Montag, 29. Mai 2023

Mercedes-AMG triumphiert beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in Oschersleben

  •  Jan Philipp Springob/Simon Primm siegen für die CV Performance Group
  • Zwei Walkenhorst-BMW auf dem Podium
  • Max Kronberg gewinnt erstmals die Trophy-Wertung

Jan Philipp Springob/Simon Primm siegen für Mercedes-AMG im ersten Rennen in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany ist spannend und spektakulär in die Saison 2023 gestartet. In einem ereignisreichen Samstagsrennen in der Motorsport Arena Oschersleben gewannen Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG GT4 vor den beiden Walkenhorst Motorsport-BMW M4 GT4 von Sami-Matti Trogen (21/FIN) und Enzo Joulié (19/FRA) sowie Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth). Der Rennstall aus Melle feiert somit ein starkes Debüt in der ADAC Serie. „Ich bin einfach nur glücklich. Es ist das fünfte Jahr in der ADAC GT4 Germany und endlich mein erster Sieg“, strahlte Mercedes-AMG-Pilot Springob vom Podium.

Das Rennen hat zunächst jedoch sein Markenkollege Denis Bulatov (24, BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) von der Pole-Position aus begonnen. Der Kölner setzte sich in der ersten Rennhälfte auch gleich ein wenig an der Spitze ab und kontrollierte souverän das Rennen. Dichtester Verfolger war Springob, der sich direkt nach dem Rennstart in der ersten Kurve die zweite Position mit einem fulminanten Manöver gesichert hatte. Hinter dem Mercedes-AMG von Alexander Connor (19/UAE, BWT Mücke Motorsport) belegten die Walkenhorst-BMW von Trogen und Hantke zunächst die Plätze vier und fünf. Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters war das Rennen an der Spitze vor allem taktisch geprägt. „Der Start war natürlich einer der Schlüssel. Ich hatte eine gute Reaktion und konnte mich um eine Position verbessern. Danach ging es hauptsächlich darum, die Reifen zu schonen und Simon ein gutes Auto zu übergeben“, bilanzierte Springob.

Als die Fahrerwechsel allesamt absolviert waren, folgte der Schock im Lager des führenden Mercedes-AMG, den Marcel Lenerz (25/Ludwigsau) von Pole-Setter Bulatov übernommen hatte. Da die Mindestzeit in der Boxengasse nicht eingehalten wurde, musste Lenerz eine Penalty-Lap absolvieren und fiel danach auf die dritte Position zurück. So übernahm Springobs Teamkollege Primm die Spitze. Der Youngster konnte sich jedoch nicht sonderlich lange darüber freuen, denn in seinem Rückspiegel machte sich Enzo Joulié, der von Trogen übernommen hatte, breit. Auch um Platz drei entwickelte sich ein sehenswertes Duell zwischen einem Mercedes-AMG und einem BMW: Lenerz musste sich gegen Hantkes Teamkollegen Jansen behaupten, zog rund 13 Minuten vor Rennende aber den Kürzeren. An der Spitze behaupte sich Primm hingegen gegen Trogen und fuhr zum Sieg. „Ich konnte es managen, den BMW hinter mir zu halten und am Ende auch einen kleinen Vorsprung herausfahren. Ich musste kühlen Kopf bewahren, wusste aber auch, dass es hier extrem schwer ist, zu überholen. Es ist unfassbar, meinen ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany eingefahren zu haben. Wir haben in den letzten Monaten hart dafür gearbeitet“, so Primm, der sich auch über den Sieg in der Junior-Wertung freuen konnte.

Rang fünf ging an den Porsche 718 Cayman GT4 von David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (23/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport). Der zu Rennbeginn drittplatzierte Mercedes-AMG von Connor und Emil Gjerdrum (16/NOR) belegte final Platz sechs vor dem BMW von Mohan Ritson (20/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport). Achter wurde das Porsche-Duo Daniel Gregor (17/Maikammer) und Finn Zulauf (18/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) vor Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) in einem weiteren BMW. Die Top Zehn komplettierten Maxime Oosten (19/NLD) und Michal Makes (23/CZE, beide Project 1, ebenfalls BMW). Den Sieg in der Trophy-Wertung machte Max Kronberg (36/Berlin AVIA W&S Motorsport) im Porsche klar.

