Samstag, 26. März 2022

Drei neue Porsche: Overdrive baut Engagement in ADAC GT4 Germany aus

  • Vier von sechs Piloten bereits fixiert
  • Erster Gesamtsieg in der ADAC GT4 Germany das große Ziel
  • Pavel Lefterov will Saison in Top Fünf beenden

Das Design des Porsche von Pavel Lefterov und Stefan Bostandjiev
Foto: Overdrive Racing

Großer Aufschlag von Overdrive Racing in der ADAC GT4 Germany: Der Rennstall aus Bulgarien wird in der Saison 2022 sein Programm noch weiter ausbauen und bringt drei Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport in der Serie an den Start. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um die neueste GT4-Version des Cayman, die im Winter vom schwäbischen Sportwagen-Hersteller präsentiert wurde. „Wir haben 2021 unser Debüt in der ADAC GT4 Germany gegeben und waren begeistert. Der Wettbewerb ist richtig gut, die Atmosphäre im Fahrerlager gefällt uns super und auch die Organisation war einfach perfekt. Die Frage, ob wir zurückkehren würden, stellte sich nie. Die ADAC GT4 Germany passt genau in unser Konzept. Wir treten sehr gerne hier an“, erklärt Teammanager Aleksandar Tsvetkov.

Zwei der drei Porsche sind bereits komplett besetzt. Hier treten mit Pavel Lefterov (24/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL) sowie Tano Neumann (47/BUL) und Joachim Bölting (55/Gelsenkirchen) dieselben Paarungen wie 2021 an. Für den dritten neuen Porsche ist Overdrive aktuell noch auf der Suche nach geeigneten Piloten. „Wir haben große Ambitionen für die neue Saison. 2021 konnten wir mit Platz drei und zwei schon zweimal auf dem Podium stehen. Jetzt fehlt natürlich nur noch der Sieg. Wir streben immer das Beste an und sind stets voll auf gute Ergebnisse fixiert“, stellt Tsvetkov klar. „Obwohl Stefan und Pavel letztes Jahr das Rennwochenende in Zandvoort auslassen mussten, schafften sie in der Gesamtwertung am Ende Platz sechs. Auch hier wollen wir uns 2022 noch steigern. Mit Stefan möchten wir zudem um den Titel in der Juniorwertung kämpfen. All das wird sicherlich nicht einfach, denn wir wissen auch, dass die Konkurrenz im Winter nicht geschlafen hat.“

„Die guten Resultate 2021 haben uns alle sehr motiviert. Natürlich möchten wir dieses Jahr den ersten Laufsieg in der ADAC GT4 Germany feiern. Genau dieser Podiumsplatz fehlt uns in der Sammlung noch. Mein großes Ziel ist es, dass das Team am Ende in den Top Fünf der Gesamtwertung liegt. Dafür müssen wir über die Saison so viele Punkte wie möglich holen“, ist auch Pilot Lefterov zuversichtlich. „Ich freue mich, auch wieder mit Stefan zusammenzufahren. Wir verstehen uns super und sind fast wie Brüder. Er hat sich 2021 enorm gesteigert, somit werden wir 2022 noch stärker sein. Ganz vorne an der Spitze wird es aber auch viel Druck geben. Somit wird es eines seiner Ziele sein, ruhig und fokussiert zu bleiben, um dadurch das Maximale herauszuholen. Dann werden wir sehen, was am Ende herauskommt.“

Auch der zweite Porsche ist bei Overdrive Racing wieder stark besetzt. Tano Neumann und Joachim Bölting gehen in ihre dritte gemeinsame Saison in der ADAC GT4 Germany. 2020 und 2021 holten die Gentlemen Platz drei und Platz zwei in der Trophywertung. Seit 2021 fahren sie für Overdrive Racing. „Es ist eine große Ehre für uns, dass Tano und Joachim auch 2022 auf uns setzen“, freut sich Tsvetkov. „Denn dies ist ein Beleg dafür, dass sie mit dem Service unseres Teams zufrieden sind. Ich hoffe, dass sie auch 2022 viel Erfolg in der ADAC GT4 Germany haben werden und um den Trophy-Titel kämpfen. Sie sind ausgezeichnete Piloten.“

Overdrive Racing hat die Porsche bereits Ende Februar erhalten und lernt die neuen Fahrzeuge gerade detailliert kennen. Die ersten richtigen Testfahrten werden nächste Woche auf dem Circuit Zandvoort stattfinden. Danach stehen die offiziellen Testtage der ADAC GT4 Germany am 5./6. April 2022 in der Motorsport Arena Oschersleben für die Neuwagen des Teams auf der Agenda.

