Montag, 10. Juni 2024

Oosten und Köhler triumphieren im actionreichen Sonntagsrennen von Zandvoort

  •  Niederländer Oosten holt auch Klassensieg in „Road to DTM“ Wertung
  •  Seppänen und Kalender verteidigen Tabellenführung im ADAC GT Masters
  •  David Schumacher mit erstem Podium im ADAC GT Masters

Maxime Oosten/Leon Köhler #54
Foto: Jens Hawrda

Spannung über die volle Distanz: In einem ereignisreichen vierten Meisterschaftslauf des ADAC GT Masters fuhren der Niederländer Maxime Oosten und Leon Köhler (Erlenbach am Main/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 auf dem Circuit Zandvoort zu ihrem zweiten Saisonsieg. „Vor heimischer Kulisse zu gewinnen, ist ein fantastisches Erlebnis. Dazu konnten wir den Rückstand auf die Tabellenführer verkürzen. Ich bin mega happy“, sagte Lokalmatador Oosten nach dem Sieg am Sonntag. Auch sein Fahrerkollege Leon Köhler (Erlenbach am Main) zeigte sich begeistert: „Ein perfekter Abschluss. Nach den Schwierigkeiten zu Beginn des Wochenendes freue ich mich über diesen Erfolg umso mehr.“ Auf dem zweiten Platz landeten Alexander Fach (CH) und Alexander Schwarzer (D) im Porsche 911 GT3 R von Fach Auto Tech, die damit auch die ProAm-Wertung gewannen. Im Mercedes-AMG GT3 vom Haupt Racing Team belegten David Schumacher (Salzburg) und Salman Owega (Köln) den dritten Gesamtrang und Platz zwei im Silver-Cup, für Schumacher war es an seinem zweiten Wochenende in der Serie die erste Podestplatzierung.


Das vierte Saisonrennen auf dem 4,259 Kilometern Dünenkurs in Nordholland lieferte Rennaction pur. Nach einer Safety-Car-Phase zu Beginn sprach die Rennleitung einige Strafen aus, die für eine neue Reihenfolge in der Spitzengruppe sorgte. Einer der Leidtragenden war der Pole-Setter Simon Connor Primm (Großschirma) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2, der aufgrund eines Fehlstarts eine Penalty-Lap absolvieren musste. Der neue Führende hieß Mike David Ortmann (Ahrensfelde) im Aston Martin Vantage GT3, der sich jedoch kurz vor dem öffnenden Boxenstopp-Fenster einem Angriff von Oosten geschlagen geben musste. Danach übernahm Köhler das Steuer des führenden BMW M4 GT3 und brachte den Sieg sicher ins Ziel. Einen großen Satz nach vorne machten Fach und Schwarzer, die sich vom zwölften Platz auf den Silberrang vorarbeiteten. Für Schwarzer war das Resultat ein besonderes Highlight: „Ich bin völlig überwältigt. Als ich am Kommandostand sah, dass wir so weit vorne liegen, war ich total nervös. Die Freude nach der Zieldurchfahrt war riesig.“

Schumacher und Titelverteidiger Owega komplettierten das Podium. Das Duo fiel durch eine Strafe nach dem Start bis auf die achte Position zurück, arbeitete sich danach aber nach vorn. „Durch die Strafe haben wir einige Plätze verloren, die wir uns im weiteren Rennverlauf zum Großteil zurück erkämpfen konnten. Natürlich wären wir gerne weiter vorne angekommen, aber am Ende können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, berichtete Schumacher.