Weitere Stimmen zum Rennen:

Sami-Matti Trogen - Platz zwei für Walkenhorst Motorsport

„Wir hatten ein recht sauberes Rennen. Lediglich am Start gab es einen kleinen Kontakt mit einem Wettbewerber. Beim Boxenstopp gewannen wir Positionen und konnten final auf P2 vorkommen. Die Pace des Mercedes-AMG konnten wir aber nicht wirklich mitgehen. Wir sind mit dem Resultat dennoch zufrieden. Es ist ein guter Start in die Saison.“

Enzo Joulié - Platz zwei für Walkenhorst Motorsport

„Wir sind auf Platz vier gestartet und beendeten das Rennen als Zweite. Damit sind wir natürlich richtig zufrieden. Ich hatte zwar versucht, den führenden Mercedes-AMG zu überholen, doch es war schwierig, da sie gut mit den Reifen umgingen. Der Zweikampf um die Spitze bereitete enormen Spaß, doch mehr war heute nicht drin. Morgen möchten wir dann aber eine Position besser ins Ziel kommen.“

Nico Hantke - Platz drei für Walkenhorst Motorsport

„Rang drei ist ein perfekter Start in die Saison. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Wir sind beide ein super Rennen gefahren. Mein Stint war diesmal eigentlich nicht sonderlich spektakulär. Somit habe ich die Reifen für Mex geschont, damit er ordentlich Gas geben konnte.“

Mex Jansen - Platz drei für Walkenhorst Motorsport

„Bei meinem Debüt in der ADAC GT4 Germany gleich auf das Podium zu steigen, ist super. Mein Teamkollege Nico hat einen super Job zu Rennbeginn gemacht. Als ich nach dem Boxenstopp im Rhythmus war, habe ich den Rückstand auf den Mercedes-AMG kontinuierlich verkleinert. Das Überholmanöver musste ich mir erarbeiten. Ich wusste, dass ich schneller war. Als der richtige Zeitpunkt kam, ergriff ich die Gelegenheit.“


Freitag, 26. Mai 2023

DTM begeistert 2023 mit vollem Programm

  • F1 Academy beim Rennen im niederländischen Zandvoort
  • NXT Gen Cup – neue Serie für vollelektrische Rennautos bei der DTM
  • GT-Fahrzeuge, Formel-Boliden, Prototypen, historische Tourenwagen

Der Prototypen Cup mit seinen spektakulären LMP3-Fahrzeugen
geht im Rahmen der DTM in seine zweite Saison
Foto: Jens Hawrda

Faszinierende GT-Boliden, eine neue vollelektrische Rennserie, spektakuläre Prototypen und Klassiker der DTM-Geschichte – die DTM bietet den Besuchern in dieser Saison bei jedem Event ein abwechslungsreiches Motorsport-Paket. Für packenden Rennsport sorgen das ADAC GT Masters, das vier Mal mit der DTM antritt, und die ADAC GT4 Germany, die sechs Mal mit dabei ist. Im Rahmenprogramm der DTM sehen die Zuschauer hart umkämpfte Markenpokale von BMW und Porsche sowie erstmals auch die talentierten Fahrerinnen der neuen F1 Academy. Einen Schulterblick auf die knapp vier Dekaden lange Geschichte der DTM gibt es in der DTM Classic. Mit dem NXT Gen Cup zählt auf dem Nürburgring eine neue Serie mit vollelektrischen Rennfahrzeugen zum DTM-Event.

Das hochkarätige Programm der DTM-Rennwochenenden erleben Fans bereits ab 39 Euro – inklusive Zugang ins Fahrerlager. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ADAC Mitglieder profitieren im Onlinevorverkauf zudem von zehn Prozent Rabatt. Tickets für alle DTM-Events gibt es unter dtm.com.

ADAC GT4 Germany

Motorsport total ist beim DTM-Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben (26. bis 28. Mai) angesagt – unter anderem wegen des Saisonstarts der ADAC GT4 Germany. Sechsmal tritt die Rennserie dieses Jahr auf der DTM-Plattform an. Insgesamt 58 Piloten mit 29 Fahrzeugen von 14 Teams bilden in der anstehenden Saison das Teilnehmerfeld. Dabei ist die Markenvielfalt groß: GT4-Boliden von Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota sind dabei.