Donnerstag, 24. März 2022

Neues Team für das ADAC GT Masters

Eastalent-Racing greift mit einem Audi R8 LMS GT3 Evo II an

  • Neuer Rennstall aus Österreich feiert Premiere im ADAC GT Masters
  • GT-Spezialist Norbert Siedler und Simon Reicher teilen sich das Cockpit
  • Teamchef Peter Reicher setzt auf neuen Audi R8 LMS GT3 Evo II und hochmotivierte Crew

Norbert Siedler feierte bereits 2011 sein Debüt im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport
 

Neues Team, neues Auto und eine hochmotivierte Mannschaft: Eastalent-Racing, im Dezember 2021 gegründet, geht mit viel Elan in der ersten Saison im ADAC GT Masters auf Punktejagd. Das Cockpit des neuen Audi R8 LMS GT3 Evo II teilen sich Norbert Siedler (39/A) und Simon Reicher (22/A). Die beiden Österreicher sind ein gespieltes Team und in der Kombination bereits in den vergangenen beiden Jahren in der Deutschen GT-Meisterschaft angetreten. Das ADAC GT Masters startet vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison, alle Rennen werden beim TV-Sender NITRO samstags und sonntags jeweils ab 12.30 Uhr live übertragen.

Norbert Siedler feierte 2011 sein Debüt im ADAC GT Masters, an dem er in diesem Jahr zum siebten Mal teilnimmt. „Leider können wir den neuen Audi noch nicht testen. Wegen Lieferverzögerungen steht er uns erst beim offiziellen Test in Oschersleben zur Verfügung. Wir haben aber ein gutes Team mit erfahrenen Ingenieuren und Mechanikern. In unserer ersten Saison im ADAC GT Masters werden wir nicht um den Titel mitmischen, aber wir wollen in die Punkte und die Top-Ten fahren“, fasst der erfahrene GT-Spezialist die Saisonziele des Teams zusammen.

Sein junger Fahrerkollege Simon Reicher ging nach Gastauftritten 2019 und 2020 in der vergangenen Saison zum ersten Mal regelmäßig mit Yaco Racing im ADAC GT Masters an den Start. Das Team absolvierte sechs von sieben Tourstopps, zuvor war der Kirchberger bei der ADAC TCR Germany aktiv. Sein Vater Peter Reicher ist Besitzer des Privatteams Eastalent-Racing und ist von einer erfolgreichen Zukunft seines Rennstalls überzeugt: „Wir nehmen das ADAC GT Masters mit einer hochmotivierten Mannschaft in Angriff. Dabei setzen wir auf den neuen Audi R8 LMS GT3 Evo II und die beiden österreichischen Piloten Simon Reicher und Norbert Siedler. Unsere Leidenschaft gilt dem Motorsport und das wollen wir im ADAC GT Masters 2022 zeigen.“

Gemeinsames Projekt von Red Bull und Ferrari geht in zweite Saison

  •  Zwei Fahrzeugeinschreibungen unter dem Teamnamen „Red Bull AlphaTauri AF Corse“
  •  Mit Neuseeland und Brasilien zwei weitere Nationen in der DTM 2022
  •  Ziel: Team-Titel verteidigen, DTM-Champion im Visier

Felipe Fraga (BRA), Ferrari, Red Bull AlphaTauri AF Corse © Red Bull

Zwei starke globale Marken sind in der DTM auch 2022 wieder eins: Red Bull und Ferrari treten gemeinsam mit AF Corse, dem Rennstall des ehemaligen Rennfahrers Amato Ferrari, an. Das Team startet unter dem Namen „Red Bull AlphaTauri AF Corse“ mit zwei Fahrzeugen. Pilotiert werden die beiden Ferrari 488 vom Brasilianer Felipe Fraga, der die gesamte Saison fährt, sowie vom Neuseeländer Nick Cassidy, der bei sechs von acht Rennveranstaltungen an den Start geht. Fraga wird die Rennen mit Red Bull-Lackierung und der Startnummer 74 bestreiten, GT-Routinier Cassidy kommt in den Farben von Red Bulls Premium-Modemarke AlphaTauri und der Startnummer 37 zum Einsatz.

