Freitag, 5. August 2022

ADAC GT4 Germany geht auf dem Nürburgring mit Rekordfeld in die zweite Saisonhälfte

  • 31 Fahrzeug von sechs Marken beim Rennwochenende in der Eifel am Start
  • Spannender Kampf um die Tabellenführung steht bevor
  • Beide Rennen im Livestream auf der reichweitenstarken Plattform sport.de

ADAC GT4 Germany mit Rekordstarterfeld am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

In der ADAC GT4 Germany steht das nächste spektakuläre Rennwochenende vor der Tür. Vom 5. bis 7. August absolviert die Serie auf der Sprintstrecke des Nürburgrings den Auftakt zur zweiten Saisonhälfte 2022. Dabei werden 31 Sportwagen der Marken Aston Martin, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota erwartet. Das bislang größte Feld der ADAC GT4 Germany in der Saison 2022 unterstreicht die weiter wachsende Attraktivität der Serie. Tickets für das Motorsport-Spektakel in der Eifel gibt es online unter adac.de/motorsport. Die Rennen der ADAC GT4 Germany können zudem im Livestream auf der reichweitenstarken Plattform sport.de sowie auf adac.de/motorsport verfolgt werden.

Genauso heiß wie die erwarteten Temperaturen in der Eifel wird auch der Titelkampf in der ADAC GT4 Germany. Als Tabellenführer reist das Aston Martin Vantage GT4-Duo Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport) an den Nürburgring. Mit lediglich fünf Punkten Rückstand befinden sich die Markenkollegen Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) auf Rang zwei. Sie haben zuletzt in Zandvoort einen Doppelsieg gefeiert und gewannen auch 2021 beide Rennen auf dem Nürburgring. „Unser Ziel ist es, die Meisterschaftsführung zu erkämpfen. Am besten gelingt uns das natürlich mit Laufsiegen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, denn es kann ein super Wochenende werden“, ist Sasse optimistisch. „Es wird auch ein ganz besonderes Event für unser Team Prosport Racing, das nur wenige Kilometer entfernt seinen Sitz hat. Die Mannschaft kennt auf dem Nürburgring jeden Meter.“

Ebenfalls eine kurze Anreise hat Hendrik Still (35) aus Kempenich, der sich einen Porsche 718 Cayman GT4 von W&S Motorsport mit Max Kronberg (35/Berlin) teilt. „Ich freue mich auf mein Heimspiel und kenne den Nürburgring natürlich bestens. Das Layout der Sprintstrecke sollte unserem Porsche liegen. Wir hatten vor rund zwei Wochen Testfahrten absolviert und konnten uns somit optimal vorbereiten. Ich denke, wir sind gut aufgestellt“, so Still. „Mein ganz persönliches Ziel ist die erste Pole-Position in der ADAC GT4 Germany. In den Rennen sind Top Fünf-Platzierungen möglich. Sollte es Regen geben, könnte durchaus mehr drin sein.“

Aus Olpe östlich von Köln fährt Jan Philipp Springob (21, Drago Racing Team ZVO) an den Ring. „Die Vorfreude auf den Nürburgring ist natürlich immer ganz besonders hoch. Denn dort besuchen mich immer einige Freunde, Familienmitglieder und Sponsoren. Die Atmosphäre in der Eifel ist einfach toll und es sind stets richtig viele Zuschauer vor Ort“, erklärt Springob, der mit Robin Falkenbach (20/Niederkassel) auf dem Nürburgring einen neuen Teamkollegen im Mercedes-AMG GT4 hat. „Auf der Sprintstrecke gefällt mit vor allem der hintere Teil mit der Links/Rechts-Kurve nach dem Ausgang der Kurzanbindung und die enge Schikane. Wenn man diese gut trifft, kann man viel Zeit gewinnen. Die Schikane ist auch in den Rennen immer eine Schlüsselstelle.“

Zum gewohnt vollen Feld der ADAC GT4 Germany gesellen sich auf dem Nürburgring drei weitere Fahrzeuge, da diverse Stamm-Teams ihr Engagement noch weiter ausbauen. Prosport Racing bringt einen dritten Aston Martin Vantage GT4 an den Start, Overdrive Racing setzt einen dritten Porsche ein und die CV Performance Group bietet einen dritten Mercedes-AMG Serie auf. Wieder zurück in der ADAC Serie ist Schnitzelalm Racing mit zwei Mercedes-AMG.

