Montag, 11. November 2024

Finn Zulauf und Josef Knopp: Die neuen Champions der ADAC GT4 Germany im Portrait

  •  Zweitjüngstes Fahrer-Duo auf dem Thron der ADAC GT4 Germany
  •  Zulauf/Knopp standen an jedem Rennwochenende auf dem Podium
  •  Auch der Titel in der Junior-Wertung ging an die Porsche-Fahrer

Großer Jubel bei den Champions Josef Knopp (li.) und Finn Zulauf
Foto: ADAC-Motorsport

Finn Zulauf (20/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) haben es geschafft. Die Porsche 718 Cayman GT4-Piloten krönten sich in einem spannenden Finale auf dem Hockenheimring zum Champion der ADAC GT4 Germany 2024. Zum zweiten Mal nach 2020 fahren die Titelträger der GT4-Serie des ADAC Porsche. Nach ihren Vorgängern Hugo Sasse/Mike Ortmann sind sie die zweitjüngsten Titelträger in der Geschichte der ADAC GT4 Germany. Aber damit nicht genug: Bereits am Samstag stellten die Nachwuchspiloten vorzeitig den Titel in der Juniorwertung klar. „Beide Piloten haben dieses Jahr eine sensationelle Leistung geboten“, loben die Teamchefs Patrick Wagner und Daniel Schellhaas. „Finn bringt immer alles genau auf den Punkt. Er hat eine mega Entwicklung hingelegt – genauso wie Josef. Sie arbeiten unfassbar gut zusammen, sind menschlich absolut klasse und vor allem richtig lustige Typen.“

Zulauf/Knopp hielten sich über die gesamte Saison in der Spitzengruppe der ADAC GT4 Germany auf. Beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben und auf dem Dekra Lausitzring konnten mit Platz zwei im Sonntagsrennen die ersten beiden Podiumsergebnisse erzielt werden. Noch besser lief es im Hochsommer auf dem Norisring, als mit dem Triumph in Lauf zwei erstmals die oberste Stufe des Podests erklommen werden konnte. „Das war unser wichtiges Rennwochenende der Saison und gleichzeitig der Wendepunkt im Titelrennen. Denn ab diesem Zeitpunkt haben wir unsere direkten Konkurrenten Schrey/Piana regelmäßig unter Druck gesetzt und unseren Titelanspruch klargemacht“, schaut Knopp zurück. Nach einem weiteren Top-Drei-Ergebnis auf dem Nürburgring sowie einem Sieg und einem zweiten Platz auf dem Red Bull Ring in Österreich reisten beide als Tabellenzweite zum Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Mit voller Punkteausbeute in Lauf eins konnten Zulauf/Knopp im badischen Motodrom erstmals die Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany übernehmen. Durch Rang vier im Sonntagsrennen wurde der Titel dann final eingetütet. „Natürlich ist das der größte Triumph unserer Karriere“, erklären beide unisono. „Die ADAC GT4 Germany ist eine richtig starke Rennserie. Hier gewinnen zu können, ist etwas ganz Besonderes.“

Knopp/Zulauf bestachen zudem durch Konstanz. Als einzige Piloten im Feld haben sie in jedem der zwölf Wertungsläufe 2024 Punkte eingefahren – und bei jedem Rennwochenende standen sie mindestens einmal auf dem Podest. „Diese Konstanz war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg. Das funktioniert aber nur mit einem super Team im Rücken. Das Auto war immer perfekt vorbereitet. Wir sind zu den Rennen jeweils schon mit einer guten Basis beim Set-up angereist und mussten an der Strecke eigentlich nur noch Detailarbeit leisten. Somit hat AVIA W&S Motorsport einen ganz großen Anteil am Titel“, stellt Zulauf klar.

Finn Zulauf saß mit sieben Jahren erstmals im Kart, das ihm seine Eltern geschenkt hatten. Aus dem Freizeitspaß wurde Sport und schnell hatte er sich in Wettbewerben gemessen – unter anderem mit dem heutigen DTM-Piloten Ben Dörr oder dessen Bruder Phil Dörr. 2020 stieg Zulauf ins Rennauto und fuhr einige Läufe im BMW 318Ti Cup. 2021 wechselte er zu AVIA W&S Motorsport und gab sein Debüt in der ADAC GT4 Germany. 2022 und 2023 sammelte er erste GT3-Erfahrungen im Rahmen des ADAC Racing Weekend. Der ADAC GT4 Germany blieb er über die Jahre aber stets treu.

