Samstag, 24. Mai 2025

Lucas Auer fährt mit neuem Rundenrekord auf die Pole

Lucas Auer holt Pole mit neuem Rundenrekord
Foto: Jens Hawrda

Lucas Auer holte am Samstagmorgen beim ersten Qualifying auf dem Dekra Lausitzring die 14. Pole-Position seiner DTM-Karriere. Der Mercedes-AMG-Pilot umrundete die 3,478 Kilometer lange Strecke in 1:19,827 Minuten und unterbot damit den Rundenrekord von Ferrari-Fahrer Jack Aitken aus dem Jahr 2023 um 0,110 Sekunden.

„Wir haben nach dem Freien Training einige Änderungen am Fahrzeug-Setup vorgenommen und wurden dafür mit der Pole-Position belohnt. Beim Auftakt in Oschersleben ist mir bereits ein Start-Ziel-Sieg gelungen, das ist auch für das anstehende Rennen der klare Plan. Das wird eine echte Herausforderung: Die Grip-Verhältnisse auf der Strecke sind sehr unterschiedlich, dazu kommen viele Bodenwellen. Aber genau das macht den Lausitzring aus“, sagt der 30-Jährige DTM-Spitzenreiter vom Mercedes-AMG Team Landgraf, der 2016 auf dem Lausitzring seinen ersten DTM-Sieg feierte.

Starker Platz 2 im Qualifying für Ricardo Feller im Audi R8
Foto: Jens Hawrda

Ricardo Feller zeigte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Land-Motorsport eine starke Leistung und belegte mit einem Rückstand von 0,033 Sekunden Platz zwei. Dritter wurde Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Winward Racing, gefolgt von seinem Markenkollegen Jules Gounon auf Rang vier. Als bester BMW-Pilot sicherte sich René Rast von Schubert Motorsport Position fünf.

Bei kühlen Temperaturen von knapp zehn Grad Celsius dauerte es knapp eine Viertelstunde, ehe die 24 DTM-Piloten die Pirelli-Reifen auf die nötige Arbeitstemperatur brachten. Danach purzelten die Bestzeiten. Auer unterbot drei Minuten vor Schluss als erster Fahrer an diesem DTM-Wochenende die 1:20.000-Minuten-Marke und erzielte damit auch die Top-Zeit des Qualifyings. Kurz vor Schluss schob sich Feller an Engel vorbei auf Rang zwei vor, Gounon steuerte Sekunden später den dritten Mercedes-AMG unter die Top-Fünf. Das erste Zeittraining am Lausitzring unterstrich einmal mehr die hohe Leistungsdichte in der DTM: Die ersten 17 der insgesamt 24 Fahrer lagen innerhalb von einer halben Sekunde.

Ergebnis Qualifying, 3. Saisonlauf, Dekra Lausitzring (Top-Five) 

  1. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), 1:19,827 Minuten
  2. Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport), +0,033 Sekunden
  3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +0,062 Sekunden
  4. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,146 Sekunden
  5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +0,169 Sekunden

Quelle: dtm.com

Prototype-Cup: Danny Soufi holt sich Lausitz-Pole

Danny Soufi holt Pole am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Nach zwei freien Trainings stand am späten Nachmittag auf dem Dekra Lausitzring noch das erste Qualifying des Prototype Cup Germany auf dem Programm. Bei sonnigem, aber kühlem Wetter eroberte Danny Soufi (21/USA, Konrad Motorsport) die beste Startposition für das erste Rennen des Wochenendes, das am morgigen Samstagnachmittag stattfindet. Hinter dem US-Amerikaner erreichte Valentino Catalano (19/Westheim, Gebhardt Intralogistics Motorsport) den zweiten Platz vor Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN, BWT Mücke Motorsport). 

