Sonntag, 1. Juni 2025

IDM Sportbike: Iglesias feiert Einstand mit Sieg

Was für ein Einstand! Inigo Iglesias gewinnt gleich sein erstes Rennen in der Sportbike der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) auf dem Schleizer Dreieck. Der Spanier, der kurzfristig als Ersatz für den verletzten Luis Rammerstorfer ins Team Freudenberg RoRa-Paligo Racing rückte, krönte sein Debüt mit einem souveränen Sieg – aber bis dahin war es ein echter Krimi.

Svendsen startet stark – Iglesias übernimmt die Kontrolle

Schon am Start war klar: Das Rennen wird kein Spaziergang. Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team), der nach einer Strafe von Startplatz fünf losfahren musste, katapultierte sich direkt auf Rang zwei hinter Pole-Mann Iglesias. Die beiden setzten sich bereits nach der ersten Runde vom Verfolgerfeld ab. Dahinter folgte Aprilia-Pilot Petr Svoboda (WRP Racing) auf und Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13) auf seiner Yamaha YZF-R7. Cedric Holme Nielsen (Motorradtke GYTR by Penz13) und Ben Kugler (MotoLife) komplettierten die erste Verfolgergruppe. Ein Ausrufezeichen setzte währenddessen der Däne Ty Henriksen: Vom letzten Startplatz (P13) pflügte der Däne durchs Feld und lag nach drei Runden bereits auf Rang sieben.

Führung gewechselt – Tropfen am Visier

In der dritten Runde wagte Svendsen schließlich den entscheidenden Angriff – und der saß. Der Däne übernahm die Führung von Iglesias, der sich in diesem Moment zum ersten Mal geschlagen geben musste. Kurz darauf zeigte die Rennleitung die Regenflagge, denn es begann leicht zu tröpfeln. Doch der Spuk war schnell vorbei, die Strecke blieb durchgehend befahrbar.

Hänse mit Aufholjagd – Iglesias kontert

Während Svendsen das Tempo an der Spitze bestimmte, kam Justin Hänse immer besser ins Rollen. Der Lokalmatador zog an Svoboda vorbei und nahm die Verfolgung der Führenden auf. Iglesias blieb an Svendsen dran, während Hänse Vollgas gab und Runde stetig Zeit gutmachte. In Runde acht unterlief Iglesias am Ende der Start-Ziel-Geraden ein Schaltfehler – Hänse war sofort zur Stelle und hing nun direkt am Heck des Spaniers.Parallel dazu musste Alexander Weizel sein Motorrad wegen technischer Probleme an der Boxeneinfahrt abstellen, weshalb ihm die Spiegelei-Flagge gezeigt wurde.

Finale: Iglesias mit kühlem Kopf zum Sieg

Svendsen bekam Probleme mit seinem Hinterreifen, weshalb er etwas angeschlagen schien und seine Linie nicht mehr sauber halten konnte. Iglesias ließ nicht lange auf sich warten und machte Druck und Justin Hänse lauerte dicht dahinter. In der neunten Runde holte sich Iglesias schließlich die Führung von Svendsen zurück. Yamaha-Pilot Justin Hänse blieb zunächst noch dran, musste dann aber in der Schlussphase abreißen lassen.

In der vorletzten Runde drehte Iglesias drehte noch einmal richtig auf und fuhr fast eine Sekunde schneller als zuvor. Svendsen gab zwar alles, doch ein kleiner Verbremser in der letzten Runde besiegelte das Duell: Der Spanier überquerte als Erster die Ziellinie und feierte auf Anhieb seinen ersten IDM-Sieg in der neuen Sportbike-Klasse. „Das war einfach eine süße Revanche für all das Geschehen in den letzten Wochen“, sagte Iglesias strahlend vor der Siegerehrung. „Ich konnte endlich zeigen, was in mir steckt – und ich fühle mich hier in Schleiz und auf dem Motorrad fast wie zu Hause.“

Podium komplettiert – starke Kämpfe im Mittelfeld

Oliver Svendsen wurde verdient Zweiter und konnte sich damit wichtige Punkte für die Meisterschaft sichern. Justin Hänse belohnte sich mit Platz drei und seinem zweiten Podium der Saison – erneut eine starke Leistung des Thüringers auf seiner Heimstrecke. Petr Svoboda fuhr ein unauffälliges, aber solides Rennen auf Platz vier.