Auch neben der Rennstrecke ist bei Finn Zulauf viel los. 2023 legte sein Abitur ab. Danach konzentrierte er sich für ein Jahr lang voll auf den Motorsport, arbeitete parallel aber auch in einigen Bereichen bei AVIA W&S Motorsport, beispielsweise als Fahrer-Coach. Seit einigen Tagen stehen neue Bücher im Schrank, da Zulauf in Stuttgart ein Ingenieursstudium im Bereich Fahrzeugtechnik begann. In seiner Freizeit ist er oft im Fitnessstudio und geht regelmäßig joggen. Im Winter fährt er gerne Ski. Mit dem Fußballspielen hat der zugunsten des Motorsports aufgehört. „Finn ist ein wirklich bodenständiger Mensch. Das schätze ich an ihm wirklich sehr. Nur direkt neben im zu stehen, macht keinen Spaß, da wir komplett unterschiedliche Körpergrößen haben“, lacht Knopp. „Im Rennauto konzentriert er sich auf seine Arbeit, lässt sich nie ablenken und ist extrem fokussiert. Er ist einfach ein klasse Rennfahrer.“

Josef (genannt Peppi) Knopp begann mit zehn Jahren mit dem Kartsport und trat über die Jahre sowohl in seiner Heimat als auch auf europäischer Bühne an. Seit 2020 gibt er im ADAC Motorsport Vollgas - zunächst in der ADAC Formel 4 und ab 2022 in der ADAC GT4 Germany. Nach dem KTM X-Bow GT4 und dem Mercedes-AMG GT4 ist der Porsche 718 Cayman GT4 sein drittes GT4-Fahrzeug – und nach dem Titel nun auch sein Erfolgsmodell. Abseits der Rennstrecke ist sein Zeitplan voll. Er arbeitet im Unternehmen seines Vaters in der Baubranche. Dazu studiert er gleichzeitig sowohl Ingenieurswesen als auch Businessmanagement. In der wenig verbliebenen Freizeit betreibt er unterschiedliche Sportarten, wie beispielsweise Boxen. Zudem interessieren ihn schon seit jeher schnelle Autos. „Mich beeindruckt an Peppi, dass er dieses Jahr im Rennauto keinen einzigen großen Fehler gemacht hat – und dies, obwohl es in machen Rennsituationen richtig viel Druck gab“, erläutert Teamkollege Zulauf. „Wir kommen super miteinander aus und sind auf einer Wellenlänge. Auch abseits der Rennstrecke stehen wir in Kontakt und haben Spaß.“

Wie es in der Saison 2025 mit den beiden Champions weitergeht, steht aktuell noch nicht fest. „Es gibt sicherlich die Idee, ins ADAC GT Masters aufzusteigen – insbesondere das Programm ‚Road to DTM‘ finde ich attraktiv. Es ist großartig, dass der ADAC eine solche Förderung für junge Rennfahrer ins Leben gerufen hat. Wie sich alles für 2025 entwickelt, muss aber der Winter zeigen.“ Ähnlich sieht es auch Teamkollege Knopp: „Ich mag die ADAC Motorsport-Plattform wirklich sehr. Die Rennen sind immer hart aber sauber. Ich fühle mich beim ADAC extrem wohl und würde gerne auch 2025 hier antreten. Ich mag den GT4-Sport; aber auch die GT3-Autos. In welcher Serie ich 2025 tatsächlich fahre, kann ich aktuell noch überhaupt nicht abschätzen.“

ADAC GT Masters 2025: Neue Strecke und noch mehr Endurance-Racing

  •  ADAC GT Masters mit drei reinen Endurance-Events in der Saison 2025
  •  ADAC GT Masters startet mit synthetischem Kraftstoff
  •  Salzburgring-Premiere beim Österreich-Doubleheader

Das ADAC GT Masters startet 2025 zwei Mal in Österreich
Foto: ADAC-Motorsport


In der Saison 2025 erleben die Fans des ADAC GT Masters noch mehr Rennaction. Das in diesem Jahr erfolgreich eingeführte Endurance-Format wird 2025 ausgeweitet und weiterentwickelt – drei Langstrecken-Veranstaltungen mit Rennen über 80 Minuten am Samstag und am Sonntag stehen kommendes Jahr im Kalender. Bei den weiteren drei Events setzt das ADAC GT Masters auf das bewährte Format von jeweils zwei Sprintrennen über 60 Minuten. Die Events werden dabei noch nachhaltiger: Das ADAC GT Masters startet mit einem synthetischen und fossilfreien Kraftstoff. Die Saison startet vom 23. bis 25. Mai erstmals auf dem Dekra Lausitzring im Rahmen der DTM; dort geht es gleich mit dem langen Rennformat los. Seine Premiere im Kalender erlebt der Salzburgring im September vor den Toren der Mozart-Stadt. Mit der „Road to DTM“ präsentiert sich das ADAC GT Masters auch kommendes Jahr als attraktive Aufstiegsmöglichkeit in die DTM.

Spannender Kalender mit Premiere auf dem Salzburgring

Nach dem Saisonstart in der Lausitz nehmen die Piloten vom 6. bis 8. Juni Kurs auf die niederländische Nordseeküste zum ersten Auslandsstopp in Zandvoort. Die erste Saisonhälfte beschließt, wie schon in den vorangegangenen beiden Jahren, der Nürburgring (10. bis 13. Juli), wenn das ADAC GT Masters vor einmaliger Kulisse beim ADAC Truck Grand Prix gastiert. Der Start ins zweite Halbjahr beginnt mit einem Double-Header in Österreich. Vom 5. bis 7. September ist das ADAC GT Masters erstmals auf dem Salzburgring zu Gast, bevor es eine Woche später in der Steiermark auf dem Red Bull Ring zum vorletzten Event der Saison kommt. Die Bühne zum Finale wird traditionsgemäß der Hockenheimring Baden-Württemberg.

„Wir haben das ADAC GT Masters in diesem Jahr neu ausgerichtet und klar positioniert, das wurde von den Teilnehmern und Besuchern gut angenommen. Die Einführung der Endurance-Rennen war ein voller Erfolg, daher entwickeln wir dieses Format weiter und freuen uns auch auf die Premiere der Serie auf dem Salzburgring. Mit der Einführung eines synthetischen Kraftstoffs machen wir einen wichtigen Schritt für mehr Nachhaltigkeit im Motorsport“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Erfolgreiche Aufstiegsmöglichkeit „Road to DTM“ auch 2025

Mit Elias Seppänen (FIN) feierte in dieser Saison der erste Nachwuchspilot den Titel in der „Road to DTM“-Wertung im Rahmen des ADAC GT Masters. Für Seppänen ein großartiger Erfolg: „Ich bin sehr glücklich über den Titel und würde im kommenden Jahr natürlich super gerne in der DTM starten. Mit der Förderung ist nun der erste Schritt gemacht.“ Auch in der kommenden Saison findet die erfolgreich etablierte Nachwuchswertung ihre Fortsetzung. Dabei können sich alle Silber-Fahrer unter 25 Jahren in der Klasse einschreiben und in die Fußstapfen des Finnen treten. Als Preis für den Sieg in der Juniorenmeisterschaft erhält der beste Youngster das Nenngeld für die Einschreibung zur DTM 2026.

Klimafreundlich in die Zukunft

Das ADAC GT Masters setzt ab der kommenden Saison auf einen neuen synthetischen und fossilfreien Kraftstoff. Dieses innovative sowie klimafreundliche Antriebsmittel trägt zur Dekarbonisierung der DTM-Plattform bei und reduziert die CO2-Emissionen um 75 Prozent. Produziert wird der vom Automobilweltverband FIA zertifizierte Kraftstoff von P1 Fuels in Deutschland. Das Green-Tech-Unternehmen aus Berlin verfügt über jahrelange Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und dem Einsatz fossilfreier synthetischer Kraftstoffe. Eingesetzt wird dieser in der DTM, im ADAC GT Masters und in der ADAC GT4 Germany. Der Kraftstoff ist Teil des umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts der DTM, das auch die Initiative mit dem Wassertechnologieunternehmen BWT zur Reduzierung von Plastikmüll umfasst. Im Rahmen des 2021 im ADAC GT Masters gestarteten und 2023 bei der DTM fortgesetzten Projekts wurden bisher insgesamt mehr als eine Million Plastikflaschen eingespart.