„Ich bin happy mit meiner Runde, es war insgesamt ein gutes Qualifying“, so Soufis erste Reaktion. „Ich muss mich bei meinem Team Konrad Motorsport für das tolle Auto bedanken, denn ohne sie wäre so eine Rundenzeit nicht möglich gewesen. Gegen Ende der Session wurde die Strecke immer schneller und ich habe das Auto teilweise auch hart rangenommen.“ Der Texaner war mit einer Bestzeit von 1:19,853 Minuten 0,455 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Catalano. „Ich bin eigentlich glücklich mit meiner Leistung, viel mehr wäre nicht gegangen“, schätzte der unterlegene Gebhardt-Mann. „Vielleicht hätte ich noch eine oder 1,5 Zehntelsekunden schneller fahren können, aber das war es dann. Danny Soufis Team Konrad hat für seinen Ligier offenbar eine wirklich gute Abstimmung gefunden. Ich bin bester Duqueine im Feld und denke, dass wir auch für das Rennen eine gute Pace haben werden. Aus der ersten Startreihe ist sowieso alles möglich.“

Jakobsen, der anfangs noch seine Mühe mit dem Lausitzring hatte, war mit seinem dritten Rang ebenfalls zufrieden. „Zu Beginn des Qualifyings hatte ich Probleme, meine Reifen ordentlich auf Temperatur zu bringen. Nach ein paar Runden war dann irgendwas links hinten, was wahrscheinlich einfach nur etwas Pick-Up war, den ich aufgesammelt hatte, mir aber einen kleinen Schreck eingejagt hat. Am Ende lief das Qualifying dann wirklich gut, ich konnte einen weiteren großen Schritt nach vorne machen. Und ich denke, ich habe noch Potenzial nach oben.“

Jakobsen gewann das teaminterne Duell gegen Maksymilian Angelard (17/POL, BWT Mücke Motorsport), der gerade einmal 0,097 Sekunden langsamer war als der Däne. Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) sicherte sich in seinem ersten Zeittraining im Prototype Cup Germany die fünfte Position vor Sven Barth (44/Eberbach, Aust Motorsport). Im Duell der beiden Trophy-Piloten setzte sich Michael Herich (47/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) durch, er belegte Platz sieben vor seinem Trophy-Rivalen Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing). 

Quelle: ADAC-Motorsport


GT-Masters: Finn Wiebelhaus eröffnet die Saison mit Trainingsbestzeit

Finn Wiebelhaus mit Bestzeit im Training am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Starker Einstand für den neuen Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams. Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen) setzte mit 1:20.348 Minuten die Freitags-Bestzeit zum Auftakt in die ADAC GT Masters Saison 2025 auf dem Lausitzring. „Wir lernen noch jeden Tag etwas Neues über das Auto. Heute Morgen waren die Gripverhältnisse auf der Strecke sehr gut und auch meine Runde war in Ordnung. Das gibt mir ein gutes Gefühl für morgen“, sagte Wiebelhaus, der sich sein Auto mit Salman Owega (19/Köln) teilt.

Aufgrund von Reparaturarbeiten an der Strecke, musste das erste Training unterbrochen und nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt werden. An die Bestzeit des HRT-Piloten war aber kein Herankommen mehr - weder nach Wiederaufnahme der Session noch im verkürzten zweiten Training. 

Die zweitschnellste Runde des Tages drehte Leo Pichler (23/AT/razoon – more than racing). Der Österreicher fuhr in seinem Porsche 911 GT3 R eine Zeit von 1:20.501 Minuten. „Der Tag lief wirklich sehr gut. Wir sind zwei Qualifying-Simulationen und einen Longrun gefahren. Wir haben das richtige Setup für das Wochenende gefunden und ich freue mich, wenn es jetzt endlich richtig losgeht“, erklärte Pichler, der zusammen mit Simon Birch (18/DNK) fährt. „Ich finde es super, dass wir jetzt so viele Endurance-Rennen fahren, das macht die Meisterschaft noch spannender.“

Die Top-3 wurden von Tim Zimmermann (28/Langenargen) und Leyton Fourie (19/Südafrika/beide FK Performance Motorsport) abgerundet. Die beiden Piloten im BMW M4 GT3 Evo fuhren in beiden Trainings unter die besten Drei. Platz vier erzielte Julian Hanses (27/Hilden/FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Die Top-5 komplettierte Niklas Kalus (19/Duisburg/Haupt Racing Team), der mit 1:20.834 Minuten die Bestzeit des Nachmittags setzte.

Am Samstagmorgen starten die Piloten der GT3-Nachwuchsliga des ADAC um 8:30 Uhr in ihr erstes Qualifying der Saison. Hier entscheidet sich, wer im ersten Meisterschaftslauf um 14:10 Uhr von der Pole-Position ins Rennen geht. Die Fahrer, die das Zeittraining am Samstag bestreiten, fahren im 80-minütigen Endurance-Rennen den ersten und dritten Stint. Ihre Teamkollegen übernehmen nach dem ersten Boxenstopp. 

Quelle: ADAC-Motorsport


Gounon startet perfekt ins DTM-Wochenende am Dekra Lausitzring

  • Franzose belegt in beiden Trainings-Sessions Platz eins
  • Ben Dörr im McLaren zweitschnellster Pilot in der Lausitz
  • Geringe Abstände im Feld: Top-15 innerhalb von gut 0,5 Sekunden

Jules Guonon, Schnellster im Training am Freitag
Foto: Jens Hawrda

Starkes Statement von Jules Gounon (F) am Dekra Lausitzring: Beim Auftakt zum zweiten DTM-Stopp war der Mercedes-AMG-Pilot am Donnerstag in beiden Freien Trainings schnellster Fahrer und erzielte in der zweiten Session mit 1:20,595 Minuten die Tagesbestzeit. „Ein guter Start ins Wochenende! Wichtig war es, das Auto optimal für das Qualifying einzustellen. Das ist uns gelungen. Ich mag den Lausitzring. Mit seinen langsamen, technisch anspruchsvollen Kurven, den schnellen Geraden und der tückischen Mauer ist er sehr speziell“, erklärte der 30-Jährige vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter.

Ben Dörr (McLaren #25) mit starkem Wochenendauftakt und Platz 2 im Training
Foto: Jens Hawrda

Ben Dörr (Butzbach) beendete das Freie Training im McLaren 720S GT3 Evo mit dem hauchdünnen Rückstand von 0,011 Sekunden auf Platz zwei. „Mir ist eine super Runde gelungen. Wir haben in den letzten Monaten viel Arbeit in die Fahrzeugabstimmung gesteckt, das zahlt sich Stück für Stück aus. Dazu haben wir den Peak des Reifens perfekt getroffen, damit hatten wir vergangenes Jahr oft Probleme. Natürlich war es nur ein Training, aber die Entwicklung stimmt und das fühlt sich gut an“, freute sich Dörr. Dritter wurde Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Landgraf, Rang vier belegte Thierry Vermeulen (NL) im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing. Lokalmatador Maximilian Paul (Dresden) fuhr im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Paul Motorsport die fünftschnellste Zeit.

Das erste Freie Training am Donnerstagmittag nutzten die meisten Teams, um das Setup der Fahrzeuge an das Strecken-Layout des Lausitzrings anzupassen. Mit 1:20,623 Minuten fuhr Gounon die schnellste Runde. In der zweiten Session am Nachmittag standen auch Qualifying-Simulationen auf dem Programm. Auer legte als Erster vor und hielt lange Zeit die Bestmarke. Rund acht Minuten vor Schluss übernahm Dörr die Führung, ehe Gounon kurze Zeit später die Top-Zeit des Tages gelang. In beiden Trainings-Sessions waren die Abstände denkbar knapp, die ersten 15 Fahrer lagen innerhalb von gut 0,5 Sekunden.


Donnerstag, 22. Mai 2025

Prototype Cup Germany erstmals in 2025 im Rahmen der DTM

  • Rennen auf dem Dekra Lausitzring ist Heimspiel für BWT Mücke Motorsport
  • Zino-Ferret Fahlke gibt Debüt in der deutschen LMP3-Serie

Foto: Jens Hawrda

Zu seinem fünften und sechsten Saisonlauf tritt der Prototype Cup Germany am kommenden Wochenende (23. – 25. Mai) erstmals in diesem Jahr im Rahmen der DTM an. Auf dem Dekra Lausitzring wollen Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) ihre Führung in der Fahrerwertung der vom ADAC und der Creventic organisierten LMP3-Serie verteidigen. Doch mit Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst) und Maksymilian Angelard (17/POL) sowie Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN) und Riccardo Leone Cirelli (17/ITA) lauern vier schnelle Youngster vom Team BWT Mücke Motorsport, die den beiden Konrad-Piloten das Leben so schwer wie möglich machen möchten. Aber auch Soufi und Lefterov haben in dieser Saison erstmals Unterstützung durch ein zweites Fahrzeug, denn Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil) wird am Steuer eines Konrad-Ligier sein Debüt im Prototype Cup Germany geben. Beide Rennen sowie das zweite Qualifying können auch von den Zuschauern unter youtube.com/adacmotorsports live verfolgt werden.

