Montag, 17. März 2025

DTM: Interview mit Nicki Thiim

Nicki Thiim: „Den DTM-Titel zu holen, ist mein letzter Traum“

Wolltest du eigentlich schon immer Rennfahrer werden?

Ich bin mit der DTM aufgewachsen. Ich wurde 1989 geboren, da war mein Papa schon das erste Jahr bei AMG. Mit vier, fünf Jahren kommt dieses Alter, in dem du alles aufsaugst, was deine Eltern machen. Da war der Papa natürlich der Held, und schon da stand für mich fest, dass ich auch irgendwie so werden will. Die DTM hat mich geprägt, deshalb waren Rennfahrer und DTM immer der größte Traum. Ich habe immer viel Sport gemacht und auch viel mit Fußball zu tun gehabt. Profi-Fußballer zu werden, hätte ich mir durchaus vorstellen können. Aber eigentlich wollte ich immer Rennfahrer werden.

Zurück zur Gegenwart. Du hast am Norisring im vergangenen Jahr dein erstes Rennen mit dem Lamborghini gewonnen. Hast du dich inzwischen an den Huracán gewöhnt?

2024 war meine erste ganze Saison mit dem Lamborghini. Es geht immer um Feintuning und kleine Details, insbesondere in der DTM. Aus einem Rennauto am Limit das Letzte herauszuholen, ist immer schwierig. Aber genau das lieben wir ja an unserem Sport. Ich bin super-motiviert für diese Saison. Mit einem so guten Paket ist alles möglich.

Dein Motto lautet „Go hard or go home”, das bei ABT Sportsline schon Mattias Ekström auf seinem Helm hatte. Was steckt dahinter?

Den Spruch hatte ich schon am Anfang meiner Karriere auf dem Helm. Ich hätte auch „Pokal oder Hospital“ draufmachen können, denn entweder war das Ding irgendwo in der Wand oder im Wald oder ich hatte den großen Pokal zu Hause. Ich habe den Spruch mal in einem Zeichentrickfilm gesehen und dachte, das passt genau zu mir. Er hält mich jung und risikobereit. Jedes Mal, wenn ich den Helm aufsetze, werde ich daran erinnert.

Was bedeutet es für dich, für ABT Sportsline in der DTM zu starten?

Mir wurde die DTM praktisch in die Wiege gelegt und mein Traum war schon als Kind, selbst DTM-Fahrer zu werden. Dieser Traum hat sich in der vergangenen Saison erfüllt. Den Traum nun bei ABT Sportsline weiterleben zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes für mich. Bei ABT für die DTM zu unterschreiben, ist so, als würde ich als Fußballspieler zum FC Bayern gehen. ABT und die DTM sind derart miteinander verbunden. Das ist wie bei einem Traditionsverein wie dem FC Bayern im Fußball. Nun ein Teil von ABT Sportsline in der DTM zu sein, bedeutet mir persönlich sehr viel.

Du bildest auch in diesem Jahr ein Team mit Mirko Bortolotti. Wie ist euer Verhältnis?

Es ist großartig, weiter Teamkollege von Mirko zu sein. Ich durfte ihn in meiner ersten vollen DTM-Saison auf seinem Weg zum Titelgewinn unterstützen. Mit all seiner Erfahrung und mit dem, was ich selbst im vergangenen Jahr gelernt habe, können wir bei unserem neuen Team gemeinsam sehr viel erreichen. Ich schätze ihn sehr. Wir alle sind Vollprofis, insbesondere in der DTM – dort gibt es nur hochkarätige Fahrer. Mirko ist einer der Besten. Ein Italiener, da kann es auch einmal laut werden. Das ist mit einem bodenständigen Dänen eine lustige Kombination. Wir harmonieren sehr gut zusammen und haben im letzten Jahr das Team nach vorne geführt und am Ende die Meisterschaft geholt. Das wollen wir natürlich auch bei unserer neuen DTM-Familie.

Dein Vater Kurt war 1986 DTM-Champion und in den 80er- und 90er-Jahren einer der erfolgreichsten und populärsten DTM-Piloten. Was würde es dir bedeuten, selbst DTM-Champion zu werden?

Ich habe meinem Papa als Junge zugeschaut – schon da war der DTM-Titel der große Traum für mich. Naja, erst einmal war da der Traum, überhaupt in die DTM zu kommen. Das hat 20 Jahre gedauert. Der erste Sieg letztes Jahr am Norisring war ein riesiger Meilenstein. Es macht mich stolz, einen DTM-Sieg im Lebenslauf zu haben. Darauf will man natürlich aufbauen. Den DTM-Titel zu holen, ist mein letzter Traum.

