Montag, 27. Juni 2022

Rennen der Extraklasse im tschechischen Most und ein bärenstarker Markus Reiterberger

Volle Punktzahl für Markus Reiterberger in Most
Foto: Jens Hawrda

Die dritte Runde zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) im tschechischen Most strotzte vor Stars aus der Weltmeisterschaft. In der IDM Superbike, der IDM Supersport wie auch der Nachwuchsklasse Supersport 300 hatte sich Prominenz angemeldet. Zum einen, um sich auf die in vier Wochen auf dem gleichen Kurs ausgetragenen WM-Läufe vorzubereiten. Zum anderen, um sich mit der nationalen Elite zu messen. Diese ließ sich von den großen Namen allerdings nicht beeindrucken. Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) machte seiner Extra-Klasse in der IDM Superbike dabei alle Ehre.

IDM Superbike

Markus Reiterberger hat bereits drei Titel in der Königsklasse gewonnen, am vierten arbeitet er sehr effektiv. Zwei weitere Siege haben ihn seinem Ziel wieder näher gebracht. Die Konkurrenz war in Most erheblich angewachsen, doch er ließ Leandro Mercado (HRP Honda) sowie auch Leon Haslam (Kawasaki Weber-Motos Racing) hinter sich. Mercado ist aktuell in der Superbike-WM unter Vertrag, hat aber bis auf das Hockenheim-Finale die Honda CBR 1000 RR-R des verletzten Luca Grünwald übernommen. In Hockenheim ist er wegen der Terminüberschneidung mit der Superbike-WM nicht dabei. Bei Haslam handelt es sich um den Superbike-Vizeweltmeister von 2010, der aktuell um den Titel in der renommierten Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) kämpft und einen Abstecher auf die Kawasaki des verletzten IDM-Stammfahrers Bastien Mackels machte. Fakt aber ist: Auch der Brite ist einer Wiederholung nicht abgeneigt, denn der hohe Level in der IDM Superbike ist eine Herausforderung. 

An Markus Reiterberger kam letztlich keiner vorbei. Der 28-jährige Bayer siegte zwei Mal bravourös und hat bereits einen Vorsprung von 67 Meisterschaftspunkten auf den Gesamt-Zweiten Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing). Der Markenkollege kam im ersten Sonntagsrennen auch als Zweiter ins Ziel. Dritter wurde Leandro Mercado, der damit Honda von einer Durststrecke erlöste. Der letzte Podiumsplatz der Marke liegt drei Jahre zurück.

Im zweiten Lauf, den Reiterberger vor dem beflügelten BMW-Kollegen Toni Finsterbusch (GERT56) gewann, wurde Leon Haslam Dritter. Er wiederum bescherte Kawasaki den ersten Podiumsplatz in der laufenden Saison. 

IDM Supersport

In der IDM Supersport nahmen drei der vier angetretenen Gastfahrer aus der Supersport-Weltmeisterschaft jeweils in der gleichen Reihenfolge die Podiumsplätze nach den beiden Rennen ein: Raffaele de Rosa (Ducati), Glenn van Straalen  (Yamaha) und Patrick Hobelsberger (Yamaha). Letzterer ist der aufgestiegene IDM-Champion von 2021. 

In Most muss Max Enderlein den Gaststartern den Vortritt lassen
Foto: Jens Hawrda

Raffaele de Rosa sorgte mit seinem Motorrad für eine Premiere. Die Ducati Panigale V2 mit einem Hubraum von 955 Kubikzentimetern startete unter dem Konzept „Supersport Next Generation“, welches  in der WM gilt und seit 2022 auch in der IDM Einzug gehalten hat. Demnach können auch Motorräder wie die Ducati V2 oder auch Triumph mit diversen technischen Restriktionen mitfahren. Die volle Punktzahl im ersten Rennen ging jedoch an den permanent in der IDM eingeschriebenen Max Enderlein (M32 Racing), der sein Polster als Meisterschaftsführender damit noch mehr aufbesserte. Im zweiten Lauf war Thomas Gradinger (Eder Racing) der schnellste IDM-Fahrer. Für den Österreicher sprangen zum ersten Mal in der Saison die vollen 25 Meisterschaftszähler heraus. Gleichzeitig setzte der Yamaha-Fahrer der Siegesserie von Spitzenreiter Enderlein ein Ende. Der Sachse hatte alle fünf vorangegangenen Rennen gewonnen. 