Mittwoch, 3. August 2022

Enger Kampf an der Spitze: Wer wird Halbzeitmeister im ADAC GT Masters?

  • Am Nürburgring geht die erste Hälfte der Deutschen GT-Meisterschaft zu Ende
  • Audi-Pilot Jusuf Owega will die Tabellenführung in der Eifel verteidigen
  • Drei Fahrer liegen punktgleich an der Tabellenspitze

Wer wir Halbzeitmeister ?
Foto: Jens Hawrda

Knapp sechs Wochen lang mussten Zuschauer und Fans auf die Rennaction im ADAC GT Masters verzichten. Am Wochenende geht die „Sommerpause“ in der Deutschen GT-Meisterschaft zu Ende. Die Supersportwagen setzen die Saison beim vierten Tourstopp auf dem Nürburgring mit den Rennen sieben und acht fort. Nach dem Samstagslauf auf dem Eifelkurs steht der Halbzeitmeister im ADAC GT Masters fest. Viele Fahrer können sich bei der Ausgeglichenheit des Feldes berechtigte Hoffnungen auf diesen inoffiziellen Titel machen. Am Sonntag wird auf dem legendären Nürburgring mit dem achten von insgesamt 14 Rennen die zweite Saisonhälfte eröffnet. TV-Partner NITRO überträgt die Rennen des ADAC GT Masters live am Samstag und Sonntag jeweils ab 12:30 Uhr.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Läufe 7 und 8 von 14 Saisonrennen

Streckenlänge: 3.629 Meter

Layout: elf Kurven (sieben Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2021, Rennen 1: Ricardo Feller/Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS Evo)

Sieger 2021, Rennen 2: Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)

Alles offen an der Spitze

Drei Fahrer liegen nach sechs Läufen mit 70 Zählern punktgleich auf den ersten Plätzen. Tabellenführer ist Jusuf Owega (20/Köln) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 vom Team Montaplast by Land-Motorsport. Ausschlaggebend dafür ist, dass der junge Kölner im Gegensatz zu seinen beiden stärksten Konkurrenten zusammen mit Ricardo Feller (22/CH), der ein Rennwochenende aussetzte, bereits einen Sieg auf dem Konto hat. „Es ist im ADAC GT Masters unglaublich eng, nicht nur an der Spitze, sondern im gesamten Feld. Jeder Punkt zählt. Es wäre natürlich eine gute Basis, als Erster in die zweite Saisonhälfte zu gehen. Entscheidend ist aber, wer am Ende vorn ist. Nach der Halbzeitmeisterschaft fragt dann keiner mehr“, erklärt der Audi-Pilot.

Seine Verfolger Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) waren im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 kurz vor Ende des zweiten Rennens in Zandvoort bereits Tabellenführer, ehe sie ein technischer Defekt zurückwarf. Auf dem Nürburgring will die Besatzung vom Team Joos Sportwagentechnik nicht nur die Führung erobern, sondern auch den ersten Saisonerfolg einfahren. Gleich zweimal stand in dieser Saison das Youngster-Duo Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB) mit dem BMW M4 GT3 #10 vom Team Schubert Motorsport ganz oben auf dem Treppchen und belegt im Gesamtklassement Rang drei. Niklas Krütten: „Wir müssen vor allem im Qualifying Fehler vermeiden, weil die bei der Ausgeglichenheit des Feldes im Rennen nur schwer zu korrigieren sind. Wenn wir alles perfekt hinbekommen, können wir vorn mitfahren.“ Das Team Emil Frey Racing liegt nach dem Doppel-Erfolg in Zandvoort in Lauerstellung. Die Sonntags-Sieger Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) haben sich mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 auf Platz vier der Tabelle vorgearbeitet, die Markenkollegen Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) folgen auf Rang sechs. Die Kombination Mick Wishofer (22/A) und Konsta Lappalainen (20/FIN) ist nach dem Sieg am Samstag auf Platz zwei der Junior-Wertung vorgefahren. „Der Lamborghini funktioniert gut auf dem Nürburgring. Wir sind zuversichtlich und wollen zwei konstant gute Ergebnisse einfahren, um in der Junior-Wertung dranzubleiben“, verspricht Mick Wishofer.

