Montag, 3. März 2025

Aust Motorsport zurück im Prototype Cup Germany

Nach einem Jahr Pause gibt das Team Aust Motorsport unter der Führung von Frank Aust ein Comeback im Prototype Cup Germany. Am Steuer des Ligier JS P320 wechseln sich die beiden Piloten Sven Barth und Maxim Dirickx ab.

Foto: Jens Hawrda

„Ich freue mich wirklich, nach einer Unterbrechung von einem Jahr nun wieder Teil des Prototype Cup Germany zu sein“, sagt Teamchef Frank Aust, der auch 2024 immer den Kontakt zum Fahrerlager hielt. „Der Prototype Cup Germany ist eine tolle Rennserie, die noch relativ bezahlbar ist und sich über die Jahre auch weiterentwickelt hat. Der ADAC und die Creventic, die den Cup gemeinsam veranstalten, hören uns Teams zu und nehmen unsere Meinungen ernst. Nur so kann man sich gemeinsam weiterentwickeln und besser werden.“ Verbessert hat Aust Motorsport auch seinen Ligier; die Mannschaft blieb während der letztjährigen Pause also nicht untätig. „Wir waren bei TRE und haben uns dort intensiv mit der Weiterentwicklung unseres LMP3-Renners beschäftigt. Ich bin optimistisch, dass wir nun gestärkt in den Prototype Cup Germany zurückkommen.“

Mit dem 44-jährigen Deutschen Sven Barth und dem 20-jährigen Belgier Maxim Dirickx greifen zwei neue Fahrer ins Lenkrad des Aust-Renners. Beide Piloten waren bereits 2024 im Prototype Cup Germany am Start und begannen die Saison im Team Gebhardt Motorsport sogar gemeinsam, bis sich die Wege am dritten Rennwochenende trennten. In einem Duqueine D08 holte das Duo Barth / Dirickx als bestes Resultat einen fünften Rang auf dem Dekra Lausitzring. „Sven bringt die Erfahrung und das Know-How mit, das wir brauchen, um in dieser anspruchsvollen Serie erfolgreich zu sein. Er hat in seiner Karriere schon oft gezeigt, was er kann. Maxim ist ein vielversprechendes Talent, dem vielleicht noch etwas die Routine mit dem LMP3 fehlt. Schließlich ist er vor einem Jahr direkt aus dem Kartsport in den Prototype Cup Germany gekommen, konnte also auf null Erfahrung im Automobilsport zurückgreifen“, blickt der Teamchef auf seine Fahrerpaarung. „Aber wir werden vor dem ersten Lauf in Spa-Francorchamps noch testen gehen und denken, dass er an der Seite des Routiniers Sven Barth eine wirklich gute Saison abliefern kann.“

Quelle: ADAC-Motorsport

Freitag, 28. Februar 2025

Morris Schuring vor DTM-Debüt: „Habe eine Menge Feuer in mir“

Wenn die DTM vom 25. bis 27.April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison startet, erfüllt sich für Neuzugang Morris Schuring ein Kindheitstraum. „Es war immer mein großes Ziel, irgendwann in meiner Karriere den Sprung in die DTM zu schaffen“, sagt der 20-jährige Teamkollege von Thomas Preining sowie Ayhancan Güven und ergänzt: „Dass es so schnell klappt, hätte ich nicht gedacht. Für mich ist es etwas ganz besonderes, dieses Jahr zum ersten Mal in der DTM dabei zu sein.“

Seine Debütsaison bestreitet Schuring mit dem Porsche-Team Manthey EMA – die Mannschaft ist dem Niederländer bestens vertraut. Vergangenes Jahr fuhr er mit dem Rennstall aus Meuspath in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und jubelte beim legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans über den Sieg in der LMGT3-Klasse. Im über 550 PS starken Porsche 911 GT3 R möchte Schuring jetzt in der DTM angreifen. „Als junger Fahrer habe ich natürlich eine Menge Feuer in mir“, verrät der Youngster, der kürzlich zum Porsche-Vertragsfahrer aufstieg. „Trotzdem bin ich ein Pilot mit einer cleveren Fahrweise und lasse mich nicht auf irgendwelche unüberlegten Manöver ein. In der DTM geht es um Konstanz, das hat man beispielsweise beim Titel von Thomas Preining gesehen.“

Die Leidenschaft für den Motorsport kam bei Schuring nicht zufällig. „Ich komme aus einer großen Motorsport-Familie“, sagt er. Bereits sein Großvater war als Rennfahrer bei Trackdays aktiv, Vater Gerwin trat in der damaligen VLN (heute ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie) an. „Kurioserweise fuhr mein Vater früher gegen mein heutiges Team Manthey EMA. Heute ist er für mich Sparringspartner und Berater, das weiß ich extrem zu schätzen“, erzählt Schuring. Auch sein 18-jähriger Bruder Flynt gibt als Rennfahrer Vollgas und startete vergangenes Jahr im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, der seine Rennen im Rahmen der DTM austrägt. „Wir sind in den letzten Jahren sehr aneinander gewachsen. Es wäre ein Traum, eines Tages zusammen mit meinem Bruder in der DTM zu fahren.“

Von Schurings Wohnort Den Dolder bei Utrecht ist es nur rund eine Stunde Autofahrt nach Zandvoort – wenig überraschend ist die Vorfreude auf das Heimspiel beim Porsche-Piloten besonders groß. „Zandvoort ist für mich das Highlight im Kalender und eine echte Fahrerstrecke, wobei das in der DTM auf jeden Kurs zutrifft. Das gibt es so in wenig anderen Rennserien. Außerdem freue ich mich besonders auf den Norisring. Von allen Strecken ist das die einzige, auf der ich bisher noch nie gefahren bin. Das wird sicherlich aufregend.“ Die Zielsetzung ist für Schuring klar: „Für mich kommt es darauf an, das Beste aus mir rauszuholen. Natürlich wäre es mega, irgendwann auf dem Podium zu stehen. Aktuell schaue ich mir viele DTM-Rennen der vergangenen Jahre an, weil ich von den Fehlern anderer lernen möchte. Ich bin mir sicher, dass wir als Team viel erreichen können, wenn ich mein Potenzial voll ausschöpfen kann.“

Quelle: dtm.com

Samstag, 22. Februar 2025

Lamborghini gibt Luca Engstler als neuen Werksfahrer bekannt

Der deutscher Fahrer tritt dem Unternehmen aus Sant’Agata Bolognese als offizieller Fahrer bei und wird 2025 die gesamte DTM-Saison mit dem TGI Lamborghini Team by GRT bestreiten.

Luca Engstler wurde als neuestes Mitglied des Werksfahrerkaders von Lamborghini Squadra Corse vorgestellt und wird die DTM-Saison 2025 mit dem TGI Lamborghini Team by GRT 2025 am Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo2 bestreiten.

Nach einem vielversprechenden Jahr im Rahmen des Lamborghini Young Driver Programme im Jahr 2024, in dem er zwei Siege in der DTM errang, tritt der 24-jährige Deutsche der Liste der offiziellen Werksfahrer des Unternehmens aus Sant’Agata Bolognese bei, im neuesten Schritt seiner aufstrebenden GT-Rennkarriere.

Engstlers Weg zum Werksfahrer begann, als er 2022 nach einer äußerst erfolgreichen frühen Karriere im Tourenwagenrennsport erstmals in den GT3-Wettbewerb einstieg. Als einer der herausragendsten Fahrer in der TCR hat Engstler zwischen 2018 und 2021 insgesamt sechs Titel in den Serien Asien, Nahost, Malaysia und Deutschland gewonnen. In der vergangenen Saison errang Engstler am Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo2 des Grasser Racing Teams zwei Siege (im zweiten Rennen in Oschersleben und Hockenheim) sowie einen dritten Platz auf dem Norisring.

Neben seinen Erfolgen in der DTM bestritt Engstler auch Rennen des Fanatec GT World Challenge Sprint Cup, gewann das Eröffnungsrennen in Hockenheim in der Gold-Cup-Klasse und belegte mit Teamkollege Max Höfer den sechsten Gesamtrang. Das Duo holte sich für Rennen zwei die Gesamtpole-Position und wurde Dritter in seiner Klasse. Engstler rundete das Jahr dann mit einem Auftritt beim FIA GT World Cup in Macau ab, doch ein schwerer Unfall im Qualifying ließ ihn das Wochenende ausfallen.

Engstlers erstes bestätigtes Programm für 2025 führt den Deutschen zurück in die DTM, eine Meisterschaft, die Lamborghini letztes Jahr dank Mirko Bortolotti und SSR Performance zum ersten Mal gewann. Er wird beim TGI Lamborghini Team von GRT 2025 Racing Team und seinem Werksfahrerkollegen Jordan Pepper unterstützt, der letztes Jahr anstelle des verletzten Christian Engelhart einen Gastauftritt auf dem Sachsenring hatte. Die acht Runden umfassende Saison beginnt im April am mittlerweile traditionellen Austragungsort Oschersleben, bevor es weiter zum Lausitzring, Zandvoort, Norisring, Nürburgring, Sachsenring, Red Bull Ring und Hockenheim geht.

Luca Engstler, Lamborghini-Werksfahrer: 

„Es ist ein wahrgewordener Lebenstraum, für Lamborghini auf der ganzen Welt Rennen zu fahren. Ich bin sehr dankbar für die Chance und die Unterstützung, die ich durch das Nachwuchsfahrerprogramm von Squadra Corse erhalten habe. Es ist die beste Motivation für junge Fahrer, dass man innerhalb der Lamborghini-Familie aufsteigen und wachsen kann. Ich möchte auch allen meinen Partnern danken, aber besonders der gesamten GRT-Familie für ihr Vertrauen und ihre ständige Unterstützung. Ohne sie wäre ich nie dort, wo ich jetzt bin.“

Maurizio Leschiutta, Motorsportchef von Lamborghini: 

„Ich freue mich sehr, Luca Engstler als Lamborghini-Werksfahrer bekannt zu geben. Im Rahmen unseres Nachwuchsfahrerprogramms haben wir Lucas Leistungen analysiert, die eine herausragende technische und berufliche Entwicklung gezeigt haben, und er hat diese Beförderung voll und ganz verdient. Wir haben uns entschieden, Luca mit dem TGI Lamborghini Team by GRT 2025 in der DTM anzutreten, einer Meisterschaft auf höchstem Niveau in der GT-Rennszene, die es ihm ermöglichen wird, erneut gegen die besten Spezialisten der Kategorie anzutreten und seine technischen Fähigkeiten weiter zu verbessern.“

Quelle: Lamborghini-Motorsport


Freitag, 21. Februar 2025

DTM 2025 mit acht Marken: Aston Martin kehrt zurück

  •  Zwei Aston Martin Vantage GT3 in der DTM 2025
  •  Comtoyou Racing aus Belgien kommt in die DTM
  •  DTM-Legende Kris Nissen Sportdirektor der Aston Martin-Neueinsteiger

Durch den Einstieg von Aston Martin wächst die DTM 2025 auf acht Hersteller
Foto: Aston Martin

Die DTM 2025 wächst auf acht Marken. Aston Martin verstärkt das spannende Teilnehmerfeld, das Team Comtoyou Racing aus Belgien steigt mit zwei Aston Martin Vantage GT3 neu in die Serie ein. Für die Premierensaison setzt die Mannschaft aus Gembloux südlich von Brüssel mit Nicolas Baert und Gilles Magnus auf zwei Landsleute. Der erste Renneinsatz in der DTM erwartet Comtoyou Racing vom 25. bis 27. April beim Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben.

„Mit dem Start in der DTM wird für mich ein Traum wahr“, sagt Baert, der seit vergangenem Jahr zur Aston Martin Racing Driver Academy zählt. „Seit meiner Kindheit habe ich die DTM immer mit dem Ziel verfolgt, eines Tages selbst zum Fahrerfeld zu gehören. Ich bin hochmotiviert und freue mich auf die Herausforderung.“ Baert fährt bereits seit fünf Jahren für Comtoyou Racing. Zuletzt war der 23-Jährige mit dem Team seines Vaters Jean-Michel Baert in der GT World Challenge Europe erfolgreich.

Magnus kommt mit mehreren Titeln im Gepäck in die DTM. Vergangene Saison gewann der 25-Jährige die Langstreckenrennen in Dubai sowie Abu Dhabi und überzeugte ebenfalls in der GT World Challenge Europe. Magnus blickt mit Vorfreude auf sein DTM-Debüt: „Ich kann es kaum abwarten, beim DTM-Auftakt in Oschersleben den Vantage GT3 zu fahren. Das Niveau in der Serie ist extrem hoch. Für uns geht es darum, gemeinsam zu wachsen und von der ersten Sekunde an unsere Stärken zu zeigen.“

Nach mehreren Titeln mit Tourenwagen wechselte Comtoyou Racing 2023 zu Aston Martin und sorgte mit dem Gesamtsieg bei den 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps für den größten Erfolg in seiner Geschichte. „Unser Team ist relativ jung, sowohl im Tourenwagen-Bereich als auch im GT-Sport haben wir uns schnell entwickelt. Wir wollen unsere erste DTM-Saison nutzen, um zu lernen und so schnell wie möglich auch vorne dabei zu sein“, sagt Teameigner Jean-Michel Baert. Für den DTM-Einstieg hat der Rennstall zudem eine echte Tourenwagen-Legende für sich gewinnen können: Der Däne Kris Nissen ging bei über 100 DTM-Rennen an den Start und übernimmt die Rolle des Sportdirektors.

Donnerstag, 20. Februar 2025

Abt Sportsline greift mit DTM-Champion und Weltmeister an

  • Titelverteidiger Mirko Bortolotti verstärkt Allgäuer Lamborghini-Team
  • Zweites Fahrzeug wird von Sportwagen-Ass Nicki Thiim pilotiert
  • Abt Motorsportdirektor Tomczyk: „Möchten um Siege und den Titel kämpfen“

Mirko Bortolotti und Nicki Thiim (l-r) bilden das Line-up von Abt Sportsline
Foto: Abt Sportsline


Neue Marke und neue Fahrer: Abt Sportsline hat sein DTM-Aufgebot für die kommende Saison vorgestellt und dabei ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Champion Mirko Bortolotti (I) schließt sich für seine Mission Titelverteidigung dem Team aus Kempten an. Das zweite Cockpit besetzt der zweimalige Langstrecken-Weltmeister Nicki Thiim (DK). Für Abt Sportsline beginnt mit der neuen Besetzung ein spannendes Kapitel. Nach 25 Jahren tritt die Mannschaft in der DTM erstmals mit Werksunterstützung von Lamborghini an und setzt zwei Huracán GT3 Evo2 in den Farben von Red Bull ein. Die erste Dienstfahrt in Lamborghini ging passend zu den Ambitionen von Bortolotti und Thiim hoch hinaus: Die beiden Abt Sportsline-Fahrer fuhren im Huracán auf das Timmelsjoch in den Alpen und machten sich bei spektakulären Drifts auf einem der höchstgelegen Heliports in Europa mit ihren neuen Lamborghini vertraut.

Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti krönte sich vergangenes Jahr zum Champion – nach 31 Jahren ging die DTM-Trophäe wieder nach Italien, erstmals nach Sant’Agata Bolognese zu Lamborghini. „Ich habe Abt in den letzten Jahren als extrem starken Gegner kennengelernt und denke, wir haben alle Zutaten, um gemeinsam erfolgreich zu sein“, sagt der Wahl-Wiener. Seit drei Jahren zählt Bortolotti zu den Top-Fahrern der DTM und verbuchte bislang vier Rennsiege sowie insgesamt 18 Podiumsplätze. Ein vierter und ein zweiter Gesamtrang sowie der Titel stehen in der starken Bilanz der Lamborghini-Speerspitze.

„Danish Dynamite“ bringt Thiim zu Abt Sportsline. Der Sohn des langjährigen DTM-Piloten Kurt Thiim (Champion von 1986) ist zweimaliger GTE-Pro-Champion der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und setzte mit seinem Sieg am Norisring in seiner ersten kompletten DTM-Saison vergangenes Jahr ein echtes Highlight. „Die DTM wurde mir praktisch in die Wiege gelegt. Schon als Kind war es mein Traum, selbst DTM-Fahrer zu werden. Bei Abt für die DTM zu unterschreiben, ist so, als würde ich als Fußballspieler beim FC Bayern unterschreiben. Diese Marke und diese Familie repräsentieren zu dürfen, macht mich sehr stolz“, sagt Thiim.

„Wir möchten mit unseren neuen Autos und Fahrern von Anfang an um Siege fahren und um den Titel kämpfen“, sagt Abt Motorsportdirektor Martin Tomczyk. „Mirko Bortolotti bringt die Startnummer 1 mit auf sein Auto. Das ist ein Ansporn, diese auch über das Jahr hinaus zu verteidigen. Auf der Strecke macht er praktisch keine Fehler und auch menschlich passt er gut zu Abt Sportsline. Nicki Thiim hat in seiner ersten kompletten DTM-Saison nicht nur mit seinem Sieg auf dem Norisring gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Die beiden verstehen sich noch dazu sehr gut, was mir sehr wichtig ist. Ich bin sicher, sie werden uns und unseren Fans viel Freude bereiten.“

„Für Abt Sportsline beginnt in der DTM eine ganz neue Zeitrechnung“, betont Hans-Jürgen Abt, CEO der Abt Gruppe. „Ich bin sehr stolz, dass wir mit Red Bull und Lamborghini zwei ikonische Marken in der DTM zusammenbringen und zwei der besten GT-Piloten der Welt für uns fahren. Ich bin schon extrem gespannt auf das erste Rennen.“ Die Jagd nach dem elften DTM-Meistertitel startet für Abt Sportsline beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben (25. bis 27. April).