Ben Kugler musste nach einem schlechten Start viel Arbeit investieren, kämpfte sich aber mit starker Pace auf Rang fünf zurück. Cedric Holme Nielsen kam als Sechster ins Ziel, Aprilia-Pilot Kristoffer König (ViVa by Peuker & Streeb) fuhr mit Platz sieben sein bestes IDM-Ergebnis ein. Ty Henriksen (Henriksen Racing) kämpfte sich zwischenzeitlich bis auf Platz fünf vor, doch in der letzten Runde fing der 18-Jährige noch einen drohenden Highsider ab, wodurch er am Ende Achter wurde.

IDM Sportbike Ergebnis Rennen 1 (Top-Five)

  1. Inigo IGLESIAS (ESP), Triumph
  2. Oliver SVENDSEN (DNK), Triumph
  3. Justin HÄNSE (DEU), Yamaha
  4. Petr SVOBODA (CZE), Aprilia
  5. Ben KUGLER (DEU), Aprilia


Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


Samstag, 31. Mai 2025

IDM Superbike: Gegen Jähnigs Pole ist kein Kraut gewachsen

Jan-Ole Jähnig, BMW M 1000 RR #14
Foto: Jens Hawrda

Genau vor dem Beginn der Superpole-Entscheidung in der IDM Superbike zogen dicke Regenwolken über das Schleizer Dreieck. Der Blick zum Himmel gab Rätsel auf, doch es fiel kein einziger Tropfen. Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) wird in den beiden Superbike-Rennen, die morgen ausgetragen werden, von der Pole Position starten.

Fünfzehn Minuten dauert normalerweise eine Session. In der Superpole 1, aus der die schnellsten drei Fahrer noch in die Superpole 2 aufrücken können, um eine Chance auf die vorderen Startplätze zu wahren, kam nach sieben Runde die rote Flagge. Abbruch. Max Schmidt (BCC Racing Team) war gestürzt. Die SP1 wurde nicht neu gestartet. Für Soma Görbe (BCI MW Racing Team), Martin Vugrinec (Skach Motors Kawasaki Racing) und Sandro Wagner (Motoforce Racing) ging es kerzengerade in die Superpole 2.

Im Feld der Titelanwärter und Verfolger machte Spider-Martin richtig fette Beute. Der 26-jährige Kroate haute, wie von Teamchef Oliver Skach erhofft, eine Runde heraus, die ihn letztlich auf den zehnten Startplatz katapultierte.

Gegen Spitzenreiter Jan-Ole Jähnig war auf der Heimstrecke kein Kraut gewesen, obwohl er, wie er selbst sagt, nur Rand-Thüringer ist. Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) trieb dahinter die einzige Honda im Feld zu Höchstleistungen und bewies seine einzigartige fahrerische Klasse. Teamchef Jens Holzhauer hat mit dem langen Blonden einen wirklich wohlüberlegten Glücksgriff gemacht. Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) komplettiert die erste Startreihe. Das heißt: ganz vorn stehen drei deutsche Fahrer auf BMW, Honda und Ducati. Panigale V4R-Fahrer Lorenzo Zanetti ist Vierter.

Ducati-Teamchef Matthias Moser war entzückt, dass alles so ausgegangen ist. „Lorenzo hatte gestern ein kleines technisches Problem und dadurch nicht die volle Leistung am Motorrad. Und weder Tulo noch Lorenzo kannten die Strecke. Letztes Jahr musste Lorenzo ja auf dem Schleizer Dreieck wegen seines Schlüsselbeinbruchs aussetzen“, erzählt Moser und fährt fort, „dass er jetzt in der zweiten Startreihe ist, darauf bin ich besonders stolz. Weil es die Italiener generell mit solchen Strecken nicht so haben. Das war schon immer so, wenn wir einen Italiener im Team hatten.“ Tulo und Lorenzo hatten Teamwork gemacht. Der Deutsche war seinem Kollegen zwischendurch vorgefahren und hatte ihn gezogen. Tulo schaffte in den 15 Minuten drei 1:23er-Runden. „Gestern war mein Ziel Top 5, heute Top 3. Hat funktioniert.“ Das hat auch seinem Teamvorgänger, Ex-Superbiker Marc Moser, der als Besucher kam, aber vom Streckensprecher kurzerhand als Co-Kommentator für die Superpole verpflichtet wurde, offensichtlich gefallen. Zumal es sich beim Teamboss um seinen Vater handelt.