Auf dem vierten Platz gingen die Kapfinger-Zwillinge Johannes und Michael mit ihrem Porsche 911 GT3 R vom Team Joos by TwinBusch in die Wertung ein. Im Silver-Cup bedeutete dies die dritte Position. Ortmann und Denis Bulatov (Köln/beide Walkenhorst Motorsport) platzierten sich in ihrem Aston Martin Vantage GT3 auf dem fünften Rang. Jannes Fittje (Langenhain) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen) vom Haupt Racing Team erreichten im Mercedes-AMG GT3 den sechsten Platz, gefolgt von Jean-Luc D`Auria und Alain Valente (beide CHE) im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing. Als achtbestes Fahrerduo ordneten sich die Samstagssieger Tom Kalender (Hamm/Sieg) und Elias Seppänen von Landgraf Motorsport in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 in die Rangliste ein. Eduardo Coseteng (RP) und Grégory de Sybourg (CHE) vom FK Performance Motorsport beanspruchten im BMW M4 GT3 den neunten Platz. Dahinter beendeten Benjamin Hites (CHL) und Tim Zimmermann (Langenargen) in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Grasser Racing Team das Rennen.

Nach vier Meisterschaftsläufen führen Kalender und Seppänen die Tabelle mit 84 Punkten vor Oosten und Köhler mit 77 Zählern an. Vom 12. bis 14. Juli geht es für die Piloten zur dritten Saisonstation an den Nürburgring. In der Eifel sucht das ADAC GT Masters seinen Halbzeitmeister.

Sonntag, 9. Juni 2024

Pole-Premiere für Connor Primm

Nach starker Leistung stellte Simon Connor Primm (Großschirma) seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Team Paul Motorsport auf die Pole-Position für das zweite ADAC GT Masters Rennen auf dem Circuit Zandvoort. Mit der Top-Zeit von 1:33,503 Minuten verschaffte er sich und seinem Teamkollegen Jonas Greif die beste Ausgangslage für das Sonntagsrennen. „Unser Auto lief schon das ganze Wochenende super. Deshalb war ich vor dem Qualifying auch sehr zuversichtlich. Dass am Ende der erste Startplatz dabei herauskommt, ist natürlich für das Team Paul Motorsport und mich ein großartiges Resultat“, sagte der glückliche Pole-Setter.

Mit einem Abstand von 0,406 Sekunden folgte der Mercedes-AMG GT3 von Salman Owega (Köln), der zusammen mit seinem Teamkollegen David Schumacher für das Haupt Racing Team startet. Als Dritter ging Mike David Ortmann in seinem Aston Martin Vantage GT3 in die Wertung ein. Der 24-Jährige teilt sich das Cockpit mit Denis Bulatov (Köln/beide Walkenhorst Motorsport). Rang vier belegten Tim Zimmermann (Langenargen) und Benjamin Hites (Chile) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Grasser Racing Team. Startplatz fünf sicherten sich Lokalmatador Maxime Oosten und Leon Köhler (Erlenbach am Main /beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3.

Zum Auftakt in das zweite Zeittraining herrschten auf der 4,259 Kilometer langen Strecke trockene Bedingungen bei rund 14 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein. Gleich zu Beginn der Session gingen einige Fahrzeuge auf den Dünenkurs. Diese kamen jedoch nach nicht einmal zwei Minuten zurück an die Box, da der Ferrari 296 GT3 vom Schweizer Jean-Luc D`Auria (Emil Frey Racing) nach einem Ausrutscher für eine Gelbphase sorgte. Im zweiten Abschnitt nahm die Zeitenjagd richtig Fahrt auf. Mehrfach wechselte die Spitzenposition zwischen den Premiummarken von Aston Martin, Lamborghini und Mercedes-AMG. Letztlich bescherte Connor Primm dem Team Paul Motorsport die erste Pole-Position im ADAC GT Masters.

Die ursprünglich schnellste Runde fuhr Zimmermann, der jedoch aufgrund eines Vergehens im Qualifying auf den vierten Startplatz zurückversetzt wurde. Eine weitere Strafe in Form einer Disqualifikation erhielt der Mercedes-AMG GT3 von Tom Kalender (Hamm/Sieg) nach einem technischen Verstoß, der dadurch die dritte Startposition verlor.  