Darüber hinaus freuen sich die Fans auch auf die frisch gebackenen Sieger des legendären 24-Stunden Klassikers in Spa-Francorchamps. Die drei ADAC GT Masters-Fahrer Jules Gounon (27/F), Daniel Juncadella (31/E) und Raffaele Marciello (27/I) haben im Mercedes-AMG GT3 Evo das Rennen in Belgien gewonnen und möchten auch im ADAC GT Masters mit ihren Teams an die starke Leistung anknüpfen.

Lokalmatadore fiebern Heimspiel entgegen

Sieben Piloten freuen sich auf ihr Heimspiel im ADAC GT Masters auf dem Nürburgring. Die kürzeste Anreise hat der Meuspather Audi-Pilot Kim-Lius Schramm (25) vom Team Rutronik Racing. Der Doppelsieger aus Spielberg, Niklas Krütten (19), kommt aus Trier und startet für Schubert Motorsport in einem BMW M4 GT3. Die beiden Brüder Salman (17) und Yusuf (20) Owega leben in Köln und gehen beide für das Audi-Team Montaplast by Land-Motorsport, jedoch in unterschiedlichen Fahrzeugen, ins Rennen. Mercedes-Benz-Pilot Fabian Schiller (25) wohnt in Troisdorf und Joel Sturm (20), der für Allied Racing im Porsche startet, in Brühl. Beste Erinnerungen an den Nürburgring hat Christopher Mies. Der aktuelle Champion aus Düsseldorf sicherte sich in der vergangenen Saison beim Finale in der Eifel die Meisterschaft im ADAC GT Masters und startet mit besonderem Rückenwind, nachdem er in der vergangenen Woche Vater wurde.

Motorsport total

Im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters gehen vier weitere spektakuläre Rennserien auf dem Nürburgring an den Start. In der ADAC GT4 Germany können sich die Fans auf spannende Duelle der „kleineren“ GT-Sportwagen freuen. Knallharte Tourenwagen-Action bietet die ADAC TCR Germany, während in der Nachwuchsserie ADAC Formel 4 die Motorsportstars von morgen um Siege, Platzierungen und Punkte kämpfen. Der traditionsreiche Porsche Carrera Cup Deutschland elektrisiert die Zuschauer seit Jahren mit rasanten Sprintrennen, gnadenlosen Zweikämpfen und faszinierenden Überholmanövern. Vormerken sollten sich alle Besucher den Pitwalk am Samstag um 10:45 Uhr und am Sonntag um 10:35 sowie die Autogrammstunde „Meet the Drivers“ am Samstag um 15:15 Uhr auf der Eventfläche im Fahrerlager in der Nähe des DEKRA-Towers.

Alle 14 Rennen im ADAC GT Masters werden um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12:30 Uhr live. Auf RTL+, der führenden Streaming Plattform Deutschlands, kann die Rennaction live verfolgt oder anschließend in der Mediathek abgerufen werden. Die Qualifyings sind bei sport.de und adac.de/motorsport zu sehen.


Maro Engel ist zurück im ADAC GT Masters

  • Mercedes-AMG Performance-Fahrer startet für Mann-Filter Team Landgraf
  • Engel freut sich über Rückkehr in die Deutsche GT-Meisterschaft

Der Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel geht wieder im ADAC GT Masters an den Start
Foto: ADAC-Motorsport

Tolle Nachrichten kurz vor dem vierten Saisonstopp des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring: Maro Engel (Monte Carlo) startet wieder in der Deutschen GT-Meisterschaft. Der Mercedes-AMG Performance-Fahrer wird als neuer Teamkollege von Raffaele Marciello (27/I) für das Mann-Filter Team Landgraf die „Mamba“ mit der Startnummer 48 pilotieren. Engel profitiert dabei von seiner großen Erfahrung. Bereits 50 Rennen absolvierte der 36-Jährige im ADAC GT Masters und beendete die Saison 2020 und 2021 jeweils als Drittplatzierter.

Der gebürtige Münchner ist glücklich über seine Rückkehr in die Deutsche GT-Meisterschaft und hat klare Ziele: „Ich freue mich sehr darauf, Raffaele und das Team zu unterstützen und werde mein Bestes geben, um die Meisterschaftschancen möglichst groß zu gestalten. Wir sind mit dem Team und dem Fahrer Line-up sehr gut aufgestellt mit dem ganz klaren Ziel: Siege einzufahren. Ich freue mich aber auch schon sehr auf die große Mann-Filter Fanbase. Das wird super“, so Engel.

Auch das Schwesterauto kommt auf dem Nürburgring wieder im gelb-grünen Mamba-Design zum Einsatz. Die beiden Youngster Frank Bird (22/GB) und Elias Seppänen (18/FIN) haben mit dem neunten Platz im Sonntagsrennen in Zandvoort ihre ersten Meisterschaftspunkte gesammelt und wollen an das gute Ergebnis anknüpfen.


Interviem mit Frederic Elsner zur zweiten DTM Saisonhälfte

Elsner: „Es wird eine riesige und vor allem ganz sicher hochspannende Show in der zweiten Saisonhälfte der DTM“

Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR:
 "Erwartungen absolut übertroffen" © DTM

  •     Bilanz der ersten Saisonhälfte: „Erwartungen absolut übertroffen“
  •     In der Sommerpause: DTM-Organisation ITR arbeitet am Rennkalender für 2023
  •     Re-Start Ende August am Nürburgring: Hochspannung in der Meisterschaft


Nach acht Rennen in der DTM trennen die Top 5 in der Fahrerwertung gerade mal 29 Punkte, die zweite Saisonhälfte verspricht Hochspannung. Klar, dass Frederic Elsner, als Director Event & Operations für die Organisation der Plattform verantwortlich, es kaum erwarten kann, bis es vom 26. bis 28. August am Nürburgring endlich weitergeht. Im Interview zieht der Österreicher sein Halbzeit-Fazit.

Die DTM ist mit einem Rekord-Starterfeld und sechs Marken in die Saison 2022 gestartet. Beste Voraussetzungen für eine spektakuläre Saison. Wurden Ihre Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen? Wer oder was hat Sie bislang am meisten begeistert?

Frederic Elsner: „Als man die Entwicklung gesehen hat, in welche Richtung es dieses Jahr gehen wird mit Anzahl und Qualität der Fahrer, der Teams und der Hersteller hohe Internationalität, da war schon klar, dass es sehr gut ausschauen wird für die kommende Saison. Trotzdem bleibt dann noch eine Menge Arbeit, um sicherzustellen, dass es dann auch wirklich gutes Racing wird. Aber in der ersten Saisonhälfte sind die Erwartungen absolut übertroffen worden. Was mich persönlich am meisten begeistert: Trotz der extremen Competition – es geht hier um richtig viel – herrscht ein ganz, ganz großer Respekt bei den Fahrern untereinander, aber auch gegenüber der Organisation und der Race Control zum Beispiel. Jeder in seinem Bereich ist Vollprofi, egal, ob Fahrer, Ingenieur, Mechaniker, das merkt man, und dieser große Respekt und der faire Umgang untereinander haben mich fasziniert.“

Basierend auf den Erfahrungen aus der Vorsaison sind einige Änderungen eingeflossen. Als erster Stelle ist der neue Rennleiter Scot Elkins zu nennen, aber auch geänderte Abläufe beispielsweise bei Safety-Car-Phasen und bei Boxenstopps. Wie haben sich die Neuerungen bewährt?

„Wir haben uns wirklich viele Sachen aus dem Vorjahr angeschaut, wo wir schauen wollten, was man besser machen kann, was vielleicht anders mehr Sinn macht. Diese Änderungen haben wir in einer kleinen, aber sehr effizienten Working Group erarbeitet. Ich bin mit jeder dieser Änderungen weitestgehend zufrieden, es hat alles den Effekt erzielt, den wir wollten. Das einzige Thema, das aus Fahrersicht zu uns gekommen ist, ist das Thema Start-Ampel, da werden wir uns anschauen, ob für 2023 etwas geändert werden muss. Ich finde, alle Änderungen haben eingeschlagen und unsere Plattform noch spannender gemacht.“

Bei einem so großen Starterfeld mit den besten GT-Piloten der Welt und einer extremen Ausgeglichenheit nicht zuletzt dank einer fundierten BoP ist es logisch, dass die Rennen ungemein eng zugehen und es auch den einen oder anderen Kontakt gibt. Im Samstagrennen am Norisring kamen nur elf Autos ins Ziel und es gab auch kritische Stimmen. Wie stehen Sie zu diesem Racing? Und welche Schlüsse wurden daraus gezogen, welche Maßnahmen ergriffen?

„Der Samstag am Norisring hatte seine eigenen Gesetze… Es gab am Morgen danach ein ganz klares Statement der Race Control, in dem auf diese Themen eingegangen wurde. Da wurde ganz klar gemacht, wie man sich auf der Strecke zu verhalten hat und mit welchem Blick die Race Control künftig die Themen angehen wird. Wenn man den Sonntag sieht, würde ich sagen, das hat Wirkung gezeigt. Aber auch hier hat man nach dem relativ heftigen Samstag am Sonntag gesehen, dass es alles Profis sind, da hatten wir gutes und faires Racing. Für mich war gut zu sehen: Ein Thema kommt auf, das Thema wird angegangen, das Thema wird gelöst. So hatten die Fans am Sonntag wieder überragendes Racing – wobei ich nicht denke, dass der Samstag für die Fans langweilig war…“ (lacht)

Die meisten Fahrer und auch Teams genießen aktuell die Sommerpause der DTM, bis es Ende August am Nürburgring weitergeht. Womit beschäftigt sich derzeit die DTM-Organisation ITR? Und können Sie schon einen Ausblick auf 2023 geben?

„Wir beschäftigen uns vor allem mit strategischen Themen für 2023 und natürlich auch mit dem Rennkalender. Dieses Thema beleuchten wir aus allen Perspektiven: Fahrersicht, Teamsicht, Herstellersicht, Zuschauersicht, Organisationssicht. Und wir beschäftigen uns mit den Rahmenbedingungen für Fahrer, Teams und Hersteller für die Zukunft, zum Beispiel mit Fragen wie: Wie viele Autos pro Team gibt es künftig? Natürlich beschäftigt uns diese Saison noch sehr, aber wir schauen eben auch jetzt schon darauf, wie wir 2023 für unsere Fans noch besser werden können.“

Das Angebot auf der DTM-Plattform ist riesig und abwechslungsreich, mit der spektakulären DTM an der Spitze, mit ehrgeizigen Talenten in der DTM Trophy, einer lebendigen Historie in der DTM Classic, mit spannenden Rahmenrennen und bis zu zwölf Rennen am Wochenende, dazu das hautnahe DTM-Erlebnis im Fahrerlager. Warum sollten sich Zuschauer und Fans die Rennen der zweiten Saisonhälfte nicht entgehen lassen?

