Sonntag, 26. Mai 2024

Finn Zulauf holt Pole fürs Sonntagsrennen

Finn Zulauf im Porsche holt die Pole fürs Sonntagsrennen am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Finn Zulauf konnte im Porsche von AVIA W&S die Bestzeit in der Qualifikation für Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Lausitzring erzielen. Platz zwei für Mercedes-AMG von BWT Mücke Motorsport.

In der Qualifikation für Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Dekra Lausitzring war Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) nicht zu schlagen. Im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport umrundete der Youngster die 3,478 Kilometer lange Strecke in 1:28,343 Minuten. „Ich freue mich natürlich sehr“, so Zulauf, der sich das Cockpit mit Josef Knopp (20/CZE) teilt. „Ich hatte zunächst die Reifen gut vorbereitet und konnte die Runde wie geplant durchziehen. Ich hatte zudem keinen Verkehr auf der Strecke. Die Runde war trotzdem nicht ganz perfekt, aber das sagt wohl jeder Pilot nach der Qualifikation. “

Es ist die zweite Pole-Position von Finn Zulauf in der ADAC GT4 Germany. Bereits 2023 lag er in der Qualifikation für das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring ganz vorne. „Fahrerisch ist es nicht meine Lieblingsstrecke, doch ich war hier immer erfolgreich“, analysiert er. „Wir es scheint, liegt mir der Lausitzring. Hoffentlich geht es im Rennen nachher so weiter. Wir wollen die Position natürlich möglichst verteidigen. Mal sehen, ob uns das gelingt.“

Mit einem Rückstand von 0,120 Sekunden ging Platz zwei in der Qualifikation an den Mercedes-AMG GT4 von Enzo Joulié (20/AND) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BWT Mücke Motorsport). Joulié bestritt die Qualifikation und kam letztendlich auf eine Zeit von 1:28,463 Minuten.

Platz drei holten Zulaufs Teamkollegen Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport), die 0,175 Sekunden zurücklagen. Vierte wurden Diego Stifter (20/ITA) und Maxi Tarillion (19/AUT, beide Razoon - more than Racing) in einem weiteren Porsche mit einem Rückstand von 0,442 Sekunden vor deren Teamkollegen Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing) auf Rang fünf.

Der BMW M4 GT4 von Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) beendete die Qualifikation mit einem Rückstand von 1,251 Minuten auf Platz 15. Das Duo hatte bislang alle Saisonläufe 2024 in der ADAC GT4 Germany gewonnen – muss im Sonntagsrennen nun aber eine große Aufholjagd starten. Das verspricht einiges an Spannung.

Thomas Preining holt Pole fürs Sonntagsrennen am Lausitzring

Vierte DTM-Pole für Thomas Preining
Foto: Jens Hawrda

Der aktuelle DTM-Champion Thomas Preining (A) kommt immer besser in Schwung. Nach Platz drei im Samstagslauf auf dem Dekra Lausitzring fuhr der Porsche-Werksfahrer im Qualifying am Sonntag mit 1:20,858 Minuten die schnellste Runde. Damit geht der 25-Jährige vom Team Manthey EMA zum vierten Mal von Platz eins aus in der DTM an den Start. Ricardo Feller (CH) belegte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline mit einem Rückstand von 0,044 Sekunden Platz zwei. Der Italiener Mirko Bortolotti wurde im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von SSR Performance Dritter.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir im Qualifying so eine starke Leistung abgeliefert haben. Unser Auto funktioniert hier richtig gut. Das wollen wir natürlich auch im Rennen zeigen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die Fans anders als am Samstag einen DTM-Lauf bei bestem Wetter genießen können“, erklärte Pole-Setter Preining. Der Samstagssieger Kelvin van der Linde (ZA) beendete das zweite Zeittraining in der Lausitz auf Rang vier. Damit hat sich der Audi-Pilot eine gute Ausgangsposition geschaffen, um seine Tabellenführung beim zweite DTM-Tourstopp zu verteidigen. Ayhancan Güven (TR) erzielte im Porsche 911 GT3 R die fünftschnellste Zeit.

Beim zweiten Qualifying auf dem Lausitzring verfolgte Schubert Motorsport am Sonntagvormittag eine andere Taktik als der Rest des Feldes. Die drei BMW M4 GT3 gingen bei Temperaturen von 23 Grad schon früh auf die Strecke, um freie Fahrt bei der Jagd auf die schnellste Runde zu haben. Doch diese Strategie zahlte sich nicht aus, die Bestzeiten wurden wie am Samstag im letzten Viertel des 20-minütigen Qualifyings erzielt. Eine Minute vor Schluss setzte sich Bortolotti an die Spitze, nur wenige Sekunden später übernahm Preining die Führung, die er mit einer weiteren schnellen Runde noch einmal ausbaute. Feller verdrängte schließlich in seinem achten und letzten Umlauf Bortolotti noch von Platz zwei.

Ergebnis Qualifying, 4. Saisonlauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

  1. Thomas Preining (A/Manthey EMA), 1:20,858 Minuten
  2. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +0,044 Sekunden
  3. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +0,220 Sekunden
  4. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +0,238 Sekunden
  5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,282 Sekunden


Wetter-Wahnsinn mit Regen und roten Flaggen können Kelvin van der Linde nicht stoppen

  • Südafrikaner gewinnt denkwürdigen Lauf am Lausitzring und übernimmt DTM-Tabellenspitze
  • Stratege Maro Engel verbessert sich um elf Plätze und wird Zweiter
  • Sintflutartiger Regen sorgt bei drittem DTM-Lauf für zwei Rennabbrüche

Der Sieger Kelvin van der Linde fährt durchs Ziel
Foto: Jens Hawrda

Sintflutartiger Regen und zwei Rennunterbrechungen konnten Kelvin van der Linde (ZA) am Samstag auf dem Dekra Lausitzring nicht stoppen. Der Audi-Pilot von Abt Sportsline blieb bei teilweise widrigen Bedingungen cool, machte keine Fehler und feierte nach 38 Runden seinen sechsten DTM-Erfolg. „Was für ein chaotisches Rennen. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich in der hektischen Anfangsphase die Führung verteidigen konnte. Denn an der Spitze hatte ich deutlich bessere Sichtverhältnisse. Trotzdem war es Racing am Limit, weil gerade zu Beginn extrem viel Wasser auf der Strecke stand“, erklärte van der Linde, der damit die Tabellenführung übernahm. Mit einem Rückstand von rund 2,5 Sekunden belegte Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward) im Mercedes-AMG GT3 dank einer klugen Taktik Platz zwei. Titelverteidiger Thomas Preining (A) wurde im Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey EMA Dritter.

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Saisonrennen 3 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 23 Grad, Regen

Pole-Position: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3), 1:20,706 Minuten

Sieger: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3)

Schnellste Rennrunde: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3) 1:24,399 Minuten

Pole-Setter Kelvin van der Linde konnte nach dem Rennstart um 17 Uhr die Führung verteidigen. Auf Platz zwei folgte sein Teamkollege Ricardo Feller (CH), der Preining gleich zu Beginn überholte und auf Rang drei verwies. Allerdings kündigten dunkle Wolken die kommenden Niederschläge an, die immer stärker wurden und alle Fahrer dazu zwangen, auf Regenreifen umzusteigen. Teilweise mehrere Zentimeter hochstehendes Wasser auf der Fahrbahn zwang die DTM-Stars allerdings zu zwei Rennunterbrechungen. Nach rund halbstündiger Pause wurde der Meisterschaftslauf hinter dem Safety-Car, dem neuen Cupra Formentor VZ, wieder aufgenommen. Dabei machte Engel, der als einer der Ersten auf Regenreifen umgestiegen war, den größten Sprung nach vorn und schob sich vom 13. auf den zweiten Rang vor.

Die Pflicht-Boxenstopps wirbelten das Feld hinter Engel noch einmal durcheinander. Preining konnte sich auf Platz drei verbessern, hinter ihm beendete Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter den DTM-Lauf mit zwei roten Flaggen als Vierter. Die Top-Fünf komplettierte Feller. Bester BMW-Pilot war Sheldon van der Linde (ZA) von Schubert Motorsport auf Platz sechs. Hinter ihm folgten Arjun Maini (IN/Mercedes-AMG Team HRT) sowie Lamborghini-Fahrer Nicki Thiim (DK/SSR Performance) auf den Rängen sieben und acht. Christian Engelhart (Starnberg) vom Lamborghini Team TGI by GRT wurde Neunter, Luca Stolz steuerte den Mercedes-AMG GT3 von HRT auf Platz zehn.

Das zweite Qualifying am Lausitzring wird am Sonntag um 9:40 Uhr gestartet. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor Rennstart. Die Meisterschaftsläufe werden in über 150 Territorien live oder re-live ausgestrahlt.

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Maro Engel: „Ein richtig starkes Ergebnis für uns! Die erste Runde lief für mich ziemlich schlecht, aber wir haben direkt reagiert und auf Regenreifen gewechselt. Das war eine super Entscheidung meines Ingenieurs. Gegen Kelvin van der Linde gab es nicht wirklich eine Chance, der war einfach zu schnell unterwegs.“

Thomas Preining: „Nach dem schwachen Saisonstart in Oschersleben fühlt es sich einfach super an, wieder vorne dabei zu sein. Die Bedingungen waren extrem herausfordernd. In so einem Rennen kannst du viel gewinnen, aber durch kleinste Fehler auch viel verlieren. Auf der Strecke war es teilweise unfassbar rutschig. Daher bin ich einfach glücklich, dass wir es aufs Podium geschafft haben.“

Siegerehrung Rennen 1 am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Ergebnis, 3. Meisterschaftslauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

1. Kelvin van der Linde (ZF/Abt Sportsline)

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), +2,547 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +11,140 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +12,344 Sekunden

5. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +14,590 Sekunden


Gebhardt-Duo Pommer/Catalano holt Sieg im Prototypen Cup am Samstag

Markus Pommer und Valentino Catalano siegen im ersten Rennen am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Erster Sieg für Gebhardt Motorsport im Prototype Cup Germany. Bester Trophy-Pilot Torsten Kratz zusammen mit Danny Soufi Zweiter. Debütant Riccardo Leone Cirelli erobert mit Teampartner Julien Apothéloz Podestplatz.


Markus Pommer (33/Untereisesheim) und Valentino Catalano (18/Westheim, beide Gebhardt Motorsport) heißen die Sieger des ersten Saisonrennens des Prototype Cup Germany; auf den Rängen zwei und drei folgten Torsten Kratz (53/Mönchengladbach) / Danny Soufi (20/USA, beide Konrad Motorsport) sowie Riccardo Leone Cirelli (16/ITA) / Julien Apothéloz (23/CHE, beide BWT Mücke Motorsport). Auf dem Dekra Lausitzring setzte Pommer sich am Start in Führung und baute diese immer weiter aus. Sein Teamkollege Catalano, der den Lauf gleichzeitig als bester Junior abschloss, brachte den Vorsprung in der zweiten Rennhälfte sicher ins Ziel. Für das Team Gebhardt Motorsport, das seit Gründung des Prototype Cup Germany dabei ist, ist es der erste Triumph in der vom ADAC und der Creventic organisierten LMP3-Serie. „Mein Start war gut, das Auto war gut und ich konnte mich gut vom Feld absetzen“, beschreibt Pommer seinen Stint, dem der Einsatz von Catalano folgte. „Bei mir war das Auto nicht perfekt, es übersteuerte stark. Ich hatte von Markus aber einen großen Vorsprung mitbekommen und habe den bis zum Ziel verwaltet. Ich wollte kein Risiko eingehen, denn wir wollten den Sieg und sind nun wirklich happy“, fasste Catalano zusammen.

Das Rennen begann mit einem mutigen Start von Antti Rammo (41/EST, MRS GT-Racing), der sich von Startplatz fünf kommend auf den zweiten Rang schob. Den musste er zwar kurze Zeit später an Kratz abgeben, doch Position drei hielt der Este bis zum Fahrerwechsel. Dabei durfte er sich keinen Fehler erlauben, denn Cirelli und Keanu Al Azhari (16/UAE, Mühlner Motorsport) lauerten unmittelbar hinter ihm. Vorne vergrößerte Pommer seinen Vorsprung von Runde zu Runde und auch Kratz, der als bester Trophy-Pilot abgewinkt wurde, konnte sich vom Trio auf den Rängen drei bis fünf absetzen. 

Beim obligatorischen Boxenstopp, bei dem auch ein Fahrerwechsel möglich ist, unterlief Rammo und seinem Team MRS GT-Racing dann doch ein Fehler: Er bog wenige Sekunden zu spät in die Box ab, so dass er in der Folge mit einer Stop-and-hold-Strafe belegt wurde. 16 Sekunden musste der 41-Jährige stillstehen, dann durfte er sich wieder ins Feld einreihen. Und auch Al Azhari, der das Rennen wie Rammo alleine bestritt, hatte beim Boxenhalt Probleme. Sein Duqueine musste angeschoben werden, was ihm ebenfalls eine Strafe einbrachte. Der Mühlner-Fahrer fand sich im Ziel an vierter Stelle wieder, Rammo beendete den Lauf als Fünfter. Für Apothéloz, der den Mücke-Duqueine von Cirelli übernahm und den Boxenhalt ohne Probleme erledigte, wurde es so ein sicherer dritter Platz. 

Vorne kam Soufi in der zweiten Rennhälfte immer näher an den führenden Catalano ran, der mit seinem übersteuernden Fahrzeug kämpfte. Der US-Amerikaner schaffte es bis zum Ziel aber nicht, den Gebhardt-Mann noch in Gefahr zu bringen. Somit lautete die Reihenfolge im Ziel Pommer / Catalano vor Kratz / Soufi und Cirelli / Apothéloz. Hinter Al Azhari und Rammo sah das Duo Klaus Abbelen (63/Barweiler) / Felipe Laser (34/Leipzig, beide Frikadelli Racing Team) die Zielflagge, Sven Barth (43/Eberbach) und Maxim Dirickx (20/BEL, beide Gebhardt Motorsport) sicherten sich Rang sieben. 

Weitere Stimmen nach dem Rennen:

Torsten Kratz (Zweiter): „Am Start war ich etwas vorsichtiger, denn in der ersten Kurve wurde es etwas eng. Antti Rammo hat sich mit einem mutigen Manöver vor mich geschoben, aber ich wusste, dass ich ihn schnell wieder überholen muss. Das ist mir auch gelungen. Danach habe ich mich auf mein Rennen konzentriert, das Tempo von Markus Pommer an der Spitze konnte ich aber nicht mitgehen.“

Danny Soufi (Zweiter): „Ich habe in jeder Runde alles gegeben und so viel Druck gemacht wie es ging. Ich wollte so nah wie möglich an Valentino Catalano rankommen. Insgesamt war es ein gutes Rennen von Torsten und mir, aber auch ein hartes. Und auch das Team hat einen guten Job gemacht.“

Riccardo Leone Cirelli (Dritter): „Der Start war nicht einfach, denn ich musste ordentlich bremsen, um eine Kollision zu verhindern. Weil man auf dieser Strecke kaum überholen kann, konnte ich in meinem Stint nicht an Antti Rammo vorbeikommen. Aber durch die Boxenstopps sind wir dann auf Rang drei nach vorne gekommen.“

Julien Apothéloz (Dritter): „Die Balance des Autos war zu Beginn meines Stints nicht wirklich gut, wurde dann aber besser. Und ich selbst bin gegen Ende auch besser in den Rhythmus reingekommen. Das Rennen an sich war für mich relativ einsam, aber ich freue mich über den Podestplatz. Ich bin auch happy für meinen Teamkollegen Riccardo, der sein erstes LMP3-Rennen gleich mit einem Podest abschließen kann.“

Dritter Saisonsieg für BMW-Duo Michael Schrey/Gabriele Piana auf dem Lausitzring

  • Tabellenführer und Champions von 2021 sind 2024 weiterhin ungeschlagen
  • Weiterer BMW und Mercedes-AMG komplettieren Podium
  • Fourie/Rosam gewinnen erstmals die Juniorwertung

Das war das Duell vom Start bis ins Ziel Schrey/Piana im BMW gegen Fulciano/Juolie
Foto: Jens Hawrda

Aller guten Dinge sind drei: Nach dem Doppelsieg beim Saisonauftakt in Oschersleben gewinnen Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) auch das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Dekra Lausitzring. Das BMW M4 GT4-Duo ist in der Saison somit weiter ungeschlagen und führt die Tabelle souverän an. Nach einer starken Aufholjagd belegen die BMW-Markenkollegen Leyton Fourie (18/ZAF) und Max Rosam (19/Taunusstein, beide FK Performance Motorsport) Rang zwei. Das Podium komplettieren Alex Connor (20/GBR) und Jan Philipp Springob (23/Olpe, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG GT4. „Der dritte Sieg im dritten Rennen – darüber sind wir natürlich super glücklich. So kann es weitergehen. Wir hatten sicher nicht das schnellste Auto im Feld, waren aber tatsächlich genau in den richtigen Streckenabschnitten schnell“, erklärt Schrey auf dem Podium.

Zunächst startete Marc de Fulgencio (24/ESP) im Mercedes-AMG von BWT Mücke Motorsport von der Pole-Position ins Rennen. Doch Gewinner des Starts war ganz klar Piana, der in der ersten Kurve sehenswert von Platz fünf auf zwei nach vorne fuhr. Direkt in der zweiten Runde überholte Piana auch den führenden de Fulgencio und übernahm die Spitze. Hinter dem viertplatzierten Springob kämpfte sich Leyton Fourie im FK Performance-BMW in der ersten Rennhälfte von Startplatz elf auf Rang fünf vor.

Auch Springob drehte nochmals auf und sicherte sich noch vor den Fahrerwechseln den zweiten Platz. An der Spitze übernahm derweil Michael Schrey den führenden BMW von Piana, während sich Springobs Partner Connor und de Fulgencios Teamkollege Enzo Joulié (20/AND) auf die Verfolgung machten. Die Ausgangslage für ein spannendes und actionreiches Finish war gelegt.

Connor und Rosam kämpften rundenlang anschaulich um Platz drei. Erst in der Schlussphase setzte sich BMW-Pilot Rosam durch. Ähnlich attraktiv entwickelte sich das Duell um die Spitze zwischen Schrey und Joulié. In der letzten Runde kam es dann jedoch zu einer Kollision der beiden, die Schrey in einen Dreher zwang. Joulié bekam eine 15-Sekunden-Strafe auferlegt und fiel im Klassement somit auf Rang fünf zurück. Schrey konnte noch vor dem anstürmenden Rosam über die Ziellinie fahren und somit den Sieg klarmachen. Rosam und Teamkollege Leyton Fourie konnten mit Platz zwei zusätzlich noch die Juniorwertung gewinnen. Hinter Springob/Connor belegten Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche Platz vier.

Sechste wurden deren Markenkollegen Ferdinand Winter (20/Grafenrheinfeld) und Ivan Ekelchik (27, beide Wimmer Werk Motorsport) vor dem BMW-Duo Tim Reiter (25/Stuttgart) und Leon Wassertheurer (22/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sowie Philip Wiskirchen (19/Euskirchen) und Markus Eichele (43/Schwäbisch Gmünd,beide ME Motorsport, ebenfalls BMW). Für Eichele bedeutete dies den Sieg in der Trophy-Wertung. Rang neun holten Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Die Top Zehn komplettierten Thomas Rackl (16/Berching) und Andreas Jochimsen (26/DNK, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW.

Stimmen nach dem Rennen

Gabriele Piana – Sieger für Hofor Racing by Bonk Motorsport

„Der Start war natürlich klasse. Ich habe sehr spät gebremst und eine große Lücke in der Mitte genutzt. Den Führenden wollte ich eine Runde später noch gar nicht angreifen. Ich hatte ganz normal gebremst und war plötzlich vorne. Ich denke, dass wir heute nicht das schnellste Auto hatten. Wir waren aber im zweiten Sektor stark. Die Freude über den Sieg ist riesig.“

Michael Schrey – Sieger für Hofor Racing by Bonk Motorsport

„Wir sind überglücklich. Danke an das Team und an Gabi. Wir haben alle hart für diesen Triumph gearbeitet. Das Rennen war bis zur letzten Runde aufregend. Ich habe am Ende dann mit keinem Angriff mehr gerechnet und ganz normal eingelenkt. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt schnell und haben den Sieg nachhause gebracht.“

Leyton Fourie – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Ich bin extrem glücklich. Das Team hat über das gesamte bisherige Wochenende einen klasse Job gemacht. Das Rennen war etwas Wiedergutmachung für Oschersleben. Dort hatten wir nicht sonderlich viel Glück. Nun haben wir gezeigt, wo wir hingehören. Ich hatte einen klasse Stint und konnte von P11 auf die fünfte Position vor fahren. Dennoch musste ich stets die Reifen für Max schonen.“

Max Rosam – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Nach der Qualifikation war es natürlich ein weiter Weg nach vorne. Doch nachdem Leyton mir das Auto auf Rang fünf übergeben hatte, wusste ich, dass ein Podium drin sein könnte. Ich habe in meinem Stint alles gegeben und zunächst den Mercedes-AMG überholt. Am Ende war ich sogar noch ganz dicht am Sieger dran. Doch es hat einfach nicht gereicht, ihn zu überholen.“

Alex Connor – Platz drei für CV Performance Group

„Es war ein gutes Rennen für uns. Jan Philipp hatte einen super ersten Rennabschnitt. Das hat mich in eine gute Position für meinen Stint gebracht. Ich bin dann gut zurecht gekommen. Am Ende hatten wir noch etwas Glück, durch den Zwischenfall an der Spitze. Alles in allem war es für uns ein positiver Ausgang.“

Jan Philipp Springob – Platz drei für CV Performance Group

„Ich bin sehr glücklich mit meinem Stint, in dem alles nach Plan lief. In Bezug auf das Set-up hatten wir heute eines der besten Autos bisher. Meine Zweikämpfe mit dem Porsche und dem anderen Mercedes-AMG machten richtig Spaß.“