Sonntag, 9. Juli 2023

Stefan Rupp fliegt im Audi A4 DTM zum Sieg in Rennen eins

  • Vier Marken auf den ersten vier Plätzen: Audi vor Ford, BMW und Mercedes
  • Roland Asch auf Rang vier bestplatzierter Zeitzeuge der ‚alten‘ DTM
  • Kein Schaulaufen: packende Rennaction auf dem einzigartigen Stadtkurs

Von der Pole-Position gewann Stefan Rupp im Audi A4 DTM (2007)
Rennen eins der DTM Classic auf dem Norisring
Foto: dtm.com

Dass die DTM Classic kein Schaulaufen ist, das haben die Protagonisten der Tourenwagen Legenden im ersten Rennen auf dem Norisring eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zur Freude der Zuschauer ließen es sowohl die Profis von damals, wie Klaus Ludwig, Roland Asch und Marc Hessel, als auch die ambitionierten Amateurrennfahrer, die die legendären Renntourenwagen ihr Eigen nennen, richtig krachen und boten spannende Rennaction auf dem einzigartigen Stadtkurs in Nürnberg. Am Ende jubelte Stefan Rupp mit seinem Audi A4 DTM aus dem Jahr 2007 vor Ronny Scheer im Ford Sierra RS500 (1990) von BWT Mücke Motorsport und Kasper Aaskov im BMW M3 E30 (1991). Wie in den Jahren der ‚alten‘ DTM war an der Spitze Vielfalt angesagt. Roland Asch komplettierte im Mercedes 190 E2.5-16 EVO I den Markenmix an der Spitze.

Für ‚König‘ Ludwig war das Rennen allerdings vorbei, noch bevor es richtig begonnen hatte. Bereits in Kurve eins nahm das Drama seinen Lauf: Unmittelbar nach dem Start verschätzte sich Ludwig im Mercedes 190 E2.5-16 EVO II beim Anbremsen der Grundig-Kehre. Der dreifach DTM-Champion stach innen rein und traf dabei sowohl den Audi 200 quattro M86 von Anton Werner als auch die AMG-Mercedes C-Klasse ITC von Christian Danner, die in Folge der Kollision ihre Fahrt nicht fortsetzen konnten. Die Rennleitung schickte das Safetycar auf die Strecke, um die Unfallstelle zu räumen.

Beim Restart setzte sich Polesitter Rupp im Audi A4 DTM souverän ab. Dahinter entbrannte der Kampf um die weiteren Podestplätze. Asch, der anfangs noch hinter Altfrid Heger im Audi V8 DTM auf Rang drei geführt wurde, musste sich zunächst Scheer geschlagen geben, der im bärenstarken Sierra vom Ende des Felds gestartet bis weit nach vorne gestürmt war. Heger schied zehn Minuten vor Rennende mit einem technischen Defekt aus. Der Däne Aaskov schob sich ebenfalls an Asch vorbei und wurde als Dritter abgewinkt. Dahinter reihten sich Asch und Marc Hessel ein, der sich mit dem BMW 320is E30 von Platz neun auf fünf verbesserte.

„Das war ein hochinteressantes Rennen, zumindest am Anfang. Ich hatte die beste Startposition und bin die erste Kurve ganz innen angefahren, um Christian Danner die Tür zuzumachen“, sagte Rupp. „Als ich dann durch die Grundig-Kehre durch war, habe ich im Rückspiegel den Mercedes von Klaus Ludwig aufsteigen sehen, wie eine Silvesterrakete. Da war mir klar, da ist jetzt etwas Größeres passiert. Danach habe ich mich an der Spitze etwas einsam gefühlt.“ Mehr Arbeit hatte der Zweitplatzierte Scheer zu verrichten: „Nachdem ich im Qualifying nur eine Runde gefahren bin, weil wir Probleme mit der Hinterachse hatten, musste ich von Platz 22 aus starten. Im Rennen habe ich dann einfach eine zwei weggekürzt. Ein sehr schönes Rennen. Ich bin froh, dass ich dabei sein konnte.“ Glücklich war am Ende auch Aaskov als Dritter: „Durch die Safetycarphase konnte ich anfangs etwas verschnaufen, danach konnten wir dann endlich Gas geben. Ich hatte einige gute Zweikämpfe und dabei eine Menge Spaß.“  

