass Tati im Reifenchaos alles richtig gemacht hatte. Die Pokale in der Superbike-Klasse übergab auf dem Schleizer Dreieck der Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow. Er war zuvor auch jahrelang der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen.

Ergebnis IDM Superbike, Rennen 1 (Top-Five)

1. Florian ALT (DEU), Honda

2. Lukas TULOVIC (DEU), Ducati

3. Leandro MERCADO (ARG), BMW

4. Hannes SOOMER (EST), BMW

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Supersport: Kofler kriegt für Handshake kaum den Arm hoch

Andreas Kofler mit Handicap in Schleiz verliert die Tabellenführung
Foto: Jens Hawrda

Dirk Geiger hat mit seinem Honda-Sieg im ersten Supersport-Rennen die Meisterschaftsführung an sich gerissen. Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) hat an seinem Verlust der Tabellenführung schwer zu knabbern, doch ihm sind die Hände gebunden.

Der Oberösterreicher kam als Zehnter ins Ziel und ist froh, überhaupt über die Distanz gekommen zu sein. Das Wochenende macht dem letztjährigen Meister aus Attnang-Puchheim schwer zu schaffen. Der 20-Jährige stürzte am Freitag im Training in der Seng, dem schnellsten Abschnitt des Schleizer Dreiecks. „Ich bin bei 240 km/h abgeflogen. Das Vorderrad ist eingeklappt. Warum, das weiß ich nicht“, ist Kofler ratlos.

Seitdem ist er in Schonhaltung unterwegs. „Zum Glück habe ich mir nichts gebrochen, aber mir tut alles weh. Alleine aufstehen kann ich nicht. Der ganze Bewegungsapparat hat einen mitgekriegt“, erzählt Kofler, der mit Mühe gerade eben eine Tasse hochhalten kann. Das Ganze hat ihn mitgenommen.

Im Qualifying konnte sich der Yamaha YZF-R6-Fahrer noch den elften Startplatz fürs Rennen sichern. Dort machte er nach dem üblichen Kofler-Blitzstart sofort Positionen gut. Er war Vierter, als der Körper seine Belastungsgrenze anmeldete und er fiel bis auf den zehnten Platz zurück, weil ein kleines Teilchen am Motorrad dafür sorgte, dass es beim Bremsen Schwierigkeiten gab und nicht mehr alles mit der Elektronik harmonierte.

Sieger Dirk Geiger (MCA Racing) knöpfte ihm bei dieser Gelegenheit die Meisterschaftsführung ab und hat jetzt acht Punkte Vorsprung. Kofler schnauft und will am liebsten gar nicht darüber nachdenken, weiß aber, dass es im Moment nicht besser für ihn wird. Aber wie gewohnt kommt der Kämpfer durch: „Morgen werde ich den Start wiederholen und sehen, dass ich mit vorne bleibe.“ Seine Wunden pflegen kann er später.


IDM Supersport: Geiger siegt, Siebdrath später Dritter

Das erste Rennen der Supersport-Klasse bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Schleiz hatte alles zu bieten: Spannung, Aufholjagden, packende Duelle – und ein abruptes Ende. Am Ende sicherte sich Dirk Geiger einen souveränen Sieg, während Daniel Blin und Luca De Vleeschauwer das Podium komplettierten.

Dirk Geiger, Honda CBR  600 RR #60
Foto: Jens Hawrda

Geiger mit Traumstart – Van der Voort patzt

Bereits am Start zeichnete sich das Tempo des Rennens ab: Dirk Geiger (MCA Racing) erwischte den besten Start und schoss von Startplatz vier auf Rang zwei vor und setzte sich hinter den Schweizer Marcel Brenner (MotoLife). Ganz anders erging es Melvin van der Voort: Der Niederländer erwischte einen schwachen Start und fiel zunächst weit zurück. Am Ende der ersten Runde lautete die Reihenfolge: Geiger vor Brenner, Blin und dem stark aufkommenden Luca De Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing), der sich von Startplatz acht bis auf vier vorkämpfte. Direkt dahinter: Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler), der von Rang elf ebenfalls einen Blitzstart hinlegte. Am Ende der ersten Runde übernahm Geiger bereits die Spitze. Brenner hielt sich auf Rang zwei, dahinter folgte Daniel Blin (AF Racing Team).

