Donnerstag, 17. August 2023

DTM Classic auf dem Lausitzring – es wird legendär!

  • Klassiker von Audi, BMW, Ford, Mercedes und Opel am Start
  • Zwei 30-minütige Rennen stehen auf dem Programm
  • Heimspiel für BWT Mücke Motorsport

Foto: Jens Hawrda

Zum zweiten Mal in diesem Jahr sind im Rahmen der DTM Classic wieder die legendären Renntourenwagen der Achtziger, Neunziger und frühen 2000er-Jahre dabei. Auf dem DEKRA Lausitzring starten die Tourenwagen Legenden vom 18.-20. August 2023 zu ihren Meisterschaftsläufen neun und zehn. Das abwechslungsreiche Lineup mit Fahrzeugen von Audi, BMW, Ford, Mercedes und Opel schickt sich dabei erneut an, die Zuschauer zu begeistern. Die Bandbreite der Boliden reicht von 1987 bis 2007.

Sein Heimspiel bestreitet der Rennstall BWT Mücke Motorsport aus Berlin. Ex-DTM-Pilot Stefan Mücke teilt sich das Cockpit des feuerspuckenden Ford Sierra RS500 mit Ronny Scheer aus Dresden. „Wir freuen uns riesig auf die Veranstaltung am Lausitzring“, sagt Mücke. „Neben der DTM Classic sind wir ja auch in der ADAC GT4 Germany am Start, haben viele Freunde und Gäste vor Ort und machen Renntaxifahrten. Das Wochenende wird eines unserer persönlichen Highlights.“ Bereits auf dem Norisring sorgte Scheer mit zwei zweiten Plätzen für Aufsehen. „Ronny war in Nürnberg sehr stark unterwegs und hat den Fans mit packenden Zweikämpfen gute Unterhaltung geboten“, so Mücke. „Nun steige ich selbst auch wieder ins Cockpit. Das wird großartig.“

Die ursprüngliche DTM, die von 1988 bis 1996 ausgetragen wurde, war auf dem Lausitzring nie zu Gast. Im Jahr 2000 wurde das einzige deutsche Trioval eröffnet. Mücke war von 2002 bis 2006 selbst Teil des DTM-Zirkus und startete damals für Mercedes-AMG. Nun nimmt er die 3,478 Kilometer lange Kurzanbindung des Kurses mit dem rund 450 PS starken Ford Sierra RS500 aus dem Jahr 1990 in Angriff. „Der Sierra frisst förmlich die Reifen, weil bauartbedingt nur verhältnismäßig schmale Reifen gefahren werden können. Selbst mit den heutigen modernen Pneus hat man nur rund zwei Runden lang ordentlich Grip, danach wird es dann zum Ritt auf der Kanonenkugel“, weiß Mücke. „Viel Leistung und wenig Grip, das ist für den Fahrer eine große Herausforderung, am Ende trotzdem schnell zu sein.“

Als Favorit geht Stefan Rupp mit seinem Audi A4 DTM aus dem Jahr 2007 ins Rennen. Der Landshuter entschied auf dem Norisring beide Rennen souverän für sich. In Klasse 1 trifft Rupp unter anderem auf Peter Nickel, der eine liebevoll aufgebaute Replika des 1995er Opel Calibra in die Lausitz bringt.

Hart umkämpft wird erneut Klasse 2 sein. Hier sind zwei Zeitzeugen aus der ‚alten‘ DTM mit von der Partie, die ihren Tourenwagen ordentlich die Sporen geben werden: Altfrid Heger im Audi V8 DTM von 1990 sowie Marc Hessel im BMW 320is E30 von 1988. Heger hat im MTM-Audi Nachholbedarf, denn auf dem Norisring war das Wochenende nach einem Unfall in der ersten Kurve von Rennen eins bereits gelaufen. Hessel erzielte mit den Plätzen fünf und vier hingegen starke Ergebnisse.

In Klasse zwei ist auch der aktuelle TWL-Tabellenführer Yannik Dinger am Start. Mit seinem Bioethanol-befeuerten BMW 328i E36 aus dem Jahr 1991 punktete er bei acht von zehn Rennen in der Saison 2023. Der zweitplatzierte in der Meisterschaft ist Thomas Ardelt, der mit seinem 87er BMW M3 E30 in der Klasse 3 bislang erfolgreich unterwegs gewesen ist.

Die DTM Classic startet am Freitagabend um 17:50 Uhr mit dem freien Training in das Rennwochenende. Das Qualifying entscheidet am Samstagmorgen um 09:35 Uhr über die Startplätze für Rennen eins. Die Startampel schaltet um 16:40 Uhr auf Grün. Dazwischen sind die Protagonisten am Mittag um 11:30 Uhr bei der Autogrammstunde in der DTM Fan Zone zu Gast. Am Sonntag heißt es früh hellwach zu sein. Rennen zwei beginnt um 10:20 Uhr.

Titelkampf der ADAC GT4 Germany spitzt sich auf dem DEKRA Lausitzring weiter zu

  • Champion Mike David Ortmann will Tabellenführung beim Heimspiel ausbauen
  • Lokalmatador Simon Primm reist auf Platz zwei liegend zum Lausitzring
  • Beide Rennen live im Free-TV bei SPORT1

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany startet beim Gastspiel auf dem DEKRA Lausitzring in die zweite Saisonhälfte 2023. An der Spitze des Feldes können in den beiden Rennen im Rahmen der DTM in der Lausitz bereits die ersten Vorentscheidungen im Titelkampf fallen. Beide Rennen der ADAC GT4 Germany werden live im Free-TV bei SPORT1 übertragen und können im kostenlosen Livestream bei sport1.de und auf dem ADAC Motorsport YouTube-Kanal angeschaut werden. Tickets für den Besuch am Lausitzring sind ab 39 Euro online auf dtm.com erhältlich.

Der Tabellenführer der ADAC GT4 Germany hat diesmal nur eine ganz kurze Anreise. Mike David Ortmann (23) aus Ahrensfelde hat gemeinsam mit Teamkollege Hugo Sasse (19/Aschersleben, beide Prosport Racing) dieses Jahr bereits zwei Saisonläufe gewonnen. „Natürlich möchten wir auch bei meinem Heimspiel auf dem Lausitzring wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen und den Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen“, ist der Aston Martin Vantage GT4-Pilot hoch motiviert. „Doch die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist stark, denn alle Marken sind siegfähig. Ich freue mich sehr auf den Lausitzring mit seiner großartigen Atmosphäre. Aufgrund der Nähe zur Heimat werden viele Familienmitglieder, Freunde, Sponsoren und Arbeitskollegen mich vor Ort besuchen und anfeuern. Wir hatten zuletzt am Nürburgring zwei aufregende und interessante Rennen – das erwarte ich auch in der Lausitz.“

Im Kampf um Tabellenplatz eins möchten auch Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group) weiter mitreden. Das Mercedes-AMG GT4-Duo konnte ebenfalls bereits zwei Laufsiege erzielen und liegt mit lediglich neun Punkten Rückstand auf Rang zwei der Gesamtwertung. „Neben dem Sachsenring ist der Lausitzring meine zweite Heimstrecke“, erläutert Primm. „Ich hatte eine gute Vorbereitung, da ich mit demselben Fahrzeug dieses Jahr bereits im Rahmen des ADAC Racing Weekend auf dem Lausitzring unterwegs war. Die Strecke dürfte unserem Mercedes-AMG entgegenkommen. Insofern rechnen wir uns einiges aus. Wir fahren um den Titel und möchten jetzt in jedem Rennen gute Punkte einfahren. Vielleicht gelingt der nächste Saisonsieg. Insbesondere die letzte Kurve gefällt mir richtig gut, da sie leicht überhöht ist. Steilkurven machen im Rennauto immer richtig Spaß.“

Zwei weitere Punkte Rückstand hat der drittplatzierte Denis Bulatov (24/Köln). Der Mercedes-AMG-Pilot von BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport bekommt auf dem Lausitzring mit Marc de Fulgencio (24/ESP) einen neuen Teamkollegen, da sein bisheriger Partner Marcel Lenerz (26/Ludwigsau) die Saison gesundheitsbedingt vorzeitig beenden musste. Ebenfalls noch in Schlagdistanz zur Tabellenspitze befinden sich die Porsche 718 Cayman GT4-Piloten David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport), die einen Rückstand von 24 Punkten auf Ortmann/Sasse aufweisen.

Die ADAC GT4 Germany gastiert erst zum zweiten Mal überhaupt auf dem DEKRA Lausitzring. Beim Auftritt 2020 wurden zwei Rennen bei Dunkelheit absolviert, in denen Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Marken die Podiumsplatzierungen einfahren konnten. Alleine schon das verspricht spannende und abwechslungsreiche Läufe am kommenden Wochenende.

Mittwoch, 16. August 2023

Vollgas auf dem DEKRA Lausitzring: Wer stoppt Tabellenführer Thomas Preining?

  • Österreicher geht am DEKRA Lausitzring mit 28 Punkten Vorsprung in zweite Saisonhälfte
  • Verfolger Sheldon van der Linde will Doppelsieg aus dem Vorjahr wiederholen
  • Lokalmatador Maximilian Paul bestreitet Heimrennen nach erstem DTM-Sieg

Foto: Jens Hawrda

Die DTM startet am kommenden Wochenende (18. bis 20. August) auf dem DEKRA Lausitzring in die zweite Saisonhälfte. Die Meisterschaftsläufe neun und zehn stehen auf dem Programm, Spitzenreiter Thomas Preining (A) ist auf der Strecke nördlich von Dresden der Gejagte. Seine Verfolger müssen in der Lausitz Boden gut machen und wollen verhindern, dass der bisher konstant stark fahrende Österreicher auf und davon zieht. Zu seinen Herausforderern zählt Maximilian Paul (Dresden), der nach seinem ersten DTM-Sieg am Nürburgring mit Rückenwind in sein Heimspiel geht. Reicht das für einen weiteren Erfolg? Die Statistik spricht für einen anderen Sieger: In den bisherigen acht Läufen stand jedes Mal ein anderer Pilot ganz oben auf dem Podium – neuer DTM-Rekord. ProSieben zeigt die beiden DTM-Läufe live im deutschen Free-TV und beginnt Samstag sowie Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr, eine halbe Stunde vor Rennstart, mit der Übertragung. Am Lausitzring geht zudem die Track Safari in die nächste Runde. Tickets für das neue Highlight sind online unter dtm.com erhältlich.

Keyfacts, DEKRA Lausitzring, Klettwitz, Saisonrennen 9 und 10 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Layout: zwölf Kurven (fünf Rechts-, sieben Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2022, Rennen 1: Sheldon van der Linde (BMW M4 GT3, Schubert Motorsport)

Sieger 2022, Rennen 2: Sheldon van der Linde (BMW M4 GT3, Schubert Motorsport)

Verfolger-Trio möchte punkten

Tabellenführer Preining hat eine starke erste Saisonhälfte hingelegt. Der Porsche-Pilot vom Team Manthey EMA überzeugte mit Konstanz und sammelte nicht nur in den bisherigen acht Rennen, sondern auch den jeweiligen Qualifyings die meisten Zähler. Am DEKRA Lausitzring soll es für den 25-Jährigen besser laufen als im vergangenen Jahr, als er in beiden Läufen nicht das Ziel erreichte. Schönere Erinnerungen an den Schauplatz des fünften Saisonstopps hat der Gesamtzweite Sheldon van der Linde (ZA), der 2022 im BMW M4 GT3 in der Lausitz seinen bisher einzigen DTM-Doppelsieg feierte. Wiederholt der Titelverteidiger aus Südafrika seinen Erfolg, könnte er den Rückstand von 28 Punkten auf die Spitze verkürzen und der Mission Titelverteidigung neuen Schwung verleihen.

Nur einen Zähler hinter van der Linde folgen die punktgleichen Mirko Bortolotti (I) und Ricardo Feller (CH). Vor allem der Italiener dürfte im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 nach seinem ersten DTM-Erfolg am Nürburgring besonders motiviert sein. Formstark ist auch der Tabellensechste Lucas Auer (A) unterwegs. Der Werksfahrer von Mercedes-AMG kam nach verhaltenem Saisonstart immer besser in Fahrt und war mit einem zweiten und dritten Platz punktbester Pilot in der Eifel. Zudem zählt der DEKRA Lausitzring zu den Lieblingsstrecken des Österreichers, der dort 2016 den ersten DTM-Sieg seiner Karriere feierte. Gleich dreimal war René Rast (Bregenz) auf dem Kurs bei Dresden erfolgreich und ist im BMW M4 GT3 immer für einen Spitzenplatz gut.

Lokalheld Maximilian Paul im Fokus

Ein besonderes Rennwochenende erwartet Maximilian Paul. Nach seinem Sensationserfolg am Nürburgring, als er bei herausfordernden Bedingungen im Regen vom 13. Platz zum Sieg fuhr, reist der Lamborghini-Juniorfahrer selbstbewusst zum Heimspiel. Voller Spannung erwarten die Fans die Rennen ihres Lokalmatadoren und hoffen, dass Paul für GRT Grasser-Racing-Team auch am DEKRA Lausitzring einen spektakulären Auftritt hinlegt. „Es ist cool, mit einem Sieg nach Hause zu kommen und vor den heimischen Fans zu fahren. Ich habe dort im letzten Jahr beim ADAC GT Masters den dritten und fünften Platz belegt und kenne den Lausitzring gut. Aber das trifft auf viele andere Fahrer auch zu“, sagt der 23-Jährige. Nach seinem Sieg am Nürburgring blickt Paul voller Vorfreude auf das anstehende Event: „In der DTM gibt es nur Top-Piloten, die auf allen Kursen schnell sind. Ich mag es, mich mit den Besten zu messen und werde bei meinem Heimspiel wieder voll angreifen.“

Winkeliger Verlauf mit nur wenigen Geraden

In diesem Jahr wird auf dem DEKRA Lausitzring die Steilkurve nach der Start-und-Ziel-Geraden ausgelassen. Stattdessen biegen die Fahrer links ins winkelige Infield ein – das liefert den Zuschauern noch mehr Action. Mit insgesamt zwölf Kurven und nur wenigen Geraden gehört die 3,478 Kilometer lange Strecke zu den technisch anspruchsvollsten DTM-Kursen. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf der über 600 Meter langen Start-Ziel-Gerade erreicht.

DTM After Race Party von Sunshine Live am Samstag

Auf dem 3,478 Kilometer langen DEKRA Lausitzring lässt vor allem der zweite Saisonstart der DTM Classic die Herzen der Motorsport-Enthusiasten höherschlagen. Historische Rennboliden aus der DTM-Geschichte sowie verschiedenen Motorsport-Epochen sorgen für spektakuläre Unterhaltung. Viele Überholmanöver und Rad-an-Rad-Duelle bietet die ADAC GT4 Germany, in der die Teilnehmer beim vierten Saisonstopp um Siege kämpfen. Auch der Porsche Carrera Cup Deutschland ist mit 32 Porsche 911 GT3 Cup und über 16.000 PS am Start. Der BMW M2 Cup komplettiert auf dem DEKRA Lausitzring das attraktive Rahmenprogramm.

Darüber hinaus dürfen sich die Fans auf beste Unterhaltung in der DTM Fan Zone freuen: Dort gibt es Samstag von 17 bis 20 Uhr die Sunshine Live After Race Party mit DJ Falk.

Halbzeit in der DTM: Spitzenreiter Thomas Preining überzeugt mit komplettem Paket

  • Porsche-Pilot im Rennen und Qualifying jeweils Punktbester
  • Verfolger-Trio van der Linde, Bortolotti und Feller liegt nur einen Zähler auseinander
  • DTM ausgeglichen wie nie – Konstanz ist der Erfolgs-Faktor

Foto: Jens Hawrda

Die erste Saisonhälfte der DTM ist am vergangenen Sonntag im Regen vom Nürburgring eindrucksvoll zu Ende gegangen. Mit dem Sensationssieger Maximilian Paul (Dresden) setzte sich die Geschichte mit acht verschiedenen Gewinnern aus acht Rennen fort – Rekord in der DTM. Keinem Fahrer gelangen zwei Erfolge, zu groß ist die Ausgeglichenheit in dem hochklassigen Starterfeld. Ein Pilot konnte sich allerdings mit einer gleichbleibend starken Performance absetzen: Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A) führt die Tabelle mit einem Vorsprung von 28 Punkten an und geht als inoffizieller Halbzeitmeister in die verbleibenden acht Meisterschaftsläufe.

„Es ist ein super Gefühl, als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte zu starten. Wir sind seit dem ersten Rennen sehr konstant unterwegs, das macht den Unterschied“, bilanziert Preining, der von Beginn an zur Spitzengruppe der DTM zählte. An jedem der bisherigen vier Rennwochenenden stand der 25-Jährige einmal auf dem Podium. Preining fuhr in seinem Porsche 911 GT3 R immer in die Punkte und war mit elf Zählern erfolgreichster Fahrer im Zeittraining. Nach dem zweiten Tourstopp auf dem Formel-1-Kurs Circuit Zandvoort (Niederlande) übernahm er die Tabellenspitze, gab sie jedoch zwei Wochen später am Norisring nach dem Samstagsrennen zwischenzeitlich an Titelverteidiger Sheldon van der Linde (ZA) ab.

Der erste Saisonsieg auf dem Nürnberger Stadtkurs am Sonntag bescherte Preining wieder die Führung, die er danach kontinuierlich ausbaute. „Der Erfolg am Norisring war bisher das absolute Highlight, vor allem das Überholmanöver, mit dem ich die Führung im Rennen übernehmen konnte. Am Nürburgring haben wir dann mit einer cleveren Strategie wichtige Meisterschaftspunkte geholt“, analysiert der Österreicher. Eine bedeutende Rolle spielt für den gebürtigen Linzer das Zeittraining: „Wichtig war, dass wir in den Qualifyings stark waren. In so einem engen Feld ist es ein entscheidender Vorteil, wenn du von möglichst weit vorne ins Rennen gehst. Daran wollen wir in der zweiten Saisonhälfte anknüpfen.“

Auf dem DEKRA Lausitzring (18. bis 20. August) startet Preining als Gejagter in die zweite Halbzeit der DTM – und sieht vor allem den Teamgeist bei Manthey EMA als elementaren Faktor: „Unser Vorteil ist es, dass wir eine starke und erfahrene Mannschaft mit einem tollen Spirit haben. In der DTM hat man zwischen den Sessions nur wenig Zeit, um etwas am Fahrzeug zu ändern oder zu verbessern. Da ist es Gold wert, ein so eingespieltes Team zu haben.“ Trotz der Tabellenführung sieht Preining auch noch Verbesserungspotenzial. „Ich denke, dass wir in den Startphasen der Rennen noch zulegen können. Auch die Boxenstopps liefen nicht immer perfekt, wobei die zuletzt am Nürburgring super geklappt haben.“

Im Gesamtklassement folgen auf den Plätzen zwei bis vier mit Sheldon van der Linde, Mirko Bortolotti (I) und Ricardo Feller (CH) drei Fahrer, die je einmal gewonnen haben und nur einen Zähler voneinander getrennt sind. Der Südafrikaner van der Linde weist eine ähnliche Bilanz wie Tabellenführer Preining auf und stand dreimal auf dem Treppchen. Allerdings verpasste der aktuelle DTM-Champion im BMW M4 GT3 zweimal die Punkteränge. Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti und Audi-Pilot Feller erreichten nur bei ihren jeweiligen Siegen das Podium, sammelten aber in jedem Meisterschaftslauf wichtige Zähler. Auch Maro Engel (Monaco) überzeugte im Mercedes-AMG GT3 mit konstanten Leistungen und fuhr neben seinem Erfolg in Zandvoort immer in die Punkte.

Die erste Saisonhälfte hat gezeigt, dass die DTM ausgeglichen wie nie ist. Spannung für die zweite Halbzeit ist somit garantiert. Nach dem fünften Tourstopp auf dem DEKRA Lausitzring dürfen sich die Fans auf Rennaction am Sachsenring (8. bis 10. September) freuen. Der zweite Auslandsstopp steht vom 22. bis 24. September auf dem Red Bull Ring (Österreich) an, bevor die DTM für das Saisonfinale traditionell an den Hockenheimring Baden-Württemberg (20. bis 22. Oktober) reist.

Fahrerwertung nach 8 von 16 Rennen

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA), 117 Punkte

2. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 89 Punkte

3. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), 88 Punkte

4. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), 88 Punkte

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 78 Punkte

Dienstag, 15. August 2023

Hochkarätige Rennen leiten in Assen den IDM-Endspurt ein

Foto: Jens Hawrda

Ein Mal im Jahr gastiert die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem TT Circuit in Assen. Vom 18. bis 20. August 2023 ist es wieder soweit, dass die höchste deutsche Motorradserie ihre Rennen auf dem Highspeedkurs in den Niederlanden austrägt. Gefahren wird in den Klassen IDM Superbike, IDM Supersport, IDM Supersport 300, IDM/FIM Sidecar. Das Programm ist exzellent und die Klassen sind mit kernigen Zutaten gespickt, die hochkarätigen Rennsport versprechen.

Die längste Gerade misst 970 m. Die Kurven auf dem TT Circuit sind traditionell leicht überhöht. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten, die speziell auf den früher genutzten Varianten des TT Circuit Assen regelmäßig erreicht wurden, trägt die Strecke den Spitznamen „Cathedral of Speed“. Und sie ist immer noch richtig schnell. In Assen wird seit 1949 jedes Jahr ein Motorrad-Weltmeisterschaftslauf ausgetragen. In der IDM sind die Superbikes die Topklasse mit Motorrädern, die reichlich 200 PS haben und über 300 km/h fahren. Es ist alles angerichtet für ein Wochenende voller Spannung. Es ist die vorletzte Runde im IDM-Terminkalender 2023.

Da Florian Alt (D/Honda), Ilya Mikhalchik (UKR/BMW), Bastien Mackels (BEL/Yamaha) und Leandro Mercado (ARG/Kawasaki) zuletzt auf dem Red Bull Ring fehlten, weil sie am zeitgleich stattfindenden Endurance World Championship-Lauf im japanischen Suzuka teilgenommen haben, wurde die IDM-Tabelle in ihrer Abwesenheit kräftig durchgemischt. Bis auf den ersten Platz von Florian Alt. Der 27-jährige Honda-Fahrer ging als Spitzenreiter und kehrt auch als solcher zurück. Und das mit einem Vorsprung von 54 Punkten in der Gesamtwertung. Vize Hannes Soomer, der stärkste Kontrahent im Titelkampf, hätte auf dem Red Bull Ring während der Abwesenheit von Alt viele Punkte aufholen können, doch der Este schwächelte auf der Honda und konnte seinen Plan nicht umsetzen. Alt hat jetzt die Chance, auf dem TT Circuit Assen sogar vorzeitig Meister zu werden. Nach 13 Jahren würde der Titel wieder einmal an Honda gehen. Klappt das? Abgerechnet wird erst nach den zwei Rennen, die auch im kostenfreien Livestream unter www.idm.de/live übertragen werden.

Alt ist derzeit auf der Ideallinie, nur Soomer muss sich jetzt sputen, sich bis zum Saisonende den erst so sicher scheinenden Vizetitel zu sichern. Denn plötzlich ist alles ganz eng geworden. Toni Finsterbusch (D/BMW) hat nur noch sieben Punkte Rückstand zum Esten und hinter dem Krostitzer lauert auch nur drei Zähler entfernt sein  Teamkollege Patrick Hobelsberger (D/BMW). Jeweils weitere drei Punkte entfernt rangieren Philipp Steinmayr (AUT/BMW) und Ilya Mikhalchik, der in Assen nun auch wieder dabei ist. Es wird spannend.

Der TT-Kurs ist regelmäßiger Austragungsort der FIM Sidecar Worldchampionship, so auch am kommenden Wochenende. Die Birchall-Brüder Ben und Tom wollen eigentlich als Spitzenreiter an die 4,555 km lange Strecke reisen, doch sie warten bis zuletzt, ob sie gesundheitlich so fit sind und wirklich kommen. Sie hatten sich zuletzt auf dem Red Bull Ring bei einer Kollision überschlagen. Auf Rang zwei liegt ihr britischer Landsmann Todd Ellis mit seiner französischen Beifahrerin Emanuelle Clement. Die beiden Teams trennen fünf Punkte. Die Tabellen-Dritten Harry Payne/Kevin Rousseau (GBR/FRA) sind mit den Vierten Sam Christie/Tom Christie (GBR/GBR) sogar punktgleich.

Es gibt viel Action rund um und in der IDM. Das ist immer noch nicht alles. Im Rahmenprogramm der IDM starten diverse Cups. Den Zuschauer erwartet die ganze Bandbreite an hochkarätigem Spitzensport bis hin zu den Talentschmieden der Zukunft.