Owega und Seppänen belohnen sich mit erstem Sieg im ADAC GT Masters

  • Sieg-Premiere für Salman Owega und Elias Seppänen
  • Zweites Podium im dritten ADAC GT Masters-Rennen für Huber Motorsport
  • Finn Gehrsitz und Sven Müller führen nach Platz drei die Meisterschaft an

Elias Seppänen, Klaus Landgraf und Salman Owega (v. l. n. r.)
Foto: ADAC-Motorsport

Perfekter Samstag im ADAC GT Masters für Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN): Nach der Pole-Position feierten die Mercedes-AMG-Piloten einen souveränen Start-Ziel-Sieg im dritten Saisonrennen auf dem Norisring. Gleichzeitig war es der erste Erfolg für das Duo von Landgraf Motorsport in der traditionsreichen GT-Serie des ADAC. „Es fühlt sich super an, zum ersten Mal ganz oben im ADAC GT Masters auf dem Podium zu stehen. Ich habe sehr von meinem guten Start profitiert und darauf geachtet, dass in der ersten Kurve niemand an mir innen vorbeizieht. Anschließend konnte ich einen Vorsprung herausfahren. Im Cockpit war es ziemlich heiß. Mir ist es aber gelungen, einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagte der 18-jährige Owega. Auch in der Pirelli-Junior-Wertung triumphierten Owega und Seppänen. Auf dem zweiten Platz kamen Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg) im Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport ins Ziel. Dritter wurde das Duo Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion) in einem weiteren Porsche.

Am Samstagnachmittag begann das internationale Fahrerfeld aus insgesamt zwölf Nationen bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 32 Grad Celsius das Rennen auf dem 2,2 Kilometer langen Kurs. Die Zuschauer auf den Tribünen beobachteten, wie Pole-Setter Owega seine Position auf dem einzigen Stadtkurs Deutschlands beim Start behauptete. Der Kölner erarbeitete sich auf den Straßen Nürnbergs früh einen komfortablen Vorsprung und blieb in der Hitze cool. Anschließend kletterte Seppänen, der bereits den anspruchsvollen Stadtkurs in Monaco in einem Formel-Boliden meisterte, ins Cockpit und spielte seine Erfahrung zwischen den Mauern und Leitplanken aus. Der 19-Jährige brachte den Vorsprung ungefährdet ins Ziel und ließ die Mannschaft von Klaus Landgraf 2023 erstmals jubeln.

Der zweitplatzierte Menzel übernahm den Porsche 911 GT3 R von Startfahrer Fittje und sah auch auf dieser Position die Zielflagge. „Für mich war es das erste Mal, dass ich die tolle Atmosphäre am Norisring während eines Rennens genießen durfte. Zwar habe ich zum Ende nochmal gepusht, Platz zwei war aber das Maximum für uns. Dass wir bereits so früh in der Saison zweimal aufs Podium gefahren sind, kann sich für Huber Motorsport als Serieneinsteiger mehr als sehen lassen. In der Meisterschaft liegen wir jetzt vielversprechend auf Platz zwei“, erklärte Menzel. Den dritten Platz sicherten sich Gehrsitz und Müller. Die Sieger aus dem zweiten Saisonrennen am Hockenheimring profitierten nach Startplatz fünf von einem frühen Pflichtboxenstopp und sind jetzt neue Führende in der Meisterschaft. „Am Norisring ist alles möglich. Super, dass wir auf dem Podium gelandet sind. Wir haben uns bewusst für einen frühen Stopp entschieden, um im mittleren Rennabschnitt nicht in den Verkehr zu geraten. Unser Plan ist voll aufgegangen. Finn hat eine super Vorarbeit geleistet, die ich dann vollenden konnte“, analysierte Müller. Mit Platz vier gelang Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team) im Mercedes-AMG GT3 nach einer starken Vorstellung die beste Saisonleistung. Fünfte wurden die Lamborghini-Piloten Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/beide GRT Grasser-Racing-Team).

Auf den sechsten Rang fuhren Petru Umbrarescu (RO) und Maximilian Götz (Uffenheim/beide Haupt Racing Team). Der Mittelfranke Götz nutzte seinen Heimvorteil und holte mit dem Mercedes-AMG GT3 in der zweiten Rennhälfte mehrere Plätze auf. Dahinter folgten auf Rang sieben Tim Zimmermann (Langenargen) und der Neuseeländer Jaxon Evans (beide Huber Racing). Im Porsche 911 GT3 R kämpften sich die bis dato Meisterschaftsführenden nach einem zwischenzeitlichen zehnten Platz wieder zurück. Als Achter überquerten Kim-Luis Schramm (Meuspath) und Igor Walilko (PL/beide FK Performance Motorsport) die Ziellinie. Rang neun ging an Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GB) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport. Die Top-Ten komplettierten Kwanda Mokoena (ZA) und Dylan Yip (MAC/Liqui Moly Team Engstler) im Audi R8 LMS GT3 Evo2.

Samstag, 8. Juli 2023

Erste Pole-Position im ADAC GT Masters für Salman Owega

#3 Petru Umbrarescu (ROU) / Maximilian Götz (DEU) / Haupt Racing Team / Mercedes-AMG GT3 Evo
Foto: ADAC-Motorsport

Beste Ausgangslage auf dem engen Stadtkurs von Nürnberg für Salman Owega: Mit 0:49,384 Minuten sicherte sich der Kölner im Mercedes-AMG GT3 den ersten Startplatz für das dritte Saisonrennen des ADAC GT Masters am Norisring. Der Pilot von Landgraf Motorsport freute sich über seine erste Pole-Position. „Die erste Pole im ADAC GT Masters fühlt sich super an. Mir ist es gelungen, möglichst nah an die Mauern zu fahren, ohne sie dabei zu berühren. Die Überholmöglichkeiten auf dem Norisring sind begrenzt, da der Kurs etwas enger ist. Deshalb ist Startplatz eins nochmal von größerer Bedeutung“, sagte der 18-Jährige. Jannes Fittje (Langenhain/Huber Motorsport) komplettierte im Porsche 911 GT3 R die erste Startreihe.

Bei strahlendem blauem Himmel sowie Temperaturen von 22 Grad Celsius begannen die Piloten mit ihren Supersportwagen von Audi, BMW, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche auf dem 2,2 Kilometer langen Kurs in Nürnberg die Zeitenjagd. Der Kampf um die Pole-Position entschied sich erst in der Schlussphase des Qualifyings. Letztlich nahm Owega den Pirelli Pole Position Award von Iris Hagemann, Leiterin Business Development der bitkasten AG, in Empfang. Dem zweitplatzierten Fittje fehlten lediglich 0,054 Sekunden auf den Pole-Setter. Dritter in der 20-minütigen Session wurde Benjamin Hites (CHL/GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 (+0,142 Sekunden). Für den vierten Rang qualifizierte sich Tim Zimmermann (Huber Racing). Der Meisterschaftsführende aus Langenargen brauchte im Porsche 911 GT3 R 0:49,665 Minuten für seine schnellste Runde auf dem Stadtkurs. Die Top-Fünf komplettierte Finn Gehrsitz (Stuttgart/ Team Joos by Racemotion) in einem weiteren GT3-Boliden von Porsche (+0,411 Sekunden).

Maximilian Götz markiert bei seinem Heimspiel die Tagesbestzeit

#48 Salman Owega (DEU) / Elias Seppänen (FIN) / Landgraf Motorsport / Mercedes-AMG GT3 Evo
Foto: ADAC-Motorsport


Besser hätte das Saisondebüt im ADAC GT Masters für Maximilian Götz (Haupt Racing Team) nicht beginnen können: Dem Uffenheimer gelang auf dem Norisring in seinem Mercedes-AMG GT3 mit 0:49,671 Minuten die schnellste Runde des Tages. Alain Valente (CH/Haupt Racing Team) und Jaxon Evans (NZ/Huber Racing) komplettierten die Top Drei.

Unter dem strahlend blauen Himmel in Nürnberg bei bis zu 30 Grad Celsius Außentemperatur bereiteten sich die Teams mit Supersportwagen der Premiumhersteller Audi, BMW, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche in zwei Freien Trainings auf den zweiten Saisonstopp des ADAC GT Masters vor. Der Mittelfranke Götz fuhr am Nachmittag auf Platz eins. „Nach dem ersten Training, das wir auf Rang acht abschlossen, haben wir das Auto stark verbessert. Es ist sicherlich von Vorteil, dass ich die Strecke kenne. Allerdings haben die anderen Piloten auch einen großen Schritt gemacht, die Konkurrenz schläft nicht. Das Qualifying morgen wird eine ganz enge Kiste“, wagte der ADAC GT Masters-Champion von 2012 bereits einen Ausblick auf den Samstag. Mit dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg verbindet Götz ganz besondere Erinnerungen: „Ich komme seit 1994 an den Norisring und habe früher als Kind Autogramme gesammelt. Jetzt darf ich selbst den jüngsten Besuchern Fanartikel signieren, das ist toll. Außerdem gewann ich hier 2021 meinen Titel in der DTM.“

Rang zwei belegte Valente (+0,065 Sekunden): Dem Mercedes-AMG-Piloten glückte in der Schlussphase der zweiten Session der Sprung hinter den Trainingsschnellsten Götz. Evans, Sieger des ersten Saisonrennens, sicherte sich im Porsche 911 GT3 R die drittschnellste Zeit (+0,087 Sekunden). Am Vormittag drehte Teamkollege Tim Zimmermann (Langenargen) mit 0:50,229 Minuten die schnellste Runde. Vierter im Tagesklassement wurde Nico Menzel (Kelberg/Huber Motorsport) mit einer persönlichen Bestzeit von 0:49,759 Minuten. Rang fünf ging an Marco Mapelli (I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 des GRT Grasser-Racing-Teams (+0,094 Sekunden).


Pole, Sieg und Tabellenführung

Sheldon van der Linde triumphiert auf den Straßen von Nürnberg

  • Der aktuelle DTM-Champion jubelt über ersten Erfolg auf dem Norisring
  • René Rast macht als Zweiter Doppelsieg für Schubert Motorsport perfekt
  • DTM spannend wie nie: Fünf Rennen, fünf verschiedene Sieger von fünf Herstellern
Für Sheldon van der Linde ist es der fünfte Sieg in der DTM
Foto: dtm.com

Der Knoten ist geplatzt, Sheldon van der Linde (ZA) hat am Samstag in seiner fünften DTM-Saison endlich den ersten Erfolg auf dem Norisring eingefahren. Der Titelverteidiger ging nach seiner ersten Pole-Position auf dem Stadtkurs in Nürnberg von der Spitze des Feldes ins Rennen und überquerte im BMW M4 GT3 nach 69 Runden als Erster die Ziellinie. „Es ist großartig, das erste Mal am Norisring gewonnen zu haben, wo ich noch nie auf dem Podium stand. Dass ich nach dem schwachen Auftakt in Oschersleben jetzt sogar Tabellenführer bin, ist einfach nur unglaublich”, freute sich der 24-Jährige über seinen insgesamt fünften DTM-Sieg. Sein Teamkollege René Rast (Bregenz) sorgte als Zweiter für einen Doppelerfolg von Schubert Motorsport. Dennis Olsen (N) verbesserte sich im Porsche 911 GT3 R um acht Plätze und krönte eine starke Aufholjagd mit Rang drei.

Keyfacts, Norisring, Saisonrennen 5 von 16

Streckenlänge: 2.200 Meter

Wetter: 31 Grad, sonnig

Pole-Position: Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #1), 48,775 Sekunden

Sieger: Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #1)

Schnellste Rennrunde: Laurin Heinrich (Team75 Motorsport, Porsche 911 GT3 R #75), 49,492 Sekunden

Pole-Setter Sheldon van der Linde konnte beim Start seine Führung gegen Ayhancan Güven (TR/Porsche 911 GT3 R) souverän behaupten. Rast machte gleich vier Plätze gut und übernahm Platz drei, dahinter folgten Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 sowie Mirko Bortolotti (I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf Rang vier und fünf. Verlierer der Startphase war der bis dahin Gesamtführende Thomas Preining (A), der mit seinem Neunelfer von Position zwei auf acht zurückfiel. Nach mehreren Kollisionen in der ersten Rennhälfte wurden einige Fahrer mit Strafen belegt, zweimal kam das Safety-Car zum Einsatz. Die Reihenfolge an der Spitze blieb allerdings gleich – das änderte sich nach den Boxenstopps.

Güven fiel nach einem späten Reifenwechsel auf Platz sechs zurück, da der Porsche-Pilot seine kalten Pirelli-Pneus nicht schnell genug ins optimale Temperaturfenster bringen konnte. Olsen profitierte dagegen von einem Blitz-Stopp und schob sich hinter Spitzenreiter Sheldon van der Linde, Rast und Kelvin van der Linde auf Rang vier vor. Lucas Auer belegte im Mercedes-AMG GT3 Platz fünf. Kurz vor Schluss schlug das Schicksal bei Kelvin van der Linde zu: Der Südafrikaner konnte nicht mehr schalten und musste sein Fahrzeug in Runde 64 vorzeitig abstellen. Damit rutsche Olsen auf den dritten Podiumsplatz, Güven komplettierte hinter Auer die Top-Fünf.

Bortolotti konnte trotz einer Zeitstrafe seinen sechsten Startplatz sichern. Hinter ihm wurde Maro Engel (Monaco) im Mercedes-AMG GT3 Siebter. Audi-Pilot Ricardo Feller (CH) und Lokalmatador Marco Wittmann (Fürth/BMW M4 GT3) folgten auf den Rängen acht und neun. Laurin Heinrich (Würzburg) machte nach einem Reifenschaden in der ersten Runde ein sensationelles Rennen und krönte eine spektakuläre Aufholjagd vom hintersten Platz mit Rang zehn. Dabei gelang dem jungen Porsche-Piloten mit 49,492 Sekunden auch die schnellste Rennrunde. Preining fiel nach einem schwachen Boxenstopp auf Platz 18 zurück, konnte jedoch als Zwölfter noch wichtige Zähler holen. Damit liegt der Porsche-Werksfahrer im Gesamtklassement hinter Sheldon van der Linde auf Rang zwei. Das Duo ist punktgleich, allerdings führt Sheldon van der Linde dank seines Erfolges am Norisring vor dem bisher sieglosen Preining.

Stimmen zum Rennen

Sheldon van der Linde: „Ich hatte einen guten Start und konnte die Führung behaupten. Auch der Boxenstopp lief einwandfrei und ich habe es genossen, an den vielen Fans auf der Steintribüne vorbeizufahren. Schade, dass mein Bruder als Dritter kurz vor Schluss ausgefallen ist. Aber das ist Motorsport.”

René Rast: „Ich bin von Startplatz sieben auf zwei vorgefahren, das ist ein super Resultat. Dazu war es mein erstes DTM-Podium mit BMW und ein Doppelsieg für Schubert Motorsport. Ich hatte einen perfekten Start, vor mir taten sich Lücken auf, die habe ich ausgenutzt. Danach hat mich Ayhancan Güven etwas aufgehalten, ich wollte aber nichts erzwingen und habe auf meine Chance gewartet. Die kam beim Pitstop, der ideal getimt war und perfekt lief.”

Dennis Olsen: „Ich bin sehr glücklich über dieses Podium. Ähnlich wie im letzten Jahr sind wir von den hinteren Rängen gestartet und konnten uns auf das Treppchen vorarbeiten. Diesmal war es allerdings im Auto unglaublich heiß. Ich habe trotzdem versucht, die Konzentration hochzuhalten, denn bei den Mauern und Leitplanken neben der Strecke kann jeder Fehler das Aus bedeuten. Höhepunkt für mich war das tolle Überholmanöver gegen Lucas Auer.”

Ergebnis 1. Rennen, Norisring (Top-Five)

1. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport),

2. René Rast (D/Schubert Motorsport), +1,520 Sekunden

3. Dennis Olsen (N/Manthey EMA), +2,547 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Winward), +4,142 Sekunden

5. Ayhancan Güven (TR/Team75 Motorsport), +5,042 Sekunden