ADAC GT-Masters: Kalender und Seppänen nicht zu stoppen

Landgraf Motorsport mit Start-Ziel-Sieg in Zandvoort

  • Kalender/Seppänen bauen Tabellenführung an der Nordseeküste aus
  • Erstes Podium im ADAC GT Masters für Walkenhorst Motorsport
  • Überzeugende Aufholjagd von Köhler und Lokalmatador Oosten

Elias Seppänen und Tom Kalender bauten ihre Tabellenführung weiter aus
Foto: ADAC-Motorsport

Perfekter Renntag im ADAC GT Masters für Landgraf Motorsport: Im dritten Meisterschaftslauf fuhren Tom Kalender (Hamm/Sieg) und Vorjahresmeister Elias Seppänen (FIN) auf dem 4,259 Kilometer langen Circuit Zandvoort von der Pole-Position aus zu ihrem zweiten Saisonsieg. Für das Duo im Mercedes-AMG GT3 war es zudem die dritte Podiumsplatzierung. „Ein grandioser Tag für Tom und mich. Nach einem gelungenen Start konnte ich einen komfortablen Vorsprung zum Zweitplatzierten aufbauen und das Auto in Führung liegend übergeben“, beschrieb Seppänen den ersten Teil des Rennens. Kalender übernahm die zweite Hälfte: „Durch den großen Abstand auf meinen Hintermann musste ich die Spitzenposition eigentlich nur verwalten. Am Ende erneut als Erster die Zielflagge zu sehen, ist ein fantastisches Gefühl, das wir Sonntag noch einmal erleben wollen.“ Der zweite Rang ging an Tim Zimmermann (Langenargen) und den Chilenen Benjamin Hites im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Grasser Racing Team. Das Podium komplettierte der Aston Martin Vantage GT3 von Mike David Ortmann (Ahrensfelde) und Denis Bulatov (Köln/beide Walkenhorst Motorsport).

Zu Beginn des Rennens behielt der Pole-Setter Seppänen nach einem gelungenen Start die Führungsposition. David Schumacher (Salzburg/Haupt Racing Team) auf Rang zwei wurde hingegen vom heranstürmenden Hites in einen intensiven Zweikampf verwickelt, den der Südamerikaner nach mehreren Runden für sich entschied und bis zum Ende nicht wieder hergab. „Es war sehr wichtig, zurück auf dem Podium zu sein. Gegen den Mercedes-AMG waren wir jedoch nicht konkurrenzfähig. Für Sonntag werden die Karten noch einmal neu gemischt“, sagte Hites nach dem Rennen. Die von Startplatz fünf kommenden Bulatov und Ortmann erreichten mit dem neuen Aston Martin Vantage GT3 die erste Podiumsplatzierung für Walkenhorst Motorsport. Bulatov freute sich über die dritte Position: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Es war von Anfang an unser Ziel, unter die Top-3 zu kommen. Dort schon beim zweiten Event zu landen, ist großartig.“

Als Vierter kam der Mercedes-AMG GT3 mit Finn Wiebelhaus (Obertshausen) und Jannes Fittje (Langenhain/beide Haupt Racing Team) ins Ziel. Besonders überzeugend war die Performance von Leon Köhler (Erlenbach am Main) und dem niederländischen Lokalmatador Maxime Oosten im BMW M4 GT3 von FK Performance Motorsport. Das Duo stürmte von Startplatz 14 bis auf die fünfte Position. Schumacher und Salman Owega (Köln) fanden sich am Ende auf dem sechsten Platz wieder. Michael und Johannes Kapfinger (beide Team Joos by TwinBusch) belegten mit ihrem Porsche 911 GT3 R die siebte Position. Der Mercedes-AMG GT3 aus dem Haupt Racing Team mit Max Reis (Ramstein) und Kwanda Mokoena (ZA) überquerte auf Rang acht die Ziellinie. Den neunten Platz beanspruchten Alexander Fach (CHE) und Alexander Schwarzer (D) im Porsche 911 GT3 R von Fach Auto Tech. Die Top-Ten vervollständigten die Schweizer Alain Valente und Jean-Luc D´Auria im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing. 