Daniel Blin, Ducati Panigale V2 #26
Foto: Jens Hawrda

Geiger dominiert – Blin auf dem Vormarsch

Während Dylan Czarkowski (Füsport – RT Motorsports by SKM) in Runde vier stürzte – und damit wie schon in Oschersleben vorzeitig ausschied – nahm Blin Kurs auf die Spitze und zog an Brenner vorbei auf Rang zwei. Geiger indes war außer Reichweite – mit konstant schnellen Rundenzeiten baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus. In Runde 13 betrug dieser bereits mehr als zwei Sekunden. Das war sein Plan: „Ich wusste, dass der Start von Platz vier nicht einfach wird, vor allem, weil Überholein Schleiz schwierig ist. Deshalb habe ich direkt Druck gemacht – das hat perfekt funktioniert”, erklärte Geiger zufrieden nach dem Rennen.

Marvin Siebdrath, Yamaha R6 #48
Foto: Jens Hawrda

Kollision nach Gegenkonter

Im Kampf um Platz drei blieb es weiter spannend: Erst lieferten sich Luca De Vleeschauwer und Kofler ein enges Duell, dann entbrannte in der zwölften Runde ein Zweikampf um Platz drei zwischen dem Belgier und Marvin Siebdrath, der bis dahin eine beeindruckendes Rennen ablieferte. In Runde 13 kam es schließlich zum entscheidenden Moment: Beim Versuch, seinen dritten Platz zu verteidigen, kam es zum Kontakt zwischen ihnen zum Kontakt, der in einer Kollision endete. „Marvin hatte mich zuvor überholt, weshalb ich zum Gegenkonter ausholte. Ich dachte, ich sei bereits an ihm vorbei, weil ich ihn nicht mehr sah – dadurch kam es leider zum Kontakt und zu den Stürzen“, schilderte De Vleeschauwer die Szene. Die Rennleitung reagierte sofort und brach das Rennen ab. Beide Piloten blieben glücklicherweise unverletzt und konnten ihre Maschinen rechtzeitig in die Box zurückbringen, um gewertet zu werden. Laut Reglement wird bei einem Abbruch die vorletzte vollständig absolvierte Runde gewertet – somit lag De Vleeschauwer rechnerisch auf Platz drei.

Das finale Ergebnis

Doch der Fall wurde untersucht. Nach stundenlangen Beratungen und Fahreranhörungen entschieden die Sportkommissare um 18:50 Uhr, das Ergebnis zu korrigieren: De Vleeschauwer erhielt eine Strafe und wurde um eine Position zurückversetzt. Demnach wurde Marvin Siebdrath nachträglich auf Rang drei gewertet und De Vleeschauwer wurde Vierter.

Marcel Brenner, der erst vergangene Woche erstmals in Schleiz testete, wurde Fünfter, gefolgt von Melvin van der Voort auf sechs und Štepán Zuda auf Platz sieben.

Julius Caesar Rörig (MCA Racing) fing stark an, doch im Laufe des Rennen ging ihn die Luft aus. Er beendete das Rennen auf Rang neun. Zu den körperlichen Herausforderungen nach seinen schweren Sturz am Freitag, kamen bei Kofler noch technische Problemen in Laufe des Rennens hinzu. Er verlor an Tempo und fiel bis zum Rennabbruch bis auf Platz zehn zurück.

Ergebnis IDM Supersport, Race 1 (Top-Five)

  1. Dirk GEIGER (DEU), Honda
  2. Daniel BLIN (POL), Ducati
  3. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha
  4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati
  5. Marcel BRENNER (CHE), Ducati


Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann