Dienstag, 27. Februar 2024

Dresdener Team Paul Motorsport steigt in die DTM ein

Paul-Premiere mit Lamborghini

  • Paul: „Ich freue mich auf jede einzelne Runde in der DTM“
  • Familiensache: Paul fährt im Team seines Vaters

Paul Motorsport tritt in der DTM mit einem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 an
Foto: ADAC-Motorsport


Neuzugang in der DTM: Paul Motorsport debütiert dieses Jahr in der populären Rennserie und verstärkt damit das hochklassige Teilnehmerfeld. Beim Saisonauftakt vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben steht der Rennstall erstmals in der Startaufstellung der DTM. Dabei setzt das Team auf Maximilian Paul (Dresden), der einen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 pilotiert. Dass die Kombination aus dem 24-Jährigen und dem italienischen Rennwagen erfolgversprechend ist, zeigt ein Blick ins vergangene Jahr. Bei seinem erst zweiten DTM-Einsatz gewann Paul mit dem Grasser Racing Team sensationell den Sonntagslauf auf dem Nürburgring.

„Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Speziell nach dem Sieg im letzten Jahr war mein Ziel, die volle Saison zu fahren. Ich freue mich auf jede einzelne Runde in der DTM“, sagt Paul, der seiner ersten kompletten DTM-Saison erwartungsvoll entgegenfiebert. Im Jahr 2019 fuhr der Dresdener erstmals im ADAC GT Masters und war dort bis in die Saison 2023 mit verschiedenen Marken aktiv. Seit 2021 vertraut Paul auf das italienische Fabrikat von Lamborghini, mit dem er im selben Jahr sein DTM-Debüt im Grasser Racing Team gab.

Der Einsatz von Paul Motorsport ist Familiensache. Während Maximilian Paul hinter dem Steuer Platz nimmt, leitet sein Vater Tobias den sächsischen Rennstall als Teamchef. Zwei Heimspiele erwartet das Vater-Sohn-Team: Sowohl der DEKRA Lausitzring (24. bis 26. Mai) als auch der Sachsenring (6. bis 8. September) liegen in unmittelbarer Nähe zum Heimatort Dresden.


Samstag, 17. Februar 2024

Walkenhorst Motorsport bringt zwei neue Aston Martin ins ADAC GT Masters

  • Walkenhorst Motorsport feiert seine Premiere im ADAC GT Masters
  • Zwei Fahrerduos starten mit dem neuen Aston Martin Vantage im Silver-Cup
  • Niclas Königbauer: „Der ADAC hat an den richtigen Stellschrauben gedreht.“

Walkenhorst Motorsport feiert seine Premiere im ADAC GT Masters
© Foto: Aston Martin

In der Saison 2024 debütiert das Team Walkenhorst Motorsport mit dem neuen Aston Martin Vantage GT3 im ADAC GT Masters. Die erste Fahrerpaarung bilden Mike David Ortmann (Berlin) und Denis Bulatov (Köln). Nico Hantke (Hürth) und Chandler Hull (USA) teilen sich das zweite Cockpit. Beide Fahrzeuge kommen in der Silver-Cup-Wertung zum Einsatz.

Mit Mike David Ortmann kehrt ein alter Bekannter zurück ins ADAC GT Masters. Von 2017 bis 2021 war er bereits mit Audi und Lamborghini in der Serie unterwegs. In den vergangenen beiden Jahren bejubelte er den Meistertitel in der ADAC GT4 Germany und gewann 2023 ebenfalls die Aston Martin Racing Driver Academy. „Für mein Comeback fühle ich mich bereit wie nie und blicke voller Vorfreude auf die neue Herausforderung“, sagt der 24-Jährige. Zusammen mit Denis Bulatov, dem Vizemeister der vergangenen ADAC GT4 Germany Saison, greift der Youngster im Silver-Cup an. Mit einer Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs nehmen der 29-jährige Chandler Hull und der 19-jährige Nico Hantke im zweiten Boliden Platz. Hull ist seit 2021 fester Bestandteil des Teams und verbuchte im Vorjahr nach seinem Titel in der Asian Le Mans auch den ersten Start beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Für Hantke ist es die erste Saison in einem GT3-Fahrzeug. Er ging zuvor in der ADAC GT4 Germany auf Punktejagd.

Jörg Breuer, Managing Director von Walkenhorst Motorsport ist vom Konzept des ADAC überzeugt: „Wir unterstützen den ADAC vollumfänglich mit seinen Plänen, das ADAC GT Masters als Nachwuchsrennserie zu platzieren und die Anzahl an Einschreibungen gibt ihnen recht.“ Auch Niclas Königbauer, ebenfalls Managing Director bei Walkenhorst Motorsport, findet lobende Worte für die Neuausrichtung: „Nach dem Übergangsjahr 2023 hat der ADAC an den richtigen Stellschrauben gedreht und das ADAC GT Masters zu einer hochinteressanten Rennserie für Talente im GT-Sport gemacht. Mit unserem Fahreraufgebot sind wir sehr zufrieden. Wir haben einige der besten GT4-Fahrer der letzten Jahre in unserem Team und dazu unseren langjährigen Piloten Chandler Hull. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, aber unser Ziel ist ganz klar, dass wir mit beiden Autos an der Spitze des Feldes fahren wollen!“

Der Saisonauftakt des ADAC GT Masters findet zusammen mit der DTM vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben statt.


Dienstag, 6. Februar 2024

DTM 2024 wächst auf sieben Marken

  •  McLaren ergänzt das Feld der DTM 2024
  •  Neuer McLaren 720S GT3 Evo feiert DTM-Debüt
  •  Premiere beim Vorsaisontest in Hockenheim

McLaren startet 2024 in der DT
Foto: McLaren

Die DTM wird in der Saison 2024 noch vielfältiger: Das Feld wächst zum 40. Geburtstag der Rennserie auf sieben Marken. Erstmals in der Geschichte der DTM nimmt die britische Kultmarke McLaren an allen Rennen einer Saison teil. Der McLaren 720 GT3 Evo trifft in der DTM 2024 auf harte Konkurrenz von Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Titelverteidiger Porsche. Die DTM startet vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben in ihre Jubiläumssaison, alle Rennen werden in Deutschland live von ProSieben übertragen. Tickets und Gutscheine für die DTM 2024 gibt es online unter dtm.com.

„McLaren ist spektakulärer Neuzugang für die DTM, die Fans dürfen sich auf sieben Marken in der DTM 2024 freuen. Auch das Fahrerfeld wird stark, Titelverteidiger Thomas Preining und seine Verfolger Mirko Bortolotti und Ricardo Feller haben bereits angekündigt, 2024 wieder in der DTM anzugreifen. In den kommenden Wochen dürfen wir uns auch noch auf einige News für eine spannende DTM-Saison 2024 freuen“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Der Supersportwagen aus England mit Formel-1-Genen begeistert mit spektakulärer Optik und Technik. Als einziges Fahrzeug im Feld baut der Mittelmotorsportwagen auf einem Carbonchassis auf. Auch unter der Kohlefaserkarosserie geht McLaren bei dem 720S GT3 Evo andere Wege, als einziges Fahrzeug in der DTM wird der Brite von einem Vier-Liter großen V8-Bi-Turbo-Motor angetrieben. Informationen zum Team und den Fahrern von McLaren folgen in Kürze.

Erstmals auf die Konkurrenz aus Deutschland und Italien trifft der McLaren beim offiziellen Vorsaisontest der DTM in Hockenheim. Am 9. und 10. April bereiten sich dort alle Teams bei einem gemeinsamen Test auf den Saisonstart vor.

Dienstag, 23. Januar 2024

GERT56: Roll-Out Test in Cartagena

Sommersportler werden im Winter gemacht 

Patrick Hobelsberger
Foto: Jens Hawrda

GERT56 hat nach Abwägung der strukturellen Möglichkeiten und in Auswertung der Vorbereitungsphasen der letzten Jahre einen neuen Testplan für den Winter aufgestellt. Dieser basiert im groben auf einer individualisierten Testplanung der drei Fahrer mit ihren Test-Bikes in Spanien, einer guten technischen Ausstattung durch das Team, einem stabilen Remote-Support durch die Techniker und zwei intensiven Teamtests. Bei diesen waren und sind dann Techniker und Equipment vor Ort, um an unterschiedlichen Testzielen zu arbeiten. 

Der Test in der zweiten Januarwoche in Cartagena diente vor allem der Optimierung von Fahrstil und Linienführung, sowie ersten, kleineren technischen Anpassungen. Dazu war unter anderem auch Riding-Coach Peter Sebestyen mit vor Ort. In Valencia im März werden dann die Fahrwerksspezialisten von mototechSPV mit weiterentwickeltem Material hinzustoßen. Dort wird es beim IDM-Test dann schon um die technische Abstimmung, Rennsimulation und das Reifenmanagement gehen.

Das Racecamp von Xavi Fores in Cartagena war mehr oder weniger ein Einladungsevent mit freiem Fahren und einigen Granaten aus allen großen Meisterschaften (Johan Zarco, Aleix Espagaro, Peter Hickmann und Co.). Das bedeutet: Man muss flott genug sein, um den Jungs mit ihren „gepimpten Superbikes“ bei ihren „Lockerungsübungen“ nicht im Weg rumzustehen. Nicht alle fuhren mit Transponder, doch Patrick „Pax“ Hobelsberger präsentierte sich körperlich und mental in absoluter Bestform und setzte an allen 3 Tagen die Tagesbestzeiten. Nach einer „kleinen Idee“ von Crew Chief Ronny Schlieder ging es an Tag 3 nochmal auf Zeitenjagd und so schaute dann eine 1:32-er Zeit raus, was rund 2 Sekunden unter dem Vorjahresniveau lag und für diese Strecke ein echtes Brett ist.

Wie gut und stabil die Fahrer rund um das Basissetup der GERT56 BMW M 1000 RR performen können, zeigte die Vorstellung von Jan Ole Jähnig in Cartagena. Der junge „Meisterschüler“ von GERT56 (er macht gerade seinen Stahlbaumeister im elterlichen Betrieb) fand in den drei Tagen fast zwei Sekunden und schickte einige arrivierte Piloten mit einer tiefen 1:34-er Zeit nach Hause. Man gewann den Eindruck, dass das Superbike immer mehr „seins“ ist und er Anpassungen, sowohl technisch als auch im Fahrstil, auch auf ihm unbekannten Strecken relativ schnell in Rundenzeiten umsetzen.

Die Wintertests werden organisatorisch maßgeblich unterstützt vom Logistik KnowHow von Bike Promotion rund um Thomas Thieme & Sons! Optimale Bedingungen an den Strecken und ein sicherer Hafen für das Equipment sind für uns als Team Dienstleistungen, die wir sehr zu schätzen wissen.

Im Umkehrschluss bringt sich „Pax“ Hobelsberger als Instruktor bei Bike-Promotion-Events ein und bietet den Teilnehmern Unterstützung an, wie man sicher schneller wird. Schön ist auch das Miteinander der IDM-Familie in Spanien, wo man sich trifft und Spaß hat, aber auch hilft und unterstützt. Erwähnt werden sollte hier zum Beispiel Philipp Steinmayr und das Team rund um Tom Eder, die GERT56 in der einen oder anderen Situation hilfreich zur Seite standen. Dafür vielen Dank!

Patrick Hobelsberger:
„Für mich war es ein sehr, sehr positiver Test. Ich hatte ja bereits in Almeria und Valencia Kilometer gesammelt und war warm gefahren. Der Rost war weg. Auf beiden Strecken ist es super gelaufen. Ich konnte gut trainieren, war aber alleine unterwegs und habe mich darauf gefreut, wieder mit dem Team zusammenzuarbeiten in Cartagena. Klar, vorher hatte ich auch Kontakt mit Ronny Schlieder und wir haben Daten abgestimmt, damit ich vom Fleck komme. Es war schön wieder mit den Leuten zusammen zu sein, mit denen ich letzte Saison so viel Spaß zusammen hatte. Ich habe mich sofort wohl gefühlt und konnte meine Rundenzeit vom letzten Jahr bereits am ersten Tag um 1,2 Sekunden steigern. Am zweiten Testtag hatten wir einen klaren Plan und ich glaube das war der produktivste Testtag, den ich jemals in meiner Karriere gehabt habe. Wir haben uns stetig vorwärts gearbeitet und immer Zeitenverbesserungen erzielt. Am dritten Tag bin ich 1:32,8 gefahren – das war für mich komplett irreal! Wir sind wirklich sehr, sehr krass zufrieden mit dem Test! Es ist auch das erste Mal in meiner Karriere, dass ich zwei Jahre hintereinander für das gleiche Team fahre. Jeder kennt den anderen schon. Da kannst du vernünftig und sauber bei dem weiter machen, wo du aufgehört hast. Ich bin auch sehr oft mit J-O [Jan-Ole Jähnig] raus gefahren und habe ihn mit genommen und gezogen. Danke auch an Peter Sebestyen, der uns beobachtet und viele Tipps gegeben hat!“

Jan-Ole Jähnig:
„Der Test verlief sehr gut für mich. Ich hatte ja mit Team-Tests in der Vergangenheit nicht so gute Erfahrungen gemacht, aber dieses Mal war es wirklich sehr gut! Wir konnten vieles probieren an Geometrie, Fahrwerk, Elektronik… Ich denke, da haben wir auch echt gute Fortschritte erzielt, gerade für die neue Saison. Unser Plan für den nächsten Spanien-Test steht schon, was wir dann noch probieren und verfeinern wollen. Da passt soweit, denke ich. Wir hatten drei Tage perfekte Bedingungen mit Open-Pitlane, nur Profis und schönem Wetter. Das wird schwierig zu toppen.“


Sonntag, 24. Dezember 2023