Der Brasilianer Felipe Fraga startete seine Karriere im Kartsport, ehe er in den GT-Sport wechselte. 2016 gewann der 26-Jährige die brasilianische Stockcar-Serie, Anfang des Jahres erst gewann er die 60. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona in der LMP3-Klasse. Fraga hat in den vergangenen Jahren mit Erfolgen wie dem zweiten Platz in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2021 (LMGTE Am) auf der europäischen Bühne geglänzt. „Ich bin wirklich sehr glücklich hier fahren zu dürfen. Es ist eine große Chance für mich, sogar die größte meiner bisherigen Karriere, und ich möchte es gut machen“, sagt Fraga vor seinem DTM-Debüt. „Ich kann keine Ergebnisse vorhersagen, aber ich bin hier, weil ich um Siege kämpfen möchte und ich weiß, dass wir es mit Red Bull AlphaTauri AF Corse schaffen können – so wie letztes Jahr. Warum also nicht auch in dieser Saison wieder?“

Nick Cassidy (NZL), Ferrari, Red Bull AlphaTauri AF Corse © Red Bull

Nick Cassidy ist zweimaliger Champion in der Toyota Racing Series und holte sich die „triple crown“ der Titel in Japan – Super Formula, Super GT und All-Japan Formula 3. Er gilt als absoluter GT-Profi und konnte vergangene Saison bereits bei zwei DTM-Rennen auf sich aufmerksam machen. Zum Finale am Norisring ersetzte Cassidy den Thailänder Alex Albon, der zurück in die Formel 1 wechselte. Da der 27-jährige Cassidy neben der DTM auch in der FIA Formel E startet, wird der Neuseeländer an mindestens zwei Rennwochenenden ersetzt. „Ich freue mich riesig, wieder in der DTM zu sein. Als Rennfahrer wünscht man sich nichts mehr, als viel zu fahren. Ich bin sehr zufrieden mit den diesjährigen Programmen und denke, dass es mir helfen wird, immer mein Bestes zu geben.“

Die Bilanz des Ferrari 488, der seit 2016 vom Team von Amato Ferrari in verschiedenen Disziplinen eingesetzt wird, ist beeindruckend: 770 Starts, 429 Siege und 107 Titel. Mit dem Fahrer-Duo möchte die italienische Mannschaft an die Erfolge anknüpfen, den DTM-Team-Titel verteidigen und den Fahrer-Titel für sich entscheiden.

Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR: „Dass die beiden globalen Marken Red Bull und Ferrari in der DTM zum zweiten Mal in Folge gemeinsame Sache machen, freut uns enorm. Die Bilanz des Teams spricht für sich. Die Kämpfermentalität, die diese Mannschaft bereits 2021 konstant gezeigt hat, ist beeindruckend und die Fahrer fantastisch. Die festen Teams und Fahrer für die neue Saison stehen nun alle fest und beim Betrachten der Starterliste glaube ich ganz stark an spannende Rennen, großartige Kämpfe und tolle Events.“

Die DTM 2022 startet mit offiziellen Testfahrten auf dem Hockenheimring Anfang April in die neue Saison. Die ersten beiden Rennläufe finden vom 29. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão statt. 2022 werden insgesamt 16 Sprintrennen in fünf unterschiedlichen Ländern ausgetragen. Für Red Bull AlphaTauri AF Corse sind die beiden Rennen in Imola und am Red Bull Ring Heimrennen.

Mittwoch, 23. März 2022

Daniel Juncadella: „Ich war immer ein Fan des ADAC GT Masters“

  •  Mercedes-AMG Performance Fahrer Daniel Juncadella will Siege einfahren
  •  Spanier gibt sich vor seinem Debüt in der Deutschen GT-Meisterschaft optimistisch
  •  Serien-Neueinsteiger ZVO Racing setzt zwei Mercedes-AMG GT3 Evo ein
Daniel Juncadella, hier noch im Jahr 20198 für Aston Martin in der DTM unterwegs
Foto: Jens Hawrda


Daniel Juncadella (30/E) setzt auf Attacke. Der 30-Jährige startet mit seinem Team ZVO Racing in dieser Saison zum ersten Mal im ADAC GT Masters und will ganz vorn mitfahren. Der Spanier teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 Evo mit dem Förderpiloten des Motorsport Team Germany Jan Marschalkowski (Inning/19) und ist überzeugt: „Wir haben alle Komponenten, um im ADAC GT Masters erfolgreich zu sein“. Das ADAC GT Masters startet vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison, alle Rennen werden beim TV-Sender NITRO samstags und sonntags jeweils ab 12.30 Uhr live übertragen.

