Mittwoch, 30. April 2025

Wichtige Punkteausbeute für Mercedes-AMG beim DTM-Auftakt in Oschersleben

  • Jules Gounon fährt im Sonntagsrennen auf Platz zwei
  • Ein Sieg und zwei Podestplätze für Mercedes-AMG beim Saisonstart
  • Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany ebenfalls erfolgreich

Jules Gounon holt im Sonntagsrennen Platz zwei
Foto: Jens Hawrda

Auch beim zweiten Lauf des DTM-Auftakts in Oschersleben konnte Mercedes-AMG ein starkes Ergebnis erzielen. Im morgendlichen Qualifying sicherte sich DTM-Neuling Jules Gounon (FRA) im Mercedes-AMG GT3 #48 die Pole-Position. Im anschließenden Sonntagsrennen kam erstmals das neue Rennformat mit zwei Pflicht-Boxenstopps zum Einsatz – was für zusätzliche Spannung sorgte. Gounon krönte seine Leistung mit einem starken zweiten Platz und fuhr damit einen weiteren Podesterfolg für Mercedes-AMG ein.

Für Jules Gounon vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER, der die ikonische "Mamba" pilotiert, verlief der Sonntag nahezu perfekt. Nach einer Aufwärmrunde im Qualifying kehrte er – wie auch die anderen AMG Fahrer – zunächst an die Box zurück. In der zweiten Hälfte der Session dirigierte ihn sein Team dann ideal in den Verkehr, sodass er freie Fahrt für seine schnellste Runde hatte. Im Rennen gewann Gounon zunächst den Start souverän, musste während des ersten Boxenstoppfensters jedoch die Führung abgeben. Beim zweiten Reifenwechsel, den er taktisch klug erst kurz vor Ablauf der Stoppzeit absolvierte, konnte er sich auf Platz zwei vorarbeiten und verteidigte diese Position bis ins Ziel.

Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team Landgraf ging als Führender der Meisterschaft in den zweiten Renntag des Wochenendes und qualifizierte sich auf Startplatz acht. Aufgrund seines Sieges am Samstag musste Auer ein Erfolgsgewicht von 20 Kilogramm zuladen. Beim Start hatte er Pech: Auf kalten Reifen kam es in der ersten Runde zu einer Berührung, bei der Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Winward Racing kurzzeitig von der Strecke rutschte. Die Rennleitung ordnete daraufhin einen Platztausch zwischen Engel und Auer an. Dadurch verlor Auer drei Positionen, weil zwischen den beiden AMG Fahrern zwischenzeitig bereits zwei Fahrzeuge waren. Sein Team setzte bei den Boxenstopps auf die Undercut-Strategie, wodurch der Österreicher sich letztlich auf Rang zehn zurückkämpfen konnte. Maro Engel überquerte die Ziellinie auf Platz zwölf.

Tom Kalender, der jüngste Fahrer im Feld, absolvierte ein solides erstes DTM-Wochenende. Der 17-Jährige behauptete sich im starken Feld der 24 Piloten und sah an beiden Renntagen die Zielflagge. Am Sonntag erhielt Kalender nach einer Kollision mit Timo Glock eine Strafe von drei Penalty Laps und beendete das Rennen auf Platz 20.

Das nächste DTM-Wochenende findet vom 23. bis 25. Mai auf dem DEKRA Lausitzring in Klettwitz statt. Mercedes-AMG will dort den starken Auftakt fortsetzen und weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Stimmen zum Rennwochenende in Oschersleben

Lucas Auer #22, Mercedes-AMG Team Landgraf

„Insgesamt war es ein sehr gutes Wochenende. Gestern natürlich das Highlight mit dem Sieg, heute lief es etwas ernüchternder. Im Qualifying hätten wir eigentlich deutlich mehr Potenzial gehabt. Mit dem Zusatzgewicht war das Rennen dennoch eine solide Leistung. Die Strafe heute war bitter – ich bin der Letzte, der eine Kollision mit einem Markenkollegen möchte. In der ersten Runde auf kalten Reifen kam es leider zu einer Berührung. Unsere Strategie mit den Undercuts war risikoreich, da das hier auf der Strecke schwer umzusetzen ist – aber es hat gut funktioniert. Jetzt freue ich mich auf den Lausitzring, eine meiner Lieblingsstrecken. Dort habe ich 2015 mein erstes DTM-Rennen gewonnen.“