Angriff auf die DTM-Spitze – Aitken mit souveränem Start-Ziel-Sieg

  • Ferrari-Pilot feiert am Samstag auf der Dünen-Achterbahn dritten DTM-Erfolg
  • René Rast holt als Zweiter ersten Podiumsplatz der Saison für BMW
  • Kelvin van der Linde verteidigt Tabellenführung knapp vor Teamkollege Ricardo Feller

Jack Aitken gewann den fünften Saisonlauf in Zandvoort
Foto: dtm.com

Das war eine überzeugende Performance von Jack Aitken (GB). Der Brite gewann im niederländischen Zandvoort am Samstag den fünften DTM-Lauf souverän und rückte dank seines zweiten Saisonerfolgs auf den dritten Rang der Gesamtwertung vor. „Nach drei Rennwochenenden habe ich schon zwei Siege auf dem Konto, das ist großartig. Entscheidend war, dass ich mir direkt nach dem Start einen kleinen Vorsprung herausfahren und das Rennen danach an der Spitze kontrollieren konnte. In der Schlussphase war René Rast öfter in meinem Rückspiegel zu sehen, ich habe mich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen“, erklärte der 28-jährige Ferrari-Fahrer vom Team Emil Frey Racing. Mit einem Rückstand von knapp drei Sekunden wurde René Rast (Bregenz) von Schubert Motorsport Zweiter. Damit sorgte der dreimalige Champion für den ersten Podiumsplatz von BMW in dieser Saison. Arjun Maini (IND) belohnte sich im Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team HRT für seine starken Leistungen im Qualifying mit Rang drei und stand zum zweiten Mal in seiner DTM-Karriere auf dem Podium.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Saisonrennen 5 von 16

Streckenlänge: 4.259 Meter

Wetter: 17 Grad, bewölkt

Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:31,762 Minuten

Sieger: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14)

Schnellste Rennrunde: Ben Dörr (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #25) 1:33,614 Minuten

Der Start auf der Dünen-Achterbahn in den Niederlanden verlief für Pole-Setter Aitken am Samstagmittag planmäßig. Der Brite konnte sich sofort von der Konkurrenz absetzen, lediglich der Qualifikationszweite Clemens Schmid (A) hielt im McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport Tuchfühlung zur Spitze. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Maini, Audi-Pilot Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline) und Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter. Doch Rast, der als Siebter ins Rennen gegangen war, schaltete nach wenigen Runden auf Angriffs-Modus und kämpfte sich auf Platz vier vor.

Mit einem Vorsprung von knapp vier Sekunden absolvierte Aitken seinen Pflicht-Boxenstopp und ging als Spitzenreiter wieder auf den 4,259 Kilometer langen Formel-1-Kurs. Rast konnte mit einem schnellen Reifenwechsel gegenüber dem Zweiten Schmid über fünf Sekunden gut machen und überholte danach auch Maini, der den zweiten Platz nach einem späteren Boxenstopp mit kalten Pirelli-Reifen gegen den 37-jährigen Routinier nicht verteidigen konnte. Nach 39 Runden wurde Aitken als Erster vor Rast und Maini abgewunken. Schmid überquerte als Vierter die Ziellinie, gefolgt von seinem Landsmann Auer auf Platz fünf.

Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) belegte im BMW M4 GT3 Rang sechs. Sein Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) machte nach einer beindruckenden Aufholjagd und mehreren gekonnten Überholmanövern zehn Plätze gut und wurde Siebter. Feller folgte auf Rang acht, Mirko Bortolotti (I) beendete den fünften DTM-Saisonlauf im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von SSR Performance auf Position neun. Die Top-Ten komplettiere Luca Stolz (Brachbach) im zweiten Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team HRT. Audi-Pilot Kelvin van der Linde (ZA) konnte mit Platz 13 seine Tabellenführung verteidigen – der Fahrer von Abt Sportsline liegt aber nur noch fünf Punkte vor Teamkollege Feller. Zwei Zähler hinter dem Schweizer folgt Aitken auf Gesamtrang drei.

Stimmen zum Rennen

René Rast: „Nach unserer Performance am Freitag sah es überhaupt nicht nach einem Podiumsplatz aus. Wir haben einige Setup-Änderungen vorgenommen, das hat super funktioniert. Ich wusste, dass Arjun Mainis Reifen durch den Boxenstopp noch etwas kälter waren und ich ihn im Duell um den zweiten Platz direkt attackieren muss. Das Rennen hat extrem viel Spaß gemacht.“

Arjun Maini: „Endlich stand ich mal wieder auf dem DTM-Podium, das fühlt sich super an. Mir ist ein guter Start gelungen, dazu verlief der Boxenstopp fehlerfrei. Zwischendrin hatte ich die Hoffnung, dass vielleicht noch mehr drin sein könnte. Allerdings waren Jack Aitken und René Rast am Ende schneller unterwegs.“

Ergebnis, 5. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)

2. René Rast (D/Schubert Motorsport), +2,924 Sekunden

3. Arjun Maini (IND/Mercedes-AMG Team HRT), +5,932 Sekunden

4. Clemens Schmid (A/Dörr Motorsport), +10,197 Sekunden

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +11,492 Sekunden

Samstag, 8. Juni 2024

Jack Aitken holt Pole für das Samstagsrennen in Zandvoort

Jack Aitken #14 holt Pole für`s Samstagsrennen in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda

So schnell umrundete noch kein GT3-Fahrzeug in der DTM den niederländischen Circuit Zandvoort: Jack Aitken gelang im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing beim Zeittraining am Samstagmorgen mit 1:31,762 Minuten eine Fabelzeit. Der ehemalige Formel-1-Pilot blieb als einziger Fahrer unter 1:32.000 Minuten und sicherte sich die dritte Pole-Position seiner DTM-Karriere.

"In meiner ersten schnellen Runde ist mir direkt die Bestzeit gelungen. Der Circuit Zandvoort ist eine anspruchsvolle Strecke, die nicht viele Überholmöglichkeiten bietet. Ich habe den besten Startplatz und freue mich aufs Rennen. Der Sieg ist natürlich das Ziel, um in der Meisterschaft wieder oben heranzurücken", freute sich Aitken nicht nur über seine Top-Leistung, sondern auch drei Punkte für den Qualifikationsschnellsten.

Mit einem Abstand von 0,374 Sekunden wurde Clemens Schmid im McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport Zweiter und bestätigte seine gute Form in Zandvoort. Arjun Maini vom Mercedes-AMG Team HRT belegte Rang drei – damit unterstrich der Inder seine Stärke im Qualifying. Maini fuhr in dieser Saison bis auf eine Ausnahme in allen Zeittrainings in die Top-Fünf. Neben dem 26-Jährigen komplettierte Audi-Pilot Ricardo Feller als Vierter die zweite Startreihe, Lucas Auer steuerte einen zweiten Mercedes-AMG GT3 auf Platz fünf.

Bei kühlen Temperaturen von 14 Grad erzielten Audi-Fahrer und Tabellenführer Kelvin van der Linde sowie Maximilian Paul im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 ihre Bestzeiten im ersten Teil des 20-minütigen Qualifyings. Doch lediglich Paul konnte sich mit dieser Strategie als Neunter unter den Top Ten platzieren. Der Rest des Feldes wartete ab und ging erst spät auf Zeitenjagd. Gut vier Minuten vor Schluss schlug Aitken zu und übernahm mit seiner Sensationsrunde auf dem Dünenkurs die Führung. Kurze Zeit später holte sich Maini Platz zwei, wurde jedoch von Schmid noch auf die dritte Position verdrängt. Das Zeittraining auf dem 4.259 Kilometer langen Formel-1-Kurs in den Niederlanden unterstrich eindrucksvoll das hohe Leistungsniveau in der DTM. Insgesamt 16 Fahrer blieben unter dem bisherigen GT3-Qualifikationsrekord, den Maro Engel im vergangenen Jahr mit 1:32,585 Minuten aufgestellt hatte.

ERGEBNIS QUALIFYING, 5. SAISONLAUF, CIRCUIT ZANDVOORT (Top-Five)

1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), 1:31,762 Minuten

2. Clemens Schmid (A/Dörr Motorsport), +0,374 Sekunden

3. Arjun Maini (IND/Mercedes-AMG Team HRT), +0,447 Sekunden

4. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +0,481 Sekunden

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,522 Sekunden

Quelle: dtm,com