Rennkalender 2025

23.05. - 25.05.2025    Dekra Lausitzring (DTM)
07.06. - 09.06.2025    Circuit Zandvoort / NL (DTM)
10.07. - 13.07.2025    Nürburgring (ADAC Truck Grand Prix)
05.09. - 07.09.2025    Salzburgring / A (ADAC Racing Weekend)
12.09. - 14.09.2025    Red Bull Ring (A) presented by VKB Bank / A (DTM)
03.10. - 05.10.2025    Hockenheimring Baden-Württemberg (DTM)

DTM-Comeback für Ford nach 30 Jahren

  •     HRT Ford Performance bringt den Mustang zurück in die DTM
  •     Ford mit Werksengagement in der DTM

Ford kehrt nach mehr als 30 Jahren in die DTM zurück
Bild: ADAC-Motorsport


Die Rückkehr einer Legende: Nach 30 Jahren kehrt Ford im kommenden Jahr in die DTM zurück. Die US-Marke schickt dabei eine echte Ikone aus ihrem Programm ins Rennen, das Haupt Racing Team setzt werkseitig unter dem Namen HRT Ford Performance den Ford Mustang GT3 ein. Die Mannschaft vom Nürburgring gewann im Jahr 2021 die DTM. Saisonstart für die DTM 2025 ist vom 25. bis 27. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

HRT Ford Performance plant den Werkseinsatz von zwei Mustang GT3 in der Saison 2025, wobei eines der beiden Fahrzeuge im markanten Design des Schmierstoffherstellers Ravenol gestaltet wird. Die neue Partnerschaft zwischen HRT und Ford Performance umfasst auch technische Entwicklungsarbeit. Der 2023 vorgestellte Ford Mustang GT3 soll durch die Expertise von HRT einen noch höheren rennstreckenspezifischen Reifegrad erreichen. Das Rennfahrzeug mit seinem 5,4-Liter-V8-Motor basiert auf dem 2024er Ford Mustang Dark Horse und stellt die hochmoderne GT3-Topversion der legendären Mustang-Baureihe dar.

„Der Einstieg von Ford in die DTM mit einem werksunterstützten Programm ist ein starkes Bekenntnis zur DTM und eine großartige Nachricht zum Ende unserer Jubiläumssaison. Wir freuen uns auf das Comeback einer Marke mit einer großen DTM-Geschichte und auf den Mustang GT3, der die Fans ganz sicher begeistern wird“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Der US-amerikanische Automobilhersteller ist eng mit der Historie der DTM verbunden und blickt auf insgesamt 30 Siege zurück. DTM-Legende Klaus Ludwig gelang mit einem Ford Sierra RS 500 Cosworth in der Saison 1988 der erste und bislang einzige DTM-Titel für die Marke. In den Händen von Privatteams waren Ford Mustang bis 1994 in der DTM am Start. Drei Jahrzehnte später feiert der Hersteller aus Dearborn, Michigan, mit dem neuen Mustang nun sein DTM-Comeback zusammen mit HRT.

Mark Rushbrook, Global Director von Ford Performance Motorsports, sagt: „Ein Team wie HRT in die globale Ford Performance-Familie aufzunehmen, ist ein bedeutender Moment für uns. Der nachweisliche Erfolg des Haupt Racing Teams in der DTM ist ein starkes Zeichen für das Potenzial des Mustang GT3. Diese Zusammenarbeit stärkt unsere globale Position im GT3-Rennsport und erschließt neue Serien und Zielgruppen für uns, während wir das Mustang-Rennprogramm 2025 weiter ausbauen.“

Ulrich Fritz, Geschäftsführer der Haupt Racing Team GmbH, sagt: „HRT hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Wir haben ein hohes Maß an Expertise im Einsatz und in der Entwicklung von Rennfahrzeugen aufgebaut. Daher sind wir sehr gespannt auf dieses neue Projekt. Dass Ford HRT als Speerspitze in Europa ausgewählt hat, ist eine große Ehre. Ford ist eine echte Power-Marke mit einer großartigen Motorsport-Tradition und hoher Motivation. Der Ford Mustang GT3 ist ein Rennfahrzeug der neuesten Generation, das wir gemeinsam auf das nächste Level heben wollen. Wir werden gut vorbereitet in die kommende DTM-Saison starten und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Ford und Ravenol. Bei Mercedes-AMG möchte ich mich für die langjährige, vertrauensvolle und immer konstruktive Zusammenarbeit als Performance Team bedanken.“

Ergänzend zum Werkseinsatz in der DTM plant das Team Kundensporteinsätze im ADAC GT Masters, dort hat HRT in den beiden vergangenen Jahren die Teamwertung gewonnen.

Montag, 28. Oktober 2024

Preise bleiben stabil: DTM startet Ticketverkauf für 2025

  •     Schnell sein lohnt sich: Mit dem „Fast-Lane-Rabatt“ bis zu 33 Prozent sparen
  •     Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben weiterhin freien Eintritt
  •     Tickets für die DTM-Saison 2025 auf dtm.com erhältlich


 

Fans können sich bereits auf die nächste Saison freuen: Ab Sonntag, 15 Uhr, sind unter dtm.com Tickets für die DTM 2025 erhältlich. Wer sich bis zum 15. November entscheidet, kann bis zu 33 Prozent sparen – die Preise beginnen bei 49 Euro. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen auch 2025 kostenlosen Eintritt.

Wer sich schnell Tickets sichert, profitiert von attraktiveren Rabatten: Mit dem Fast-Lane-Rabatt erhalten Fans beim Kauf von DTM-Tickets zehn Prozent Ermäßigung in allen Kategorien. ADAC Mitglieder profitieren sogar doppelt und erhalten weitere zehn Prozent Mitgliedsvorteil auf ihre Bestellung. Insgesamt lassen sich dabei im Vergleich zum Tageskassenpreis satte 33 Prozent sparen. Die Aktion auf dtm.com läuft bis zum 15. November 2024.

Tickets gibt es ab dem 20. Oktober um 15 Uhr in allen Kategorien für sieben der acht DTM-Rennwochenenden im kommenden Jahr. Der Vorverkauf für das Stadt-Spektakel am Norisring startet voraussichtlich im November. Die DTM präsentiert sich auch 2025 als Veranstaltung für die gesamte Familie: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhalten in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen an allen Strecken freien Eintritt. Dazu bieten alle Tickets Zugang zum Fahrerlager, dem Pit Walk und der DTM Fan Zone. Lediglich am Sachsenring ist der Zutritt zum DTM-Fahrerlager aus Kapazitätsgründen beschränkt.

„Die DTM kommt mit spektakulärem Motorsport und bester Unterhaltung bei den Fans an, das zeigt der starke Besucherzuwachs in diesem Jahr. Wir konnten die Ticketpreise für die kommende Saison stabil halten, ein neuer Ticketshop bietet nun auch deutlich mehr Komfort beim Bestellen der Tickets. Unschlagbar ist unser Angebot für Familien mit kostenlosem Eintritt für Kinder unter 16 Jahren, daran halten wir für 2025 fest. Wir wollen weiterhin die komplette Familie von der DTM begeistern“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Fans dürfen sich im kommenden Jahr auf 16 Meisterschaftsläufe bei acht Veranstaltungen in Deutschland, den Niederlanden und Österreich freuen. Um die ersten beiden DTM-Siege geht es vom 25. bis 27. April 2025 in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Saisonfinale findet traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt. Mit dem Red Bull Ring in Österreich und dem Circuit Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste stehen zwei Formel-1-Strecken aus dem europäischen Ausland im Kalender. Zudem treten die DTM-Stars am Dekra Lausitzring, am Norisring, am Nürburgring und auf dem Sachsenring an.