Der BMW-Mannschaft von Meistermacher Werner Daemen war schon gestern im Superpole Pre-Practice komplett den Einzug in die Superpole 2 gelungen, musste heute aber Abstriche machen. Der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz durch das Training auf der Naturrennstrecke letzte Woche ist relativiert. Der Meisterschaftsführende und Auftaktsieger Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) hatte in den entscheidenden Minuten die fünftschnellste Zeit und Leandro „Tati“ Mercado die siebtschnellste.

Superpole 1

  1. Soma GÖRBE (BMW), 
  2. Martin VUGRINEC (Kawasaki), 
  3. Sandro WAGNER (BMW), 
  4. Max SCHMIDT (BMW), 
  5. Twan SMITS (Yamaha), 
  6. Marco FETZ (BMW), 
  7. Christoph BEINLICH (BMW), 
  8. Philipp STEINMAYR (Kawasaki), 
  9. Maximilian KOFLER (Yamaha)

Superpole 2 

  1. Jan-Ole JÄHNIG (BMW), 
  2. Florian ALT (Honda), 
  3. Lukas TULOVIC (Ducati), 
  4. Lorenzo ZANETTI (Ducati), 
  5. Hannes SOOMER (BMW), 
  6. Toni FINSTERBUSCH (BMW), 
  7. Leandro MERCADO (BMW), 
  8. Bálint KOVÁCS (BMW), 
  9. Leon ORGIS (BMW), 
  10. Martin VUGRINEC (Kawasaki), 
  11. Soma GÖRBE (BMW), Kevin ORGIS (BMW), 
  12. Milan MERCKELBAGH (BMW), 
  13. Jan MOHR (Yamaha), 
  14. Sandro WAGNER (BMW).

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Supersport: Geiger mit Bestzeit, aber startet aus Reihe zwei

Dirk Geiger, Honda CBR 600 RR #60
Foto: Jens Hawrda

Die Supersport-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) geht auf dem Schleizer Dreieck in die nächste Runde – und sorgt schon vor dem ersten Rennen für Spannung. Zwar sicherte sich Dirk Geiger (MCS Racing) im Qualifying die Pole Position, doch beim Rennstart steht ein anderer ganz vorne.

Strafe wirbelt Startaufstellung durcheinander

Dirk Geiger brannte mit 1:26,610 Minuten die schnellste Zeit in den Asphalt und war im Training der Mann, den es zu schlagen galt. Doch der Honda-Pilot muss das erste Rennen am Samstagmittag nur von Platz vier aus aufnehmen. Der Grund: fehlende Reifensticker im ersten Qualifying – ein Regelverstoß, der ihn drei Plätze nach hinten katapultiert. Gelassen sieht er das dennoch: „Das ändert nichts daran, dass ich mich bereit für ein starkes Rennen fühle. Das Motorrad läuft gut, und in Schleiz fühle ich mich immer wohl.“

Van der Voort stürzt – hält aber Startplatz zwei

Die erste Startreihe eröffnen damit andere: Melvin van der Voort (Track and Trades Wixx Racing) startet von P2, obwohl sein Qualifying von einem Sturz überschattet war. In Runde vier des ersten Qualis flog der Niederländer in Turn eins ab. Glück im Unglück – keine Verletzungen, das Medical Center gab grünes Licht fürs zweite Zeittraining. Seine zuvor gefahrene Rundenzeit von 1:26,715 reichte aus, um die erste Startreihe zu sichern.