Der US-Amerikaner Soufi kommt mit einem guten Gefühl an den Lausitzring, denn im Vorjahr konnte er auf dieser Strecke zusammen mit seinem damaligen Partner Torsten Kratz zwei Läufe gewinnen und einmal als Zweiter über die Ziellinie fahren. Aber auch Cirelli erinnert sich gerne an sein erstes Gastspiel 2024 auf dem Lausitzring, er konnte damals zusammen mit Julien Apothéloz ebenfalls dreimal das Podium erklimmen. Nun möchte der Italiener, der sich seinen Duqueine mit Jakobsen teilt, näher an die Tabellenführer Soufi / Lefterov rücken und sie im Optimalfall sogar von der Spitze verdrängen. Für Cirelli und Jakobsen ist das Rennwochenende auf dem Lausitzring ein ganz besonderes, denn es ist das Heimspiel ihres Teams BWT Mücke Motorsport. Der Rennstall aus Berlin ist gerade einmal eine Autostunde vom Lausitzring entfernt beheimatet.

Auch Pluschkell und Angelard wollen beim Heimauftritt ihrer Mannschaft alles geben. Die beiden LMP3-Neulinge konnten bereits in Hockenheim überzeugen, als sie erstmals ein Rennen für sich entscheiden konnten. „Da lief alles glatt, selbst die Full-Course-Yellow-Phase hat uns etwas geholfen“, so Pluschkell. Dennoch sagte er auch: „Wir haben den Sieg nicht geschenkt bekommen.“ An den Lausitzring hat er nicht so gute Erinnerungen. „Bisher hatte ich dort immer Pech und konnte somit nie gute Ergebnisse holen. Deshalb ist mein Ziel für das Wochenende, endlich auch mal auf dem Lausitzring ein gutes Resultat zu erobern. Dafür müssen wir zwei saubere, fehlerfreie Läufe absolvieren. Auf jeden Fall wäre es toll, wenn wir wieder viele Punkte mitnehmen könnten.“ Dafür hat sich der 20-Jährige unter anderem im Simulator vorbereitet und kennt die Tücken der Piste in der Lausitz. „Der erste Sektor ist eine Aneinanderreihung von Kurven; da muss der Eingang unbedingt passen, um einen guten Rhythmus zu finden. Kurve sechs, fast eine 180-Grad-Kurve, ist eine andere Schlüsselstelle. Hier hat man kaum Anhaltspunkte, um den perfekten Bremspunkt zu treffen.“

Pluschkell wird am kommenden Wochenende mit Fahlke einen neuen, jungen Rivalen bekommen. „Ich habe 2023 zum ersten Mal den Prototype Cup Germany live gesehen und fand ihn direkt attraktiv. Damals bin ich noch im ADAC Tourenwagen Junior Cup unterwegs gewesen und hatte 2024 Kontakt mit Franz Konrad aufgenommen. Wir waren dann mal testen und in der Prototype Winter Series 2024/25 bin ich die beiden Rennen in Barcelona für ihn gefahren. Und nun bin ich hier und freue mich auf meine Premiere im Prototype Cup Germany“, fasste Fahlke, der parallel noch im Kartsport aktiv ist, zusammen. Ein Platztausch gab es bei Gebhardt Intralogistics Motorsport: Valentino Catalano (19/Westheim), der in Hockenheim noch alleine fuhr und dort als amtierender Meister sein Comeback feierte, wird nun den Platz neben Mikkel C. Johansen (37/DEN) im Duqueine einnehmen. Er ersetzt damit Oscar Tunjo.