Daniel Juncadella stieg mit 13 Jahren in den Motorsport ein, als er seinen Landsmann Fernando Alonso in der Formel 1 siegen sah. „Die Erfolge von Fernando haben mich angespornt. Ich wollte so werden wie er, fuhr zunächst für das Red Bull Junior Team und wurde Zweiter bei der Formel BMW Europe. Im Jahr 2011 gewann ich als Mercedes-Junior den Formel 3 Grand Prix von Macau. Das war mein Durchbruch. Dieser Sieg hat mir viel Selbstvertrauen gegeben und 2012 wurde ich Formel 3 Europameister“, erklärt der Spanier, der danach mehrere Jahre in der DTM startete und in der Saison 2022 eine neue Herausforderung sucht.

Das ADAC GT Masters ist für Juncadella eine der stärksten GT3-Serien Europas. Seit Jahren beobachtet der Katalane die Rennen, erkundigt sich bei Kollegen und seinen deutschen Freunden über den aktuellen Stand in der Deutschen GT-Meisterschaft. „Ich war immer ein Fan des ADAC GT Masters. Das Niveau der Fahrer und der Autos ist unglaublich hoch, die Rennen sind extrem spannend. Deshalb freue ich mich sehr, ein Teil dieser tollen Serie zu sein. Ich muss mich allerdings umstellen, da ich im Auto nicht mehr allein für alles verantwortlich bin. Ich habe einen Partner, auf den ich angewiesen bin. Bisher war ein Teamkollege oft der größte Rivale. Jetzt ist er die wichtigste Person, um Erfolg zu haben“, beschreibt der offizielle Mercedes-AMG Performance Fahrer seine neue Aufgabe.

Nachwuchsfahrer Jan Marschalkowski ist der Partner, mit dem Daniel Juncadella bei seiner ADAC GT Masters-Premiere Siege einfahren will. Der 19-Jährige gilt als großes Talent und kann in seiner ersten GT3-Saison eine Menge von seinem Fahrerkollegen lernen. Der setzt voll auf Teamwork: „Ich freue mich, das Cockpit mit einem so jungen Fahrer zu teilen. Das ist eine tolle Kombination und wir können sicher viel voneinander lernen. Wichtig ist, dass sich Jan schnell an die neue GT3-Umgebung gewöhnt und dabei werde ich ihm helfen. Unser Team ist zwar neu im ADAC GT Masters, verfügt aber über viel Erfahrung und schickt zwei schnelle Mercedes-AMG GT3 Evo mit starken Besatzungen ins Rennen. Ich bin davon überzeugt, dass ZVO Racing mir die Möglichkeit gibt, erfolgreich zu sein. Ich liebe es, Rennen zu fahren und zu gewinnen. Das werde ich im ADAC GT Masters beweisen.“

Dienstag, 22. März 2022

Spektakulärer Neuzugang in der DTM

Zweimaliger Weltmeister Nicki Thiim debütiert im zweiten Lamborghini von T3 Motorsport in der DTM

  • Erstmals startet Sohn eines DTM-Champions ebenfalls in der Serie: Familie Thiim schreibt Geschichte
  • Nicki Thiim: „DTM! Was soll ich sagen? Der größte Traum meiner Karriere geht in Erfüllung“
  • 32-jähriger Däne mit Saisonauftakt nach Maß: Am Wochenende Sieg in Sebring

Auf den Spuren von DTM-Legende Kurt Thiim: Sein Sohn Nicki Thiim (DEN) debütiert in der DTM 
© DTM

Auf den Spuren seines erfolgreichen Vaters: Nicki Thiim, zweimaliger FIA Langstrecken-Weltmeister und Sohn des ehemaligen DTM-Champions Kurt Thiim, startet erstmals in der DTM. Der 32-jährige Däne wird die 16 Sprintrennen der Traditionsserie mit einem Lamborghini Hurácan GT3 EVO aus dem Dresdner Rennstall T3 Motorsport bestreiten. Die DTM 2022 startet vom 29. April bis 1. Mai in Portimão (POR) in die neue Saison. Eintrittskarten für alle Rennen sind via tickets.dtm.com sowie unter 01806 991166 erhältlich. Im deutschsprachigen Raum werden die Rennen, die jeweils um 13:30 Uhr (MESZ) starten, erstmalig auf ProSieben übertragen.

„DTM! Was soll ich sagen? Der größte Traum meiner Karriere geht in Erfüllung“, jubelt Nicki Thiim. „Ich bin mit der DTM aufgewachsen. Zum Frühstück, zum Mittag- und Abendessen gab es immer die DTM im Fernsehen – und mein Vater war natürlich mein Hero.“ Sein Vater Kurt, der 1986 im Rover Vitesse Meister wurde und von 1988 bis 1996 zum Mercedes-Fahrerkader gehörte, zählt zu den erfolgreichsten DTM-Rennfahrern aller Zeiten. In 211 DTM-Rennen eroberte der heute 63-Jährige 19 Siege und 16 Pole-Positions. Noch in der vergangenen Saison lieferte sich Kurt Thiim in der DTM Classic sehenswerte Duelle im ehemaligen DTM-Mercedes mit seinem Dauerrivalen Klaus Ludwig.

Nicki Thiim, dessen Karriere im Jahr 2000 im Kartsport begann, läßt keinen Zweifel daran, dass er die DTM nie aus dem Fokus verloren hat: „Es war eigentlich immer klar, dass in meiner DNA DTM ist, und dass es immer nur darum ging, dort zu fahren. Und dies nach über 20 Jahren, einigen Umwegen und einigen Titeln nun mit T3 Motorsport geschafft zu haben, ist absolut etwas Besonderes. Ich bin glücklich, als erster Sohn eines DTM-Meisters dort an den Start gehen zu können.“ Nach Titelgewinnen in den Markenpokal-Rennserien von Seat (2008) und Porsche (2013) sowie dem Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2013) und dem Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans (2014) wurde der in Sønderborg geborene Blondschopf Werksfahrer von Aston Martin in der GTE-Pro-Klasse der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), in der er 2016 und in der Doppel-Saison 2019/2020 jeweils Weltmeister wurde. Der britische Hersteller hat Thiim für sein DTM-Programm mit T3 Motorsport die Freigabe erteilt. „Die Teams und Fahrer der neuen Saison sagen alles. Ich glaube, es ist das stärkste DTM-Feld seit über zehn Jahren“, so Nicki Thiim, der mit der Startnummer 95 neben seiner britischen Teamkollegin Esmee Hawkey für T3 Motorsport antritt. „Das Team ist eine tolle Mannschaft, und ich freue mich auf die Saison.“ Am vergangenen Wochenende gelang Nicki Thiim beim WEC-Auftakt in Sebring im US-Bundesstaat Florida mit einem Sieg für Aston Martin ein Einstand nach Maß in die Saison 2022.

Auf die Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen GT-Piloten freut sich auch T3-Teamchef Jens Feucht: „Dass Nicki Thiim uns als zweimaliger Weltmeister sein Vertrauen schenkt, ehrt uns sehr. Er ist hochmotiviert, ist ein sehr sympathischer Pilot und hat klare Ambitionen und möchte wie wir an der Spitze mitfahren. Die Verpflichtung von Nicki Thiim ist der nächste große Schritt in unserer noch kurzen Teamgeschichte.“

„Was für eine unglaubliche Geschichte! Sein Vater Kurt Thiim ist Champion und einer der erfolgreichsten DTM-Piloten aller Zeiten, und jetzt kommt sein Sohn Nicki als zweimaliger Weltmeister in die DTM. Überragend!“, ist Frederic Elsner, Direktor Event & Operations der DTM-Organisation ITR, vom überraschenden Neuzugang beeindruckt. „Unser DTM-Starterfeld 2022 ist gespickt mit großartigen Teams und herausragenden Fahrern. Nicki Thiim ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem i. Beste Voraussetzungen also für eine spektakuläre Saison!“

Nicki Thiim wird wie der dreimalige DTM-Champion René Rast und dessen Teamkollege Kelvin van der Linde (beide ABT Sportsline/Audi) sowie dessen Bruder Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport/BMW) von Dennis Rostek und seiner Motorsport-Agentur Pole Promotion mit Sitz im niedersächsischen Bückeburg gemanagt. Dennis Rostek über die jüngste DTM-Verpflichtung: „Wenn ich mir überlege, wie ich Kurt Thiim in den Neunzigerjahren in der DTM bewundert habe, ist es was ganz Besonderes, mit seinem Sohn Nicki in die DTM-Saison zu starten.“