ADAC GT Masters

Zu den absoluten Highlights zählt das Rennwochenende am Norisring (7. bis 9. Juli). Auf dem einzigen deutschen Stadtkurs fährt das ADAC GT Masters mit der DTM. Das ADAC GT Masters gastiert damit erstmals seit 15 Jahren wieder in Nürnberg. Die Serie ist danach noch bei den weiteren drei Events der Saison zu sehen. Auf der Strecke teilen sich weiterhin zwei Fahrer ein Cockpit. Ab diesem Jahr ist ein Silber eingestufter Fahrer oder ein Bronze-Fahrer in jedem Auto Pflicht. Auf die Teilnehmer wartet ein Preisgeldtopf von mehr als 570.000 Euro.

Prototype Cup Germany

Vorhang auf für das zweite Jahr des Prototype Cup Germany: Neben dem DTM-Start in Oschersleben ist die von ADAC und Creventic organisierte Rennserie auch im niederländischen Zandvoort (23. bis 25. Juni) und am berühmten Norisring zu sehen. Der Prototype Cup Germany präsentiert sich in der Saison 2023 mit LMP3-Prototypen von drei Herstellern. Beim Auftakt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg Ende April startete ein starkes Feld von 16 der 455 PS starken LMP3-Boliden.

DTM Classic

Ihren ersten Auftritt in 2023 feiert die DTM Classic auf dem legendären Norisring und nimmt die Besucher mit auf einen Streifzug durch die knapp 40-jährige Geschichte der Rennserie. Ein weiterer Start der historischen Gruppe-A-Tourenwagen der 1980er Jahre oder der High-Tech-Rennern aus der Klasse 1 der 1990er Jahre folgt auf dem Lausitzring (18. bis 20. August). Darüber hinaus erwartet die Fans beim Auftakt in Oschersleben und auf dem Nürburgring (04.08.-06.08.2023) ein Show-Programm mit Demo-Runde historischer Rennfahrzeuge.

Porsche-Markenpokale

Gleich sechsmal bestreitet der Porsche Carrera Cup Deutschland seine Läufe bei der DTM. Der älteste Porsche-Markenpokal ist mit 32 Porsche 911 GT3 Cup und über 16.000 PS beim Stopp in Zandvoort zum ersten Mal dabei. Mit Laurin Heinrich (D/KÜS Team Bernhard) startet der Champion des Porsche Carrera Cup Deutschland 2022 dieses Jahr in der DTM. Beim Rennwochenende in Zandvoort und dem Gastspiel auf dem Red Bull Ring zählt mit dem Porsche Carrera Cup Benelux eine weitere Porsche-Rennserie zum DTM-Rahmenprogramm.

BMW M2 Cup

Das dritte Jahr in Folge dürfen sich die Fans auf den BMW M2 Cup freuen. An sechs DTM-Events trägt die Serie ihre Meisterschaftsläufe aus. Hier treten die Piloten im BMW M2 CS Racing gegeneinander an. Der Markenpokal bietet jungen Fahrern eine attraktive Plattform, auf der sie ihr Talent im hochklassigen DTM-Umfeld beweisen können.

F1 Academy und Formula Regional European Championship

Beim Rennwochenende der DTM auf dem niederländischen Dünenkurs in Zandvoort geht mit der F1 Academy eine neue Formel-Serie an den Start. Die Fans können zum ersten Mal die Formel-1-Nachwuchsklasse, in der Frauen eine umfangreiche Förderung bekommen, mit den Tatuus F4-T421-Boliden in Aktion erleben. In der Debüt-Saison bilden 15 Fahrerinnen von fünf Teams das Starterfeld. Mit der Formula Regional European Championship gehört beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (20. bis 22. Oktober) zudem eine weitere Formelserie zum DTM-Rahmenprogramm.

NXT Gen Cup

Erstmals geht im Rahmen in der DTM auch einen vollelektrische Rennserie an den Start. Auf dem Nürburgring startet der NXT Gen Cup mit einem Feld aus rein elektrischen Fahrzeugen durch. Bei den beiden Rennen kommt der bis zu 230 PS starke LRT NXT 1 zum Einsatz, der auf dem straßenzugelassenen Mini Cooper SE basiert. In der schwedisches Rennserie, die bei der DTM am Nürburgring und beim ADAC Racing Weekend in Oschersleben zwei Auslandsgastspiele in Deutschland absolviert, geht eine Vielzahl junger Nachwuchstalente an den Start.

Rahmenprogramm und Termine der DTM 2023

Motorsport Arena Oschersleben (26.05.-28.05.2023)

ADAC GT4 Germany

Prototype Cup Germany

BMW M2 Cup

Circuit Zandvoort (NL/23.06.-25.06.2023)

ADAC GT4 Germany

Prototype Cup Germany

F1 Academy

Porsche Carrera Cup Deutschland

Porsche Carrera Cup Benelux

Norisring (07.07.-09.07.2023)

DTM Classic

ADAC GT Masters

Prototype Cup Germany

BMW M2 Cup

Nürburgring (04.08.-06.08.2023)

ADAC GT4 Germany

Porsche Carrera Cup Deutschland

BMW M2 Cup

NXT Gen Cup

DEKRA Lausitzring (18.08.-20.08.2023)

DTM Classic

ADAC GT4 Germany

Porsche Carrera Cup Deutschland

BMW M2 Cup

Sachsenring (08.09.-10.09.2023)

ADAC GT Masters

ADAC GT4 Germany

Porsche Carrera Cup Deutschland

BMW M2 Cup

Red Bull Ring (A/22.09.-24.09.2023)

ADAC GT Masters

Porsche Carrera Cup Deutschland

Porsche Carrera Cup Benelux

BMW M2 Cup

Hockenheimring Baden-Württemberg (20.10.-22.10.2023)

ADAC GT Masters

ADAC GT4 Germany

Porsche Carrera Cup Deutschland

Formula Regional European Championship

Mittwoch, 24. Mai 2023

Für ABT Sportsline beginnt in Oschersleben die Titeljagd in der DTM

 

Kelvin van der Linde im Vorjahr am Norisring
Foto: Jens Hawrda

In der Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg beginnt für ABT Sportsline am Pfingstwochenende die Titeljagd in der DTM (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live auf ProSieben). Das Team aus Kempten setzt in der Saison 2023 zwei ABT Audi R8 LMS GT3 evo II ein, die von Ricardo Feller (22/Schweiz) und Kelvin van der Linde (26/Südafrika) pilotiert werden. Für den neuen ABT Motorsportdirektor Martin Tomczyk gibt es nur eine Devise: „Volle Attacke! Wir treten in der DTM an, um Meister zu werden. Den Grundstein dafür wollen wir gleich beim Auftakt legen. Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass in der DTM am Ende jeder Punkt zählen kann.“

Dass der Fahrertitel zuletzt dreimal in Folge jeweils im Finale knapp durch die Finger glitt, schmerzt. Auch deshalb wurde das Team in den vergangenen Monaten zum Teil neu aufgestellt. Am Kommandostand sitzt mit Martin Tomczyk ab sofort ein ehemaliger DTM-Champion, der zehn Jahre für ABT Sportsline in der DTM startete und die Rennserie auch als Manager bestens kennt.

Bei der Saisonvorbereitung hat ABT Sportsline nichts dem Zufall überlassen. Die beiden ABT Audi R8 LMS GT3 evo II wurden im Motorsport-Zentrum in Kempten im Winter akribisch vorbereitet und nach den offiziellen Testfahrten auf dem Red Bull Ring ein weiteres Mal komplett neu aufgebaut. Nach einem letzten Funktionscheck gab es einen Daumen hoch von den Fahrern und ein dickes Lob an die gesamte DTM-Crew, die am vergangenen Wochenende nebenbei auch noch den Einsatz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gestemmt hat.

Kelvin van der Linde startet in der DTM auch 2023 mit einem ABT Audi R8 LMS GT3 evo II  in schwarzer Grundfarbe. Der bei Kempten lebende Südafrikaner kann es kaum erwarten, dass es in Oschersleben endlich losgeht: „Die neue DTM-Saison beginnt sehr spät. Aber für uns als Team und auch für mich ist das gar nicht so schlecht. Ich war in das 24-Stunden-Nürburgring-Projekt eingebunden und hatte drei Einsätze in der Formel E. Jetzt freue ich mich extrem auf die DTM und Oschersleben, eine meiner Lieblingsstrecken, auf der ich schon viele Erfolge gefeiert habe. Ich habe dort meine erste Pole-Position im ADAC GT Masters geholt und auch meinen ersten Sieg. Mein Ziel ist es, positiv in die neue Saison zu starten und viele Punkte zu sammeln.“

Auch die Fans von Ricardo Feller müssen sich nicht umgewöhnen: Sein ABT Audi R8 LMS GT3 evo II hat unverändert die Grundfarbe Blau. Der Schweizer hat ebenfalls gute Erinnerungen an die Rennstrecke in der Magdeburger Börde – inklusive eines Sieges im ADAC GT Masters 2022: „Oschersleben ist zwar definitiv nicht meine Lieblingsstrecke im DTM-Kalender, aber es ist eine Strecke, die immer gut für unser Auto war. Wir hatten im letzten Jahr in der zweiten Saisonhälfte ein paar Probleme. Die sind inzwischen gelöst. Ich bin motivierter denn je und versuche Dinge, die in meiner ersten DTM-Saison noch nicht so gut liefen, besser zu machen. Ich hoffe, dass sich das in Form von Resultaten zeigt.“

ABT Sportsline hat von 2000 bis 2015 insgesamt 19 DTM-Rennen in Oschersleben bestritten und bereits fünfmal in der Motorsport Arena gewonnen, zuletzt 2011 mit Mattias Ekström. Dieses Rennen wird auch Martin Tomczyk nie vergessen: „Ich habe damals um den DTM-Titel gekämpft und hatte mit Startplatz 15 mein schlechtestes Qualifying-Ergebnis. Im Rennen ging es dann im strömenden Regen ohne Fronthaube und mit etwas Glück bis auf Platz zwei nach vorn. Das war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Meistertitel.“

Quelle: abt-sportsline


Dienstag, 23. Mai 2023

ADAC GT4 Germany vor spannendem Saisonauftakt in Oschersleben

  •  29 Fahrzeuge von fünf Marken am Start
  •  ADAC GT4 Germany erstmals im Rahmenprogramm der DTM
  •  Beide Rennen live im Free-TV bei SPORT1 und im Stream
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für ihre fünfte Saison. Schauplatz des Saisonauftakts 2023 ist traditionsgemäß die Motorsport Arena Oschersleben in der Nähe von Magdeburg. Auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands werden vom 26. bis 28. Mai insgesamt 29 GT4-Sportwagen der fünf Marken Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota erwartet. Erstmals überhaupt startet die ADAC GT4 Germany im Rahmenprogramm der DTM. In der zweiten Saison tankt die Sportwagen-Serie den von Shell exklusiv für den ADAC entwickelten nachhaltigen Kraftstoff „Blue Gasoline 98 GT Masters“, der zu rund 50 Prozent aus regenerativ erzeugten Komponenten besteht. Die Rennaction der ADAC GT4 Germany gibt es ab 2023 wieder im Fernsehen. Das Samstagsrennen wird von 11:15 und der Lauf am Sonntag ab 16:45 live auf SPORT1 im Free-TV übertragen. Auch der Besuch vor Ort lohnt sich. Tickets sind ab 39 Euro online auf dtm.com erhältlich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Als Titelverteidiger kommt Hugo Sasse (19/Aschersleben) an die Rennstrecke. Der Lokalmatador teilt sich wie im Vorjahr einen Aston Martin Vantage GT4 von Prosport Racing mit Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde). „Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, den Saisonstart in meiner Heimat begehen zu können. Vor Ort werden mich viele Freunde, Bekannte und Familienangehörige anfeuern. Darüber freue ich mich sehr. Jetzt im Rahmen der DTM anzutreten, ist einfach nur grandios. Wir hatten im vergangenen Jahr beim ADAC GT Masters bereits viele Zuschauerrekorde, doch nun bei der DTM wird es sicher nochmals eine ganz andere Nummer. Die Leute in der Region sind motorsportaffin und freuen sich auf das Wochenende“, so Sasse. „Mit unserem Aston Martin haben wir ein gutes Paket und sind als Team perfekt aufgestellt. Im starken Feld der ADAC GT4 Germany sind zwei Top-Fünf-Platzierungen das Ziel, gerne aber auch mehr.“

Ebenfalls um die Podestplätze mitkämpfen möchten David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (23/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport). Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo hat bereits große Erfahrungen im ADAC GT Masters gesammelt und auch beim offiziellen Vorsaisontest vor rund zwei Wochen an gleicher Stelle überzeugt. „Die ADAC GT4 Germany ist für uns auf jeden Fall eine neue Herausforderung. Doch bei den Testtagen hat es bereits gut gepasst. Die Konkurrenz wird sicherlich richtig stark sein. Ich habe aber auch große Ansprüche an mich selbst“, erläutert Jahn. „Wir gehen mit Respekt in die Saison, wollen jedoch alles geben und angreifen. Das Podium in beiden Läufen ist im Optimalfall das klare Ziel. Den Speed dafür haben wir auf jeden Fall. Unserem Porsche sollte die Strecke in Oschersleben liegen.“

Die kürzeste Anreise hat am Wochenende Dominique Schaak (32). Der Magdeburger ist mit der Motorsport Arena seit frühester Kindheit verbunden – und fast täglich vor Ort, beispielsweise als Fahrsicherheitstrainer. Sein erstes Rennen erlebte er auf seiner Heimstrecke 2007 im ADAC Dacia Logan Cup. „Ich verbinde alles im Racing zunächst einmal mit der Motorsport Arena. Vor vollen Tribünen und heimischer Kulisse im Rahmenprogramm der DTM zu fahren, ist einfach gigantisch und direkt mein Saisonhighlight“, strahlt Schaak, der sich einen Mercedes-AMG GT4 von EastSide Motorsport mit Philipp Gogollok (17/Bad Homburg) teilt. „Der Druck ist natürlich groß. Denn meiner Meinung nach, ist die ADAC GT4 Germany weltweit die stärkste GT4-Serie. Somit möchten wir zunächst einmal in die Punkte fahren. Sollte es weiter nach vorne gehen, wären wir dankbar und nehmen das gerne mit.“

Im Feld der 58 Piloten fahren neben den Titelverteidigern Sasse/Ortmann noch zwei weitere Champions. Gabriele Piana (36/ITA, Hofor Racing by Bonk Motorsport) teilt sich einen neuen BMW M4 GT4 mit Serienneuling und Trophy-Pilot Marat Khayrov (36/KGZ). Nicolaj Møller Madsen (30/DNK) fährt einen Porsche 718 Cayman GT4 mit dem aus der ADAC TCR Germany bekannten Eric Scalvini (28/ITA, beide Wimmer Werk Motorsport). Für Furore wollen auch drei Damen sorgen: Celia Martin (23/FRA) und Fabienne Wohlwend (25/LIE, beide Prosport Racing) bilden im Aston Martin ein reines Lady-Duo. Ihre Teamkollegin Jessica Bäckman (25/SWE) startet gemeinsam mit Bruder Andreas Bäckman (27/SWE).

Montag, 22. Mai 2023

DTM-Auftakt in Oschersleben am kommenden Wochenende

  •  Champion Sheldon van der Linde möchte seinen Titel verteidigen
  •  Premiere: DTM-Auftakt erstmals in der Magdeburger Börde
  •  Neun Debütanten fiebern DTM-Start entgegen

Foto: Jens Hawrda


Bereit für eine neue Ära: Am kommenden Wochenende (26. bis 28. Mai) beginnt in der Motorsport Arena Oschersleben das 39. Jahr der DTM mit einer doppelten Premiere. Die populäre Rennserie startet erstmals in der Magdeburger Börde in die Saison und wird zum ersten Mal unter dem Dach des ADAC ausgetragen. Die Motorsport Arena Oschersleben ist nach acht Jahren wieder Teil des DTM-Kalenders. Mit seinem kurvenreichen Streckenverlauf verlangt der Kurs von den Fahrern höchste Konzentration im Kampf um die ersten beiden Meisterschaftssiege. Insgesamt 14 Teams mit Piloten aus elf Nationen sowie Fahrzeugen der sechs Premiumhersteller Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche treten in der neuen Saison gegeneinander an. ProSieben überträgt in der Saison alle Rennen live und in voller Länge samstags und sonntags ab 13 Uhr. Tickets für die DTM gibt es bereits ab 39 Euro online auf dtm.com, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben

Streckenlänge: 3.667 Meter
Layout: 14 Kurven (sieben Rechts-, sieben Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2015, Rennen 1: Timo Glock (BMW Team MTEK, BMW M4 DTM 2015)
Sieger 2015, Rennen 2: Tom Blomqvist (BMW Team RBM, BMW M4 DTM 2015)

Die Favoriten

Titelverteidiger Sheldon van der Linde (ZA) ist beim Heimspiel seines Siegerteams Schubert Motorsport und dem Erfolgsauto BMW M4 GT3 einer der Top-Favoriten. „Die Erwartungen an das Team Schubert Motorsport und mich sind natürlich hoch, das ist völlig klar. Trotzdem ist die Titelverteidigung das klare Ziel. Die Strecke in Oschersleben ist ziemlich eng und kurvig, dadurch hast du als Fahrer zu keinem Moment Zeit für eine mentale Pause. Wir sind super vorbereitet und ich freue mich auf den Saisonstart“, sagt van der Linde.