Jules Gounon #48, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER

„Das war ein tolles Qualifying und ein richtig hartes Rennen heute. Vielen Dank an Mercedes-AMG und das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER – wir mussten den zweiten Platz im Porsche-Sandwich wirklich hart verteidigen. Über das gesamte Wochenende hinweg haben wir intensiv am Set-up gearbeitet, um das Auto so konkurrenzfähig hinzubekommen, wie es heute war. Ich bin sehr happy und froh, dass ich wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln konnte.“

Tom Kalender #84, Mercedes-AMG Team Landgraf

„Mit meinem ersten DTM-Wochenende bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn ich natürlich gerne weiter vorne gelandet wäre. Das Niveau in der DTM ist enorm hoch – drei Zehntelsekunden können im Qualifying schon einen großen Unterschied machen. Das macht die Ausgangslage für das Rennen schwieriger. Meine Rennpace war eigentlich gut, aber hier auf dem Kurs ist Überholen extrem schwer. Die drei Penalty-Laps heute haben wehgetan. In den kommenden vier Wochen heißt es jetzt, vor allem im Qualifying weiter an der Pace zu arbeiten.“


Erfolgreicher Saisonauftakt für Mercedes-AMG in Oschersleben

  • Lucas Auer mit Pole-Position, schnellster Rennrunde und Sieg im ersten Rennen
  • Maro Engel komplettiert das Doppelpodium mit Platz drei
  • Lucas Auer: „Es fühlt sich gut an, wieder zurück zu sein und die Saison mit einem Sieg zu beginnen.“

Von der Pole zum Sieg:Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG Customer Racing präsentierte sich beim Auftaktrennen der DTM 2025 am Samstag in Oschersleben in starker Form. Im Qualifying am Morgen, das um 9:25 Uhr mit fünf Minuten Verspätung begann, da die Strecke noch gereinigt werden musste, stellte Lucas Auer (AUT) seinen Mercedes-AMG GT3 #22 zunächst auf Startplatz zwei. Aufgrund der nachträglichen Disqualifikation des schnellsten Qualifying-Fahrers rückte Auer kurz vor Rennstart auf die Pole-Position vor. Nach 57:03:179 Minuten gelang dem Österreicher auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs in Oschersleben der erste Sieg der DTM-Saison 2025.

Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team Landgraf gelang es, bereits in den ersten 15 Minuten einen Vorsprung von drei Sekunden herauszufahren. Er kontrollierte das Rennen zunächst bis zur Öffnung des Boxenstopp-Fensters souverän von der Spitze aus. Das Team absolvierte den Boxenstopp in 6,3 Sekunden – der schnellste Stopp im Feld der 24 Piloten. Für Auer war es der zehnte Sieg in seinem 156. DTM-Rennen. Auf diesen erneuten Erfolg musste der 30-Jährige 931 Tage warten.

Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Winward Racing wurde im Qualifying auf seiner schnellsten Runde im dritten Sektor behindert und qualifizierte sich mit einer Zeit von 1:22,321 Minuten auf Platz fünf. Im Rennen gelang es Engel – nicht zuletzt durch die Strategie eines späten Boxenstopps – sich auf das Podium vorzukämpfen; er beendete das Rennen auf Rang drei.

Jules Gounon vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER ging von der vierten Position aus ins Rennen. Der Franzose, der eine andorranische Fahrerlizenz besitzt, konnte direkt beim Start eine Position gutmachen und kam auf Platz drei liegend als erster AMG Fahrer zum obligatorischen Boxenstopp. Der geplante Undercut Versuch missglückte jedoch. Gounon kam nach dem Reifenwechsel direkt hinter seinem direkten Konkurrenten zurück auf der Strecke. Alle Überholversuche scheiterten und so beendete er das Rennen auf Platz Fünf.

Rookie Tom Kalender geriet im Qualifying auf seiner schnellsten Runde kurz vor Schluss unglücklich in den Verkehr. Somit startete der 17-jährige von Position 17 in sein erstes DTM-Rennen. Diese Platzierung verteidigte der amtierende ADAC GT Masters Meister über die Renndistanz von 55 Minuten plus eine Runde erfolgreich.