„Ich glaube, die Kombination aus der DTM als mega-lässige, sehr vielseitige Plattform und legendären Rennstrecken wie Nürburgring, Hockenheim, Spa und Spielberg hat schon Einiges zu bieten. Neben der DTM gibt es unsere Plattform-Säulen mit der DTM Trophy und der DTM Classic, hochklassige Rahmenserien wie den BMW M2 Cup, Entertainment im Fan-Village für die ganze Familie – das ist cool und definitiv einen Besuch wert, wie auch schon das Interesse der Zuschauer im Vorfeld beweist. Der Zuspruch ist groß, es wird eine riesige und vor allem ganz sicher hochspannende Show in der zweiten Saisonhälfte. Ich kann es selbst kaum erwarten, bis wir zum Nürburgring aufbrechen und unseren tollen Fans wieder das volle DTM-Paket bieten können.“

Donnerstag, 28. Juli 2022

BMW Festspiele in Schleiz

Doppelsieger von Schleiz: Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Die vierte Saisonveranstaltung führte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) auf die Traditionsrennstrecke von Schleiz – und das Wochenende wurde einmal mehr zu BMW Festspielen. Dreifachsieg in beiden Rennen und sechs beziehungsweise fünf BMW Racer in den Top-10: Das war die Bilanz des Schleiz-Wochenendes.

Ungeschlagen und einmal mehr der „König von Schleiz“ war dabei Markus Reiterberger aus dem Team BCC-alpha-Van Zon-BMW. Der Bayer legte auf seiner BMW M 1000 RR das perfekte Wochenende hin: Trainingsbestzeit, neuer Rundenrekord, Poleposition, Siege in beiden Rennen und beide Male die schnellste Rennrunde.
 
Reiterbergers Fazit: „Was soll ich sagen. Dieses Wochenende war nahezu perfekt! Wir haben es geschafft, jede Session anzuführen und standen auf der Liste immer ganz oben. Einen neuen Rundenrekord gab es auch, und ich konnte den Doppelsieg einfahren. Was will man mehr. Mein Team hat auch dieses Wochenende wieder eine traumhafte Arbeit geleistet. Im Warm-up haben wir noch ein paar Dinge ausprobiert und waren perfekt vorbereitet. In die beiden Rennen bin ich super rein gestartet. Flo (Alt) war zwar immer hartnäckig an mir dran, aber ich konnte ihn beide Male abschütteln und den Sieg nach Hause fahren. Das hat richtig Spaß gemacht und ist ein super Boost für die anstrengenden kommenden Wochen, die vor mir liegen. Mit den ganzen vielen Fans aus der ganzen Welt, die hier nach Schleiz gereist sind, war die Atmosphäre rund um die Rennstrecke einfach unglaublich. Ich kann es nur immer wieder sagen: Schleiz ist geil!“
 
Auch hinter Reiterberger war das Podium in beiden Rennen identisch. Florian Alt aus dem Wilbers-BMW-Racing-Team sicherte sich jeweils den zweiten Platz, zudem fuhr Julian Puffe aus dem Team von GERT56 beide Male als Dritter auf das Treppchen.
 
Im ersten Rennen gingen zudem die Positionen fünf bis sieben an BMW Racer: an Pepijn Bijsterbosch, Kamil Krzemien (beide BCC-alpha-Van Zon-BMW) und an Gaststarter Marc-Reiner Schmidt. In Lauf zwei wurde Bijsterbosch erneut Fünfter, Schmidt kam auf Rang neun ins Ziel.
 
Reiterberger hat als Führender (195 Punkte) seinen Vorsprung weiter ausgebaut. Alt belegt Gesamtrang zwei mit 118 Zählern, Puffe hat sich mit 91 Punkten auf Gesamtrang drei verbessert. Dahinter folgt Toni Finsterbusch (GERT56) mit 77 Punkten als Gesamtvierter.