IDM Supersport 300

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 entschieden wie schon vor fünf Wochen in Oschersleben zwei KTM-Fahrer die Rennen für sich. Walid Khan vom Team Freudenberg KTM-Paligo Racing gewann das erste Rennen und wiederholte damit seinen Most-Sieg vom Vorjahr. Teamkollege Leo Rammerstorfer gewann den zweiten Lauf in einem Fotofinish vor dem Ungarn Máté Számadó (Hungarian Racing Engineering Team). Damit sicherte sich der Österreicher nicht nur seinen ersten Sieg in der IDM, sondern auch weiterhin die Führung in der Gesamtwertung vor dem Titelfavoriten Marvin Siebdrath (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Mit dem Gaststarter Troy Alberto (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki)  war neben Lennox Lehmann (Freudenberg KTM-Paligo Racing) ein weiterer WM-Fahrer in der Nachwuchsklasse am Start. 

IDM Sidecar

Die Klasse IDM Sidecar wurde in Most von Tim Reeves und Kevin Rousseau (Bonovo Action Team/Adolf RS) dominiert. Der achtfache Weltmeister kam mit großem Vorsprung in beiden Rennen vor dem deutschen Gespann-Duo Josef Sattler und Luca Schmidt (Bonovo Action Team/Adolf RS) ins Ziel. Auch für Peter Kimeswenger und Ondřej Sedláček (MRSC Gunskirchen SRT#11/LCR Yamaha) war es ein erfolgreiches Wochenende. Sie konnten allen Attacken ihrer Gegner trotzen und standen nach beiden Läufen jeweils auf dem dritten Podiumsplatz.

Die IDM in Most bot den Besuchern ein Highlight nach dem anderem. Vier Cups im Rahmenprogramm rundeten das Wochenende ab. Im Austrian Junior Cup, dem Yamaha R3 bLU cRU Cup, dem Twin Cup sowie dem Pro Superstock Cup wird um den Aufstieg in höhere Prädikatsklassen gekämpft. 

Sonntag, 26. Juni 2022

Aitken/Balboa holen für Emil Frey Racing zweiten Sieg in Zandvoort

  • Optimale Ausbeute für das Schweizer Team auf dem niederländischen Dünenkurs
  • Erstes Podium für Thierry Vermeulen in der Deutschen GT-Meisterschaft
  • 14.500 Zuschauer sorgen beim dritten Tourstopp für den dritten Besucherrekord

Emil Frey Racing gewinnt das Sonntagsrennen in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport


Perfektes Wochenende für Emil Frey Racing in Zandvoort. Am Samstag feierte das Team nach der Pole-Position den ersten Erfolg in der Deutschen GT-Meisterschaft mit Mick Wishofer (22/A) und Konsta Lappalainen (20/FIN). Exakt dieses Ergebnis erzielten Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (31/E) am Sonntag. Die Trainingsschnellsten kontrollierten mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 das Geschehen auf dem Dünenkurs und landeten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Das war ein Mega-Erfolg und ein ganz tolles Wochenende für unser Team Emil Frey Racing. Gestern gewonnen, heute wieder ganz oben auf dem Podium, mehr kann man nicht erreichen“, sagte der Ex-Formel-1-Pilot Jack Aitken, der mit 1:34,715 Minuten nicht nur die schnellste Runde fuhr, sondern auch einen neuen ADAC GT Masters-Rundenrekord in Zandvoort aufstellte. Lokalmatador Thierry Vermeulen (19/NL) hatte ebenfalls Grund zum Jubeln. Der Freund von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen feierte mit Car Collection Motorsport als Zweiter seinen ersten Podiumsplatz im ADAC GT Masters. Der zweifache Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi aus Brasilien überreichte den erfolgreichen Piloten die Siegerpokale. Auf dem niederländischen Dünenkurs wurde eine weitere Bestmarke aufgestellt: Mit 14.500 Zuschauern verzeichnete die Deutschen GT-Meisterschaft den dritten Besucherrekord in Folge.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Niederlande, Saisonrennen 6 von 14