Blin stark – Rörig überrascht

Daniel Blin (AF Racing Team) nutzte beide Qualifyings optimal, verbesserte sich im Q2 nochmals leicht und komplettiert die erste Reihe auf Startplatz drei. Dahinter führt Marcel Brenner (MotoLife) das Feld der zweiten Startreihe an. Überraschend stark auch Julius Caesar Rörig – der MCA-Pilot zeigte bereits beim Saisonstart in Oschersleben, dass mit ihm in dieser Saison zu rechnen ist und auch in Schleiz  verzeichnete er von Training zu Training zusehends einen Aufwärtstrend. Ergebnis: Startplatz fünf – neben seinem Teamkollegen Dirk Geiger. Marvin Siebdrath (Yamalube Motorsport Kofler) steht auf Startplatz sechs.

Stürze in Q1 – Kofler kämpft

Luca De Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing) stürzte im Q1 an der gleichen Stelle wie van der Voort – nur eine Runde früher. Der Belgier rutschte dabei sogar bis unter die Reifenstapel, blieb jedoch unverletzt. Sein Motorrad konnte zwar repariert werden, doch mehr als Rang acht war nicht mehr drin, da er Q2 wegen technischer Probleme zudem vorzeitig beendete.

Auch Titelverteidiger Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) hatte einen schwierigen Start ins Wochenende. Nach einem Sturz in der Seng, welches die schnellste Stelle auf dem Schleizer Dreieck ist, im ersten freien Training am Freitag, war sein Motorrad schwer beschädigt. Sein Team schraubte bis tief in die Nacht, um die Yamaha YZF-R6 wieder passend zu den Qualifyings rennbereit zu machen. Doch Kofler bleibt realistisch: „Das Bike funktioniert, und ich kann fahren – das ist das Wichtigste, um Punkte zu sammeln. Bäume werde ich an diesem Wochenende aber wohl nicht mehr ausreißen können.“

Ergebnis IDM Supersport, Q1+Q2:

  1. Dirk GEIGER
  2. Melvin VAN DER VOORT
  3. Daniel BLIN
  4. Marcel BRENNER
  5. Julius Caesar RÖRIG
  6. Marvin SIEBDRATH
  7. Štepán ZUDA
  8. Luca DE VLEESCHAUWER
  9. Lennox LEHMANN
  10. Filip FEIGL
  11. Andreas KOFLER

Quelle: ism.de / Rowena Hinzmann


IDM Sportbike: Iglesias auf Pole, Svendsen zurückversetzt

Strahlender Sonnenschein, volles Fahrerlager und eine faustdicke Überraschung auf der Zeitenliste: Beim Qualifying der Sportbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Schleiz ließ am Samstag ein Name aufhorchen: Inigo Iglesias. Der Spanier, kurzfristig als Ersatz für den verletzten Luis Rammerstorfer ins Team Freudenberg RoRa-Paligo Racing geholt, sicherte sich bei seinem spontanen Einsatz prompt die Pole Position.

Bereits in den freien Trainings am Freitag hatte Iglesias mit zwei zweiten Plätzen aufgezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Doch was der 22-Jährige dann im ersten Qualifying auf das Schleizer Dreieck brannte, ließ die Konkurrenz staunen: 1:30,999 Minuten – und keiner kam mehr ran. Auch nicht im zweiten Zeittraining. „Von der ersten Minute an hat alles gepasst. Das Bike funktioniert hier richtig gut und es macht einfach Spaß, in Schleiz zu fahren“, so Iglesias, der nun als Polesetter ins erste Rennen am Samstagnachmittag um 15:15 Uhr geht.

Svendsen zurückversetzt

Eigentlich hätte Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team), aktuell Führender in der Meisterschaft, von Platz zwei ins Rennen starten sollen. Doch eine fehlende Reifenkennzeichnung im ersten Qualifying brachte dem Dänen eine Rückversetzung um drei Startplätze ein. Statt aus der ersten Reihe muss der Triumph-Pilot das Samstagsrennen nun von Rang fünf in Angriff nehmen. Ein Rückschlag, aber sicherlich kein Grund für den kampferprobten Svendsen, klein beizugeben.