Sein Mannschaftskollege und dreimalige DTM-Champion René Rast (D) gehört wie Lucas Auer (A) im Mercedes-AMG GT3 Evo von Winward Racing ebenfalls zu den Meisterschaftskandidaten. Allerdings haben die offiziellen Testtage am Red Bull Ring das hohe Niveau der DTM dokumentiert. So ist mit Testsieger Maro Engel (D) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter ebenso zu rechnen wie mit dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (D), der im BMW M4 GT3 für Project 1 antritt. Das gilt auch für den Italiener Mirko Bortolotti von SSR Performance im neuen Lamborghini Huracán GT3 Evo2.

Vorn angreifen möchte auch Ricardo Feller (Abt Sportsline). Der 22-jährige Schweizer fuhr vergangenes Jahr im Audi R8 LMS GT3 Evo2 zu seinem ersten DTM-Sieg. Für Überraschungen möchten die Debütanten sorgen: Nachwuchstalente wie die beiden Deutschen Jusuf Owega vom Mercedes-AMG Team BWT und Laurin Heinrich (KÜS Team Bernhard) im Porsche 911 GT3 R sowie der Ex-Formel-1-Fahrer Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3 können jederzeit auf das Podium fahren.

Junge Debütanten

Neun Piloten feiern in Oschersleben ihr DTM-Debüt. Dazu gehört der Niederländer Thierry Vermeulen (Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3. Der Sohn des Managers vom zweifachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen ist in Oschersleben mit 20 Jahren jüngster Starter, gefolgt vom 21-jährigen Owega. Gut sieben Monate älter ist bei seiner DTM-Premiere Laurin Heinrich. Mit Spannung wird auch das erste Auftreten des von Tim Heinemann (D/Team Toksport WRT) im Porsche 911 GT3 R erwartet, der es aus dem Sim-Racing bis in die DTM geschafft hat.

Neue Teams und alte Bekannte

Der Schweizer Rennstall Emil Frey Racing bestreitet in diesem Jahr mit zwei brandneuen Ferrari 296 GT3 seine erste DTM-Saison. Das Mercedes-AMG Team BWT und das Mercedes-AMG Team Mann-Filter feiern ebenfalls ihre Premiere. Neuling Project 1 ist mit dem BMW M4 GT3 vertreten, während Toksport WRT beim Debüt auf die neue Generation des Porsche 911 GT3 R setzt. Der aktuelle Neunelfer kommt auch beim Team Manthey EMA zum Einsatz, das nach über 20 Jahren wieder in die DTM zurückkehrt und mit dem australischen Rennstall EMA Motorsport kooperiert. Mit einem Audi R8 LMS GT3 Evo2 debütiert das Liqui Moly Team Engstler Motorsport, während SSR Performance als einzige Rennstall mit drei Fahrzeugen dabei ist. Die längste DTM-Historie hat das Team Abt Sportsline, das seit dem Jahr 2000 zum Starterfeld zählt.

Starkes Rahmenprogramm

Die Zuschauer dürfen sich neben spannender Rennaction der DTM auf ein packendes Rahmenprogramm freuen. Neben den 450 PS starken LMP3-Fahrzeugen des Prototype Cup Germany erleben die Fans in Oschersleben auch den Saisonauftakt des BMW M2 Cup. Aufstrebende Nachwuchstalente der ADAC GT4 Germany treffen in der Motorsport Arena ebenfalls zum ersten Mal in dieser Saison aufeinander.

Alle Meisterschaftsläufe live bei ProSieben

TV-Partner ProSieben zeigt alle 16 Saisonläufe live im frei empfangbaren Fernsehen. Alle Rennen starten um 13:30 Uhr Ortszeit. Die Qualifyings sind live im Stream auf ran.de zu sehen. Weltweit wird die DTM im Fernsehen in über 70 Ländern live übertragen. Offizieller TV-Partner der DTM in Österreich ist ServusTV. Alle Rennen sind beim Salzburger Privatsender live oder re-live zu sehen. ServusTV Deutschland strahlt am Abend des Renntages jeweils eine Zusammenfassung aus. Im Livestream sind die Rennen bei ran.de und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.