Streckenlänge: 4,259 Meter

Wetter: 20 Grad, trocken, heiter bis wolkig

Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #63), 1:33,471 Min.

Sieger: Aitken/Balboa (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #63)

Schnellste Rennrunde: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #63), 1:34,715 Min.

Pole-Setter Jack Aitken machte beim Start am Sonntag da weiter, wo er im Zeittraining aufgehört hatte. Der Brite verteidigte seine Führung souverän und übergab den Lamborghini mit einem Vorsprung von 2,5 Sekunden an seinen Fahrerkollegen Albert Costa Balboa. Der Spanier fuhr das Rennen souverän nach Hause und wurde nach 38 Runden als Erster abgewunken. Dahinter wurde Thierry Vermeulen (19/NL), der den Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 33 von Mattia Drudi (23/I) übernommen hatte, Zweiter und feierte vor den heimischen Fans seinen bisher größten Erfolg in der Deutschen GT-Meisterschaft. Kurz vor Rennende wurde es dramatisch. Christian Engelhart (35/Starnberg) lag klar auf Platz drei, was die Führung in der Gesamtwertung bedeutet hätte, als sein Porsche 911 GT3 R #91 wenige Meter vor Schluss ausrollte. So wurde für ihn und Ayhancan Güven (24/TUR) aus dem sicher geglaubten Podiumsplatz ein achter Rang. Nutznießer waren Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 von Emil Frey Racing, die in letzter Minute als Dritter auf das Treppchen fuhren. Christopher Mies (32/Düsseldorf) und Tim Zimmermann (25/Langenargen) belegten im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der #1 Rang vier, was das bisher beste Saisonergebnis für das Fahrer-Duo von Montaplast by Land-Motorsport bedeutete. Mit großem Abstand folgte der beste Porsche 911 GT3 R mit Joel Sturm (20/Brühl) und Sven Müller (30/Bingen) von Allied-Racing auf Rang fünf.

Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) beendeten den Sonntagslauf im Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 von Rutronik Racing als Sechste. Eine tolle Aufholjagd lieferte die Kombination Fabian Schiller (24/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F), die mit ihrem Mercedes-AMG GT3 Evo #4 vom Drago Racing Team ZVO zehn Plätze gut machte und Rang sieben belegte. Auch Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (22/GB) vom Mann-Filter Team Landgraf zeigten einen tollen Kampf. Die Youngster wurden hinter Christian Engelhart und Ayhancan Güven Neunte und konnten dabei neun Plätze gut machen. Den letzten Top-Ten-Rang sicherten sich Simon Reicher (22/A) und Norbert Siedler (39/A) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #54 vom Eastalent Racing Team.

Albert Costa Balboa: „Es lief fantastisch. Wir haben schon die gesamte Saison gepusht und sind endlich belohnt worden. Jack hat mir das Fahrzeug mit einem Vorsprung übergeben, den ich bis ins Ziel halten konnte. Zum Schluss ließen die Reifen nach, doch da war ich auch schon im Ziel. Ich bin sehr glücklich.“

Jack Aitken: „Das Auto war sehr gut, ich konnte von Anfang an pushen. Albert hat dann einen guten Job gemacht und den Erfolg nach Hause gefahren. Dass ein zweiter Lamborghini von Emil Frey Racing noch Dritter wurde, macht den Erfolg perfekt.“