Dann passt du ja eigentlich perfekt zu Red Bull und den Action-Sportarten, die sie fördern.

Der erste Tag mit Red Bull beim Filmdreh in den Alpen war schon einmal genauso, wie ich es erwartet habe: einfach Rock ’n’ Roll. Das hat so unheimlich viel Spaß gemacht mit der ganzen Crew. Und das Ergebnis ist phänomenal. Als Athlet irgendwann den roten Stier auf den Klamotten zu haben, bringt schon ein großes Lächeln – auch ein bisschen Druck, aber auf eine gesunde Weise. Ich bin sehr stolz, Red Bull zu repräsentieren.

Auf welches Rennen freust du dich in diesem Jahr besonders in der DTM?

Auf alle. Diese Serie macht unheimlich viel Spaß. Der Norisring liegt mir besonders nahe, mit den Fans an der Strecke und der einzigartigen Atmosphäre. Dort mein erstes DTM-Rennen zu gewinnen, war fantastisch. Eine coole Nummer wäre, mit der DTM auf der Nürburgring-Nordschleife zu fahren. Dort drei, vier Runden DTM, knallhart wie früher, als mein Papa gefahren ist – das wieder zu erleben, wäre ein großer Wunsch von mir.

Was macht Nicki Thiim in seiner Freizeit?

In meiner Freizeit mache ich gerne alles, was den Puls über 140 bringt. Also Adrenalinkick-Sport, alles, was Spaß macht und Körper und Sinne jung hält. Das liebe ich. Also immer seine eigenen Grenzen zu testen, ob das in den Bergen ist oder im Keller mit ein paar Gewichten. Das ist egal. Einfach sich selbst immer ans Limit bringen, dass man körperlich und mental fit bleibt.

Quelle: dtm.com

Mittwoch, 12. März 2025

Paul Motorsport startet mit neuen Zielen in zweite DTM-Saison

  • Team aus Dresden setzt einen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 ein
  • Maximilian Paul: „Mein Ziel ist es, konstant in die Top-Fünf zu fahren“
  • Heimrennen für Paul am Dekra Lausitzring und am Sachsenring

Vergangene Saison jubelte Maximilian Paul in Zandvoort über die Pole-Position
Foto: dtm.com

Paul Motorsport stellt sich 2025 erneut der Herausforderung DTM. Nach seinem Debütjahr möchte das Team aus Dresden den nächsten Schritt gehen und tritt erneut mit einem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 an. Der Dresdener Maximilian Paul bleibt am Steuer des italienischen Rennfahrzeugs und will sich in seiner zweiten DTM-Saison dauerhaft in der Spitzengruppe etablieren. Neben den sportlichen Ambitionen setzt das Team auch optisch Akzente: Der Stier aus Sant’Agata Bolognese erstrahlt in einem frischen Blau mit markanten Details.

Bereits 2023 bewies der heute 25-Jährige auf dem Nürburgring sein Talent: Im Lamborghini vom Grasser Racing Team feierte Paul seinen ersten DTM-Sieg – und das bei seinem erst zweiten Einsatz. Seine erste komplette DTM-Saison mit Paul Motorsport folgte 2024. Mit einer Pole-Position in Zandvoort markierte er ein weiteres Ausrufezeichen. „Wir haben in unserem ersten Jahr viel gelernt und uns im Winter intensiv Gedanken gemacht, wie wir uns weiter verbessern können. Ich möchte zeigen, dass die Pole vergangenes Jahr in Zandvoort keine Ausnahme war. Mein Ziel ist es, konstant in die Top-Fünf zu fahren“, erklärt Paul, der sich mit den Rennen am Dekra Lausitzring (23. bis 25. Mai) und am Sachsenring (22. bis 24. August) gleich auf zwei Heimspiele freut.

Der Rennstall Paul Motorsport ist ein echtes Familienunternehmen: Während Maximilian Paul am Steuer sitzt, führt sein Vater Tobias Paul als Teamchef die Geschicke. Zudem übernimmt der junge Rennfahrer auch außerhalb des Cockpits Verantwortung und spielt eine entscheidende Rolle in der strategischen Weiterentwicklung des Teams. Die Mannschaft bringt dabei nicht nur DTM-Erfahrung mit. Bereits 2022 bestritt Paul Motorsport eine Saison im ADAC GT Masters, bevor 2024 die Rückkehr folgte. Seitdem nutzt die Mannschaft die Synergien aus Einsätzen in der DTM und dem ADAC GT Masters. In der anstehenden Saison erwartet Paul Motorsport an vier der acht DTM-Wochenenden Doppeleinsätze.

Dienstag, 11. März 2025

Mit starkem Duo in 2025: Paul Motorsport erneut im ADAC GT Masters

  • ADAC GT4 Germany Champion Finn Zulauf neuer Teamkollege von Simon Connor Primm
  • Paul Motorsport wieder mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 am Start

Paul Motorsport fährt 2025 erneut im ADAC GT Masters
Foto: Paul Motorsport

Paul Motorsport startet 2025 erneut im ADAC GT Masters und darf sich über einen prominenten Neuzugang freuen: Finn Zulauf (20/Königstein im Taunus) wird das Dresdener Team verstärken. Der amtierende ADAC GT4 Germany Champion wird sich am Steuer des Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit dem Vogtländer Simon Connor Primm (20/Großschirma) abwechseln. Primm bestreitet 2025 bereits seine zweite volle Saison für Paul Motorsport. Beide Piloten gehören dem aktuellen Förderkader der ADAC Stiftung Sport an.

Finn Zulauf ist bereits seit einigen Jahren erfolgreich in verschiedenen GT4-Serien am Start gewesen. Seinen bisher größten Erfolg feierte er 2024 mit dem Meistertitel und dem Gewinn der „Road to DTM“ in der ADAC GT4 Germany. „Ich freue mich sehr, nun den Schritt zu machen und diese Saison zusammen mit Paul Motorsport und Simon im ADAC GT Masters anzutreten. Ich denke, dass wir ein sehr gutes Paket haben und um gute Ergebnisse kämpfen können,“ sagt der 20-Jährige über seine nächste Karrierestation.

Auch sein Teamkollege Simon Connor Primm blickt mit großer Vorfreude auf die anstehenden Rennen: „Ich freue mich auf eine erfolgreiche Saison mit Paul Motorsport. Besonders gespannt bin ich auf die Zusammenarbeit mit Finn.“ Primm, der zu den erfahreneren Piloten im ADAC GT Masters zählt, startete nach dem Kartsport seine Karriere in der ADAC GT4 Germany, in der er 2023 mit zwei Laufsiegen den vierten Gesamtrang feierte und sich zum Junior-Champion der Serie kürte. Nun gehen die beiden ADAC Stiftung Sport-Piloten gemeinsam mit Paul Motorsport im ADAC GT Masters auf Punktejagd.


Donnerstag, 6. März 2025

Emil Frey Racing mit Ferrari-Trio in der DTM 2025

  • Ex-Formel-1-Pilot Jack Aitken möchte im dritten Jahr den Titel
  • Niederländer Thierry Vermeulen nimmt ersten DTM-Rennsieg ins Visier
  • Neuzugang Ben Green will sich in seiner Debüt-Saison beweisen

Emil Frey Racing geht in der DTM 2025 mit drei Ferrari 296 GT3 an den Start
Foto: Emil Frey Racing

Emil Frey Racing vergrößert sein Aufgebot in der DTM und bringt in der anstehenden Saison erstmals drei Ferrari 296 GT3 an den Start. Der Brite Jack Aitken und sein niederländischer Teamkollege Thierry Vermeulen gehen gemeinsam mit dem Schweizer Team in ihr drittes DTM-Jahr. Neu im Cockpit ist hingegen Ben Green aus Großbritannien, der bei seiner DTM-Premiere um erste Erfolge kämpfen will. Emil Frey Racing tritt bereits seit der Saison 2023 in der DTM an und verbuchte bislang vier Siege sowie zwei weitere Podiumsplätze.

Aitken setzte in seiner zweiten DTM-Saison gleich mehrere Highlights. In der Motorsport Arena Oschersleben, im niederländischen Zandvoort und auf dem Sachsenring jubelte der gebürtige Londoner vergangenes Jahr über drei Siege – mehr holte kein anderer Fahrer. Dieses Jahr möchte der 29-Jährige noch konstanter Top-Ergebnisse erzielen und seinen ersten DTM-Titel holen. „Ich freue mich riesig, mit Emil Frey Racing eine weitere Saison in der DTM zu bestreiten. Wir haben ein Paket, mit dem wir Rennen gewinnen können, aber das Ziel ist dieses Jahr ganz klar der Kampf um den Titel“, sagt Aitken.

Teamkollege Vermeulen peilt seinen ersten DTM-Rennsieg an. Nach seinem Podiumsdebüt mit dem dritten Platz auf dem Sachsenring in der vergangenen Saison möchte der 22-Jährige den nächsten Schritt gehen. Dabei darf Vermeulen erneut auf die Unterstützung von Max Verstappen zählen. Der Youngster und der vierfache Formel-1-Weltmeisters sind im stetigen Kontakt und vor allem durch Vermeulens Vater Raymond verbunden, der als Verstappens Manager agiert. „Wir haben uns den gesamten Winter über intensiv auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Jeder im Team kennt seine Aufgaben und auch ich weiß genau, in welchen Bereichen ich mich weiterentwickeln möchte“, sagt Vermeulen.

In seiner insgesamt fünften GT3-Saison steigt Green in die DTM auf und steht damit vor einer aufregenden neuen Aufgabe. „Ich erwarte eine sehr spannende Saison“, verrät Green. „Jack Aitken, Thierry Vermeulen und ich werden ein großartiges Team bilden und uns gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben.“ Der 27-Jährige war 2022 sowie 2023 im ADAC GT Masters für Schubert Motorsport aktiv und bejubelte zwei Rennsiege. Im Vorjahr schloss sich Green Emil Frey Racing an und war mit der Mannschaft aus Safenwil westlich von Zürich in der GT World Challenge Europe erfolgreich.

Lorenz Frey-Hilti, Teamchef von Emil Frey Racing, blickt voller Vorfreude auf die neue DTM-Saison: „Mit drei Einsatzfahrzeugen in der DTM stehen wir vor einer intensiven Saison 2025. Unser Ziel ist es, um Spitzenplätze zu kämpfen. Wir sind hochmotiviert, bereit für die Herausforderung und freuen uns auf die ersten Rennen.“

Montag, 3. März 2025

Aust Motorsport zurück im Prototype Cup Germany

Nach einem Jahr Pause gibt das Team Aust Motorsport unter der Führung von Frank Aust ein Comeback im Prototype Cup Germany. Am Steuer des Ligier JS P320 wechseln sich die beiden Piloten Sven Barth und Maxim Dirickx ab.

Foto: Jens Hawrda

„Ich freue mich wirklich, nach einer Unterbrechung von einem Jahr nun wieder Teil des Prototype Cup Germany zu sein“, sagt Teamchef Frank Aust, der auch 2024 immer den Kontakt zum Fahrerlager hielt. „Der Prototype Cup Germany ist eine tolle Rennserie, die noch relativ bezahlbar ist und sich über die Jahre auch weiterentwickelt hat. Der ADAC und die Creventic, die den Cup gemeinsam veranstalten, hören uns Teams zu und nehmen unsere Meinungen ernst. Nur so kann man sich gemeinsam weiterentwickeln und besser werden.“ Verbessert hat Aust Motorsport auch seinen Ligier; die Mannschaft blieb während der letztjährigen Pause also nicht untätig. „Wir waren bei TRE und haben uns dort intensiv mit der Weiterentwicklung unseres LMP3-Renners beschäftigt. Ich bin optimistisch, dass wir nun gestärkt in den Prototype Cup Germany zurückkommen.“

Mit dem 44-jährigen Deutschen Sven Barth und dem 20-jährigen Belgier Maxim Dirickx greifen zwei neue Fahrer ins Lenkrad des Aust-Renners. Beide Piloten waren bereits 2024 im Prototype Cup Germany am Start und begannen die Saison im Team Gebhardt Motorsport sogar gemeinsam, bis sich die Wege am dritten Rennwochenende trennten. In einem Duqueine D08 holte das Duo Barth / Dirickx als bestes Resultat einen fünften Rang auf dem Dekra Lausitzring. „Sven bringt die Erfahrung und das Know-How mit, das wir brauchen, um in dieser anspruchsvollen Serie erfolgreich zu sein. Er hat in seiner Karriere schon oft gezeigt, was er kann. Maxim ist ein vielversprechendes Talent, dem vielleicht noch etwas die Routine mit dem LMP3 fehlt. Schließlich ist er vor einem Jahr direkt aus dem Kartsport in den Prototype Cup Germany gekommen, konnte also auf null Erfahrung im Automobilsport zurückgreifen“, blickt der Teamchef auf seine Fahrerpaarung. „Aber wir werden vor dem ersten Lauf in Spa-Francorchamps noch testen gehen und denken, dass er an der Seite des Routiniers Sven Barth eine wirklich gute Saison abliefern kann.“

Quelle: ADAC-Motorsport