Rennkalender DTM 2025

25.04.-27.04.2025    Motorsport Arena Oschersleben
23.05.-25.05.2025    Dekra Lausitzring
06.06.-08.06.2025    Circuit Zandvoort (NL)
04.07.-06.07.2025    Norisring
08.08.-10.08.2025    Nürburgring
22.08.-24.08.2025    Sachsenring
12.09.-14.09.2025    Red Bull Ring (A)
03.10.-05.10.2025    Hockenheimring Baden-Württemberg

Tom Kalender und Elias Seppänen – das Rekord-Duo im Porträt

  •     Tom Kalender ist jüngster ADAC GT Masters-Champion der Historie
  •     Für die Geschichtsbücher: Elias Seppänen verteidigt als erster Pilot seinen Titel
  •     Landgraf Motorsport wird nach dritter Meisterschaft in Folge zum Seriensieger

Tom Kalender und Elias Seppänen (l-r) bejubeln auf dem Hockenheimring ihren Titelgewinn
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Jubel bei Elias Seppänen (FIN) und Tom Kalender (Hamm/Sieg): Mit dem drittenPlatz im elften Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg besiegelten die beiden Mercedes-AMG-Piloten von Landgraf Motorsport den Meistertitel im ADAC GT Masters 2024. Ein geschichtsträchtiger Moment für das Team aus Gensingen im Landkreis Mainz-Bingen, denn es ist bereits die dritte Fahrermeisterschaft in Folge. Zwei der Triumphe fuhr Seppänen ein, dem es in dieser Saison gelang, seinen Titel zu verteidigen – ein Erfolg, den vor ihm niemand erreichte. Doch nicht nur der 20-jährige Finne vollbrachte etwas Historisches. Sein Teamkollege Kalender brach mit gerade einmal 16 Jahren, sechs Monaten und 23 Tagen den Rekord als jüngster Titelträger aller Zeiten und löste dabei Kelvin van der Linde (ZA) ab, der bei seinem ersten Meistererfolg bereits volljährig war.

Ursprünglich begann Seppänen in seiner Heimat Finnland auf zwei anstatt auf vier Rädern. „Meine Eltern waren stark im Motocross engagiert, aber irgendwann wurde es mir zu gefährlich, deshalb wechselte ich in den Kartsport“, erklärt Seppänen, der schon in seiner frühen Karriere mehrere Kart-Siege erzielte. Dem Zweiradsport ist er dennoch treu geblieben, allerdings ohne Motor. Mit dem Fahrrad trainiert er nahezu jeden Tag und ging bereits zusammen mit seinem Teamkollegen auf Erkundungstour durch den Westerwald. Nach seiner Kartzeit machte er in der ADAC Formel 4 den nächsten Schritt und bewies auch dort sein Talent. Am Ende schloss er die Saison 2020 nach einem Sieg auf dem dritten Platz ab. Ein weiteres Jahr blieb er im Formelsport und war 2022 erstmals im ADAC GT Masters für Landgraf Motorsport in einem Mercedes-AMG GT3 unterwegs. Im Jahr darauf folgte die erste Meisterschaft im ADAC GT Masters zusammen mit Salman Owega (Köln), der zur Saison 2024 zum Haupt Racing Team wechselte. Mit seinem zweiten Titel steigt Seppänen zu den erfolgreichsten Piloten im ADAC GT Masters auf. Bislang durften sich mit Kelvin van der Linde, Christopher Mies (D) und Sebastian Asch (D) erst drei Fahrer über zwei Meisterschaften freuen. Nun reiht sich auch der Finne in den Kreis der Top-Piloten ein.

Neben dem Fahrertitel gewann er auch die „Road to DTM“, für die er eine Förderung für die DTM-Saison 2025 in Form des Nenngeldes für die Einschreibung erhält. „Es wäre großartig, im nächsten Jahr in der DTM dabei zu sein. Damit würde ein Traum in Erfüllung gehen“, sagt der alte und neue Meister. Mit einem Start in der DTM würde er in die Fußstapfen seines finnischen Vorbildes Mika Häkkinen treten, der in der höchsten deutschen Motorsport-Serie zwischen 2005 und 2007 unterwegs war. Ein weiterer Mensch, der für Seppänen eine wichtige Rolle spielt, ist Bernd Schneider. Der fünffache DTM-Champion agiert bei der Landgraf-Mannschaft als Ratgeber für die jungen Piloten. „Er verfügt über jede Menge Erfahrung und ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Ich bin froh, dass er für uns Fahrer immer ein offenes Ohr hat“, beschreibt Seppänen den ehemaligen Profi-Rennfahrer.

Für Kalender war es ein GT3-Einstieg nach Maß. Mit gerade einmal 16 Jahren und 31 Tagen debütierte er im ADAC GT Masters, landete auf Anhieb auf dem Podium und schrieb sich nur einen Tag später in die Siegerliste ein. Sein Handwerk erlernte der Teenager im Kartsport und durchlief seither sämtliche Serien des ADAC. Dort gelang ihm unter anderem der Titel im ADAC Kart Masters (2019) und die Vizemeisterschaft in der Deutschen Junioren-Kart-Meisterschaft (2022). Im Vorjahr pilotierte der Westerwälder einen Formel-Boliden in der französischen Formel-4-Meisterschaft für das ADAC Formel 4 Junior Team. Nach einer Saison in Frankreich suchte er eine neue Herausforderung und fand diese im ADAC GT Masters, die er wortwörtlich meisterte.

Neben seiner motorsportlichen Laufbahn geht Kalender noch zur Schule, absolviert gerade die elfte Klasse und ist auf dem Weg zum Abitur. Sein Lieblingsfach ist wenig überraschend Sport, der auch den Großteil seiner Freizeit bestimmt. Zu seinen Stärken zählt vor allem seine Gelassenheit: „Ich hielt über das gesamte Jahr an meinem ursprünglichen Ziel, die Saison in den Top-5 zu beenden, fest. Dadurch habe ich mir selbst auch keinen Druck gemacht. Außerdem war das Team ein wichtiger Faktor, denn die Landgraf-Mannschaft hat großartig gearbeitet und uns immer ein hervorragendes Auto bereitgestellt.“ Auch von schwierigen Situationen ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. „Am Nürburgring und in Spa-Francorchamps sind mir ein paar Fehler unterlaufen, wodurch wir unnötige Strafen erhielten. Das hat uns leider einige wichtige Punkte gekostet. Ich habe mir das im Nachgang genau angeschaut und versucht, aus solchen Szenen eine Lehre zu ziehen“, analysiert der Rookie.

Auf und neben der Rennstrecke verbringen die beiden viel Zeit miteinander. Seppänen sieht das als großen Vorteil: „Tom und ich trainieren vor den Rennen immer zusammen am Simulator. Außerdem treffen wir uns an den Wochenenden zur gemeinsamen Sporteinheit. Ich glaube, das war ein wichtiges Element für den Meistertitel, denn dadurch konnten wir die Persönlichkeit und die Arbeitsweise des anderen besser kennenlernen. Das war wirklich sehr hilfreich.“ Auch Kalender zeigt sich begeistert von seinem Teamkollegen: „Die Zusammenarbeit mit Elias war auf Anhieb super. Wir haben uns direkt gut verstanden und ich konnte viel von ihm lernen.“

Schon beim Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben ließ sich ein spannender Kampf um die Meisterschaft erahnen. Im ersten Saisonlauf siegten Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main) im BMW M4 GT3 von FK Performance vor Seppänen und Kalender. Das zweite Rennen entschieden wiederum die Mercedes-AMG-Piloten für sich und übernahmen dadurch auch die Tabellenführung. Fortan lieferten sich die beiden Fahrerpaarungen ein packendes Duell um den Titel. Ein wegweisendes Wochenende erlebten Seppänen und Kalender auf dem Red Bull Ring in Österreich. Dort machten sie einen großen Sprung nach vorne, in dem sie den dritten Platz im neunten Saisonlauf erkämpften, wogegen die schärfsten Verfolger von BMW nur Neunter wurden. Ihren zweiten Start-Ziel-Sieg der Saison sicherten sich die Mercedes-AMG-Youngster im zehnten Meisterschaftsrennen, wodurch sich der Abstand zu Rang zwei auf 29 Punkte vergrößerte. Daraus resultierte ein Matchball, den die Nachwuchspiloten schon im vorletzten Saisonlauf in Hockenheim zum Meister in der 18. Saison im ADAC GT Masters krönten. Ein dritter Platz reichte den beiden, um einen uneinholbaren Vorsprung herzustellen.