Jos Verstappen: „Ich habe Thierry Vermeulen in den vergangenen zwei Jahren viel gecoacht und er hat heute einen sehr guten Job gemacht. Ich bin sehr zufrieden. Wichtig ist, dass er als junger Pilot viel Erfahrungen sammelt. Wir sind in der genau richtigen Meisterschaft für ihn. Er hat ein gutes Auto, ein starkes Team und einen erfahrenen Teamkollegen.“

Das ADAC GT Masters geht jetzt in eine knapp sechswöchige Sommerpause. Nächster Saisonstopp ist vom 5. bis 7. August der Nürburgring. Alle 14 Rennen im ADAC GT Masters werden um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12.30 Uhr live. Auf RTL+, der führenden Streaming Plattform Deutschlands, kann die Rennaction live verfolgt oder anschließend in der Mediathek abgerufen werden. Die Qualifyings sind bei sport.de und adac.de/motorsport zu sehen.


Zweiter Sieg für Ortmann/Sasse bei ADAC GT4 Germany in Zandvoort

  • Erneut zwei Aston Martin und ein Mercedes-AMG auf dem Podium
  • Phil Dörr/Indy Dontje verteidigen mit Platz fünf die Tabellenführung
  • Tom Kieffer und Christian Kosch triumphieren in der Trophy-Wertung

Strahlende Doppelsieger in Zandvoort: Mike David Ortmann (li.) und Hugo Sasse
Foto: ADAC-Motorsport

Mit einem souveränen Start/Ziel-Sieg gewinnen Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage GT4 das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort. Rang zwei ging in einem spannenden und spektakulären Rennen an die Markenkollegen Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport). Das Podium komplettierten Julian Hanses (24/Hilden) und Theo Oeverhaus (17/Osnabrück, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG GT4. Damit waren die ersten drei Position identisch mit dem Resultat des Samstagsrennens. „Zwei Pole-Positions und zwei Siege – besser hätte das Rennwochenende für uns nicht laufen können. Wir sind natürlich richtig glücklich und freuen uns schon auf das nächste Rennwochenende auf dem Nürburgring“, erklärte Doppelsieger Ortmann direkt nach dem Rennen.

Der 22-Jährige hatte das Sonntagsrennen von Zandvoort bereits von der Pole-Position aus begonnen. Er münzte seine gute Ausgangslage direkt in die Führung um und setzte sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze des Feldes ab. Auf Platz zwei fuhr zunächst Denis Bulatov (23/Köln) im Mercedes-AMG GT4 von EastSide Motorsport. Dahinter entwickelte sich ein sehenswerter Dreikampf zwischen Hendrik Still (34/Kempenich, W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4, Aston Martin-Pilot Leroux sowie Oeverhaus im Mercedes-AMG. Nach mehreren actiongeladenen Überholmanövern setzte sich schließlich Oeverhaus durch und übernahm die dritte Position. Hinter Leroux verlor Still im weiteren Rennverlauf noch Platz fünf an Gabriela Jílková (27/CZE, Drago Racing Team ZVO) in einem weiteren Mercedes-AMG.

An der Spitze hatte sich Ortmann derweil einen kleinen Vorsprung erarbeitet, bevor er den Aston Martin an Teamkollege Sasse übergab. „Ich musste in meinem Stint mit den Reifen haushalten, da wir den Erfolgsballast von Rennen eins mit im Auto hatten. Das ist mir aber sehr gut gelungen. Letzten Endes konnte ich das Rennen kontrollieren“, beschrieb Ortmann seinen Stint.

In der zweiten Rennhälfte büßte Lukas Mayer (27/Ingolstadt), der den zweitplatzierten EastSide-Mercedes-AMG von Bulatov übernommen hatte, gleich einige Positionen ein und war aus der Entscheidung um den Sieg. Das Duo beendete das Rennen auf Rang 17. So übernahm Hanses, der für Oeverhaus ins Auto stieg, Platz zwei. Durch einen guten Boxenstopp lag Jílkovás Teamkollege Robert Haub (32/USA) auf der dritten Position.