Stimmen zum Rennen 1 in Oschersleben

Lucas Auer #22, Mercedes-AMG Team Landgraf Motorsport

„Es fühlt sich sehr gut an, wieder zurück zu sein und die DTM-Saison mit einem Sieg zu beginnen. Es war relativ hart, die Führung zu verteidigen. Ich hatte zwar eine gute Pace, bin dann aber auf Überrundete aufgelaufen und beim Boxenstopp enger herausgekommen, als ich eigentlich wollte. Mein Team hat heute einen super Job gemacht. “

 Maro Engel #24, Mercedes-AMG Team Winward Racing

„Das war definitiv kein einfaches Rennen heute. Die Pace war zwar hoch, dennoch hatte ich etwas damit zu kämpfen, das Auto in die richtige Balance zu bekommen. Trotzdem war es ein sehr guter Saisonauftakt, und ich bin sehr glücklich über das Podium – das ist ein tolles Resultat und eine wichtige Basis für die Saison.“


Dienstag, 29. April 2025

Starke Comebacks von Rast und Wittmann – Schubert Motorsport sammelt beim Heimspiel wertvolle Punkte

Rast #33 vor Wittmann #11, beide BMW
Foto: Jens Hawrda


Solider Start für den BMW M4 GT3 EVO und Schubert Motorsport in die DTM-Saison 2025. Beim Heimspiel für das Team in Oschersleben (GER) fuhr René Rast (GER) im #33 RoboMarkets BMW M4 GT3 EVO als Fünfter im Sonntagsrennen das beste Resultat des Wochenendes ein. Marco Wittmann (GER) zeigte im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO konstant starke Leistungen und sammelte mit den Plätzen acht am Samstag und sechs am Sonntag viele wertvolle Punkte.

 
Auf dem engen Kurs in der Motorsport Arena beeindruckten Rast und Wittmann vor allem am Sonntag mit starken Aufholjagden. Das Streckenlayout kommt den Stärken des BMW M4 GT3 EVO nicht entgegen, und entsprechend schwer taten sich beide Fahrer im Qualifying. Rast startete Rennen zwei von Position 15 und lag dank eines sehr starken ersten Boxenstopps zwischenzeitlich sogar auf Podiumskurs. Beim neu eingeführten zweiten Pflichtstopp fiel er dann jedoch wieder etwas zurück und wurde am Ende Fünfter. Am Samstag war Rast aufgrund eines technischen Problems ausgeschieden.

Wittmann gelang in beiden Rennen eine Aufholjagd. Am Samstag startete er von Platz zehn und wurde Achter, am Sonntag machte er es noch besser und schob sich dank ebenfalls starker Boxenstopps seiner Crew um sieben Plätze von 13 auf sechs nach vorn. Mit 18 Zählern verlässt Wittmann die erste Station der DTM-Saison auf Rang sieben in der Fahrerwertung, Rast ist mit elf Punkten Zwölfter. Schubert Motorsport liegt als Titelverteidiger in der Teamwertung nach zwei von 16 Rennen mit 29 Punkten auf Platz fünf.

Stimmen zum Rennwochenende

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3 EVO, R1: Ausfall, R2: 5. Platz): „Mit der Aufholjagd auf Platz fünf am Sonntag bin ich sehr happy. Wir hatten eine starke Pace im Auto und sind durch einen großartigen ersten Boxenstopp weit nach vorn gekommen. Dass es dann beim zweiten Stopp ein kleines Problem gab, ist überhaupt nicht schlimm, denn die Jungs machen generell immer einen fantastischen Job. Ich bin mit dem Rennergebnis trotzdem sehr zufrieden. Leider hatten wir am Samstag noch keine Pace und dazu noch ein kleines technisches Problem. Das ist natürlich schade und sorgt dafür, dass ich insgesamt auf ein durchwachsenes Wochenende zurückblicke. Es wäre schön, wenn wir bei den nächsten Rennen von Beginn des Wochenendes an die Möglichkeit hätten, mit den anderen auf Augenhöhe zu kämpfen, und nicht erst am Sonntag.“


Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO, R1: 8. Platz, R2: 6. Platz): „Mit den Ergebnissen an diesem Wochenende können wir sehr zufrieden sein. Wenn man bedenkt, dass Oschersleben nicht die Paradestrecke für unser Auto ist, und sieht, von wo wir gestartet sind, bin ich mit den Plätzen acht und sechs sehr happy. Leider habe ich am Sonntag in der Startphase einige Positionen verloren und lag schon sehr weit hinten. Dank guter Strategie und großartiger Boxenstopps der Jungs konnte ich mich aber noch sehr gut zurückkämpfen.“ 

Zuschauerspektakel zur DTM in Oschersleben

Pitwalk für viel Fannähe bei der DTM 
Foto: Alexander Trienitz

Mit 47.000 Besuchern feierte die DTM in Oschersleben einen gelungenen Saisonauftakt. Bei bestem Wetter siegten Lucas Auer im ersten Rennen und Ayhancan Güven im Rennen 2, während das regionale Team Schubert Motorsport mit starken Leistungen überzeugte. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und große Fannähe machten das Event komplett.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung zum Auftakt der DTM in der Motorsport Arena Oschersleben. 47.000 Besucher waren dabei, um das Motorsport-Highlight des Jahres zu verfolgen. Nach noch recht kühlen Wetterbedingungen am Freitag konnte das Wochenende mit Sonnenschein und tollem Racing in vollen Zügen von den Besuchern genossen werden.