Heimspiel für Hänse

Für einen weiteren Hingucker sorgte Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13). Der 22-Jährige aus Harth-Pöllnitz kennt das Schleizer Dreieck wie seine Westentasche – und nutzte den Heimvorteil. Mit einer starken 1:31,686 Minuten stellte er seine Yamaha auf Startplatz drei und sich selbst ins Rampenlicht: „Ich fühle mich hier einfach wohl. Die Fans, die Strecke – das ist ein besonderes Fahren hier.“ Da Svendsen von weiter hinten startet, geht es für Hänse am Nachmittag von Rang zwei los.

Svoboda konstant, Nielsen überrascht

Startplatz vier geht an WM-erprobten Petr Svoboda (WRP Racing). Der Tscheche, erstmals in Schleiz unterwegs, lieferte ein unaufgeregtes, aber solides Qualifying und bleibt definitiv ein Mann für die vorderen Plätze auf seiner Aprilia RS 660. Neben ihm in Reihe zwei: Cedric Holme Nielsen (Motorradtke GYTR by Penz13), IDM-Rookie aus Berlin, der mit Rang fünf eine beachtliche Leistung zeigte. Komplettiert wird die zweite Startreihe von Ben Kugler (MotoLife), der ebenfalls mit starker Pace bereits am Freitag überzeugte.

Das erste Rennen der IDM Sportbike startet am Samstag um 15:15 Uhr – live und kostenlos im Stream unter www.idm.de/live.

IDM Sportbike Ergebnis Qualifying 1+2: 

  1. Inigo IGLESIAS
  2. Oliver SVENDSEN
  3. Justin HÄNSE
  4. Petr SVOBODA
  5. Cedric HOLME NIELSEN
  6. Ben KUGLER
  7. Korbinian BRANDL
  8. Anton SÖDERGREN
  9. Sven SEIDLER
  10. Ty HENRIKSEN
  11. Alexander WEIZEL
  12. Kristoffer KÖNIG
  13. Rick KOOISTRA

Quelle. idm.de / Rowena Hinzmann


IDM Superbike: Kawasaki erwartet keine Wunder, aber Top Ten

Martin Vugrinec, Kawasaki ZX-10 RR #4
Foto:Jens Hawrda

Teamchef Oliver Skach hat seit Bestehen seines IDM Superbike-Teams, das als einziges offiziell vom deutschen Importeur unterstützt wird, viel Energie und Herzblut in das Projekt investiert. Doch seine Fahrer Martin Vugrinec und Philipp Steinmayr sind im letzten Viertel der Zeitenliste nach den freien Trainings auf dem Schleizer Dreieck zu finden. Skach bringt das nicht aus der Fassung.

Es ist ein Auf und Ab. Beim 26-jährigen „Spider“-Martin Vugrinec sah es gestern im Superbike Pre-Practice eine zeitlang so aus, als ob er gleich den Einzug in die Superpole 2 schafft und dann verpasste er die Hürde um zwei Plätze. Also wird der heißblütige Kroate heute in der Superpole 1 unter den drei Bestplatzierten sein müssen, um sich noch für den Sprung in die Superpole 2 zu qualifizieren. Dort wird der endgültige Kampf um die Startplätze der schnellsten 15 Fahrer ausgetragen.

„Ich sehe Martin in der Superpole 2“, ist Skach optimistisch und erklärt, weshalb sein Stammfahrer heute morgen im dritten Freien Training so abgesackt ist. „Er ist mit alten Reifen auf die Strecke gefahren, die schon 20 Runden auf dem Gummi hatten.“

Von der Sache her laufe es im Team Skach Motors Kawasaki Racing gar nicht so schlecht, kann der Teamchef beweisen. „Wir sind erst eine volle Saison dabei und noch kein Top 3-Team, das mit Rundenzeiten von 1:24 Minuten auf dem Zettel steht, aber uns trennen mittlerweile nur noch 1,7 Sekunden von der Spitze. Beim Saisonauftakt in Oschersleben waren es noch zwei Sekunden. Wir kommen also durchaus näher und wollen in die Top Ten der der Meisterschaft fahren. Martin hat dafür auf jeden Fall Potential.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek