Freitag, 10. Januar 2025

Bestmarken und Rekorde: Die DTM-Jubiläumssaison 2024 in Zahlen

Foto: Jens Hawrda

Rennen in drei Ländern, Jubiläumsparty am Norisring und Spannung bis zum Schluss – 2024 erlebten die Fans der DTM eine aufregende Saison. Die DTM-Stars sorgten für einen mitreißenden Titel-Showdown mit vier verschiedenen Spitzenreitern. Am Ende jubelte Lamborghini-Werkspilot Mirko Bortolotti über den Gesamtsieg. Ein Blick in die Statistiken zeigt, welche Zahlen und Rekorde die Saison besonders geprägt haben.

0,300 – Knapp, knapper, Oschersleben! Den spannendsten Zieleinlauf der Saison erlebten die Zuschauer beim zweiten Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben, als Luca Engstler nur 0,300 Sekunden vor Maro Engel über die Ziellinie fuhr. Ganz anders verlief das Samstagsrennen am Nürburgring: Kelvin van der Linde zeigte eine dominante Leistung und gewann mit über 15 Sekunden Vorsprung auf Mirko Bortolotti (I).

2 – Insgesamt zweimal durften die Zuschauer neue Sieger feiern: Der Däne Nicki Thiim und Lamborghini-Pilot Luca Engstler erklommen mit ihren Erfolgen am Norisring bzw. in Oschersleben erstmals in ihrer DTM-Karriere das oberste Treppchen des Podiums. Engstler legte beim Finale in Hockenheim sogar nach und holte seinen zweiten Rennsieg in der DTM.

4 – Der Meisterschaftskampf in der DTM war bis zum letzten Rennen völlig offen. Mit Jack Aitken, Luca Engstler, Kelvin van der Linde und Mirko Bortolotti gab es im Laufe der Saison vier verschiedene Gesamtführende. Insgesamt zehnmal wechselte die Spitzenposition, wobei der Titelkampf zwischen Bortolotti und Kelvin van der Linde in der zweiten Saisonhälfte besonders intensiv war. Mehrfach tauschte das Duo die Rollen zwischen Jäger und Gejagtem.

5.853 – Das Mercedes-AMG Team Winward setzte beim letzten Saisonlauf in Hockenheim mit einem blitzschnellen Reifenwechsel von 5.853 Sekunden die Boxenstopp-Bestmarke des Jahres. Die konstanteste Leistung an der Box zeigte jedoch Manthey EMA: Über die gesamte Saison hinweg überzeugte das Team und gewann damit die Pitstop-Challenge presented by IG Europe.

7 – Die DTM präsentierte sich 2024 maximal abwechslungsreich. Durch den Einstieg der britischen Kultmarke McLaren gingen Fahrzeuge von insgesamt sieben verschiedenen Herstellern an den Start. Dörr Motorsport setzte zwei McLaren 720S GT3 Evo ein. Auch Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche zählten in der abgelaufenen Saison zum Teilnehmerfeld.

9 – In der vergangenen Saison gingen insgesamt neun verschiedene Fahrer vom ersten Startplatz aus ins Rennen. Für die starke Performance in den 16 Qualifyings erhielten die Piloten jeweils drei wertvolle Meisterschaftspunkte. Die meisten Zähler im Zeittraining sicherte sich Mirko Bortolotti (20 Punkte). Der Italiener stand ebenso wie Kelvin van der Linde dreimal auf der Pole-Position.

10 – Die DTM präsentierte sich in der abgelaufenen Saison spannend und unberechenbar: Zehn verschiedene Gewinner gingen aus den 16 Saisonläufen hervor.

23 – Internationale Top-Fahrer traten in der DTM 2024 gegeneinander an, darunter fünf Newcomer. Maro Engel bringt die längste DTM-Erfahrung mit. Sein Debüt feierte der Wahl-Monegasse bereits 2008 für Mercedes-AMG. Auch Marco Wittmann kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: Der BMW-Werksfahrer stieg 2013 in die Serie ein und gehört seit zwölf Saisons zum festen Starterfeld.

35 – Beim Finale am Hockenheimring feierte DTM-Partner Dekra. Seit 35 Jahren ist die Sachverständigenorganisation Partner der DTM. Dabei überprüfen die Fachleute alle Sicherheitsstandards der Rennfahrzeuge der Rennserie.

150, die Erste – In über 150 Territorien und weltweit auf sechs Kontinenten wurde die DTM live oder re-live ausgestrahlt, Highlights der DTM waren sogar in mehr als 200 Territorien zu sehen. Live-Bilder aus den Cockpits mit 24 Perspektiven, Live-Teamradio aus jedem Fahrzeug und insgesamt über 50 verschiedene Kameraeinstellungen brachten die DTM hautnah ins eigene Wohnzimmer.

150, die Zweite– Lucas Auer feierte am Sachsenring ein besonderes Jubiläum. Beim elften Saisonstopp absolvierte der Mercedes-AMG-Pilot vom Team Mann-Filter sein 150. Rennen in der DTM.

2.564 – Die meisten Rennrunden absolvierten die DTM-Stars auf dem Norisring, der mit 2.162 Metern die kürzeste Strecke im Kalender war. Im Gegensatz zum Stadtkurs in Nürnberg erstreckt sich der Hockenheimring Baden-Württemberg als längste Strecke der abgelaufenen Saison über 4.574 Meter.

12.716 – So viele Rennrunden fuhren alle DTM-Piloten in den 16 Meisterschaftsläufen 2024. Die Fahrzeuge gingen mit einem nachhaltigen Kraftstoff an den Start, der zu etwa 50 Prozent aus regenerativen Komponenten besteht. Kommende Saison setzt die DTM auf einen neuen synthetischen Kraftstoff ohne fossile Komponenten, der die CO2-Emissionen um 75 Prozent reduziert.

70.000 – Serienpartner BWT setzte auch 2024 ein Zeichen: Für jede gefahrene Rennrunde spendete das Unternehmen einen festen Betrag an die b.waterMission, um Brunnenbau- und Trinkwasserprojekte in Afrika zu fördern. Dank des BWT Race Lap Awards kamen in diesem Jahr insgesamt 70.000 Euro zusammen.

471.500 – Die DTM war auch in der vergangenen Saison ein absoluter Publikumsmagnet: Insgesamt verfolgten beeindruckende 471.500 Zuschauer die Serie live an den Rennstrecken. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von über neun Prozent.

1.000.000 – Im Rahmen der 2021 im ADAC GT Masters gestarteten und 2023 in der DTM fortgeführten Initiative zur Vermeidung von Plastikmüll an den Rennstrecken von BWT und dem ADAC wurde bis zum Saisonende 2024 ein Meilenstein erreicht. Durch den konsequenten Einsatz von Wasserspendern und den Verzicht auf Einwegflaschen wurden mittlerweile mehr als 1.000.000 Plastikflaschen gespart.


Donnerstag, 9. Januar 2025

Interview mit Ricardo Feller zur DTM-Saison 2025

Neues Team, neues Auto: Feller will 2025 ganz nach vorn


Riccardo Feller
Foto: Jens Hawrda

 

Cockpit-Wechsel für Ricardo Feller: Nach acht Audi-Jahren startet der Schweizer zukünftig für Porsche. Gemeinsam mit Allied Racing möchte Feller 2025 in der DTM um den Titel kämpfen. Im Interview spricht der 24-Jährige über seine enge Verbindung zur DTM und verrät, worauf es in der Vorbereitung auf seine erste Porsche-Saison ankommt.

Wie sehr freust du dich, auch dieses Jahr in der DTM dabei zu sein?
 
Die DTM bedeutet mir sehr viel, mit meinem Debüt in der Saison 2022 habe ich mir einen Traum erfüllt. Als Schweizer bin ich eng mit dem deutschen Motorsport verbunden, schon als kleiner Junge habe ich DTM-Rennen im Fernsehen geschaut. Ich möchte aber nicht nur mitfahren, sondern auch gewinnen. Durch meinen dritten Platz in der Saison 2023 habe ich Blut geleckt und ich hoffe, dass ich in der DTM 2025 daran anknüpfen kann.

Nach drei DTM-Jahren für Audi startest du zukünftig für Porsche. Was erhoffst du dir von dem Wechsel?
 
Es war klar, dass der Fahrerkader von Audi bis Ende des Jahres vollständig aufgelöst wird. Daher konnte ich mir frühzeitig über meine Zukunft Gedanken machen. Mit Porsche habe ich einen top Arbeitgeber gefunden. Ich bin sehr stolz, dass das geklappt hat. Porsche war für mich die beste Option und bietet mir als jungem Fahrer langfristig gesehen unglaublich viele Möglichkeiten.

Wie gut kennst du den Porsche 911 GT3 R und was macht das Auto aus?
 
Ich habe erst einen einzigen Tag im Porsche 911 GT3 R gesessen und durfte das Fahrzeug dabei sowohl auf trockenem als auch nassem Asphalt kennenlernen. Was das Auto genau ausmacht, kann ich daher noch nicht im Detail sagen. Aber wenn ich auf die Performance von Porsche in der DTM schaue, speziell in der Saison 2023, war das Fahrzeug bei unterschiedlichen Bedingungen konstant stark. Im Vergleich zum Audi ist der 911 GT3 R zudem moderner, was die Systeme und verschiedene Einstellmöglichkeiten angeht.

Welche Rolle spielt der Wechsel zu Porsche in deiner Saisonvorbereitung?
 
Der ändert natürlich viel. Den Audi kannte ich nach den vielen Jahren schon fast auswendig, mit dem Wechsel zu Porsche wartet viel Neues auf mich. Entscheidend wird sein, dass ich möglichst schnell das Auto kennenlerne und herausfinde, was für Setup-Einstellungen zu meinem Fahrstil passen, damit ich mich im Fahrzeug wohlfühle. Dazu kommt, dass ich mich in ein ganz neues Umfeld einarbeite. Das ist ein Prozess und ich bin gespannt, was mich die kommenden Monate alles erwartet. Allied Racing hat gute Leute an Bord, zum Saisonstart werden wir top vorbereitet sein.

Was ist dein Ziel in der DTM?
 
Seit meinem ersten Tag in der DTM hat sich mein Ziel nicht geändert: Ich will diese Meisterschaft gewinnen. Ob es im ersten Jahr mit Porsche direkt für ganz vorne reicht, kann ich aktuell nicht sagen. Dafür kenne ich das Fahrzeug noch zu wenig. Aber ich werde alles daransetzen, mein Ziel so bald wie möglich zu erreichen.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Comeback-Sensation: Timo Glock zurück in der DTM

  •  Markenwechsel: Ex-Formel-1-Fahrer im McLaren
  •  Dörr Motorsport startet mit zwei McLaren 720S GT3 Evo in der DTM 2025

Timo Glock fuhr bereits in der Vergangenheit für BMW in der DTM
Foto: Jens Hawrda

 

In der Formel 1 fuhr er einst für Toyota und Jordan, in der DTM steuert er nun nach neun Jahren bei BMW erstmals einen McLaren: Publikumsliebling Timo Glock (42) feiert das DTM-Comeback des Jahres und kehrt 2025 in die Serie zurück. Der 91-fache Grand Prix-Teilnehmer tritt nach drei Jahren Pause in einem McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport an und wird Teamkollege von Nachwuchsfahrer Ben Dörr (19). Seinen ersten DTM-Renneinsatz im McLaren absolviert Glock vom 25. bis 27. April in der Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg. ProSieben überträgt alle Rennen live im Free-TV.

„Der Kontakt und meine Leidenschaft zur DTM sind nie ganz abgerissen. Ich finde das Projekt sehr gut und spannend. Dörr Motorsport möchte den nächsten Schritt mit mir machen – darauf bin ich stolz. Mit meiner Erfahrung bin ich davon überzeugt, dass ich dem Team helfen kann. Ich soll eine zentrale Rolle beim Aufbau des Teams spielen. Unser Ziel ist es, im zweiten Jahr konstant in die Top 10 zu fahren. Vielleicht sind sogar Podestplätze drin. Ich fühle mich auf jeden Fall bereit, bin voll motiviert und kann es kaum erwarten, wieder Rennen zu fahren. Ich freue mich wirklich sehr auf die Herausforderung und die Zusammenarbeit mit Rainer Dörr und dem gesamten Team. Es gibt keine Zweifel daran, ob ich es noch in mir habe – davon bin ich fest überzeugt“, sagt Glock.

„Wir sind sehr stolz, Timo Glock in unserem Team begrüßen zu dürfen“, sagt Teambesitzer Rainer Dörr, dessen Team sich für die zweite Saison in der DTM viel vorgenommen hat. „Ich denke, einen Fahrer mit solch einer Expertise und Karriere zu haben, ist nicht nur für uns als Team, sondern auch für die DTM eine großartige Bereicherung.“

Mit dem Fahrerduo Glock und Dörr, dem jüngsten Fahrer im diesjährigen DTM-Feld, deckt das McLaren-Team eine Bandbreite von Erfahrung und Jugend ab. Dörr, der als McLaren Junior Pro Driver Teil des Nachwuchsprogramms des britischen Sportwagenherstellers ist, freut sich auf die Unterstützung des Formel-1-erfahrenen Teamkollegen in seinem zweiten DTM-Jahr: „Es ist eine große Ehre, einen so erfolgreichen und erfahrenen Teamkollegen wie Timo an meiner Seite zu haben. Ich bin mir sicher, dass ich auf und neben der Rennstrecke viel von ihm lernen kann.“

Glock startete von 2013 bis 2021 ausschließlich für BMW in der DTM und feierte in dieser Zeit insgesamt fünf Laufsiege. Zwischen 2004 und 2012 fuhr er in der Formel 1 und erzielte drei Podestplätze.

Dienstag, 26. November 2024

Die ADAC GT Masters Champions Kalender und Seppänen im Interview

  •  Kalender: „Gedanken an den Titel lassen mich immer noch strahlen.“
  •  Seppänen: „Als Gewinner der „Road to DTM“ würde ich gerne den nächsten Schritt machen.“

Tom Kalender und Elias Seppänen mit vielen neuen Pokalen für die Trophäensammlung
Foto: ADAC-Motorsport


Beim Saisonfinale in Hockenheim krönten sich Tom Kalender (Hamm/Sieg) und Elias Seppänen (FIN) zu den neuen Champions im ADAC GT Masters. Im Interview berichten die beiden, wie sie die Wochen nach dem Titelgewinn erlebt haben und wie die Meisterfeier verlief. Zudem beschreiben Sie den Weg zu Ihrem Erfolg und was die beiden für die Saison 2025 planen.

Der Titelgewinn liegt nun schon ein paar Tage zurück. Mit welchen Gefühlen blickt ihr auf die letzten Wochen?

Elias Seppänen: Es ist immer noch ein ungewohntes Gefühl, der erste Fahrer zu sein, der den Titel im ADAC GT Masters verteidigt hat. Ich bin sehr stolz darauf, schließlich sind in der Serie zuvor bereits sehr viele großartige Rennfahrer unterwegs gewesen. Wenn ich meine beiden Meisterschaften miteinander vergleiche, kann ich nicht sagen, dass mir die eine mehr als die andere bedeutet. In jedem Fall war es 2023 definitiv stressiger, da Salman Owega und ich auch ein paar Rückschläge erlebten. Tom und ich haben von Beginn an sehr gut harmoniert und das ganze Team hat perfekt gearbeitet. Daher war ich früh davon überzeugt, dass es auch mit dem zweiten Titel klappt.

Tom Kalender: Mit ein bisschen Abstand habe ich schon angefangen zu realisieren, was Elias und ich in diesem Jahr erreicht haben. Trotzdem ist es immer noch ein wahnsinnig tolles Gefühl, das mich nach wie vor strahlen lässt. Auch, dass ich mit Elias den dritten Titel in Folge für Landgraf Motorsport einfahren konnte, macht mich sehr glücklich.

Wie habt ihr die Tage nach dem Saisonfinale erlebt?

Elias Seppänen: Viele Leute haben mir geschrieben und zur Meisterschaft gratuliert. Ich habe versucht, ein wenig zu entspannen und mit meinen Freunden Sport zu treiben. Jetzt kann ich mich erstmal sortieren und die Planung für 2025 beginnen.

Tom Kalender: Ich empfand es als sehr schade, dass die Saison schon vorbei war, schließlich lief es für uns extrem gut. Es hätten ruhig noch ein paar Events mehr sein dürfen. Jetzt konzentriere ich mich erstmal wieder voll auf die Schule. Zusätzlich plane ich aber natürlich bereits die neue Saison, in der ich hoffentlich mit Landgraf Motorsport weiter zusammenarbeiten kann.

Eure große Stärke lag vor allem im Zeittraining. In zwölf Qualifyings habt ihr nur zweimal keine Punkte mitgenommen. Habt ihr euch vor der Saison speziell auf die Qualifyings vorbereitet?

Elias Seppänen: Explizit trainiert habe ich das nicht. Allerdings waren wir immer darauf bedacht, sehr detailliert zu arbeiten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Außerdem kannte ich bis auf Spa alle Strecken und auch das Auto, das hat sicherlich geholfen.

Tom Kalender: Das Qualifying-Prozedere und auch die Arbeit mit den Reifen sind anders als im Formel-Sport. Demnach war es wichtig für mich, die Abläufe zu simulieren und den Pirelli-Reifen ins optimale Arbeitsfenster zu bringen, um auf eine Runde die bestmögliche Zeit herauszufahren. Leider hat es nicht für eine Pole-Position gereicht, aber grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen.

Der Sieg am Red Bull Ring bedeutete einen großen Schritt Richtung Titel. Beeinflusste das eure Gefühlslage vor dem Saisonfinale?

Elias Seppänen: Der komfortable Vorsprung hat schon eine gewisse Ruhe ins Team gebracht. Im Vergleich zum letzten Jahr war das also eine ganz andere Situation, da Tom und ich nicht unter zu starkem Druck standen. Wir haben letztlich einfach versucht, keinen Blödsinn zu machen, um das Auto sicher nach Hause zu bringen. Das ist uns dann auch gut gelungen.

Tom Kalender: Bei mir war eigentlich alles wie immer. Da wir ohnehin nie wirklich auf die Tabelle geschaut haben, waren wir bei dem Thema generell recht entspannt. Wir wollten einfach immer unser Bestes geben. Vermutlich war das eine gute Einstellung, die uns während der gesamten Saison geholfen hat.

Was schätzt ihr an eurem Teamkollegen besonders?

Elias Seppänen: Zunächst mal muss ich sagen, dass es für mich eine ganz neue Situation war. Zum ersten Mal war ich derjenige mit der größten Erfahrung. Ich habe versucht, mein Wissen an Tom weiterzugeben, damit er einen guten Start in seine erste GT3-Saison bekommt. Er war sehr aufgeschlossen für alle Informationen und entwickelte sich wirklich schnell. Ich bin immer noch beeindruckt, dass er in diesem Alter so eine steile Lernkurve zeigte. Das Jahr mit Tom hat wirklich Spaß gemacht.

Tom Kalender: Ich bin Elias sehr dankbar für seine Unterstützung. Gerade im Winter konnte ich von seinem Erfahrungsvorsprung profitieren. Aber auch an der Strecke gab er mir wertvolle Tipps, durch die ich mich stetig verbessern konnte.

Abschließend ein Blick auf das kommende Jahr: Startet ihr beim Auftakt auf dem Dekra Lausitzring die Mission Titelverteidigung?

Elias Seppänen: Das kann ich aktuell noch nicht sagen. Als Gewinner der „Road to DTM“ würde ich natürlich gerne den nächsten Schritt machen, aber das ADAC GT Masters ist eine attraktive Serie. Wieso also nicht versuchen, noch einen weiteren Titel zu holen?

Tom Kalender: Bislang gibt es viele Optionen, aber noch nichts Konkretes. Grundsätzlich könnte ich mir eine erneute Zusammenarbeit mit Landgraf Motorsport im ADAC GT Masters sehr gut vorstellen. Allerdings muss ich mir jetzt alles ganz genau anschauen, was alles möglich ist und welche Variante die Beste für meine Karriere ist.

Montag, 18. November 2024

ADAC GT4 Germany 2025 mit sechs Events und synthetischem Kraftstoff

  •  Erneut fünf Rennwochenenden in Deutschland
  •  Rückkehr auf den Sachsenring - Auslandsgastspiel auf dem Red Bull Ring in Österreich
  •  ADAC GT4 Germany tankt ab 2025 einen synthetischen, fossilfreien Kraftstoff

Die ADAC GT4 Germany gastiert auch 2025 wieder auf dem Norisring
Foto: ADAC-Motorsport


Die ADAC GT4 Germany geht 2025 in ihre siebte Saison und tritt im bewährten Umfeld an. Alle sechs Rennwochenenden werden erneut im Rahmen der besucher- und reichweitenstarken DTM-Plattform ausgetragen. Highlight im Kalender ist der Auftritt auf dem Norisring in Nürnberg, zudem kehrt die ADAC GT4 Germany nach einem Jahr Pause zurück auf den Sachsenring. Einen großen Schritt macht die Serie im kommenden Jahr bei der Nachhaltigkeit, alle Fahrzeuge tanken dann einen neuen synthetischen Kraftstoff. Saisonstart 2025 ist vom 25. bis. 27. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

Nachhaltigkeit steht in der ADAC GT4 Germany weiterhin im Fokus. Die Serie setzt ab 2025 auf einen fossilfreien Kraftstoff. Dieser neue klimafreundliche Kraftstoff trägt zur Dekarbonisierung bei und reduziert die CO2-Emissionen um 75 Prozent. Produziert wird der vom Automobilweltverband FIA zertifizierte Kraftstoff von P1 Fuels, einem Green-Tech-Unternehmen aus Berlin mit jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und dem Einsatz fossilfreier synthetischer Kraftstoffe. Eingesetzt wird der synthetische Kraftstoff neben der ADAC GT4 Germany auch in der DTM und im ADAC GT Masters.

Der Kalender der ADAC GT4 Germany überzeugt durch Konstanz. An allen sechs Rennstrecken hat die Serie bereits in der Vergangenheit Station gemacht. Traditionell startet die ADAC GT4 Germany in der Magdeburger Börde in die Saison. In der Motorsport Arena Oschersleben, der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands, wird vom 25. bis 27. April 2025 Vollgas gegeben. Danach steht direkt schon das große Saisonhighlight an. Vom 4. bis 6. Juli 2025 gastiert die ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. Der spektakuläre Stadtkurs in Nürnberg zählt zu den Lieblingsrennstrecken vieler Piloten.

Saisonhalbzeit wird dann vom 8. bis 10. August 2025 dem traditionsreichen Nürburgring in der Eifel gefeiert. Die entscheidende Phase des Titelkampfs beginnt vom 22. bis 24. August 2025 auf dem Sachsenring, der beliebten Berg- und Talbahn bei Chemnitz. Danach reist die ADAC GT4 Germany nach Österreich. Auf dem Red Bull Ring findet vom 12. bis 14. September das einzige Auslandsgastspiel der Saison 2025 statt. Das Saisonfinale absolviert die ADAC GT4 Germany vom 3. bis 5. Oktober 2025 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Auch in der Saison 2025 legt die ADAC GT4 Germany großen Wert auf den Motorsport-Nachwuchs. Das 2024 eingeführte Programm „Road to DTM“ wird beibehalten. Sportlich bleibt das bewährte Konzept mit zwei Wertungsläufen pro Rennwochenende von rund einer Stunde stabil. Zwei Piloten teilen sich in der ADAC GT4 Germany ein Cockpit; zu Rennmitte wird ein Fahrerwechsel durchgeführt.

Termine ADAC GT4 Germany 2025 (Änderungen vorbehalten)

25.04.-27.04.2025    Motorsport Arena Oschersleben
04.07.-06.07.2025    Norisring
08.08.-10.08.2025    Nürburgring
22.08.-24.08.2025    Sachsenring
12.09.-14.09.2025    Red Bull Ring / AUT
03.10.-05.10.2025    Hockenheimring Baden-Württemberg