Der zwischenzeitliche Bronze-Rang ging jedoch wieder verloren, als Ben Dörr, der von Leroux übernahm, am Mercedes-AMG vorbei fuhr. Aufgrund eines Vergehens beim Boxenstopp muss der zweitplatzierte Hanses eine Penalty-Lap absolvieren und fiel damit auf Platz vier zurück. Rund acht Minuten vor Rennende überholte er aber Mercedes-AMG-Pilot Haub und machte das Podium klar. An der Spitze fuhr Sasse mit einem Vorsprung von 3,8 Sekunden auf Ben Dörr zum Sieg, der für ihn gleichzeitig auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. „Es war heute nicht ganz so einfach wie gestern, da sich unsere Reifen durch das Zusatzgewicht etwas schneller abnutzten. Ich konnte in meinem Stint dennoch schnell eine Lücke herausfahren, da unsere Pace einfach gepasst hatte. Letztendlich können wir super glücklich mit dem Doppelsieg sein“, so Sasse.

Rang fünf ging an den Aston Martin Vantage GT4 von Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport), die damit auch die Führung in der Meisterschaft behielten. Dahinter folgten Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Alexander Hartvig (19/DNK, beide Allied-Racing) im Porsche, Jan Philipp Springob (21/Olpe) und Nico Gruber (20/AUT, beide Drago Racing Team ZVO) im Mercedes-AMG sowie Tom Wood (20/GBR) und Euan McKay (26/GBR, beide Racing One) in einem weiteren Aston Martin. Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) und Cedric Piro (24/Heusweiler, beide Piro Sports - Burg Zelem Foundation) im Toyota GR Supra GT4 und die amtierenden Meister Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging wie am Samstag an das Porsche-Duo Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX, beide Allied-Racing).

Die Doppelsieger von Zandvoort Ortmann/Sasse reisen nun auf Tabellenplatz zwei zum nächsten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. „Das ist das Heimspiel für unser Team Prosport Racing. Aber nicht nur deswegen ist der nächste Sieg das klare Ziel für den Auftritt in der Eifel“, stellt Sasse klar.

Ben Dörr – Platz zwei auf Aston Martin: „Wir wollten natürlich noch einen Platz weiter vorne sein, sind aber super zufrieden mit dem zweiten Rang. Das sind gute Punkte für die Meisterschaft. Es geht gerade richtig gut vorwärts bei uns. In meinen Stint habe ich schnell einen Mitbewerber überholt und konnte mich absetzen. So konnte ich das Rennen entspannt zu Ende fahren. Ich hatte wieder richtig viel Spaß im Cockpit.“

Romain Leroux – Platz zwei auf Aston Martin: „Ich bin sehr glücklich, denn erstmals haben wir in diesem Jahr in einem Sonntagsrennen Punkte eingefahren. Wir haben unser Bestes gegeben. Das Siegerauto war heute einfach zu schnell. Ich hatte in meinem Stint einen super Dreikampf mit einem Mercedes-AMG und einem Porsche. Da aber alle ungefähr dieselbe Pace hatten, war es schwer zu überholen. Ben hat im zweiten Rennabschnitt wieder eine klasse Leistung geboten und uns Platz zwei gesichert.“


Team Emil Frey Racing holt auch die Pole fürs Sonntagsrennen

Ex-Formel-1-Fahrer Jack Aitken sichert Emil Frey Racing zweite Pole-Position in Zandvoort

Jack Aiken holt Pole für's Sonntagsrennen in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda

Emil Frey Racing macht in Zandvoort weiter Druck. Das Team feierte am Samstag nach der Pole-Position dank Mick Wishofer (22/A) und Konsta Lappalainen (20/FIN) den ersten Rennsieg bei der Debütsaison im ADAC GT Masters. Am Sonntagmorgen war Jack Aitken (26/GB) Schnellster im zweiten Qualifying. Der Brite wartete bis kurz vor Schluss des Zeittrainings, dann schlug er zu und fuhr im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 mit 1,33:471 Minuten die Bestzeit. „Wir wussten, dass der Lamborghini in Zandvoort sehr schnell ist. Gestern war mein Teamkollege Mick auf der Pole, heute sind wir es und wir hoffen, dass wir im Rennen ähnlich erfolgreich sind. Aber in Zandvoort kann viel passieren“, so der Gewinner des Pirelli Pole Position Awards.

Das zweite Qualifying in Zandvoort begann am Sonntagmorgen bei schwierigen Bedingungen. Teile der Fahrbahn waren noch feucht und bei Streckentemperaturen von 17 Grad brauchten die Piloten rund zehn Minuten, um die Reifen anzuwärmen. Danach wurden die Rundenzeiten immer schneller und die Führung wechselte ständig. Jack Aitken gelang in seiner siebten Runde die Top-Zeit, mit der er sich und seinem Fahrerkollegen Albert Costa Balboa (31/E) Startplatz eins sicherte. Mit einem Rückstand von vier Hundertstelsekunden belegte Ayhancan Güven (24/TR), der sich mit Christian Engelhart (35/Starnberg) das Cockpit des Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik teilt, Rang zwei. 

Franck Perera (38/F) wurde mit einem weiteren Lamborghini Huracán GT3 Evo von Emil Frey Racing Dritter und nimmt das Rennen mit Arthur Rougier (22/F) von der zweiten Startreihe aus in Angriff. Mattia Drudi (23/I) von Car Collection Motorsport geht als bester Audi-Pilot zusammen mit Lokalmatador Thierry Vermeulen (19/NL) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #33 von Rang vier aus ins Rennen. Fünfter wurden die Markenkollegen Florian Spengler (34/Ellwangen) und Markus Winkelhock (41/D) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 69. Erneut war das Feld eng zusammen. Alle Fahrzeuge lagen innerhalb von einer Sekunde.

Quelle: adac-motorsport.de


Doppelsieg für Aston Martin im Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany von Zandvoort

  • Hugo Sasse und Mike David Ortmann gewinnen bei Mischbedingungen mit einsetzendem Regen
  • Erstes Podium in der ADAC GT4 Germany für die CV Performance Group
  • Tom Kieffer/Christian Kosch mit Sieg in der Trophy-Wertung

Siegerauto: Der Aston Martin Vantage GT4 von Prosport Racing
Foto: ADAC-Motorsport


Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort lieferte alles, was atemberaubenden Motorsport ausmacht: Enge Zweikämpfe, packende Überholmanöver und auch noch einsetzender Regen zu Rennmitte boten den zahlreichen Zuschauern spannende Unterhaltung. Am besten kamen Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) mit den herausfordernden Bedingungen zurecht. Das Aston Martin Vantage GT4-Duo feierte den ersten Saisonsieg vor den Markenkollegen Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport). Julian Hanses (24/Hilden) und Theo Oeverhaus (17/Osnabrück, beide CV Performance Group) komplettierten das Podium im Mercedes-AMG GT4. „Es ist ein ganz verrücktes Wochenende. Wir sind überglücklich, dass es bei uns hier so gut läuft. Wir haben im Rennen die richtigen Entscheidungen getroffen, sodass wir jetzt mit dem ganzen Team feiern können“, jubelte Ortmann auf dem Podium.

Sasse hatte das Rennen schon von der Pole-Position aus begonnen. Bei zunächst trockenen Streckenbedingungen setzte sich der 18-Jährige gleich souverän vom Rest des Feldes ab. Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters hatte Sasse einen Vorsprung von gut vier Sekunden herausgefahren. „Ich denke, dass ich einen sehr guten Stint geliefert hatte. Es gab keine Fehler oder Probleme. Somit konnte ich mich gut absetzen“, so Sasse. Hinter dem Prosport-Piloten ging es jedoch ordentlich zur Sache. Zunächst hatte Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) im Toyota GR Supra GT4 von Piro Sports - Burg Zelem Foundation die zweite Position inne. Um Platz drei kämpften derweil Vincent Andronaco (17/Wentorf bei Hamburg, Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4, Ben Dörr und Jan Philipp Springob (21/Olpe, Drago Racing Team ZVO) im Mercedes-AMG GT4. Immer wieder wechselten dabei die Positionen. Das Trio hatte wenig später sogar zu Lenerz aufgeschlossen und diesen schließlich auch überholt.

Zu Rennmitte setzte dann Regen rund um die 4,259 Kilometer lange Strecke in den niederländischen Nordseedünen ein. Aus Sicherheitsgründen entschied die Rennleitung eine Full-Course-Yellow-Phase auszurufen, sodass alle Fahrzeuge ohne Hektik unter Gelb die Fahrerwechsel durchführen konnten. Bei immer stärker werdendem Regen brachte die Rennleitung direkt im Anschluss an die Full-Course-Yellow das Safety-Car auf die Strecke. Rund 18 Minuten vor Ende wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Das ermöglichte dem gesamten Feld den sicheren Wechsel auf Regenreifen. Nach dem Restart tat es Ortmann, der von Sasse übernommen hatte, seinem Teamkollegen gleich, setzte sich schnell wieder vorne ab und fuhr letztendlich zum Sieg, der auch den Triumph in der Juniorwertung für Sasse bedeutete. „Mein Stint war durch die Rennunterbrechung natürlich relativ kurz“, erklärte Ortmann. „Ich habe versucht, auf der Strecke zu bleiben und die Führung zu halten. Das ist gelungen.“

Mit knapp einer Sekunde Rückstand überquerte Leroux auf Platz zwei die Ziellinie. Mann der letzten Rennminuten war Mercedes-AMG-Pilot Oeverhaus, der von Platz acht noch bis auf die dritte Position nach vorne fuhr und somit sich und Teamkollege Hanses das erste Podium in der ADAC GT4 Germany sicherte. Platz vier ging an Max Kronberg (35/Berlin) und Hendrik Still (34/Kempenich, beide W&S Motorsport) im Porsche. Auch Still hatte zu Rennende mit sehenswerten Überholmanövern noch einige Plätze gutmachen können. Fünfte wurden die Teamkollegen Nicolaj Møller Madsen (29/DNK) und Finn Zulauf (17/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) vor dem Toyota von Marcel Lenerz und Cedric Piro (24/Heusweiler) sowie Springob und Nico Gruber (20/AUT). Die Porsche von Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Alexander Hartvig (19/DNK, beide Allied-Racing), Pavel Lefterov (24/BUL) und Stefan Bostandjiev (18/BUL, beide Overdrive Racing) sowie Andronaco und dessen Teamkollege Leo Pichler (20/AUT) komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX, beide Allied-Racing) in einem weiteren Porsche.

Ben Dörr – Platz zwei auf Aston Martin: „Platz zwei ist wieder ein super Ergebnis, mit dem wir absolut leben können. Aber natürlich möchten wir bald den ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany holen. In der spannenden ersten Rennhälfte ging es heftig zur Sache. Ich bin dabei aber immer ruhig geblieben. Es war von Anfang an der Plan, zunächst etwas vorsichtiger zu agieren. Im Sonntagsrennen ist das nächste Podium das klare Ziel.“

Romain Leroux – Platz zwei auf Aston Martin: „Wir hatten einen unfassbar guten Boxenstopp, mit welchem wir zwei Plätze gutmachen konnten. Gerade in Zandvoort ist es nicht immer einfach zu überholen, somit waren dies zwei einfach gewonnene Positionen. Mein Stint war sehr interessant. Ich konnte die Position halten und mich auf die Regenreifen konzentrieren. Platz zwei ist ein großartiges Resultat. Das Team und auch Ben haben heute wieder einen grandiosen Job gemacht.“