Die Gewinner des Wochenendes waren dabei Lucas Auer im Mercedes-AMG GT3 beim Auftaktrennen und Ayhancan Güven im Porsche 911 GT3 R beim zweiten DTM-Rennen des Jahres am Sonntag.

Lokalmatador Torsten Schubert mit seinem Team Schubert Motorsport hatte dabei gleich zwei BMW M4 GT3 am Start. „Mit Marco Wittmann und Rene Rast haben wir zwei Fahrer, welche auch an diesem Wochenende wieder bewiesen haben, warum sie bereits DTM Champions sind.“, sagt Torsten Schubert, Teamchef des Rennstalls. „Wir haben heute Schadensbegrenzung betrieben, nachdem das Auto von Rene am Vortag aufgrund eines technischen Defektes ausgefallen war. Wir sind aus dem hinteren Mittelfeld ins zweite Rennen gegangen und lagen sogar auf dem zweiten Platz. Durch das neue Rennformat mit zwei Boxenstopps, haben wir leider mit dem zweiten misslungenen Stop von Rene den Kampf um das Podium verloren.“, fasst Torsten Schubert die entscheidenden Rennszenen zusammen. Dennoch konnte das Team von Schubert Motorsport gerade am Rennsonntag viele Punkte mit dem 5. und 6. Platz einfahren.

Spannende Rahmenserien mit der ADAC GT4 Germany, dem ADAC Tourenwagen Junior Cup und die voll-elektrische Serie des Mini NXT Gen Cups rundeten das Programm ab.

Auch neben der Rennstrecke gab es spannende Aktionen. Bereits am Freitag erhielten der amtierende DTM-Champion Mirko Borotolotti und der Kult-Teamchef Olaf Manthey für ihr bisherigen Verdienste eine Plakette auf dem „Walk of Fame“ des 4*-Hotels der Motorsport Arena Oschersleben. Die Besucher erfreuten sich über die Fannähe der DTM – mit dem kostenfreiem Pitwalk und den Autogrammstunden in der Fan Zone kam man den Fahrern so dicht, wie nur selten.

Auch Dr. Lydia Hüskens, die Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-​Anhalt, war am Sonntag für die Pokalvergabe der DTM vor Ort. Ebenfalls besuchten Landrat Martin Stichnoth mit der CDU Abgeordneten des Bundestages Anna Aeikens und Bürgermeister Benjamin Kanngießer die Veranstaltung.

Weiter geht es in der Motorsport Arena Oschersleben mit hochkarätigen Zweirad-Motorsport. Vom 9. bis 11. Mai gastiert die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in der Magdeburger Börde.


Perfektes Debüt-Wochenende für Enrico Förderer und Jay Mo Härtling

  • Mercedes-AMG-Duo mit zwei Siegen beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany
  • Lokalmatador Hugo Sasse an beiden Tagen auf dem Podium
  • Ausgeglichenes Feld mit Fahrzeugen von drei Marken in den Top Drei

Föderer/Härtling verlassen Oschersleben mit zwei Siegen
Foto: Jens Hawrda

Zwei Rennen und zwei Siege: Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) erlebten den perfekten Saisonauftakt im Rahmen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Nach ihrem Sieg im Samstagsrennen triumphierten sie im Mercedes-AMG GT4 auch in Lauf am Sonntag und reisen somit als Tabellenführer zum zweiten Rennwochenende Anfang Juli auf dem Norisring. Rang zwei ging an Lokalmatador Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (22/Landsberg am Lech, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor dem Porsche 718 Cayman GT4-Duo Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport). Alle sechs Piloten standen bereits am Vortag auf dem Podium.

Das Rennen hatte zunächst Marek Böckmann (28/Lautersheim, Prosport Racing) von der Pole-Position aus begonnen. Den besseren Start erwischte jedoch Teamkollege Fellner-Feldegg, der sich in der ersten Kurve die Führung sicherte. Härtling eroberte ebenfalls in der ersten Kurve die dritte Position - es dauerte jedoch nicht lange, bis der Mercedes-AMG-Fahrer Druck auf den vor ihm fahrenden Böckmann ausübte und nach rund zwölf Rennminuten mit einem sehenswerten Manöver am Aston Martin vorbeifuhr. Kurz darauf nutzte er einen Quersteher des führenden Fellner-Feldegg und erbte die Spitzenposition. Hinter dem Führungstrio lag derweil Emil Heyerdahl im bestplatzierten Porsche.

Die Reihung blieb bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters bestehen, nach dem Fahrerwechsel nahm Härtlings Partner Förderer die Führung ein, gefolgt von Hugo Sasse, der von Fellner-Feldegg übernommen hatte. Die Crew von Wimmer Werk Motorsport lieferte einen perfekten Stopp ab, sodass Heyerdahls Teamkollege Rennhofer noch in der Boxengasse Platz drei von Anton Paul Abée (27/Hamburg) übernehmen konnte, der für Böckmann in den Aston Martin gestiegen war.

In der zweiten Rennhälfte machte Sasse Zeit auf den führenden Förderer gut, schaffte es aber nicht, ein Überholmanöver zu setzen. So fuhr Förderer zu einem am Ende ungefährdeten Sieg. Zusammen mit Teamkollege Härtling gewann er auch die Junior-Wertung. Sasse überquerte die Ziellinie auf Rang zwei, was für seinen Partner Fellner-Feldegg auch den Triumph in der Rookie-Wertung bedeutete. Hinter Heyerdahl/Rennhofer belegten Cedric Fuchs (19/Holzappel) und Joel Mesch (20/Erkelenz) im zweiten Mercedes-AMG von SR Motorsport by Schnitzelalm die vierte Position.

Rang fünf ging an Hendrik Still (37/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Abée kam auf Rang sechs ins Ziel. Siebte wurden Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport) vor Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) sowie Maximilian Tarillion (20/Wien) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing, alle BMW). Die Top Ten komplettierten Denny Berndt (20/Berlin) und Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) im Porsche.

Stimmen nach dem Rennen

Enrico Förderer – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Jay Mo hat mir ein perfektes Auto übergeben, die Pirelli-Reifen waren noch top. Als Hugo Sasse hinter mir dann etwas aufschließen wollte, habe ich mein Tempo angezogen und den Abstand gemanagt. Das hat gereicht. Jetzt fahren wir als Tabellenführer zum Norisring. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, doch darauf ruhen wir uns nicht aus.“

Jay Mo Härtling – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Der Start war sehr gut, da ich direkt an einem Porsche vorbeifahren konnte. Danach fuhr ich so eine gute Pace, sodass ich früh Druck auf die beiden Aston Martin machen konnte. Schnell überholte ich Marek Böckmann. Er hat sich sehr fair verhalten. Der andere Aston Martin hatte eine unglückliche Situation, die ich ähnlich wie gestern ausnutzen konnte. Danach übergab ich das Auto an Enrico. Er hat einen sensationellen Job gemacht und den Sieg nach Hause geholt.“

Hugo Sasse – Platz zwei für Prosport Racing

„Natürlich wollten wir das Rennen gewinnen, doch mit Platz zwei bin ich komplett zufrieden. Ich habe alles gegeben, doch leider war der Mercedes-AMG heute ein Stückchen schneller als wir. Woran das liegt, müssen wir nun analysieren. Dennoch: Wir fuhren am Wochenende zweimal auf das Podium, das hätten wir uns im Vorfeld nicht zu erträumen gewagt.“

Roman Fellner-Feldegg – Platz drei für Prosport Racing

„Ich konnte direkt nach dem Start den ersten Platz übernehmen. Danach war ich etwas nervös und machte einen kleinen Fehler. Ich weiß aber, dass mir dies in Zukunft nicht wieder passieren wird. Mit jedem Rennen werde ich stabiler und komme besser mit dem Auto zurecht. Somit bin ich schon gespannt auf dem Norisring.“

Emil Heyerdahl – Platz drei für Wimmer Werk Motorsport

„Wir hatten gar nicht geplant, schon so früh in der Saison so weit vorne zu sein. Somit sind wir mehr als zufrieden. Wir wissen nun, dass wir ein gutes Paket für die komplette Saison haben. Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, an den Norisring zu reisen.“

Raphael Rennhofer – Platz drei für Wimmer Werk Motorsport

„Es war ein perfekter Saisonstart für uns. Wir haben in beiden Rennen das Maximum herausgeholt. Das Auto war heute wieder mega. Auch Emil hat einen klasse Job gemacht. Er hat mir den Porsche auf Platz vier übergeben, dann hatten wir einen super Stopp und somit P3 geholt.“